01 - Vorspiel und I. Strophe

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  • Eine inhaltliche Frage: Léun stellt sich in der, ich nenne sich jetzt einfach mal „Übergangsphase“ die Frage: „Wo bin ich?“ und antwortet sich selbst kurz darauf: „Ja.“ Ist das ein inhaltlicher Fehler und es sollte eigentlich heißen: “Bin ich tot?“ oder habe ich (auch nach mehrmaligem Lesen) das Ganze einfach nicht verstanden? Und das „Ja“ wäre auch die richtige Lösung auf die Frage des Löwen gewesen? Leider stehe ich auch hier etwas auf dem Schlauch.


    Ich dachte auch, ich hätte da was nicht mitgekriegt, aber es wird ja gesagt, dass die Frage nicht beantwortet werden kann.
    Ich frage mich gerade, ob die Musik, die Léun hört, und die Flöte irgendwie zusammenhängen.


    [quote author=BettinaP]Sturm
    Léun wacht auf und glaubt, dass er wieder nur einen Alptraum hatte und der Überfall des Löwen gar nicht wirklich stattgefunden hat. Das bezweifle ich. Der Gedanke, dass der Löwe ihm seine Kleidung weggenommen haben könnte, kommt mir komisch vor. Dass es seine Freunde waren, glaube ich aber wiederum auch nicht. Sicher bin ich mir allerdings, dass sie ihm bewusst weggenommen wurde, damit er nicht einfach zurück ins Dorf geht. Und, dass das Gewitter gerade dann richtig losgeht, als er aufwacht… Zufall?[/quote]


    Ich denke, es hat irgendwas mit der Verwandlung in einen Löwen zu tun, aber falls das so ist, wird es nicht konsequent fortgesetzt, denn später verwandelt Léun sich im Schlaf in einen Löwen und seine Sachen verschwinden nicht.


    [quote author=BettinaP]Eigentlich kann Héranon morgens die Hütte noch nicht verlassen haben, denn als Léun sie verlässt, muss er erst den Riegel an der Tür zurückschieben. Ob das nun wichtig ist, weiß ich nicht; ist mir nur aufgefallen.[/quote]


    Habe ich im ersten Moment auch gedacht, aber dann fiel mir ein, dass es Riegel gibt, die man von beiden Seiten öffnen und schließen kann. Muss ja auch so sein, wie will man sonst die Tür richtig zu machen wenn man weggeht?
    [quote author=BettinaP]
    Als Léun sich Sorgen um seinen Großvater gemacht hat, fand ich ihn das erste Mal richtig sympathisch. Bis dahin war ich ihm gegenüber relativ neutral eingestellt. Die Sympathiepunkte hat er allerdings gleich wieder verspielt, als er Grantis Hunde getötet hat. Nun ist es also passiert, er hat sich in einen Löwen verwandelt.



    Léun kann ja nichts dafür, es ist ihm noch nicht einmal bewusst, dass er der Löwe ist. Deswegen entziehe ich ihm meine Sympathien nicht, im Gegenteil. :)

    :kaffee: There's no life before coffee. :kaffee:

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  • Hui, ein ziemlich rasanter erster Abschnitt! Wir lernen hier den Jungen Léun kennen, der mir von Anfang an gleich sehr sympathisch war. Er kam mir sehr verspielt und frech vor, mit noch einiger kindlicher Naivität, aber gleichermaßen auch nachdenklich. Zunächst werden wir in seinen ganz normalen Alltag geworfen und lernen somit nebenbei auch schon ganz viel von dieser Welt kennen. Kleine Details über eine neue Welt am Rande finde ich es immer am tollsten, im Gegensatz zu ellenlangen Erklärungen und Vorträgen zum Beispiel. Momentan kommt es mir noch wie ein mittelalterliches Setting mit Fantasy-Elementen vor, bin aber gespannt, was wir da noch entdecken werden, und kann mir vorstellen, dass es noch fantastischer wird!


    Auf die Fanrasy-Elemente bin ich vor allem gespannt! Zu Beginn hatte ich mich ein wenig gewundert, dass Léun selbst, aber auch alle anderen eingeweihten Personen um ihn herum, mit seiner Verwandlung zum Löwen “einverstanden” waren und es einfach so hingenommen haben. Ich habe mich gefragt, ob sie nicht ein wenig verwirrter sein müssten. Allerdings scheint Magie hier doch etwas alltäglicheres zu sein, als ich anfangs gedacht hatte. Dass es Gestaltwandler gibt, scheint bekannt zu sein, oder wusste tatsächlich nur Héranon davon? Dagegen würde dann ja sprechen, dass sich das Gerücht um Löwen-Léun so schnell herumgesprochen hat und es für alle selbstverständlich war, dass das möglich ist. Dazu kommt natürlich auch noch, dass Léun und Arrec das Ganze als Abenteuer sehen, in ihrem Alter sehr verständlich.


    Besonders toll finde ich hier, wie die zwischenmenschlichen Beziehungen gezeigt werden. Die Freundschaft zwischen Léun und Arrec finde ich zum Beispiel ziemlich toll (ob Arrec allerdings mehr als freundschaftliche Gefühle für ihn hat? oder habe ich zu viel in diese eine kleine Textstelle rein interpretiert?) oder auch Héranons Umgang mit den anderen: ein bisschen brummelig, aber im Inneren doch herzlich.


    Den Prolog fand ich übrigens auch ein wenig verwirrend, aber es hat mich auch neugierig gemacht. Immerhin sehen wir hier schon das “übergeordnete Problem”: Die Flöte des Yleriánt und das Weltenlied haben eine ganz besondere Bedeutung und der Prinz wurde ausgeschickt, um sie zu suchen. Ich denke mal, dass Léun und er bald aufeinander treffen werden...


  • Vielleicht kannst Du mir aber schon mal verraten Manuel, wie man auf solche Namen kommt.
    Sowohl für die Menschen als auch für die Ortschaften - also die mit den vielen Apostrophen .... ;)


    Das frage ich mich auch oft. ;) Bei Léun beispielsweise finde ich den Akzent sehr sinnvoll, weil ich den Namen dadurch als “Le-un” lese und nicht mit Diphthong “Läun”. Hoffentlich ist das nun auch richtig so?



    Haben eigentlich alle von Euch die Inhaltsangabe gelesen?


    Nur den Anfang, dann wurde mir zu viel verraten. Lasse mich auch auf den ersten Seiten sehr gern überraschen.



    Komisch finde ich, daß sein Freund Arrec keine große Reaktion zeigt als Léun sich verwandelt und auf Arrecs Vater los geht. Arrec nimmt das einfach alles so hin, er hat keinerlei Angst vor seinem Freund und das erscheint mir etwas unrealistisch. Hier empfinde ich die Handlung zu schnell gerafft. Es wäre für mich sinniger gewesen, wenn man zuerst einmal die beiden Freude sich hätte wieder annähern lassen weil sie beide nicht verstehen was da vor sich geht. Dass Arrec so gar keine Reaktion auf die Verwandlung seines Freundes zeigt stört mich, ehrlich gesagt.


    Ging mir erst mal auch so. Ich dachte mir dabei: “Hä? Warum findet er es nicht komisch, dass sein bester Freund manchmal zum Löwen wird?” Aber später hatte ich dann den Eindruck, dass zumindest bekannt ist, dass Gestaltwandler existieren. Aber inwieweit die Menschen dort schon persönlichen Kontakt mit solchen Personen hatten - keine Ahnung. Wahrscheinlich eher weniger, wenn man von der negativen Meinung ausgeht? Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das für die beiden so eine Art kleines Abenteuer ist und sie da mit einer ganz naiven Freude voll drin aufgehen.

  • So, ich habe jetzt auch den Rest gelesen.



    Arrec und er scheinen richtig gute Freunde zu sein, wobei ich mich schon gefragt habe, ob von Arrecs Seite da nicht weitergehende Gefühle da sind.


    Ja, das kam mir auch so vor, als ob Arrec mehr als nur Freundschaft empfindet.



    Bettina, in deiner Analyse...


    In eine Analyse sollte mein Kommentar eigentlich gar nicht ausarten, aber ich sehe ein, dass er sich so liest. :-[ :) Ich gelobe Besserung.


    Respekt! :daumen: Ich bin gerade selber unsicher, wie Héranon es geschafft hat, das Haus zu verlassen, ohne den Riegel zu bewegen. Bin aber sicher, dass er eine Ausrede haben wird. :D


    Auf die Ausrede bin ich gespannt ;). Aber Vorleser hatte ja schon eine recht schlüssige Erklärung.



    [quote author=BettinaP]
    Als Léun sich Sorgen um seinen Großvater gemacht hat, fand ich ihn das erste Mal richtig sympathisch. Bis dahin war ich ihm gegenüber relativ neutral eingestellt. Die Sympathiepunkte hat er allerdings gleich wieder verspielt, als er Grantis Hunde getötet hat. Nun ist es also passiert, er hat sich in einen Löwen verwandelt.


    Léun kann ja nichts dafür, es ist ihm noch nicht einmal bewusst, dass er der Löwe ist. Deswegen entziehe ich ihm meine Sympathien nicht, im Gegenteil. :)
    [/quote]
    Da hast Du natürlich Recht.


    Nur den Anfang, dann wurde mir zu viel verraten. Lasse mich auch auf den ersten Seiten sehr gern überraschen.


    Ich hatte mir schon gedacht, dass einige den Inhalt nicht gelesen haben könnten und hatte Angst mich zu verplappern.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • So ich bin dabei, noch nicht mit dem Abschnitt fertig, aber ich habe Eure Beiträge schon mal überflogen, denn dann bin ich außer Haus.


    Es ist eine Unmenge zu betrachten, schon am Anfang. Ich war sehr unsicher, was das "Buch" bedeutet. Ist es das Aquivalent zum Klappentext? dazu war es zu lang. Ist es eine Inhaltsangabe? Warum heißt es dann nicht so? Aber ich habe erst mal angefangen zu lesen, bin dann nach dem Vorspiel unsicher geworden, habe nachgeschaut, ob es wirklich keinen Vorband gibt, denn es klang wie eine Zusammenfassung nach der Art: Was bisher passierte. Sollte man es lesen, weil es eine Einführung ist? Also noch mal zurück, angefangen zu lesen und dann gemerkt, nein, im ersten Abschnitt ist Léun ja noch ein ganz normaler Junge, also kann es nur eine Zusammenfassung des Inhalts sein. Da habe ich dann schnell wieder zurück in die Handlung geblättert.


    Das Vorspiel wirft dann gleich eine ganze Menge Rätsel auf. Wer ist hier der Gute und wer der Böse? Gut, der König ist machtbesessen, aber er hat auch Angst, dass sein Gegner ihn überrollt. Ist sein Gegner der Gute? Wenn der "Meistermusiker" ein gedungener Mörder ist, dann würde ich mal nicht davon ausgehen. Vielleicht zieht er aber auch nur den Dolch in Erwartung des saftigen Bratens? (Im Mittelalter wurde ja auch mit dem eigenen Messer gegessen) ;)


    Zum Sohn leider habe ich im Anfang seine Einordnung schon gelesen, aber eigentlich tut er mir leid. Ich habe das Gefühl, dass die Prophezeiung für ihn nicht angenehm war und er sich in Gefahr fühlt, wogegen er etwas tun wollte. Sein Vater nimmt weder ihn noch die Prophezeiung ernst.


    Léun wird sehr sympatisch dargestellt, aber sein Großvater noch mehr, auch wenn er nicht versteht, dass ein Kind seinen Vater verehren möchte und nicht will, dass jemand schlecht über ihn redet. Allerdings darf er sich dann auch nicht wundern, wenn sein Großvater ihm nichts erzählt.
    Der Großvater ist so klasse, ich wünschte ich hätte sein Talent (fast) immer das Richtige zu sagen.
    Er liebt seinen Enkel sehr und er verzieht ihn aber trotzdem nicht.
    Es ist schön, das Leben der einfachen Menschen so beschrieben zu bekommen. Allerdings, wenn sie auf das Brot warten müssen wird es ein spätes Frühstück. ;D


    Außerdem hat mir gefallen, dass Clara nicht das hübscheste Mädchen im Ort ist, aber für ihn schon.
    So jetzt geht's raus in den Sonnenschein. Mal sehn, wo ein schönes Plätzchen zum Weiterlesen ist.

  • Das Vorspiel wirft dann gleich eine ganze Menge Rätsel auf. Wer ist hier der Gute und wer der Böse? Gut, der König ist machtbesessen, aber er hat auch Angst, dass sein Gegner ihn überrollt. Ist sein Gegner der Gute? Wenn der "Meistermusiker" ein gedungener Mörder ist, dann würde ich mal nicht davon ausgehen. Vielleicht zieht er aber auch nur den Dolch in Erwartung des saftigen Bratens? (Im Mittelalter wurde ja auch mit dem eigenen Messer gegessen) ;)


    Ich bin auch noch am rätseln was es mit dem Dolch auf sich hat.


    [quote author=Rhea]Zum Sohn leider habe ich im Anfang seine Einordnung schon gelesen, aber eigentlich tut er mir leid. Ich habe das Gefühl, dass die Prophezeiung für ihn nicht angenehm war und er sich in Gefahr fühlt, wogegen er etwas tun wollte. Sein Vater nimmt weder ihn noch die Prophezeiung ernst.[/quote]


    Offensichtlich hat der Vater gerade ganz andere Sorgen. Der Königssohn tut mir bislang nicht Leid, er ist mir unsympathisch, auch wenn er natürlich nur das Produkt einer vermutlich schlechten Erziehung ist.


    [quote author=Rhea]
    Es ist schön, das Leben der einfachen Menschen so beschrieben zu bekommen. Allerdings, wenn sie auf das Brot warten müssen wird es ein spätes Frühstück. ;D[/quote]


    So schnell, wie der Großvater den Teig fertig hatte, wird es wohl nicht allzu lange dauern. der Ofen scheint ja auch große Hitze zu haben, ich musste an die Öfen in den Pizzerien denken. :)


    [quote author=Rhea]Außerdem hat mir gefallen, dass Clara nicht das hübscheste Mädchen im Ort ist, aber für ihn schon.[/quote]


    Wie heißt es doch so schön? Schönheit kommt von innen; und: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. :)

  • Káor
    Was mich ein wenig stutzig gemacht hat: Léuns Großvater hat die Fußspuren, die bis zu Léun geführt haben, gesehen. Warum kam das nicht in einer Silbe in seinen Gedanken vor, als er Léun beim Umgraben beobachtete? Irgendwie ist mir noch nicht ganz klar, wieviel Lóhan über Gestaltwandler weiß.


    Ich bin gespannt, ob noch aufgeklärt wird, was aus dem alten Górian geworden ist, der in den Bergen verschwunden ist.


    Die Szene, nachdem Káor Erric angegriffen hatte und Héranon auf Káor zugeht, fand ich sehr schön beschrieben. Ich hatte ganz klar vor Augen, wie der Löwe sich über die Nase schleckte.


    Dämon
    Héranon ist Léhun nie begegnet? Das hätte ich nicht gedacht. Was hat es damit auf sich, als Lóhan zu Héranon sagt:“Du wirst mir Léun nicht auch noch wegnehmen.“? Léhun kann es ja nicht gewesen sein. Ich bin gespannt. Sorgen mache ich mir um Lóhan. Wer weiß, was der Talwart mit ihm macht, wenn Léun nicht mehr da ist. Interessant fand ich, dass Arrecs Frage, ob Káor ein Dämon ist, nur mit „betretenem Schweigen“ beantwortet wird.


    Schwarzhaar
    Es ist also ungewöhnlich, dass Léun schon mit 14 Jahren von Káor auserwählt wurde. Vielleicht hat es etwas mit der Flöte zu tun?!



    Vielleicht zieht er aber auch nur den Dolch in Erwartung des saftigen Bratens? (Im Mittelalter wurde ja auch mit dem eigenen Messer gegessen) ;)


    Genau das waren auch meine Gedanken :D.



    Der Großvater ist so klasse, ich wünschte ich hätte sein Talent (fast) immer das Richtige zu sagen.
    Er liebt seinen Enkel sehr und er verzieht ihn aber trotzdem nicht.


    Den Großvater mochte ich auch sofort.


    Dass möchte ich auch nochmal unterstreichen!


    Ich auch.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Hallo, zusammen!



    Ich denke, es hat irgendwas mit der Verwandlung in einen Löwen zu tun, aber falls das so ist, wird es nicht konsequent fortgesetzt, denn später verwandelt Léun sich im Schlaf in einen Löwen und seine Sachen verschwinden nicht.


    In der Tat, die Verwandlung in Káor zehrt quasi jedes Mal alles auf, was Léun gerade bei sich trägt -- und das schließt des nachts verständlicherweise seine Klamotten nicht mit ein. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Dass es Gestaltwandler gibt, scheint bekannt zu sein, oder wusste tatsächlich nur Héranon davon? Dagegen würde dann ja sprechen, dass sich das Gerücht um Löwen-Léun so schnell herumgesprochen hat und es für alle selbstverständlich war, dass das möglich ist.


    Tatsächlich wissen eigentlich nur Héranon und der Jäger von Gestaltwandlern. Als Léun sich in Mittelhag verwandelt, bekommen ihn die übrigen Dorfbewohner ja nicht als Löwen zu sehen; und Arrec und sein Vater sind viel zu geschockt, um sich Gedanken darüber zu machen, was tatsächlich passiert. Der Jäger Sárim vertritt dabei übrigens mehr oder weniger die Mehrheitsmeinung -- nach der Gestaltwandler Dämonen sind ...



    Besonders toll finde ich hier, wie die zwischenmenschlichen Beziehungen gezeigt werden. Die Freundschaft zwischen Léun und Arrec finde ich zum Beispiel ziemlich toll (ob Arrec allerdings mehr als freundschaftliche Gefühle für ihn hat? oder habe ich zu viel in diese eine kleine Textstelle rein interpretiert?) oder auch Héranons Umgang mit den anderen: ein bisschen brummelig, aber im Inneren doch herzlich.


    Danke dir! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Ein Autorenkollege von mir, Oliver Dierssen, hat irgendwann mal sinngemäß gesagt: Das Zwischenmenschliche macht eine gute Geschichte egal welchen Genres aus. Da stimme ich zu.



    Bei Léun beispielsweise finde ich den Akzent sehr sinnvoll, weil ich den Namen dadurch als “Le-un” lese und nicht mit Diphthong “Läun”. Hoffentlich ist das nun auch richtig so?


    Ja! :D



    Ich war sehr unsicher, was das "Buch" bedeutet. Ist es das Aquivalent zum Klappentext? dazu war es zu lang. Ist es eine Inhaltsangabe? Warum heißt es dann nicht so?


    Abschnitte vor und nach dem Haupttext, die mit "Das Buch" oder "Der Autor/Die Autorin" überschrieben sind, sind weder bei der papiernen noch bei der elektronischen Buchblockgestaltung unüblich -- und an dem, was üblich ist, hatte ich mich bei der Gestaltung meines eigenen E-Books orientiert. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Aber ich habe erst mal angefangen zu lesen, bin dann nach dem Vorspiel unsicher geworden, habe nachgeschaut, ob es wirklich keinen Vorband gibt, denn es klang wie eine Zusammenfassung nach der Art: Was bisher passierte. Sollte man es lesen, weil es eine Einführung ist? Also noch mal zurück, angefangen zu lesen und dann gemerkt, nein, im ersten Abschnitt ist Léun ja noch ein ganz normaler Junge, also kann es nur eine Zusammenfassung des Inhalts sein. Da habe ich dann schnell wieder zurück in die Handlung geblättert.


    Das "Vorspiel" ist quasi das, was bei anderen Fantasybüchern "Prolog" heißt -- gehört also zur Haupthandlung. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Bettina, das mit der "Analyse" hatte ich lobend gemeint -- ich finde es großartig, dass du und ihr alle euch so intensiv mit meinem Roman auseinandersetzt, und bitte selbstverständlich darum, das auch weiterhin beizubehalten. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125]



    Káor
    Was mich ein wenig stutzig gemacht hat: Léuns Großvater hat die Fußspuren, die bis zu Léun geführt haben, gesehen. Warum kam das nicht in einer Silbe in seinen Gedanken vor, als er Léun beim Umgraben beobachtete? Irgendwie ist mir noch nicht ganz klar, wieviel Lóhan über Gestaltwandler weiß.


    In der Tat ... da steckt mehr dahinter. (Was genau, verrate ich natürlich nicht! ;D)



    Interessant fand ich, dass Arrecs Frage, ob Káor ein Dämon ist, nur mit „betretenem Schweigen“ beantwortet wird.


    Soll nur dem Leser Gelegenheit geben, über Arrecs Witz zu lachen. :D Káor ist ein Guter!



    Ich auch.


    Danke euch -- ihr habt das genau so aufgefasst, wie ich es mir beim Schreiben vorgestellt habe. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Lieben Gruß,
    Manuel

  • Die Stelle wo er aus der Löwenquelle kommt:


    Zitat

    Mit langen Schritten ging er zurück zum Ufer, stieg aus dem Wasser und schüttelte sich die Nässe aus den Haaren.
    Wo war seine Hose? Er hatte sie über eine Baumwurzel geworfen, keine drei Schritt vom Teichufer entfernt. Auch sein Hemd und seine ledernen Sommerschuhe waren verschwunden. Ein Schauder lief ihm über den Rücken. Er ging um den Stamm des Baumes herum, suchte den Waldboden mit hastigen Blicken nach seinen Kleidern ab. Nichts. Er blieb stehen, versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen.
    »Arrec?«, rief er auf gut Glück. »Stán?

  • In der Tat ... da steckt mehr dahinter. (Was genau, verrate ich natürlich nicht! ;D)


    Jetzt bin ich noch gespannter :).



    Soll nur dem Leser Gelegenheit geben, über Arrecs Witz zu lachen. :D Káor ist ein Guter!


    Ach so. Da gab es aber vorher gar keinen Witz. Ich meinte die Stelle, ganz am Ende des Kapitels. Da war vorher alles ganz ernst. Deswegen bin ich nicht drauf gekommen, dass es ein Witz sein könnte.


    Ah, okay ... :verlegen: Stimmt, da habe ich getrickst -- unter dem gedanklichen Vorwand, dass diese Szene ja die allererste Verwandlung in Káor darstellt, respektive die Verschmelzung mit Káor (die die zukünftigen Verwandlungen in den Löwen überhaupt erst möglich macht).


    Und ich hab' mir wer weiß was gedacht, wer ihm die Klamotten geklaut hat... :totlach:


    Edit: Tippfehler korrigiert

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

    Einmal editiert, zuletzt von BettinaP ()

  • Die Geschichte beginnt mit der "Gegenseite" und ich muss sagen, dass mir der Erbe des Throns von Düsterland nicht unsympathisch ist. Schlecht. Ganz schlecht ... Er wird von seinem Vater unter Druck gesetzt und kurzfristig von seiner Reise abgehalten, in der er etwas Licht in die Prophezeiung, die ihm gemacht wurde, bringen wollte. Noch schlimmer fand ich, dass sein Vater das verspottet - er wirkt auf mich daher wie ein König, dem es nur um Macht geht und der nie Vater, sondern immer nur König ist. Der Thronerbe tut mir da einfach leid - und natürlich bin ich gespannt, was es mit dieser Prophezeiung auf sich hat. Ich und Prophezeiungen ... ;)


    Héranon, Léun, Lóhan und Ciára mochte ich von Anfang an. Die Figuren haben mich "angesprungen", sind ganz nah bei mir. Bei Léun spürt man die zum Alter passenden Stimmungsschwankungen, das wurde sehr nachvollziehbar beschrieben - und doch nervt es mich nicht. Das ist wahrscheinlich so, weil er durch seinen Hintergrund Gründe dafür hat. Allein die Geschichte mit seinem Vater bietet da viel Stoff ... Und man spürt einfach, dass er zu seinem Großvater ein sehr inniges Verhältnis hat. Bei Héranon und Lóhan reizt mich die Kombi aus viel Wissen und Geheimnissen. Die beiden sind vom Charakter sehr verschieden, aber sie haben für mich eine besondere Ausstrahlung und reizen mich schon sehr. Und ich bin mir sicher, dass Lóhan viel mehr weiß, als er sagt.


    Mit Arrec habe ich so meine Schwierigkeiten. In manchen Momenten frage ich mich, warum er Dinge einfach so hinnimmt - zum Beispiel Léuns Verwandlung in seiner Hütte. In dem Moment ist er natürlich geschockt, aber später? Immerhin sind die beiden doch sehr gut befreundet ... Und später klingt es so, als ob Arrec noch viel mehr empfindet ... Es gibt aber auch Momente, in denen ich besser mit ihm klar komme. Aber ich kann ihn nicht so wirklich greifen. Vielleicht ja auch, weil er mir viel naiver als Léun vorkommt, auch wenn er etwas älter ist und es mit seinem Vater nun wirklich nicht einfach hat.


    Über Léuns Vater wird kaum gesprochen, da gibt es nur Andeutungen, die mich aufhorchen lassen. Ein Träumer. Ein Nichtsnutz? Träumer sind oft auch Menschen, die genauer auf ihre Umwelt achten und sich viele Gedanken machen. Die Welt anders betrachten. Wenn er nicht selbst ein Gestaltwandler war, muss er etwas mit ihnen zu tun gehabt haben. Oder sogar ihren "Schöpfern", also zum Beispiel Káor. Möglicherweise hat er sie auch einfach "nur" wahrgenommen. Oder ich laufe da komplett gegen die Wand und er hatte ganz andere Träume. ;)


    Die Gestaltwandler/Schöpfer scheinen ja etwas mit den einzelnen Monaten zu tun zu haben, daher gehe ich davon aus, das mit den "Zwölf" die Gestaltwandler oder Schöpfer gemeint sind. Káor hat sich ja auch durch die Träume "angekündigt", daher könnte es auch sein, dass jeder Schöpfer nur einen Gestaltwandler erschaffen hat. Oder könnte. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was der auserkorene Mensch haben muss. Es klang für mich auch so, als ob bei der Erschaffung des Gestaltwandlers zusammengefügt wird, was getrennt war. Da muss es dann also schon länger eine Verbindung gegeben haben. So ganz klar ist mir das aber noch nicht ...


    Bei Héranon tippe ich auch auf einen Gestaltwandler, und auf ein nachtaktives Tier. Dazu passt auch seine Arbeit - er kann das dann einfach unauffälliger tun.
    Ich frage mich, warum Arrec nun Léun weiter begleiten will. Sucht er ein Abenteuer?
    Und warum sich Leún nachts beim Schlafen verwandelt hat. Da war er ja nicht aufgeregt. Möglicherweise soll das aber auch einfach nur zeigen, dass er das mit den Verwandlungen nicht im Griff hat.


    Die Szenen mit Káor gehören mit zu meinen Lieblingsmomenten, weil er gefährlich wirkt und gleichzeitig nicht. Die Zerfleischung war für Leún natürlich ein Horror, aber für die Wandelung notwendig. Káor wirkt auf mich weise und geheimnisvoll und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, mehr über ihn zu erfahren. Ich bin total fasziniert ...


  • Die Geschichte beginnt mit der "Gegenseite" und ich muss sagen, dass mir der Erbe des Throns von Düsterland nicht unsympathisch ist. Schlecht. Ganz schlecht ... Er wird von seinem Vater unter Druck gesetzt und kurzfristig von seiner Reise abgehalten, in der er etwas Licht in die Prophezeiung, die ihm gemacht wurde, bringen wollte. Noch schlimmer fand ich, dass sein Vater das verspottet - er wirkt auf mich daher wie ein König, dem es nur um Macht geht und der nie Vater, sondern immer nur König ist. Der Thronerbe tut mir da einfach leid - und natürlich bin ich gespannt, was es mit dieser Prophezeiung auf sich hat. Ich und Prophezeiungen ... ;)


    So gesehen hast du sicher recht, und vielleicht sollte der Königssohn mir leid tun.

    Mit Arrec habe ich so meine Schwierigkeiten. In manchen Momenten frage ich mich, warum er Dinge einfach so hinnimmt - zum Beispiel Léuns Verwandlung in seiner Hütte. In dem Moment ist er natürlich geschockt, aber später? Immerhin sind die beiden doch sehr gut befreundet ... Und später klingt es so, als ob Arrec noch viel mehr empfindet ... Es gibt aber auch Momente, in denen ich besser mit ihm klar komme. Aber ich kann ihn nicht so wirklich greifen. Vielleicht ja auch, weil er mir viel naiver als Léun vorkommt, auch wenn er etwas älter ist und es mit seinem Vater nun wirklich nicht einfach hat.


    Ich denke, Arrec ist verliebt in Léun, vielleicht hinterfragt er deswegen nichts?


    Zitat

    Die Gestaltwandler/Schöpfer scheinen ja etwas mit den einzelnen Monaten zu tun zu haben, daher gehe ich davon aus, das mit den "Zwölf" die Gestaltwandler oder Schöpfer gemeint sind. Káor hat sich ja auch durch die Träume "angekündigt", daher könnte es auch sein, dass jeder Schöpfer nur einen Gestaltwandler erschaffen hat. Oder könnte. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was der auserkorene Mensch haben muss. Es klang für mich auch so, als ob bei der Erschaffung des Gestaltwandlers zusammengefügt wird, was getrennt war. Da muss es dann also schon länger eine Verbindung gegeben haben. So ganz klar ist mir das aber noch nicht ...


    Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen, aber das hört sich tatsächlich nach den geheimnisvollen Zwölf an.


    Zitat

    Bei Héranon tippe ich auch auf einen Gestaltwandler, und auf ein nachtaktives Tier. Dazu passt auch seine Arbeit - er kann das dann einfach unauffälliger tun.
    Ich frage mich, warum Arrec nun Léun weiter begleiten will. Sucht er ein Abenteuer?
    Und warum sich Leún nachts beim Schlafen verwandelt hat. Da war er ja nicht aufgeregt. Möglicherweise soll das aber auch einfach nur zeigen, dass er das mit den Verwandlungen nicht im Griff hat.


    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Heranon ein Wolf ist, kann das aber nicht begründen. Zumindest weißer eine ganze Menge.

  • Eigentlich wundert mich, dass die Hundeliebhaber unter uns so gar nicht aufschreien. Ich habe zum Beispiel gelacht, als die Grani den Hunden befahl "aber nur spielen". Ich denke, sie hätten ihm auch nichts getan und wenn, dann sind nicht die Hunde schuld. Ich fand also die Szene, als er sich an den Hunden rächt ziemlich gemein. Es tut ihm auch nicht leid hinterher.



    Die Geschichte beginnt mit der "Gegenseite" und ich muss sagen, dass mir der Erbe des Throns von Düsterland nicht unsympathisch ist. Schlecht. Ganz schlecht ...


    Bin ich wenigstens nicht allein :)



    Ich frage mich, warum Arrec nun Léun weiter begleiten will. Sucht er ein Abenteuer?
    Und warum sich Leún nachts beim Schlafen verwandelt hat. Da war er ja nicht aufgeregt. Möglicherweise soll das aber auch einfach nur zeigen, dass er das mit den Verwandlungen nicht im Griff hat.


    Ich denke er ist sein Freund und er will ihn nicht allein gehen lassen. Außerdem ist alles besser als bei seinem Vater zu schuften, oder?
    Bei der Verwandlung im Schlaf habe ich auch überlegt, wieso? Ein Alptraum?

  • Ich denke, Arrec ist verliebt in Léun, vielleicht hinterfragt er deswegen nichts?


    Das ist er sicher, aber ich weiß nicht, ob er nur einfach eine tiefe Freundschaft für ihn empfindet und seine Sexualität noch nicht erwacht ist, oder ob er wirklich ein sexuelles Interesse für ihn hat.