Beiträge von Claudia Kern

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    Claudia
    Was entstand zuerst? Das Land oder die Figuren?


    Beides entstand parallel. Zuerst war die Idee von Ana und Jonan da, dann kam der Fluss und dann alles andere. Craymorus stammt eigentlich aus einer anderen Idee und wurde sozusagen importiert.


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    Übrigens, Mefrouw und Minherr klingt irgendwie nach Platt ;) . "Min" sagen wir nämlich auch, wenn mir "meins/meine/meiner" meinen.


    Ich habe mich von Niederländisch inspirieren lassen, was aber je nachdem, wo du lebst, auch ganz gut passt. :)


    Den Strang mit Craymorus im Kerker fand ich sehr düster und abstoßend. Am meisten gruselte ich mich vor Craymorus selbst; was geht nur in seinem Inneren vor? Hab ich das richtig verstanden, dass er am Foltern des Nachtschattenjungen Gefallen fand? Und sich dann selbst unheimlich wurde?


    Ja, das stimmt. Fiel mir schwer, das zu schreiben, weil ich Craymorus als Figur sehr mag, aber er ist auf einem düsteren Weg...


    Was ich noch zu diesem Abschnitt schreiben wollte, aber vergessen hatte: Es hat mich ein wenig überrascht, dass Ana so gut in der Wildnis zurechtkommt.


    So lange ist sie ja nicht allein und wer eine Kindheit in Somerstorm überlebt, kann nicht ganz so zart sein. Ihre Zofe sagt anfangs ja etwas in der Art. Ana ist verwöhnt, klar, aber sie ist schon an Natur gewöhnt.


    Claudia
    Ich schließe mich Ingroscha an, das scheint ein interessanter und spaßiger Job zu sein.
    Welche Serie hast du denn am liebsten "betreut"?


    Fragen wir lieber so: welche Serie hätte ich am liebsten betreut? Ich armes Schwein hatte nämlich die Morgenschicht, was heißt, ich musste mich mit so großartigen Serienvertretern wie "Wer ist hier der Boss?", "Matlock" und "Immer wenn sie Krimis schrieb" begnügen. Argh! Da hätte ich sogar noch lieber "Charmed" betreut, und das war schon eine harte Nummer. :)
    Aber am liebsten hätte ich "Buffy" und "Angel" gehabt.


    Claudia, wenn es tatsächlich eine Art Werwölfe sind, was hat dich dazu bewegt, sie Nachtschatten und nicht - wie für verpeilte Leser wie mich praktisch wäre ;D - einfach Werwölfe?


    Na ja, sie sehen zwar ungefähr aus wie Werwölfe, aber sie haben keine Silber-Allergie, der Vollmond ist ihnen herzlich egal, Neumond übrigens auch :), sie sind (meistens) trotz Tiergestalt zu normalem Handeln fähig und wachen nicht morgens im Zoo auf. Und ihre Kleidung zerreißen sie auch nicht. :)


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    Ne, auf Vampire bin ich zur Zeit allergisch...


    Nicht nur du.


    Wie ich befürchtet habe, endete das ganze in einem fiesen Cliffhanger. Wenn ich nächste Woche in der Stadt bin muss ich wohl Teil 2 kaufen. ;)


    Was ich nicht wirklich bedaure. :)


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    Daneel schien also definitiv mit den Nachtschatten unter einer Decke gesteckt zu haben. Eines ist aber wohl an mir vorbei gegangen: ist er dann selbst einer oder wirklich eher eine Art Zauberer? :-\

    Eines kann ich ohne zu spoilern klar sagen: Er ist kein Nachtschatten.


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    Geschockt hat mich ja Jonan! :o Man hätte mir alles, aber auch wirklich alles über ihn erzählen können, aber eines hätte ich nie gedacht: das er selbst ein Nachtschatten ist :o Ok, er scheint nicht auf deren Seite zu stehen, aber was bewegt ihn, sich den Menschen so anzupassen?


    Wird noch erklärt, keine Sorge.


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    Ich kann ihre Enttäuschung verstehen, aber wenn wir auch mal ehrlich sind: er hat nie eine große Mölichkeit es ihr zu sagen, sich zu erklären. Ständig waren sie auf der Flucht,gefangen oder mussten ihr Leben verteidigen. Da sagt man nicht nebenbei, dass man halt einfach so ein Nachtschatten ist...


    Ja, so was sagt man nicht in einem Nebensatz. "Reich mir mal das Salz. Ach übrigens, ich bin ein Nachtschatten." :)


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    An dieser Stelle blicke ich nicht mehr ganz durch Gerit durch; mir ist nicht mehr ganz klar, wofür er kämpft, was seine Ziele sind.


    Wenn er das nur selbst wüsste.


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    Aber: ich mag das Buch und freue mich wahnsinnig auf die nächsten beiden Bände! Ein klasse Abenteuer :)


    Vielen Dank! Genau das sollte es auch sein.


    Ich sollte schon längst im Bett sein, aber das Buch war stärker als mein guter Wille.


    Das hört man gern! :)


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    Nachdem ich gerade die letzten Seiten gelesen habe, sehe ich in etwa so aus: :o . Cliffhanger! Jonan ein Nachtschatten! (Hab' ich's nicht gesagt? :P )


    Ich hab echt gegrinst, als ich das gelesen habe. Hut ab, hat kaum jemand gemerkt. Sogar den Lektor hat das überrascht.


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    Tolles Buch, sehr spannend, total leicht zu lesen. Ich brauche dringend den zweiten Teil!


    Vielen Dank!


    laut Buchklappentext warst du mal als Serienredakteurin beim Fernsehen beschäftigt. Was macht man als Serienredakteurin? Ich kann mir so gar nichts darunter vorstellen ??? .


    Das ist ganz unterschiedlich. In erster Linie betreut man die Serien, die einem zugeteilt werden (meistens geht das noch der Sendezeit). Das heißt, man plant Folgen ein, überlegt sich Titel und die Zusammenfassungen, die an die Presseabteilung für die TV-Zeitschriften gegeben werden, beantwortet Fragen aus der Zuschauerredaktion, macht zusammen mit den Cuttern die Folgen-Trailer und achtet auf die Quoten. Nebenher liest man noch Drehbücher von neuen Projekten, bewertet die und sieht sich die Pilotfilme für die nächste Staffel an, ob da etwas dabei ist, dass man dem Sender ans Herz legen möchte. Und damit das alles professioneller klingt, nennt man das Ansehen "screenen". Sonst könnte das ja nach Spaß klingen. :)


    An dieser Stelle nochmals danke, dass du die Runde begleitest! :-*


    Gerne. Macht bisher richtig Spaß.


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    Mich würde interessieren, wie du zum Schreiben gekommen bist und was dich an Fantasy so interessiert.


    Ich habe eigentlich immer schon geschrieben, anfangs Kurzgeschichten für den Hausgebrauch, später dann ein paar Sachbücher und Heftromane wie "Maddrax" und "Professor Zamorra". Hat eine Weile gedauert, bis ich mich an einen "richtigen" Roman herangewagt habe. Wenn man an kürzere Sachen gewöhnt ist und vor allem auch daran, sich kurz zu fassen, schreckt einen die riesige Textmenge schon ab. Ist ein bisschen wie ein Marathon, wenn man sonst nur zu Aldi um die Ecke geht. :)


    Bei Fantasy faszinieren mich vor allem die ganz eigenen Welten, die man erschaffen kann. Man kann seine eigenen Regeln aufstellen, Wesen und Gesellschaftsformen erfinden und aufeinander prallen lassen. Das geht sonst nur in der Science Fiction, die ich auch sehr gern lese, aber da mein Verständnis von Naturwissenschaften doch eher... sagen wir mal begrenzt ist, konzentriere ich mich lieber auf Fantasy.


    Ana und Jonan sind immer noch unterwegs, leider hat auch Ana ihre stolze und arrogante Haltung gegenüber Jonan noch nicht um ein Yota abgelegt. Schade, er macht mir nämlich einen sehr vernünftigen und aufrechten Eindruck. Und er hat es bestimmt nicht verdient, wie ein Sklave behandelt zu werden, wo er sich doch so für Anas Sicherheit einsetzt.


    Ja, der hat es schon nicht leicht mit ihr. Ich denke aber, dass er versteht, weshalb Ana sich so verhält. Was anderes als Stolz und Arroganz sind ihr ja aus ihrem alten Leben nicht geblieben. Deshalb hält sie auch so verzweifelt daran fest.


    Definitiv! Deine "Kernspaltereien" sind ja immer ein wenig - ähm - derb, aber in "Sturm" ist die Sprache ja eine ganz andere. Hast du dich sehr zusammenreißen müssen? :P


    Ein bisschen schon. :)


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    Jonan finde ich übrigens toll! Mein Held! Er redet nicht viel, was ich gut finde. Stellt euch vor, der würde seine "Chefin" permanent zuquatschen.


    Lol, das hätte was. "Hab ich Euch schon erzählt, was letzte Woche im Leibwächterquartier abgegangen ist? Also, da sagt doch der Dings zu mir..."


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    Die Idee mit den Geburtstagen und den miesgelaunten Göttern hat mir auch gefallen. Überhaupt, so karg und unfreundlich Somerstorm auch rüber kommt, ich mag dieses Land schon jetzt. Das liegt nicht zuletzt an den Beschreibungen, sehr gelungen!


    Danke sehr!


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    Ich mag übrigens dieses Zitieren aus diesem erfundenen Reiseführer sehr gern. Wer Zitate aus nicht existierenden Büchern in einen Roman setzt, der schreibt ja praktisch zwei Bücher. Faszinierend.


    Bisschen schizophren, oder? :)


    Rickard macht sich Sorgen um Ana, will sie rächen oder retten, was sich eben ergibt. Jetzt, nach diesem Abschnitt, glaube ich, ihn ein wenig einschätzen zu können, aber manches bleibt immer noch im Dunkeln. Warum sind die beiden eigentlich verlobt worden? Ist gegenseitige Zuneigung im Spiel? Oder nur Geld? Ich glaube, dass Rickard wirklich etwas an der Person Anas liegt, aber ich will trotzdem noch abwarten.


    Es geht Somerstorm ums Ansehen und Westfall ums Geld. Zum Glück für Rickard und Ana konnten sie sich bei ihrem ersten und einzigen Treffen leiden. Zuneigung gehört also von deren Seite auch dazu. Den Eltern ist bzw. war das egal.


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    Die Sklaverei mag ich ja gar nicht, selbst wenn sie in Fantasyromanen vorkommt. Sie drückt mir aufs Gemüt, ich muss immer an die armen Menschen denken, die Nullkommanull Rechte haben.


    Sklaverei ist schwierig, aber sie passt enorm gut in diese Welt, in der es allen ja nur darum zu gehen scheint, sich gegenseitig zu beherrschen. Ich finde es auch interessant, Sklaverei als etwas ganz normales darzustellen, über das niemand nachdenkt, weil es immer schon so gewesen ist.


    woher wusste Ana, dass Daneel der Verräter war und den Nachtschatten den Weg in die Burg geebnet hat? Wo sie doch drei Tage lang im Schockzustand war? Überhaupt weiß sie mir viel zu viel über den Überfall; das ist in meinen Augen nicht ganz stimmig.


    Na ja, sie ist zwar arrogant, aber nicht dumm. Dass Daneel und der Zwerg die Nachtschatten in die Burg geschmuggelt haben, kann sie sich schon denken. Auch der Rest des Überfalls erschließt sich aus dem, was sie gehört und von Jonan erzählt bekommen hat. Finde ich. Fand mein Lektor auch. :)


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    Auch mit Gerits Kampf gegen Horon konnte ich nicht so viel anfangen, er ist zwar sehr genau beschrieben, aber ich konnte mir trotzdem nicht vorstellen, wie der kleine Junge es schaffen soll, den Nachtschatten mit einem Stuhl ins Feuer zu treiben, zumal er selbst auch schon angeschlagen ist. Nein, das konnte mich nicht so richtig überzeugen.


    Das ist ein bisschen David gegen Goliath, stimmt schon, aber Horon wirkt ja nur aus Gerits Sicht so gewaltig. Ein anderer Nachtschatten würde ihn wahrscheinlich ganz anders beschreiben. Und sooo klein ist Gerit nicht: er ist 13 in dieser Szene, und wir alle wissen ja, was Teenager-Hormone anrichten können. :) Dass er in dieser Situation nach all der Schmach so über sich hinauswächst, finde ich daher schon nachvollziehbar.


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    Gegönnt hab ich ihm den Sieg allerdings schon, besonders die Stiefel und natürlich den Respekt der anderen Nachtschatten. Hoffen wir mal, dass es von nun an mit ihm aufwärts geht, bestimmt gibt der Sieg ihm neuen Mut.


    Warten wir's ab. :D


    Western-Fantasy-Roman, das klingt ja sehr verlockend. Ich muss gleich mal nachsehen, ob es vielleicht sogar eine Übersetzung von dem Buch gibt.


    Meines Wissens nach nicht. In Deutschland schreckt man vor Western ja immer zurück.


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    Ansonsten würde mich interessieren, ob und an welchem Projekt du gerade arbeitest - denn die Trilogie "Der verwaiste Thron" scheint ja inzwischen abgeschlossen zu sein, oder?


    Ich schreibe tatsächlich gerade noch an Band 3 der Trilogie, der sollte aber in den nächsten zwei bis drei Wochen fertig werden. Danach gibt es erst mal das Projekt Urlaub ;D und danach fange ich mit der Recherche zu einem historischen Roman an. Außerdem muss ich endlich meinen Hexenmeister auf Level 80 bringen, aber World-of-Warcraft-Projekte waren wohl nicht gemeint. :)


    Gerit hat es nicht leicht sich auf der Burg zu verstecken. Ich war aber nicht so sehr überrascht, dass er dann doch entdeckt wurde. Vrenn konnten wir gar nicht richtig kennenlernen, im Grunde hat Gerit ihn auf dem Gewissen - schließlich hat er ihm befohlen mitzukommen.


    So sehe ich das auch. Es ist Gerits Schuld. Vrenn hätte vielleicht allein nicht viel länger überlebt, aber Gerit hat ihm sicherlich keinen Gefallen getan.


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    Hui, und dann die Verwandlung Lorkys auf der Fähre. Kein Wunder, dass seine Eltern ihn verkauft haben... Was jedoch die Fragen aufwirft: Wie entstehen Nachtschatten? Sind sie eine eigene Rasse? Sind demnach Lorkys Eltern und Geschwister auch auf jeden Fall Nachtschatten? Oder wird die Fähigkeit zum Gestaltwandeln vererbt und tritt nicht bei jedem Nachkommen auf? Überhaupt finde ich die Nachtschatten sehr interessant. Als ausschließlich böse sind sie bisher nicht beschrieben, mal schauen was da noch alles so kommt.


    Darüber sollten wir am Ende noch mal reden. Hier kann ich dazu nichts sagen.


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    Gerit hat es inzwischen wahrlich nicht leicht, er muss sehr viel erdulden.


    Gerit hat sich auch als Figur echt gemausert. Ursprünglich sollte er keine zentrale Rolle spielen, aber dann machte er mir auf einmal echt viel Spaß.

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    Mich würde mal interssieren, was es mit den Zitaten am Anfang eines jeden Kapitels auf sich hat? Sind die Bücher erfunden? Oder....?


    Ja, sind sie. Ich stelle mir den Autor so ein bisschen wie Stephen Fry vor: leicht aristokratisch, ein bisschen versnobt, ebenso sarkastisch wie mitfühlend.


    Hallo Claudia! Schön, dass du mitmachst! Ich oute mich hiermit als Fan deiner Kolumne in der "Space View" und bin umso mehr auf den Roman gespannt.


    Hi Aeria, huch, ein Fan. Wie cool. :winken:
    Bin mal auf deine Reaktionen gespannt. Ist ja was ganz anderes als zwei Seiten lang über Star Trek zu lästern.


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    Die Fürstenfamilie war mir auf den ersten paar Seiten recht sympathisch, besonders der Fürst (auch wenn er nur kurz aufgetaucht ist), weil er gegen den Aberglauben seiner Diener ist. Dann stellt sich aber heraus, dass es Sklaven gibt - und schon waren alle Sympathiepunkte futsch. Sklavenhändler und -halter sind ja in den meisten Fällen keine netten Leute. Ana finde ich arrogant, sie hält es in der Szene mit dem Kleid nicht einmal nötig, sich bei ihrer Zofe für den guten Rat zu bedanken. Es herrscht ziemliches Standesdünkel in der Fürstenfamilie.


    Totale Zustimmung von meiner Seite. So ist es.


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    Das Buchcover finde ich total toll, das Bild sieht irgendwie nach Schottland aus, oder jedenfalls wie ich mir Schottland vorstelle (war ja noch nie dort). Sehr düster und trostlos, genau "mein Ding".


    Schottland war auch das erste, woran ich beim Anblick des Covers dachte. Passt aber auch sehr gut zu Somerstorm. Ich stelle mir die Landschaft da (also in Somerstorm) ganz ähnlich vor wie in den Highlands.