Beiträge von ysa

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    Und dann hat Mimi doch ein wenig von dem Geld zurückbehalten und alle fahren nach Paris und Cléo kann sich so ihren sehnsüchtigen Wunsch erfüllen. Das fand ich sehr anrührend, auch als sie die Kleider im Chanel-Haus vorgeführt hat. Im realen Leben würde so etwas natürlich nicht passieren, aber schön war es zu lesen. Erinnerte mich ein klein wenig an den Film "Ein Kleid von Dior" mit Inge Meysel.


    Ich kenne diesen Film zwar nicht, aber mir hat diese Szene auch sehr gut gefallen - wahrscheinlich weil ich es einfach nicht glauben kann, dass so etwas im realten Leben passieren könnte. Dazu ist Chanel dann doch zu nobel, elitär... ich weiß nicht was :belehren:



    Wenn alle klug gehandelt hätten und das Geld direkt bei der Polizei abgeben hätten, hätten sie ja ein Anrecht auf Finderlohn gehabt. Der wäre bei dieser Geldsumme doch gar nicht so gering gewesen und die finanziellen Sorgen wären erstmal vorübergehend weg gewesen. Aber dann wäre es auch weder ein Abenteuer noch ein schöne Geschichte geworden.


    Hat man Anrecht auf Finderlohn? Das wußte ich gar nicht! Mit dem Finderlohn hätten sie ein wenig beruhigter weiterleben können, aber sie wären nicht die Feen für einen Tag gewesen.... und Geld aus Blutdiamanten muss doch irgendwie "rein gewaschen" werden, oder? Zumindest im Märchen... :winken:

    Die Geschichte geht weiter - das Geld ist verteilt und Adamo ist arbeitslos (wobei er daran selber schuld ist! Es war ja wirklich dumm von ihm, sich krank zu melden!)
    Er verhält sich sehr seltsam: anstatt all das positive zu sehen, all die Möglichkeiten, die er jetzt mit Cléo hat, zu sehen und zu ergreifen, schmollt er herum und will zur schmutzigen Aurora. Also weglaufen. Wirklich logisch und verständlich ist diese Reaktion nicht!


    Die Reise nach Paris ist aber ein ganz hübsches Abenteuer! Vor allem die Szene in der Boutique gefällt mir sehr gut! Mme Cléo kann wieder Kleider von Chanel vorführen und die Inès bringt sie auf die gute Idee, vielleicht doch wieder als Model zu arbeiten. Diese Idee gefällt mir sehr gut!


    Jetzt bin ich selbst ja nicht sehr abergläubisch, vielleicht wird mir deshalb der Aberglaube von Mimi und Cléo ein wenig zuviel. Aber es ist ja ein Märchen und da darf es Feen, auch 13. ruhig geben!


    Es geht einfach nicht, dass Adamo und Mimi nach Neapel umziehen - ich bin neugierig wie Cléo das doch noch schaffen wird. Aber ich bin überzeugt, dass sich alles zum Guten wenden wird - es ist ja ein Märchen! :winken:

    Über allem schwebt der Geist von Mademoiselle Coco, über die wir immer wieder Neues erfahren. Sie war ja schon sehr kapriziös, - wenn ich da nur lese, dass sie das Hotel der eigenen Wohnung vorgezogen hat...
    Aber ihr Stil war makellos, maßstabsetzend, ihre Anforderungen an ein Kleidungsstück hoch...Und hoch auch ihre Ansprüche an die Models, die allesamt Stil hatten. Wenn ich da so an gewisse Starmannequins der Gegenwart denke....
    Madame Cleo hat sich diese natürliche Eleganz, gepaart mit hoher Disziplin, bis ins Alter bewahrt!


    Da hast Du völlig Recht, Ulrike! Madame Chanel ist irgendwie immer dabei, wacht über alles und rückt bei Bedarf alles zusammen in rechte Bahnen! Mit Stil und Eleganz, Disziplin und ausreichend Eigensinn.


    Auch wenn mich Mode in gewissem Sinne interessiert - eher als kulturhistorische Ausdrucksmöglichkeit - aber je mehr ich hier über Mme Chanel lese, desto mehr interessiert sie mich. Und eine Biographie von ihr steht schon auf meiner "Bücher-die-ich-unbeding-noch-lesen-muss"-Liste!


    Glg!
    ysa

    Schön langsam nimmt die Handlung Fahrt auf! :lesen:


    Mme Cléo und Mimi haben sich angefreundet, ergänzen sich wunderbar, die Wohngemeinschaft funktioniert prächtig.


    Mein anfängliches Misstrauen gegenüber Adamo hat sich auch gelegt - weniger, weil ich aufgrund irgendwelcher Informationen überzeugt davon bin, dass er ein angenehmer Zeitgenosse und kein Meuchelmörder ist, sondern weil er einfach irgendwie zu blaß für einen Mörder ist. Aber neben Mme Cléo und Mimi muss jeder andere verblassen :nachdenk:
    Seine teuren Geschenke für Mme haben mich doch etwas stutzig gemacht, andererseits ist er derjenige, der das gefundene Geld am wenigsten behalten will.


    Mme Cléo denkt schon daran, dass Geld sehr viel Träume wahr werden lassen kann - und auch dafür liebe ich sie! Da komme ich mir dann nicht so schäbig vor - denn mir ist dieser Gedanke schon viel früher gekommen :-[


    Mme Cléos Versuch, Frau Fischer auszuhorchen, ist so liebenswert tolpatschig - obwohl ich darüber lachen musste, hab ich auch mit Mme Cléo mitgefiebert.
    Und jetzt weiß ich leider auch, was man unter Blutdiamanten versteht! Und das verändert in dieser Geschichte fast alles: es fühlt sich ja tatsächlich falsch an, dieses Geld zur Polizei zu tragen um es dann einem Verbrecher zurückzugeben! Es ist die Möglichkeit, ein klein wenig Gerechtigkeit walten zu lassen - und wer möchte nicht einmal diese Möglichkeit haben. Obwohl... das Geld wird ja im Prinzip vom reichen Verbrecher vermisst und dann auch noch von den Einbrechern, die das Geld "verloren" haben... eigentlich müßten ja alle hinter dem Geld her sein... ich fürchte, ich würde es mit der Angst zu tun kriegen!


    Dafür ist der Plan, den sie fassen (Adamo inklusive, deshalb schwindet mein Misstrauen ihm gegenüber), nämlich "gute Fee sein" ist entzückend! Die Operation No 5 wird natürlich stilgerecht gestaltet! Ob das wirklich gut geht? Unbeobachtet so viel Geld unter den Mitmenschen zu verteilen? Ich bin schon neugierig wie das alles weitergeht!


    Eine Person, die ein wenig mehr Beachtung findet, ist Jussuf - der muskulöse Schutzengel. Allerdings: wenn jeder potenzielle Französischschüler so empfangen wird... dann seh ich schwarz für die Stunden :P
    Mme Cléos Reaktion auf Jussufs Erzählung über seine kleine Tochter geht zu Herzen.


    Ehrlich... ich möchte irgendwann einmal so ähnlich werden wie Madame. Aber damit sollte man so früh wie möglich anfangen, meint ihr nicht auch?


    Eine Frage hab ich noch, liebe Tanja... irgendwo hab ich gelesen, dass es mit dem Namen Crisafulli etwas besonderes auf sich hat... was ist da wirklich dran?


    Alles Liebe!


    Ich glaube, wenn es passt und man sich sofort sympathisch ist, geht das auch ohne weiteres gut. Cléo, Adamo und Mimi mochten sich sofort, das konnte man merken. Und schrullig sind wir doch alle ein klein wenig und das ist auch gut so. Es müssen im Zusammenleben die einzelnen Schrulligkeiten nur miteinander harmonieren ;D


    Das mag schon stimmen, aber ich für meinen Teil möchte so eine Art Zwangswohngemeinschaft eher bitte nicht erleben! Aber ich weiß wohl, dass aus Notsituationen heraus, sehr viel möglich wird! Und hier ist die Kombination wirklich ein Glücksfall


    Aber ein paar Dinge sind schon dabei, die ich nicht weiter hinterfrage, weil ich mir denke: "es ist ein Märchen, ich muss nicht sehr über die Realitätsfähigkeit nachdenken".
    Da ist zum Beispiel die Leichtigkeit, mit der Adamo seine Tochter einer wildfremden Dame überlässt oder die Leichtigkeit mit der er viel Geld für Cléo ausgibt. Außerdem frage ich mich auch, wo in seinem Leben seine Familie geblieben ist und auch warum Mme Cléo so offensichtlich keine Freunde hat...


    Aber eben: es ist ein Märchen und da fragt man eben nicht nach Realität...
    Was wäre gewesen, wenn der Prinz sich erst realistisch überlegt hätte, dass Dornröschen nach 100 Jahren Schlaf sicherlich Mundgeruch hat, anstatt sie zu küssen? Richtig: kein Happy End in Sicht!
    Und manchmal denke ich, dass wir mit allzu realistischer Sicht aufs Leben, viel Zauberhaftes und Überraschendes gar nicht zulassen, einen Teil des großen kleinen Glücks verpassen... :herz:

    Guten Abend, liebe Tanja! Guten Abend liebe Mitleserinnen!


    Als ich den Titel dieses Buches las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss! Eine bezaubernde Geschichte, ein wenig märchenhaft - genauso lese ich es übrigens auch: ohne allzu kritischen Blick auf Realität (dieser Blick ist ja auch nicht notwendig!) Obwohl: manchmal denke ich mir, warum man eigentlich nicht öfter so handelt wie Mme Cléo...


    Aber von Anfang an...
    Das Cover gefällt mir ausnehmend gut - der Vogelkäfig hat ja enormen Symbolwert und ist fast charakteristisch für Mme Cléopâtre, denn sie sammelt sie ja um sie dann bestmöglichst zu verändern ;)
    Mme Cléo ist eine überaus charmante, rücksichtsvolle Dame, eine Grande Dame im allerbesten Sinne des Wortes. Sie bewahrt in allen Situationen wirklich Haltung - denn bei den riesigen Füßen wäre ich sicher ausgeflippt! Und auch bei den Schülern, die es nicht einmal schaffen, den Namen richtig auszusprechen! Obwohl... Monchou hat schon was...


    Und nebenher bekommt man auch noch Einblicke in die Biographie von Coco Chanel. Ich nehme an, dass all diese Hinweise der Wahrheit entsprechen, oder?


    Gibt es für sie eigentlich ein lebendes Vorbild? Oder ist sie ein Phantasieprodukt?


    Dass eine finanzielle Notlage sie dazu zwingt, ein Zimmer zu vermieten, ist leider realistisch genug! Glücklicherweise findet sie ja ihre idealen Mieter: Adamo Savelli und seine Tochter Magdalena, ganannt Mimi. Sofort ist klar, dass diese drei gut zusammenpassen und als Mimi noch eine Rucksack voller Geld findet steht fest, dass sie noch gemeinsam Abenteuer zu bestehen haben. Weil Adamo - typisch Italiener - sofort die Mafia hinter dem Geld vermutet, wird das Geld nicht sofort zur Polizei gebracht.
    Dass Mme Cléo sich dann als Dagobert Duck träumt hat mich wirklich schmunzeln lassen! Und meine Bewunderung haben sie, weil sie das Geld nicht behalten wollen. Ich denke, in dieser Situation würde ich mir das schon auch überlegen :-[


    Wirklich zu Herzen geht die Szene, in der Mimi den Verkauf der Brosche verhindert - kluges Kind! Und der Begriff "Profezeitung" wird sofort in meinem Wortschatz übernommen - es ist als Wort ein Schatz!


    Was mir sehr gut gefällt ist die Tatsache, dass so viele Kleinigkeiten so liebevoll beschrieben werden: der Balkon, die Akazienstrasse, die freundlichen Engel im Hausflur...etc. Das macht es zu einem wirklichen Wohlfühlbuch!


    Und ich werde gleich weiterlesen... es ist einfach zu schön!


    Bis bald!
    ysa

    @Schmusekatze: viel Glück und gute Besserung! Ich hoffe, dass alles zusammen schnell und kompikationslos vorbei geht!
    Der Gedanke, ein paar Wochen lang nichts lesen zu können ist schrecklich. Ich hoffe, dass Dich Hörbücher gut über diese Zeit bringen werden (ich liebe Hörbücher!)


    Was die Leserunde angeht, zu der ich mich ja nur unsicher angemeldet habe... das Buch liegt schon bei mir zu Hause und ich freue mich sehr auf das gemeinsame Lesen!


    Bis bald!
    ysa :winken:

    Ich vermute aber, dass es genau diese Ehrlichkeit ist, die es erst ermöglicht, solche Erkrankungen einigermaßen in Griff halten zu können!


    Es war die richtige Entscheidung, dieses Buch ehrlich zu beenden. Ein Happy End hätte nicht gepasst und nachdem mir klar ist, dass diese Erkrankungen oft chronisch sind, hätte ich es Dir auch nicht geglaubt... folglich: ich wäre mir reichlich vera..... :-[ vorgekommen


    :winken:

    Guten Morgen!


    Ein wenig OT... aber nicht ganz!



    Du bei der Tanztherapie da habe zwar auch Tränen gelacht beim lesen, aber im Nachhinein überlegt, dass dieses balancieren auf einem Bein oder einem Sand-Säckchen, auch eine Art Konzentrations-Training ist, bzw. es könnte auch helfen eventuelle Gleichgewichtsstörungen die durch Panikattacken oder Schwindel auftreten, wieder in den Griff zu bekommen.
    Weiß du, diese Tanz-Therapie hat ja bei genauerer Betrachtung noch ein wenig Sinn, aber im nächsten Abschnitt kommt eine Therapie... ::)


    :daumen:


    Wir sind ja alle eine perfekte Mischung aus Körper, Geist und Seele... alle Bereiche brauchen Pflege und Aufmerksamkeit und Liebe - um lebenslustig sein zu können!
    Und wenn man ein Hirnmensch ist (ich!), dann ist es gut, auch der Seele ihren Platz zu gönnen und den eigenen Körper zu spüren (und zwar nicht nur im Negativen = Schmerzen!)


    :winken: