Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)

  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (auch eines der Autorin) immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die Johannas Buch nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Johanna sowie ihren Verlag Marion von Schröder, der uns netterweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

  • Für Charlotte Berglas bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, daß ihr Mann Albert tot aufgefunden wurde. Hochschwanger und mittellos steht sie da, mitten in der galoppierenden Inflation von 1923, einzig die große gemeinsame Wohnung in der Winterfeldtstraße besitzt sie noch. Da kommt ihr Bruder Gustav auf die Idee, die leer stehenden Zimmer zu vermieten, um an etwas Geld zu kommen. Es mieten sich neben Gustav ein weiterer Kleinganove, eine Bardame und ein geheimnisvoller Adliger ein. Nach der Geburt ihrer Tochter überlegt sie, ob sie nicht wieder als Fotografin arbeiten könnte. Der Weg dorthin ist jedoch holprig.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist ein Querschnitt durch die gesellschaftliche und politische Lage in den 20er Jahren, die für viele Menschen alles andere als golden waren. Der Leser erfährt viel von den Nöten und Wünschen der Menschen der damaligen Zeit und die Wohngemeinschaft ist wie ein Spiegelbild der damaligen Situation.


    Charlotte kann nicht glauben, daß ihr Mann Selbstmord begangen haben soll, obwohl die Polizei keine Anzeichen für Fremdverschulden feststellen kann; 1923 war Selbstmord aufgrund der Hoffnungslosigkeit wegen der Inflation ein häufig gewählter Ausweg. Sie zieht sich vollkommen in ihre Trauer zurück und hütet Alberts Andenken wie einen Schatz. Mit der Frage, ob es sich doch um Selbstmord handeln könnte, will sie sich nicht beschäftigen, denn das würde eine unangenehme Auseinandersetzung mit den möglichen Gründen für einen Freitod nötig machen. Vor ihrer Heirat hat sie, wie Albert, als Fotografin gearbeitet, weigert sich jedoch hartnäckig, wieder zu fotografieren, weil sie das in ihren Augen Albert schuldig ist. Ebenfalls kommt es für sie nicht in Frage, Alberts Kamera zu benützen, weil sie das als nicht richtig ansieht. Das waren Punkte, bei denen ich Charlotte nicht verstanden habe, dabei hat sie Talent als Fotografin.


    Aber glücklicherweise gibt es ja ihre Mitbewohner, allen voran Claire, die lebenslustige Bardame, die Claire öfters eine Schulter zum Anlehnen bietet und ihr immer wieder zuredet, es doch wieder mit dem Fotografieren zu probieren. Claire war mir mit ihrer optimistischen Art sehr sympathisch und sie schafft es immer wieder, Charlotte zu erden, wenn sie mal wieder die Zweifel plagen.


    Charlottes Bruder Gustav ist ein großer Traumtänzer, der vom großen Geld träumt, ohne einer geregelten Arbeit nachgehen zu müssen. Kaum hat er beim Glücksspiel Geld gewonnen, zerrinnt es ihm auch schon wieder unter der Hand. Daher ist sein Vorschlag, die Zimmer zu vermieten, nicht ganz uneigennützig. Aber dennoch liebt er seine Schwester und möchte ihr nichts Böses.


    Mit Gustavs Freund Heinrich, der von allen nur der Lange gerufen wird, zieht ein weiterer Kleinganove in die Winterfeldtstraße ein. Trotz seiner imposanten Größe ist er ein unsicherer Mensch, eher einem Kind ähnlich, der sich in seiner neuen Bleibe wohlfühlt und alles tut, damit Charlotte keinen Grund zur Klage hat.


    Der vierte Mitbewohner ist der Adlige Theo von Baumberg, der Einzige, der pünktlich die Miete bezahlen kann. Allerdings weiß keiner, womit er seine Zeit verbringt und warum er sich inkognito bei Charlotte ein gemietet hat. Daß er eine Pistole bei sich trägt, macht ihn in den Augen des Langen nicht unbedingt vertrauenswürdig.


    Die Handlung des Buches erstreckt sich über mehrere Jahre und beleuchtet die Wünsche, Hoffnungen, zerbrochenen Träume und Neuanfänge der aus der Not geborenen Gemeinschaft. Ein wunderschönes Buch, das zum Nachdenken anregt.


    Zur Leserunde:
    Die Runde ist noch voll im Gange und ich bin natürlich auch weiterhin dabei, sie macht auch sehr viel Spaß. Aber ich bedanke mich dennoch schon mal bei dir, liebe Johanna, daß du diese Runde so tatkräftig begleitest. Ich würde mich freuen, wenn wir uns zu einem deiner nächsten Bücher hier wieder lesen würden.


    Meine Rezension erscheint bei:
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  • Irrsinnig gut!


    Die 20er Jahre in Berlin. Man bezahlt Brot mit Millionenbeträgen und nächste Woche braucht man schon eine Milliarde. Charlotte lebt mittendrin, verkauft, was sich verkaufen lässt, um sich, ihren Mann Albert und ihr ungeborenes Kind durchzufüttern. Doch plötzlich stirbt Albert und Charlotte ist komplett allein mit ihrer Trauer. Ihr verschlagener Bruder Gustav kommt jedoch mit einer ganz besonderen Idee um die Ecke: Die leere, große Wohnung, die doch jetzt nur noch von ihr allein bewohnt wird, könnte man doch zimmerweise vermieten und sich durch die Miete den Lebensunterhalt sichern. Und so ist die Wohnung bald mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten gefüllt: Der Kleinkriminelle Gustav und sein Kumpel, der Lange, die lesbische Power-Frau Claire und Theo, den keiner so richtig durchschauen kann. Sie alle müssen sich jetzt miteinander arrangieren…


    Was diese Geschichte am meisten auszeichnet, das ist ihre Atmosphäre, die Stimmung, das Zwischenmenschliche und die Einzelschicksale, die sich immer mehr vermischen. Der Schreibstil von Johanna Friedrich trägt das seine dazu bei, da er unglaublich einfühlsam und emotional ist, an vielen Stellen auch poetisch, und zwischen den Zeilen gibt es immer allerhand zu lesen. Man bekommt hier also nicht jedes Detail vorgesetzt, sondern hat im Gegenteil immer die Chance die Charaktere und ihre Handlungen selbst einzuschätzen und das hat mir beispielsweise sehr viel Spaß gemacht.


    Die Atmosphäre in der nicht ganz so freiwilligen WG ist einfach himmlisch: viele Missverständnisse, teils witzig, teils tragisch, aber auch viel Harmonie und noch mehr gegenseitiger Halt in dieser wahnsinnigen und schwierigen Zeit. Da wird ein gegenseitigen Vorschwärmen der Lieblingsgerichte, die man sich momentan aber nicht leisten kann, zu einem ganz besonderen Moment und das kommt beim Leser auch immer so an.


    Hier geht es allerdings nicht nur um das Leben in der WG, sondern auch um die Schicksale der Einzelnen. Charlottes Tochter Alice wird bald geboren, mit dem Geld klappt es mehr schlecht als recht, aber irgendwie klappt es. Doch trotz des Halts in der Wohnung, muss sich doch jeder selbst durchkämpfen, trifft Entscheidungen, möchte sich endlich seinen Traum erfüllen… Nach und nach fängt es doch immer mehr zu brodeln an und die Geschichte wird immer spannender, da sich die Charaktere weiterentwickeln, ob nun in eine bessere oder schlechtere Richtung. Dann treffen Nazis, Juden und Kommunisten aufeinander, Verzweiflung und Eifersucht, Geldsorgen und riskante Pläne, aber auch Liebe, ein zuckersüßes kleines Mädchen, beste Freundinnen und ein bisschen Glück.


    Zu empfehlen für alle, die diese irrsinnige Zeit in Form dieser fabelhaften WG miterleben möchten!



    Zur Leserunde:



    Die Runde ist noch voll im Gange und ich bin natürlich auch weiterhin dabei, sie macht auch sehr viel Spaß. Aber ich bedanke mich dennoch schon mal bei dir, liebe Johanna, daß du diese Runde so tatkräftig begleitest. Ich würde mich freuen, wenn wir uns zu einem deiner nächsten Bücher hier wieder lesen würden.


    Da kann ich mich nur anschließen! Vielen Dank an Johanna für die vielen Hintergrundinformationen und die Interpretationen so mancher Textstelle! Vielen Dank an alle Mitleser fürs Diskutieren, für eure Interpretationen. Es war toll die Geschichte mit so vielen Blickwinkeln zu erleben!


    Rezension auch auf:
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  • Zur Leserunde:



    Da kann ich mich nur anschließen! Vielen Dank an Johanna für die vielen Hintergrundinformationen und die Interpretationen so mancher Textstelle! Vielen Dank an alle Mitleser fürs Diskutieren, für eure Interpretationen. Es war toll die Geschichte mit so vielen Blickwinkeln zu erleben!


    Oh ja, das finde ich auch. Es ist wirklich spannend, die Gedanken zu meinem Buch von Euch Leserinnen mal so hautnah erfahren zu dürfen. Jeder Beitrag ist bereichernd und zeigt mir, dass es sich lohnt zu schreiben, wenn dann solch interessante Diskussionen daraus entstehen. Es freut mich jedenfalls ungemein, dass es mir gelungen zu sein scheint, Euch die Zeit von damals etwas näher zu bringen. Beim nächsten Buch wäre ich daher sehr gerne wieder dabei. So viel Input lasse ich mir doch nicht entgehen.


    Euch beiden schon einmal ganz herzlichen Dank für die schönen Rezensionen. :)

  • Hier nun auch meine Rezension verbunden mit dem allerherzlichsten Dankeschön an das Leserunden-Team fürs Mitlesendürfen und an Johanna für die - da stimme ich meinen beiden Vorschreiberinnen von ganzem Herzen zu - ganz tolle und wunderbare Begleitung dieser Runde.


    Es muss weitergehen


    1923 in Berlin: der Mann von Charlotte Berglas wird tot aus dem Landwehrkanal gezogen. Sie ist schwanger - beide haben sich riesig aufs erste Kind gefreut, an einen Freitod ihres geliebten Albert mag sie nicht glauben. Eine fürchterliche Situation, in die sie da geraten ist: in tiefer Trauer, ohne Geld und ohne viel Hilfe, denn ihr einziger Bruder Gustav ist ein nichtsnutziger Kleinkrimineller. Doch ausgerechnet der bringt sie auf eine Idee, denn Charlotte hat sehr wohl etwas, das viele zu der Zeit begehren, nämlich Wohnraum. Albert hat ihr eine riesige Wohnung hinterlassen, die sie verkaufen will, doch Gustav schlägt ihr vor, sie teilweise - per Zimmer nämlich - zu vermieten und schleppt auch schon den ersten Kandidaten an: seinen Kumpel, den jeder nur den "Langen" nennt. Rasch wächst das kleine Trüppchen an und wird durch die schon etwas ältere Bardame Claire und den geheimnisvollen Theo aus verarmtem Adel komplettiert.


    Charlotte, in tiefer Trauer, findet nach der Geburt der kleinen Alice erst nach und nach zurück ins Leben - natürlich mit Unterstützung der neuen Mitwohner, die sich auf sehr unterschiedliche Weise einbringen.


    Eine wichtige Rolle im Buch spielt der historische Hintergrund - die 1920er Jahre werden überaus plastisch beschrieben - farbige Eindrücke von politischen Strömungen, dem regen und freizügigen Nachtleben der "goldenen Zwanziger", doch auch der materiellen Knappheit und wirtschaftlichen Not tun sich vor den Augen der Leserschaft auf - ich zumindest hatte den Eindruck, als würde vor meinen Augen ein Film ablaufen, so gut hat die Autorin auf der einen Seite recherchiert und auf der anderen ihre Eindrücke aufs Plastischste und Eindringlichste wiedergegeben.


    Ein pralles, ein spannendes Buch? Prall ist es, doch geht die überaus sorgfältige Darstellung des Umfeldes gelegentlich auf Kosten der inhaltlichen Entwicklung. Auch wenn das Ende rund und stimmig ist, blieben bei mir doch einige Punkte offen in Bezug auf Nebenstränge, auf gewisse Reaktionen bestimmte Handlungen betreffend. Das eigentliche Ende die Hauptfigur, also Charlotte, betreffend, ist auch durchaus rund und vollständig, doch trotzdem fehlt etwas: die Intensität, die so oft spürbar ist, endet manchmal abrupt im Nichts - an manchen Stellen geht es einfach nicht weiter und alle (weiteren) Fragen bleiben offen.


    Trotzdem insgesamt ein schöner und stimmungsvoller Roman, der sowohl die dunklen Seiten als auch die Lichtblicke aufzeigt und das Leben in den 1920ern ein wenig näher rücken lässt.

  • Hier nun auch meine Meinung zum Buch:


    Titel: Zusammenhalt ist das Einzige was zählt…


    Wir schreiben das Jahr 1923, schwere Zeiten in Berlin, doch Charlotte Berglas schwebt gerade auf Wolke 7, ist sie doch glücklich verheiratet und nun auch noch schwanger von ihrem Ehemann Albert. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer, wird ihr Mann doch tot aus dem Landwehrkanal gefischt. Charlottes Zukunft beginnt zu bröckeln, denn wie soll sie als Schwangere einen Job finden, um später sich und ihr Kleines durchzubringen? In der Not bleibt ihr nichts anderes übrig als ihre große Wohnung mit anderen Menschen zu teilen. Ob das gut gehen wird? Und vor allem: wird sie den Tod ihres Mannes jemals verarbeiten können?


    Dieses Debüt beleuchtet die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland. Hierbei gelingt es der Autorin vor allem die damaligen Umstände zu verdeutlichen und die politischen Umbrüche zu beleuchten.


    Die Wohngemeinschaft besteht aus den unterschiedlichsten Charakteren mit verschiedenen Ansichten zum Leben und zur Politik, was wohl oder übel zu Spannungen führt. Die Protagonisten sind gut gezeichnet und man kann ihr Denken und Handeln nachvollziehen, auch wenn man nicht mit allen Akteuren sympathisiert.


    Die Schreibe der Autorin hat sich angenehm lesen lassen, ich fühlte mich zu keiner Zeit unter- oder überfordert. Und schön ist, dass ich hier wieder etwas dazu gelernt habe.


    Einziger Kritikpunkt ist der, dass die Protagonistin Charlotte mir ein ums andere Mal ein wenig auf die Nerven ging mit ihrem Verhalten, aber das geht vielleicht auch nur mir so.


    Fazit: Ein gelungenes Erstlingswerk über eine Zeit, die wohl nicht immer einfach war. Lesenswert und gute Unterhaltung!


    Bewertung: 4/ 5 Sternen


    -------------------------------------------------------------


    Meine Rezension findet ihr auch hier:


    Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/…on-johanna-friedrich.html


    Amazon: http://www.amazon.de/review/RP4AG3B5AEXJX/ref=cm_cr_rdp_perm


    Buechereule: http://www.buechereule.de/wbb2…ostid=2475234#post2475234


    Goodreads: https://www.goodreads.com/revi…13?book_show_action=false


    Literaturschock: http://www.literaturschock.de/…ex.php/topic,34957.0.html


    Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/auto…1-w/rezension/1122889617/


    Wasliestdu: http://wasliestdu.de/rezension…st-das-einzige-was-zaehlt


    Vorablesen: http://www.vorablesen.de/buech…st-das-einzige-was-zaehlt

  • INHALT
    Berlin, Anfang der 20er Jahre: Lebenshungrig sucht Charlotte ihren Weg
    An einem Mittwoch verändert sich Charlottes Leben für immer. Ihr Mann wird tot aus dem Landwehrkanal gezogen, doch Zeit zum Trauern bleibt ihr nicht. Sie ist mittellos, nur die große Wohnung in der Winterfeldtstraße ist ihr geblieben. Und so beginnt Charlotte, Zimmer für Zimmer zu vermieten, bis sich eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft gefunden hat, zu der zwei Kleinkriminelle, eine Bardame und ein geheimnisvoller Adliger gehören. Nach der Geburt der Tochter wagt Charlotte neue Pläne, sie will ihre Träume verwirklichen. Doch im Berlin der 20er Jahre, einer Zeit voller Sehnsüchte und Leidenschaften, lässt sich das Glück nicht so einfach festhalten.
    (Quelle: Marion von Schröder-Verlag)


    MEINE MEINUNG
    Mit ihrem Buch „Winterfeldtstr. 2. Stock“ ist Johanna Friedrich unterhaltsamer und vielschichtiger historischer Roman gelungen, der im Berlin der 20erJahre angesiedelt ist. Geschickt erweckt sie eine bewegte, krisengeschüttelte Zeit voller politischer und wirtschaftlicher Probleme zum Leben und lässt sie den Leser am Leben der sympathischen Hauptfigur Charlotte Anteil nehmen.
    Angesiedelt ist die Handlung im Berlin der 20iger Jahre, in der einstmals so lebendigen und quirligen Hauptstadt, die enorm unter der schwierigen wirtschaftlichen Situation nach dem ersten Weltkrieg zu leiden hat. Den damals herrschenden Zeitgeist hat die Autorin sehr authentisch und lebendig eingefangen. Man merkt, dass sie für ihren historischen Roman gründlich recherchiert hat und viele interessante geschichtliche Details zu dieser bewegten Zeitepoche in die fiktive Geschichte eingebettet hat. Durch die zunehmende Inflation und hohe Arbeitslosigkeit sind schwere Zeiten für die Bevölkerung angebrochen, die mit rascher Verarmung, Verzweiflung und Hunger zu kämpfen haben. Auch die aufgeheizte politischen Lage wird sehr anschaulich thematisiert und in die Handlung eingebunden. Gekonnt führt die Autorin dem Leser anhand der beiden Figuren Theo und „der Lange“ als exemplarische Vertreter der extremen politischen Lager von Kommunisten und sich allmählich formierenden Nationalsozialisten vor Augen und über sie bekommt der Leser sehr aufschlussreiche Einblicke, wie deren politische Einstellungen, ihr Gedankengut und ihre Organisationen ausgesehen haben. Hervorragend ist es der Autorin gelungen, viele historische Schauplätze in Berlin zum Leben zu erwecken, so dass Berlin-Liebhaber sicher viele beschriebene Orte wiedererkennen werden
    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die sympathische Hauptfigur Charlotte Berglas, die sehr tiefgründig mit all ihren Stärken und Schwächen angelegt ist und sehr glaubwürdig wirkt, auch wenn ich einige Beweggründe für ihr Handeln nicht ganz nachvollziehen konnte. Sehr fesselnd und bewegend ist es, ihr Leben in den verschiedensten Facetten über all die Jahre mitzuerleben – ihre Schicksalsschläge, Hoffnungen, Sehnsüchte, Leidenschaften und unerfüllter Träume.
    Sie ist eigentlich eine optimistische, starke Persönlichkeit, die jedoch durch den Suizid ihres Manns Albert in eine schwere Sinnkrise stürzt und ihr ganzes Leben hinterfragt. Um sich in den schweren Zeiten der Inflation finanziell über Wasser zu halten, ist sie gezwungen, ihre große Wohnung unter zu vermieten. Sehr anschaulich und fesselnd stellt die Autorin dar, wie es Charlotte mit der Unterstützung ihrer wundervollen Mitbewohner schließlich gelingt, die Krise zu bewältigen, um ihre Zukunft und die ihrer Tochter zu kämpfen und wie es ihr schließlich auch gelingt, neue Perspektiven für ihr Leben aufzubauen und ihre alten Träume zu verwirklichen.
    Auch die Nebenfiguren in der Wohngemeinschaft mit ihren so unterschiedlichen Charakteren und ganz persönlichen Hintergründen sind sehr tiefgründig ausgearbeitet, wodurch sie sehr lebendig und glaubwürdig wirken. Spannend ist es mitzuerleben, wie sich diese bunt zusammengewürfelten Mitbewohner einander annähern und sie zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammenwachsen, die so manches Unglück zu bewältigen hat. Ob nun die lebenslustige, herzensgute Bardame Claire, Charlottes leichtsinniger Bruder Gustav, sein schüchterner Freund Heinrich, von allen „der Lange“ genannt, oder der undurchsichtige Adlige Theo von Baumberg – sie alle wachsen dem Leser im Laufe der Handlung zunehmend ans Herz, und man verfolgt ihr Schicksal voller Spannung und Anteilnahme.
    Der Roman lässt sich mit seinem flüssigen Schreibstil sehr angenehm lesen. Bedauerlicherweise wurde im Anhang auf ein Nachwort der Autorin verzichtet, so dass der geschichtlich interessierte Leser auf eigene Faust Recherchen zu den historischen Begebenheiten und Persönlichkeiten jener Zeit anstellen muss.


    FAZIT
    Ein gut recherchierter und unterhaltsamer historischer Roman über eine sehr bewegte Zeit im Berlin der 20erJahre, mit sympathischen Charakteren, einer tiefgründigen Handlung und einem wunderschönen Berliner Flair!
    Wirklich lesenswert!

  • Klappentext: Berlin, Juni 1923. Charlotte Berglas ist im fünften Monat schwanger, als man ihren Mann Albert tot aus dem Landwehrkanal zieht. Es muss ein Unfall gewesen sein, davon ist sie überzeugt. Niemals hätte er sie in diesen Zeiten der Not alleingelassen. Im Zuge der Inflation haben die Berglas ihr komplettes Vermögen verloren. Da Geld nichts mehr wert ist und Charlotte hochschwanger nicht arbeiten kann, beginnt die junge Frau, Zimmer ihrer Wohnung in der Winterfeldtstraße zu vermieten. Eine ungewöhnliche Gemeinschaft entsteht, die den Wirren der Zeit entschlossen und ideenreich standhält. Mittendrin kämpft Charlotte – für sich selbst und für die Zukunft ihrer kleinen Tochter Alice.


    Inhalt: Eine alleinerziehende Mutter mitten Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts mitten in Berlin – da muss man schon erfinderisch sein, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. So lässt sich Charlotte auf das Wagnis ein ihre Zimmer unterzuvermieten – an ihren risikobereiten und etwas arbeitsscheuen Bruder, dessen schüchternen Freund, der Charlotte schnell ins Herz geschlossen hat, an Claire, eine alternde Bardame und an den mysteriösen Theo. Alle bringen ihre Sorgen und Nöte mit nach Hause – und viel zu selten das Geld für die Miete. Dabei leidet Charlotte immer noch unter dem Tod ihres Mannes und hat eigentlich keine Muße sich auch noch um die Belange der Anderen zu kümmern.


    Meine Meinung: Ein wirklich schöner historischer Roman, den Johanna Friedrich da geschrieben hat. Die beginnenden 20er Jahre des 20.Jahrhunderts sind sowohl der Hintergrund der Geschichte, als auch die Geschichte selber – denn die große Weltgeschichte scheint sich kaleidoskopartig in der bunt zusammengewürfelten WG wieder zu spiegeln. Ein origineller Einfall mit spannenden Charakteren, die nicht einfach und starr gedacht sind, sondern im Laufe der Geschichte immer wieder neue Facetten an sich offenbaren. Ich hoffe, dass wir noch etwas mehr von den Personen lesen werden und es vielleicht sogar einen zweiten Teil gibt. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall. Ein Muss für alle Fans von historischen Büchern.

  • Inhalt:


    Die optimistische Berlinerin Charlotte Berglas lässt sich auch von den schwierigen Verhältnissen Anfang der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts nicht unterkriegen. Sie ist im fünften Monat schwanger und mit ihrem Mann Albert glücklich verheiratet, alles andere wird sich schon finden. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als eines Tages die Polizei vor ihrer Tür steht und ihr zum Tode Alberts kondoliert. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch das kann und will sie nicht glauben. Um halbwegs über die Runden zu kommen, sieht sie sich nun gezwungen in ihre Wohnung Untermieter aufzunehmen. So kommt es, dass sie sich bald mit ihrem umtriebigen Bruder Gustav, seinem schüchternen Freund Heinrich, dem geheimnisvollen Theo und der lebenshungrigen Claire arrangieren muss.


    Meine Meinung:


    Charlotte Friedrich beschreibt mit Hilfe ihrer liebenswerten Wohngemeinschaft die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Sie spiegelt mit ihren Personen im Kleinen, was Deutschland damals im Großen im Würgegriff hielt. Eine lesbische Bardame, ein kleinkrimineller Tunichtgut, ein radikaler Kommunist und ein mitlaufender Rechter leben gemeinsam mit einer trauernden Witwe und ihrem Baby auf engstem Raum. Obwohl sich (fast) alle im Laufe der Zeit mit einer gewissen Sympathie gegenüber stehen, muss es bei derart gegensätzlichen Weltanschauungen zwangsläufig zu größeren und kleineren Reibereien kommen, erst recht als die Liebe auch noch beginnt dazwischen zu funken.


    Die Autorin lässt ihren Hauptpersonen Zeit sich nach und nach zu entwickeln und neue Facetten ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Als Leser fällt es sehr leicht sie ins Herz zu schließen und mit ihnen mitzufiebern. Leider verblassen die Nebencharaktere zusehends im Laufe des Romans. In ihren Geschichten werden manche Ereignisse oft nur angedeutet beziehungsweise wird ein Nebenstrang etliche Seiten nachdem er sich zeigte, lediglich mit einem Nebensatz beiläufig abgehandelt. Auf diese Weise komprimieren sich auf etwas mehr als vierhundert Seiten sechs Jahre einer gerade in Deutschland hochexplosiven Zeit.


    Fazit: Ein spannender historischer Roman, der etwas mehr Dichte verdient hätte.


    3.5 von 5 Sternen


    Zur Leserunde: Vielen Dank für die netten Diskussionen. Es hat wie immer richtig Spaß gemacht, mich euch gemeinsam ein Buch zu lesen. Dir, liebe Johanna, wünsche ich weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern. Über eine Fortsetzung der Geschichte rund um Charlotte und Theo würde ich mich ebenfalls sehr freuen. :winken:

  • Dir auch vielen lieben Dank für die Rezension - und die Kritik. Wie gesagt, sie soll mir Anregung sein.


    Zum Abschluss, was nicht heißt, dass ich nicht jederzeit noch auf Fragen, Kritik etc. reagieren werde, auch von mir noch einmal ein großes Dankeschön für die schöne Leserunde mit Euch. Hat viel Spaß gemacht, mal so hautnah dran zu sein!


    Wer nun Lust bekommen hat auf mehr und in Hamburg oder Umgebung wohnt oder aber Ende Januar zufälligerweise in Hamburg ist, kann mich auch mal live erleben. Am 29. Januar lese ich gemeinsam mit Michaela Jary, die sicherlich einige von Euch kennen, gemeinsam im Logensaal der Kammerspiele (http://www.logensaal-kammerspi…von-der-alster-die-spree/). Würde mich freuen, die ein oder andere von Euch dort zu sehen. :)

  • Hier noch meine Rezension :)


    Berlin ist eine Reise wert


    Charlotte Berglas lebt in Berlin im Jahre 1923. Als ihr Mann Albert tot aus dem Landwehrkanal gezogen wird, bricht für Charlotte ihre Welt zusammen. Sie ist im fünften Monat schwanger und sie ist er festen Überzeugung, dass der Tod ihres Mannes kein Selbstmord gewesen sein kann, wie von der Polizei angenommen wird. Niemals hätte Albert sie alleingelassen, denn er hatte sich schon sehr auf das Kind gefreut. Leider haben die Berglas im Zuge der Inflation ihr komplettes Vermögen verloren. Der hochschwangeren Charlotte bleibt nicht viel Spielraum, um Geld zu verdienen. Da bringt ihr Bruder Gustav sie auf die Idee Zimmer in ihrer Wohnung in der Winterfeldtstraße unterzuvermieten. So entsteht nach und nach eine bunte und ungewöhnliche Wohn- und Lebensgemeinschaft. Die Zeiten sind hart, aber Charlotte schafft sich in den Wirren der zwanziger Jahre mittels ihren Ideenreichtum eine neue und nicht immer ungefährliche Zukunft aufzubauen.


    Dieser Roman von Johanna Friedrich ist eine schöne und auch sehr umfangreiche Zeichnung der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Zeit der Inflation wird sehr emotionsgeladen und zudem auch extrem spannend dargestellt. Die Autorin schafft es mit Leichtigkeit die politischen Wirren dieser Zeit nicht nur auf den Straßen von Berlin lebendig werden zu lassen, sondern bereits im kleinen Mikrokosmos der Wohngemeinschaft gibt es nach und nach sehr unruhige Zeiten. Teilweise wird dieser Umstand wegen den politisch unterschiedlichen Ansichtsweisen der Bewohner hervorgerufen, teilweise wird die Lage durch die intensiven Gefühle der einzelnen Personen dieser Gemeinschaft immer komplizierter und auch facettenreicher.


    Mir hat die Erzählweise von Johanna Friedricht bereits auf den ersten Seiten gut gefallen und das Leben in Berlin auf angenehme Art und Weise näher gebracht. Schnell fand ich mich in im illustren Leben der Berliner wieder. Aber das Leben in dieser Zeit ist nicht nur problemlos zu bewältigen. Gerade Charlotte muss sich nach dem Tod ihres Mannes gerade für die noch ungeborene Tochter weiter durch das Leben kämpfen und jeder Herausforderung stellen. Auf jeder Seite dieses Buches fühlte ich mich Charlotte sehr nah und sorgte mich um sie und ihre Gesundheit. Gefühlsmäßig hat die Autorin mich auf dem richtigen Fuß erwischt und mich mit dieser Geschichte sehr gut unterhalten. Gerne spreche ich mich für einen Besuch in der Winterfeldtstraße aus und wünsche anderen Lesern viele unterhaltsame Stunden mit Charlotte und ihrer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft.


    Von mir bekommt das Buch 8 von 10 Punkte.


    © claude


    Meine Rezension habe ich dann auch noch hier veröffentlicht :)
    LB http://www.lovelybooks.de/auto…1-w/rezension/1125102843/
    WLD http://wasliestdu.de/rezension/berlin-ist-eine-reise-wert
    Vorablesen http://www.vorablesen.de/buech…erlin-ist-eine-reise-wert
    Mein Blog http://claudes-schatzkiste.blo…tstrae-zweiter-stock.html

  • So, meine Rezension ist auch fertig. An dieser Stelle erst einmal "Entschuldigung" für meine Verspätung. :-[
    Dann natürlich noch "Herzlichen Dank" für Buch und Leserunde. Obwohl ich hinterhergehinkt habe, hat mir die Leserunde viel Spaß gemacht. :winken:


    Zum Buch:


    Berlin 1923: Charlotte ist im fünften Monat schwanger, als sie vom Tod ihres Mannes Albert erfährt. Für sie bricht eine Welt zusammen. Um ihre Wohnung halten zu können, muss sie Untermieter bei sich aufnehmen. So entsteht eine Wohngemeinschaft aus ganz unterschiedlichen Charakteren, die lernen müssen, miteinander auszukommen.


    Mein Leseeindruck:


    Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, mich von dem Buch fesseln zu lassen. Aber irgendwann hat die Geschichte mich gepackt und dann war ich gefangen in der dichten Atmosphäre der 1920er Jahre. Diese ganz besondere Stimmung, die Inflation, die politischen Umbrüche - all das kommt hier sehr gut und deutlich zur Geltung.


    Auch die Charaktere - Charlotte, Claire, Heinrich, Gustav und Theo - könnten kaum unterschiedlicher sein. Jede Figur ist sehr gut beschrieben; ich konnte mir sie alle gut bildlich vorstellen.


    Die Geschichte selbst ist sehr tiefgreifend, fesselnd und auch immer wieder überraschend.


    Ich habe das Buch, nachdem ich mich "eingelesen" hatte, sehr gerne gelesen und werde bestimmt noch eine Weile brauchen, um die Geschichte für mich zu verarbeiten, da sie "nachwirkt". Es ist also keine Geschichte, die man nach dem Lesen gleich wieder vergisst.


  • Zum Abschluss, was nicht heißt, dass ich nicht jederzeit noch auf Fragen, Kritik etc. reagieren werde, auch von mir noch einmal ein großes Dankeschön für die schöne Leserunde mit Euch. Hat viel Spaß gemacht, mal so hautnah dran zu sein!


    Das freut mich sehr! Auch ich finde es immer wieder toll, wenn man auch hinter die Kulissen eines Buches schauen kann. Es ist spannend, zu erfahren, was Dich beim Schreiben bewegt und angetrieben hat!


    Zitat

    Wer nun Lust bekommen hat auf mehr und in Hamburg oder Umgebung wohnt oder aber Ende Januar zufälligerweise in Hamburg ist, kann mich auch mal live erleben. Am 29. Januar lese ich gemeinsam mit Michaela Jary, die sicherlich einige von Euch kennen, gemeinsam im Logensaal der Kammerspiele (http://www.logensaal-kammerspi…von-der-alster-die-spree/). Würde mich freuen, die ein oder andere von Euch dort zu sehen. :)


    Oh, danke für diesen tollen Tipp! Als Hamburgerin habe ich mir das gleich mal im Kalender notiert und hoffe sehr, dass sich das zeitlich einrichten lässt! :winken:


    Herzliche Grüße
    dubh

  • Liebe Claude, liebe Rosenprinzessin,
    auch Euch herzlichen Dank für Eure Rezensionen und Eindrücke. Wenn ein Buch einen noch länger beschäftigt, dann ist das für den Autor bzw. die Autorin das schönste Kompliment, das man bekommen kann. :D



    Oh, danke für diesen tollen Tipp! Als Hamburgerin habe ich mir das gleich mal im Kalender notiert und hoffe sehr, dass sich das zeitlich einrichten lässt! :winken:


    Herzliche Grüße
    dubh


    Das würde mich natürlich sehr freuen. :)

  • In den 1920er Jahren findet sich im wildem Berlin eine verrückte Truppe zusammen, um in Zeiten der Inflation in einer WG zu überleben. Jeder bringt sein eigenes Schicksal mit und hat teils sehr konträre Ansichten über das Leben.


    Der Roman wartet mit fünf sehr unterschiedlichen Charakteren auf: die lesbische in die Jahre gekommene "Sängerin", die verwitwete Fotografin, der glücklose Bruder, der reiche Eigenbrödler und der zuverlässige Orientierungslose. Die Personen erleben dabei Entwicklungen, die so gut in die Zeit passen, dass man während des Lesens deren Zwiespalt begreift. So konträr wie die Personen sind, war auch die Zeit und das alles miteinander gepaart, ergibt in diesem Buch eine explosive Mischung und wartet immer gespannter auf den großen Knall, wie dieser aussehen und es somit auch enden wird. Der Spannungsbogen wird dabei geschickt gehalten und durch die doch auch liebenswerten Charakteren gibt es immer wieder schöne Wohlfühl-Szenen, die das Buch zu einem tollen Kuschelroman machen.
    Besonders gefällt mir wirklich die Zeit, die in diesem Buch thematisch gut aufgegriffen wird. Die 1920er Jahre sind eher wenig präsent und meist nur als "Zwischenkriegsjahre" ziemlich blass in den Köpfen. Wie spannend und turbulent diese eigentlich waren, merkt man erst, wenn man sich von den Kriegen vorher und nachher nicht so sehr einengen lässt: erst die rasende Inflation und dann die goldenen Zwanziger. Das birgt natürlich viel Stoff für ein Buch und die Autorin hat es prima geschafft, diesen auszunutzen.


    Ein wirklich tolles Buch, was ich wärmstens empfehlen kann.


    Zur Leserunde:
    Liebe Johanna, vielen lieben Dank für die wahnsinnige Begleitung deinerseits. Dein Engagement und ausführlichen Postings und Antworten waren sehr schön und ich habe neben den allgemeinen Infos aus dem Buch nochmal sehr viel so mitnehmen können. Das ist immer wieder eine schöne Bereicherung beim Lesen!
    Auch an euch anderen ein großes Dankeschön fürs gemeinsame Lesen und Spekulieren. Es hat sehr viel Spaß gemacht.


    Geteilt wird die Rezension noch im Forum drüben, auf der Hauptseite, bei amazon, lovelybooks. :winken:

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