Sanguis B. Vampire erobern Köln - 1. Stadium: Infektion (Anfang bis Seite 72)

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  • Bernard
    Ich hatte mir schon gedacht das der Titel etwas mit dem Marketing zu tun haben könnte. Klar das gerade der in Köln lebende Leser darauf aufmerksam wird. Klingt zwar dann immer noch ...naja... aber fällt dadurch natürlich ins Auge.



  • Titelbild:


    Das Titelbild gefällt mir ziemlich gut, es macht neugierig auf das Buch. Besonders gelungen finde ich den roten Himmel und den "flimmernden" Rhein - das sieht mir ganz nach Vampirperspektive aus. :) Nur den Vampirkopf finde ich etwas störend, der sieht einfach nicht schön aus in dem Bild. Aber das ist nur meine Meinung und natürlich hat er den Vorteil, dass er gleich auf den ersten Blick darauf aufmerksam macht, dass es sich um einen Vampirroman handelt.


    Illustrationen:


    Die Illustrationen gefallen mir wirklich gut, auch das Prinzip, dass vor jedem neuen Kapitel eine zu finden ist, die eine der Hauptfiguren abbildet, finde ich klasse. Die schwarz-weißen Zeichnungen sehen toll aus und passen gut zur Stimmung des Romans. Außerdem sind es auch nicht übertrieben viele Illustrationen, was ich bei Büchern als eher störend empfinden würde.


    Klappentext:


    Der Klappentext ist sehr ungewöhnlich und macht schon deshalb neugierig auf das Buch. Allerdings möchte ich bei Büchern schon immer im Groben wissen, um was es geht, aber dazu gibt es hier ja den Untertitel. :) Hätte ich das Buch in einer Buchhandlung gesehen, hätte ich es wohl nicht gleich mitgenommen, aber mir den Titel gemerkt und dann im Internet nachgesehen, um welche Geschichte es sich handelt.


    Schriftsatz:


    Ist mir sehr positiv aufgefallen, die Schrift lässt sich sehr gut lesen und ist auch nicht zu klein.

  • So, nachdem mich nun für beinahe drei Tage ein ganz fieser Virus vom Schreiben (und Lesen) abgehalten hat, möchte ich nun auch wieder meinen Beitrag zu dieser Leserunde liefern - endlich!


    Um auf deine Fragen einzugehen, Bernard:


    1) Titelbild: Ich finde es interessant. Zum einen macht es neugierig - und es wirkt, finde ich, ziemlich bedrohlich. Allerdings finde ich den Vampirkopf etwas... nun, sagen wir mal, plakativ. Da das Thema 'Vampire' bereits im Untertitel des Buches steckt, empfinde ich die Visualisierung hier als 'ein wenig zuviel'.


    2) Illustrationen: Im Grundsatz gefallen mir die Zeichnungen. Ich finde sie künstlerisch gelungen. Mein Lesevergnügen steigern sie allerdings nicht. Ich ziehe (fiktive) Geschichten OHNE Abbildungen vor. Da die Illustrationen jedoch rar gesäht sind und dem Leser nicht aufgrängt wird, wer darauf abgebildet ist, stören sie mich auch nicht.


    3) Klappentext: Nu ja... aufgrund des Klappentextes hätte ich dein Buch sicherlich nicht gekauft. Ich finde, er sagt so gut wie nicht - oder doch zumindest nichts Konkretes - über die Handlung des Romans aus. Und wenn ich ein Buch kaufe - insbesondere wenn es wie in diesem Fall aus einem Genre stammt, das ich eher nicht lese - möchte ich wenigstens in etwa wissen, welche Handlung mich erwartet.


    4) Schriftsatz: Diesen finde ich als sehr angenehm. Ebenso die Tatsache, dass sich die Rechtschreibfehler in Grenzen halten. Aufgefallen sind mir allerdings bislang zwei (fehlende) Absätze, die (eben nicht) einen Perspektiv- bzw. Szenenwechsel trennen. Aber nu... Von anderen Verlagen bin ich weitaus Schlimmeres gewohnt!


  • 4) Er ist leicht zu merken, bleibt im Gedächtnis. Wenn man jemandem von dem Buch erzählt, hat er "dieses Dings mit Vampiren und Köln" noch im Kopf, und das reicht dann für den Buchhändler, um das Buch im "Verzeichnis Lieferbarer Bücher" zu finden.


    :D Der Punkt zieht m. E. nach am meisten, nach dem was Buchhändler manchmal an Beschreibungen bekommen. "Das Buch war schwarz, spielte in Köln und es war ein Polaroid vorne drauf" dürfte auch reichen, um es im Verzeichnis zu finden :D Nach der Auflistung der 4 Punkte, kann ich die Titelvergabe wirklich auch sehr gut nachvollziehen.

  • Moin!


    Titelbild
    Das Titelbild gefällt mir ganz gut, wobei ich vor allem die Farbgestaltung passend finde. Insgesamt wirkt es ein bisschen „provisorisch“ auf mich, genau wie die neue Vampirwelt für die Protagonisten noch keine klaren Strukturen hat.


    Illustrationen
    Die Illustrationen habe ich mir nun schon mehrfach angeschaut. Dass ich sie schön finde, kann ich jetzt nicht direkt sagen –vor allem die letzte ist doch ziemlich gruselig -, aber sie stören mich nicht. Gelungen sind sie auf jeden Fall.


    Klappentext
    Hm, der Klappentext hätte mich wahrscheinlich nicht zum Kauf animiert, aber ich müsste jetzt sehr angestrengt nachdenken, um ein Buch nennen zu können, bei dem das mal so gewesen wäre. Eigentlich achte ich generell wenig auf den Klappentext (und seit ich selbst schreibe noch viel weniger).


    Schriftsatz
    Ich habe nichts auszusetzen.


    HoldenCaulfield
    Ich bin auch auf den Fingerabdruck reingefallen. Saß im Zug und dachte: Meine Güte, jetzt hast Du das Buch gerade mal fünf Minuten in der Hand und schon hast Du’s beschmiert.



    Zu horrorlastig finde ich das Buch nicht, und ich bin wirklich sehr zart besaitet. Manche Szenen sind natürlich etwas heftig und da erwische ich mich dann dabei, dass ich meine Einbildungskraft etwas zurückfahre und mir das Ganze eben nicht so deutlich vorstelle.
    Ich denke auch, dass (abgesehen von gewissen Übereinstimmungen) wahrscheinlich jeder etwas anderes als besonders unangenehm empfindet. So hatte ich beispielsweise mal einen Bekannten, der wurde ohnmächtig, wenn er Großaufnahmen von Augen gesehen hat. Mir dreht es den Magen um, wenn in einem Roman beschrieben wird, wie jemanden die Finger gebrochen werden ... Wird jemandem der Hals durchgeschnitten, bin ich seltsamerweise viel ungerührter (zumindest, was den direkten Vergleich angeht. Schließlich sind die Folgen für den Prota deutlich unterschiedlich. ;D).



    Bernard
    Nicht zu bemerken, dass es um Vampire geht, finde ich schon erstaunlich.


    Liebe Grüße


    Kirsten


  • Nicht zu bemerken, dass es um Vampire geht, finde ich schon erstaunlich.


    Und ich erst! :)
    Ich habe die Leserin natürlich im Detail befragt, und sie hat Ihren Eindruck dann auch recht plausibel erklärt. Sie meinte, dass für sie die "Rahmenhandlung", also was mit der Welt im großen Maßstab geschieht, so dominant war, dass sie die Vampire lediglich als Stilmittel wahrgenommen hat. Sie hat die Geschichte also nicht "von den Figuren her" gelesen, sondern "vom Setting her". Da war es nicht so wichtig, ob es jetzt Vampire oder andere Elemente waren, die diese "Rahmenhandlung" getrieben haben. Darauf lag nicht ihre Aufmerksamkeit.

  • Ok, nach der Erklärung klingt es nicht mehr ganz so unsinnig und wird - nach einem Empfinden - sogar zu einem Kompliment. Das Setting ist hochinteressant, da kann man auch mal ein paar Vampire übersehen. ;)
    Letztendlich sind die Herangehensweisen an ein Buch eben unterschiedlich, das macht es ja gerade so interessant, etwas von den Eindrücken der anderen zu erfahren.


    Liebe Grüße


    Kirsten

  • Bin ich spät dran? Wieder mal. Leider bin ich ein langsamer Leser, sorry.
    Aaaaaaaaaaaalso:
    Der gelobte Sprachstil erhält von MIR KEIN Lob, denn es sind mir zu viele Adjektive, Füllwörter und Redundanzen im Text, die ihn sehr breit treten. Das gilt auch für den zitierten Satz: Der Dom war ein monumentales Mahnmal der Vergänglichkeit alles Irdischen und zugleich ein Fingerzeig - im wörtlichen Sinn ein doppelter Fingerzeig - auf die unbestreitbare Präsenz einer transzendenten Wirklichkeit, deren Leugnung den Zweifler angesichts dieses steingewordenen Glaubensbekenntnisses der Lächerlichkeit preiszugeben schien.
    Als Agnostiker bringt mich dieser Satz in seiner unbedarften Naivität doch schon zum Schmunzeln.


    Okay, damit sind die Negativposten aber auch schon weitgehend abgehandelt. ;D


    Vom Erzählstil her liegt das Ganze in der literarisch-dramaturgischen Oberklasse, die Beschreibungen sind sehr plastisch, und vor allem sehr präzise und konsequent. So mag ich das.
    Mir gefällt, daß einerseits die Vampire gewisse Zugeständnisse an die Glaubwürdigkeit erhalten haben, so z.B. daß man nicht jemanden durch Punktion einer Halsader leersaugen kann, da ist ein bissel Zerfetzen und Auslutschen nötig (herrlich, herrlich). Andererseits wiederum erlebe ich eine wohltuende Rückkehr zum klassischen Vampir, der eben untot ist, deshalb keinen Herzschlag und keinen Puls hat, und außerdem die Sonne und Wasser nicht mag etc. Ich liebe es, zu lesen, wie sich jemand fühlt, der unfreiwillig zu so einem Wesen geworden ist und plötzlich Trieben und Zwängen ausgesetzt ist, die er nicht kontrollieren kann.
    Na gut, eine Winzigkeit finde ich suboptimal, und das ist diese Gleichgültigkeit, welche wohl auch "biologisch" begründet ist. Ich hätte das noch eine Ecke interessanter gefunden, wenn zwischen den Blutrausch-Phasen die Seele vollkommen menschlich-hadernd-panisch reagiert. Aber gut, es ist die Freiheit des Autors, zu schreiben, was er für richtig hält. Wollte es nur gesagt haben.



    Titelbild finde ich ... hm. Weiß nicht. Mir wäre es lieber gewesen, wenn das Polaroid die gesamte Fläche des Covers eingenommen hätte, anstatt nur ein Polaroid auf schwarzem Hintergrund zu sein. Und der Vampirkopf ist als Gestaltungselement zuviel. Zu dick aufgetragen, wie man so schön sagt.
    Illustrationen: Ups, die habe ich mir noch gar nicht angeguckt. Bin jetzt auch gerade nicht zu Hause, um das schnell nachzuholen.
    Klappentext: Hm, was stand da noch mal drin? Ich erinnere mich nur noch an die viel zu große weiße Schrift.
    Schriftsatz: Da ist mir nichts aufgefallen, weder positiv noch negativ. Wird denn vom Standard abgewichen?
    Den Untertitel finde ich übrigens furchtbar, und er ist der Grund, warum ich das Buch nicht in der Öffentlichkeit zu lesen wage, aber ich kann die Marketing-Überlegungen dahinter nachvollziehen.


    Peter

  • Hallo Peter!


    Schön, dass Du auch dabei bist. Dein Einstiegsposting verspricht einen neuen Blickwinkel auf den Text, was nur gut sein kann, schließlich wollen wir ja diskutieren.



    Der gelobte Sprachstil erhält von MIR KEIN Lob, denn es sind mir zu viele Adjektive, Füllwörter und Redundanzen im Text, die ihn sehr breit treten.


    In so ziemlich jedem Schreibratgeber werden Adjektive verteufelt, insofern vertrittst Du die Mehrheit.
    Ich persönlich erlaube mir den Luxus einer eigenen Meinung und mag Adjektive - eine Vorliebe, die natürlich nicht geteilt werden muss.
    Was ich nicht mag, sind Adjektive, die verwässern, also zum Beispiel: "Er sprach leise" - hier halte ich fast immer "Er flüsterte" für besser.
    Solange Folgendes gilt ...


    die Beschreibungen sind sehr plastisch, und vor allem sehr präzise und konsequent.


    ... bin ich als Leser ein Freund von Adjektiven.



    Ich hätte das noch eine Ecke interessanter gefunden, wenn zwischen den Blutrausch-Phasen die Seele vollkommen menschlich-hadernd-panisch reagiert. Aber gut, es ist die Freiheit des Autors, zu schreiben, was er für richtig hält. Wollte es nur gesagt haben.


    Das "Wollte es nur gesagt haben" klingt so entschuldigend. Dabei besteht dazu gar kein Anlass - Du äußerst als Leser Deinen Eindruck, das ist absolut legitim. Ich würde sagen: dafür sind diese Leserunden da.



    Das gilt auch für den zitierten Satz: Der Dom war ein monumentales Mahnmal der Vergänglichkeit alles Irdischen und zugleich ein Fingerzeig - im wörtlichen Sinn ein doppelter Fingerzeig - auf die unbestreitbare Präsenz einer transzendenten Wirklichkeit, deren Leugnung den Zweifler angesichts dieses steingewordenen Glaubensbekenntnisses der Lächerlichkeit preiszugeben schien.
    Als Agnostiker bringt mich dieser Satz in seiner unbedarften Naivität doch schon zum Schmunzeln.


    Hier würden mich Details interessieren:
    Findest Du den Satz an sich naiv (also sprachlich/ grammatikalisch/ ...), oder die Aussage, die dahinter steht, oder beides?


  • Hier würden mich Details interessieren:
    Findest Du den Satz an sich naiv (also sprachlich/ grammatikalisch/ ...), oder die Aussage, die dahinter steht, oder beides?


    Inhaltlich. Sprachliche Naivität gibt es ja nicht. Da gilt lediglich das Vorangehende: Er ist sehr wortreich geraten.
    Hättest du den Satz vor 120 Jahren geschrieben und wärst Erzbischof von Köln gewesen, dann hätte ich kein Problem mit ihm.


    Zunächst mal sind solche Kathedralen-Bauwerke dem Betrachter kaum als Mahnmale der Vergänglichkeit verständlich zu machen, da sie ja selbst sehr alt sind und gut in Schuß. Daß die Gotik ihre Blütezeit hatte, als das Weltbild sehr auf das Leben nach dem Tode ausgerichtet war, und deshalb der Dom ein Vergänglichkeitssymbol ist, mag auf einer historisch-theologischen Ebene zutreffen, juckt den zufällig vorbeikommenden Betrachter jedoch wenig. Er ist bestenfalls beeindruckt vom Gegenteil, daß damals so ein riesiges und prachtvolles Ding von Menschenhand geschaffen werden konnte und immer noch da ist. Es assoziiert vielleicht Ehrfurcht, wenn man sich in den Gedanken versetzt, daß es sich um das Haus Gottes handelt.
    Und die "unbestreitbare Präsenz einer transzendenten Wirklichkeit" kann man heutzutage auch nicht mehr aus derlei Bauwerken ableiten.


    Ich kann mir vorstellen, daß jemand, der tief gläubig ist, beim Anblick des Domes erschauert und eine solche Transzendenz fühlt, und zugleich auf all jene, die sie nicht fühlen, ein wenig herabblickt, aber solche Wertungen sind in einem Erzähltext immer sehr problematisch. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß dies die Perspektive von Thomas darstellt, dessen Blickwinkel gerade aktiv ist, als dieser Satz fällt.


    Peter

  • Nun was ganz anderes: Ich fand den Hausmeister gar nicht widerlich. Er ist halt ein Korrektheitsfanatiker, und ich fand zu keinem Zeitpunkt irgendwas wirklich Böses über ihn geschrieben. Er ist ja sogar einsichtsfähig und hat seine Einstellung zu Fleiß und Frauen und Bundeswehr zu Gunsten der Frauen korrigiert. Selbst seine Militariasammlung samt heimlicher Bewunderung für SS-Jünglinge gönne ich ihm, da er ja explizit kein Nazi ist.
    Wohl aber fand ich es köstlich zu lesen, daß wegen dieser Militariasammlung der Verdacht der Medien in die Neonazi-Richtung driftete. Es ist so furchtbar viel Wahrheit in dieser Fiktion, daß man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.


    Peter


  • Und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß dies die Perspektive von Thomas darstellt, dessen Blickwinkel gerade aktiv ist, als dieser Satz fällt.


    Nun ja, Thomas studierte Alte Geschichte. Ich nehme an, er hat sich mit der Einstellung der Handwerker zur Zeit des Kathedralenbaus auseinandergesetzt (auch denn der Kölner Dom natürlich extrem spät fertig gestellt wurde, war der "Projektstart" ja zu einer Zeit, wo noch jeder Handlanger von der Baustelle gejagt wurde, wenn er nicht vor Dienstantritt gebeichtet hatte). Insofern halte ich es für plausibel, wenn er in seiner Gedankenwelt "durch die Zeit reist".
    Damit hat Thomas aber natürlich eine andere Perspektive als vom "Durchschnittsleser" anzunehmen ist.

  • Wenn ich vorm Kölner Dom stehe bin ich eigentlich auch immer wieder beeindruckt, weil es einfach ein mächtiges, grossartiges Bauwerk ist. Dass es sich dabei um ein Kirche handelt, lässt mich aber ziemlich kalt. :-\

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM


  • Etwas verspätet, aber die Grippe hat sich einen Nachschlag gegönnt.


    Zum Titelbild, das gefällt mir eigentlich ganz gut, es ist mir aber insgesamt etwas zu bunt. Und wie viele andere mag ich das Gesicht im Himmel auch nicht.
    Die Illustrationen finde ich sehr schön.
    Den Klappentext finde ich eigenartig, er hat mich nicht angesprochen.
    Der Schriftsatz gefällt mir, sehr angenehm zu lesen.

    Liebgruß buttercup<br /><br />&quot;Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.&quot; Jorge Luis Borges

  • Zum Titelbild - als "Anekdote am Rande" :popcorn:


    Wie man sicher erkennt, setzt sich das Polaroid aus zwei Bildern zusammen. Das "Rohmaterial" habe ich der Designerin zur Verfügung gestellt. Das Bild vom Dom war wenig spektakulär, außer dass es an dem Tag, an dem ich es aufnahm, immer wieder heftig geschneit hat und ich einen Moment ohne Flocken im Bild abwarten musste.
    Der Vampirkopf dagegen war eine interessante Session, wenn ich mich daran erinnere, schmunzele ich immernoch. Der Herr ist nämlich ein Freund von mir. Ich hatte aus dem Karnevalsbedarf ein Vampirgebiss besorgt und ihn gebeten, effektvoll in die Kamera zu fauchen. Das scheiterte zunächst daran, dass das Gebiss offenbar für Kinder designed war und nicht passte. Deswegen haben wir die Kiefer auseinander geschnitten und nur die obere Zahnreihe eingesetzt. Dadurch verlor die Konstruktion leider völlig die Stabilität und immer, wenn mein Freund fauchte, fielen die Zähne heraus. :D
    Wir brauchten dann mehrere Versuche, bei denen wir schlussendlich die Fänge mit Kaugummi angeklebt haben, was dann jeweils für ein paar Sekunden hielt. Genug, um die Vorlagen zu knipsen.
    Der Freund arbeitet beim gleichen Unternehmen wie ich. Wir haben ein internes Telefonbuch in unserem Intranet, in dem wir mit Fotos abgebildet sind. Wenn ich dann zu einem Vergleich zwischen dem Vampir auf dem Titelbild und dem Foto meines Freundes in unserem internen Telefonbuch auffordere (wo er mit Schlips und Kragen abgebildet ist), sorgt das immer für gute Stimmung. ;D

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen