Sanguis B. Vampire erobern Köln - 1. Stadium: Infektion (Seite 73 bis Seite 127)

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  • Was ist denn los, hier ist ja noch alles leer? Und das obwohl einige doch schon weiter sind, lasst euch ruhig hier aus, ihr müsst nicht warten, bis jemand den Anfang macht ;-)


    Ich bin gestern noch bis Seite 120 gekommen. Sitze hier gerade auf der Arbeit und habe das Buch nicht zur Hand... Sehr gut gefallen hat mir die Szene in der Bibliothek. War es Christoph, der plötzlich eine Stimme hörte aber niemanden sah? Die Sinne der Vampire entwickeln sich und das recht zügig! Wenn man sieht, was schon nach einer Woche alles möglich ist, möchte man eigentlich gar nicht wissen, zu welchen Taten ein jahrhundertealter Vampir fähig ist :o Jetzt hätte ich gerne den Kreuz-Smiley, ach der würde ja eh nicht helfen ::)


    Die Szene im Zoo hat mir auch sehr gut gefallen. Ich war schon im Kölner Zoo und kann mich gut an das Aquarium erinnern, welches außerhalb des normalen Zoogeländes liegt, weshalb die zwei Vampire dann ja auch die Mauer noch einmal überqueren mussten. An Delphine im Aquarium kann ich mich zwar nicht erinnern aber der Phantasie sind ja keine Grenzen gesetzt. Schön waren wieder die Gespräche und das Rumrätseln, ob sie sich wohl in Wölfe oder Fledermäuse verwandeln können. Der Versuch hat dann ja leider nicht geklappt :D


    Heute abend schau ich dann noch mal, ob ich Stellen markiert hatte. Bei Leserunden verwende ich immer meine Bookdarts, sehr nützlich um spezielle Stellen zu markieren :) Bis später :winken:

  • Hallo Ingroscha!


    Tja, eine muss sich immer finden, um den Anfang zu machen ...



    Schön waren wieder die Gespräche und das Rumrätseln,


    Da freut es mich, ankündigen zu können, dass die kommenden Leseabschnitte von solcherlei noch eine Menge bieten werden.



    Bei Leserunden verwende ich immer meine Bookdarts, sehr nützlich um spezielle Stellen zu markieren :)


    Von "Bookdarts" hatte ich noch nichts gehört. Sieht das Buch jetzt aus wie ein Igel, mit lauter Markern drin? :)

  • Bookdarts, hihi. Wie schon erwähnt, ich mache Eselsohren (in Leserundenbücher, sonst eher nicht :P).
    Ich warte schon, bis einer den Anfang macht im entsprechenden Kapitel, möchte ja nicht alles vollspammen und dann nie mehr reinschauen...ausserdem denke ich, ist manch einer vielleicht doch neugierig ud schaut in einen späteren Thread rein, oder so.... wer weiss. ;)


    Epi als Vampir find ich ja sehr cool. 8)
    Ich hatte so gehofft, dass sie auch einer wird und das ist dann ja auch geschehen...überhaupt find ich die beiden Mädels, jedes auf seine Art, am sympathischsten. Aber auch hier wieder - bei Doro habe ich dominant Doro Pesch (kennt die noch jemand? ;D) im Kopf. Lustig, dass Doro das Rauchen nicht aufgibt. Den Nachschub bekommt sie dann von den Opfern? Einkaufen gehen kann man in dem Zustand ja schlecht. Und das Geld dürfte ja auch bald zur Neige gehen...


    Ich hab vielleicht rumgehibbelt, als es darum ging, in Krankenhaus zu gehen und Blutkonserven zu holen. Ich glaube, ich hätte das BUch weg gelegt, wenn das funktioniert hätte, hatte mich doch dieses Konservenschlürfen in einem anderen Vampirroman so masslos aufgeregt und angeödet. Aber das war dann ja nicht der Fall....puh! Mir gefällt halt das Raubtierimage des Vampirs... (und eine wirklich hübsche kleine Sexszene am Rand, btw.. )


    Bibliothek mit dem Ausflug durch die vorhergehenden Vampir-Geschichten - auch sehr gut gemacht. Kämpft doch jeder Nischenautor (wenn ich jetzt mal Vampir-Romane als Nische in der Fantasy-Literatur bezeichnen darf) mit all den Klsichees. Für die in diesem Fall "Betroffenen" ist es natürlich ganz interessant herauszufinden, welches Klischee nun stimmt und welches nicht. Gut, dass ihnen Ottmar da schon auf die Sprünge helfen kann. 8)


    Im Zoo: wie süss, dass Ottmar sich die Delfine anschauen möchte, weil er die als Kind gern angesehen hat - wie praktisch das Ergebnis. Und: Intelligent food for intelligent people - endlich mal keine Ratten! :P



    Epi fängt an zu rauchen, soso. ;D Irgendwie wird sie ja immer härter.
    Ihre Arbeit ist natürlich fantastisch, hat sie ja immer noch einen Bezug zum früheren Leben. Bringt ihr das vielleicht einen gewissen Halt?


    Die Geschichte mit der Blutgruppe (und auch Ottmars Rechenbeispiel). Hm... Dazu mag ich vielleicht erst was im Fazit sagen.



    Hab ich schon erwähnt, dass mir Christoph auf den Keks geht? ::) So ein Miesepeter... dass er immer wieder mit dem Christentum anfängt. Ich meine - wo ist Platz für so etwas wie Religion, wenn SOLCHE Dinge in der Welt passieren können. Passierren KONNTEN - trotz Religion?

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Hallo Weratundrina!


    Schön, dass Du Freude an dem Buch hast. Es scheint ja eine Menge Stellen zu geben, die Dir gefallen.



    Epi fängt an zu rauchen, soso. ;D Irgendwie wird sie ja immer härter.
    Ihre Arbeit ist natürlich fantastisch, hat sie ja immer noch einen Bezug zum früheren Leben. Bringt ihr das vielleicht einen gewissen Halt?


    Ich vermute schon, ja.



    Hab ich schon erwähnt, dass mir Christoph auf den Keks geht? ::) So ein Miesepeter... dass er immer wieder mit dem Christentum anfängt. Ich meine - wo ist Platz für so etwas wie Religion, wenn SOLCHE Dinge in der Welt passieren können. Passierren KONNTEN - trotz Religion?


    Da sprichst Du eine Frage an, die das Christentum vermutlich seit seiner Gründung bewegt. Warum lässt Gott das Böse zu? Wenn ich richtig informiert bin, ist das in der Theologie ein eigenes Forschungsgebiet. Jedenfalls gibt es in entsprechend orientierten Buchhandlungen regaleweise Literatur dazu. Für mich persönlich ist die Frage intellektuell befriedigend geklärt, aber ich kann nachvollziehen, wenn jemand damit Schwierigkeiten hat.

  • Ja, ja, die Sache mit dem Rauchen... die hat mich auch ein wenig irritiert. ???
    Welche Körperfunktionen (oder ähnliches) sorgen eigentlich dafür, dass Doro ganz offensichtlich weiterhin nikotinabhängig ist? Sie raucht ja in einem fort!
    Und ganz ähnlich wie Weratundrina frage ich mich, woher eigentlich dieser schier unversiegbare Vorrat an Glimmstengeln kommt - neben ihrem eigenen Konsum ist Doro ja sehr freigiebig damit! Stellen die Vampire ihren Opfern tatsächlich Zigaretten oder Geld, um welche zu kaufen? Oder brechen sie die Automaten gleich selbst auf? Wenigstens Doro würde ich diese kriminelle Energie nach ihrer Verwandlung durchaus zutrauen. ;)


    Ein wenig irritiert war ich außerdem, als Thomas doch recht cool bleibt, als die Polizisten auf ihn schießen (S. 71ff.). Vampir hin oder her, er sollte eine solche Situation doch nicht gewohnt sein und verfügt ebenso wenig über das Wissen, welche Folgen eine Schussverletzung für ihn hat bzw. haben könnte. Oder habe ich da was überlesen? ???


    Dann frage ich mich, warum Thomas - so sieht es zumindest bislang für mich aus - viel weniger 'instinktgesteuerter' als Doro ist? Hat das mit dem Charakter vor der Verwandlung zu tun? Oder mit dem Alter des jeweiligen Vampirs, a la je älter desto raubtierhafter?
    Bernard, irgendwie vertraue ich fest darauf, dass sich die Antwort auf diese Frage irgendwo in deinem Roman verbirgt! ;D


    So so... Thomas hat also - entgegen seiner Bedenken - Epi angefallen?! Aha!!! Zuerst war ich überrascht, dass gerade er sich nicht 'beherrschen' kann. Doch dann... Irgendwie rundet diese Szene seinen Charakter ab! :)


    Die Art und Weise, wie du Ottmar in die Handlung eingeführt hast, Bernard, hat mir sehr gut gefallen! Auch wenn ich, nach den ersten Eindrücken Ottmar als ziemlichen Kotzbrocken empfinde, als arrogant und selbstherrlich. Allerdings zweifle ich kaum daran, dass er das nicht auch schon VOR seiner Verwandlung gewesen ist. :D


    Deine bzw. der Vampire Versuche über Blutkonserven und Zootiere ihren 'Bedarf' zu denken, finde ich spannend - insbesondere da es NICHT gelingt!
    Besonders gefallen hat mir dabei deine Beschreibung des Zoos. Ich bin noch nie im Kölner Zoo gewesen, hatte aber dennoch sofort ein Bild vor Augen - und den typischen Zoo-Geruch in der Nase! Lesen 'mit allen Sinnen' - das mag ich!!!! :)


    Und wie vermutlich alle deine Leser habe ich mir die Frage gestellt, warum sich einige der 'Ausgesaugten' in Vampire verwandeln und andere eben nicht. Deine Antwort, dass dabei die jeweiligen Blutgruppen eine Rolle spielen, fand ich prima! Wie bist du auf diese grandiose Idee gekommen? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich sowas schon einmal woanders gelesen hätte (wobei ich natürlich auf diesem Gebiet auch nicht so sehr bewandert bin...).


    Allein Thomas Theorie, dass in der Weltgeschichte Vampire für so manches Unbill (Verlorene Seeschlachten??? - Und was ist mit dem Rhein...?! ???) verantwortlich sein sollen, empfand ich als ziemlich starker Tobak und damit ein wenig zu weit hergeholt! Aber nun ja... ;)


    So, und nun stürze ich mich wieder ins Lesevergnügen!!! :lesen:


  • Welche Körperfunktionen (oder ähnliches) sorgen eigentlich dafür, dass Doro ganz offensichtlich weiterhin nikotinabhängig ist?


    Ich glaube, Du bist auf der richtigen Spur. Die Vampire haben keine Körperfunktionen mehr, die sie nikotinabhängig halten könnten, aber ... Der Grund für diese Verhaltensweisen wird noch erklärt, spätestens auf Seite 272. In jenem Leseabschnitt wird (hoffe ich) auch die generelle "Nachschubfrage" ausreichend behandelt - oder vielleicht auch schon früher, da bin ich mir nicht sicher.



    Ein wenig irritiert war ich außerdem, als Thomas doch recht cool bleibt, als die Polizisten auf ihn schießen (S. 71ff.). Vampir hin oder her, er sollte eine solche Situation doch nicht gewohnt sein und verfügt ebenso wenig über das Wissen, welche Folgen eine Schussverletzung für ihn hat bzw. haben könnte. Oder habe ich da was überlesen? ???


    Du hast Recht, er hätte auch anders reagieren können. Ich schätze, er hatte noch die Nacht seiner Verwandlung im Gedächtnis, in der seine Wunden ja auch verheilten. Wichtiger war sicherlich die Erregung von Jagd und Flucht.



    Dann frage ich mich, warum Thomas - so sieht es zumindest bislang für mich aus - viel weniger 'instinktgesteuerter' als Doro ist? Hat das mit dem Charakter vor der Verwandlung zu tun? Oder mit dem Alter des jeweiligen Vampirs, a la je älter desto raubtierhafter?
    Bernard, irgendwie vertraue ich fest darauf, dass sich die Antwort auf diese Frage irgendwo in deinem Roman verbirgt! ;D


    Nicht zu Unrecht, wie ich hoffe. ;)



    Wie bist du auf diese grandiose Idee gekommen?


    ... und hier komme ich das erste Mal in dieser Leserunde an den Punkt, wo ich gestehen muss: "Ich weiß es nicht."
    Ich habe diese Geschichte nicht geplant, es gab kein Exposé oder so etwas. Es gab eine Grundidee, eine Stimmung und eine Anfangsszene. Beim Schreiben habe ich die Geschichte beinahe wie einen Kinofilm gesehen. Die Logik des "Auswahlkriteriums" war einfach da, von einem Moment auf den anderen. Ich kann mich nur erinnern, dass ich auf einer Webseite des Roten Kreuzes nach einer Zusammenstellung gesucht habe, die zum richtigen Prozentsatz führte. Aber die Idee an sich - tut mir Leid, ich weiß nicht, wo die her kommt.
    Das hört sich bestimmt unglaubwürdig an, aber was soll ich machen? Ich fürchte, diese Antwort werde ich noch öfter geben müssen. :(



    Allein Thomas Theorie, dass in der Weltgeschichte Vampire für so manches Unbill (Verlorene Seeschlachten??? - Und was ist mit dem Rhein...?! ???) verantwortlich sein sollen, empfand ich als ziemlich starker Tobak und damit ein wenig zu weit hergeholt! Aber nun ja... ;)


    Ich fürchte, da habe ich etwas nicht richtig rüberbringen können.
    Thomas möchte, glaube ich, nicht sagen, dass Vampire für irgendein weltgeschichtliches Ereignis verantwortlich gewesen wären. Er begreift lediglich die Dimension der Ereignisse, in die sie verwickelt sind. Dann zeigt er anhand der Erfahrungen aus seinem Studienhintergrund auf, dass es in der Weltgeschichte, insbesondere im großen Maßstab, keineswegs immer so gewesen ist, dass stets die am wahrscheinlichsten erscheinende Entwicklung eingetreten ist - vielmehr ist alles offen ...
    Schade, dass das nicht rübergekommen ist. ::)


  • Ja, ja, die Sache mit dem Rauchen... die hat mich auch ein wenig irritiert. ???
    Welche Körperfunktionen (oder ähnliches) sorgen eigentlich dafür, dass Doro ganz offensichtlich weiterhin nikotinabhängig ist? Sie raucht ja in einem fort!


    Hast du selbst mal geraucht? Ich tippe mal auf nein :) Die Abhängigkeit vom Rauchen ist größtenteils psychisch. Ich habe damals ca. ein Jahr gebraucht, bis ich nicht mehr ans Rauchen gedacht habe. Da kann ich mir schon sehr gut vorstellen, dass auch Vampire gewohnheitsmäßig einfach weiter rauchen.


    Zu den Bookdarts: Die sind ganz harmlos, sind so kleine Metallpfeile, die man seitlich auf die Seiten aufstecken kann. Sie beschädigen das Buch nicht (würde ich doch nicht tun) und sind außerdem dokumentenecht. Sehr hilfreich sind sie außerdem :)


  • Ich glaube, Du bist auf der richtigen Spur. Die Vampire haben keine Körperfunktionen mehr, die sie nikotinabhängig halten könnten, aber ... Der Grund für diese Verhaltensweisen wird noch erklärt, spätestens auf Seite 272. In jenem Leseabschnitt wird (hoffe ich) auch die generelle "Nachschubfrage" ausreichend behandelt - oder vielleicht auch schon früher, da bin ich mir nicht sicher.


    Interessant, dann ist meine Theorie wohl doch nicht so ganz richtig :)

  • Das ist ja interessant, dass gerade bei dieser sehr innovativen Grundidee der Entstehung des Vampirismus ein "weiss ich nicht" kommt. :)


    Ich hätte mir auch vorstellen können, dass sich das ganze Buch darum aufgebaut hat. Die etwas andere Theorie und was man daraus machen kann.

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Hallo ihr,


    nun bin ich auch durch dieses Kapitel durch und die Geschichte zieht mich immer mehr in ihren Bann!


    Zuerst einmal hat es mir sehr gut gefallen, dass auch Epi und Christoph zu Vampiren wurden - um die beiden wäre es sehr schade gewesen. Sehr schön finde ich die Tatsache, das jeder der Studenten sein Wissen aus seinem Studienfach mit einbringen kann und so zur Lösung des Rätsels um die neue Existenz beitragen kann. Und da jeder der Vampire ein anderes Fach studiert hat, kann jeder auf seine Weise wertvolles Wissen zu den Diskussionen beitragen. Das gefällt mir sehr gut.


    Mich hat es auch etwas überrascht, dass es ausgerechnet Thomas war, der Epi angefallen hat. Für mich ein Beweis dafür, dass es den Vampiren doch nicht immer gelingt, ihre Triebe in Zaum zu halten, besonders unter großer seelischer Belastung (wie bei Thomas zum Beispiel die Polizeiverfolgung). Bei der Verfolgungsjagd konnte man sich erst einmal so richtig eine Vorstellung davon machen, welches Ausmaß die übernatürlichen Kräfte des Vampirzustandes annehmen. Aber doch war Thomas auf irgendeine Weise erschöpft - das ist auch rätselhaft.


    Ottmar finde ich irgendwie total cool, ich kann mir nicht helfen. ;) Der hat den vier anderen gerade noch gefehlt. Interessant die Zusammenfassung all der Klischees, die in anderen Vampirromanen verwendet werden - somit kann man gleich vergleichen, was auf diese Vampire ebenso zutrifft und was nicht. Das gibt der Geschichte irgendwie einen Hauch von Realität (seltsam ausgedrückt, aber ich hoffe, man versteht, was ich meine). ;)


    Irgendwie würde es mich interessieren, wer der geheimnisvolle Vampir ist, der Doro und wahrscheinlich auch Ottmar verwandelt hat. Ob er noch in der Geschichte auftaucht? Interessant wäre es auf jeden Fall. Seine Kräfte müssen ja wirklich schon enorm sein, wenn schon Doros so schnell zugenommen haben.


    Ich kann mich daran erinnern, dass sich die Vampire bei Anne Rice mit der Zeit voneinander entfremdet haben und die Einsamkeit gesucht haben und nicht auf Dauer mit "Artgenossen" leben konnten. Ich kann mir vorstellen, dass das auch bei dieser Geschichte hier der Fall ist, denn die Streitereien zwischen den Freunden nehmen immer mehr zu und es ist auch eine Art Rivalität unter den Vampiren zu spüren. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Vielleicht ist das dann auch der Grund, weshalb der "Erzeuger" von Doro und Ottmar so schnell verschwunden ist, ohne sich um den neuen Zögling zu kümmern. Meine Güte, ich spinne hier schon wieder Theorien und Vermutungen zusammen... ;D


    Epi ist sehr tüchtig und hat ja eine ganze Menge über den medizinischen Hintergrund herausgefunden. Um ein Bakterium handelt es sich also. Ich bin gespannt, ob sie eine Möglichkeit finden, die Ausbreitung dieses Bakteriums zu verhindern.


    Nun haben wir auch die Lösung, was dazu führt, dass nur ein Teil der Vampire verwandelt wird und der andere Teil stirbt. An der Blutgruppe liegt es also. Das ist eine tolle Idee und eine sehr gute Erklärung.


    Ottmars Hochrechnung zum Schluss verleiht der Geschichte noch mehr Spannung und nun kann ich es kaum mehr erwarten, weiterzulesen... :)


    Also denn, bis bald. :winken:

  • Was die Deformierungen angeht, so erlebe ich diese nicht als störend. Irgendwie musste ich an Reptilien denken, und die Assoziation fand ich ziemlich passend.


    Vampire und ihre Verhaltensweisen - vorher und nachher:
    Ich war doch tatsächlich etwas überrascht, als es Senberg erwischt hat (obwohl die Figur ja geradezu danach „schrie“). Weniger überraschte mich dann Senbergs Triebhaftigkeit, aber ich fühlte mich trotzdem ziemlich gegruselt.
    Bernard
    Ich finde Deine Beobachtungsgabe bei der Senberg-Figur kommt bei ihrer Verwandlung besonders deutlich zum Tragen. Hier passt alles. Wenn sich ein Senberg in einen Vampir verwandelt, dann wäre er genau so. ;D


    Ob nach der Verwandlung ja erst das wahre Gesicht und die Stärke eines Menschen zum Vorschein kommen? Ich würde meinen ja. Das gilt ja für viele Ausnahmesituationen und Vampir werden ist eine Ausnahmesituation, oder?


    Liebe Grüße


    Kirsten


    P.S. Klar kenne ich Doro Pesch!
    Und nix gegen meinen Christoph! Ich mag Christoph, auch wenn er einem manchmal auf den Senkel geht.
    Bernard
    Danke noch für die Erklärung zum Wasser im anderen Thread. An die Verbindung von Wasser = Leben hatte ich gar nicht gedacht, klingt aber sehr plausibel.

  • Noch ein paar vermischte Gedanken zu diesem Abschnitt:


    Wirklich schön deutlich wird dieses Gefühl der Entfremdung, das fällt mir beim zweiten Lesen noch stärker auf. Ich nehme an, dass es kein Zufall ist, dass Kirchen erwähnt werden, als Thomas durch das ihm ehemals "bekannte" Köln spaziert, oder? Zuerst auf S. 80:


    Zitat

    "Er fand sich in der Kölner Innenstadt wieder, mit ihren romanischen Kirchen, die mit ihrer erdverbundenen Bauweise eine Selbstsicherheit und Harmonie ausstrahlten, die ihm fremd geworden waren. Thomas befand sich nicht im Einklang, weder mit seiner Umwelt noch mit sich selbst"


    dann auf S. 81 noch einmal der Kölner Dom. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang (Bau des Doms) folgenden Satz:


    Zitat

    "Aber immerhin hatten die Leute ein Ziel gehabt, etwas, woran sie geglaubt hatten, von dem sie der Meinung gewesen waren, dass dafür zu leben sich lohnte."


    Tatsächlich fehlt den (Neu)Vampiren das große, übergeordnete Ziel ja - zumindest im Moment -, ok, sie nähern sich erst an ihre neue Existenz an. Eine Existenz, die allen bisherigen Wertvorstellungen vollkommen entgegensteht. Eigentlich ist das ziemlich bedrückend und vom Autor dann konsequent weiter gedacht: Wie erstrebenswert ist ein solcher Zustand denn wirklich? Unsterblichkeit, übermenschliche Kräfte, jedoch gepaart mit menschlichem Empfinden – eigentlich ist das doch grausam ... Ich bin gespannt, ob und welche Ziele die Vampire entwickeln werden.


    Sehr schön sinnlich finde ich Beschreibungen, wie folgende (und das will was heißen, eigentlich stelle ich mir Adern nicht so gern vor ;D):


    Zitat

    "Ihre Adern zogen ein filigranes Muster durch ihren ganzen Körper. Doro bildete sich ein zu sehen, wie sie im Körperinneren verschwanden und wieder zur Haut emportauchten, wie spielende Fische unter der Meeresoberfläche." (S. 95)


    Sehr verlockend. Übrigens habe ich Doro in dieser Szene als Raptor vor mir (und muss mich immer selbst zurückhalten, mit dem Kopf zurückzuweichen):


    Zitat

    "Doro lächelte noch immer, als sie ihr Gesicht eine Handbreit vor das des Pflegers schob. Sie schloss mit einer verträumten Mimik die Augen. Dann riss sie die Fänge weit auf und fauchte den Mann an."


    Liebe Grüße


    Kirsten

  • Hallo,


    ich habe heute morgen im Arzt-Wartezimmer wieder ein paar Seiten gelesen, die letzten zwei Tage lag das Buch leider brach. Ich bin jetzt auf S. 147 aber hier erst einmal noch ein paar Kommentare bis S. 127.


    Der Pressebeitrag auf S. 73 war sehr interessant. Da konnte man so richtig schön nachvollziehen, wie voreilig die Presse Schlüsse zieht und das ganze dann auch noch "herausschreit". Wobei es mir schon sehr gut gefallen hat, die Schuld auf die rechte Szene zu schieben :P Den Beitrag fand ich auf jeden Fall sehr authentisch.



    Aber auch hier wieder - bei Doro habe ich dominant Doro Pesch (kennt die noch jemand? ;D) im Kopf.


    Ging mir auch von Beginn an so, obwohl ich sie mir optisch nicht wie Doro Pesch vorgestellt habe, musste ich trotzdem immer an die Sängerin denken.


    Sehr schmunzeln musste ich, als Ottmar (dieser Name ich so genial *g*) eine Tabellenkalkulation zur Verbreitung des Vampirismus auf die Beine gestellt hat :lachen:



    Ottmar finde ich irgendwie total cool, ich kann mir nicht helfen. ;) Der hat den vier anderen gerade noch gefehlt. Interessant die Zusammenfassung all der Klischees, die in anderen Vampirromanen verwendet werden - somit kann man gleich vergleichen, was auf diese Vampire ebenso zutrifft und was nicht.


    Ich finde Ottmar auch sehr unterhaltsam, jedoch stört mich sein Verhalten ein wenig, es wirkt auf mich unrealistisch. Ich beziehe mich dabei auf seinen Umgang mit dem Rechner aber mehr dazu im nächsten Abschnitt, da ich hier nicht über Dinge sprechen möchte, die erst auf den Seiten nach 127 spielen ;)

  • Sehr schmunzeln musste ich, als Ottmar (dieser Name ich so genial *g*) eine Tabellenkalkulation zur Verbreitung des Vampirismus auf die Beine gestellt hat :lachen:


    Fand ich auch erschreckend und spannend zugleich. Aber irgendetwas muss ja noch herauskommen, wie die Vampirexpansion bislang aufgehalten wurde. Es sei denn, bisher war der Vampir in der fiktiven Welt des Romans nur ein Mythos und die Vampire, die in Sanguis B. auftauchen sind die ersten..... UAH :o


    Ich fand übrigens die theologischen/ethischen Überlegungen die zwischendurch im Roman auftauchen ziemlich interessant (zum Beispiel den ökonomischen Gottesbeweis). So hatte ich das noch nie gesehen und es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

  • Mich hat die Grippe voll erwischt, es sind nicht nur Bakterien los, sondern auch ganz fiese Viren, die einen so fertig machen, dass man noch nicht mal lesen kann :-[


    Aber jetzt geht es wieder und ich habe diesen Abschnitt auch durch. Ich habe ja zuerst den Stil bemängelt, ich glaube das lag daran, dass auf den ersten Seiten die Worte "doof" und "blöd" auftauchten. Ich möchte die Kritik relativieren, denn das Buch liest sich wirklich gut und an der Sprache gibt es nichts zu meckern.


    Thomas, der erstmal im Park seine neuen Kräfte ausprobiert, dass fand ich eine gute Idee, man gut, dass er entkommen konnte. Überhaupt werden mir die Vampire immer sympathischer, außer Doro vielleicht.
    Christoph finde ich richtig klasse, da er durch sein Studium die Dinge aus einem anderen Blichwinkel betrachtet, zB auf Seite 117
    "Wenn der Anspruch an die Moral nicht ist, das Zusammenleben mit den Menschen zu gestalten, sondern nur auf die Gruppe der Vampire bezogen wäre, würde sich das Problem nicht stellen."
    Das ist ja im Grunde das, was wir Menschen mit der Umwelt anstellen. Würden wir die Tiere, Pflanzen, die Erde in unsere Moralvorstellungen (gleichberechtigt) mit einbeziehen, könnten wir nicht so weitermachen, wie bisher.
    Auch die andere Diskussion darüber gezielte Personen zu reißen, die Christoph mit Argumenten aus einem Seminar zur Todesstrafe zerpflückt, mir hat das gefallen.
    Was mich etwas erschreckt hat, dass ich es viel schlimmer fand, als sie den Tümmler gerissen haben, als den Tod der Menschen, die bisher dran glauben mussten.


    Edit: Mal aus dem letzten Satz einen lesbaren gemacht ::)

    Liebgruß buttercup<br /><br />&quot;Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.&quot; Jorge Luis Borges

    Einmal editiert, zuletzt von buttercup ()