Beiträge von Inge

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    Hallo Kessi,


    als Vera ihn bemerkt, erinnert er sie in seinem Aussehen an eine der Argonauten-Statuen.


    Hier die Stelle im Roman:
    "Er sah gut aus. Verdammt gut für einen Verbrecher. Eher wie einer der Argonauten. Ein Schädel wie die Iason-Statue in der Glyptothek."


    Für mich ist es einfacher zu schreiben, wenn die Figuren Namen haben. Sonst hätte ich immer, ihr Verfolger, Überwacher o.ä. schreiben müssen und das klingt so holprig.


    LG, Inge

    Hallo in die Runde,


    entschuldigt bitte, dass ich mich so spät melde. Ich hatte gestern Abend eine Lesung und war erst um Mitternacht wieder daheim.


    Also erst einmal ganz lieben Dank fürs dicke Lob :-). Es freut mich, dass ihr diesen Roman so mögt, denn diese Geschichte liegt mir sehr am Herzen.


    Und nun zur Frage, ob ich die beiden Handlungsstränge jeden für sich geschrieben habe.
    Ne, das kann ich nicht. Ich fange tatsächlich mit der ersten Seite an und arbeite mich bis zur letzten voran. Ich brauche die Abwechslug beim Schreiben, genau wie ihr beim Lesen.


    LG,
    Inge

    Hallo ihr Lieben,


    weil ich sehe, dass ihr über Begriffe diskutiert, mische ich mich hier mal kurz ein.


    In der Handlungsebene, die 1944 spielt, habe ich die Sprache'benutzt und die Fachbegriffe verwendet, die damals üblich waren. Mir war klar, dass viele Leser beim Begriff "Mongoloide Idiotie" zusammenzucken werden. Aber damals nannte man das so.


    LG, Inge

    Hallo Igela,


    in diesem Roman steckt nicht nur viel Herzblut von mir, sondern auch zehn Jahre Recherche. Wie es begann, kannst du in meinem Blog auf meiner Webseite nachlesen. Zuerst war es ein privates Interesse, ich hatte damals - das war im Jahr 2005 - nicht die Absicht darüber zu schreiben.


    Ich habe im Internet recherchiert und ein knappes Dutzend Fachbücher gelesen. (zB. 'Selektion in der Heilanstalt', von Gerhard Schmidt und 'Heilen, pfegen, töten.' von Bernhard Richarz; auch empfehlenswert von Markus Krischer 'Kinderhaus, Leben und Ermordung des Mädchens Edith Hecht) ich war im Archiv des Bezirks Oberbayern (dorthin schicke ich auch meine Romanfigur Vera) und ich war im Psychiatrie-Museum der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Egelfing-Haar, das auch Vera besucht, doch im Roman steht es im fiktiven Winkelberg.


    Die Realität war schlimmer, als ich mir das hätte ausdenken können. So gesehen, musste ich den Roman dann nur noch schreiben ;-) Und genau so war es, wie ich es beschreibe. Nur die Namen sind fiktiv und die Geschichte mit dem Dossier ist mir in Realität nicht untergekommen.


    LG, Inge


    Edit: Und auch die beiden BGH-Urteile, die ich zitiere, habe nicht ich mir ausgedacht. Diese Urteile sind tatsächlich so gefallen.

    Das war sehr spontan. Als ich die Szene schrieb, in der ein Kommissar auftauchen musste, dachte ich mir, warum nicht Dühnfort. Ist doch sein Metier. Jedenfalls hat es mir großen Spaß gemacht, ihm diesen kleinen Gastauftritt zu verschaffen. :-)


    LG,
    Inge

    Hallo ihr Lieben,


    weil ich gerade sehe, dass es eine Diskussion im die juristische Aufarbeitung von Naziverbrechen in Griechenland gibt.


    Für mein fiktives Daflimissa gibt es ein sehr reales Vorbild, so real, dass ich es im Nachspann des Romans erwähne.


    Am 10. Juni 1944 hat die 4. SS-Panzergrnadierdivision im griechischen Distomo 218 Menschen grausam abgeschlachtet - das kann man wirklich nicht anders formulieren. Und, dass das keine normale Sühneaktion war, wussten die Täter damals selbst schon, des es gibt zwei Gefechtsberichte. Einer davon ist gefälscht.


    Wie das juristisch aufgearbeitet wurde, zeige ich euch. Ich kopiere meine Rechercheseite dazu in dieses Posting.


    Distomo – Chronologie der Prozesse:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Distomo


    Oktober 1997 Landgericht Livadia, Kreta:
    Auf die Klage der Kinder von Distomo hin, erstinstanzliches Versäumnisurteil des LG Livadia gegen die BRD zur Zahlung von 37,5 Mio Euro.


    Mai 2000 Areopag – oberster Gerichtshof in Griechenland –
    Zurückweisung des Revisionsantrags der BRD. Die Zwangsvollstreckung von Vermögen der BRD in Griechenland – u.a. Pfändung des Goetheinstituts in Athen - konnte in letzter Minute durch eingelegte Rechtsbehelfe abgewendet werden.
    Die griechische Regierung weigerte sich, die nach griechischem Recht erforderliche Zustimmung zur Zwangsvollstreckung zu erteilen.
    >>> Griechenland wollte in den Euro und keinen Ärger mit der BRD


    Dezember 2002 Der dagegen von den Klägern beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingelegte Antrag wurde abgewiesen
    (Beschluss vom 12. Dezember 2002, 59021/00 – Kalogeropulou u. a. ./. Griechenland und Deutschland)


    Juni 2003 Die von den Klägern in Deutschland betriebene zivilrechtliche Klage blieb vor dem LG Bonn, dem OLG Köln und schließlich vor dem BGH erfolglos. Urteil vom 26. Junis 2003, AZ: III ZR 245/98
    Link zum Urteil: 32 Seiten pdf
    http://juris.bundesgerichtshof…b08a&nr=26591&pos=0&anz=1


    >>> hier könnt ihr nachlesen, dass dieses Massaker angeblich eine normale Kriegshandlung war



    15. Feb. 2006 Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts
    vom 15. Februar 2006, AZ: 2 BvR 1476/03


    2008 Das oberste italienische Zivilgericht, der römische Kassationsgerichtshof, entschied 2008, dass die Überleben des Massakers von Distomo die in Griechenland erstrittenen Urteile in Italien vollstrecken können. Der Anwalt der Kläger erwirkte die Eintragung einer Hypothek auf das deutsche Kulturinstitut Villa Vioni, der nun die Zwangsversteigerung drohte.

    Januar 2012
    Da der Rechtsstreit die Staatenimmunität berührt, wonach Staaten grundsätzlich der Gerichtsbarkeit anderer Staaten enthoben sind, verständigen sich die italienische und die deutsche Regierung darauf, eine Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in den Haag herbeizuführen. Der IGH gibt der Deutschen Klage statt. Aufgrund des völkerrechtlichen Grundsatzes Par in parem non habet imperium hätte Italien die Klagen von Privatpersonen gegen die BRD nicht zulassen dürfen.

    Guten Morgen Tabea,


    im Moment kann ich mir nicht vorstellen, einen weiteren Roman mit Manolis als Hauptfigur zu schreiben. Er ist ja deshalb so interessant, weil er mit seinem eigenen Trauma konfrontiert wird, bzw. dem seines Vaters, das dieser ihm übergestülpt hat. Daran arbeitet er sich ab und muss eine Entscheidung treffen, die er sonst nie so getroffen hätte. Am Ende wird er seinen Frieden mit seinem Vater gemacht haben. Er muss ihn nicht mehr retten und auch den anderen Manolis nicht. Er ist endlich mit sich im Reinen.


    Bei einem weiteren Roman mit ihm, würden sich die Leser dieses emotionale Niveau erwarten, vielleicht sogar mehr und das kann ich nicht mehr bieten. Also würde ich die Leser enttäuschen und das will ich natürlich nicht.


    Die Entscheidung fürs Pseudonym ist mir nicht so leicht gefallen, wie es vielleicht klingt. Aber es ist ja ein offenes Pseudonym und ich gehe auch sehr offen damit um :-).


    LG, Inge

    Guten Morgen Gaby,


    ja, "Die Vergessenen" ist wirklich mein Herzensbuch. Da steckt sehr viel Recherche drin. Seit 2005 beschäftigt mich dieses Thema und ich habe sogar mal versucht, es Dühnfort unterzujubeln. Aber das hätte Verrenkungen ohne Ende bedeutet. Also habe ich keinen Ermittlerkrimi aus dem Stoff gemacht sondern einen … ja was denn? Es ist kein Krimi und kein Thriller, es ist aber auch nicht der Familiengeheimnis-Roman. Ich nenne es für mich 'spannender Familienroman'. Familie ist ja das Thema schlechthin, das mich fasziniert. – Etliche Dühnfortromane beschäftigen sich damit. – Ich werde also weiterhin spannende Familienromane schreiben, aber auch Dühnfort nicht untreu werden.


    Konkret heißt das:
    Ein zweiter spannender Familienroman für Penguin ist bereits im Lektorat und wird Ende 2018 / Anfang 2019 erscheinen.
    Derzeit schreibe ich für List Ginas zweiten Fall und das macht gerade wieder sehr viel Spaß :-). Abgabe ist Ende Mai. Erscheinungstermin steht noch nicht fest.


    LG, Inge

    Guten Morgen Schlumeline,


    deine Frage nach dem Pseudonym ist eigentlich einfach zu beantworten. Kurz und knackig formuliert ist es so, dass viele Leser denken, wo Inge Löhnig draufsteht, ist Dühnfort drin. Und das ist ja nicht immer der Fall. Siehe Mörderkind. Ich habe damals Mails und PNs bekommen, von Leserinnen und Lesern die enttäsucht oder sogar richtig sauer waren, weil Dühnfort in diesem Roman fehlte.


    "Die Vergessenen" ist ein dühnfortfreier Roman, und ich habe auch noch Genre und Verlag gewechselt. ((Keine Sorge: Inge Löhnig schreibt weiter Dühnfort-Romane für List und Ellen Sandberg schreibt für Penguin.)) Da bot sich das Pseudonym ganz von alleine an.


    LG,
    Inge

    Ein Hallo in die Leserunde.


    Nach technischen Problemen konnte ich mich jetzt einloggen und bin für euch da. Ich mache es mir hier gemütlich und stehe euch gerne Rede und Antwort zu meinem Roman "Die Vergessenen".


    Ellen Sandberg ist ja ein Pseudonym, wundert euch also nicht, wenn euch Inge Löhnig antwortet ;-)


    LG,
    Inge

    Hallo in die Leserunde,


    nach einigen technischen Problemen hat es nun geklappt und ich kann mich hier einloggen und mitschreiben.


    Falls sich jetzt jemand verwundert fragt, was macht denn die Inge Löhnig hier in der Runde, es ist ganz einfach: Ellen Sandberg ist mein Pseudonym.


    Ich hüpfe jetzt schnell mal in die Rubrik "Fragen an Ellen Sandberg" und stehe euch gerne Rede und Antwort.


    Bis gleich, Inge

    Hallo ihr Lieben,


    ich lese hier natürlich mit und werde ganz rot :-[ bei so viel Lob.


    Ich freue mich, dass ihr Ginas ersten Fall so mögt und dass es mir gelungen ist, euch gut zu unterhalten und auch ein wenig aufs Glatteis zu führen. Danke für eure schönen Rezensionen und fürs Verlinken auf diversen Plattformen.


    LG,
    Inge

    Guten Morgen in die Runde! :-)


    Einige von euch haben den Roman tatsächlich schon fertig gelesen. Wow. Ihr wart schnell und ich freue mich, dass euch Ginas erster Fall so gut gefallen hat und natürlich auch über eure begeisterten Rezensionen. Danke dafür!


    Heut Abend muss ich mich leider wieder rar machen, gucke dafür aber am Wochenende häufiger hier vorbei. Allen, die noch am Lesen sind, wünsche ich weiterhin eine - hoffentlich - spannende Zeit mit Gina, Tino, Holger und so weiter …


    Liebe Grüße,
    Inge