Beiträge von Manuel

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    Hallo, Seychella!




    Du hast dein erstes Buch ja über einen Verlag veröffentlicht und jetzt Weltenlied als Self Publisher herausgebracht. Was für Erfahrungen hast du da gemacht bzw. wie unterschiedlich war der Weg bis zur Veröffentlichung?


    Er war jeweils grundverschieden. Bei Verlagsveröffentlichungen dauert generell alles sehr viel länger -- zwischen Vertragsabschluss und Lektorat, Lektorat und Satz, Satz und dem eigentlichen Tag der Veröffentlichung lagen jeweils Monate. Als Selfpublisher lädst du dein E-Book hoch, sobald du einigermaßen damit zufrieden bist -- und von da ab kann es gekauft werden.


    Was viele reine Verlagsautoren nicht gerne hören, mir zumindest aber, mit Erfahrungen auf beiden Seiten, massiv auffällt: Als Selfpublisher fühlst du dich viel weniger macht- und verantwortungslos mit deiner Veröffentlichung. Du kannst deine Verkaufszahlen checken, wann immer du willst (beim Verlag traute sich nicht mal mein damaliger Agent diesbezüglich nachzufragen -- oder er wusste nur zu gut, dass er sowieso keine Antwort bekommt). Du entdeckst einen Fehler im Buch, der dich wirklich stört? Kein Problem, dann lädst du einfach eine neue Datei hoch (der Verlag dagegen ignorierte ca. die Hälfte meiner letzten Korrekturwünsche -- und das Wochen vor der Veröffentlichung, als das Buch noch im Satz war). Du willst das Cover (mit-)gestalten? Dito, kein Problem (der Verlag stellte mich covermäßig vor vollendete Tatsachen).


    Die Kehrseite der Medaille ist natürlich, dass man es als Selfpublisher nach wie vor sehr viel schwerer hat, wahr- und ernstgenommen zu werden. Selbst wenn ich WELTENLIED, das es ja bislang nur als E-Book gibt, demnächst drucken lassen würde, hätte ich nur eine verschwindend geringe Chance, damit in die Buchläden zu gelangen -- vom qualitativen Unterschied eines Print-on-Demand-Produkts im Vergleich zum im Offsetverfahren gedruckten Schmöker ganz zu schweigen.


    Auch in puncto Qualitätssicherung haben Verlage immer noch die Nase vorn. Verlagsbücher entstehen im Team, sobald das Manuskript abgegeben ist -- manchmal sogar vorher, noch während des Schreibprozesses. Im Verlag gibt es Lektoren, Setzer, Designer, Vertriebsleute, die dem Autor einiges an Arbeit abnehmen. Ich hab dagegen nur meine eigenen Fähigkeiten, ein Micro-Budget und -- immerhin -- Qindie. 8)




    Woran arbeitest du gerade?
    Für wie viele Bände ist "Die Saga der Zwölf" konzipiert?
    Und wie wird es mit den Streunern weitergehen?


    Die "Saga" wird keine Endlosreihe -- ich schätze mal, drei bis max. fünf Bände wird es geben. Genaueres kann ich noch nicht sagen, weil ich die einzelnen Teilbände dramaturgisch noch nicht überblicken kann.


    Derzeit arbeite ich -- und das wird viele Fans der pelzigen Kämpfer sicherlich freuen -- an einer direkten Fortsetzung von STREUNER. Das Buch schließt chronologisch direkt an den ersten Band an. Es wird einige offen gebliebene Fragen klären und einiges, was eindeutig schien, wiederum in Frage stellen. Erscheinen wird es sehr wahrscheinlich als E-Book in Amazons Selfpublishing-Programm. ;) (Wann, steht noch nicht fest.)


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Ui, so viele spannende Gedanken und Fragen! Finde ich toll, vielen Dank euch allen! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124] Ich gehe mal eher allgemein darauf ein und hoffe, nichts Wichtiges zu vergessen ...


    Zu den Steppenläufern: An einer späteren Stelle im Buch wird Ríyuus Äußeres noch etwas genauer beschrieben. Unabhängig davon finde ich aber eure Vorstellungen superschön, Bettina und Pfote2010! Das ist ja das Tolle an Büchern: Die Romanwelt entfaltet im Kopf jeder Leserin, jedes Lesers ganz eigene, persönliche Bilder. Fast wie Zauberei!


    Die Kultur der Steppenläufer ist übrigens ein bisschen daran angelehnt, was wir über echte Löwenrudel wissen -- natürlich nicht eins zu eins, schließlich handelt es sich bei den Steppenläufern um denkende Wesen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Name und Lebensweise ihrer Feinde, der Amatsúnen, sind in der Tat von den mythischen Amazonen inspiriert.



    Ríyuu hatte in den ersten Tagen einen Stein in der Linken (Hand?) getragen. Zur Verteidigung oder wofür?


    Ups, die Erklärung fehlt im Text. Sorry! Ich reiche sie also mal nach: Wenn ein Mensch ohne optische Orientierung unterwegs ist, so bewegt er sich tendenziell auf keiner geraden Linie, sondern beschreibt eine leichte Kurve. Das liegt an der (bei den meisten Menschen) unterschiedlichen Schrittlänge des linken und des rechten Beins. Ríyuu weiß (aus Erfahrung oder weil es ihm beigebracht/gezeigt wurde), dass er mit dem linken Bein minimal größere Schritte macht als mit dem rechten. Das bedeutet, dass er in der nach allen Richtungen hin gleichförmigen Steppe automatisch eine leichte Rechtskurve beschreiben und sich somit, ohne es zu wollen, auf einer (sehr großen) Kreisbahn bewegen würde. Wenn er jetzt auf derselben Körperseite (links) sein Eigengewicht erhöht, gleicht er die größere Schrittlänge durch den erhöhten Kraftaufwand aus. Mit dem Stein will er also lediglich eine gerade Marschrichtung beibehalten.


    (Hm, klingt kompliziert. Jetzt weiß ich wieder, warum ich die Erklärung weggelassen habe. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129])



    Heranon ist, wenn ich mich richtig erinnere fast eine Generation jünger als sein Bruder. Also muss Panoris nicht so alt sein. Vielleicht um die 30?


    Panóris Alter wird in der Tat nicht erwähnt -- hätte ich vielleicht irgendwo reinbringen sollen. Ich stelle sie mir so um die 40 vor, also nur wenige Jahre jünger als Héranon (schließlich kennen sich die beiden ja von früher her).



    Ich liebe ja auch die tollen Beschreibungen der verschiedenen Windarten, das liest sich so schön! Und so passend, ich hab mir jeden einzelnen vorgestellt. :) Und mich auch gefragt, was für verschiedene Winde es hier gibt und wie man die nennen könnte ... Ja, ich spinne manchmal. *g*


    Überhaupt nicht! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8116]


    Übrigens gibt es eine unter Linguisten bekannte Aussage, wonach die Inuit mehrere Dutzend verschiedene Wörter für "Schnee" kennen. Davon ist das mit dem Wind natürlich inspiriert. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8127]


    Was Tímu und die alten Götter betrifft, so spielen sie später bzw. in den Folgebänden noch eine Rolle, daher verrate ich mal noch nix ... ;)

    Also ich glaube immer noch, dass die beiden Hunde, wenn sie es wirklich gewollt hätten, Léun hätten totbeißen können. Ohne es jetzt nochmal nachgeschlagen zu haben, war, glaube ich, sogar von "Schwanzwedeln" die Rede. Durch das Schwanzwedeln zusammen mit Grantis: "... aber nur spielen", bin ich davon ausgegangen, dass Granti ihm nur eine Lektion erteilen wollte und die Hunde ihn nur ein wenig durch die Gegend jagen sollten. Das sage ich jetzt natürlich aus der Leserperspektive. Wäre ich an Léuns Stelle gewesen, hätte ich auch eine riesen Angst gehabt. ;)


    In der Tat, die Sache mit den Hunden hat mehrere Seiten bzw. Perspektiven: Granti, die ihre Hunde für Schoßtiere hält; Lóbo und Çerbero selber, die in ihrem Garten quasi das Regiment führen -- Granti beweist ja, dass sie sie keineswegs im Griff hat; und Léun, der die Hunde zum einen überhaupt nicht einschätzen kann, zum anderen durch das Weglaufen ihren Jagdtrieb weckt.


    Hallo, mamarina64, schön, dich jetzt auch an Bord zu haben! :winken:



    Larkhâ scheint das Düsterland zu sein.


    Larkhâ (später meistens "Schloss Larkhâ" genannt) ist quasi ein Schloss mit einer Stadt drum herum, und als Sitz des Königs auch die Hauptstadt von Düsterland. Düsterland wiederum ist eine Region im Südosten der Hauptinsel von Nýrdan. Das Land ist bis auf die größeren Städte dünn besiedelt.



    Die Verwandlungsszenen sind sehr gut beschrieben, was mich wunderte, war dass Leun gar nicht die Tatzenabdrücke hinterfragt hatte, da ja seine Fussspuren fehlten ( es war im wohl klar, das was nicht okay war, sonst hätte er ja nicht das Feld umgegraben, dass er aber nicht gefragt hat, fand ich eigenartig (man scheint ja in diesem Land an Magie zu glauben).


    Vergiss nicht seine Reaktion, als er die Tatzenspuren entdeckt: Er ist leicht geschockt und hält das, was er erlebt hat (das Töten der Hunde) für einen neuen Alptraum. Wobei er sich natürlich irrt, was er im Grunde auch ein bisschen ahnt, also beschließt er spontan, die Spuren einfach zu beseitigen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Ciara scheint ein liebes Mädchen zu sein, welches ich nicht beneide, sie hat mit ihrer Mutter die ganze Arbeit, der Vater ist ein Säufer und der Onkel ein Kotzbrocken.


    Das hätte ich selber nicht besser formulieren können. :D

    Hallo zusammen!



    Zwischenspiel


    Dieses Kapitel hat mir sehr gefallen. Beim ersten Satz habe ich gedacht: „Aha, doch der Hirschbraten ;)


    Hehe, ja, stimmt -- die einzige Aufgabe von Panóris' Dolch ist es, den Leser im Vorspiel auf eine falsche Fährte zu locken. ;D Wie Rhea im ersten Thread schon anmerkte -- im Mittelalter benutzten die Leute zum Essen vorwiegend ihr eigenes Besteck. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Diese Überraschung ist gelungen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Syr Páno setzt sich aus dem Namen Panóris zusammen, ist mir aufgefallen.


    :D Natürlich hast du recht -- "Syr Páno" ist (nahezu) ein Anagramm von Panóris.



    Die Liebesbeziehung zwischen Ríyuu und Baalkò finde ich wunderschön und romantisch.


    Danke dir! :winken: Ganz generell bin ich der Meinung, dass es mit zu den größten Herausforderungen für einen Autor gehört, Liebesverhältnisse (egal welcher Konstellation) plausibel und glaubwürdig "rüberzubringen".



    @alle: Wie stark habt ihr den "Bruch" zwischen der ersten und der zweiten Strophe empfunden? Schließlich wird mit Ríyuu eine völlig neue Figur (samt eigener Kultur) eingeführt. Und wie fandet ihr insgesamt die Verteilung der Handlungsstränge in der zweiten Strophe? Immerhin hat ja Ciára eine wichtige Funktion in der Handlung ...


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo zusammen!



    Ach so. Da gab es aber vorher gar keinen Witz. Ich meinte die Stelle, ganz am Ende des Kapitels. Da war vorher alles ganz ernst. Deswegen bin ich nicht drauf gekommen, dass es ein Witz sein könnte.


    Hast recht. "Witz" ist zu viel gesagt. Nennen wir es Situationskomik. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8127]



    Héranon, Léun, Lóhan und Ciára mochte ich von Anfang an. Die Figuren haben mich "angesprungen", sind ganz nah bei mir. Bei Léun spürt man die zum Alter passenden Stimmungsschwankungen, das wurde sehr nachvollziehbar beschrieben - und doch nervt es mich nicht. Das ist wahrscheinlich so, weil er durch seinen Hintergrund Gründe dafür hat. Allein die Geschichte mit seinem Vater bietet da viel Stoff ... Und man spürt einfach, dass er zu seinem Großvater ein sehr inniges Verhältnis hat. Bei Héranon und Lóhan reizt mich die Kombi aus viel Wissen und Geheimnissen. Die beiden sind vom Charakter sehr verschieden, aber sie haben für mich eine besondere Ausstrahlung und reizen mich schon sehr.


    Super! (Ich atme auf ...) [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125]



    Mit Arrec habe ich so meine Schwierigkeiten. In manchen Momenten frage ich mich, warum er Dinge einfach so hinnimmt - zum Beispiel Léuns Verwandlung in seiner Hütte. In dem Moment ist er natürlich geschockt, aber später? Immerhin sind die beiden doch sehr gut befreundet ... Und später klingt es so, als ob Arrec noch viel mehr empfindet ... Es gibt aber auch Momente, in denen ich besser mit ihm klar komme. Aber ich kann ihn nicht so wirklich greifen. Vielleicht ja auch, weil er mir viel naiver als Léun vorkommt, auch wenn er etwas älter ist und es mit seinem Vater nun wirklich nicht einfach hat.


    Ich bin mal gespannt, was du zu Arrecs Entwicklung innerhalb der Geschichte sagen wirst. :daumen:



    Die Gestaltwandler/Schöpfer scheinen ja etwas mit den einzelnen Monaten zu tun zu haben, daher gehe ich davon aus, das mit den "Zwölf" die Gestaltwandler oder Schöpfer gemeint sind. Káor hat sich ja auch durch die Träume "angekündigt", daher könnte es auch sein, dass jeder Schöpfer nur einen Gestaltwandler erschaffen hat. Oder könnte. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was der auserkorene Mensch haben muss. Es klang für mich auch so, als ob bei der Erschaffung des Gestaltwandlers zusammengefügt wird, was getrennt war. Da muss es dann also schon länger eine Verbindung gegeben haben. So ganz klar ist mir das aber noch nicht ...


    Das wird noch Thema sein, also sage ich mal noch nichts dazu. :plapper: [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Die Szenen mit Káor gehören mit zu meinen Lieblingsmomenten, weil er gefährlich wirkt und gleichzeitig nicht. Die Zerfleischung war für Leún natürlich ein Horror, aber für die Wandelung notwendig. Káor wirkt auf mich weise und geheimnisvoll und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, mehr über ihn zu erfahren. Ich bin total fasziniert ...


    Vielen Dank! :jakka:




    Eigentlich wundert mich, dass die Hundeliebhaber unter uns so gar nicht aufschreien. Ich habe zum Beispiel gelacht, als die Grani den Hunden befahl "aber nur spielen". Ich denke, sie hätten ihm auch nichts getan und wenn, dann sind nicht die Hunde schuld. Ich fand also die Szene, als er sich an den Hunden rächt ziemlich gemein. Es tut ihm auch nicht leid hinterher.


    Wart mal ab bis zum Ende des Buches. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Bevor jemand "aufschreit", oute ich mich übrigens selber gleich mal als Hunde-Fan. :daumen:



    Ich hatte einfach angenommen, dass er sie Fähigkeit der Gestaltwandlung noch nicht richtig beherrscht und er sich deshalb "unkontrolliert" verwandelt - meistens halt in Situationen, die ihn frustrieren, aber auch in anderen Situationen.


    Völlig richtig (wird ebenfalls noch näher thematisiert -- zumindest indirekt). :daumen:


    Die Stelle wo er aus der Löwenquelle kommt:


    Ah, okay ... :verlegen: Stimmt, da habe ich getrickst -- unter dem gedanklichen Vorwand, dass diese Szene ja die allererste Verwandlung in Káor darstellt, respektive die Verschmelzung mit Káor (die die zukünftigen Verwandlungen in den Löwen überhaupt erst möglich macht).

    Hallo, zusammen!



    Ich denke, es hat irgendwas mit der Verwandlung in einen Löwen zu tun, aber falls das so ist, wird es nicht konsequent fortgesetzt, denn später verwandelt Léun sich im Schlaf in einen Löwen und seine Sachen verschwinden nicht.


    In der Tat, die Verwandlung in Káor zehrt quasi jedes Mal alles auf, was Léun gerade bei sich trägt -- und das schließt des nachts verständlicherweise seine Klamotten nicht mit ein. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Dass es Gestaltwandler gibt, scheint bekannt zu sein, oder wusste tatsächlich nur Héranon davon? Dagegen würde dann ja sprechen, dass sich das Gerücht um Löwen-Léun so schnell herumgesprochen hat und es für alle selbstverständlich war, dass das möglich ist.


    Tatsächlich wissen eigentlich nur Héranon und der Jäger von Gestaltwandlern. Als Léun sich in Mittelhag verwandelt, bekommen ihn die übrigen Dorfbewohner ja nicht als Löwen zu sehen; und Arrec und sein Vater sind viel zu geschockt, um sich Gedanken darüber zu machen, was tatsächlich passiert. Der Jäger Sárim vertritt dabei übrigens mehr oder weniger die Mehrheitsmeinung -- nach der Gestaltwandler Dämonen sind ...



    Besonders toll finde ich hier, wie die zwischenmenschlichen Beziehungen gezeigt werden. Die Freundschaft zwischen Léun und Arrec finde ich zum Beispiel ziemlich toll (ob Arrec allerdings mehr als freundschaftliche Gefühle für ihn hat? oder habe ich zu viel in diese eine kleine Textstelle rein interpretiert?) oder auch Héranons Umgang mit den anderen: ein bisschen brummelig, aber im Inneren doch herzlich.


    Danke dir! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Ein Autorenkollege von mir, Oliver Dierssen, hat irgendwann mal sinngemäß gesagt: Das Zwischenmenschliche macht eine gute Geschichte egal welchen Genres aus. Da stimme ich zu.



    Bei Léun beispielsweise finde ich den Akzent sehr sinnvoll, weil ich den Namen dadurch als “Le-un” lese und nicht mit Diphthong “Läun”. Hoffentlich ist das nun auch richtig so?


    Ja! :D



    Ich war sehr unsicher, was das "Buch" bedeutet. Ist es das Aquivalent zum Klappentext? dazu war es zu lang. Ist es eine Inhaltsangabe? Warum heißt es dann nicht so?


    Abschnitte vor und nach dem Haupttext, die mit "Das Buch" oder "Der Autor/Die Autorin" überschrieben sind, sind weder bei der papiernen noch bei der elektronischen Buchblockgestaltung unüblich -- und an dem, was üblich ist, hatte ich mich bei der Gestaltung meines eigenen E-Books orientiert. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]



    Aber ich habe erst mal angefangen zu lesen, bin dann nach dem Vorspiel unsicher geworden, habe nachgeschaut, ob es wirklich keinen Vorband gibt, denn es klang wie eine Zusammenfassung nach der Art: Was bisher passierte. Sollte man es lesen, weil es eine Einführung ist? Also noch mal zurück, angefangen zu lesen und dann gemerkt, nein, im ersten Abschnitt ist Léun ja noch ein ganz normaler Junge, also kann es nur eine Zusammenfassung des Inhalts sein. Da habe ich dann schnell wieder zurück in die Handlung geblättert.


    Das "Vorspiel" ist quasi das, was bei anderen Fantasybüchern "Prolog" heißt -- gehört also zur Haupthandlung. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Bettina, das mit der "Analyse" hatte ich lobend gemeint -- ich finde es großartig, dass du und ihr alle euch so intensiv mit meinem Roman auseinandersetzt, und bitte selbstverständlich darum, das auch weiterhin beizubehalten. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8125]



    Káor
    Was mich ein wenig stutzig gemacht hat: Léuns Großvater hat die Fußspuren, die bis zu Léun geführt haben, gesehen. Warum kam das nicht in einer Silbe in seinen Gedanken vor, als er Léun beim Umgraben beobachtete? Irgendwie ist mir noch nicht ganz klar, wieviel Lóhan über Gestaltwandler weiß.


    In der Tat ... da steckt mehr dahinter. (Was genau, verrate ich natürlich nicht! ;D)



    Interessant fand ich, dass Arrecs Frage, ob Káor ein Dämon ist, nur mit „betretenem Schweigen“ beantwortet wird.


    Soll nur dem Leser Gelegenheit geben, über Arrecs Witz zu lachen. :D Káor ist ein Guter!



    Ich auch.


    Danke euch -- ihr habt das genau so aufgefasst, wie ich es mir beim Schreiben vorgestellt habe. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Betinna,


    so, nun wie versprochen eine Rückmeldung zu deinem fein beobachteten Feedback. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Leider gibt die Inhaltsangabe – für meinen Geschmack – zu viele Informationen preis. Gerade die Szene mit der Seilbahn hätte ich lieber „unvorbereitet“ gelesen. Und beim Lesen der ersten Kapitel hatte ich ständig das Gefühl, ich wüsste schon zu viel und Spekulationen meinerseits können nur noch in eine Richtung gehen. Es ist nicht so, dass mir dadurch das Buch verleidet wird, aber es nimmt mir hier und da etwas an Spannung. Das ist schade.


    Du bist nicht die erste, der es so geht -- insofern werde ich beim nächsten Buch auch darauf verzichten und stattdessen lieber den Klappentext ausführlicher machen (der bei Amazon ja nur ein Einzeiler ist, also im Grunde ein reiner "Teaser").



    Syr Páno zieht einen Dolch aus seinem Gauklerwams. Zum Fingernägel saubermachen wird er das wohl nicht benutzen!? Das wirft bei mir die Frage auf: Will er den König töten und gehört vielleicht zu den Erzfeinden Düsterlands? Oder hat er es ganz unspektakulär einfach rausgezogen, um den Hirschbraten zu schneiden, den ihm der König angeboten hat? Ich bin gespannt.


    He. He. Hehehe ... [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8135]



    Die magische Flöte Yleriánt kann also Düsterland zerstören. Hat die Tatsache, dass Syr Páno ein Meistermusiker ist, etwas mit der Flöte zu tun? Könnte nur ein Meistermusiker sie spielen? Oder könnte sie jeder spielen?


    Da sich die Antwort auf deine letzte Frage nicht explizit aus dem Romankontext ergibt (aber getreu meinem ehernen Schwur, nichts zu verraten): Spielen kann die Flöte des Yleriánt im Prinzip jeder -- aber beachtliche Musik damit machen, das kann (so zumindest Efuwâks Meinung) am ehesten ein Meistermusiker. ;D



    Zur allgemeinen Erheiterung: […] Waldtauben flogen mit klatschenden Flügeln auf. […] Ich weiß nicht warum, aber ich musste dabei an das Geräusch von Flip-Flops denken; obwohl „klatschende Flügel“ ja wirklich eine gute Beschreibung ist (für das Flügelschlagen).


    :D



    Die Szene an der Quelle fand ich richtig unheimlich. Als Léun das Kribbeln im Nacken spürte, war ich fest davon überzeugt, dass ihn – sobald er sich umdreht - etwas anspringen würde.


    Der Löwe kann sprechen und Gedanken lesen. Hach, toll. Da geht mein Fantasy-Liebhaberherz auf. Die Beschreibung des Löwen hat bei mir widersprüchliche Gefühle ausgelöst: zum einen kam er mir gefährlich vor, auf der anderen Seite haben Worte, wie „samtige Stimme“, „ … erwiderte er freundlich.“, etc. dann schon wieder eine klitzekleine Sympathie aufkeimen lassen. Sehr geschickt gemacht Herr Charisius (vorausgesetzt, es war überhaupt so gewollt).


    Vielen Dank -- du hast die Szene genau so aufgenommen, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Das freut mich ungemein. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124] Zum einen war mir das Grauen wichtig, das Léun empfindet, bevor der Löwe in Erscheinung tritt -- und zum anderen Káors Widersprüchlichkeit als gefährliche Raubkatze, die Léun zwar durch ihr Äußeres erschreckt, im Grunde aber auf seiner Seite ist, weil sie letztlich bloß eine andere Seite seines eigenen Wesens verkörpert.



    Eine inhaltliche Frage: Léun stellt sich in der, ich nenne sich jetzt einfach mal „Übergangsphase“ die Frage: „Wo bin ich?“ und antwortet sich selbst kurz darauf: „Ja.“ Ist das ein inhaltlicher Fehler und es sollte eigentlich heißen: “Bin ich tot?“ oder habe ich (auch nach mehrmaligem Lesen) das Ganze einfach nicht verstanden? Und das „Ja“ wäre auch die richtige Lösung auf die Frage des Löwen gewesen? Leider stehe ich auch hier etwas auf dem Schlauch.


    Du hast alles richtig verstanden. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128] Die Antwort "Ja" auf Fragen, die keine simple Ja/Nein-Antwort erwarten, soll letztlich noch einmal bekräftigen, dass sich Léuns Geist während der Verschmelzung mit Káor in einer anderen Art Wirklichkeit befindet, deren Logik die ihm bislang vertrauten Kategorien von Wahr und Falsch übersteigt bzw. diese schlicht nicht kennt.



    Der Gedanke, dass der Löwe ihm seine Kleidung weggenommen haben könnte, kommt mir komisch vor.


    Mir auch, jetzt, wo du's sagst ... [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8305]



    Das einzige was mir aufgefallen ist, dass in Arracs Worten in der anderen Sprache die Flöte Yleriánt vorkam.


    Gut beobachtet. Dieser Traum ist sozusagen einer der inhaltlichen Dreh- und Angelpunkt des Romans.



    Eigentlich kann Héranon morgens die Hütte noch nicht verlassen haben, denn als Léun sie verlässt, muss er erst den Riegel an der Tür zurückschieben. Ob das nun wichtig ist, weiß ich nicht; ist mir nur aufgefallen.


    Respekt! :daumen: Ich bin gerade selber unsicher, wie Héranon es geschafft hat, das Haus zu verlassen, ohne den Riegel zu bewegen. Bin aber sicher, dass er eine Ausrede haben wird. :D


    Lieben Gruß, und nochmals danke!
    Manuel

    Hallo, zusammen!


    ui, ihr seid ja echt schnell. Danke für das umfangreiche Feedback! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]



    Vielleicht kannst Du mir aber schon mal verraten Manuel, wie man auf solche Namen kommt.
    Sowohl für die Menschen als auch für die Ortschaften - also die mit den vielen Apostrophen .... ;)


    Nutzt man da einen Namens-Generator ??


    Ich persönlich vertraue da ganz auf mein Sprachgefühl, denke mir jeden Namen einzeln aus und achte darauf, dass er zu der Figur passt. Das schließt sowohl die Schreibung als auch die Aussprache mit ein -- bei neuen Namen überlege ich mir, wie sie in der Muttersprache der Figuren ausgesprochen werden, und teste die Aussprache. Dabei folge ich bestimmten Regeln, die ich mir selbst aufgestellt habe. So haben die meisten Namen nicht mehr als zwei Silben, und höchstens zwei Akzente. Der normale Akzent (´) bedeutet übrigens nur eine Betonung, das "Dach" (^) eine Abdunkelung des Vokals ("Efuwâk" spricht sich also ein bisschen wie "Efuwok" aus).


    Bei Léun habe ich von Anfang an tatsächlich die Ähnlichkeit zu "Leon" vor Augen gehabt -- erwischt. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8127] Wobei die Aussprache eher an "Liam" angelehnt ist, das "u" ist also eher ein Murmelvokal (wie z. B. das "er" in "Bruder") als ein echtes "u".


    Granti und grantig ... jau, stimmt natürlich auch. ;D


    Zu den Verwandtschaftsverhältnissen: Ja, Lóhan ist der Vater von Láhen, und Láhen ist der Vater von Léun. Láhen und seine Frau haben Grüntal verlassen, als Léun noch ein Säugling war; die Gründe dafür werden in einem der nächsten Bände aufgedeckt. Héranon ist Lóhans wesentlich jüngerer Bruder, zwischen den beiden liegen ca. 15 Jahre. Das heißt, Héranon ist zwar Léuns Großonkel, könnte vom Alter her (er ist ca. 45) jedoch auch sein Vater sein.


    Dass der Waldhüter Léun mit "Kerl" anredet, ist nicht abschätzig gemeint -- im Gegenteil, die Anrede soll Zuneigung und Vertrautheit ausdrücken (abgeschaut aus dem Spanischen "chico" = Junge, Kerl).



    Komisch finde ich, daß sein Freund Arrec keine große Reaktion zeigt als Léun sich verwandelt und auf Arrecs Vater los geht. Arrec nimmt das einfach alles so hin, er hat keinerlei Angst vor seinem Freund und das erscheint mir etwas unrealistisch. Hier empfinde ich die Handlung zu schnell gerafft.


    Du hast recht -- dass Arrec Léuns Verwandlung anfangs (= als die beiden mit Héranon zurück nach Grünhag marschieren) gar nicht hinterfragt, fällt mir jetzt erst auf, wo du es erwähnst. Vielleicht ist er einfach zu sehr hin- und hergerissen zwischen dem, was seinem Vater passiert ist, und der Neugier auf Léuns und Héranons Erklärungen. (Ist natürlich nur eine Vermutung. :D)



    An Leún mag ich sehr, dass der pubertierende Jugendliche so gut beschrieben ist. Die impulsiven Stimmungswechsel und die teilweise daraus resultierenden Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich finde ich sehr gut beschrieben.


    Vielen Dank, dass du das erwähnst! :) Mir war beim Schreiben sehr wichtig, dass Léun als 14-jähriger für den Leser auch genau so rüberkommt: als Pubertierender, mit Stimmungsschwankungen und der typischen "Trotzhaltung" gegen so manches, was die erwachsene Generation (zumal die Erziehungsberechtigten) ihm so abverlangen. Wäre er 25 gewesen, hätte ich ihn natürlich ein klein wenig anders reden und handeln lassen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Bettina, in deiner Analyse sind wirklich einige gut beobachtete Feinheiten drin. Leider muss ich jetzt aus dem Haus, ich gehe aber später nochmal auf ein paar spannende Punkte ein, die du angesprochen hast, ja? :)


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Lärche!


    Mich würde interessieren woher dein Interesse an Löwen kommt.


    Ich war schon in meiner Jugend ein "Raubkatzen-Fan" (wie mir jemand in unserer Abizeitung attestierte). Wir haben immer Tiere gehabt -- erst einen Kater, später dann Hunde, nebenbei auch Mäuse, Hamster und zeitweise einen Graupapagei (der meiner 2003 verstorbenen Schwester gehörte). Weshalb man mir auch heutzutage mit einer zugkräftigen Husky-Dame am anderen Ende der Leine auf der Straße begegnen kann. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Speziell Löwen faszinieren mich wohl zum einen natürlich aufgrund ihrer Besonderheiten als Großkatzen -- die Mähne der Kater, das Rudelverhalten usw. --, aber auch (wie Vorleser zu Recht andeutet) dank der vielfältigen Symbolik, die diese Tierart in vielen Kulturen und nahezu allen Epochen begleitet. Zwar ist der Löwe, wie sich bei näherer Beschäftigung mit ihm rasch offenbart, weit entfernt davon, der "König der Tiere" zu sein -- er frisst seine Untertanen und tötet den Nachwuchs fremder Artgenossen. Für mich persönlich zählt er aber dennoch zu den schönsten, faszinierendsten Spezies auf diesem Planeten. Die zu schützen und zu bewahren wir Menschen als unsere Pflicht begreifen sollten.


    Du erwähnst den Philosophen Hans Blumenberg (der mir leider nichts sagt) - was ist für dich das Besondere an dessen Sicht auf die Löwen?


    In den letzten Jahren wurde Blumenberg vor allem durch den nach ihm benannten Roman der (umstrittenen) Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff etwas bekannter. Er hat sich zeit seines Lebens mit Löwen beschäftigt -- auch für ihn stellte die Tierart wohl ein Faszinosum dar, das es nicht zuletzt auch philosophisch zu betrachten galt. Der erwähnte Band ist eine Sammlung von kurzen Schriftstücken Blumenbergs, in der der Löwe mal symbolisch, mal ganz real und zeitweise sogar "unsichtbar" eine Rolle spielt.


    An einer Stelle schreibt Blumenberg so schön:


    Zitat

    Auch ohne naturschützerische Gebärde muß gesagt werden, daß eine Welt ohne Löwen trostlos wäre.


    Kann der Philosoph -- irgendein Philosoph -- sein wissenschaftlich-persönliches Anliegen treffender, unmissverständlicher und löwentreuer ausdrücken? (N.B.: Ich könnte es, aber ich bin ja auch kein Philosoph. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129])


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo, Bettina, hallo, Vorleser,


    ui, interessante Fragen. :daumen: Aaaalso ...



    Wahrscheinlich wurde Dir diese Frage schon gefühlte 1000mal gestellt, aber ich stelle sie Dir trotzdem: Kommst Du selbst noch dazu etwas zu lesen und wenn ja, was?


    Ja, zum Lesen komme ich durchaus nach wie vor -- das muss einfach sein. Lesen ist für mich nicht nur Unterhaltung, sondern gehört mit zum Autorenalltag. Wenn nötig, nehme ich mir die Zeit dafür.


    Auf eine bestimmte Art der Lektüre bin ich dabei kaum festgelegt. Ich lese Belletristik (fast) jeder Art, sofern sie mich inhaltlich/thematisch anspricht, ebenso wie Sach- und Fachbücher (dito). In jüngster Zeit habe ich Der Circle von Dave Eggers (als E-Book) beendet, war allerdings nicht sonderlich beeindruckt davon. Demnächst werde ich wohl mit Johannes Mario Simmels Der Stoff, aus dem die Träume sind (gebundene Ausgabe) beginnen, nachdem mich die Verfilmung von Niemand ist eine Insel, die kürzlich im Fernsehen lief, neugierig auf das Werk des Autors gemacht hat. Dazwischen schaue ich aktuell immer mal wieder in die Betrachtungen des Philosophen Hans Blumenberg, die vor einigen Jahren unter dem Titel Löwen bei Suhrkamp erschienen sind. Ich finde es großartig, was Blumenberg so alles über Löwen denkt und formuliert. :daumen:



    Beurteilst Du - seitdem Du selbst Autor bist - die Bücher von Kollegen kritischer oder mit mehr Nachsicht?


    Hast Du selbst schon Rezensionen geschrieben?


    In der Tat habe ich früher häufig (heutzutage eher sporadisch) die Bücher anderer Autoren rezensiert; wobei ich mir des Dilemmas bewusst bin, in dem jede(r) steckt, der/die selbst schreibt und nebenbei Rezensionen verfasst: Der eigene Blickwinkel wird mit zunehmender eigener Schreiberfahrung zwangsläufig kritischer.


    Als Autor Bücher zu lesen ist fast wie einem Kollegen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen -- man vergleicht sich insgeheim mit ihm, überlegt sich, wie das (positive wie negative) Feedback der eigenen Leserschaft auf das Buch, das man liest, ausfallen würde, und ist dabei mit zunehmender Erfahrung als Autor wie als Leser natürlich immer weniger "unschuldig". Das heißt, die intellektuelle Bewertung des Gelesenen steht -- ehrlich gesagt -- schon ein bisschen im Widerstreit mit der rein subjektiven, unbedarften "Ehrfurcht" vor dem fremden Werk.


    Als Autor bin ich also quasi voreingenommen. Deshalb schreibe ich mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen Rezensionen -- etwa, wenn mir ein Buch außerordentlich gut gefallen hat (und ich das nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch am Text belegen kann); oder natürlich wenn ich darum gebeten wurde.




    Hallo Manuel, nachdem oben die Frage nach deinen Lesegewohnheiten steht: liest du eher ebooks, oder Papierbücher, oder hält es sich die Waage? Hast du Präferenzen?


    Spontan würde ich sagen, es hält sich die Waage. Ich besitze fast 900 Papierbücher, Tendenz steigend; auf der anderen Seite habe ich im letzten halben Jahr fast nur E-Books gelesen. :verlegen:


    Ich muss sagen, dass ich die Vorzüge von E-Books sehr zu schätzen weiß. Ich kann Hunderte davon auf meinem Reader überall hin mitnehmen. Ob ich nun einen 800-Seiten-Wälzer lese oder ein 300-seitiges Taschenbuch, spielt keine Rolle, der Reader, den ich in der Hand halte, hat immer dasselbe Gewicht. Außerdem hat er eine integrierte Beleuchtung -- ein unschätzbarer Vorteil im Vergleich zum Papierbuch. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Sooo, wie sich herausstellt, haben alle gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8124]


    Wer es noch nicht getan hat, sende mir bitte eine private Mitteilung mit gültiger E-Mail-Adresse sowie dem gewünschten Format (zur Auswahl stehen AZW3, mobi und ePub), ich schicke die E-Books dann zeitnah auf die Reise. :winken:


    Freue mich auf die Leserunde und auf euer Feedback!


    Lieben Gruß,
    Manuel


    Ich hab euch jetzt ein Unterforum angelegt und verschiebe den Thread dorthin.


    Vielen Dank, Dani! [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8116]



    würde so gerne mitlesen, hoffe es klappt. :winken:


    Hallo, Engel1974, vielen Dank für die Anmeldung, ich hab dich soeben eingetragen. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Da es ein ebook ist, braucht es nur ein paar Sekunden, um verschickt zu werden. :)


    Richtig. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8122] Als letzten Termin für die Anmeldung würde ich den 17.10., 0:00 Uhr sehen. Das heißt, die E-Books selber werde ich voraussichtlich am Freitagvormittag verschicken, je nach zeitlichem Aufwand der Verlosungsaktion -- der voraussichtlich allerdings nicht groß sein wird -- und je nach dem, wie schnell ihr mir per PN eure E-Mail-Adressen zukommen lasst. :winken:


    Bettina, ui, ich freue mich über die Unterstützung. Lieben Dank! :D


    Viele Grüße,
    Manuel

    Hallo, Bettina, willkommen in der Leserunde! Ich trag dich gleich ein. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8128]



    Ich würde auch gerne mitmachen, wenn es noch geht. Das Buch werde ich mir morgen selber bei Amazon runterladen; zumindest werde ich es versuchen :-[. Mein Konto dort ist noch ganz frisch und ich musste feststellen, dass man dort keine Rezensionen schreiben kann, wenn man nicht wenigstens einmal etwas bestellt hat.


    Achtung, ich bin ziemlich sicher, dass bei dieser Amazon-Regelung "Download-Bestellungen" wie E-Books nicht zählen -- d. h. du musst (meines Wissens) einen Artikel bestellen, der per Post an die Haustür geliefert wird, um dich für Rezensionen und Kommentare "freizuschalten". Von daher warte lieber bis zur Verlosung (bzw. zur Verteilung der Freiexemplare, falls sich nicht mehr als zehn Leute melden) am Freitag, und bestell dir bei Amazon zwecks Freischaltung irgendwas anderes. [Blockierte Grafik: http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8129]


    Lieben Gruß,
    Manuel