Beiträge von Manuel

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    Verspäteten Dank auch für deine Rezension, Rhea! Ich freue mich sehr (und bin fast ein wenig verlegen), dass die Geschichte auch bei dir eine so positive Resonanz hervorgerufen hat. :winken:


    Nun ist es aber an der Zeit, dass auch ich mein Fazit zu dieser Leserunde abgebe. Das hätte ich schon viel früher getan – allerdings haben mich Weihnachtsvorbereitungen, ein neues Texter-Projekt und diverse andere Verpflichtungen zeitlich eiskalt erwischt, so dass ich erst jetzt dazu komme. :-[


    Ich habe diese Leserunde sehr genossen – und das ist nicht einfach so dahingesagt, sondern offen und ehrlich gemeint. Eure Anmerkungen und Empfindungen zu WELTENLIED haben mich teilweise sehr berührt; immer jedoch haben sie mich über den Tellerrand schauen lassen, mir neue Perspektiven eröffnet und mir wieder einmal bestätigt, was für mich seit jeher ein Faszinosum von Büchern darstellt: Dass uns unsere Phantasie einen ganz individuellen Zugang zu Geschichten ermöglicht. Einen, der nur uns gehört und der für uns umso wertvoller ist, als andere Menschen ihn nicht unbedingt teilen müssen.


    Wenn sie es doch tun, so ist das ein Bonus, der Freude macht – doch letztlich ist es immer die ureigene Wahrnehmung und Deutung einer Geschichte (jeder Geschichte!), die uns selber ausmacht und die wir mit jedem Buch, das wir lesen, neu erfahren und ausloten. Wie ein Schatz, den nur wir selber suchen und heben können. Und der weit über das geschriebene Wort hinausgeht.


    Vielen Dank euch allen für die aktive, geduldige Teilnahme (dass Einzelne abspringen, ist wohl bei keiner Leserunde zu vermeiden) – vielleicht sehen wir uns ja wieder, wenn die Zeit gekommen ist, die Saga der Zwölf fortzusetzen? Ich jedenfalls würde mich sehr freuen. :D


    Liebe Grüße und schöne Weihnachtstage,
    Manuel

    Hallo, Pfote2010, lieben Dank für deine kluge, nicht unkritische Rezension. Ich glaube, du hast den Charakter des Buches sehr schön wiedergegeben. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Liebe Seychella, auch dir herzlichen Dank für die ausführliche Rezension und dafür, dass du die Leserunde als Moderatorin begleitet hast (auch wenn du in letzterer Funktion die meiste Zeit über wohl „unterbeschäftigt“ warst, hehe). [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125]


    Rhea und BettinaP (dich vermisse ich übrigens leider seit gefühlt der zweiten Strophe …), möchtet ihr auch noch eure Bewertungen abgeben? Ansonsten ziehe ich dann bald mein persönliches Leserunden-Fazit. :winken:


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Piranhapudel, mamarina64 und JanaBabsi!


    Vielen Dank für eure Rezensionen -- besonders natürlich für euer Lob, aber auch für ehrliche kritische Anmerkungen. Ich freue mich über jede Art von Feedback! :winken:


    Piranhapudel , danke fürs Herausstellen des Zwischenmenschlichen in der Geschichte. Diese Ebene war mir beim Schreiben sehr wichtig, insofern freue ich mich, dass davon was "rübergekommen" ist. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    mamarina64 , "hell", "freundlich", ein "Lichtblick" -- vielen Dank! Ich selber bin kein allzu großer Freund von "düsterer" Fantasy und wollte mit WELTENLIED auch dezidiert keine solche schreiben. Von daher -- Freude! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    JanaBabsi , hey, ich hab zu danken -- fürs kontinuierliche Feedback und fürs Dranbleiben, auch wenn das Buch deine Erwartungen nicht erfüllt hat. :winken:


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hey, JanaBabsi!




    Meine Rezension kommt umgehend.
    Ich muss nächste Woche ins Krankenhaus und hab noch einiges vorzubereiten zu Hause, damit ich Mann und 2 Hunde ein paar Tage alleine lassen kann. ;)
    Bevor ich ins KH abrücke ist meine Rezi aber hier, versprochen.


    Ich kann mich mamarina64 und Vorleser nur anschließen und hoffe, du bist bald wieder auf dem Damm! :winken:


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Als Riyuu Arrec folgt, ist glaube ich eine Ungereimtheit. Du schreibst vorher, dass Steppenläufer nachmittags schlafen, dann folgt Riyuu Arrec und wegen der Morgenluft hat er Probleme dem Geruchsfaden zu folgen. (?) ???


    Ertappt! :verlegen: Werde ich in der nächsten "Auflage" korrigieren. :D



    Im Gegensatz zu meinen Mitlesern, finde ich es nicht so schlimm, dass Heranon sich nicht zu erkennen gibt. Er ist so alt er wird seine Gründe haben. Und auch das der Weise Ramu in Rätseln spricht finde ich nicht ungewöhnlich, wenn er alles verraten würde, wäre ja alles viel zu einfach.


    Jau. :D



    Die Szene mit dem Raubfisch fand ich einfach nur eigenartig, ich war am Überlegen, ob sich jetzt Ciara zum Hai wandelt. An so was wie Sex habe ich gar nicht gedacht, wie gesagt, ich fand den Absatz seltsam.


    Nee, Ciára ist kein Gestaltwandler. Bleibt also nur die andere Möglichkeit ... :verlegen:




    (...) und ich hatte erst noch gedacht er sei vielleicht ein Wolf wegen des Namens Lykos (Lykaner). Und generell haben wir ja bei Hunden und manchmal auch bei Männern die "wer hat den Größten" :banane: Diskussion. Und ohne die Geschichte würde ja Spannung fehlen und die Geschichte mit Ciara hätte sich nicht so entwickeln können. :winken:


    Dem allem hab ich nix hinzuzufügen. ;D ;D ;D

    Hallo zusammen!



    Schön das zum Ende alles gut ausgegangen ist. Wofür ein Weltenlied alles gut ist.


    Hehe, jau. :D



    Interessant fand ich das Gefängnis mit/ohne Gittern. Super Idee. Und obwohl die Harkyds jetzt am Ende noch mal aufgetaucht sind, sind sie mir immer noch ein Rätsel, aber vielleicht ist das ja auch nicht so schlimm, vielleicht sind sie ja jetzt auch verschwunden. Es scheinen ja keine normalen Wesen zu sein.


    Danke dir! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128] Die Hárkyds sind in der Tat mehr oder weniger "magische", von Efuwâk befehligte Wesen, die durch einen Biss feststellen können, ob ein Lebewesen ein Gestaltwandler ist oder nicht. Daher passiert Ríyuu auch nichts, nachdem er beim Klettern gebissen wird. Und daher rührt auch das Missverständnis in der Gondel: Alle denken, Léun darf nicht gebissen werden ... dabei wird Arrec gebissen, und sofort folgt ihm der Schwarm der Hárkyds -- weil er Ashúra ist. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Was ich noch nicht verstanden habe, war die Aufgabe von Ciara. Kommt die noch oder habe ich sie einfach überlesen.


    Kommt Zeit, kommt Band 2! ;D



    Insgesamt, fand ich das Buch sehr spannend, es hätte von mir mehr Zeit erhalten müssen, leider klappt im wirklichen Leben nicht immer alles so, wie man es in der Theorie plant. Ich hoffe, du schreibst weiter so. Erfrischend fand ich nachdem ich schon an einigen Leserunden teilgenommen habe, dass ich nur einen Fehler? in der Rechtschreibung gefunden habe. Irgendwo schreibst Du Leichte oder Leichtem mit großem L, aber vielleicht war das ja auch Absicht. Rezi folgt.
    :buchtipp:


    Super, danke! Ich bin immer froh, wenn ich Fehler ausmerzen kann. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Rhea!




    nachdem ich die vorhergehenden Antworten von Dir gelesen habe fühle ich mich ziemlich dumm.


    Tut mir leid, das lag nun wirklich nicht in meiner Absicht. :winken:




    Ich habe zum Beispiel immer gerätselt wie und warum ein Fluch auf Panoris liegen könnte. Verstanden habe ich, dass sie sich an ihrem Stamm und der Welt rächen wollte und dafür sich mit dem Teufel verbündet. Naja verstanden soweit inhaltlich, aber nicht von ihrem Charakter aus. Sie war ja wohl auch eine Geliebte Heranons, also war die Liebe, die der Stamm so brutal zerstört hat keine so unendliche und einmalige, dass sie die Gedanken an eine so umfangreiche Rache zuläßt, aber seis drum.


    Das wissen wir nicht -- es ist ja nicht Teil der Geschichte. Ich persönlich bin aber trotzdem sicher, dass Panóris' erste "große" Liebe ihr mehr bedeutet hat als das spätere Abenteuer mit Héranon.




    Woher kennt sie den "König" und warum verbündet sie sich mit ihm, sie ist doch nicht dumm und dürfte wissen, welches Risiko sie eingeht.


    Nun, was hat sie schon noch zu verlieren? Sie ist verbittert und entschlossen (siehe erstes Zwischenspiel).




    Dann sieht sie Heranon und immernoch bleibt sie bei ihrem Rachegedanken. Sie verändert ihre Denkweise erst als sie in Lebensgefahr ist. Das fand ich wirklich schade. Es macht sie kleiner als ich sie gesehen habe.


    Das verstehe jetzt ich wiederum nicht. :winken:




    Nun ist er also dieser "König" ein Überwesen, aber seine klugen Überlegungen scheinen nur Schall und Rauch zu sein. Er dachte doch, er wäre bloß in Gefahr, wenn die zwölf zusammenkommen, weil sich Kaor sonst nicht erinnert und ohne die Erinnerung wäre er für ihn nicht gefährlich.
    Scheinbar stimmt das alles nicht, oder?


    Doch. :D




    Ja und die Geschichte von Heranon und Baruk fehlt auch noch, so wie die Geschichte von den Eltern Leuns. So viel offen, oder habe ich noch mehr nicht verstanden?


    Héranons und Barúkas Geschichte ergäbe einen eigenen Roman. Auch das mit Léuns Eltern ist kompliziert. In WELTENLIED wollte ich Léuns, Arrecs und Ríyuus Geschichte erzählen. Natürlich bleiben am Ende des Romans Fragen offen. Fragen, auf die es womöglich Antworten gibt -- die aber für die Geschichte nach meiner Auffassung entweder nicht relevant genug waren, um in WELTENLIED beantwortet zu werden, oder aber im Gegenteil so wichtig sind, dass sie in einem oder mehreren Folgebänden der SAGA DER ZWÖLF zwangsläufig wieder aufgegriffen werden.




    Besonders schade fand ich, dass der Windreiter nicht zeigen konnte, dass er einen unmöglichen Auftrag erfolgreich ausgeführt hat. Ich hätte es gern gesehen, wenn der Stammesfürst mit offenen Mund dagestanden hätte und dann wären die beiden von ihrem Eid befreit gewesen. Es war ja nicht nur die Mutter, welche den Treueeid geleistet hat, sondern die beiden Männer haben diesen Eid ja am Abend vor dem Stammesältesten wieder geleistet.


    Ríyuu ist kein strahlender Held, der ruhmreich nach Hause zurückkehrt, nachdem er seine Aufgaben gelöst hat. Er ist eine tragische Figur, die mit harten Schicksalsschlägen und tiefen Enttäuschungen umgehen muss. Daran wächst und reift er. Das macht ihn -- wie ich persönlich finde -- erst zum wahren Helden.


    Hallo, Pfote2010!




    Das Wiedersehen zwischen Baalkó und Riyuu hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst, aber ich war trotzdem froh dass sich Riyuu für Arrec entschieden hat, die beiden sind einfach zu süß miteinander. Auch wo sie später auf Leuns Rücken miteinander schäkern :D


    Die Szenen im Verließ wo Ciara Baruka nach Wasser fragen hört fand ich gruselig. Die Stelle wo Arrec nur durch das Vertrauen befreit werden kann finde ich eine total schöne Idee. Es stellt wiedereinmal in den Mittelpunkt, wie wichtig Werte wie Freundschaft, Liebe und Vertrauen ist. Das kommt auch am Schluss sehr sehr schön rüber wo alle das Weltenlied mitsingen, und alle wünschen sich eine neue/alte heile Welt- und es funktioniert.


    Danke schön, ich freue mich sehr, dass dir der Schluss gefällt! :winken:




    Aber Manuel eine Frage: warum muss Kaor/Leun im Mittelpunkt des Buches stehen? Warum ist er so wichtig? Ich persönlich habe Riyuu viel mehr als wahrer Held der Geschichte verstanden und erlebt. Er kann die Flöte spielen- weil er ein reines Wesen ist. Und auch so von meinem Gefühl, der Sympathie für ihn und dem Einschätzen des Charakters her, für mich ist er der Star des Buches :-[ Du hast ihm so viel mehr Tiefgang gebegen.


    Das ist genau der Punkt, glaube ich: Ríyuu ist durch seine Persönlichkeit eine sehr starke Figur. Wäre der ganze Roman aus seiner Sicht geschrieben, würde mich das als Leser überfordern, ehrlich gesagt (oder zumindest herausfordern). Ich fand es wichtig, einen vergleichbar starken Gegenpol in der Geschichte zu haben -- einen, der mehr dem klassischen Heldenbild entspricht und der mit völlig anderen Problemen zu kämpfen hat. Das ist Léuns Part.




    Ja, das sehe ich eigentlich auch so, aber Löwe bleibt Löwe und er ist nun mal der König, oder?


    Genau! :D




    Und noch etwas, vielleicht habe ich das überlesen, aber ich glaube nicht: Was ist mit Tamu? War er Ramu? Und was ist mit Ramu? Lebt er auch wieder? Bin verwirrt :o


    Rámu erwähnt, dass Tímu einer seiner Brüder ist. Er sagt absichtlich nicht mehr. Vorerst. :P



    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Piranhapudel,


    cool, freut mich sehr, dass dein Interesse an STREUNER geweckt ist! :D


    Die "Saga der Zwölf" möchte ich in nicht allzu ferner Zukunft fortsetzen. Der Plot des zweiten Bandes ist noch in Entwicklung, ein Titel steht noch nicht fest. Ich kann aber so viel sagen: Der zweite Band wird um einiges vielschichtiger und auch ein bisschen düsterer als der erste.


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Soweit ich es verstanden habe, gehorchen die Jägerinnem dem Anführer, wobei es wohl ziemlich egal ist, mit welchen Mitteln er Anführer wurde.


    Richtig. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Als Malóhuu den Stamm übernimmt, steckt Másaaki in einem moralischen Dilemma: die Loyalität zum neuen Anführer versus die Liebe zu ihrem Sohn, welche sie als einzige der Jägerinnen nicht "überwinden" kann. Als sie Ríyuu und Baalkò rettet, weiß sie natürlich genau, dass sie zwischen den beiden Jungsteppenläufern und dem neuen Anführer nie und nimmer Frieden schafft, sondern höchstens für einen unbefristeten, hasserfüllten Waffenstillstand sorgt.


    Seither herrscht quasi eine unausgesprochene Abmachung zwischen Malóhuu einerseits und Ríyuu und Baalkò andererseits: Man duldet einander und lässt sich gegenseitig in Ruhe. Mehr nicht.


    Malóhuu ist letztlich derjenige, der das empfindliche Gleichgewicht stört, indem er diese "Abmachung" für null und nichtig erklärt: Er verstößt Ríyuu für immer (er weiß ja genau, dass das mit dem "Windreiten" eine unlösbare Aufgabe ist). Was Másaaki davon hält, wird im Buch nicht erwähnt, aber es wäre zu erwarten, dass dieser Schachzug auch ihre Loyalität zu Malóhuu stark erschüttert -- vielleicht sogar auch die der anderen Stammesmitglieder. Als Baalkò zurückkommt und Malóhuu besiegt, gebührt ihm als Sieger nicht nur die Loyalität des Stammes, sondern er hat sogar noch einen zusätzlichen Sympathiebonus, da er im Stamm bekannt ist.


    (Mir fällt gerade auf, dass sich hier die Frage stellt, warum die Steppenläufer jedem neuen Anführer scheinbar kritiklos loyal gegenüberstehen. Das liegt zum einen an ihrem Glauben an Kraft und Stärke eines körperlich Überlegenen -- schließlich trägt ein Anführer als "Vater" die gesamte Verantwortung für den Stamm, welcher der bisherige Anführer angesichts seiner Niederlage ihrer Vorstellung nach ohnehin nicht länger gewachsen war. Zum anderen spielt hier die kulturelle Prägung eine entscheidende Rolle -- Stichwort "Gesetz der Steppe". Die etablierte Tradition hat sich für das Überleben des Volkes als nützlich erwiesen, also wird sie nicht in Frage gestellt. Außer vielleicht von jemandem wie Ríyuu ...)


    Etwas merkwürdig fand ich die Beziehung zwischen dem König und dem Prinzen. Mir war nicht so klar, ob sie sich jetzt mögen (wie Vater und Sohn) oder sich misstrauen oder einfach so machtbesessen sind, dass sie dafür alles tun würden (oder alles zusammen). Bei der letzten Szene mit den Beiden hatte ich die Vermutung, dass sie auch schon einmal auf der Welt waren und dieses Mal quasi zufällig Vater und Sohn geworden sind, wobei der Vater der "stärkere" Charakter ist. Kann aber auch sein, dass ich da einfach zu viel interpretiert habe.


    Nee, ich hab's auch so interpretiert. :D



    Auch die quasi plötzliche Wandlung von Panoris zu einer "guten" Figur kam etwas überraschend. Ich hatte den König so verstanden, dass Panoris unter einer Art Fluch zu stehen scheint und sie deshalb tun muss, was er ihr sagt. (Oder habe ich diese Szene komplett missverstanden / fehlgedeutet?) - aber dann kann sie sich scheinbar doch aus freiem Willen den anderen anschließen. Auch sie bleibt in ihrerer Erklärung etwas nebulös - ich hoffe einfach, dass dieser Teil der Geschichte in einem weiteren Band aufgeklärt wird. ;D


    Zu dem "Fluch": Der König hat Panóris glauben machen, dass sie keine Kinder bekommen kann (daher die etwas kryptischen Dialogwechsel über Störche zwischen Héranon und ihr) -- als Rückversicherung dafür, dass sie mit der Flöte tatsächlich genau das anstellt, was er von ihr erwartet. Ihre Idee ist, dass das "Weltenlied" auch den "Fluch" aufhebt (womit sie übrigens recht hat). [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Ich mag das Buch richtig gerne und die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, aber es hätte ruhig zwischenzeitlich mehr "Länge" haben können, so dass man Zeit hat die Geschehnisse zu verarbeiten. ;) :D


    Cool, danke! (Und das mit der Länge merk ich mir für Band 2! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125])



    Héranon ist mir zu kurz gekommen, aber ich bin sooo froh, dass er überlebt hat. Und da gibt es ja noch eine Geschichte, die unbedingt erzählt werden muss - finde ich zumindest. Héranon und Barúka! Barúka mag ich sehr, auch wenn ich ihn quasi gar nicht kenne. Ich würde ihn aber gern kennenlernen, ob sich das einrichten lässt? ;)


    Die Geschichte von Héranon und Barúka wird definitiv (Teil-)Thema eines Bandes sein -- vielleicht schon des zweiten oder dritten. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Und das größte Problem für ein Treffen der Zwölf ist wohl die Zeit. Zumindest klang es für mich im Zwischenspiel so, als ob sich nicht alle Zwölf in einer Weltensphäre aufhalten können.


    Schauen wir mal ...



    Ich denke, die Veränderung wird dann im nächsten Band ersichtlich ... Nyrdan wurde durch das Weltenlied vor der Zerstörung gerettet, das ist ja gleich ersichtlich - also das zerstörte Landschaften (und Personen) wieder entstehen. Aber es war auch davon die Rede, dass es endlich befreit werden könnte. Und wenn ich mir das Nachspiel so ansehe, sieht es aus, als ob auch die Denkweise eine andere ist. Aus alten Geschichten, an die nur die glauben, die selbst ein Tierwandler sind, wird etwas anderes. Etwas das freudig erwartet wird. Ich kann mich aber auch völlig irren ...


    In der Tat, die Wandlung Nýrdans beginnt erst mit Káors Auftauchen -- und besteht nicht (nur) in einer geographischen Verschiebung der Inseln. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125] Ach ja, und auch der Anchalû wird noch eine wichtige Rolle spielen.


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo zusammen!




    Ich bin auch über den Begriff "Gestaltwandler" gestolpert. Ich hatte bisher immer eine Figur verstanden, die in der Lage ist sich in etwas anderes zu verwandeln.
    Ich finde aber, dass für mich der Begriff / das Konzept Gestaltwandlung Leún und Káor nicht 100%ig passt. Ich habe es eher so verstanden, dass Káor so etwas wie "eine alte Seele" in Gestalten eines Löwen ist und ab & an sucht diese Seele eine körperliche (menschliche) Gestalt. Léun wurde quasi von ihm auserwählt.


    Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und finde deinen Gedanken zum Thema Gestaltwandler sehr interessant. In der Tat, Káor wirkt (besonders am Anfang) wie ein anderes Wesen, das quasi mit Léun verschmilzt. Prinzipiell ist das mit dem "Auserwählt-Sein" allerdings eine Finte -- Héranon gebraucht dieses Wort, weil er sich die Existenz der Zwölf nicht anders erklären kann. Tatsächlich hat Káor Léun aber nicht "auserwählt", schlicht und einfach weil er niemand anderen hätte erwählen können. Umgekehrt hätte auch niemand anderer als Léun Káor werden können. Káor ist Léun, und Léun ist Káor, ähnlich wie es auch Rámu formuliert (und wie Léun es am "Grund", in der Einöde seiner Träume, leibhaftig erfährt).


    Ob Héranons Behauptung, Káor sei schon mehrmals in der Welt gewesen, stimmt, wird sich in den Folgebänden zeigen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Was war das eigentlich in der Schwimmszene :P hatten die Sex oder wie oder was? Diese Raubfisch-Aktion war ja mal abgefahren :totlach: ich musste echt lachen. Also Manuel da hast du (wenn meine Interpretation richtig ist) echt mal den Dingen ein ganz anderen Namen gegeben (aber vielleicht bin ich da zu direkt, ich hab schon die Metapher mit dem Blumentopf nie verstanden aus dem einen Film :totlach:)


    :D



    Auch als Leser geht es mir ein wenig gegen den Strich, dass da jemand, der genau informiert ist, nichts sagt und nur Andeutungen macht. Das bleibt dann ja bei Ramu auch so. So richtig verstehe ich das nicht. Ich verstehe auch nicht, warum der Wildhüter nicht aus seiner Vergangenheit erzählt und vor allem verstehe ich nicht, warum sie nicht wissen dürfen, dass er ein Bär ist.


    Héranon hat eines der härtesten Gestaltwandler-Schicksale hinter sich. Ich würde seine Geheimniskrämerei am ehesten mit seiner Vorsicht erklären -- er will Léun und Arrec nicht dadurch in Gefahr bringen, dass er ihnen mehr anvertraut als absolut nötig. Abgesehen davon pflegt er durchaus einen gewissen Eigensinn. Nicht zuletzt ist es ihm schlicht peinlich, dass er seine eigene Verwandlungsgabe nicht richtig beherrscht und auch nie beherrschen wird (wie er meint).



    Ich glaube, dass es bei mir daran liegt, dass man Liebesgeschichten zwischen Männern und Frauen / Jungen und Mädchen relativ häufig liest. Ich habe aber bisher wenig Bücher gelesen in denen eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern / Jungs so schön "normal" abläuft ohne direkt problematisiert zu werden.


    Vielen Dank -- genau diese Normalität war mir beim Schreiben wichtig. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Vielen herzlichen Dank für die schöne Rezension, Vorleser! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8118]


    "Weltenlied" als Initiationsroman -- hatte ich noch gar nicht so betrachtet, aber das trifft es in der Tat. Auch was du über die Entwicklung der Helden und die Bedeutung der Unwissenheit schreibst, finde ich sehr plausibel. Gut beobachtet! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Die Szenen haben mich stellenweise sehr tief berührt, aber wer homophob ist, sollte vermutlich die Finger von dem Buch lassen.


    Die gute Nachricht ist ja: Homophobie ist heilbar! :D


    Danke nochmal und lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, mamarina64!


    Respekt an deinen Sohn -- ich glaube, ich hätte mich in dem Alter nicht so weit in die Welt hinaus getraut! (Deshalb schreibe ich ja auch Bücher, in denen die Helden genau das tun, wenn auch fast nie im Rahmen eines Schüleraustauschs.) :D



    ... dachte ich schon dass er der Flötenträger sein muss, verstehe aber immer noch nicht wieso sein Name Timu ist.


    Gúrguar und Panóris halten Ríyuu für Tímu, als sie ihn treffen, weil ihrer Information zufolge Tímu der aktuelle Besitzer der Flöte ist -- daher die Namensverwirrung.


    Viel Spaß beim Weiterlesen und einen schönen Sonntag,
    Manuel

    Hallo, JanaBabsi,


    ich gebe zu -- "Gestaltwandler", das ist rein begrifflich so eine Sache. In der klassischen Fantasy gibt es sie ja im Grunde gar nicht -- oder kaum. Mir als Autor war aber wichtig, eine Gestaltwandler-Idee innerhalb einer mittelalterlich anmutenden Fantasywelt zu realisieren. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Ich hab den Abschnitt gerade beendet und ich bekomme das - leider - nicht alles so sortiert wie Ihr.
    Für mich ist das alles sehr verworren, durcheinander und irgendwie ist mir der Ablauf der einzelnen Handlungen viel zu schnell.
    Das geht Schlag auf Schlag und wenn ich eines sortiert habe, werde ich vom nächsten Strang erschlagen.


    Hey, dazu sind wir doch zusammengekommen -- um dramaturgische Fragen zu diskutieren. Erzähl, was genau hat dich persönlich "erschlagen"? Was genau hast du nicht "sortiert bekommen"?



    Arrec ist Ashúra
    Léun ist Káor
    Heranon ist ein Bär ....


    das sind ja schon 3 der 12 .....


    Wieso ist Káor schon mehrfach erschienen?
    Also hat nicht nur 1 Person die Möglichkeit zu Káor zu werden?


    In der Tat, Káor "erwählt" sich die Menschen, die sich in ihn verwandeln können -- wie Héranon es bei der ersten Begegnung mit ihm auch andeutet. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Ist Ciara auch ein Gestaltwandler und weiß es noch nicht ?


    Ciára ist kein Gestaltwandler.



    Riyuu reitet tatsächlich den Wind, aber ohne Hilfe hätte er das nicht geschafft. ;D


    Stimmt. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125]



    Bei mir kommt da leider gefühlsmäßig gar nix an.


    Ich glaube nicht, daß mich die letzten Prozente des Buches noch überzeugen können. Tut mir leid. Aber ich hab vermutlich andere Erwartungen an das Buch gehabt da ich bisherige Geschichte über Gestaltwandler immer ganz toll fand.


    [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8443]


    Ich verstehe. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8443] [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8443] [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8443]


    Dass würde mich auch interessieren.


    Um das zu klären, zitiere ich am besten aus dem Text:


    Zitat

    Seine Mutter fällt Malóhuu in den Arm, kniet vor ihm nieder, schwört den Träneneid: Weder ihr Sohn noch Baalkò werden Malóhuu jemals seinen Platz als Stammesführer streitig machen.


    Das heißt, Másaaki schwört Malóhuu, dass Ríyuu und Baalkò ihn als Stammesführer und Vater akzeptieren und ihm zukünftig nicht als Rivalen begegnen werden. Sie weiß natürlich genau: Die beiden werden sich Malóhuu niemals unterwerfen, nachdem er ihre Brüder getötet hat. Sie schwört es ihm trotzdem -- unter Tränen (= sie weint dabei), was unter Steppenläufern eine ganz besondere Form des Schwurs darstellt --, weil sie weiß, dass ansonsten ihr eigener Sohn und Baalkò (den sie mindestens genauso sehr liebt wie Ríyuu) sterben müssen.


    Weiter heißt es im Buch:


    Zitat

    Am selben Abend: Malóhuu fordert den Beweis für Másaakis Träneneid. Ríyuu fällt es nicht schwer, Baalkò dagegen sagt später, dass er es entwürdigend fand – vor dem brennenden, von Jägerinnen umringten Zelt des vorigen Anführers, unter dem gleißend kalten Sternenhimmel und unter Malóhuus prüfenden, ungläubigen Blicken.



    Hatten Ríyuu und Baalkò vor den Augen Malóhuus Sex und waren danach keine Konkurrenz mehr für ihn?


    Das möchte ich der Leser-Phantasie überlassen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Wie gesagt -- die Stämme der Steppenläufer sind echten Löwenrudeln nachempfunden. Das impliziert, dass sich die Jägerinnen dem neuen Anführer gegenüber loyal verhalten. Másaaki handelt dieser Loyalität zuwider, indem sie ihren Sohn rettet.


    Übrigens: Da Másaaki den neuen Anführer nicht in Frage stellt, aber auch gleichzeitig weiß, dass ihr Sohn und dessen Gefährte genau das tun, wendet sie sich von Ríyuu ab und spricht nicht mehr mit ihm. (Wäre sie eine echte Löwin, würde sie ihn stattdessen aus dem Rudel vertreiben -- aber die Steppenläufer sind natürlich keine "echten" Löwen.)

    Hallo, Engel1974!



    Beim Vorspiel schließe ich mich Euren Meinungen an, es ist sehr Schade, das schon sovieles Vorweggenommen wurde, das nimmt die Spannung aus dem Buch und man freut sich dann gar nicht mehr und möchte nicht weiterlesen.


    Ich habe mir das Feedback zur Inhaltsangabe zu Herzen genommen und kann versprechen, dass ich beim nächsten Buch eine andere Lösung finden werde. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Dass du nicht weiterlesen möchtest, finde ich sehr schade. Ehrlich gesagt, bin ich auch etwas verwundert, immerhin war bereits im Leserunden-Vorschlag ein Amazon-Link enthalten, über den man mehr als 10% des E-Books vorab einsehen kann. Die erwähnte Inhaltsangabe steht dem eigentlichen Text voran, ist also in dieser Vorschau enthalten. Falls du sie übersehen hast -- oder falls du die Amazon-Vorschau gar nicht angeklickt hast -- okay, das kann passieren. Vielleicht magst du trotzdem über deinen Schatten springen und meinem Roman eine Chance geben? Ich würde mich sehr freuen! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Lärche,


    gern geschehen! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Spezielle Techniken, um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich eigentlich nicht. Ich bemühe mich, vieles im Gedächtnis zu behalten; für alles andere nutze ich Zettel und Stift bzw. ein Computerprogramm (MS OneNote oder einfach Text-/Word-Dokumente). Der Nachteil sowohl der Programme als auch der Zetteltechnik ist, dass ich physische Aufzeichnungen notorisch selten aktualisiere, während mein Gedächtnis (mehr oder weniger) in Echtzeit arbeitet. Das ist zumindest meine persönliche Überzeugung. Die aber erfahrungsgemäß auch schon widerlegt wurde. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8127]


    Lieben Gruß,
    Manuel