Beiträge von Bernard

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    Seltsamerweise war ich mehr fasziniert von Erm Sen und die Schlussszene hat mich darin noch bestärkt.


    Im Abenteuerspiel liegt die Betonung dieser Geschichte tatsächlich auch auf Erm Sen. Das wäre dann eine Geschichte über Militärtaktik in der Wüste geworden, über den Aufstieg eines eigenwilligen Offiziers, über Ruhm und das Problem, wenn die Politik das Militär hängen lässt - und natürlich viele Duelle mit verschleierten Wüstenkriegern - und vielleicht noch ein bisschen mehr ... Auch ein interessanter Stoff, keine Frage. ;)



    Ich befürchte, irgendwann kommt doch noch der glitzernde Feenstaub. Es gibt noch genug Bände zu schreiben.


    Genau, irgendwann, wenn mein Kollege mal wegschaut ... :D



    Ach ja... die Szene in der Kneipe fand ich auch richtig gut.


    :freu:



    Was ich übrigens in Sachen Charakter erhoffe ist eine deutlich sichtbare Entwicklung der Figuren im Zeitverlauf.


    Einige Figuren entwickeln sich, zumindest bisher, deutlich stärker als andere. Shaya, Salarin und Tylstyr sind im Vergleich dazu, wie sie bei ihrem ersten Auftauchen in der Geschichte aufgestellt waren, einen sehr weiten Weg gegangen. Das fällt eventuell nicht so stark auf, weil es eher kontinuierlich über eineinhalbtausend Seiten passiert ist, aber wenn man gedanklich die jetzige Shaya derjenigen im Traviatempel zu Thorwal gegenüberstellt, wird es auffallen.
    Andere sind tatsächlich eher statisch, weil sie einen sehr deutlich eingenordeten inneren Kompass haben. Dazu zählen beispielsweise Ohm Follker und Irulla. Ein bisschen hängt das auch davon ab, ob sie Erzählperspektiven bekommen oder nicht: Wenn man sich als Leser im Kopf einer Figur umschauen kann, nimmt man in der Regel mehr Nuancen wahr.



    Ich fand die Darstellung der Elfen erneut sehr gelungen.


    :freu:



    Ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass die Menschen die vorherschende Rasse sind. Die Elfen sind in Fantasy-Rassen tatsächlich meist die ältere und magischere Rasse. Die Menschen lösen sie in gewisser Weise ab und sind ihre Erben. Ich denke das Motiv kann man nicht nur bei Tolkien so finden.


    Das glaube ich auch. Manchmal sind die Elfen zudem ein Chiffre für die nordamerikanischen Ureinwohner, als bedrohtes Naturvolk, das nicht versteht, was in seiner Welt passiert.



    Andererseits habe ich die dramaturgische Bedeutung der Szene nicht verstanden. Wenn man sie wegließe, was wäre dann verloren? Haben die Autoren ein spezielles Ziel mit dieser Begegnung verfolgt?


    Sogar mehrere. ;)
    Die Figuren Lailath und Erm Sen werden entwickelt - Lailath als jemand, die sich zunehmend besser in der Menschenwelt zurechtfindet, auch über die Nomadenkulturen hinaus, und Erm Sen als jemand, der nun nicht mehr als Soldat, sondern als Fechtlehrer unterwegs ist. Zudem als außergewöhnlich guter Fechtlehrer, was die Duellszene vorbereitet. Die besondere Kampftechnik, von der die Eleven berichten, bereitet ebenfalls das Duell vor.
    In der Handlung markiert die Szene für einen Schauplatzwechsel in den Nordosten Aventuriens und insbesondere ins Mittelreich, das mit seiner mitteleuropäischen Kultur vorgestellt wird. Zudem ist es immer recht gut, wenn bei viel erzählter Zeit (einige Monde vergehen) auch ein bisschen Erzählzeit vergeht (der Leser liest ein paar Seiten im Buch). Man kann natürlich auch schreiben: "Ein paar Monde später war Lailath in Vallusa", aber das ist dann berichtet, nicht erzählt - und wirft die Frage auf, was sie in dieser Zeit getan hat (versumpft in Gareth).
    Ein paar andere Dinge konnte ich daran aufhängen, weil die Szene dann eben zur Verfügung stand: dass Elfen generell ein seltener Anblick sind, dass es so etwas wie Schwertkampfschulen gibt, der Zauber mit dem weißen Pferd. Wenn diese Elemente dann später in der Saga wieder auftauchen und man sie beim Lesen wiedererkennt, erhöht das die "gefühlte Realitätsdichte", die Fantasywelt gewinnt Plausibilität und wird vertrauter.



    Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:


    Danke. :)
    :five:


    Den Prolog fand ich unterhaltsam, interessant und spannend.


    :freu:



    Leider wird am Ende des Prologs nicht eindeutig geklärt, ob Lailath nun überlebt hat oder nicht. Aber ich denke wohl eher nicht, denn Erm Sen macht sicher keine halben Sachen!


    Das ist doch eine schöne Frage für die Runde - was meint Ihr, ist Lailath mit dem Leben davongekommen oder nicht? ;)



    Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist?


    In Aventurien gibt es unterschiedliche Arten von Gestaltwandlern. Es gibt auch Werwölfe im eigentlichen Sinne, die unter dem Zwang stehen, bei Eintreten eines äußeren Ereignisses - wie etwa Vollmond - in Wolfsgestalt zu wechseln.
    Die Gesegneten der Nivesen - wie Nirka - können das dagegen weitgehend kontrollieren.



    Ich fand es dann doch irgendwie komisch, dass Erm Sen so überhaupt gar nicht weiß, was diese Elfen andauernd von ihm wollen und warum sie ständig den Zweikampf mit ihm suchen.


    Da hilft vielleicht, sich zu überlegen, unter welchen Umständen er das Schwert erbeutet hat. Er hat damals ein Nomadenlager überfallen, in dem die Trägerin des Schwerts mehr oder minder zufällig zu Gast war. Eventuell hat er gar nicht gemerkt, dass überhaupt eine Elfe anwesend war - aus seiner Sicht hat er das Schwert von menschlichen Wüstenkriegern erbeutet. Möglicherweise bringt er es deswegen nicht mit Elfen in Verbindung.


    Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?


    Nicht zu Anfang, aber später bei der Jagd durchs Kaiserland. Sie kann es nur nicht nachvollziehen, welchen Wert die Menschen diesen Münzen beimessen und auch nicht den Geiz oder den Sinn dahinter, überhaupt Geld zu verwenden.


    Da sprichst Du einen wichtigen Aspekt an: Dieser Prolog erstreckt sich über mehrere Jahre, in denen sich Lailath auch weiterentwickelt.


    Der Anfang mit dem Wettkampf hat mich gleich in die Geschichte gezogen, auch die Beschreibung der Umgebung fand ich sehr gelungen,



    Der Prolog war schnell gelesen und hat mich wieder gut in die Geschichte hereingeführt.


    :freu: :freu:



    fremd wie ein Wüstenplanet auf dem kein Wasser verschwendet wird und auch wieder sehr eindrücklich.


    Daran ist sicher mein Lieblingsbuch (Der Wüstenplanet) nicht ganz unschuldig. :)



    Was mir nicht so klar war, ist warum Lailath ihren Gegner mit einem Sandwurf besiegt hat, klar er kann ein Moment nichts sehen, aber sie hat kein Schwert, lag auf dem Boden und konnte ihn so doch nicht wirklich außer Gefecht setzen, da konnte ich irgendwie nicht so folgen.


    Zu diesem Zeitpunkt sind noch drei Elfen am Kampf beteiligt: Lailath, Nantiangel und Kursalah.
    Lailath blendet Kursalah mit dem Sand.
    Dann hört sie einen Treffer.
    Da sie selbst am Boden liegt und nichts sieht, kann sie ebenso wenig wie der Leser wissen, ob Krusalah Nantiangel getroffen hat, oder ob es umgekehrt ist.
    Erst durch Urdiriels Ansage wird klar: Der Plan der Geschwister, sich gemeinsam gegen den stärksten Gegner zu wenden, ist aufgegangen. Ihr Bruder hat den Moment der Ablenkung genutzt und Kursalah getroffen.



    Auch haben Elfen in fasst allen Büchern, die ich kenne, immer Nachwuchsprobleme und sind ein schwindendes Volk.


    Das hängt mit einer anderen Eigenschaft zusammen, die Elfen oft zugeschrieben wird: der Langlebigkeit, verbunden mit ewiger Jugend. Man kann das ja leicht ausrechnen: Wenn eine Elfenfrau mit 12 fruchtbar wird und das bleibt, bis sie mit 100 stirbt, und dann jedes Jahr ein Kind bekommt, wird sie Mutter von 88 Kindern. Und da ist Aventurien ja noch zurückhaltend - in vielen Fantasywelten werden Elfen noch erheblich älter. Da quillt die Welt irgendwann über vor lauter Elfen. Ergo macht man die Elfen durch irgendeinen Mechanismus weniger fruchtbar als die Menschen.



    Der Kampf zum Schluss des Prologs ist spannend, die Schwertkampfkunst von Erm Sen ist für einen Menschen wirklich beachtlich, wo er das gelernt hat? Dafür fehlt den Menschen doch eigentlich die Zeit, oder?


    Ich war einmal Karatetrainer. In meiner aktiven Zeit machte ein japanischer Meister von sich Reden. Er hat mit 30 Jahren mit dem Karate begonnen. Mit 35 war er Weltmeister.
    Es gibt so etwas wie Talent ...



    Das man über die Sache mal ein Gespräch führt (wie ja hier schon mehrfach angemerkt) ist ja keine Option, da wohl nicht so spannend zu lesen, aber würde Erm Sen das Schwert denn hergeben, wenn er es wüsste? Und würde es den Zwist beenden, nach so vielen toten Elfen? Inklusive dem Geist-Bruder unserer Kriegerin?


    Da sprichst Du zwei unterschiedliche Ebenen an.
    Das eine ist die erzählerische: Lässt sich aus dieser Entwicklung eine interessante Geschichte machen? - Sicher müsste man sie dann etwas anders erzählen, aber es ginge bestimmt. Bei denjenigen, die bisher hier gepostet haben, kommt die Kneipen-Szene ja gut an, obwohl es dort eben nicht zu einer Schlägerei kommt, wie man vermutlich annehmen würde. Man kann also auch erfolgreich von den bewährten Erzählmustern abweichen.
    Das andere ist die Begründung innerhalb der Welt des Romans. Ist es plausibel für die Figuren, anders zu handeln? Würde ein Krieger wie Erm Sen sich von der Trophäe trennen, die für eine besonders ruhmreiche Zeit seines Lebens steht? Würden sich die Shiannafeya dazu herablassen, mit einem Rosenohr über die heilige Klinge zu sprechen - was das Eingeständnis (gegenüber einem Fremden) beinhalten würde, dass sie sie an Unwürdige verloren haben? Wohl auch das Eingeständnis der besonderen Unfruchtbarkeit ihrer Sippe? Und zum Zeitpunkt des Duells trennt die beiden natürlich auch das bereits vergossene Blut ...



    Das Unverständnis für Geld ist immer wieder eine interessante Kapitalismuskritik.


    Das finde ich eine interessante Sichtweise. :)
    "Kapitalismuskritik" beinhaltet für mich, dass die negativen Auswirkungen dieses Wirtschaftssystems aufgezeigt werden, beispielsweise die Ausbeutung von Schwachen zum Ziele der Profitmaximierung. Hier haben wir aber ja lediglich jemanden, der mit der Geldwirtschaft nicht klar kommt ... Die Geldwirtschaft an sich ist auch noch kein Kapitalismus, der existiert in Aventurien erst in zarten Ansätzen. Vorherrschend ist dort - wie in unserem Mittelalter - der Feudalismus.



    Es hat mich dann auch gefreut das Lailath einen Zwischenstop in Gareth genommen hat. Die Kaiserstadt ist immer eine Reise wert.


    Wie bereits vorher angesprochen, sind wir auch deswegen froh um die Prologe, weil sie uns die Möglichkeit bieten, Regionen und Motive zu thematisieren, die in der Abenteuerkampagne keine Rolle spielen. Gareth, die größte Stadt Aventuriens, gehört dazu. Auf der Wettfahrt umrunden die beiden Drachenführer Aventurien - einmal rundherum, aber nicht mitten hindurch. Gareth ist aber das Herz des Kaiserreichs ...



    Für mich war es eigentlich keine Spekulation, sondern vollkommen klar, dass Selflanatil die Silberflamme ist. Jetzt habt ihr mich verwirrt. ??? Nicht, dass es da noch eine Überraschung für mich gibt.


    Überraschungen wollen wir natürlich unbedingt vermeiden - wo kämen wir denn da hin? ;D
    Aber mal ernsthaft: Wir sind noch im Prolog, der Begriff "Silberflamme" ist noch gar nicht gefallen. Warten wir bis zum ersten Leseabschnitt - erst dann kann man sinnvoll spekulieren, ob und wie die Silberflamme im Prolog vielleicht bereits auftaucht. Vielleicht sollte man sich da auch noch nicht zu sehr einschießen, denn die Aufgabenstellung in der Prophezeiung hat auch andere Aspekte, und in den früheren Prologen ging es ja auch schon mal weniger um die Aufgabenstellung als um Figuren, die später in den Ottajaskos noch eine Rolle gespielt haben ... ;)



    Tulamidya sprachen doch beide Seiten?


    Jein ... In den ersten Szenen kannst Du ja lesen, wie schwer sich Lailath mit der Sprache der Rosenohren tut. Generell unterhalten die Shiannafeya aber lockere Beziehungen zu den Nomadenstämmen, es wird also immer einige geben, die mit den Menschen kommunizieren können.



    Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.


    Messerscharf beobachtet - und völlig richtig: Selflanatil ist nicht das erste Artefakt, das den Shiannafeya abhanden kommt ... ;)

    Ah, hier ist ja schon Einiges los. Sehr schön! :)



    Die Prologe der Romanreihe sind wirklich schon so etwas wie ein kleines "Schmankerl"...ich muss gestehen, darauf freue ich mich immer besonders.


    Für uns Autoren sind sie auch immer eine schöne Sache, weil wir hier nicht an die Schauplätze der Saga gebunden sind. Wir können freier agieren, die jeweilige (kurze) Geschichte ganz in den Mittelpunkt stellen. Das hat noch einen weiteren Vorteil, der für die Rollenspieler relevant ist: Wir können auch Dinge aufgreifen, die die Rollenspielredaktion in künftigen Rollenspielpublikationen thematisieren möchte, was vor allem dann schön ist, wenn diese thematisch mit den Ideenkreisen der Saga zusammenhängen. ;)



    Das Motiv des Geschwisterpaars, das durch den Tod getrennt und dennoch vereint bleibt gefällt mir sehr gut.


    Diese Betonung war zunächst nicht vorgesehen. Eigentlich wollte Bernhard den Prolog schreiben, was dann aber aus Termingründen ungünstig gewesen wäre. Wir hatten aber bereits auf einer längeren Autofahrt diskutiert, wie dieser Prolog aussehen sollte. Bei diesem Gespräch stand Erm Sen im Fokus. Als ich den Prolog dann übernommen habe - da war der Phileasson-Strang bereits geschrieben -, habe ich ihn zu "meiner" Geschichte gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass mir die Logik der Ereignisse eingängiger erschien, wenn man daraus die Geschichte der beiden Geschwister macht. Die Ereignisse an sich sind also geblieben, aber die Perspektive hat sich komplett gedreht.



    ... eine Tiefenbohrung zu einer Figur, die ich so gar nicht lesen möchte.


    Das hervorstechende Merkmal eines Romans als Textform besteht darin, dass er sich um Figuren dreht. Das unterscheidet ihn zum Beispiel von einer Kurzgeschichte, die eine besondere Idee thematisiert (weswegen sie eine Textform ist, die sich besonders für Science-Fiction eignet). Von daher spielen "Tiefenbohrungen" in das Seelenleben der Figuren bei mir immer eine entscheidende Rolle, wenn ich Romane schreibe. ;)



    Zunächst: Bei der Ebook-Version hat sich erneut beim Autoren-Profil der Fehler eingeschlichen:
    „[...] und Projektleiter tätig, bevor er hat mehrere erfolgreiche Fantasy-Romane veröffentlichte.“


    Danke für den Hinweis, ich gebe es weiter.



    Wie ihr es vielleicht noch in Erinnerung habt, war ich ja noch nie ein Fan von den Elfen mit ihren Melodien und Klängen, die sie überall hören und vor sich hin trällern, die alten Baumkuschler.


    :D Da bekenne ich mich schuldig im Sinne der Anklage!



    Der Zauber, mit dem Lailath ihren Bruder schützte, die leichte Erhebung im Boden, kann ich vom 3er Spiele-System auf nichts zurückführen oder ist es einfach zu lang her?


    Die Magie der Shiannafeya ist stark vom Element Erz geprägt. Von daher beherrschen sie viele Erz-Elementarzauber und auch Abwandlungen von Zaubersprüchen, die dann jeweils Erz als Objekt bekommen.



    Auch wie der Teufel an der Wand zum Dämon auf dem Schild wurde fand ich nett abgewandelt.


    Einige auch heute noch geläufige Sprichwörter stammen aus dem Mittelalter, zum Beispiel auch die Frage: "Was führst du im Schilde?" Dort befand sich nämlich das Wappen des jeweiligen Herrn, und bei Söldnern, die gerade keinen Kontrakt hatten, war der Schild leer.



    Das Gasthaus war für mich ganz klar die lebhafteste Szene bisher, an der ich am meisten Gefallen fand.


    Das freut mich. Ich wollte die erwartbare Kneipenschlägerei umgehen. :)



    Als Erm Sen sagte, dass er gar nicht wusste, warum er von Elfen aus der Wüste Khom angegriffen wurde, dachte man sich natürlich: Vielleicht hätte man mal vorher die Sache auch gemütlich bei ner Tasse Tee besprechen können. ::)


    Da sprichst Du einen Punkt an, der vielleicht die Diskussion in der Runde lohnt: Was denkt Ihr, woran scheitert dieser Ansatz, einfach mal zu reden? An Erm Sen? An den Elfen? Und wieso tun die Elfen es nicht - was hindert sie daran?



    Besonders taff fand ich Lailath nicht. Ständig musste sie gegen ihre Ängst und Befindlichkeiten ankämpfen.


    Ich verstehe, was Du meinst. Andererseits kann nur der tapfer sein, der auch Angst empfindet, denn nur dann kann man sie überwinden ...



    Mit dem Wolf auf dem Schild und dem Silberwolf an seiner Seite könnte man als Erm Sens Heimat im Norden glatt Winterfell vermuten.^^ Ist der Charakter – falls man das wissen darf – so der ursprünglichen Geschichte entnommen?


    Ja, die Geschichte um Lailath, Nantiangel und Erm Sen ist in dem Abenteuer skizziert - ähnlich wie die Historie der Hochelfen im Himmelsturm. Die Prologe bieten uns eine Gelegenheit, solche Hintergrundinformationen zu vermitteln, ohne später den Fluss der Hauptgeschichte zu unterbrechen.
    Übrigens wurde Erm Sen bereits in Die Wölfin kurz erwähnt - falls Ihr nachschauen möchtet: Seite 37, der Absatz beginnt mit "Das Seufzen des Windes ...", und dann nochmals auf Seite 335 ("Das Abenteuer liegt mir im Blut"). ;)


    Ist es eigentlich tatsächlich so, dass jeden Tag ein neuer Abschnitt eröffnet wird? Dann haben ja die ersten schon das halbe Buch durch, bevor ein Abschnitt überhaupt von allen besprochen wurde. Oder liege ich da jetzt völlig falsch?


    Grundsätzlich kann jeder sein eigenes Tempo lesen, man muss nur daran denken, dass man in den jeweiligen Leseabschnitten nichts schreibt, was erst später offenbar wird. Es kann also passieren, dass manche 3 oder 4 Leseabschnitte weiter als andere sind. Wenn man allzu weit vorprescht, nimmt man sich aber erfahrungsgemäß den Spaß am Spekulieren mit den anderen.
    Letztlich geht es darum, dass es Euch Spaß macht - und der eine liest eben gern etwas flotter, während der andere das Gelesene lieber ein bisschen sacken lässt und zwischendurch mal einen Tag Pause einlegt.


    Sternenmal
    [quote author=Bernard]Ein paar Hinweise betonen wir, einige andere streuen wir so beiläufig ein, dass sie den meisten erst beim zweiten Lesen auffallen. Salarins Sternenmal thematisieren wir zum Beispiel bereits in Nordwärts, greifen es hier aber nochmals auf. ;)


    Dann habe ich mich also nicht getäuscht. Ich habe allerdings trotz Suchfunktion die Stelle in Nordwärts nicht mehr gefunden. :-\[/quote]
    [quote author=Nordwärts Seite 461]
    Galandel wischte über seine rechte Schulter und betrachtete das sternförmige Mal. Sie nannte es ein Zeichen der Größe, viele Helden hätten es getragen. Noch so eine alte Geschichte, die man in anderen Teilen der Welt vergessen hatte.[/quote]
    ;)



    Eine Frage hätte ich noch bezüglich der Andeutung/Fragen zum Ende des zweiten Bandes ("Lichteffekt"). Wirkt das auf jemanden der die Saga nicht kennt oder die Spielwelt ebenfalls nicht kennt nicht etwas befremdlich? Ich hatte die Begegnung für mich als ein "also so haben sie es gelöst" abgehakt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das ohne weiteren Hintergrund sehr merkwürdig wirkt. Wie ging das den anderen?


    Ich möchte den Antworten aus der Leserunde nicht vorgreifen, kann aber als zusätzliche Quelle das Archiv der Himmelsturm-Leserunde empfehlen - 10. Leseabschnitt, Einträge ab 19. September 2016. ;)


    In Band 1 gefiel mir besonders gut die beklemmende Stimmung im Prolog.


    Siehe oben - ein schönes Beispiel dazu, wie unterschiedlich dieselben Passagen bei verschiedenen Leserinnen und Lesern ankommen können. ;) Positiv ist in jedem Fall, dass der erste Prolog bei jedem in Gedächtnis geblieben zu sein scheint.



    am Gruseligsten fand ich die Geistermädchen!


    ... die übrigens für die Romanreihe neu entwickelt wurden - in der Abenteuervorlage tauchen sie nicht auf.



    Blackout: Kamen die Schneeschrate in band 1 oder 2


    Im ersten Band. ;)



    "Die Wölfin" ist bis jetzt mein Lieblingsband.


    Mir gefällt gut, dass jeder Band seine Fans hat. :banane:
    Nach meiner Wahrnehmung liegt Himmelsturm bis jetzt in der Gunst der Leserschaft ein bisschen vorn, aber auch Nordwärts und Die Wölfin (und inzwischen sogar schon Silberflamme) haben ihre Verfechter. Das passt gut zu unserem Konzept, jedem Roman eine eigene Stimmung zu geben, die dann natürlich jeweils andere Leute besonders anspricht.



    Die Himmelswölfin ...


    Die Abenteuervorlage heißt Der Unglückwolf. ;)



    An Orten ist mir Riva mit seiner besondern Stimmung besonders im Gedächtnis geblieben.


    Am vergangenen Wochenende habe ich den Autor Mike Krzywik-Groß auf einer Rollenspielveranstaltung getroffen. Sein Roman Riva Mortis gehört zu denjenigen, die ich zur Recherche für die Schauplätze der Phileasson-Saga gelesen habe und kann interessant sein, wenn man noch etwas mehr Riva-Flair sucht. Signiert hat er mir bei diesem Treffen allerdings Tuzak Mortis, das für den fünften Band der Saga zum "Inspirationsmaterial" zählt.



    Bei der Charakterisierung der Personen fand ich das Aufeinandertreffen von Praioslob und Salarin vor dem Tod von Shulinai sehr bemerkenswert.


    Wenn ich mich nicht täusche, ist das diejenige Szene, die bislang am häufigsten bei unseren Lesungen Verwendung fand. Sie lässt sich sehr gut mit verteilten Rollen vortragen und hat zuverlässig eine starke Wirkung beim Publikum erzeugt.



    Ohms Lied vom blutrünstigen Wolf war für mich natürlich wieder der Knaller. Das passt einfach zu gut. Ein Mann und seine Leier. Köstlich.


    Ja, Ohm und seine Lieder sind für uns überraschend beliebt ... Mit so hohen Sympathiewerten, wie der Skalde sie von Beginn an einfährt, habe ich beim Schreiben gar nicht gerechnet. Beinahe hätte ich ihn in Silberflamme sogar zur Perspektivfigur gemacht.



    Das Salarin als Sternenträger installiert wird ist natürlich ebenfalls eine große Nummer.


    Ein paar Hinweise betonen wir, einige andere streuen wir so beiläufig ein, dass sie den meisten erst beim zweiten Lesen auffallen. Salarins Sternenmal thematisieren wir zum Beispiel bereits in Nordwärts, greifen es hier aber nochmals auf. ;)



    Die Rächerin verbockt ihre Rache, ...


    Scheitert sie wirklich - oder wächst sie (menschlich) über sich hinaus? Was meint die Leserunde? ;)

    Gerade zum Ende des zweiten Bandes (der Lichterscheinung, die die Gletscherwürmer getötet hat) lohnt sich die Lektüre der Diskussion, die wir dazu in der Leserunde hatten - im letzten Leseabschnit zu Himmelsturm und später auch in einem der frühen Leseabschnitte zu Die Wölfin. Aus der Art und Weise, wie dieses Ereignis zustande kommt, lassen sich mehrere fundamentale Schlussfolgerungen ziehen, und letztlich ist dieser radikale Eingriff der Hauptgrund, aus dem sich Pardona überhaupt für die Wettfahrt interessiert ... Jedenfalls ist es positiv, dass dieser Akzent offenbar im Gedächtnis bleibt.


    Eine Bitte an die Rollenspieler, die die Kampagne kennen: Ich habe gerade eine schöne Besprechung von Silberflamme gelesen, die ich leider nirgendwo verlinken kann, weil sie die Auflösung eines Rätsels verrät, das uns im Roman mehrere Hundert Seiten begleiten wird. Dabei geht es um die Frage, was die gesuchte Silberflamme überhaupt ist. Für die Rollenspieler ist das offensichtlich, aber wir haben viel Mühe darauf verwandt, in der Perspektive der Ottajaskos zu bleiben und den Leserinnen und Lesern nur den Kenntnisstand zu geben, den die Figuren jeweils haben.
    Also für die "Wissenden": bitte pssssst. ;) Dann können wir gemeinsam schauen, wie rasch die anderen die richtigen Schlüsse ziehen - denn natürlich haben wir auch diesmal wieder Hinweise ausgestreut.
    :lesen:


    - die gezüchteten Chimären in den Tanks.


    Die Thematik rund um Pardonas Forschungen im Himmelsturm lohnt sich, noch einmal ins Gedächtnis zu holen. Nach der Lektüre von Die Wölfin kann man schon erahnen, wie sie in Beorns Ottajasko fortwirken werden ... ;)



    Band 1: Ganz klar die ganzen Szenen in Steinackr und das Martyrium in der Hö(h/l)le. Was für ein krasser Neustart in meine DSA Lieblingssaga. Mit Tylstyr, Tjorne und Zidaine treffe ich hier auch erstmals auf neue Figuren in der Saga, deren gemeinsames Schicksal mich besonders interessiert.



    Den ersten fand ich eine phänomenale Zumutung. Wie man eine Romanserie mit so was abschreckendem beginnen kann ist mir ein Rätsel.


    Interessant an den Leserunden ist immer wieder, wie unterschiedlich die Sichten sind, die hier zusammenkommen. So auch hier: Der Prolog des ersten Bandes war ein bewusst eingegangenes Wagnis. Überwiegend bekommen wir ein sehr positives Feedback dazu, bis hin zu "der Prolog ist das Beste im ganzen Buch", aber es gibt auch eine entschiedene, wenn auch eher kleine Gruppe in der Leserschaft, der er überhaupt nicht zusagt.
    Generell bleiben wir dem Schema treu, eine Art Novelle als Prolog den Romanen voranzustellen - so auch in Silberflamme. Das ist eine schöne Möglichkeit, den Hintergrund ausgewählter Figuren genauer zu beleuchten. Und gerade der Hintergrund aus dem Prolog des ersten Bandes wird in Silberflamme eine bedeutende Rolle spielen - was die einen freuen wird, die anderen nicht so sehr. So oder so bin ich auf die unterschiedlichen Wirkungen gespannt, die der Roman erzielen wird. :)



    Die Geheimnisse der Vergangenheit, einer untergegangenen Hochkultur wurden greifbar und haben neugierig gemacht.


    Da hoffe ich, dass Silberflamme Dir gefallen wird - denn auch diese Geschichte hat etwas mit der Vergangenheit zu tun, wie bereits in der Prophezeiung deutlich werden wird ...



    In Riva mochte ich die Stimmung der Stadt. Die Warenschau hat die Stadt toll belebt und nach der ganzen Kälte des Nordens fühlte es sich fast wie ein nach Hause kommen an.


    Ich erinnere mich, dass das beim Schreiben auch so war. Ich habe mich richtig gefreut, die Ottajasko in die Zivilisation zurückkehren zu lassen.



    Im Band drei war es auf alle Fälle der Ausbruch Beorns und die Szenen mit der Wölfin in ihrem Klan.


    Die Szene, in der Salarin und Zidaine Nirka bei den Wölfen beobachtet, habe ich kürzlich noch einmal vorgetragen. Wenn ich mich recht entsinne, war das auf der RatCon in Limburg, bei der letzten Lesung aus Die Wölfin.



    Kleine Gänsehautmomente sind für mich die Rituale der Thorwaler.


    Ja, in die Schilderung der thorwalschen Kultur ist viel Energie geflossen ... Auch in dieser Hinsicht wird es in Silberflamme einen neuerlichen Schub geben, und zwar durch die Betonung einiger thorwalscher Figuren. ;)



    ..., und Beorns Begegnung mit Pardona ...


    Auch Pardona wird sich in Himmelsturm die Ehre geben. ;)

    Noch eine gute Woche bis zum Leserundenstart. :banane: Habt Ihr wieder Lust auf ein bisschen Warmrudern? ;)
    Wie wäre es, wenn jeder einmal kurz benennt, welche Szene ihm in den ersten drei Bänden am besten gefallen hat? Das bringt sicher für alle Erinnerungen hoch, und da Die Wölfin schon neun Monate zurückliegt, kann es nicht schaden, wenn wir die vergangenen Abenteuer parat haben, bevor wir uns auf die Suche nach der Silberflamme begeben ...
    :lesen:

    Ja, das ist ein Risiko, besonders bei einem solchen Liebhaberprojekt - wenn es auf der Hälfte der Strecke nicht genug Leute gibt, die sich dafür interessieren, geht der Sache die Puste aus.
    Dummerweise erhöht sich dieses Risiko, wenn viele Leute warten, bis der letzte Band erscheint - denn dann gibt es für die frühen Bände vielleicht so wenig Nachfrage, dass die nächsten nicht mehr gemacht werden.
    Was ich auch noch erwähnen sollte: Die Lizenz für diese Luxusausgabe erlaubt 500 Exemplare. Mehr wird es nicht geben, auch Nachdrucke oder Nachauflagen sind nicht vorgesehen. Dieses Vorgehen ist üblich, weil der Hauptverlag (in diesem Falle Heyne) natürlich nicht will, dass die Nachfrage an seiner Ausgabe einbricht. Wenn man also bis zum Erscheinen des letzten Bandes wartet, sind einige der vorherigen wahrscheinlich nur noch zu Sammlerpreisen und gebraucht zu bekommen.

    Da wir wissen, dass es hier einige große Fans unserer Reihe gibt, und einige der "Dankeschöns" begrenzt sind, und wir nicht wollen, dass sie Euch bei Interesse entgehen, erlaube ich mir einmal, hier auf etwas hinzuweisen:
    Gerade ist das Crowdfunding - oder auf Deutsch die Schwarmfinanzierung - einer Luxusausgabe der Phileasson-Saga gestartet. Dabei werden zwei Romane zu einem großformatigen Hardcoverband in Leinen oder Leder zusammengefasst, es gibt Schmuckrahmen und Illustrationen und - sofern das Interesse groß genug ist - noch allerlei mehr. Letztlich ist die Idee, dass man diese Ausgabe vorbestellen kann - und wenn man noch extra etwas dazugibt, um das Projekt zu ermöglichen, bekommt man besondere "Dankeschöns" dazu. Das ist alles auf der Crowdfunding-Seite erklärt, wo wir Euch auch mit einem Video begrüßen.


    Sehr positiv hat mich Itena in diesem Abschnitt überrascht, die auf Midalin überhaupt nicht mit Stutenbeißerei reagiert, im Gegenteil, sie warnt sie sogar, weil sie ihren Degen hergegeben hat und setzt noch eines darauf, dass es schade um Midalin wäre, wenn ihr etwas zustoßen würde. Das nenne ich mal aufrichtig.


    Diesen Dialog hat meine Lektorin übrigens genau andersherum gelesen: Da Midalin den Degen ja bereits weggegeben hat, kann sie daran nichts mehr ändern, und Itena macht sie jetzt kirre, ohne eine Lösung aufzuzeigen. Überhaupt ist Itenas Argumentation konstruiert, wie meine Lektorin meinte: Midalin hat sich nützlich gemacht, bevor der Degen ein Thema war. Und sie wurde auch nicht wegen des Degens eingestellt, sondern wegen ihrer Giftmischerfähigkeit. Aber wenn man im Überschwang der Eifersucht jemanden beunruhigen will, ist alles erlaubt. ;D



    Als Prekesta die Wunde mit dem Gift zugefügt wurde, muss ich gestehen, hatte ich die kurze Hoffnung, dass ihr das vllt. endlich den Rest geben wird.


    Prekesta scheint in dieser Leserunde keine Freunde zu haben. :D
    Aber wenn sie nicht da wäre, würdet Ihr sie trotzdem vermissen, glaube ich. Sie begleitet uns doch schon seit den ersten Szenen in Rotes Gold! :herz:



    Wie hätte sich denn das mit der Ranke entwickelt, wenn die Schamanen hier nicht "fördernd" eingegriffen hätten? Hätte das denn dann auch solche Ausmaße angenommen?


    Es hätte bestimmt eine andere Richtung genommen - so viel kann man sagen, denke ich.



    Aber Iskala lässt sich in keinster Weise von ihr einschüchtern. Nach wie vor denke ich, dass Iskala, wenn sie diesen Feldzug überlebt, eine Favoritin auf den Job des Flammenbringers ist.


    Schauen wir mal - es gibt ja nur noch einen Leseabschnitt. ;)