Beiträge von Valentine

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    Die Tanzkurs-Szenen fand ich auch göttlich, von vorne bis hinten, von "Masafacka" und Rex Gildo bis zu Hansjürgen, Francesca und dem tanzwütigen Langhammer. Da sieht Klufti schon seine Rettung gekommen, als Erika sich den Knöchel verknackst, und prompt hat er im wahrsten Sinne des Wortes den Doktor am Hals :o


    Hansjürgen hat mich sehr an meinen eigenen Tanzlehrer erinnert. Ich habe ähnlich schlechte Assoziationen mit dem Wort "Tanzkurs" wie Klufti, was ihn mir gleich noch mal so sympathisch gemacht hat. Let's do the Kluftinger! 8)


    Auch klasse: das Lokal "Duschhaube" :D


    Dass dieser "TIK" nicht ganz sauber ist, liegt ja recht nahe, und der Verdacht bestätigt sich, als dieser Mann plötzlich wie angestochen die Flucht ergreift. Und bevor es zu der spannenden Szene am Fluss kommt (ich dachte wirklich, Klufti würde springen!), gibt's noch ein kleines Schmunzel-Bonbon, als Kluftinger die arme Oma mit Rollator für einen Schwerverbrecher hält.


    Mit Hamadoni erklärt sich auch die Verbindung des Falles zur russischen Waffenschieberei. Sehr international diesmal, das Ganze. Kein Wunder, dass Klufti manchmal das Gefühl hat, das sei alles eine Nummer zu groß.


    Und was ist bloß in den biederen Maier gefahren? Scheint einer von der Sorte zu sein, die ihr mangelndes Selbstwertgefühl mit A***-Allüren kompensieren müssen, sobald sie ein bisschen Macht bekommen.

    Ich finde das bewundernswert, wie homogen Ihr beide das hinbekommt. Der Stil ist durchgängig stimmig, so dass man vermuten könnte, es gäbe wirklich nur einen Autoren :D


    Über Yildrims Antwort auf Byrdlinskis "Lindström" musste ich so lachen ;D (und was Sandy bloß an dem Schmierlappen aus Ö findet ??? )


    Mama Kluftinger wird ihren Jungen wohl in diesem Leben nicht mehr als Erwachsenen betrachten. Der Ärmste ist beim Schuhkauf ja wirklich nicht zu beneiden - und dass er am Ende diese kotzhässlichen Treter toll findet, ist so wunderbar aus dem Leben gegriffen. So ist das manchmal, insbesondere mit Männern, die mit Mode nix am Hut haben :D Wie Mama ihm dann noch gestrickte Socken in die Tasche steckt, war auch herrlich 8)


    *grübel* Ehrlich gesagt, bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass der Countdown etwas mit dem Laienspiel oder Umzug zu tun haben könnte :-[ Aufgrund des Klappentextes war das für mich doch recht eindeutig...


    Gut, dass ich Klappentexte mittlerweile nicht mehr lese. Ich dachte nämlich auch lange Zeit, der Countdown hätte was mit dem Spiel zu tun. Kapiert habe ich das erst, als die Uhr auftauchte.

    Oha - ab Seite 64 wird klar, warum die Bombenbastler sich ausgerechnet im Allgäu niedergelassen haben: wir schreiben das Jahr 2008 und es ist Fußball-EM in Österreich und der Schweiz :o


    Dass Klufti und Co. so lang brauchen, um das BKA zu Rate zu ziehen, hat mich eigentlich ein bisschen gewundert und ich fand es erst eher unglaubwürdig (mein erster Gedanke "so stümperhaft kann man doch gar nicht sein") - aber andererseits ist man im richtigen Leben manchmal ja wirklich so vernagelt und kommt nicht auf das Naheliegendste, gerade wenn man unter enormem Druck steht, etwas zustandezubringen.


    Der Einfall, einen von Xavier Naidoos prätentiösen Songtexten für eine blumige Antwort an die Terroristen zu verwenden, hat mir gefallen ;D


    Und nach den für Klufti-Verhältnisse ungewohnt ernsthaften Szenen im Präsidium dann Schnitt auf den probenwilligen Langhammer in Tarnshorts 8) Das mag ich an den Kluftinger-Krimis, die ausgewogene Balance zwischen Spaß und Ernst.


    Mit dem Auftauchen der BKA-Leute zieht ein ganz anderer Kommandoton und kühle Professionalität bei der Kemptener Polizei ein, wo es bisher doch immer sehr "gemenschelt" hat. Was ich von Yildrim halte, weiß ich noch nicht so genau, aber über seine Kommentare zu Bydlinski habe ich mich gut amüsiert.


    Ich bin gespannt, wie sich die Verstrickungen im Hintergrund auflösen werden. Da kommt ja viel ins Spiel: russische Waffenschieber, islamistische Terroristen ...


    Was ich schön formuliert fand (und manchmal ist da wirklich was Wahres dran):


    Zitat

    Manchmal war Kluftinger sehr froh, dass sie hier wenigstens noch ein kleines bisschen hinter dem Mond lebten. Dort ließ es sich bisweilen ganz gut aushalten. Meist besser als im grellen Licht der Sonne.


    Das gefällt mir auch immer wieder, auch wenn ich die "Deprikommissare" durchaus mag. ;D


    Im Einzelfall hab ich ja auch nix gegen diese Spezies, aber sie ist leider in der Krimiwelt zur Mode geworden, ebenso wie das Handlungsmuster des Mordes oder Unfalls im unmittelbaren Umfeld des Ermittlers (der spätestens dann depressiv wird, sofern er es nicht schon vorher war) ::)


    Klufti bietet dazu einfach eine schöne Abwechslung mit seinen Alltagssorgen.

    Endlich bin ich auch mit dabei und habe gestern abend, wie jedesmal, wenn ich Klufti lese, diverse schräge Blicke von meinem Liebsten geerntet, weil ich alle paar Seiten in prustendes Gelächter ausgebrochen bin. Unter anderem bei der Leichen-Szene. Oder als Klufti sinngemäß die Ösis fragt, warum sie nicht tot sind. Die Szenen in der Uni, erst das mit dem Audimax, den er für einen Menschen hält, und dann die Vorlesung, sind genauso großes Kino wie die in Willis Büro, als er in der Schublade wühlt und mit einem Aufschrei den Kieferknochen von sich schmeißt - das habe ich richtig vorm inneren Auge gesehen und gehört ;D


    Der Kriminalfall selber scheint ja in Richtung Terrorismus zu gehen. Bin mal gespannt, was Tobias Schumacher für ein Geheimnis gehütet hat.


    Auf den Einstieg bin ich übrigens auch voll reingefallen, ich habe das ebenfalls für eine Traumsequenz gehalten und die "rote Sonne von Barbados" (Alptraumlied aus meiner Kindheit mit Bayern 1 :o ;D ) für ein Lied aus dem Radiowecker.


    Was mir an allen Klufti-Romanen gefällt, ist die Authentizität. Klufti ist keiner von diesen leidgeplagten Deprikommissaren, wie sie Wallander & Co. haufenweise ins Rennen schicken, sondern ein Typ wie du und ich, dessen Probleme eher familiärer Natur sind. Oder langhammerscher ;) Ein Mensch, der das Herz am rechten Fleck hat, aber auch nervtötende Macken und eingefahrene Gewohnheiten. Auch seine Familie und die Kollegen sind so herrlich lebensnah gezeichnet, dass das Lesen einfach Spaß macht, weil man immer wieder zustimmend nickt und denkt "So eine(n) kenn ich auch ..."


    Ich bin auch mal gespannt, ob wir irgendwann Kluftingers Vornamen erfahren würden. Ich habe heute nacht sogar davon geträumt und im Traum einen ganz fürchterlichen Namen gelesen, aber ich habe ihn leider vergessen ...


    Das einzige, was ich mir so überhaupt nicht vorstellen kann, ist Klufti mit Bart. Das geht einfach nicht in meinen Schädel :-\

    Leute, ich muss mich schämen ... ich habe mir die Leserunde nirgends eingetragen und das Buch jetzt aus der Bibliothek entliehen. Stecke schon mittendrin :-[ :-[ :-[


    Bei der Leserunde werde ich mich aber trotzdem einklinken.


    Soooo schade, dass das Kaffeehaus seines Freundes nicht mehr da war. Andererseits verstehe ich nicht so ganz (aber das liegt wohl an mir ;) ) , wieso Menschen von "Freund" reden, aber nicht mal wissen, dass sein Laden bereits zwei Jahre zu ist. :-\


    Luigi ist Brionis Cousin, oder?


    Meine Cousins sehe ich manchmal auch monate- oder gar jahrelang nicht, so dass ich nicht immer auf dem Laufenden bin, was ihre Lebensumstände betrifft. Das kann ja bei Brioni genauso sein.

    Ah, schade, hätte ich die Frage mal früher gestellt - ich bin vorgestern aus München zurückgekommen. Aber dann merke ich mir den Tip eben fürs nächste Mal vor.


    Wir haben hier in der Nähe auch eine gute Kleinrösterei, durch die ich Kaffee erst richtig schätzen und genießen gelernt habe. Seitdem kriege ich beim Feldwaldwiesenkaffee aus dem Supermarkt das kalte Grausen :o