Beiträge von Manuel

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    Hallo, Sabine,


    danke für dein Interesse! :) Das E-Book selber hat kein DRM, man kann es also jederzeit nach ePub o. ä. konvertieren (das der Tolino Shine/Vision meines Wissens unterstützt). Die hier verlosten Freiexemplare stelle ich wahlweise im Format Mobi, AZW3 oder ePub zur Verfügung. :winken:


    Lieben Gruß,
    Manuel

    Hallo zusammen,


    ich bin mal so frei und schlage hiermit eine Leserunde zu meinem neuen Fantasy-Roman WELTENLIED -- SAGA DER ZWÖLF vor. :winken:


    Das Buch ist momentan exklusiv bei Amazon als E-Book erhältlich und kostet € 2,99. Über die Funktion "Blick ins Buch" könnt ihr dort eine ausführliche Inhaltsangabe plus die ersten anderthalb Kapitel lesen. :-)


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    Klappentext:
    Zwei junge Gestaltwandler. Ein Ausgestoßener, unterwegs zum Horizont. Ein skrupelloser Herrschersohn. Ihr aller Schicksal erfüllt sich in dem einen Lied …


    Cover:


    [Blockierte Grafik: http://manuel-charisius.de/media/wlsd12/cover_qindie_280x420.png]


    Unter allen Anmeldungen verlose ich 10 Freiexemplare des E-Books (eine Printversion gibt es derzeit noch nicht, wie gesagt).


    Als Starttermin für die Leserunde schlage ich den 03. 17. Oktober (editiert) vor, bin aber zeitlich flexibel, wir könnten also auch ein bis zwei Wochen früher oder später starten. Seychella, du hättest nicht zufällig Zeit und Lust für die Moderation? :)


    Vielen Dank und lieben Gruß,
    Manuel



    Bisherige Anmeldungen:


    BettinaP
    Engel1974
    JanaBabsi
    Lärche
    mamarina64
    odenwaldcollies
    Pfote2010
    Piranhapudel
    Rhea
    Vorleser


    Außerdem nehmen teil:


    Seychella (Moderation)
    Manuel (Autor)

    Hallo zusammen!


    Da die Leserunde ja mittlerweile beendet ist (?), wollte ich auch ein kleines Fazit ziehen.


    Der Austausch mit all denjenigen, die sich rege beteiligt haben, hat mir großen Spaß gemacht. Ich fand es äußerst interessant zu erleben, wie die einzelnen Abschnitte, Figuren und Wendungen der Geschichte bei Euch ankamen. Einerseits habe ich mich ertappt gefühlt, wenn Ihr die richtigen Schlüsse über den Fortgang der Handlung gezogen habt, und mich andererseits diebisch gefreut, wenn es mir gelungen war, Euch - wenn auch nur vorübergehend - auf die falsche Fährte zu locken.


    Schade fand ich, daß sich nur ein Bruchteil der Angemeldeten überhaupt beteiligt hat. Auch fand ich persönlich es nicht einfach, die grundverschiedenen Lesetempi innerhalb der Runde unter einen Hut zu bekommen. Wie Seychella empfand ich die Leserunde daher als etwas "zerrissen", worunter mir auch der gemeinsame Austausch über das Buch (im Sinne eines Aufeinander-Hörens und Aufeinander-Einstellens) ein wenig gelitten zu haben scheint.


    Dies trübt jedoch nicht meine Freude über die Begeisterung des "harten Kerns", die in vielen freundlichen, offenen, konstruktiv-kritischen Wortmeldungen zum Ausdruck gebracht wurde. Dafür - wie auch für die netten abschließenden Rezensionen zum Buch - Euch allen ein herzliches Dankeschön! :)


    Ein Extra-Dank geht an Seychella für Organisation und Moderation der Leserunde. Hat mich sehr gefreut! :winken:


    Ich melde mich hiermit ab und wünsche allen, die noch (zu Ende) lesen, viel Spaß!


    Euer
    Manuel


    PS: Fischkopf läßt sich entschuldigen. Er hat im Augenblick kein Geld für neues Pergament.

    Na, so ganz kann ich noch nicht glauben, dass dies wirklich eintreten wird. Manuel hat sich ja auch geschickt aus der Affäre gezogen und vermieden, in dieser Hinsicht reinen Tisch zu machen. ;) Der Aufbruch der nun wieder vier Streuner weist ja eher darauf hin, dass Balder und Wolf nicht wirklich Interesse an langweiligen Regierungsgeschäften haben. Und zusammen mit dem Hinweis auf den schwarz gekleideten Wanderer im Epilog bietet sich eine Fortsetzung ja schlichtweg an. ;D


    ;) :winken:
    Die Regierungsgeschäfte werden zumindest Balderdachs aber trotzdem noch einholen, schließlich ist er der rechtmäßige Thronerbe von Orilac ...


    (Mist, jetzt würde ich so gerne so viel verraten von dem, was nach der Handlung von STREUNER passiert, und darf nicht ... :'( ;))



    Das wäre zwar möglich, aber wie paßt jemand wie Syrfil Silberdistel dann da hinein? Das ist doch ein eindeutig elbischer Name.


    Gab es außer ihr in der Geschichte nicht noch mehr Leute mit falschen oder Decknamen ...? ;) Wie auch immer, ich löse auf: Syrfil Silberdistel ist wie Lacríma eine Albin. Den Namen hat sie von ihrem Vater, einem Elb namens Dúrian Silberdistel. Wie schon angedeutet, hat sie u. a. einen Halbbruder, der wie sie ein Alb ist.



    Ist denn Syrfil Silberdistel wirklich in die Verschwörung verwickelt gewesen? Hat sie nicht vielmehr nur als Hauptmann am Kriegszug gegen den Süden teilgenommen und ist dann, nachdem sie die Falschmeldung zum Tod des Ostkönigs "aufgefangen" hat, mit nach Orilac geritten? Sie sehe ich eher als unbeteiligte Nebenfigur, die aufgrund ihrer Herkunft und damit verbundenen Fähigkeiten eine Rolle gespielt hat.


    Korrekt! :winken:



    Dito! Ich hatte auch viel Spaß während des Lesens und beim Rätseln um die Zusammenhänge.


    Freut mich sehr, danke Euch! Das gemeinsame Rätseln hat übrigens auch mir großen Spaß gemacht! :winken:

    Kann mir bitte jemand auf die Sprünge helfen: warum war Rémuac so streunerfreundlich eingestellt, dass er Balder sogar zu seinem Nachfolger gemacht hat? *vergeblich im Hinterkopf sucht*


    Das wird im Buch nicht näher thematisiert, hängt aber mit Balders und Zilbers Geschichte zusammen - und natürlich damit, daß Balderdachs als Halbwüchsiger von Rémuac quasi adoptiert wurde und durch seine weitere Erziehung im Palast als einziger zu dessen Thronfolger werden konnte (Rémuac hat keine leiblichen Kinder).



    Irgendjemand sollte einen Eimer mit kaltem Wasser für Wolf griffbereit haben, sobald Lacríma auftaucht, damit seine Denkfähigkeit erhalten bleibt. Manuel, war geplant dass dieser "Wesenszug" von Wolf die weibliche Leserschaft jedes Mal dazu bringt, die Augen zu verdrehen? ;)


    Es gibt doch diesen schönen Spruch: Liebe macht blind. Er trifft sowohl auf Wolf wie auch auf Lacríma selbst zu - schließlich verliebt sie sich ihrerseits in ihn und macht nicht zuletzt deshalb auch ihre Fehler! Eventuelles Augenverdrehen war insofern, wenn auch nicht direkt "geplant", so doch gewissermaßen einkalkuliert - mit dem Hintergedanken, daß (männliche wie weibliche) Leser, zumal wenn sie schon einmal selber verliebt waren, das Verhalten der beiden schmunzelnd würden verstehen können. :D



    So ging's mir auch. Allerdings bin ich beim kurzen Durchatmen nach dem Leseabschnitt auch überrascht gewesen, wie gut sich alle Puzzelteile an ihren Platz fügen. Teilweise hätte ich mir vor die Stirn hauen können, weil die Auflösung so naheliegend ist (Namenlos ist König Durban!), teilweise war ich überrascht (... und der Schnitter!).


    Das freut mich sehr! Ich hatte schon befürchtet, die Auflösung würde Dir und Euch keinerlei Überraschung mehr bieten können, so gewieft habt Ihr alles Bisherige analysiert, abgewogen und in der überwiegenden Zahl der Fälle die absolut richtigen Schlüsse gezogen. :)



    Aber als Durban sich Medimóntier zwischen die Zähne klemmt ... Das mag bei einem Entermesser vielleicht noch funktionieren, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass ein Langschwert für einen großgewachsenen Streuner doch etwas mehr wiegt.


    Vorsicht, Medimóntier ist kein Langschwert, sondern ein Einhänder. Aber Du hast recht, das mit den Zähnen ist so eine Sache ... vielleicht hat Durban einfach einen ziemlich breiten Kiefer? Jedenfalls fand ich die Vorstellung dieses "piratenhaften" Angriffs ziemlich cool. :popcorn:



    ... inklusive spannendem Kampf - ohne Hormonüberschuss. ;)


    :D

    Hm, das klingt irgendwie logisch, was Du da sagst. So könnte es wohl gewesen sein :winken:


    Ja, da schließe ich mich an. ;) Syrfil selbst, obwohl eine relativ undurchsichtige Figur, ist in der Hauptsache eine loyale Kriegerin - und von Lacríma in die Machenschaften des Schnitters nur insoweit eingeweiht, als es in die Pläne desselben paßt. Nämlich: gar nicht.


    Ganz anders dagegen die Elben- bzw. Albensöldner, die sie anführt: Diese sind (zum Teil) eingeweiht und arbeiten sowohl als Soldaten im Heer als auch als Spione für den Schnitter.

    Wow, Du hast ja einen enormen Schlußsprint hingelegt! :o :winken:


    Was ich mich allerdings frage: Warum greifen die elbischen Bogenschützen noch mal in die Schlacht ein? Lacríma sagt, sie hielten zu der „wunderbaren Verheißung, die uns König Durban hinterlassen hat“ und daß sie „diesen Krieg zu dem von Seiner Hoheit vorgesehenen Ausgang“ bringen würden? Warum? Die Ziele, die damit mal verknüpft waren, sind doch nicht mehr zu erreichen. Welchen Zweck soll das also haben? Und was hat Durban ihnen überhaupt für ihre Mitarbeit geboten? Macht kann für die Elben doch keine besondere Triebfeder gewesen sein. Waren die einfach alle nur furchtbar gelangweilt nach ein paar hundert Jahren Leben und suchten ein bißchen Unterhaltung?


    Tja, zum einen entpuppt sich Lacríma ja letztlich als Fanatikerin, die ihre (?) Ziele kompromißlos und mit aller Konsequenz verfolgt. Zum anderen ist die Bezeichnung "elbische Bogenschützen" mit Vorsicht zu genießen. Vielleicht hat Lacríma gelogen, und ihre Leute sind Alben, genau wie sie. Die hätten sich dank ihres menschlichen Erbes wohl leichter mit dem Versprechen von Macht oder Geld (von welchem Durban als König genug anzubieten hatte) locken lassen; und sie hätten - nicht zuletzt durch den schon lange schwärenden, auf S. 250 angedeuteten Konflikt zwischen Elben und Alben - auch eine ganz eigene Motivation, die bestehenden Herrschaftsstrukturen zu ihren Gunsten umzustürzen.


    Hoffe, Dir hat das Buch ein bißchen gefallen! Jetzt bin ich gespannt, wer als Zweite(r) fertig wird. :)

    Sein Tod war schon sehr brutal, aber ich hatte auch noch Angst, dass Wolf in seiner Unbedachtheit auf einmal aufschreit und noch versucht den General zu retten... :o


    :D Ja, das wäre ihm zuzutrauen gewesen. ;D



    Dass der König da total schutzlos dasteht und auch keiner eingreift, sondern der Attentäter in alle Ruhe sein Werk zu Ende bringen kann, hat mich auch sehr gewundert. Also entweder stecken da ganz viele mit drin und sind eigentlich Untergebene des Schnitters oder die Leibwache ist schon selten unfähig... Da gibt es eine Warnung und keiner kommt auf die Idee die Ballons mal zu überprüfen oder dem König da oben noch zusätzliche Leibwächter hinzustellen??? ??? Das finde ich schon etwas seltsam...


    Also ich stelle es mir so vor, daß die Garde den König durch die Entfernung für unangreifbar hielt. Nicht einmal Bogenschützen hätten ihn auf der Turmzinne erreichen können (s. S. 212), und damit, daß jemand von einem der Ballons aus einen Angriff starten würde, hat offenbar niemand gerechnet, zumal die Körbe vor Beginn der Feierlichkeiten bewacht waren (s. S. 245/46).

    Die Figur von Syrfil Silberdistel finde ich auch sehr interessant, der Name hatte es mir auch gleich angetan. Ich bin gespannt, ob wir noch etwas mehr von ihr erfahren.


    Zumindest eins kann ich versprechen: Sie spielt in anderen Romanprojekten eine wichtige Rolle. Genau wie auch ihr Bruder ...



    Außerdem frage ich mich noch, wie ich mir hier Dunkelalben vorstellen muss. Wenn Alben Mischlinge zwischen Menschen und Elben sind, müsste das doch auch für Dunkelalben gelten, oder?


    Die Dunkelalben wirst Du später im Buch noch genauer kennenlernen. Mit den Elben/Alben haben sie nicht viel zu tun, bis auf daß sie ebenfalls "unsterblich" sind. Tatsächlich sind sie eine Art Dämonen, magische Kreaturen, die durch gefährliche Rituale heraufbeschworen werden können.

    Daß Hylándia dem Westheer nicht viel entgegenzusetzen hätte, deutete sich ja schon bei der letzten Diskussion in Nachtschattens Zelt an. Der Westen "überrennt" den Süden völlig. Da diese Schlacht außerdem nicht die einzige im Buch bleiben wird, wollte ich mir und Euch den "Boah"-Effekt für die zweite aufsparen. Ich bin gespannt, ob mein Plan aufgehen wird ... :schwitzen: ;)



    Und auch, warum nun ausgerechnet Basalt 2 in der Mitte kaum Verluste, die Reiterstaffeln, die so spät zum Einsatz kommen, aber so hohe Verluste hatten, erschließt sich mir auch nicht.


    Nun, von fünf Reiterstaffeln (S. 339) wurde eine (die Drei, S. 342) besonders heftig dezimiert - das ist in einer Schlacht diesen Ausmaßes durchaus wahrscheinlich, denke ich. Auch Kavalleristen sind nicht unverwundbar ...



    Was ich in dem Zusammenhang aber wieder verwundert festgestellt habe (vorher ebenfalls, aber ich habe immer vergessen es zu erwähnen): Die Pferde scheint es ja in keinster Weise zu stören, dass ihre Reiter Streuner sind. Entweder sind sie bereits an den Streunergeruch gewöhnt, oder der Geruch ist gar nicht so "wild". Also mehr Hund als Wolf - entschuldige den Vergleich, Fischkopf!


    Sehr interessanter Gedanke! Dazu wird wohl am besten Fischkopf noch etwas sagen. :winken:


    Welcher Streuner braucht schon Zahnstocher? ;D Als charakteristische Geste passt es auch hervorragend, aber ich sehe halt vor meinem inneren Auge immer, wie er am Zahn kratz, und nicht in den Zwischenräumen puhlt. Ja, ich zähle Erbsen, aber das Bild hat sich nun festgesetzt. (Was andererseits gut ist, weil es beweist, dass ich beim Lesen sehr deutliche Bilder vor Augen habe. ;))


    So war's gedacht: daß sich das Bild "festsetzt", als eine Art Leitmotiv für Zilbers natürliche "Waffen" - und für seinen Rachedurst (wir erinnern uns: Das Herumkratzen taucht zum ersten Mal direkt nach der Geschichte mit dem Schwarzmagier auf, der ihn verhext hat, s. S. 106).


    Was Lacríma und den Namenlosen angeht, so freue ich mich natürlich diebisch, daß Ihr so unsicher seid, auf welcher Seite die beiden tatsächlich stehen. Das war beim Schreiben beabsichtigt. Ich bin gespannt, was Ihr in der Rückschau sagen werdet, sobald Ihr die Auflösung kennt. :)



    Wenigstens konnten man sich während Falbes Geschichte am Lagerfeuer etwas entspannter zurücklehnen. Dieser Einschub um So?urd, der schließlich ständig erwähnt wird, hat mir gut gefallen.


    Schön! Mir war wichtig, nicht nur einen Teil der umfangreichen Mythologie der Streuner einzuflechten, sondern auch den zentralen Konflikt, nämlich die Usurpation der Macht, die Entthronung (und letztlich Vernichtung) der herrschenden Instanz, noch einmal in kompakter, verschlüsselter Form aufzugreifen. Habt Ihr bemerkt, daß der mythische König Rósgurd passiv, ja geradezu machtlos erscheint, während So?urd es ist, der durch seine magisch wirkende musikalische Begabung das Geschehen am Hof (mit-)steuert? Daß So?urd um diesen Einfluß, diese "Macht" gebracht wird, spiegelt quasi den Tod der Könige und den dem zugrundeliegenden Plan des Schnitters in der Romanhandlung - nur daß in letzterer natürlich jemand eingreift ... ;)



    Manuel, wenn jede von Streunern überlieferte Geschichte mit dieser Formel beginnt, fühlst Du Dich dann selbst ein wenig als Streuner? ;)


    Offenbar steh ich auf der Leitung, aber selbst nach längerem Nachdenken erschließt sich mir der kausale Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen nicht. :-[ Als Autor des Buches jedoch müßte ich in bezug auf die Frage wohl lügen, wenn ich sie mit "nein" beantworten würde ... :D




    (...) aber was sind Schlaggleiter und Moorschleicher? Zu denen wüßte ich doch gerne ein paar Details mehr, oder lernen wir die noch kennen?


    Zumindest letztere erhielten ursprünglich im Finale eine entscheidende Rolle, fielen aber später der "Schere" zum Opfer. :-[ Na ja, vielleicht erfahren wir's im nächsten Buch ... ;)

    Hallo, Aldawen!


    Es wäre auch verblüffend, wenn Du jetzt schon sozusagen die „Endstufe“ erreicht hättest. Es gibt zwar immer mal geniale Erstlinge, denen dann aber oft nichts nachfolgt. In allen anderen Fällen sollte eine Weiterentwicklung aber schon sichtbar sein, sonst machst Du etwas falsch ;)


    Ja und nein. Zum einen fallen mir durchaus nicht wenige Beispiele - gerade unter immens erfolgreichen Autoren, deren Werke Tausende, wenn nicht Millionen Leser als "genial" bezeichnen würden - ein, bei denen von Einzeltitel zu Einzeltitel bzw. innerhalb deren Buchreihen keinerlei Entwicklung erkennbar wäre; die aber trotzdem irgend etwas allzu "richtig" machen, was zumindest ihr grandioser Verkaufserfolg belegen dürfte. ;)


    Zum anderen verstehe ich den Prozeß, den ich mit der Findung und Verwirklichung der eigenen "Handschrift" zu umschreiben versuchte, nicht notwendigerweise als Entwicklung vom roh behauenen Erstling hin zum meisterhaften Roman, in dem jeder Satz wie ein Glanzstück der Genialität erscheint. Einfacher ausgedrückt, verläuft diese Entwicklung meines Erachtens nach nicht von, sagen wir, "okay" hin zu "perfekt" oder gar "genial". Eher sehe ich sie als einen von Bewertungs- und Erfolgskriterien unabhängigen Prozeß, der sich vor allem in den - mithin von Buch zu Buch durchaus feststell- und formulierbaren - Veränderungen handwerklicher Merkmale (wie Stil, dramaturgische Kniffe, Aufbau von Szenen usw.) manifestiert; weshalb ich in meinem obigen Beitrag im Zusammenhang von meinen aktuellen Manuskripten bewußt von anders sprach, und nicht etwa von besser.


    Wenn es aber Leser geben wird, die meine zukünftigen Werke "besser" finden als die jetzigen, werde ich mich natürlich trotzdem darüber freuen ... :D