03 - Zwischenspiel und III. Strophe

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  • Hallo zusammen!




    Ich bin auch über den Begriff "Gestaltwandler" gestolpert. Ich hatte bisher immer eine Figur verstanden, die in der Lage ist sich in etwas anderes zu verwandeln.
    Ich finde aber, dass für mich der Begriff / das Konzept Gestaltwandlung Leún und Káor nicht 100%ig passt. Ich habe es eher so verstanden, dass Káor so etwas wie "eine alte Seele" in Gestalten eines Löwen ist und ab & an sucht diese Seele eine körperliche (menschliche) Gestalt. Léun wurde quasi von ihm auserwählt.


    Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und finde deinen Gedanken zum Thema Gestaltwandler sehr interessant. In der Tat, Káor wirkt (besonders am Anfang) wie ein anderes Wesen, das quasi mit Léun verschmilzt. Prinzipiell ist das mit dem "Auserwählt-Sein" allerdings eine Finte -- Héranon gebraucht dieses Wort, weil er sich die Existenz der Zwölf nicht anders erklären kann. Tatsächlich hat Káor Léun aber nicht "auserwählt", schlicht und einfach weil er niemand anderen hätte erwählen können. Umgekehrt hätte auch niemand anderer als Léun Káor werden können. Káor ist Léun, und Léun ist Káor, ähnlich wie es auch Rámu formuliert (und wie Léun es am "Grund", in der Einöde seiner Träume, leibhaftig erfährt).


    Ob Héranons Behauptung, Káor sei schon mehrmals in der Welt gewesen, stimmt, wird sich in den Folgebänden zeigen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Was war das eigentlich in der Schwimmszene :P hatten die Sex oder wie oder was? Diese Raubfisch-Aktion war ja mal abgefahren :totlach: ich musste echt lachen. Also Manuel da hast du (wenn meine Interpretation richtig ist) echt mal den Dingen ein ganz anderen Namen gegeben (aber vielleicht bin ich da zu direkt, ich hab schon die Metapher mit dem Blumentopf nie verstanden aus dem einen Film :totlach:)


    :D



    Auch als Leser geht es mir ein wenig gegen den Strich, dass da jemand, der genau informiert ist, nichts sagt und nur Andeutungen macht. Das bleibt dann ja bei Ramu auch so. So richtig verstehe ich das nicht. Ich verstehe auch nicht, warum der Wildhüter nicht aus seiner Vergangenheit erzählt und vor allem verstehe ich nicht, warum sie nicht wissen dürfen, dass er ein Bär ist.


    Héranon hat eines der härtesten Gestaltwandler-Schicksale hinter sich. Ich würde seine Geheimniskrämerei am ehesten mit seiner Vorsicht erklären -- er will Léun und Arrec nicht dadurch in Gefahr bringen, dass er ihnen mehr anvertraut als absolut nötig. Abgesehen davon pflegt er durchaus einen gewissen Eigensinn. Nicht zuletzt ist es ihm schlicht peinlich, dass er seine eigene Verwandlungsgabe nicht richtig beherrscht und auch nie beherrschen wird (wie er meint).



    Ich glaube, dass es bei mir daran liegt, dass man Liebesgeschichten zwischen Männern und Frauen / Jungen und Mädchen relativ häufig liest. Ich habe aber bisher wenig Bücher gelesen in denen eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern / Jungs so schön "normal" abläuft ohne direkt problematisiert zu werden.


    Vielen Dank -- genau diese Normalität war mir beim Schreiben wichtig. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Lieben Gruß,
    Manuel

  • So habe es jetzt auch endlich geschafft, den Reden meiner Vorschreiber habe ich nicht mehr allzu viel hinzuzufügen oder zu bemerken.
    Gottseidank ist Arrec nicht tot sondern auch ein Gestaltwandler. Ich war echt froh. Schön das er erkennt, wie er tickt und er und Riyyuu Freunde/Gefährten werden. Wobei das ja echt fix ging. :herz: Arrec tat mir so leid als er Riyyuu verriet, da er ihn nicht verlieren will und dann auch noch von den Wachen geschlagen und eingesperrt wird.
    War das Schäferstündchen von Panoris mit Heranon geplant, damit er aus dem Weg ist. Sie stellt sich ja eindeutig gegen ihn.
    Ramu ist eine sehr schillernde Person, interessant, dass er/sie allen so erscheint, wie sie ihn/sie sich vorstellen. Hoffentlich taucht die Figur wieder auf, vielleicht ist der Körper ja auch nur eine manifestierte Illusion. :lesen:
    Als Riyuu Arrec folgt, ist glaube ich eine Ungereimtheit. Du schreibst vorher, dass Steppenläufer nachmittags schlafen, dann folgt Riyuu Arrec und wegen der Morgenluft hat er Probleme dem Geruchsfaden zu folgen. (?) ???
    Im Gegensatz zu meinen Mitlesern, finde ich es nicht so schlimm, dass Heranon sich nicht zu erkennen gibt. Er ist so alt er wird seine Gründe haben. Und auch das der Weise Ramu in Rätseln spricht finde ich nicht ungewöhnlich, wenn er alles verraten würde, wäre ja alles viel zu einfach. Die Szene mit dem Raubfisch fand ich einfach nur eigenartig, ich war am Überlegen, ob sich jetzt Ciara zum Hai wandelt. An so was wie Sex habe ich gar nicht gedacht, wie gesagt, ich fand den Absatz seltsam. Ach ja und bevor ich es vergesse, Lykos ist denke ich ein wenig geltungsbedürftig und ich hatte erst noch gedacht er sei vielleicht ein Wolf wegen des Namens Lykos (Lykaner). Und generell haben wir ja bei Hunden und manchmal auch bei Männern die "wer hat den Größten" :banane: Diskussion. Und ohne die Geschichte würde ja Spannung fehlen und die Geschichte mit Ciara hätte sich nicht so entwickeln können. :winken:

  • Als Riyuu Arrec folgt, ist glaube ich eine Ungereimtheit. Du schreibst vorher, dass Steppenläufer nachmittags schlafen, dann folgt Riyuu Arrec und wegen der Morgenluft hat er Probleme dem Geruchsfaden zu folgen. (?) ???


    Ertappt! :verlegen: Werde ich in der nächsten "Auflage" korrigieren. :D



    Im Gegensatz zu meinen Mitlesern, finde ich es nicht so schlimm, dass Heranon sich nicht zu erkennen gibt. Er ist so alt er wird seine Gründe haben. Und auch das der Weise Ramu in Rätseln spricht finde ich nicht ungewöhnlich, wenn er alles verraten würde, wäre ja alles viel zu einfach.


    Jau. :D



    Die Szene mit dem Raubfisch fand ich einfach nur eigenartig, ich war am Überlegen, ob sich jetzt Ciara zum Hai wandelt. An so was wie Sex habe ich gar nicht gedacht, wie gesagt, ich fand den Absatz seltsam.


    Nee, Ciára ist kein Gestaltwandler. Bleibt also nur die andere Möglichkeit ... :verlegen:




    (...) und ich hatte erst noch gedacht er sei vielleicht ein Wolf wegen des Namens Lykos (Lykaner). Und generell haben wir ja bei Hunden und manchmal auch bei Männern die "wer hat den Größten" :banane: Diskussion. Und ohne die Geschichte würde ja Spannung fehlen und die Geschichte mit Ciara hätte sich nicht so entwickeln können. :winken:


    Dem allem hab ich nix hinzuzufügen. ;D ;D ;D

  • Zwischenspiel:
    Wieso hat Panóris angezweifelt, dass Ríyuu Tímu ist? Sie hat sofort die richtigen Schlüsse gezogen, obwohl sie eigentlich gar nicht so viel wissen kann, wie ich als Leser. Hat sie Tímu vielleicht schon mal kennen gelernt und weiß daher, dass er nicht Tímu ist? Oha, Gúrguar will Panóris heiraten, sobald er die Flöte hat. In seiner Selbstverliebtheit denkt er natürlich keine Sekunde daran, dass sie ihn abweisen könnte. Wer ist der Weise? Zitat: „Nýrdan war schön. Die Welt, die er sich ausgesucht hat, war schön.“ Stammt der Weise aus einer anderen Welt? Was hat die Wahrsagerin Gúrguar denn bloß Schlimmes vorausgesagt? Ich will das jetzt wissen. >:(;)


    Dritte Strophe: Vereinigung
    Seemannsgarn

    Lýkos der Matrosenjunge ist ja wirklich ein Ekel. Als Léun sich von ihm provozieren ließ und ihm in die Takelage gefolgt ist, hätte ich ihm gerne einen leichten Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Wie kann man nur so dumm sein? Na ja, das war wahrscheinlich ein „Jungs-Ding“; bloß keine Schwäche zeigen. Von den ganzen seemännischen Fachausdrücken die genannt wurden, kannte ich zwar nur einige, aber beeindruckt haben sie mich trotzdem ;D. Da hat Léun aber ganz schön Glück gehabt, dass die Matrosen ihn nicht erwischt haben und Lýkos den ganzen Ärger bekommt.


    Ich frage mich, was es mit dem Smutje auf sich hat. Héranon vertraut ihm ja sogar an, dass Léun Káor ist und der Smutje kannte sich anscheinend mit Gestaltwandlern aus und weiß, dass Káor besonders ist. Was immer er auch mit besonders gemeint hat. Was ist denn bloß Schlimmes mit Barúka passiert und wer hat ihn getötet? Ich hab' mich die ganze Zeit gefragt, wer Báss ist – dass Héranon es selbst ist, darauf wäre ich nicht gekommen. Das Gespräch zwischen Héranon und Léun hat mir sehr gut gefallen. Héranon ist mein absoluter Lieblingscharakter.


    Storchenhof
    Der Weise auf der Turmzinne ist also Rámu und er lehrt Ríyuu die Flöte zu spielen. Anscheinend verwandelt sich Rámu von einem alten Mann im Tagesverlauf in ein Kind. Morgens alt, abends jung? Als Ríyuu eine Tonleiter mit zwölf Tönen spielen sollte, musste ich natürlich gleich an die zwölf Gestaltwandler denken.


    Ist das an Position 3668 ein Schreibfehler und sollte „ … völlig neue Griffe“ heißen?


    Ashúra ist Arrec. Hatte Vorleser also Recht, dass er irgendwie überlebt. Und Pfote2010 lag auch richtig, dass Ríyuu ein löwenartiges Aussehen hat. Das hatte er dann wohl schon bevor er die Flöte gespielt hat. Witzig fand ich als Ríyuu vor dem Adler flüchtete oder auch als er dachte, er hätte das Schiff versehentlich mit der Flöte erschaffen. Zitat: „Léun machte ein Gesicht, als tanzte sein Großvater im Grasröckchen vor ihm auf und ab.“ ;D


    Warum war Héranon so erstaunt, dass Arrec ausgerechnet Ashúra ist? Ob Ashúra auch ein besonderer Gestaltwandler ist, wie Káor? Jetzt bin ich gespannt, wie es mit Arrec und Ríyuu weitergeht. Sie scheinen ja beide nicht uninteressiert aneinander zu sein.


    Regen
    Das war zu schön, als Héranon mit Arrec zu Ríyuu rübergestiefelt ist. Ich glaube, ich hab‘ die ganze Kennenlernszene über gegrinst. Wie schön, Ríyuu und Arrec haben sich ineinander verliebt und als Ríyuu Baalkòs Lied spielte, konnten sie einander verstehen. Ich frage mich allerdings warum Héranon, Cíara und Léun Ríyuu auch verstehen konnten. Was ist eigentlich, wenn Baalkò doch überlebt hat? Warum Arrec so eifersüchtig auf Cíaras Frage reagiert hat, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich fand die Frage harmlos.


    Ich habe mich anscheinend geirrt. Rámu erscheint Arrec in Jungengestalt und Ríyuu als alter Mann?! Da bin ja mal gespannt, wie er aussieht, wenn sie ihm gemeinsam gegenüberstehen. Ob die beiden Gestalten, die im Dunkeln im Storchennest angekommen sind, Panóris und Gúrguar waren?


    Kann es sein, dass die Waldläufersprache die gleiche ist, in der Héranon und Rámu sprechen, wenn sie Káor und Ashúra in die Menschengestalt zurückholen wollen?


    Verrat
    Aha, Rámu erscheint jedem in der Gestalt, in der derjenige ihn sehen will. Und Tímu war eine Bruder Rámus. Also ist Tímu tot? Warum erzählt Héranon eigentlich nicht, dass auch er ein Gestaltwandler ist? Die Anderen wissen das doch noch immer nicht.


    Also haben sich jetzt alle Stränge zusammengefügt. Hat Gúrguar sich in eine Fledermaus bzw. in einen Harkyd verwandelt? Zitat: „Ein Flattern, er wurde losgelassen.“ Ich weiß nicht warum, aber ich hätte gedacht, Gúrguar lässt Arrec laufen, nachdem er die Flöte in Händen hält. Ich hoffe mal nicht, dass er jetzt auch noch Ríyuu gefangen nimmt. Ob Pánoris in die Sache eingeweiht war und Héranon abgelenkt hat?


    Ashúra
    Was für ein Kapitel :o. Warum hat Gúrguar denn gezielt auf Rámu eingestochen? Es kam mir so geplant vor. Kannte Gúrguar die Káor-Gestalt aus früheren Zeiten, bevor Léun zu Káor wurde? Jetzt bin ich total verwirrt, was Pánoris angeht. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sie etwas unternimmt, um Gúrguar zu stoppen; aber nein, sie fängt an die Flöte zu spielen. Warum Gúrguar Ciára mitgenommen hat, ist mir ein Rätsel. Ich bin gespannt, ob Káor es noch auf die andere Seite geschafft hat und was nun aus Nýrdan wird.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Suse

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