Beiträge von Ulf Schiewe

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    Vielen Dank für deine rege Teilnahme und deine Rezension.


    Nur ein Wort noch zu deinem Kommentar, jeder Protagonist hätte ein eigenes Buch verdient. Das mag sicher sein, aber dann wäre es nicht mehr dieses Buch gewesen, das ja eben mehr sein wollte als ein normaler Roman ... eben ein Streifzug durch die Geschichte. :)

    Ich könnte heulen. Ich hatte meine Rezi schon fast fertig, dann habe ich irgendeine falsche Taste erwischt und war plötzlich auf irgendeiner Real Estate Seite, und als ich zurückging war meine Rezi futsch. :argh:

    Wird also wohl vor nächster Woche nichts werden, denn ich kriege übers Wochenende jede Menge Besuch, da komme ich zu nichts (und im Moment bin ich zu gefrustet um noch mal von vorne anzufangen).

    Oh neinrotwerd:argh:

    So etwas ist mir auch schon passiert. Extrem frustrierend. Aber keine Eile. Nächste Woche ist auch okay. :)

    Sehr schön zusammengefasst. Vielen Dank! :)

    Aha. Und was meinst du damit? Das würde mich interessieren.

    Du meinst wie du mich aus meiner Komfortzone gelockt hast? Tja ... meine Lieblingszeit ist nun mal das Mittelalter und ich such und les eigentlich auch speziell Bücher aus jener Zeit. Geschichten aus dem 19. Jahrhundert oder aus dem 20. steh ich da schon skeptischer gegenüber (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber ich bevorzuge schon das MA.) Auch über den 30. Jährigen Krieg findest du in meinem Bücherschrank recht wenig Bücher. Und du hast mich dazu bewegt, auch mal abseits der üblichen Pfade zu schnuppern und zu lesen ^^

    Na, das ist doch schön! Ich freu mich. :)

    Die lebten noch in Kroatien. Ich fand ihn unglaublich. Er hat während der Pausen auf der Toilette Deutschvokabeln gelernt. Fast seinen gesamten Verdienst hat er zur Seite gelegt, hat zwei Jobs gemacht. Und als der Krieg zu Ende gewesen ist, hat er mit dem verdienten Geld seinen Eltern ein neues Haus bauen lassen. Er konnte lange nicht nach Hause fliegen oder fahren, dass fand ich ebenfalls sehr traurig. Zu Beginn waren nicht einmal Telefonate möglich, dass er nicht wusste, wie es seiner restlichen Familie ging.

    Zum Glück ist heute wieder alles gut, aber ich kann mir das so schwer vorstellen welches Leid die Familien ertragen mussten. Jeder der so wie wir, ohne Krieg leben kann, sollte es zu schätzen wissen.

    Bei der Geschichte stehen mir die Haare zu Berge. Und ich unterschreib deine Aussage ... wir haben verdammtes Glück, ohne Krieg und ohne große Entbehrungen zu Leben - und auf der anderen Seite stehen nationalsozialistische Tendenzen, die mir Angst und Wut hoch kochen lassen. Wir haben nichts aus der Vergangenheit gelernt!

    Das macht mir auch große Sorgen.

    Aha. Und was meinst du damit? Das würde mich interessieren.

    Auch der letzte Abschnitt hat mir gut gefallen. Die Schmitt-Werke werden größer. Olga und Hedwig haben das wirklich gut gemacht. Sie zeigen einmal mehr, wozu Frauenpower fähig ist :unschuldig: Irgendwie haben die zwei logisch gedacht und schnell gemerkt, dass sie zusammen mehr erreichen können als allein. Auch wenn die Fischers im Moment vielleicht schlechter darstehen, aber am Ende eigentlich doch nicht. Mit der Verbindung zwischen Gisela und Ewald bleibt ja nun alles in der Familie und die Familien sind endlich vereint.


    Gut fand ich hier auch, dass man immer wieder die politische Situation mitbekommen hat. Nicht nur die Straßenkämpfe sondern irgendwie ja doch alles, was diese Zeit ausmacht.


    Insgesamt gesehen hat mir das Buch gut gefallen, es war ein spannender Streifzug durch die Geschichte. Meine Rezi folgt dann vermutlich zum kommenden Wochenende.

    Ich bin gespannt!

    In Grenzgebieten wird das öfter der Fall gewesen sein, denke ich. Und ich muss da immer an jüngere Kriege wie z.B. Kroaten gegen Serben denken. Eine ganz besonders schlimme Sache, wenn die Feinde vorher womöglich Bekannte oder sogar Freunde waren. Kann man sich gar nicht vorstellen, was da vorgeht in den Einzelnen.

    Ich hatte einen Kroaten- Albaner als Kollegen. Der musste das im Krieg der Kroaten und Serben miterleben was es heißt einen Krieg Bruder gegen Bruder zu führen. Das war so grauenvoll und traumatisierend für ihn, dass er während einer zweistündigen rot Kreuz Pause ( Feuerpause) die Flucht gewagt hat. Diese Flucht ist dramatisch verlaufen und als er uns davon erzählt hat, war es Mucks Mäuschen still im Raum. Für uns war es unglaublich zu hören was dieser Krieg für Grausamkeiten mit sich gebracht hatte. Sein Bruder ist ebenfalls geflüchtet, sie haben sich dann das erste Mal erst in Deutschland wiedergesehen. Ein Tränenreiches Wiedersehen und die Brüder könnten sich endlich wieder in die Arme nehmen.

    Mein Gott! Ja, es gibt solche Schicksale. Was ist denn aus dem Rest seiner Familie geworden?

    Ich finde diese Zeit ja besonders spannend. Der Umbruch der Gesellschaft und der Arbeitswelt geht Hand in Hand. Und die technischen Entwicklungen sind wahnsinnig spannend, auch weil sie mit so großen Schritten voran gehen. Und mit den Schmitts sind wir mittendrin. Das ist toll arangiert von Dir, lieber Ulf.

    ja, das fand ich auch ein genialer Schachzug von dir, lieber Ulf =) Überhaupt der Weg vom kleinen Schmied zum Fabrikdirektor!

    Danke! :)