Beiträge von ysa

    Mich würde nicht wundern, wenn Dedes Familie bzw. ihr Mann hinter dem Überfall stecken würde und ich befürchte, dass diese Typen wiederkommen werden.

    Natürlich! Das hab ich mich noch gar nicht gefragt! Aber Du hast recht: es ist wirklich gut möglich, dass Dedes Mann bzw ihre Familie hinter dem Überfall stecken! Glücklicherweise haben sie aber wenigstens den kleinen Buben in Ruhe gelassen!


    Und noch eine Überraschung: Peters Vater hat im KZ seine Erlebnisse festgehalten. Diese Aufzeichnungen wurden jetzt aus Israel an Lotte geschickt. Peter ist tief beeindruckt.

    Ich denke, das war nur möglich, weil jeder einzelne, Verluste im Krieg erlitten hat und damit war klar, wie wichtig solche Erinnerungen werden können. Ich bin schon sehr neugierig, was Claras Vater hier niedergeschrieben hat. Ich fürchte, da werde ich mir gleich Taschentücher zurechtlegen müssen!

    Sally Russell, Duncans ältere Pflegeschwester, hat Emma bewundert. Emma verstand zwar anfangs die Sprache nicht, wurde dann aber bald Klassenbeste. Die Pflegeeltern liebten nur Duncan wirklich

    Sally beschreibt Emma als kluges und selbständiges Mädchen. Sie hat sie sogar beneidet, weil sie auch unter diesen Umständen sie selbst geblieben ist. Die Erklärung dazu liefert ja Peter, indem er sagt, dass Emma/Margarethe liebevoll aufgewachsen ist und daraus ihre Stärke bezog.

    Duncan war sicher das Lieblingskind der Pflegeeltern. Sagt er nicht selber, dass er alles getan hat, um ihnen zu gefallen? Verständlich, nachdem er ja aus einer lieblosen Umgebung gekommen ist.

    Die Pflegeeltern haben sich um ihre Pflegekinder gekümmert, ihnen zu essen gegeben und auf sie geachtet. Mehr war glaub ich in dieser Zeit nicht drin. Zumindest keine psychologische Betreuung - denn dramatische Schicksale gabe es sicher viele. Nicht nur Emma hätte Hilfe nötig gehabt, eigentlich alle anderen auch.

    Allerdings glaube ich nicht, dass sich damals viele Leute darum gekümmert haben! Das war ziemlich egal, wenn man in der UBahnstation saß und der Bombenhagel die eigene Welt zerstörte!


    Die Sache mit Dr. Cook ist sehr mysteriös. Vielleicht hat Emma doch noch gelebt und er hat sie weitervermittelt, um zu Geld zu kommen.

    Alles deutet darauf hin! Das Gespräch mit Inspector Lewis ist ja sehr aufschlussreich.

    Aber, dass für eine genauere Erklärung die Zeit fehlte... das ist wirklich ein böser Cliffhanger!

    Ich bin ganz hibbelig vor lauter Neugier!

    Aber egal, ob Emma oder Ceara damals überlebt haben, wir haben dann immer noch das Rätsel, warum das Mädchen seinerzeit nach dem Bombenangriff in einem Dubliner Krankenhaus aufgewacht ist.

    Stimmt! Das macht mich auch stutzig. Der Angriff war im Dezember 1940, sie wurde im Februar 1941 in Cork (wo um Himmels Willen, ist das jetzt? In der Nähe von London oder in der Nähe von Dublin?)


    Fürchterlich traurig fand ich, dass in diesem Gespräch, Ceara erstmals Mum zu ihrer Mutter sagte. Die innere Distanz, die auch Lilian zu ihrer Mutter hatte, ist bei Ceara anscheinend noch stärker. Wie schrecklich, wenn man als Kind innerlich kein "zu Hause" finden kann!


    Außerdem stelle ich es mir fürchterlich vor, wenn verschüttete Erinnerung so ans Tageslicht drängen. Das Lied, dass sie kannte ohne zu wissen woher und die Schmuckdose, die sie erschaffen hat. Irgendwie beängstigend! Und ich verstehe schon, dass sich Ceara ein wenig dagegen wehrt, auch wenn es eigentlich sinnlos ist.


    Lotte bezieht Position in der Frage der Apartheid und ich fürchte, dass es diebezüglich Konsequenzen für sie geben wird und ich hoffe, dass Dede wieder gesund wird. Es freut mich aber, dass auch Friedrich sie unterstützt!

    Wie grausam Menschen andere behandeln können...:(

    Iris... auf der Seite 68 steht:

    "Ganz schlimm wurde es, als unser Madiba im letzten Jahr verhaftet wurde."

    Lotte kannte den liebevollen Spitznamen von Nelson Mandela, der so viel wie "Väterchen"bedeutete.


    Es ist ja nicht wirklich relevant für die Geschichte, aber soweit ich weiß, ist Madiba der Clanname, der in Südafrika eine höhere Bedeutung hat als der Familienname.

    Tata - wie er auch oft genannt wurde, war eben dieses liebevolle Väterchen.


    Recht interessant:

    Nelson Mandelas Namen


    Interessant finde ich das auch im Zusammenhang mit den Gedanken um die identitätsstiftende Wirkung von Namen.


    :blume:

    Ein wenig OT, aber das muss ich jetzt hier erwähnen - auch wenn es keine Frage an Iris ist!


    Ich benütze immer wieder Postkarten von Werken mehr oder weniger bekannter Künstler als Lesezeichen. Die suche ich recht sorgsam "nach Gefühl, nach Gefallen" aus.


    Für die Träume aus Silber hab ich mir eine Karte von Fritz Schwarz-Waldegg ausgesucht.

    Waldegg war Jude, der zum Katholizismus konvertierte, nach Minsk verschleppt wurde und dort im KZ starb.

    Die Karte zeigt sein Bild "Jüdischer Friedhof in Prag". Nachgelesen hab ich das allerdings erst jetzt...


    Manchmal überrasche ich mich wirklich selber!

    ja mich beschleicht auch irgendwie der Verdacht das es Emma sein könnte. Aber Irland? Sie war doch schwer verletzt, wie kann sie dann von London nach Irland in dem Zustand kommen

    Das ist die große Frage - und ich bin neugierig, wie Iris dieses Problem lösen wird.


    Naja, wobei - mir ist während der Lektüre wieder eingefallen, wie sehr mich der letzte Roman mitgenommen hat, vor allem auch am Ende.

    Stimmt - ich habe diese Leserunde auch als sehr emotional, sehr berührend in Erinnerung. Die Familie Blumenthal steht ja für das Schicksal vieler Menschen.

    Und das sind Schicksale, die ich mir so einfach nicht mehr vorstellen kann. Ich merke ja auch beim Lesen solcher Bücher, dass es mir überhaupt nicht klar ist, was so eine Flucht bedeutet hat. Dass das Leiden keineswegs mit dem Ankommen in einem anderen Land beendet war, sondern vieles über Generationen nachwirkt.

    Vielleicht hat er die "Gunst der Stunde" genutzt und Kinderhandel?

    Ich gestehe, dass ich einen kurzen Moment auch dran gedacht habe, aber diesen Gedanken dann gleich wieder verworfen, weil ich glaube, dass es damals wirklich viele Kinder gab, die obdachlos und alleine waren (auch in England) und außerdem war Ceara ja schwer verletzt, folglich nicht wirklich ein Kind für Menschenhandel. Organhandel? Gab es das damals schon? Es ist 2 Uhr 45 - meine Phantasie geht mit mir durch...


    Gute Nacht, meine Lieben, es ist schön, dieses Buch mit Euch gemeinsam zu lesen!

    @kessie: schönen Urlaub! Genieße diese Tage! Und ich drück Dir die Daumen, dass Du WLAN hast - am Handy zu schreiben ist extrem nervig!

    Was mich erstaunt hat, dass Peter einen Antrag stellen muss um seinen Namen, Paul Blumenthal, wieder tragen zu dürfen. Sicher man gewöhnt sich irgendwann an den neuen Namen, aber es ist eben nicht die eigene Identität.

    Das hat mich auch erstaunt! Bzw. ich hab es vorher einfach nicht überlegt, dass ja viele Menschen auf der Flucht eine andere Identität annehmen mussten, gefälschte Papiere hatten und dann in einem anderen Land sicher Probleme hatten, zu beweisen, wer sie nun wirklich waren und diesen Namen auch wieder zu bekommen.

    Guten Morgen liebe Iris und auch guten Morgen an alle Mitleserinnen,

    ich war schon sehr neugierig auf diese Leserunden. Die Leserunde zur silbernen Spieldose war wirklich ausnehmend interessant und emotional! Wie schön, dass es endlich soweit ist und wir mehr über die Familie Blumenthal erfahren können.


    Ich muss sagen, dass ich gleich wieder in die Geschichte reingefunden haben. Natürlich helfen die Hinweise auf die Geschehnisse des ersten Buches dabei.

    Der Prolog beginnt gleich schrecklich traurig: Emma ist trotz anderer Pflegekinder einsam in der Familie der Murphys. Die Spieldose, die ihr so viel bedeutet hat, hat sie ja klugerweise ihrer kleinen Schwester mitgegeben. Nur durch sie konnte Lilian ihre Familie wiederfinden. Bei dem Bombenangriff werden große Teile der Straße, in der sie lebt zerstört und sie wird verletzt. Aber ich glaube nicht, dass sie getötet wurde. Alles deutet ja darauf hin, dass es sich bei Ceara in Dublin um die kleine Margarethe/Emma aus Hamburg handelt. Die Frage ist allerdings, wie sie schwer verletzt nach Dublin gekommen ist. Der Bombenangriff war ja in London, oder?


    Lilian will alles über ihre kluge ältere Schwester erfahren und begibt sich mit Fastehemann und Vater auf die Suche.

    Die Geschichte um Dr. Cook ist ein wenig rätselhaft. Warum verschwand er so plötzlich? Und warum hat die Polizei nach ihm gesucht? Das ist ja alles nach dem Krieg passiert, oder?


    Das Gespräch mit den Murphys ist nicht sehr aufschlussreich und sehr sympathisch wirken die beiden auch nicht. Haben sie etwas zu verbergen, weil sie auf die Frage nach Dr. Cook doch etwas eigenartig reagieren - wegen der "eingefrorenen Züge"?


    Duncan erzählt ihnen mehr über Emma. Diese Sätze "Ich bin Emma. Nur Emma" sind schon sehr berührend. Ich hab mir nie wirklich klar gemacht, wie viel Identität man mit seinem eigenen Namen verbindet. Seinen eigenen Namen aufgeben zu müssen bedeutet auch einen Teil seiner Identität zu verlieren.

    Neugierig bin ich, ob die Schwester, von der Duncan erzählte, tatsächlich bessere Informationen über Emma hat!


    Ceara - es spricht schon sehr viel dafür, dass sie eigentlich Margarethe/Emma ist. Die Verletzungen zum Beispiel oder die Albträume. Oder auch das Talent für Kunsthandwerk. Diesbezüglich ähnelt sie ihrem Vater und ihrem Großvater. Sie weiß es nur nicht.

    Und eigentlich will sie ihre Vergangenheit mittels Therapie gar nicht aufarbeiten. Sie denkt, dass ihre Familie tot ist und dass jede Information diesbezüglich eigentlich sinnlos ist. Irgendwie verstehe ich sie schon. Sie ist ja überzeugt, dass ihre Eltern tatsächlich tot sind und sie erinnert sich an nichts mehr.

    Ich frage mich, wie es ihr ergehen wird mit der Wahrheit.


    Und Lotte, die selbst erfahren musste, was es bedeutet, vertrieben zu werden, keine Rechte zu haben, als Mensch letzter Klasse behandelt zu werden, hilft Dede, der es jetzt im Apartheidsregime so geht.

    Und ganz besonders spannend fand ich bei deren Gespräch, dass Dedes Mann wollte, dass sie nur in der 3. Person von sich spricht, dass sie also das "Ich" verliert. Womit ich wieder beim Thema Identität wäre... Grausam, welche Ideen Menschen haben, um andere klein zu machen!


    Der Stil gefällt mir wieder sehr gut - aber da hab ich auch gar nix anderes erwartet.

    Und jetzt bin ich schon neugierig auf den nächsten Abschnitt!:daumen:

    Wien, März 1920. Der Krieg ist zu Ende, die Monarchie Vergangenheit und Österreich ist eine junge, instabile Republik, in der verschiedenste politische Kräfte um die Macht kämpfen. Das Leben der Menschen ist gekennzeichnet von bitterer Armut, hoher Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, unzureichender medizinischer Versorgung und Hunger. Der Krieg wurde überlebt – aber dieses Überleben war für viele Menschen nur Kampf, Demütigung und Sorge.


    Vor diesem Hintergrund ermitteln Rayonsinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter. Die beiden könnten nicht gegensätzlicher sein: Emmerich wuchs in einem Waisenhaus auf, hat bereits von Kind an Elend und Not kennengelernt. Im Krieg schwer verwundet, bereitet ihm diese Verletzung nach wie vor immer wieder Schmerzen und auch sein Privatleben erscheint nach der Trennung von seiner Geliebten hoffnungslos. Er ist draufgängerisch, ehrlich und hat eine sehr differenzierte Ansicht von Recht und Gerechtigkeit.

    Winter hingegen stammt aus einer adeligen Familie, die zwar verarmt ist, aber trotzdem noch gesicherte Verhältnisse bietet. Er lebt mit seiner Großmutter in einem Haus, während Emmerich in einem Männerlogierheim schläft. Winter ist klug, vorsichtig, zurückhaltend, wohlerzogen und seinem Vorgesetzten gegenüber unbedingt loyal. Aber gerade durch diese Gegensätzlichkeit ergänzen die beiden einander perfekt und bilden ein außergewöhnliches Ermittlerduo mit zahlreichen Ecken und Kanten.


    Binnen kurzer Zeit ereignen sich in Wien zwei grausame Morde: der Stadtrat Fürst und Frau Abele werden ermordet – beides hochangesehene Bürger, allseits beliebte und geachtete Wohltäter. Die Polizei findet rasch einen Täter, der ist allerdings unschuldig. Emmerich und Winter kommen nur über Umwege zu diesen Ermittlungen. Sie sind in der Abteilung „Leib und Leben“ nicht gut angesehen und außerdem sind sie die einzigen, die von der Unschuld des Inhaftierten überzeugt sind. Folglich müssen ihre Untersuchungen im Geheimen stattfinden. Und diese Ermittlungen führen sie in Bordelle und Bäder, illegale Wettlokale, wo Kämpfe stattfinden (und Emmerich sicher den seltsamsten Kuss seines Lebens erlebt), in den Wiener Untergrund ebenso wie in höchste gesellschaftliche Kreise oder in die Welt der Filme und Stars.


    Emmerich und Winter arbeiten bei ihrer Suche nach der Wahrheit konsequent, manchmal mit recht hohem persönlichen Einsatz, immer unkonventionell und oft genug am Rande der Legalität. Soviel darf hier verraten werden: sie lösen den Fall extrem einfallsreich, dramatsich und spektakulär – ganz großes Kino mit einem sehr realen Ende!


    Alex Beer ist hier eine großartige Mischung gelungen. Einerseits gefällt mir sehr, dass es eine logisch konstruierte Kriminalgeschichte ist - extrem spannend und außerdem hat sie mich gleich mehrmals in die Irre geführt. Andererseits ist dieser Krimi auch sehr interessant, weil ich ganz nebenbei vieles über die damalige Zeit, die historisch wichtigen Ereignisse, ebenso wie über die Lebensumstände der Menschen erfahren konnte. Die Atmosphäre der Stadt ,die irgendwie eine heimliche Hauptrolle spielt, wird lebendig vermittelt – auch weil die Autorin ihre Protagonisten immer wieder in gemäßigtem Dialekt sprechen lässt. Cornelius Obonya hat dies in der Hörbuchversion übrigens genial umgesetzt!


    Egal ob Buch oder Hörbuch - es ist ein spannender Kriminalroman mit viel historisch interessanten Details und sympathischen Protagonisten, die hoffentlich bald wieder ermitteln werden!

    Großartiges Lesevergnügen!

    :buchtipp:


    Buchhandlung des Jahres

    amazon

    LB

    Literaturschock

    weltbild

    Histocouch



    Liebe Alex, liebe Mitleserinnen, herzlichen Dank für diese spannende Leserunde! Es war wieder toll, mit Euch allen zu diskutieren, zu rätseln und viel über eine Zeit zu erfahren, von der ich vorher nicht viel wusste! Danke!

    :laola:

    Bei dem Fest von Rita Haidrich werden ja einige "Stars" der Zeit genannt - soweit ich mich erinnern kann wurde eine Salonière erwähnt und ein Operettensänger. Ich habe da ein wenig im Netz gesucht und bin nicht wirklich fündig geworden. Waren das bewusst Phantasiegestalten oder gibt es einen Grund, warum nicht Personen gewählt wurden, die tatsächlich zu der Zeit in Wien gelebt und gearbeitet haben? Darf man als Autor eigentlich berühmte Personen mal kurz "ausleihen" und für seine durchaus redlichen Zwecke auf so eine Party schicken?:nachdenk:

    ch hab zwar beim Lesen schon vermutet, dass die Haidrich nicht wirklich kaltblütig ermordet werden konnte (übrigens auch ein sehr interesanter Charakter, die Schauspielerin, die einerseits auf sympathische Art und Weise etwas geltüngssüchtig ist, aber andererseits ein sehr gutes Herz hat)


    Das ist ein sehr interessanter Charakter - einerseits Diva und andererseits eine wirklich nette und hilfsbereite Frau! Die Art, wie sie Jeschke behandelt hat, hat sie mir wirklich sympathisch werden lassen.

    Und Jeschke gefällt mir auch gut: er ist findig, ideenreich und unermüdlich, wenn er eine Aufgabe erfüllen soll. Das waren sicher Eigenschaften, die in den 20iger Jahren überlebenswichtig waren und es sind auch sicher Eigenschaften, die Emmerich und Winter immer wieder helfen könnten, wenn sich gerade irgendein unüberwindliches Problem bietet.

    1. Es steht nicht gut um Emmerichs Bein, denn wer sollte es denn jetzt schnellstmöglich und vor allem bezahlbar operieren?

    Das ist ja jetzt leider wieder ein großes Problem - die Rehaklinik fällt ja aus. Oder wird sie "umgewandelt" in eine Klinik für jeden? Bahrfeldt wird ja nicht mehr als Arzt tätig sein. In ihm habe ich mich ja gründlich getäuscht.


    3. Wow, was für ein schauspielerisches Talent von Winter und Emmerich! Die Überführung der Mörder war ganz großes Kino.

    Das hat mich auch wirklich beeindruckt (und die Kunst, alles so zu erzählen, dass eigentlich immer alles möglich ist!)

    Emmerich und winter sind ein wirklich tolles Ermittlerteam, wo die Gegensätze gut zusammenarbeiten können und voneinander lernen und profitieren. Zwei Charaktere, die einander perfekt ergänzen und das zu schätzen wissen!


    Einen kurzen Moment hatte ich noch Angst um Peppi und habe gehofft, dass gleich die gute Nachricht kommt.

    Ich auch! Da hatte ich immer Angst, dass die gute Nachricht für ihn zu spät kommt! Deshalb freut es mich umso mehr, dass dieser Albtraum für ihn ein Ende hat! Aber in ihm haben Emmerich und Winter sicher jemanden, der nie vergessen wird, was sie für ihn getan haben. Taucht er im nächsten Band wieder auf?


    Jeschek und Rita Haidrich waren auch sehr spezielle Charaktere: er, der in seiner Verehrung für die Schauspielerin, alles möglich macht und sie, die die netteste Diva ist, die ich mir vorstellen kann.


    Es war ganz toll, all diese Menschen um Emmerich und Winter kennenzulernen. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall. Glücklicherweise kann ich ja bis dahin den ersten Band lesen!

    Grüß Euch!


    Es tut mir leid, dass ich mich jetzt ein paar Tage lang nicht gemeldet habe, aber am Handy zu schreiben ist wirklich extrem mühsam (und ich bin nicht die geduldigste....)


    Was für ein dramatisches Ende! Ehrlich - zwischendrin hab ich befürchtet, dass Du Winter sterben lassen willst (dabei finde ich gerade seine Rolle noch ausbaufähig und vor allem ausbauwürdig!)

    Es war jedenfalls eine bemerkenswerte Inszenierung, die Emmerich da organisiert hat! "Es sind nicht immer nur die Stärksten oder die Klügsten, die am Schluss siegen. Was genauso zielführend sein kann, sind Geschick, Mut und Kooperation" - ein Satz von Emmerich, der mir sooo gut gefällt und für dieses Buch wirklich bezeichnend ist. Glücklicherweise geht ja fast alles gut aus: Emmerich und Winter haben ihr Büro und auch schon den nächsten Fall, die Herren Castolowitz, Välzer und Bahrfeldt, dem ich solche Gedanken nicht zugetraut habe, wurden in ihrem menschenverachtenden Tun zumindest eingebremst und ich bin zuversichtlich, dass sie wegen der Morde auch wirklich verurteilt werden. Die Geschichte hat jedoch gezeigt, dass genau dieses Gedankengut dann weit verbreitet war und viele Anhänger fand. Das macht nachdenklich - vor allem, weil es ja Gedanken sind, die keineswegs verschrottet wurden, sondern nach wie vor Anhänger finden. Ich finde es großartig, wenn Bücher gleichzeitig unterhalten und zum Nachdenken anregen!


    Luise? Sie ist ja mit ihren Kindern verschwunden. Der nächste Band ist ja schon in Arbeit und deshalb denke ich mir, dass Alex Luises Schicksal schon irgendwie besiegelt hat :). Ich bin mir gar nicht sicher, ob mir ein Happy End für Luise und Emmerich so gut gefallen könnte.


    Der Fall ist gelöst, die Geschichte geht trotzdem weiter.

    Und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall!

    ;)

    Allerdings sorgt mich nun der Umstand, dass Winter in Seebolds und Častolowitz' Gewalt befindet, sehr!

    Ja! Seebold und Castolowitz sind zu allem entschlossen. Ich frage mich, was denn eigentlich tatsächlich passieren würde, wenn dieses Manifest an die Öffentlichkeit gelangen würde. Anhänger würde er mit diesem Gedankengut problemlos finden, aber Gegner?


    Ich hatte den Eindruck, dass in die Reha-Einrichtung nur die kommen, die Großes für's Vaterland geleistet haben, sprich die Männer, die Častolowitz und seine Mitstreiter schätzen. Selbst wenn sie nicht mehr kämpfen können, so wären sie ideologisch wichtig für eine neue Ordnung.

    Kein "armer Tropf" findet Behandlung in der Anstalt, oder?

    So habe ich das auch verstanden. Und ich erinnere mich auch noch an Emmerichs Gedanken diesbezüglich. Er fragt sich nämlich selbst, ob das jetzt nun wirklich so schlimm wäre, dass "Helden" bevorzugt würden. So sieht es ja auf den ersten Blick aus.

    Emmerich passt nicht in das Bild, das hier "erträumt" wird, Winter entspricht diesem Ideal viel eher!

    Es geht spannend weiter! Der Beginn im Salon Flora war ja noch recht amüsant. Obwohl es schon zu Herzen geht, dass Emmerich immer die Gesichter der Damen studiert, weil die Nonnen im Heim behauptet haben, dass seine Mutter eine Prostituierte war. Ich glaube den Nonnen ja nicht, aber für ein Kind muss es einfach schrecklich sein!


    Die Ziegelwerke waren wirklich die Hölle auf Erden. Der Glanz der Ringstraße wurde von vielen Menschen teuer bezahlt! Was mich überrascht hat, waren die 8 Stunden Schichten! Hab es die tatsächlich? Eher nur auf dem Papier, oder?


    Emmerich und Winter sprechen auch noch mitCastolowitz. Die stehlen ihm auch gleich sein Manifest. Und hier taucht auch die Rote Frau auf. Mit Schwert. Selektive Barmherzigkeit mit dem Ziel, andere "auszumerzen". Ein paar Jahre später waren diese Gedanken sehr populär. Es hat schon viel früher begonnen. Misericordiae nuntius steckt also hinter den Morden. Castolowitz ist einer der führenden Köpfe, Völzer dürfte auch mit dabei sein. Die Frage ist, ob der Arzt auch dieses Gedankengut vertritt. Es geht um Gesinnung Und damit sind die morde, wie Winter s angenommen hat, politisch motiviert.


    Und auch Frau Haidrich taucht wieder auf. Ich bin überzeugt,dass die noch sehr wichtig wird.


    Die Situation spitzt sich mit Winters Entführung zu. Ob Völzer tatsächlich vertrauenswürdige ist... Ich habe da somit e Zweifel.


    Alex : gab es solche wohlfahrtsorganisationen tatsächlich? Mit dieser Gesinnung im Hintergrund?

    Liebe Nora, liebe Mitleserinnen - es war eine sehr spannende und informative Leserunde! Mir war diese Thematik nicht bewusst. Schrecklich, dass es diese Art von Sklaverei gibt!


    Laut der britischen Tageszeitung The Guardian leben in Großbritannien schätzungsweise dreitausend (!) vietnamesische Kinder und Jugendliche unter sklavenähnlichen Bedingungen. Sie arbeiten unbezahlt, werden eingesperrt, misshandelt und von der Außenwelt isoliert, sie leben hilf- und hoffnungslos.

    Die Hamburger Journalistin und Autorin Nora Luttmer nahm diesen Artikel zum Anlass, sich intensiver mit den Themen Menschenhandel und Geisterkinder aus Vietnam zu beschäftigen. Der Thriller „Dunkelkinder“ ist nun ein Resultat dieser Recherchen.


    Schauplatz der Handlung ist Hamburg, denn die Vermutung liegt nahe, dass diese moderne Art der Sklaverei in ganz Europa existiert.


    Die Kommissarin Mia Paulsen ermittelt in einem Fall von toten vietnamesischen Kind, dessen Identität zwei Jahre lang ungeklärt blieb. Eher zufällig findet sie noch zwei Ermordete und beginnt mit Ermittlungen ohne zu ahnen, welch machtvoller Gegner sie damit bekommt.


    Die Autorin erzählt die Geschichte aus immer wieder wechselnden Perspektiven. Die einzelnen Protagonisten kommen zu Wort, wodurch die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt und der Leser die Möglichkeit hat, ein klein wenig hinter die einzelnen Fassaden zu blicken. Denn nicht nur die Sicht der Opfer oder der Kommissare wird geschildert, auch die Täter kommen zu Wort. Außerdem erfährt der Leser auch Einzelheiten über Mias Privatleben, ihre konfliktgeladene Beziehung zu ihrem aktuellen Vorgesetzten und über einige dubiose Vorkommnisse in dessen Vergangenheit.

    Alles zusammen ergibt einen temporeichen Thriller mit einem realistischen Ende: es werden nicht alle Fragen geklärt, manche Handlungsstränge bleiben offen.

    Folglich: ich freue mich auf eine Fortsetzung!


    Buchhandlung des Jahres

    LB

    amazon

    Literaturschock

Anstehende Termine

  1. Freitag, 8. Juni 2018 - Sonntag, 24. Juni 2018

    Dani79

  2. Freitag, 15. Juni 2018 - Sonntag, 1. Juli 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 22. Juni 2018 - Freitag, 6. Juli 2018

    odenwaldcollies

  4. Freitag, 22. Juni 2018 - Freitag, 6. Juli 2018

    odenwaldcollies