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  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluss zeitnah euer Fazit hier einstellt.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Wir freuen uns, wenn der Autor ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!

  • Inhalt:


    Die unterschiedlichsten jungen Leute sind unterwegs, um in erster Linie sich selbst zu retten. Dabei nehmen sie mehr oder weniger ungewollt großen Einfluss auf die Welt in der sie leben.


    Cover: Das Cover ist sehr schön, ganz so stellt man sich das vor.


    Kapitel: In Anlehnung an ein Lied ist das Buch in Vorspiel, Zwischenspiel, Nachspiel und Strophen eingeteilt, was ich sehr gelungen fand.


    Meine Meinung:




    Manuel Charisius ist es gelungen, nicht nur eine fantastische Geschichte zu schreiben, sondern gleichzeitig einen Initiationsroman. Die Themen: Selbstfindung, Freundschaft, Liebe, Verrat, und Machthunger sind nicht neu, man kann ja schließlich das Rad nicht neu erfinden, aber die Umsetzung und Verknüpfung dieser Themen ist sehr gut gelungen.


    Wir haben drei jugendliche Protagonisten, die aus den unterschiedlichsten Gründen abenteuerliche und gefährliche Reisen durch das Land Nýrdan machen.


    Dabei entwickeln sich Liebesbeziehungen, werden Freundschaften auf die Probe gestellt, und so ganz nebenbei müssen sie versuchen, sich selbst und ihre Welt zu retten.


    Musik spielt dabei eine große Rolle. Sie muss aus dem Innern kommen, und damit das möglich ist, müssen die Protagonisten ihre jeweiligen Entwicklungen durchmachen.


    Es wird nicht ausgesprochen, aber es wird klar, dass Unwissenheit zu einer großen Gefahr werden kann: hauptsächlich für das Umfeld der Jugendlichen, aber auch für sie selbst.


    Letztendlich nützt einem aber auch das größte Wissen nichts, wenn man es für eigennützige Zwecke einsetzt.


    Die Geschichte zeigt die Zerrissenheit der Jugendlichen, mit allem was dazu gehört: Fragen, Aufmüpfigkeit, Aufbrausen, Ungeduld; aber auch Vertrauen, Freundschaft, Liebe und Romantik.


    Die Szenen haben mich stellenweise sehr tief berührt, aber wer homophob ist, sollte vermutlich die Finger von dem Buch lassen.


    Beim ersten Mal lesen hatte ich dass Gefühl, dass mir beim Schluss etwas fehlte, aber nachdem ich ihn jetzt noch einmal gelesen habe kann ich diesen ersten Eindruck nicht mehr bestätigen.


    Ein rundum gelungener Roman, nicht nur für Fantasiefreunde.


    Man darf den Folgeband mit Spannung erwarten.


    :buchtipp:


    Diesen Roman las ich kürzlich in einer Autoren begleiteten Leserunde. Wie die vorhergehenden Leserunden mit anderen Autor/innen an denen ich teilgenommen habe, war auch die Runde ein voller Erfolg, nicht zuletzt Dank des guten Romans und der netten Begleitung. Vielen Dank an Manuel und meine Mitleserinnen. :danke:

    :kaffee: There's no life before coffee. :kaffee:

    Einmal editiert, zuletzt von Vorleser ()

  • Vielen herzlichen Dank für die schöne Rezension, Vorleser! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8118]


    "Weltenlied" als Initiationsroman -- hatte ich noch gar nicht so betrachtet, aber das trifft es in der Tat. Auch was du über die Entwicklung der Helden und die Bedeutung der Unwissenheit schreibst, finde ich sehr plausibel. Gut beobachtet! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Die Szenen haben mich stellenweise sehr tief berührt, aber wer homophob ist, sollte vermutlich die Finger von dem Buch lassen.


    Die gute Nachricht ist ja: Homophobie ist heilbar! :D


    Danke nochmal und lieben Gruß,
    Manuel

  • Danke für dein Lob, Manuel. Homophobie sollte es im günstigsten Fall gar nicht geben, aber leider sieht die Realität da ja anders aus. :(

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    Amazon
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    Klappentext:
    Zwei junge Gestaltwandler. Ein Ausgestoßener, unterwegs zum Horizont. Ein skrupelloser Herrschersohn. Ihr aller Schicksal erfüllt sich in dem einen Lied…
    Inhalt:
    Leùn ist ein pubertierender Jugendlicher, der mit seinem Großvater in einem kleinen, gemütlichen Tal lebt. Eines Tages muss er die Entdeckung machen, dass er ein Gestaltwandler ist – und damit ändert sich sein Leben. Gemeinsam mit dem Waldhüter des Dorfes und seinem besten Freund macht er sich auf, um mehr über diese Gabe zu lernen.
    Riyuu, ein junger Steppenläufer, muss dem neuen Chef seines Clans beweisen, dass er „den Wind reiten“ kann, bevor er wieder zurückkehren darf.
    Ein böser König schickt seinen Sohn aus, eine besondere Flöte zu finden.
    Diese drei Geschichten bilden die abwechselungsreiche Melodie in Weltenlied – dem ersten Teil der Trilogie der „Saga der Zwölf“
    Meine Meinung:
    Dieses Buch überzeugt mich auf ganzer Linie – die Charaktere sind sehr stimmig gezeichnet. Jeder einzelne von ihnen bekommt seine bzw ihre spezielle, unverwechselbare Klangfarbe. Liebesgeschichten werden romantisch-schön beschrieben ohne dabei kitschig zu werden. Die Erlebnisse der unterschiedlichen Personen sind spannend und abenteuerlich. Manchmal hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle tatsächlich eine „Verschnaufpause“ gewünscht, um die Vielfalt der Eindrücke „verarbeiten“ zu können – einer der wenigen kleinen Kritikpunkte bei einem insgesamt wirklich tollem Buch. Eine Fortsetzung ist bereits in Arbeit und ich freue mich schon darauf, die Personen weiter begleiten zu dürfen.


    Die Rezension findet sich auch im Literaturschock Forum und auf Amazon


    Vielen Dank an die Mitleser - es war eine interessante Leserunde :) und vielen lieben Dank auch Manuel, der häufig mit sein Wissen und seine Sichtweise mit uns geteilt hat und viele interessante Anmerkungen hatte. Echt klasse! :winken:

  • Wir befinden uns mit Léun in Grüntal. Léun ist ein typischer Jugendlicher: frech, verspielt und mit allerlei Stimmungsschwankungen. Plötzlich ändert sich jedoch sein fröhliches Leben und alles wird viel ernster und gefährlicher: Durch einen Vorfall verwandelt er sich in den Löwen Káor und ist gezwungen, mit seinen Freunden aus Grüntal zu fliehen. Zur gleichen Zeit wird auch der Steppenläufer Ríyuu aus seinem Stamm ausgestossen und irrt in der Steppe umher. Ihr aller Schicksal scheint zusammenzuhängen…


    Was mich an dieser Geschichte am meisten überzeugen konnte, waren das Menschliche und das Zwischenmenschliche. Alle Charaktere wurden liebevoll, tiefgehend und überzeugend von Manuel Charisius gezeichnet. Léun beispielsweise war kein typisch nerviger Jugendlicher, sondern ein Junge mit Stimmungsschwankungen, die Spaß gemacht haben. Sein bester Freund Arrec, der Waldhüter Héranon, das junge Mädchen Ciára: Sie alle funktionierten als Gruppe wirklich super (wenn auch nicht immer ohne Konflikte), das Zwischenmenschliche kam immer nachvollziehbar rüber. Besonders interessant war natürlich der Steppenläufer Ríyuu, weil er so anders war, aus einem Volk stammt, das so gar nicht alltäglich ist, und deshalb seine ganz eigenen Denk- und Lebensweisen hat. Wenn das auf den Alltag der ganz normalen Menschen trifft: unglaublich witzig und mit garantiert wertvollen Erfahrungen verbunden.


    “Weltenlied” lebt ganz viel von den Charakteren, aber die Geschichte an sich, die Welt und Atmosphäre, in der sie spielt, ist sehr spannend. Die Welt der Gestaltwandler war eine, die ich so noch nicht kannte. Auch die (Fantasy-)Welt bietet viel neues und der Fokus auf Musik ist ein ganz besonderer. Der Schreibstil von Manuel Charisius ist sehr angenehm zu lesen und kann Stimmungen und die Atmosphäre sehr gut zeigen.
    Zwischendurch kam es vor, dass ich mit den Gestalten und den fremden Namen ein wenig durcheinander gekommen bin. Da es aber doch nicht zu viele neue Begriffe und Namen gab, konnte ich mich recht schnell dran gewöhnen. Zudem habe ich das Buch in einer Leserunde bei leserunden.de gelesen und da konnten wir uns auch immer kräftig helfen, wenn es Verwirrungen gab.


    Für Fantasy-Fans, für Musik-Liebhaber, für Leute, gern richtig in neuen Welten abtauchen wollen. Sehr zu empfehlen.


    Auch bei...
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    Lovelybooks
    Großes Bücherforum

  • Mit Weltenlied (Saga der Zwölf) hat Manuel Charisius einen wunderschönen ersten Band einer neuen Fantasyreihe für Jugendliche und Erwachsene geschrieben. Das Buch vereinbart viele verschiedene Charaktere verschiedener Altersgruppen und Herkunft, die uns in eine Geschichte voller Liebe, Magie und Überraschungen führen. Die Beschreibung der verschiedenen Gegenden war so bildhaft, dass bei mir fast immer ein Film im Hirn abspielte (Kopfkino). Ich habe mitgezittert mit den unsicheren Gestaltwandlern, wollte selber für das Gute mitkämpfen und habe fast geweint, beim Tod des einen und wollte einen anderen Tod wie die Protagonisten nicht wahrhaben. Das Ende kam viel zu schnell und ich hoffe, dass es bald weitergeht und ich weitere Abenteuer mit den Protagonisten erleben darf. Auch die unkomplizierte Darstellung der Freund- und Liebschaften war sehr angenehm zu lesen. Ich wünschte unsere Gesellschaft wäre so aufgeschlossen, wie die Wesen und Menschen in diesem Buch.


    Trotz auch düsterer/böser Charaktere in der Geschichte empfand ich dieses Buch als hell und freundlich ein Lichtblick in der momentanen sehr nebligen Zeit. Ich empfehle dieses Buch Jung und alt, Fantasyliebhabern und solchen die es werden wollen.


    Rezension erscheint in Amazon und in Lovelybooks.

  • Der junge Léun lebte bisher bei seinem Großvater in Grünthal das ganz normale Leben eines Jugendlichen. Eines Nachmittags begibt er sich zur Löwenquelle um dort zu baden und wird vom Namensgeber der Quelle, einem Löwen, angegriffen. Als Léun wieder erwacht glaubt er, er wäre tot – aber dem ist nicht so. Im Gegenteil, er ist lebendiger denn je denn in ihm stecken nun 2 Gestalten, Léun und Káor, der Löwe.


    Waldhüter Héranon, Arrec, Ciára und Léun machen sich auf um in die nächste größere Stadt zu reisen – zu einem Weisen, der Léun lehren soll mit seiner Verwandlungsgabe umzugehen.


    Efuwâk, der König von Lharkâ, schickt seinen Sohn Prinz Gúrguar mit Syr Pano aus um eine Flöte zu finden. Wer im Besitz der Flöte ist, der kann die Welt nach seinen Vorstellungen verändern – mit dem Weltenlied.


    Riyuu, der junge Steppenläufer, wird aus seinem Stamm verstoßen – und darf erst wiederkommen wenn er „den Wind reiten“ kann. Auf seiner langen Reise, von der er gar nicht weiß wo sie ihn hinführen wird, findet er eine Flöte .....


    Sie alle treffen in Nýrdan aufeinander wo sich ihr Schicksal erfüllt.


    Fazit:


    „Weltenlied – Saga der Zwölf“ ist der 1. Band einer Triologie von Manuel Charisius.
    Das Cover ist sehr schön, außergewöhnlich, und hat mich sofort angesprochen.


    Leider konnte mich die Geschichte hinter dem Cover nicht so begeistern wir ich mir das erhofft hatte.


    Ich habe das Buch in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen und trotzdem haben sich mir einige Dinge nicht erschlossen. Vieles ging mir einfach zu schnell, da hätte ich mir mehr Überleitungen gewünscht, hinter einigen Passagen habe ich keine Logik gefunden und leider leider konnte das Buch mich nicht einfangen.


    Das finde ich sehr schade, denn eigentlich mag ich Gesichten über Gestaltwandler.
    Vielleicht habe ich aber auch gerade deswegen andere Erwartungen an das Buch gehabt.


    Lieber Manuel,
    nicht jedes Buch kann auch jedem Leser gleich gut gefallen, das wäre langweilig.
    Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir bedanken - für die nette Begleitung der Leserunde, für die Zurverfügungstellung des Leseexemplares und für die Fortsetzung von Weltenlied wünsche ich Dir viel Erfolg !


    Ein Dankeschön auch an meine MitleserInnen. :winken:


    Die Rezension ist auf meinem Blog schon online: Bücher sind fliegende Teppiche
    und wird noch
    bei Amazon, Was liest Du?, Lovelybooks, Literaturschock (sofern dort überall gelistet) veröffentlicht.

  • Hallo, Piranhapudel, mamarina64 und JanaBabsi!


    Vielen Dank für eure Rezensionen -- besonders natürlich für euer Lob, aber auch für ehrliche kritische Anmerkungen. Ich freue mich über jede Art von Feedback! :winken:


    Piranhapudel, danke fürs Herausstellen des Zwischenmenschlichen in der Geschichte. Diese Ebene war mir beim Schreiben sehr wichtig, insofern freue ich mich, dass davon was "rübergekommen" ist. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    mamarina64, "hell", "freundlich", ein "Lichtblick" -- vielen Dank! Ich selber bin kein allzu großer Freund von "düsterer" Fantasy und wollte mit WELTENLIED auch dezidiert keine solche schreiben. Von daher -- Freude! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    JanaBabsi, hey, ich hab zu danken -- fürs kontinuierliche Feedback und fürs Dranbleiben, auch wenn das Buch deine Erwartungen nicht erfüllt hat. :winken:


    Lieben Gruß,
    Manuel


  • Lieber Manuel,
    Es tut mir leid, dass ich später eingestiegen bin, Dein Buch hat richtig viel Spaß gemacht und auch deine detaillierte Kommentierung der Anmerkungen hat mir sehr gut gefallen. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben, werde Dich beobachten und vielleicht sieht man sich mal wieder bei einer Leserunde.


    Alles Liebe


    Christine
    (mamarina64)

  • Zum Inhalt:


    Leún wächst in Grünthal bei seinem Großvater auf. Zusammen mit seinen Freunden lebt er ein recht unbeschwertes Leben eines typischen Jugendlichen. Doch eines Tages wandelt sich alles für ihn. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er verwandelt sich in Kaor, einen imposanten Löwen.
    Damit muss er erst einmal umgehen lernen. Ungefähr zeitgleich lernen wir Riyuu kennen, er ist ein Steppenläufer und auf der Suche nach einem Weg wie er seine Bestimmung erfüllen kann.


    Meine Rezension:


    Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Auch wenn ich mich an den Schreibstil und an die Umgebung, in der die Geschichte spielt, zuerst noch gewöhnen musste, so fiel es doch leicht weil der Autor von Beginn an die Neugierde in mir geweckt hat wie es wohl weiter gehen mag. Die Handlung entwickelte sich zügig, manchmal jedoch auch etwas zu schnell. Wobei ich das jetzt nicht näher erklären kann, es ist nur ein Gefühl, denn im Buch selbst wird einem keine Zeitabfolge erklärt- so könnte sich alles in einigen Wochen, oder aber auch in einigen Monaten abgespielt haben. Sie Spannung zeigte für mich einen deutlichen Bogen, das heißt zu Anfang, als ich alle Personen kennen lernte war es sehr spannend, in der Mitte hat die Spannung etwas abgebaut und am Ende wieder ordentlich zugelegt.
    Die Atmosphäre hat mich zuerst stark an Herr der Ringe erinnert, im Laufe der Geschichte hat es der Autor jedoch durch toll durchdachte Charaktere geschafft, eine für mich ganz klar neue Welt zu schaffen. Eine sehr fantastische Welt, in der auch zwischenmenschliche Gefühle und Bedürfnisse plötzlich mal ganz andere Namen bekommen und so der Leser animiert wird auch selbst einen Teil Interpretation mit hineinzulegen. Das hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen.
    Einziger Negativ-Punkt war für mich dass der Autor nicht an accents gespart hat. Er hat sich sehr viel Mühe gegeben sich viele fantastische Namen auszudenken, jedoch war es mir persönlich gerade in der Leserunde etwas zu anstrengend mir genau zu merken welcher Name welches Dächlein und Strichelchen auf welchem Buchstaben hat.


    Zum Klappentext kann ich nur sagen dass man vage erfährt worum es geht, das heißt der Spannung wird keinen Abbruch getan ;-) Das Cover ist wunderschön gestaltet und ich hätte auch nichts dagegen das Buch als Taschenbuch oder Hardcover im Schrank stehen zu haben.
    Das Buch ist übrigens der erste Band einer Trilogie und ich freue mich schon sehr darauf zu erfahren wie die Geschichte weitergehen wird.


    Ein sehr schöner Roman, mit viel Fantasie, Herz und Sinn für Moral und Werte geschrieben.
    Danke Manuel und natürlich auch vielen Dank an die Mitleser im Leserundenforum ;-) es hat Spass gemacht mit euch.


    Meine Rezension könnt ihr außerdem bei


    Amazon finden: http://www.amazon.de/review/R3…m?ie=UTF8&ASIN=B00LAB78N0


    und in meinen Blog: http://blog.roxxstar.net/

    Viele Grüße<br />Andrea

    Einmal editiert, zuletzt von Pfote2010 ()

  • Rezension


    Der 14-jährige Léun wird von einem Löwen angefallen und zerfleischt, doch er erwacht unverletzt und trägt fortan den Löwen Káor in sich. Er kann sich in diesen verwandeln, hat das aber nicht unter Kontrolle. Zusammen mit dem Waldhüter Héranon und seinem besten Freund Arrec macht er sich auf die Suche nach einem Weisen, der ihn den Umgang mit seiner Gabe lehren kann.


    Zeitgleich wird der junge Steppenläufer Ríyuu von seinem Stammesführer aus der Zeltstadt Wáhiipa verstoßen und darf erst zurückkehren, wenn er die ihm gestellte Aufgabe erfüllt hat. Und dann ist da noch Prinz Gúrguar, Erbe des Throns von Düsterland, der im Auftrag seines Vaters nach einer besonderen Flöte sucht und sie um jeden Preis in seinen Besitz bringen will. Denn wer die Flöte des Yleriánt spielt, kann die Welt verändern …


    Die Geschichte konnte mich mit ihren stimmungsvollen Beschreibungen und geheimnisvollen Andeutungen schnell einfangen, dazu kamen noch spannende Figuren und eine abwechslungsreiche Welt, die es zu entdecken gab. Ich war neugierig darauf, mehr über die Zusammenhänge zu erfahren – und natürlich über die Figuren, die mich erwischt hatten.


    Ich fühlte mich mitten in der Geschichten, weil alles so nah auf mich wirkte und mein Kopfkino beeindruckende Bilder produziert hat. Viele davon! Mir hat gefallen, wie gut man die einzelnen Figuren und die verschiedenen Kulturen kennenlernt. Es wird sich Zeit dafür genommen und nicht gleich “losgestürmt”, so dass man ein Gefühl für die verschiedenen Lebensweisen aufbauen kann. Beeindruckt haben mich auch die sensibel und liebevoll beschriebenen Beziehungen, die mich sehr berührt haben.


    Es gab so einige Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Mit einer von ihnen hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, aber durch die Entwicklung in der Geschichte konnte sie mich dann doch noch sehr für sich einnehmen. Es gab Figuren, die ich als sehr spannend oder faszinierend oder einfach nur sympathisch empfand. Und welche, die mich gleich voll erwischt haben – zum Beispiel Héranon, der Waldhüter. Er hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und reizt mich auch durch die Kombination aus Wissen und Geheimnissen. Darum habe ich hier auch mindestens vier Lieblingsfiguren …


    Die Flöte des Yleriánt nimmt in diesem Roman eine sehr wichtige Rolle ein und passend dazu ist das Buch nicht in Kapitel, sondern in Strophen und Zwischenspiele aufgeteilt. Es lohnt sich, diese Geschichte aufmerksam zu lesen, weil man sie dann auf einer tieferen Ebene verfolgen kann. Es gab so einige Anhaltspunkte und eingestreute Informationen, die meine grauen Zellen zum Rotieren gebracht haben. Daher hatte ich auch viel Spaß beim Spekulieren, denn ich werde als Leser auch gerne gefordert und mag es, wenn mir nicht alles wie auf einem Silbertablett präsentiert und erklärt wird.


    “Weltenlied” war für mich eine sehr spannende, emotionale und abwechslungsreiche Lektüre, die mich mit vielen Bildern und Eindrücken zurückgelassen hat. Eine berührende Geschichte, die neugierig auf die weiteren Bände macht! Die Reihe wird wahrscheinlich aus drei bis maximal fünf Bänden bestehen – und wenn ich Glück habe, wird es vielleicht auch über Héranon noch einiges zu lesen geben, der kam mir am Ende des Romans ja ein wenig zu kurz. Nicht nur weil ich ihn sehr mag, sondern auch aufgrund bestimmter Ereignisse, über die ich hier aus dramaturgischen Gründen schweige. ;)


    Und natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn ich “Weltenlied” irgendwann in mein Papierbuch-Regal stellen könnte, zur Zeit ist es ja nur als eBook erhältlich …



    Leserundenfazit


    Einen herzlichen Dank an Manuel und meine lieben Mitleser für die nette Begleitung in dieser Leserunde. :) Es hat sich wieder gezeigt, wie unterschiedlich Geschichten gelesen und wahrgenommen werden - und dass das Spekulieren doch immer noch am meisten Spaß macht, wenn man das nicht alleine im stillen Kämmerchen betreibt.

  • Hallo, Pfote2010, lieben Dank für deine kluge, nicht unkritische Rezension. Ich glaube, du hast den Charakter des Buches sehr schön wiedergegeben. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Liebe Seychella, auch dir herzlichen Dank für die ausführliche Rezension und dafür, dass du die Leserunde als Moderatorin begleitet hast (auch wenn du in letzterer Funktion die meiste Zeit über wohl „unterbeschäftigt“ warst, hehe). [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125]


    Rhea und BettinaP (dich vermisse ich übrigens leider seit gefühlt der zweiten Strophe …), möchtet ihr auch noch eure Bewertungen abgeben? Ansonsten ziehe ich dann bald mein persönliches Leserunden-Fazit. :winken:


    Lieben Gruß,
    Manuel

  • So, hier nun meine Rezi. Wiedermal spät, aber nicht zu spät ;)
    Nochmals vielen Dank an die Mitleser und an die Begleitung von Manuel. Ich hoffe wir lesen uns wieder, wenn die Saga weiter geht.


    Weltenlied - Welt(en) im Lied


    Die Struktur eines Liedes, in welcher die Geschichte hier erzählt wird, ist sehr gut gelungen. Wie ein mehrstimmiger Gesang hat auch die Geschichte nicht nur Strophen, Vor- und Zwischenspiele, sondern auch viele Ebenen. Vordergründig ist es ein Geflecht verschiedener Quests.
    Ein Junge wird zum Gestaltwandler. Als Löwe brüllt er seinen Zorn gegen Ungerechtigkeit heraus, aber warum wird er zum Löwen? Wie kann er das beherrschen? Da soll es jemanden geben, der ihm die Fragen beantworten kann, also macht er sich auf den Weg und es gibt jemanden, der ihn führt und Freunde, die ihn begleiten.


    Ein Wüstenläufer bekommt eine scheinbar unmögliche Aufgabe gestellt, weil ihn sein Stammesführer loswerden will. Er soll den Wind reiten.


    Ein Königssohn wird von seinem Vater ausgesandt, eine Flöte zu holen, die das Weltenlied spielt.


    Ich wurde bei allen drei Quests sehr an Märchen erinnert und dieses Weltenlied liest sich vordergründig auch wie ein Märchenteppich. Liebe und Freundschaft sind die Hauptthemen des Buches, wobei Liebe in einer sehr umfassenden und schönen Weise zum Tragen kommt. Sei es der Vagabund, der liebende Frauen wieder trifft, der Amazonenstamm, dessen gleichgeschlechtliche Liebe keiner als erwähnenswert halten würde (kennen wir diese ja schon aus Jahrhunderte alten Sagen) und die Liebe zwischen Männern, die hier so schön und natürlich beschrieben wird wie man es sich nur wünschen kann. Aber auch die Liebe zur Familie und zur Natur spielt eine große Rolle. Letzterer würde ich hier sogar eine Hauptrolle zuordnen.


    Drei völlig unterschiedliche Charaktere, drei Ziele, drei Welten, die doch verwoben sind durch ein Schicksal. Dieses wiederum ist das große Rätsel des Buches. Jeder der drei Protagonisten ist mehr als er scheint und mehr als er selbst von sich weiß. Mir als Leser kommt es so vor, als ob auch jeder eigentlich etwas anderes sucht als er glaubt zu suchen.


    Die Erzählweise im Buch ist den verschiedenen Ebenen angepasst, sehr detailreich und ab und zu geht sie bis in surrealistische Beschreibungen. Als Leser kann man immer wieder etwas entdecken und die Phantasie wird herausgefordert.


    Am Ende des ersten Bandes haben die vordergründigen Geschichten ihren Abschluss gefunden. Alle drei Protagonisten haben ihr Ziel erreicht. Oder doch nicht? Nicht nur für den Leser bleiben viele Fragen offen. Auf alle Fälle Stoff für neue Bände. Ich bin gespannt.


    Leider kann ich zum Cover nicht viel sagen, da ich das ebook gelesen habe. Was ich bei Amazon gesehen habe, gefällt mir allerdings sehr gut. Ein Cover, welches die Stimmung des Buches ziemlich sicher einfängt. Ich werde mir das Papierbuch auch zulegen, damit ich dann die Serie zusammensammeln kann.


    Fazit:
    Eine spannende, vielschichtige, äußerst phantasievolle Geschichte mit völlig unterschiedlichen Protagonisten und Welten.
    Ein vielversprechender, epischer Einstieg in eine Saga, deren Weiterführung hoffentlich bald zu erwarten ist.

  • Verspäteten Dank auch für deine Rezension, Rhea! Ich freue mich sehr (und bin fast ein wenig verlegen), dass die Geschichte auch bei dir eine so positive Resonanz hervorgerufen hat. :winken:


    Nun ist es aber an der Zeit, dass auch ich mein Fazit zu dieser Leserunde abgebe. Das hätte ich schon viel früher getan – allerdings haben mich Weihnachtsvorbereitungen, ein neues Texter-Projekt und diverse andere Verpflichtungen zeitlich eiskalt erwischt, so dass ich erst jetzt dazu komme. :-[


    Ich habe diese Leserunde sehr genossen – und das ist nicht einfach so dahingesagt, sondern offen und ehrlich gemeint. Eure Anmerkungen und Empfindungen zu WELTENLIED haben mich teilweise sehr berührt; immer jedoch haben sie mich über den Tellerrand schauen lassen, mir neue Perspektiven eröffnet und mir wieder einmal bestätigt, was für mich seit jeher ein Faszinosum von Büchern darstellt: Dass uns unsere Phantasie einen ganz individuellen Zugang zu Geschichten ermöglicht. Einen, der nur uns gehört und der für uns umso wertvoller ist, als andere Menschen ihn nicht unbedingt teilen müssen.


    Wenn sie es doch tun, so ist das ein Bonus, der Freude macht – doch letztlich ist es immer die ureigene Wahrnehmung und Deutung einer Geschichte (jeder Geschichte!), die uns selber ausmacht und die wir mit jedem Buch, das wir lesen, neu erfahren und ausloten. Wie ein Schatz, den nur wir selber suchen und heben können. Und der weit über das geschriebene Wort hinausgeht.


    Vielen Dank euch allen für die aktive, geduldige Teilnahme (dass Einzelne abspringen, ist wohl bei keiner Leserunde zu vermeiden) – vielleicht sehen wir uns ja wieder, wenn die Zeit gekommen ist, die Saga der Zwölf fortzusetzen? Ich jedenfalls würde mich sehr freuen. :D


    Liebe Grüße und schöne Weihnachtstage,
    Manuel