Beiträge von Lucie

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    Lucie

    Eines kann ich nach dem zweiten Abschnitt jedenfalls schon mal sagen: mir gefällt das Buch wieder richtig gut. Sowohl hier in der Leserunde als auch vorne im Buch werden zwei weitere Bände angekündigt. Wird die Reihe definitiv auf eine Trilogie beschränkt sein oder ist das noch offen?

    Definitiv wird es genau drei Bände dieser Reihe geben. Die sind nämlich so gut wie fertig :-). Teil 2 "Jenseits von schwarz" ist für Frühjahr 2019 geplant - darüber sprechen wir vermutlich am Ende des Buches noch ;)...

    LG, Lucie

    Ich denke, dass es bestimmt auch schöne Momente gab in dieser Ehe, aber da Philipp so dominant war hat Eddie diese Momente jetzt nicht mehr auf dem Schirm. Das war sicher ein schleichender Prozess indem Eddie immer mehr von ihrem Selbstbewusstsein verloren hat. Dies hat sie bestimmt gar nicht bewusst wahrgenommen, dass sie sich immer mehr aufgegeben hat.

    An irgendeiner Stelle in diesem Abschnitt erinnert Eddie sich daran, dass sie in der Pubertät - oder sogar etwas später - während der Zeit auf dem Gymnasium, gar nicht verstehen konnte warum ihre Mitschülerinnen sich die Nägel lackieren und sich schminken und auf brezeln.

    Eddie ist von ihrer Mutter nicht unbedingt als Mädchen, dass mit Barbie Puppen spielen musste und sticken lernen musste, erzogen worden. Die Mutter und die Oma haben ihr da etwas anderes vermittelt, was m.M.n. viel wichtiger ist - sie Haben Eddie die Chance gegeben frei zu entscheiden wie sie leben möchte.

    Das geht für mich auch aus der Szene hervor, in der Eddies Mutter mit soviel Unverständnis auf Eddies Berufswunsch reagiert. Sie hatte mit allem gerechnet - Architektur oder Biologie - Studium oder so, aber zur Polizei, dass hatte sie nicht erwartet. Doch da war Eddie noch sehr Selbstbewusst und ist ihren Weg gegangen.

    Also die Basis für ein selbst bestimmtes Leben ist in Eddie vorhanden, sie ist nur zur Zeit sehr tief in ihrer Seele verschüttet. Philipp hat da seinen Macho-Müll drauf gebaggert und den muss Eddie nun langsam abtragen - Schaufel für Schaufel - und dann findet sie wieder zu sich selbst...

    Lieben Dank für so viel Verständnis und den Glauben an Eddie, dass sie es doch irgendwie hinkriegt. Das kann sie in ihrer Situation brauchen :* .

    Ich hab mir schon gedacht, dass die Szene schockt und hoffe, dass es Zombie damit nicht gelingt, allzu viele LeserInnen zu verschrecken ... allerdings bin ich das Risiko eingegangen :o .

    Ja, OK Lucie, die Szene schockt und ich habe ja schon geschrieben, dass ich das Buch schon mal zur Seite legen musste.

    Aber seien wir doch mal ehrlich:

    Wer zu einem Krimi greift, der muss auch damit rechnen, dass es mal hässlich, blutig oder grausam wird.

    Du hast die Szene so kurz wie Möglich gehalten, aber ekelig genug um uns Zombies perverse Seite klar zu zeigen. <X

    Die Szene steht jedenfalls genauso da, wie ich sie haben wollte. Das ist der Grund aus dem ich Krimis schreibe: In einer Schnulze könnte ich das so nicht bringen :lachen:. Natürlich gestehe ich jedem zu, das zuviel oder zu wenig zu finden, denn das ist wohl Geschmackssache.


    Wichtig war mir, die emotionale Abgestumpftheit zu verdeutlichen, mit der Zombie Vergewaltigungsszenen neben seinem Frühstücksmüsli konsumiert, wie andere Leute die Zeitung. Und selbst den schlimmen Bildern gelingt es nicht, ihn zu berühren, er macht das eher zur Ablenkung, wie Fernsehen, und das Video langweilt ihn auch noch <X. Um klarzumachen, wie gestört das ist, musste ich meiner Meinung nach zeigen, was genau ihn da langweilt.


    Die Frage, wie viele Menschen wohl tatsächlich längst von der Zeitung zum Porno übergegangen sind, bleibt im Raum stehen ...


    Liebe Grüße,

    Lucie


    Ich bin eigentlich der Ansicht, dass man seine Eltern in das Babysitting der eigenen Kinder nur dann einbeziehen sollte, wenn sie wirklich dazu bereit sind und das ist Eddies Mutter offenbar nicht und ihr Vater erst recht nicht. Kann ich auch gut verstehen, sie scheinen ja nicht sehr alt zu sein und anderes im Leben vorzuhaben.

    Finde ich auch. Kinder hüten ist ja definitiv nicht die Berufung von Eddies Mutter, und das kann man ja auch nicht voraussetzen. Trotzdem springt sie ein, wenn Not am Mann - bzw. an der Frau - ist. Finde ich toll von ihr, sollte aber nicht überstrapaziert werden.


    Insgesamt fand ich auch diesen Teil wieder richtig spannend!

    :*

    Liebe Grüße, Lucie

    Eigentlich merkt an jetzt schon, dass es ihr als Kriminalistin hilft. Sie achtet auf die Körpersprache völlig normal, was andere in Kursen erlernen.

    Ok, ich stimme euch zu:) es natürlich verschiedene Arten der Kommunikation. Und es stimmt, sie ist sensibilisiert auf die Körpersprache zu achten.

    Dass Eddie dadurch von ihrer Familie irgendwie wenig auf das Leben vorbereitet wurde, ist allerdings auch eine Meinung, die ihre Berechtigung hat ;). Ein wenig außerhalb der Norm ist sie sicherlich und die meisten Leute verhalten sich nun einmal anders, so dass Verständigungsprobleme vorprogrammiert sind.


    Das Buch hat schon eine lange Debatte bei uns zu hause ausgelöst. Ich bin auch kein Smalltalk-fan, ich kann es einfach nicht und ich habe mich gefreut, dass das hier im Buch durchaus nicht negativ gesehen wird. Aber, da wurde mir gleich gesagt, dass das Buch ja auf Leserinnen wie mich abzielt.

    Mit liebem Gruß an die Familie ;-): Das Buch zielt nicht nur auf LeserInnen ab, die Eddies Verhalten nachvollziehen können. Man darf genauso der Meinung sein, dass da was falsch gelaufen ist :lachen: (mein Mann sieht das übrigens auch so, der ist für klare Worte). Aber Eddie ist nun mal wie sie ist und kann da auch nicht einfach aus ihrer Haut. Das Beste daraus zu machen, ist wahrscheinlich nicht einfach.

    Ich freue mich aber sehr, dass das Thema Gesprächsstoff liefert :).

    LG, Lucie

    Ihr Elternhaus trägt mit Schuld daran, nicht freimütig kommunizieren zu können

    Ich weigere mich, dem zuzustimmen. Nur weil man keine Kraftausdrücke verwendet und sich auf andere Art verständigt, als die meisten Menschen ist es kein Hindern an freimütiger Kommunikation. Ich kann heute noch keine Kraftausdrücke benutzen und es irritiert mich, wenn Menschen, die ich mag, sie benutzen. Das Buch hat schon eine lange Debatte bei uns zu hause ausgelöst. Ich bin auch kein Smalltalk-fan, ich kann es einfach nicht und ich habe mich gefreut, dass das hier im Buch durchaus nicht negativ gesehen wird. Aber, da wurde mir gleich gesagt, dass das Buch ja auf Leserinnen wie mich abzielt. Nun, das obige Zitat scheint dem zu widersprechen. Außerdem sei Smaltalk eben wichtig um gute soziale Beziehungen zu haben und wer da nicht mitmacht wirkt arrogant. Für mich hat diese Art der Kommunikation überall Fallen und deshalb gehe ich ihr möglichst aus dem Wege. Leider gibt es Familienfeiern, wo man dem nicht aus dem Weg gehen kann oder eben als arrogant gilt.

    :totlach::totlach::totlach::daumen:.

    Ich glaube, es gibt einfach unterschiedliche Arten zu kommunizieren. Die hat jedeR von uns anders gelernt. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass das irgendjemandem beim Lesen bewusst wird.


    Eddie ist durch ihr Elternhaus eine so feine Art der Kommunikation gewohnt, dass meist Blicke oder Gesten ausreichen, um sich verständlich zu machen. Worte sind überflüssig.

    Für Smalltalk fehlt ihr das Verständnis, weil sie sehr klar wahrnimmt, dass das z.B. nur höfliche Floskeln auf Philipps schleimiger Verkaufsveranstaltung sind. Klar, gehört das zu den Spielregeln, aber für Eddie ergeben diese Regeln einfach keinen Sinn, im Gegenteil, ihr kommt das fast wie Lügen vor.

    Und mit dem raueren Umgangston in ihrer neuen Nachbarschaft und dem plumpen Rangordnungsgerempel der Kollegen hat sie natürlich erstmal arge Schwierigkeiten ;-)


    Wenn Ihr genau lest, könnt Ihr vielleicht erkennen, wie häufig Eddie auf die von Mutter und Oma erlernte Art denkt und während gesprochen wird, etwas ganz anderes wahrnimmt. (Zombie denkt übrigens anders, ist Euch aber wahrscheinlich aufgefallen :lachen:). Ob Eddies Art der Kommunikation/Wahrnehmung tatsächlich nur Schwierigkeiten macht, bleibt abzuwarten ...


    LG, Lucie


    Was jetzt passiert ist das wovor wohl die meisten Frauen Angst haben, wenn sie einen Mann verlassen und erst einmal mit nichts anfangen müssen. Da drohen Männer gern damit, dass sie den Kindern mehr bieten können und meinen sie hätten damit ein Anrecht auf die Kinder. Ich hatte wirklich kurz Angst, dass er Lotti mit Gewalt bei sich behält. Bei jemandem wie ihm hätte ich fest damit gerechnet. Da hatt Eddie Glück gehabt, dass er ob ihrer Reaktion erst einmal geschockt war. Aber er kann sich wirklich die besseren Anwälte leisten und davor hätte ich als Frau auch Angst. Sie hat natürlich alle Chancen, denn das Kind will ja nicht beim Vater bleiben. Bei einer Kollegin von mir wurde ein Kind, weil es das wollte, dem Vater zugesprochen. Dieses Kind hat nie wieder mit der Mutter gesprochen, obwohl der Bruder, der bei der Mutter lebt immer wieder versucht hat, ihm die andere Seite der Scheidung zu erklären. Schlimm für eine Mutter. Ich hatte schon im Vorfeld gesagt, dass im Falle eine Kind würde meinem Mann zugesprochen, ich sofort die Scheidung zurück ziehen würde. Da ist Eddie konsequenter. Aber ich denke sie hätte sich dann ganz gehen lassen...

    Das ist eine einfach schreckliche Situation, die aber vielleicht öfter vorkommt, als man hofft. Eine einvernehmliche Trennung zum Wohl des Kindes ist ein schönes Ziel, aber es kann auch anders laufen. Auch Eddie muss erfahren, dass sie auf die Reaktion des gekränkten Partners keinerlei Einfluss hat. Und ich glaube, sie ist nicht die Einzige, die absolut unvorbereitet in eine solche Eskalation schlittert.

    Dass Mütze mehr Biss und Lebenserfahrung hat, rettet Eddie in dieser Situation eindeutig den Hintern ;-). Keine Ahnung, wie es sonst weitergegangen wäre ...

    Lucie

    Eddie kommt, so finde ich, ganz gut mit ihrer Situation zurecht...Sie nimmt ihr Leben in die Hand, kauft sich den Roller von Oleg, wobei Mütze sie ordentlich unterstützt hat. Ich sag ja, in diesen Gebieten sind sie hilfbereit und stehen füreinander ein. Jedenfalls musste ich schmunzeln, wie Eddie zum Schluss verhandelt hat. Geht doch.

    ;)


    Ach noch was witziges, ich habe es fast geahnt, der kleine Hund ging mit nach Hause zu Eddie und Lotti. Ich fand es schön. Obwohl Eddie genug um die Ohren hat, nimmt sie das auf sich. Könnte ich gewesen sein^^

    Könnte ich auch gewesen sein ^^.


    Ich bin jedenfalls begeistert und freue mich weiter zu rätseln und zu spekulieren.

    :* Ich freue mich schon drauf.

    LG, Lucie

    Ich gehe mal davon aus, es hat im Unterbewußtsein wohl a) gelauert, dass sie selbst es ja so wollte '(sie wollte auf Männer wirken und meinte das ginge so, klappt ja auch meistens), b) dass die Mutter dann recht hätte, c) eine Form von Bequemlichkeit. Alles zusammen hat verhindert zu sehen, was passiert ...

    "... zu sehen, was passiert" ist eine super Formulierung, die in Eddies Fall zutreffender ist, als Ihr zu diesem Zeitpunkt der Geschcihte eigentlich ahnen könnt :boah:. LG, Lucie

    Was seinen Porno angeht muss ich gestehen, fand ich das jetzt nicht allzu schokierend zu lesen. Vlt. aber auch nur aus dem Grund dass ich schon viel schlimmeres gelesen habe. Dass es solche Videos real gibt ist ja leider nicht zu verleugnen. Ich muss sowas jetzt nicht ständig lesen, aber irgendwie zeigt es mir auch was Zombie für ein Typ ist. Ich mag ihn aber nicht :totlach:

    :totlach:

    Jedoch hab ich das Gefühl dass Eddi sich komlett anders entwckelt wie man jetzt denkt. Irgendwie hab ich größeres für sie im Kopf :)



    Ich habe definitiv auch größeres für sie im Kopf, immerhin habe ich ihr die nicht einfache Aufgabe zugedacht, diese Reihe über drei Bände zu tragen. Mal sehen, wie sie sich dabei schlägt ;) ...

    LG, Lucie

    Sicher ist Mütze jemand die weiss, wie sie mit wenig Arbeitsaufwand durch Leben schlittert, aber hat das Herz auf dem rechten Fleck und ist bereit der neuen ahnungslosen Nachbarin zu helfen. Soviel Übersicht und Pragmatismus hätte ich der Tarnhosenträgerin gar nicht zugetraut ...

    :)

    LG, Lucie

    Es könnte sein, dass er nach außen völlig normal wirkt (außer seinen Wutanfällen) Immerhin kümmert er sich um die "Blagen" (die Wortwahl heißt übrigens nicht, dass er die Kinder nicht leiden kann. Ein Bekannter von mir, der ein lieber Vater ist, nannte seine Töchter immer Pest und Cholera) und er macht das Video aus, als sie reinkommen, also daran denkt er wenigstens.

    :boah: Um viele Ecken herum gedacht ...


    Diese Leserunde macht mir übrigens schon gleich beim ersten Abschnitt sehr viel Spaß.

    Hier sind bereits sehr weit gehende Gedanken und Diskussionen zu Themen entstanden, die mir beim Schreiben wichtig waren.


    Ich fürchte allerdings fast, dass der/die eine oder andere schon bald auf der richtigen Spur sein wird ... :o


    Viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Euch

    Lucie

    Leider bin ich mir sicher, dass ein Verhalten wie seins in der Realität durchaus vorkommt. Und zwar nicht gerade selten!

    Ich befürchte das auch ganz stark ...


    ... mehr erfahren wir nicht von seiner Schwester. Noch so eine Frage, warum wird sie noch nicht weiter erwähnt? Sie scheint ihm sehr wichtig zu sein und mir kommt es so vor, als habe er einen großen Beschützerinstinkt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es diese Schwester gar nicht mehr gibt, nur in Zombies Gedanken...

    :boah:


    Lucie

    :winken:

    Willkommen!

    Dafür hätte er einen Schlag, der schon irgendwie etwas mit Nüssen zu tun hat, verdient. Allerdings nicht mit Kopfnüssen. Aber der Typ ist Eddie ja eher nicht;)

    Ja, an dieser Stelle wäre mir Lila auch lieber gewesen, die hätte garantiert nicht lange gefackelt :lachen:.


    Das Abschneiden des lächerlichen Zopfes ist ein wahrer Befreiungsschlag.

    Sonst erzählen Sagen und Geschichten immer , dass in den Haaren Macht liegt und das Abschneiden den Verlust derselben bedeutet.

    In Eddies Fall bedeuteten sie höchsten Phillips Macht über sie. Mit dem Abschneiden nimmt sie ihm zumindest ein Stück davon.

    Das ist sehr poetisch erklärt, bringt es aber auf den Punkt. Ich liebe Haare einfach, man kann so viel damit ausdrücken :totlach:.


    Liebe Grüße, Lucie

    Und er nimmt sie auch gegen diesen Bussi (was für ein Name!) in Schutz, der scheint ja ein ähnliches Kaliber wie ihr Noch-Mann zu sein. Warum nur finden sich solche wohl öfter mal in Eddies Nähe?


    Hallo auch :winken:.

    Nun ja, natürlich Bussi ist auch kein Sympathieträger ... allerdings sehen wir ja (wie immer in meinen Büchern), die Dinge sehr subjektiv aus Eddies Perspektive ...

    Oder eben aus Zombies Sicht, was noch viel schlimmer ist ;).


    Lucie

    kessi69. Hallo zurück :winken:


    Ein ganz großes Dankeschön für Dein Verständnis und Mitgefühl - nicht nur für Eddie, sondern sogar für Zombie :*. Klar, ist er total gestört, aber es gibt tatsächlich auch Gründe dafür, dass er so geworden ist. Er selbst denkt da nicht so gern drüber nach, aber Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht.


    Lucie

    Ich glaube aber, es ist auch in unserer emanzipierten Gesellschaft durchaus möglich, nach einer Trennung in einer ähnlichen Situation wie Eddie zu landen (bis auf das Blasenproblem vielleicht, wer weniger dünnhäutig ist, wird wohl nicht gleich psychosomatisch reagieren). Alleinerziehende haben ja nicht umsonst ein erhöhtes Armutsrisiko.

    Das denke ich auch. Und es ist auch so, wie Rhea schreibt, dass man häufig nicht weiß, welche Möglichkeiten einem überhaupt zur Verfügung stehen.


    Es ist ja eigentlich auch so, dass man sich in einer Ehe mit Kind nicht unbedingt permanent fragt, wie man eine Trennung gestalten würde. Zudem spielt auch eine gewisse Bequemlichkeit eine Rolle, was Eddie ja auch selbt einsieht - und das jedem passieren kann, behaupte ich mal.

    Zudem entsteht so eine Situation, wie sie bei Eddie und Philipp der Fall ist, nicht von heute auf morgen. Es fing zuerst damit an, dass Eddie ihren eh ungeliebten Beruf zugunsten von Lotti an den Nagel gehängt hat. Natürlich begab sie sich damit in eine gewisse Abhängigkeit, aber man rechnet zu dem Zeitpunkt auch nicht damit, dass man sich Jahre später in so einer Situation wie Eddie unbedingt wiederfindet - vor allem hofft man es nicht.

    Es ist bestimmt auch nicht einfach, sofort aufzustehen und zu kämpfen, wenn man/frau so grandios gescheitert ist wie Eddie (sie fühlt sich ja am "absoluten Tiefpunkt in ihrem bisherigen Leben"). Das ist ja auch sowas wie ein Schock. Und es hat ja nicht jedeR eine Mutter, die weiß was zu tun ist. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist Eddie sogar ziemlich schnell bereit, aufzustehen und sich den Dreck von der Hose zu klopfen ... oder?

    Liebe Grüße, Lucie

    ... aber der Weg dahin wird noch steinig und weit sein ..

    :totlach:

    Alles andere wäre ja auch langweilig ...


    Ich glaube aber, es ist auch in unserer emanzipierten Gesellschaft durchaus möglich, nach einer Trennung in einer ähnlichen Situation wie Eddie zu landen (bis auf das Blasenproblem vielleicht, wer weniger dünnhäutig ist, wird wohl nicht gleich psychosomatisch reagieren). Alleinerziehende haben ja nicht umsonst ein erhöhtes Armutsrisiko.

    Falls sich also tatsächlich einE LeserIn mal in einer ähnlichen Situation wiederfinden sollte, würde ich mich freuen, wenn Eddie das Gefühl vermitteln könnte, nicht ganz allein damit zu sein. Ob das klappt ?( ??? ?

    Dann haben wir diesen Zombie, der scheinbar nur aus Aggression und Gewalt zu bestehen scheint. Was für ein extrem unangenehmer Typ. Aber ist er auch der Mörder der Frau vor dem Jobcenter? Das wird ja nicht explizit beschrieben, aber vieles deutet momentan auf Zombie hin, der nicht zum ersten Mal eine Blackout hätte und dabei einfach nur drauflos schlägt.

    Sein Psychiater empfahl ihm herauszufinden, wo der Grund für seine Aggressionen liegt - das würde mich jetzt auch interessieren, warum er so ist, wie er ist. Denn bei seiner Schwester scheint er eher zahmer drauf zu sein - ganz im Gegenteil zu seinem sonstigen Verhältnis zu Frauen. Was natürlich aber kein Entschuldigung für sein Tun ist.


    Habe ich das richtig verstanden, dass er mit Janine zusammen Kinder hatte, die nun bei ihm wohnen? Ach du Schreck, die Kinder können einem ja nur leid tun.

    Was für einen Beruf übt Zombie eigentlich aus? Dass er in einem Büro arbeitet, hat mich doch überrascht. Und was hat es mit diesem Ordner mit Entenaufkleber auf sich?


    Toll, dass Du Dir über Zombie Gedanken machst :*. Immerhin ist seine Wut ja Thema der Geschichte ...

    Lucie

    Danke. Ich hoffe so sehr, dass sich die Frau fängt und es den Kerlen zeigt, jawohl. Schwer wird es sicher, denn der Chef scheint ein guter Kriminalist zu sein.

    Immerhin versucht sie es ja irgendwie auf die Reihe zu kriegen ;).

    Wer nach ein paar Jahren Eltern- /Erziehungszeit mal versucht hat, wieder in den Job zurückzukehren, kann vielleicht nachvollziehen, dass das holpern kann?! Da ist Eddie bestimmt nicht die Einzige, die mit Selbstzweifeln kämpft, nachdem sie sich von ihrem lieben Gatten ja auch noch den Selbstwert hat abgraben lassen, oder?

    LG, Lucie

    @ Rhea:

    Oh, schnell gelesen :-) .

    Das kommt davon, dass ich selbst zwei Stunden brauche, um meine Begrüßung hier fertigzukriegen (die Kids hatten zwischendurch Hunger).


    ... vielleicht lag es auch daran, dass sie alles so gemacht hat wie er wollte. Daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Es ist immer das Problem. Wenn man verliebt ist, möchte man für den Partner alles tun. Wenn man dann merkt, dass es eigentlich zu viel ist, vom anderen das gleiche nicht zurück kommt, und man was ändern will, hat der andere sich schon daran gewöhnt und wundert sich, warum das jetzt auf einmal nicht mehr so gehen soll...

    Schön beschrieben ...


    Die Zombie Einschübe sind schwer verdauliche Kost. Muss es eigentlich sein, dass solche Sexszenen beschrieben werden? Wir hatten neulich einen Krimi, in dem eine sehr schöne Sexszene zwischen zwei Frauen beschrieben wurde, um das Verhältnis zwischen beiden Frauen zu zeigen. Die wurde von einigen als unnötig empfunden. Die Szene mit dem Porno brauche ich nun wirklich nicht. Ich hoffe es bleibt bei der einen. Oute mich gerne hier als jemand, der keine Pornos schaut und schon gar nicht so was. Der Typ ist widerlich ...

    Ja, widerlich :daumen:. Ich kann auch nicht verstehen, wie man emotional derart abgestumpft sein kann, ungerührt sein Müsli weiterzulöffeln.

    Ich hab mir schon gedacht, dass die Szene schockt und hoffe, dass es Zombie damit nicht gelingt, allzu viele LeserInnen zu verschrecken ... allerdings bin ich das Risiko eingegangen :o.


    Mir persönlich war nämlich genau diese Szene sehr wichtig (darüber darf man/frau aber gern geteilter Meinung sein). Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das auf so drastische Art schildere. Und "widerlich" trifft ziemlich genau, was ich ausdrücken wollte. Denn: Würde ein so großes Angebot von Videos dieser Sorte existieren, wenn ein Verhalten wie das von Zombie in der Realität nicht vorkommen würde?


    Die Szene mit der Katze fand ich aber klasse geschrieben. Habe mich wirklich gefragt, wieso er wartet bis die Mörderin in sein Zimmer schleicht. Reingefallen. Aber wieso mag er die Katze nicht?

    :) - Gute Frage. Möglicherweise eine entscheidende ...


    Viel Spaß beim Weiterlesen. Lucie

    Hallo Ihr Lieben,


    ich begrüße Euch ebenfalls herzlich zu unserer Leserunde :winken:. Ich freue mich sehr, dass wir uns zu meinem neuen Roman "Jenseits von Wut" hier treffen - das erste Mal nicht zu einem "Lila-Ziegler-Krimi" sondern nun zum ersten Band meiner neuen Reihe. Das ist für mich sehr aufregend, fast wie mein allererstes Buch, und ich bin gespannt auf Eure Meinungen.


    Weil ich viele TeilnehmerInnen schon aus anderen Leserunden kenne, bin ich automatisch zum Du übergegangen. Ist das für alle hier in Ordnung? Wenn jemand etwas dagegen hat, gebt einfach kurz Bescheid, die doppelte Anrede Sie/Du macht natürlich auch keine Umstände.


    Ich wünsche uns allen eine schöne Zeit und bin sehr gespannt, was Ihr vom ersten Leseabschnitt haltet :o.

    Lucie