Beiträge von Bernard

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    Auch die Basis wirkt sehr gemütlich, wobei ich hier eher eine funktionale Einrichtung erwartet hätte.


    Es kommt wohl ein bisschen darauf an, für welche Zeitdauern ein Einsatz in einer solchen Basis geplant ist. Wenn das Langzeitmissionen sind, müssen sich die Leute dort auch ein wenig wohlfühlen ...



    ich bin verzückt.


    :D



    Vielleicht verwandelt Ugron sich auch in einen Cochader


    Hm, außer dass die SQUID und die Cochader beide ein "aquatisches" Äußeres haben, verbindet sie doch nicht viel, oder? Ulsike erkennt das, was in Ugrôn heranwächst, mithilfe eines Rotraumscanners ... Die Cochader dagegen sind Lebewesen unseres (Einstein-)Universums.



    beim Anblick dieser unfassbar schönen Blätter, die das Licht so zauberhaft zerstreuen! Unglaublich schöne Bilder. Das hat mich sehr berührt. Die Vollkommenheit der Schöpfung. Sehr ergreifend.


    Glaubt Ihr, diese speziellen Bäume in dem Tal sind wirklich "Schöpfung" im Sinne von "natürlich entstanden"? Sie haben immerhin den Effekt, Ortungsstrahlen abzuhalten ...



    Wie die Tentakel der SQUID die Raumfähren der Giats von der MARLIN pflücken. Das fand ich einfach absolut genial.


    ... und sehr ungewöhnlich für ein Raumgefecht, das sich eigentlicht - wie im ersten Leseabschnitt - über sehr große Distanzen abspielt.



    Cochada wird massiv aufgebaut werden. Vorrangig muss man sich gegen die Giats schützen, ...


    Diese Option besteht nicht: Man kann einen Planeten nicht gegen einen Angriff aus dem All schützen - im Zweifel können die Giats so lange weit draußen im All Meteoriten auf halbe Lichtgeschwindigkeit bringen und gegen Cochada steuern, bis mal einer durchkommt. Cochada kann ebenso wenig ausweichen wie G'olata im ersten Leseabschnitt ...



    Dieser Abschnitt fand ich super spannend und ich habe so richtig diese Sci-Fi-Atmosphäre gespürt.


    :freu:



    Tatsächlich waren wohl Menschen dort und haben eine alternative Lebensform geschaffen und anscheinend so, dass man sie nicht sofort bemerkt.


    Was haltet Ihr von dieser These - um es ganz prosaisch runterzubrechen:
    Die Menschen haben damals gemerkt, dass es Promethium im System gibt, und wollten dieses Element haben, weil es für sie hohen Wert hat.
    Sie haben die Vorfahren der Cochader "geimpft", was deren Evolution Richtung Intelligenz beschleunigt hat, und sie kulturell beeinflusst, sodass sie eine Zivilisation entwickeln, die Promethium hortet.
    Damit haben sich die Menschen ideale Handelspartner geschaffen.
    Nebenbei mögen sie noch einige andere Ziele verfolgt haben, wie etwa, die Flora und Fauna auf dem Planeten so zu verändern, dass Cochada als "Nahrungslieferant" taugt. Oder eine Basis zu errichten, die für Forschung, Erholung, etc. taugt.



    Dafür sind auch Rila und ihr Kind gerettet. Vermutlich ging es auch nur darum. Wären sie nicht, hätte sich die SQUID eventuell nicht im Kampf eingemischt. Zuzutrauen wäre es ihr.


    Dafür spricht auch, dass sie ihre Kampffähigkeiten in diesem Gefecht erstmals einsetzt. Auch andere Großraumschiffe sind ja schon an die Giats verloren gegangen (die JELLY und die ANEMON werden in früheren Leseabschnitten erwähnt), ohne dass die SQUID eingegriffen hätte.


    Ich habe gar nicht gewusst, dass Grauwacht auch Sci-Fi-Elemente beinhaltet.


    Der Roman war sogar für den wichtigsten deutschen SF-Preis nominiert, den Kurd-Laßwitz-Preis.



    Kann das sein, Bernd, dass Du Feuer der Leere so konzipiert hast, dass du eventuell einen Nachfolgeroman schreiben könntest?


    Ich konnte ja lange keine eigenständige Science-Fiction in den Verlagen unterbringen. Deswegen habe ich in Feuer der Leere sehr viele Elemente hineingepackt, die ich an diesem Genre mag. Dabei ist ein so vielfältiger Hintergrund entstanden, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, dass er auch für weitere Geschichten eine Bühne abgibt. ;)


    Gibt es überhaupt Tiere auf der Cochander?


    Ein paar cochadischen Tieren seid Ihr schon begegnet. Bei Starns erstem Planetenaufenthalt haben die Soldaten einen Quadkopter abgeschossen, der eine Art Wal gejagt hat, der aus dem Nebel im Tal aufgetaucht ist. Und die Siedler braten über offenem Feuer ein erjagtes Tier.


    Noch eine weitere SQUID? Wie wird das enden? Kann seine Verwandlung zum Stillstand gebracht, gar rückgängig gemacht werden, jetzt, wo er nicht mehr in direktem Kontakt mit der "Mutter" ist? Ich hoffe es.


    Wobei man fragen könnte, für wen es von Vorteil wäre, wenn diese Verwandlung rückgängig gemacht würde ...
    Im Schwarm würden diejenigen, die auf den Fortbestand der Menschheit pochen, sicher darauf bestehen. Aber hier in der Leserunde gibt es ja durchaus Stimmen, die einer Weiterentwicklung über das Mensch-Sein hinaus offen gegenüberstehen.



    Werden sie sich zuerst auf die SQUID stürzen, die nun geschwächt ist ( so phantasiere ich mir das jedenfalls selber zurecht )? So wie diese Nacktschnecken, die Cochader, zuerst mal Ignid erledigt haben, die verletzt und damit am angreifbarsten war?


    Bei den Cochadern ging es ja eher darum, dass Ignid (ökonomisch) "nutzlos" war. Vielleicht haben sie sogar geglaubt, den Menschen einen Gefallen zu tun, indem sie Ignid ausgewählt haben ...



    Und es waren wohl nicht die Cochader ( noch immer weiß ich nicht - oder weiß man's überhaupt? -, wer die eigentlich sind und woher sie kommen ), die den Planeten besiedelt haben, sondern Menschen...


    Vielleicht wird die Historie in den verbleibenden Leseabschnitten noch deutlicher ... ;)



    Die ganze Befreiungsaktion von Starn und den Esoxianern war toll beschrieben.


    :freu:



    Und Prijatu mag ich mittlerweile wirklich sehr, also nicht umbringen bitte!


    :D



    Hätte man dann aber nicht auch vehementer gegen die Unruhen auf Cochada vorgehen müssen, um nicht ein einziges Menschenleben einzubüßen?


    Bislang gab es kaum (oder sogar gar keine) Todesopfer auf menschlicher Seite:
    [quote author=Seite 278]
    Inzwischen gab es an ein paar Dutzend Orten auf dem Planeten Kämpfe zwischen den Menschen und den Cochadern. Glücklicherweise neigten Letztere eher zum Rückzug als zu heroischen Gesten der Selbstaufopferung. Erwartungsgemäß zeigte der Technologievorsprung des Schwarms Wirkung, aber wegen der ausweichenden Strategie der Planetarier hielten sich auch deren Opferzahlen in Grenzen.[/quote]
    Für die Admiralität des Schwarms stellt sich primär die Frage, wie sie möglichst schnell die Nahrungsmittelvorräte auffüllt. Am vielversprechendsten erscheinen hier die Handelsverträge mit den Cochadern, weil diese dazu führen, dass die Planetarier mithelfen, die Nahrung zu beschaffen. Auch das ist überlebensnotwendig für die Menschheit - im Zweifel ist es auch wert, wenn einige Menschen sterben, wenn das dem Ziel dient. Die Siedler dienen aber - aus Sicht des Schwarms - keinem Ziel.
    Der Schwarm ist aber ein uneinheitliches Gebilde. Manche Schiffe werden rigoroser durchgreifen als andere, und die Siedler stammen von mehreren Schiffen.



    Und in meinen Augen kann man, verhält man sich dauerhaft entgegen der Regeln des würdigen menschlichen Zusammenlebens, sein Menschsein auch verwirken! Das trifft bei den Cochadern nun zu!


    Meinst Du damit die Cochader insgesamt oder die Entführer? Weil es ein paar Terroristen gibt, spricht man ja auch nicht der gesamten Menschheit das Menschsein ab ...



    Viel wichtiger finde ich die Frage, warum keine Menschen mehr da sind?


    Ja, das ist sicher etwas, das sich auch Starn fragt ... ;)

    Obwohl es im 7. Leseabschnitt gepostet wurde, kopiere ich diese Spekulation mal hier herein, damit niemand durch die Diskussion gespoilert wird:

    Nicht wirklich. Irgendeine Verbindung muss es aber geben. Kann die SQUID in den Tiefen des Universums das geeignete Genmaterial spüren, das sie braucht, um sich fortzupflanzen? Oder ist es einfach nur ein unglaublicher Zufall?


    Was haltet Ihr von der Theorie?
    Ist die SQUID einsam und sehnt sich nach Artgenossen - und fährt nun zweigleisig? Einmal eine indirekte Befruchtung über Ugrôn mit der kompatiblen Rila (wobei sie diese Kompatibilität schon während der Schlacht um G'olata gespürt haben müsste), und zum Zweiten eine direkte bei Ugrôn?

    Aktuell flimmert zum Thema "Syntho-Uterus" wieder eine Meldung durch die Nachrichtenkanäle. Man hat die Technik erfolgreich im Tierversuch mit einem Schaf getestet und hofft, damit bald Frühgeburten helfen zu können. Allerdings sieht dieser "Artificial Uterus" wie eine Plastiktüte aus, mit flexibler Hülle. Es ist also kein hartes Behältnis wie in Feuer der Leere.


    Hast du beim Roman-Schreiben eigentlich den https://de.wikipedia.org/wiki/Bechdel-Test im Hinterkopf oder sowas in der Art oder gar nicht?


    Von diesem Test habe ich erst gehört, als ich bereits einige Romane veröffentlicht habe. Ich bin dann meine Geschichten im Kopf durchgegangen und kam (und komme noch immer) zu dem Schluss: Locker bestanden - bei mir wimmelt es von eigenständigen Frauenfiguren!
    Fairerweise muss man aber sagen, dass der Roman als Textform üblicherweise viel Personal aufbietet, von daher ist dann recht wahrscheinlich, dass auch mindestens zwei eigenständige Frauenrollen dabei sind. Viel leichter als bei einem Spielfilm, in dem üblicherweise viel weniger Sprechrollen auftauchen als in einem Roman.


    Ich war wirklich geschockt, als die Cochader einfach Ignid so erschossen haben.



    Das ist dann eher die Art ihres Todes... richtig skrupellos von den Cochadern.


    Aus unserer Perspektive schon. Für die Cochader hat individuelles Leben aber einen anderen Stellenwert, es wird am ökonomischen Nutzen gemessen. Vielleicht sollte man diese andere Sozialisation mit einbeziehen?



    Überhaupt, alles war nur für Ansehen und Beachtung der Konzerne? Ich stell' mir gerade vor, was passieren würde, wenn statt einem Streik die Leute von der Verdi sowas machen würden, um Beachtung für ihre Forderungen zu bekommen :o


    Ein schöner Vergleich. :D



    Ugrôn scheint also tatsächlich auch von der SQUID schwanger zu sein :o Eine gruselige Vorstellung, zumal ich mich frage, wie er das Kind denn austragen will. Bleibt es dann in ihm? Kann ja fast nicht sein, denn es wird ja größer und größer...



    Hingegen seine angebliche Schwangerschaft ist etwas ziemlich ungewöhnliches für unseren Verstand. So abartig es klingt, wäre es sicherlich lustig, wenn da eine kleine Minisquid sich abkapselt - ja Kopfkino gerade an ;D


    Da Lebewesen wie die SQUID und die Menschen sich unabhängig voneinander entwickelt haben, kann ein Mensch kein "natürlicher Wirt" für SQUID-Nachwuchs sein ... Was auch bedeutet, dass der Entwicklungszyklus nicht evolutionär auf einen menschlichen Träger abgestimmt sein kann. Vor diesem Hintergrund ist fraglich, wie wahrscheinlich ein "sanftes Abkapseln" gegenüber einem "explosionsartigen Ausbrechen" ist ...



    Und es klingt merkwürdig, trotzdem denke ich, Starn passt zu Prijatu tatsächlich besser als zu Kara.


    Generell ist es für mich in dieser Leserunde interessant, mitzubekommen, welche Elemente besonders fremd erscheinen und welche noch relativ vertraut. Die SQUID zum Beispiel erscheint mir als wesentlich fremdartigere Umgebung als ein Raumschiff, auf dem Schwerelosigkeit herrscht, aber hier wird es überwiegend anders empfunden ... Ebenso Kara und Prijatu. Kara ist in gewisser Weise "das Mädchen von nebenan", während Prijatu in Richtung "Mädchen vom anderen Stern" geht.
    Deswegen mag ich Leserunden so sehr: Ich bekomme sehr vielfältige Leseeindrücke geschildert.



    Ohja! Und wieder ein grandioser, bildgewaltiger Abschnitt.


    :freu:



    Auch Kara kann weiter punkten. Das vermeintlich unreife Küken zögert nicht und baut sich vor einem Cochader auf. Die schmerzlichen Blitze steckt sie einigermaßen gut weg. Sehr mutig die Kleine! Sie setzt sich wirklich für Schwächere ein und trällert nicht nur hohle Phrasen. :daumen:
    Dann muss der Trupp den Tod Ignids verkraften, der von den Cochadern absichtlich herbeigeführt wurde.


    Was sich Kara sicher fragen wird: Hätte sie durch weniger forsches Auftreten Ignids Tod verhindern können?



    Und dann kommt diese HAMMERSZENE: Xytara ;) klappt ihre Handflächen zurück und fährt ihre Blaster aus! 8) Wow! Da habe ich, glaube ich, mit offenem Mund gelesen. Ein irres Bild, wie ich finde.


    :totlach:
    Ja, da ist dann mal Schluss mit der Blümchen-SF. ;D



    Oder ist es nicht eher so, dass dieser Scanner nichts damit anfangen kann, dass Ugron sich in einem Entwicklungsstadium befindet, in dem er weder Mensch noch Cochader ist? Daher die Merkmale für zwei verschiedene Lebewesen??? :-\ Dass er nämlich so etwas wie "schwanger" ist, glaube ich eher nicht.


    Hm ...
    Aber der Scanner, mit dem Ulsike die andere Lebensform findet, spricht ja auf Rotraum-Phänomene an ...



    Und dann waren tatsächlich schon Menschen auf der Cochader gewesen. Was ist aus ihnen geworden? Oder sind sogar die Cochader ehemalige Menschen? Mittlerweile rechne ich mit allem.


    :totlach: Meine Leserinnen scheinen durch so manche überraschende Wendung gestählt zu sein.


    Ich finde es übrigens krass, dass Ugrôn 95 Sekunden ohne Atmosphäre war. Und er hat echt keinen Hirnschaden davon mitgenommen oder weiß man das vielleicht noch gar nicht?


    Da kann man unterschiedlicher Meinung sein ... wie Du in den nächsten Leseabschnitten entdecken wirst. ;)



    Ich halte es auch durchaus realistisch, dass sich so Namen wie Alexander oder Lukas bis zu der Zeit gehalten hat, vor allem Alexander der Große --> Antike-Fans.


    Gerade diese Beispiele aus der Antike sind zweifelhaft. "Cäsar" etwa: Wir sprechen das heute meist "Zä-sar". Man hat aber griechische Aufzeichnungen gefunden (die Griechen haben alle fremdländischen Namen lautmalerisch geschrieben), und dort steht "Kai-zar" - was auch Sinn ergibt wegen der späteren Herrschertitel "Kaiser" und "Zar", die sich davon ableiten. Es bedeutet aber, dass das antike Latein, insbesondere die Namen, möglicherweise ganz anders ausgesprochen wurde, als wir denken ...



    Ist "sinnlos" so ein Wort wie "einzig" oder "optimal", was man eigentlich gar nicht steigern "darf", ohne "blöd dazustehen" oder gibt es diese Stilform bei "sinnlos" ausnahmsweise?


    Jetzt, da Du es erwähnst ... Vielleicht hast Du mich da ertappt. :D



    Normalerweise wird man bei so einem Röhrenuntersuchungszeugs auch vorher gefragt, ob man schwanger ist und da hätte Rila "nein" angekreuzt und dann hätte die Ärztin überraschter reagiert.


    Das wird ja nur deswegen gefragt, weil man fürchtet, anderenfalls durch die Messmethodik das Ungeborene schädigen zu können. Wenn bei der Messmethodik in der medizinischen Station der MARLIN solche Schädigungen nicht zu befürchten stehen, wird man auch nicht mehr fragen.


    Die Mutter finde ich übrigens mega taff. Sie macht einen guten Job, immerhin ist sie für viele verantwortlich. Trotzdem kommt immer wieder durch, dass sie sich um ihre Kinder sorgt. Wirklich ein sehr schwerer Job. Den könnte nicht jeder machen.



    Demetra kann ich in dieser Situation nur bewundern.


    Team Demetra! 8)



    Und immer noch bin ich mir nicht sicher, wer da wen beeinflusst: Ugrôn die SQUID oder umgekehrt?


    Vielleicht ist die Richtung auch nicht so eindeutig ... ;)



    Ach ja... Kara kann ich immer noch nicht leiden :D


    :D



    Hmm, hat die SQUID überhaupt solche menschlichen Gefühle? Ich glaube da eher, dass sie nicht darüber nachgedacht hat, sondern einfach Lust darauf hatte. Da hat Ugrôn noch eher Reue als die SQUID, wobei auch bei ihm die Frage ist, ob ihm überhaupt bewusst ist, was die SQUID angerichtet hat.


    Eine interessante Frage! Was meint die Leserunde?



    Und Rila steht draußen und beobachtet wie gebannt das Baden, - ganz schön mutig, wenn man bedenkt, wie gefährlich das ist, was sie da tut! Aber sie besitzt überhaupt unglaublichen Mut, ist wagemutig und auch tollkühn.


    Das ist fast schon eine Berufsqualifikation für Raumjägerpilotinnen. ;D



    Mutig finde ich auch, wie sie in die SQUID hineinmarschiert, ohne zu wissen, welcher Wahnsinn da auf sie wartet.


    Ich frage mich gerade, ob es nicht noch mutiger gewesen wäre, wenn sie gewusst hätte, was sie erwartet ... :D



    Und dabei hätten sie jeden Grund, ihm ihre Unterstützung zu verweigern. Aber da drängte sich mir die Frage auf, ob sie Ugron helfen oder sich an Mutters Wünsche halten. Können sie das eine vom anderen unterscheiden? Doch ja, das können sie. Sie sind sehr tiefer Gedanken fähig, sie reflektieren.


    Für die Zoëliker stellt sich auch die Frage, ob ein Ugrôn an Bord für sie von Vorteil oder von Nachteil ist. Für beides gibt es Argumente ...



    Und die Giats sind immer noch nicht aufgetaucht! Oder sind sie etwa schon da, weil die SQUID ihre Mission nicht erfüllt hat und stattdessen Spielen gegangen ist...!?


    Wenn die Giats eine Flotte schicken, kann ein Großraumschiff sie nicht aufhalten. Die Mission der SQUID bestand in einem Aufklärungsflug; sie hätte gegebenenfalls bemerken können, dass sich eine Feindflotte bei einem nahe gelegenen Stern sammelt, und so den Schwamr vorwarnen können.



    Irgendwie hat Rila doch auch eine spezielle Verbindung zur SQUID. Oder ist sie wirklich einfach so unerschrocken? Wie sie da mutig steht und dann auch noch den Tentakel betritt.


    Wir erinnern uns: Dass die SQUID Rilas angeschossenen Jäger im großen Nichts des Weltraums gefunden und sie gerettet hat, widersprach allen Wahrscheinlichkeiten. ;) Von daher ist an Janesways These vielleicht etwas dran?



    Ugron stellt sich schrecklich viele Fragen, dass mir selbst der Kopf schwirrt.^^


    Das war ein Kritikpunkt meines Lektors. Mit den technischen Begriffen hatte er überhaupt kein Problem, aber Ugrôns Nachdenklichkeit ("... ewige Jammerei ...") ging ihm auf den Geist. :D



    Aber gut – wenn es nach ewig langer Einsamkeit endlich ein Wesen gefunden (erschaffen??) hat, mit dem es so eng verbunden ist, kann man es vielleicht nachvollziehen.


    Ich denke, das ist der entscheidende Faktor: Die SQUID hat generationenlang auf "den Richtigen" gewartet ... Oder vielleicht auch nicht nur "gewartet", sondern "darauf hingearbeitet" ... oder, wenn man es krasser ausdrückt: "gezüchtet".
    Vielleicht lohnt sich die Überlegung, was die SQUID überhaupt von Ugrôn will oder erwartet.
    Eine sexuelle Attraktivität - bei so unterschiedlichen Lebensformen?
    Ein intellektueller Austausch - bei so unterschiedlichen Wahrnehmungen und Lebenswirklichkeiten?
    Oder steckt etwas ganz anderes dahinter ...?
    Und welche Rolle spielt Rila für Mutter?



    Das Problem ist ja, dass es den einzelnen Cochader mit hoher Stellung nicht gibt und die Konzerne sich untereinander nicht grün sind,


    Genau!
    Wenn gestern Abend eine außerirdische Flotte im Orbit der Erde aufgetaucht wäre - mit wem hätte die verhandelt?
    Mit der UNO?
    Hätten Supermächte wie die USA, Russland und China akzeptiert, dass ein UNO-Generalsekretär in ihrem Namen verhandelt?



    Ja, Kara hat bei mir auch ein paar Pluspunkte gesammelt, als sie mal nicht rumzickt, sondern handelt. Und in dem über den Planeten hereinbrechenden Chaos ist man sogar geneigt, ihren Ideen mehr Gewicht zu verleihen.


    Aha! Die Positionen der Koexistenzialisten erscheinen in einem anderen Licht ... :)



    Auf jeden Fall fand ihr Verhalten bei der Suche nach Rila sehr interessant. Keine Diskussionen, kein Hinterfragen, kein Streit mehr mit Ugrôn, sondern im Dienst der Mutter handeln und alle Energie auf diese Mission richten.


    Die Frage ist, wieso die Zoëliker so handeln ...


    Befremdlich, wie das Kind ohne Not (Rila ist ja gesund) in einen künstlichen Uterus umgebettet wird.


    Vielleicht wäre es interessant, die Thematik von der anderen Seite zu betrachten.
    Im Syntho-Uterus wird das Kind ständig überwacht, es wird optimal mit Nährstoffen und allem anderen versorgt. Sobald etwas Nachteilhaftes sich auch nur andeutet, wird ein Alarm ausgelöst und Fachpersonal gerufen.
    Die Mutter wird in keiner Weise durch die Schwangerschaft eingeschränkt, und sie kann sowohl körperlich anstrengende Dinge tun, als auch ohne Bedenken Rauchen und Alkohol zu sich nehmen (oder eben Rauschpflaster auflegen).
    Bietet die Lösung mit dem Syntho-Uterus nicht sogar dermaßen viele Vorteile, dass sie das Standard-Prozedere sein sollte?



    Ob Ugrôn überhaupt noch er selbst ist, wenn er seinen Sohn zum ersten Mal sieht?


    Er verändert sich zweifellos sehr schnell und sehr grundlegend.
    Andererseits ... durch einschneidende Erlebnisse oder auch einfach hinreichend lange Zeiträume verändert sich jeder Mensch. Das merkt man ja immer auf Klassentreffen. :D



    Hmmm, bei Bernd muss man auf alles gefasst sein. Und sie ist ja nicht ausschliesslich mechanisch oder?


    Das "Basismodell" ist ein Mensch. Der biologische Körper wurde durch technische Komponenten erweitert und optimiert.
    Heutzutage bekommt man vielleicht ein Hörgerät.
    Wesentlich weiter wäre dann Koichy mit seiner Gehirnerweiterung.
    Und Prijatu ist noch ein gutes Stück weiter. Aber sie kann außerhalb der ESOX autark agieren, hängt also nicht an einer Zentraleinheit, mit der sie ständigen Kontakt bräuchte.



    Ein Glossar halte ich doch nicht für nötig. Die ersten 2 Kapitel wirkten vielleicht so, als wäre es sinnvoll, aber danach kommt eigentlich doch nichts großartig mehr an Begriffen dazu.


    Vielleicht war einfach der "Schock" zu Beginn ein bisschen groß ... Zu viel auf einmal ...



    Cochadas Einwohner kann ich mir vom Aussehen her noch schlecht vorstellen. Ich habe da riesige Nacktschnecken mit Augenschlitzen und Tentakeln auf dem Kopf grob im Sinn. Vielleicht ist hier ja jemand zeichnerisch begabt und mag mal eine Skizze anfertigen. :D


    "Rindergroße Nacktschnecken mit Kopftentakeln" ist schon ganz richtig. Die Augen sind aber eher Teller als Schlitze, und die Atemöffnungen an den Wangen sind ebenfalls auffällig.
    Bei der Lesung im Kölner Hiveworld habe ich eine Skizze angefertigt. :D
    [Blockierte Grafik: http://robertcorvus.net/bilder/Cochader.jpg]



    Das Buch enthält auf jeden Fall viele Denkanstöße. In Reflexion unserer jetzigen Gesellschaft, aber auch in Hinblick zukünftiger Entwicklungen der Menschheit.


    Das freut mich, denn wenn das Buch so auf Dich wirkt, setzt es ein Kernanliegen der Science-Fiction um. :)



    Ich frage mich, ob Demetra wirklich von Starn enttäuscht ist oder ob das nicht vielmehr bloß der äußere Eindruck ist. Soweit scheinen sie auf jeden Fall noch gut zurechtzukommen und gemeinsame Unternehmungen wie Gitterball (tolle Beschreibung; erst da ging mir auf: Stimmt, wie will man sonst in Schwerelosigkeit Ball spielen?) werden beibehalten, egal ob man sich gerade gut leiden kann oder nicht. Das wirkt sehr familiär.^^


    Ich sage mal: Sie ist weniger emotional als Ugrôn. :D Sie kann unterschiedliche Lebensbereiche trennen.


    Die Verbindung zwischen der SQUID und Ugrôn finde ich unheimlich. Ugrôn verändert sich zusehends zu seinem Nachteil.


    Ich glaube, bei einer dermaßen grundlegenden Veränderung ist es sehr schwierig, zu entscheiden, ob sie zum Vor- oder zum Nachteil ist. Mit Sicherheit macht er Erfahrungen, die kein Mensch zuvor gemacht hat. Und, ja: Das fordert einen hohen Preis ...



    Und warum will Ugrôn unbedingt den Planeten betreten? Was zieht ihn dort hin?


    Da spielt der Begriff "Heimweh" in einem sehr ursprünglichen Sinne eine Rolle - und nicht nur bei Ugrôn ... ;)



    Die Cochader sind ja echt Kaufleute durch und durch, ein wenig musste ich grinsen, als sie um die Kosten und Erstattungen gefeilscht haben ;D


    Ich habe beim Schreiben ebenfalls geschmunzelt. :D



    "Schon eine Abweichung von einem Promille bedeutet jedoch eine Entfernung von neuneinhalb Milliarden Kilometern zu einem Schiff, ..." Die Entfernungen usw. sind so was von enorm, also, ich habe Probleme damit, mir solche Räume vorzustellen :o


    Das ist bei astronomischen Entfernungen immer der Fall - diese Dimensionen haben nichts mehr mit unserem Alltagsleben zu tun. Da hilft es manchmal, in Relationen zu etwas Bekanntem zu denken, und selbst da schwirrt der Kopf.
    Wenn Du hier auf der Erde einmal um den Äquator laufen würdest, wären das 40.000 Kilometer.
    Wenn Du diese komplette Strecke - quer durch Afrika, über den Atlantik, durch Südamerika, über den Pazifik, Südostasien, durch Indien und den Indischen Ozean zurück nach Afrika - winzig klein aufmalen würdest, sodass alles in 1 Zentimeter passen würde ... und wenn Du dann maßstabsgetreu das cochadische Schiff in 9,5 Mrd Kilometern Entfernung einzeichnen wolltest ... dann müsste deine Karte knapp zweieinhalb Kilometer groß sein.



    Als er sich dem Rotraum aussetzt, dachte ich aber nur, hoffentlich weiß er, was er da tut.


    Da kann ich Dich beruhigen: Das weiß er garantiert nicht. :D
    Er tut etwas, das nie ein Mensch zuvor getan hat, und setzt sich einer Umgebung aus, bei der auch sämtliche Messinstrumente der Menschheit praktisch versagen. Er hat Null Informationen darüber, was ihn erwartet.



    Spannend fand ich, dass die SQUID angeblich ein Geschöpf des Rotraum sein soll. Gibt es dann dort noch mehr solcher Wesen wie die SQUID, die bisher nur nicht entdeckt wurden, weil die Reisegeschwindigkeit um ein Vielfaches höher ist?


    ... und weil die Dimensionen so enorm sind, siehe oben. Such mal eine Gummiente, die irgendwo im Pazifik treibt. ;)


    Für mich sehr toll geschrieben diese Freude auf das Bad in der Sonne, ist das Bad im Wasser dann einfach wichtig?


    Diese beiden Sachen lohnen, sie sich noch einmal genauer anzuschauen.
    Auf S. 258 genießt Ugrôn die Hitze des Dampfs, der vom Teewasser aufsteigt. In seinen Gedanken verschmilzt das mit der Hitze einer Sonne, nach der sich die SQUID sehnt. Dieser Wunsch überträgt sich auf ihn, er fordert dann, dass der Kurs des Schiffs entsprechend gesetzt wird.
    Wenn Ihr Euch an den Streit zwischen Ugrôn und Batuo in einem der früheren Leseabschnitte erinnert, dann ist Euch klar, dass Ugrôn sich damals bereits nach einem Besuch auf dem Planeten sehnte. Dieser Wunsch beeinflusst nun wiederum Mutter, wirkt also in die andere Richtung: Das lebende Schiff will nun, was Ugrôn will - den Planeten erfahren.
    Die beiden vermischen sich auf einer emotionalen Ebene, in gewisser weise verlieren sie sich ineinander - mit den entsprechenden Folgen für das Umfeld, das in ihren Sehnsüchten schlicht keine Rolle spielt.

    So, nun ist die Reise im Feuer der Leere beinahe am Ende angelangt. ;)
    Neben Euren Eindrücken zu diesem vorletzten Leseabschnitt interessiert mich vor allem Eure Spekulation dazu, wie es wohl letztlich ausgehen wird - also, was denkt Ihr, was Euch im letzten Leseabschnitt erwartet?
    Was wird aus Starn, Prijatu, Ugrôn, Kara - aus der SQUID, dem Schwarm und Cochada?


    Und da ihn die Zöeliker beinahe als Gott ansehen,


    Ich finde spannend, einmal zu überlegen, was die Zoëliker wirklich in Ugrôn sehen.
    Glaubt Ihr, er ist für sie ein Gott? Ein Prophet? Ein Messias?
    Oder vielleicht eher das Gegenteil - ein Dämon und Verderber, der sich zwischen sie und die Gütige Mutter schiebt?



    Rila hingegen zeigt nicht so wirklich viele Emotionen finde ich. Klar ist sie schockiert, aber im Grunde hätte sie damit rechnen müssen.


    Das stimmt - aber etwas "mit eigenen Augen zu sehen" ist vermutlich noch mal eine neue Qualität ...



    Und Starn lässt sich ja von den rebellischen Cochadern gefangen nehmen... Was ist eigentlich der Grund für die Rebellion? Das ist noch nicht herausgekommen, oder?


    Vielleicht ist "Rebellion" auch nicht ganz exakt. Auf Seite 372 ist von einer "radikalen Splittergruppe" die Rede, eine Rebellion wäre ja eher so etwas wie ein Volksaufstand.
    Die cochadische Gesellschaft ist sehr ungleich, von daher wird es Unzufriedene geben ...



    Die SQUID badet also im Ozean von Cochada - und löst eine Katastrophe aus.


    Habt Ihr bei dieser Darstellung ein Gefühl für die Größe der SQUID bekommen?



    Ugrôn wirkt auch sehr gefühlskalt, als er mit Rila zusammenkommt - auch bei ihm habe ich den Eindruck, er freut sich nicht über das Kind, wenn ihm sogar das Geschlecht egal ist...


    Das Geschlecht ist für Menschen ein wesentliches Merkmal, das ihr Leben prägt.
    Trifft das auch auf Ugrôn noch zu?
    Wenn andere Dinge für ihn im Vordergrund stehen, zeigt seine Reaktion vielleicht auch nicht Desinteresse gegenüber seinem Kind, sondern eben ein anderer Fokus ...



    Die Bilder die der Autor von nun an in meinen Kopf, aber auch in mein Herz gemalt hat waren sehr überwätligend.
    ...
    Es passiert soviel....ich war absolut gebannt!


    :freu:



    Für mich wirkt es, als wäre die SQUID wie eine Gottheit.


    Du gehst unter die Zoëliker. :D



    Kara hat mich sehr positiv überrascht: Erok und sie verarzten die armen Cochader, der niederen "Klasse". Das war doch sehr anständig von den beiden!


    Auch hier ist es für mich als Autor wieder interessant, wie unterschiedlich das wahrgenommen wird. Rhea war ja im vorigen Leseabschnitt bereits skeptisch wegen dieser Handlungsweise. Doscho schreibt hier, dass Kara bei ihm einbüßt. TippendeTastatur dagegen findet ihr Handeln sehr anständig.
    Wie mehrfach erwähnt: Für mich als Autor ist es ein Kompliment, wenn meine Figuren so unterschiedlich wahrgenommen werden.
    Ich bin gespannt, wie Ihr ganz am Schluss das Ende des Buches sehen werdet. Ich sehe schon kommen, dass es einige als Happy End empfinden werden, andere dagegen überhaupt nicht ... ;)


    Es gibt mittlerweile so viel zu staunen, dass ich mich frage, wieso das nur ein Buch ist und nicht mindestens eine Trilogie. :)


    Ein Exkurs für die Science-Fiction-Neulinge: Wenn sich Science-Fiction-Fans darüber unterhalten, wie ihnen eine Geschichte gefallen hat, fällt oft der Begriff "Sense of Wonder" - "Gefühl des Staunens". Es gilt als Qualitätsmerkmal, wenn es der Autor schafft, seine Leserschaft "zum Staunen zu bringen" über die vielfältigen und überraschenden, fantastischen Dinge, die er ihr zeigt.
    Von daher: Danke für das Lob. :)



    Es wird bisher von den Koexistenzlern ja kein wirklicher Plan gezeigt, außer: lasst uns doch einfach mal die Waffen niederlegen und sehen was passiert.


    Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat einmal in einem Interview ausgeführt, dass ein wesentlicher Faktor dafür, wie ausgewogen eine Forderung sein muss, darin besteht, ob man Verantwortung trägt oder eben nicht. Es ging dabei um ein Umweltthema, die Grünen waren in der Regierung (oder wollten rein) und diverse Organisationen haben demonstriert und Dinge gefordert. Er meinte, wenn er nicht in der Partei gewesen wäre, hätte er vermutlich mitdemonstriert und die Maximalforderung gestellt, aber als Politiker muss er eben sehen, dass es auch neben dem Umweltschutz noch weitere berechtigte Interessen gibt, denen er ebenfalls gerecht werden muss. Sein Fazit: Es ist die Rolle eines Demonstranten, sein Anliegen mit maximaler Leidenschaft vorzutragen, und die Aufgabe eines Politikers, sämtliche Anliegen gegeneinander abzuwägen.
    Auf die Koexistenzialisten bezogen müsste er eben auch einschätzen, wie hoch das Risiko wäre, dass die Giats eine Friedensoffensive ausnutzen würden, um den finalen Schlag gegen die Menschheit zu führen.



    Oder gibt es auch andere, die sie sich von Zeit zu Zeit aussucht,


    Wenn das der Fall ist, weiß Ugrôn zumindest nichts von den anderen - sie kommen in seinen Gedanken nicht vor.



    Die Menschen sind für sie ja nur Haustiere, die sind niedlich und man kann sich mit ihnen beschäftigen, aber kein wirkliches Gespräch führen.


    Als Schriftsteller hat man sozusagen die "Berufskrankheit", dass die Gedanken zu wandern beginnen.
    Als meine Freundin für eine gute Woche auf Studienfahrt ging, zog ihr Kaninchen bei mir ein. Eigentlich ein ganz niedliches Kerlchen. Ich habe den Käfig in mein Arbeitszimmer gestellt, meistens ist er aber sowieso draußen rumgehoppelt. Da ja sonst keiner da war, habe ich mit dem Kaninchen gesprochen. Anfangs fand ich das ganz witzig, aber nach ein, zwei Tagen habe ich mir vorgestellt, wie das Kaninchen plötzlich antworten könnte. In diese Vorstellung habe ich mich so sehr hineingesteigert, dass ich sie richtig unheimlich fand. :o
    Bis meine Freundin zurück war, habe ich dann nicht mehr mit dem Kaninchen gesprochen, sondern mich auf stummes Kraulen zwischen den Löffeln beschränkt, was ihm ohnehin lieber war.



    Das ist so spannend! Was will die Squid und was will Ugron. Will er wirklich noch zu Rila? Will vielleicht die Mutter, dass er Rila holt?


    Das sind sehr valide Fragen ... ;)


    Ist das ein wenig so, als würde ein Meteorit von ähnlicher Größe in eines unserer Meere einschlagen?


    Grundsätzlich ja, wobei aber neben dem reinen Volumen noch einige andere Dinge eine Rolle spielen. Insbesondere die Auftreffgeschwindigkeit (G'olata wurde vor allem wegen der immensen Geschwindigkeit der NECKBREAKER zerrissen) und die Tiefe der Ozeane. Wenn der Meteorit nämlich mit einigermaßen Geschwindigkeit auf den Grund schlägt, löst er zusätzlich noch ein Seebeben aus - und je nachdem, wie der Boden beschaffen ist, sogar noch einen (unterseeischen) Vulkanausbruch. Auf Cochada vermuten die Menschen durch die Messung der ersten Sonden eine Tiefe von bis zu siebzehn Kilometern (S. 188), das ist erheblich tiefer als die irdischen Ozeane.


    Wie ist das eigentlich, wenn die SQUID mal eben so im Ozean badet? Ertrinken dann die Menschen in ihr? Oder sind sie wie in einem Vakuum geschützt?


    Ein Raumschiff ist - ähnlich wie ein U-Boot - hermetisch abgeschlossen. Ansonsten würde die Bordatmosphäre ins Vakuum diffundieren. Von daher wird nicht zu befürchten stehen, dass die Besatzungsmitglieder ertrinken.



    Was ich mich hier frage, ist erstmal: wie groß ist eigentlich die SQUID?


    Das ist beim ersten Auftauchen der SQUID beschrieben:
    [quote author=Seite 64]
    Der Hauptkörper hatte ein Volumen von acht Kubikkilometern. Hinzu kamen die Ausläufer, die Fangarmen ähnelten und in ihrer Länge zwischen einem und zehn Kilometern variierten.[/quote]