Beiträge von Bernard

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    Ich habe eine Frage an den Autor:


    Du legst Deiner Figur Lady Palmbrigde die Aussage in den Mund, das einiger Saurier ein Fell gehabt hätten (S. 51).
    Ich war vor einiger Zeit in einer Dino-Ausstellung in San Diego. Dort wurde die These vertreten, die Saurier seien gefiedert gewesen. Es gab dort einige sehr imposante Exponate, zum Beispiel einen gefiederten Tyrannosaurus Rex und gefiederte Velociraptoren. Die Ähnlichkeit zu Laufvögeln der Gegenwart war frappierend. Die Argumentationskette, die in dem Museum aufgebaut wurde, fand ich überzeugend - de Dinosaurier als "Proto-Vögel", aus denen sich dann Reptilien und Vögel entwickelt haben.


    Nun meine Frage:
    Woher kommt die Information mit dem Fell? Gab es sowohl Saurier mit Fell als auch solche mit Federn? Oder ist vielleicht beides eher der Fantasie entsprungen? Wie hast Du in dieser Hinsicht recherchiert?

    Die Story fand ich eigentlich eher nicht so toll (die Geschichte ja), die Art und Weise spricht nicht für Maloneys Charakter. Da "ergibt" sich das Krokodil und er "knallt" es ab. Hm, also Maloney mag ich deswegen eigentlich nicht.


    Nach zweimaligem Drüber schlafen habe ich dazu noch einen weiteren Aspekt entdeckt. Meines Erachtens stellt der Ich-Erzähler die Sache mit dem Krokodil so dar, dass wir Leser glauben sollen, Maloney wäre ein mieser Typ. Aber was ist denn tatsächlich geschehen?
    Da ist ein Riesenkrokodil, das offensichtlich besonders aggressiv ist. Es tötet mehrere Menschen!
    Würde man nun guten Gewissens so ein Monstrum in einen Zoo oder eine Forschungsanstalt bringen können? Wäre das nicht eine große Gefahr?
    Maloney handelt daher verantwortungsbewusst, wenn er die Gefahr beseitigt - was ihn persönlich sogar noch eine halbe Million kostet.


    Für ihn persönlich mag die Herausforderung, der "Kampf mit der wilden Bestie" stärker im Vordergrund gestanden haben - aber auch das macht ihn mir eher sympathisch.


    Ich bin jedenfalls schon gespannt auf weitere Szenen mit ihm.

    Ich vermute ja, dass das, was dort im Dschungel mitgenommen wurde, die Kamera mit dem Film war, nicht das Saurierbaby. Wobei sich darüber noch einmal nachzudenken lohnt. In Kapitel 5 erfahren wir den Zeitpunkt des Unfalls mit dem Saurier - 15. September. Das stimmt mit Egomos Erinnerungen in Kapitel 1 überein, er hat die Forschungsexpedition vor etwa einem halben Jahr getroffen. Sie könnte dann zum See gegangen sein, der Saurier kommt, verwüstet das Lager, ein Feuer bricht aus. Später kommen die Soldaten und bergen die Kamera.
    So weit, so gut.
    Nur: Der Brand scheint noch nicht so lange her zu sein, es gibt nur einige grüne Triebe, die nachgewachsen sind. Im Dschungel wäre nach einem halben Jahr alles zugewuchert. Hm. Vielleicht waren die Soldaten auch diejenigen, die den Brand ausgelöst haben. Aber warum?


    Der explizite Bezug zu "Jurassic Park", nachdem der Autor uns so "angefüttert" hat, ist für mich auch ein gelungener Gag.


    Die scharfen Zähne beim Saurier deuten in der Tat auf einen Fleischfresser hin, wobei ich mir ein Raubtier von solch einer Größe nur schwer vorstellen kann. Schließlich müsste es schnell genug sein, um seine Beute einholen zu können, außerdem genug fressen, um seinen Körper zu ernähren ... hm ... Vielleicht ein Allesfresser.


    Was für mich nicht stichhaltig ist, ist die Begründung, warum David für die Expedition ausgewählt wurde. Nur, weil er vor vielen Jahren mal in Emily verschossen war? Das ist sehr dünn. Und dafür setzt Palmbrigde dann eine Stiftung ein, die zwei Millionen im Jahr locker macht? Daran mag ich nicht recht glauben. Da steckt etwas Anderes dahinter.


    Wir gewinnen weitere Einblicke in Davids Leben, was ihn auch nicht gerade sympathischer macht. Aus eigener Kraft schafft er es nicht zur Professor, dafür muss erst jemand seinen Chef bestechen ...


    Der von mir geschätzte Maloney kommt in diesem Abschnitt kaum vor. Macht nichts - er hat einen würdigen Ersatz: Sarah! Die Figur ist nun wirklich ein Treffer! Erst eingeführt als graue Maus am Telefon, entpuppt sie sich als klug kombinierende Dame, die unseren Ich-Erzähler mal so richtig vorführt. In der Cafeteria hätte es in den allermeisten Geschichten die übliche Heul- und Verletztes-Herz-Szene gegeben. Nicht so hier. Sarah steckt Davids Ausführungen locker weg, steht einfach drüber, reagiert ausgesprochen sachlich. Eine Frau, die ihre Gefühle im Griff hat, statt sich von ihnen beherrschen zu lassen. Eine interessante Figur, und im Gegensatz zu Euch hoffe ich keineswegs, dass sich ihre Beziehung zu David wieder einrenkt. Sarah hat was Besseres verdient als diesen Waschlappen. Sarah und Maloney - das wäre doch mal eine Beziehung mit ordentlich Pfeffer drin! :P

    Ich gehe bei meinen Eindrücken zu den ersten vier "Reptilia"-Kapiteln von außen nach innen.


    Die Aufmachung des Buches gefällt mir ausgezeichnet. Das Cover sieht nicht nur interessant aus, es fühlt sich auch interessant an mit dem laminierten Fußstapfen in der Mitte. Ich mag es, wenn Landkarten in Büchern sind und auch die Schattenzeichnungen an den Kapitelanfängen sind grafisch gelungen. Der Schriftsatz ist für mich angenehm lesbar.


    Sprachlich lesen sich die Kapitel locker weg.
    Die Formulierungen finde ich allerdings manchmal nicht ganz exakt. Zum Beispiel auf Seite 17f: "Eine schwer zu erfüllende Aufgabe, aber vielleicht war genau das der Grund, warum keine meiner Beziehungen länger als ein halbes Jahr hielt." Das "aber" ist hier meines Erachtens falsch, denn die kurzen Beziehungsdauern sind ja kein Gegensatz, sondern eine Folge der Schwierigkeit, dem Vergleich zu Emily stand zu halten. Statt "... aber vielleicht war das der Grund ..." hätte mir "... und genau das war der Grund ..." besser gefallen.
    Die Ersetzung der (eigentlich korrekten) Vorvergangenheit durch die einfache Verganganheitsform ist sicher der Lesbarkeit geschuldet. Beispiel: Seite 33: "Ich erinnerte mich, dass sie mir lange und intensiv in die Augen geblickt hatte, und was sie dort sah, schien sie zufrieden zu stellen." statt "..., und was sie dort gesehen hatte, schien sie zufrieden gestellt zu haben."
    Der Genitiv weicht auch bei Thiemeyer dem Dativ, was ich ein wenig als Verarmung der deutschen Sprache empfinde. Zum Beispiel S. 26: "David tritt in die Fußstapfen seines Vaters, einem der großartigsten Taxonomen und Artenkundler, der je gelebt hat." Schade. Ich würde lieber so etwas lesen wie: "... seines Vaters, eines der großartigsten Taxonomen und Artenkundler, die je gelebt haben."
    Das ist sicher alles nicht tragisch, aber die verwendete Sprache macht für mich einen Teil des Lesevergnügens aus, vergleichbar den optischen Effekten in einem Kinofilm.


    An die Story selbst werde ich interessant herangeführt. Das erste Kapitel zeigt mir Kongo Brazzaville aus der Sicht eines Pygmäen. Im Licht schillernder Schmetterlinge zeigt sich mir der Regenwald, bedroht durch Abholzungsmaschinen, bewohnt von gefährlichen Tieren.
    Kapitel zwei bis vier beleuchten dann in schönem Kontrast die hochzivilisierte Welt in Kalifornien. Gelungen finde ich hier die Art, wie der Ich-Erzähler David eingeführt wird, nämlich dadurch, dass Lady Palmbridge den anderen Anwesenden (und dem Leser) Einzelheiten aus dessen Vergangenheit erklärt, was die Erinnerungsfetzen gut ergänzt. So recht sympathisch wird er mir nicht, wohl aber interessant in dem Spannungsfeld zwischen platt propagandiertem Materialismus á la "ich glaube nur, was ich sehen kann" und einer vor diesem Hintergrund überraschenden Dünnhäutigkeit gegenüber den ethischen Herausforderungen der Gentechnik.
    Den Großwildjäger Maloney kann unser David nicht leiden. Dieser Umstand hat mit dazu beigetragen, dass Maloney beim gegenwärtigen Stand der Dinge für mich der Sympathieträger in der Geschichte ist. Eine halbe Million Dollar ausschlagen, um es so einem Monster-Krokodil mal so richtig zu verpassen - wow! Außerdem mag ich zupackende Charaktere, und dafür scheint Maloney der aussichtsreichste Kandidat. Ich freue mich schon auf weitere Szenen mit ihm.
    Etwas schade finde ich die Reflexion nach dem * auf Seite 30. Die Überlegungen zu Maloney, die David dort ausbreitet, hatte ich selbst auch - und irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir der Autor nicht zugetraut hat, dass ich selbst darauf kommen würde ...


    Zur Geschichte selbst kann man naturgemäß noch nicht viel sagen, denke ich. Einige Charaktere wurden in die Startboxen geschoben. Eine Grundmotivation wurde aufgebaut mit der Ankündigung, dass die Gentechnik den Ausweg aus einer (angeblichen?) Falle der Evolution oder eher Nicht-Evolution des Menschen weisen könnte. Zusätzlich wird es vermutlich noch eine persönliche Ebene in der Geschichte geben, ich nehme an, dass es sich bei der in Kapitel eins erwähnten weiblichen Kongo-Forscherin um Davids Jugendliebe Emily handelt.


    Daher: ich freue mich auf's Weiterlesen! :lesen:

    Ich habe gerade auf meiner Homepage http://www.bernardcraw.net/ eine Möglichkeit eingerichtet, signierte Exemplare portofrei und ohne Aufpreis zu bestellen.


    Wer über den regulären Buchhandel bestellt, sollte dem Buchhändler seines Vertrauens bitte den Tipp geben, dass er die ISBN im VLB, dem "Verzeichnis lieferbarer Bücher", sucht, da es bei den Grossisten nicht gelistet ist. Man kann es zwar als Buchhändler auch über die Grossisten bestellen lassen, was dann aber über mehrere Ecken läuft. Mein Verlag hat mir erklärt, dass es in solchen Fällen länger als einen Monat dauern kann, bis die Bestellung ihr Ziel erreicht.
    Wenn man daran denkt, ist es aber kein Problem - jede noch so kleine Buchhandlung in Deutschland dürfte Zugriff auf das VLB haben.

    Obwohl ich meine Englischkenntnisse für recht gut halte - beruflich lese und schreibe ich praktisch nur auf Englisch - lese ich in der Freizeit beinahe ausschließlich deutsch. Auf den Übersetzer habe ich dabei noch nie geachtet. Ich muss sogar noch mehr gestehen: lese ich eine gelungene Formulierung, denke ich: "toller Autor", bei einer schlechten dagegen häufig: "mieser Übersetzer" ...
    Unfair, ich weiß, aber so ist es bei mir.

    Bei mir ist das Buch auch eingetroffen - vielen Dank. Es sieht verlockend aus, deswegen lasse ich es sicherheitshalber eingeschweißt, bis die Leserunde beginnt ...

    Zum Thema "Bibel":
    Ich kann Peter verstehen - in beidem.


    In stilistischer und erzählerischer Hinsicht halte ich die Bibel an vielen Stellen für wirklich unbefriedigend. Das gilt für die langen Genealogien, die immer wieder auftauchen, aber nicht handlungstragend sind, und auch für viele Dialoge, die sich nicht nach Fleisch-und-Blut-Charakteren anhören. Dazu kommt noch die erhebliche zeitliche Distanz zur Entstehungszeit, die bei vielen Passagen Interpretationshilfen notwendig macht, um überhaupt der Handlung folgen zu können.


    Andererseits befinde ich mich ebenfalls gerade im (wiederholten) Versuch, dieses Buch komplett zu lesen. Warum? Nicht, weil ich unterhaltsames Lesevergnügen erwarte - die Hoffnung habe ich bei der Bibel für mich persönlich begraben. Bei dieser Lektüre geht es mir nicht um Unterhaltung, sondern um Bildung. Die Bibel ist der prägende Einfluss für die Kultur, in der ich lebe und die Religion, die ich praktiziere. Glücklicher Weise fällt mir die Lektüre inzwischen auch leichter, weil ich über mehr Hintergrundwissen verfüge, was mir erlaubt, der Handlung besser zu folgen.


    Auch sonst lese ich ab und zu Bücher, von denen ich mir keinen besonderen Lesegenuss erwarte. Insbesondere bei Bestsellern interessiert mich stets, "wie sie gemacht sind". Dabei ist also auch "Bildung" und nicht "Unterhaltung" das Motiv - wobei ich dann schon manches Mal positiv überrascht wurde.

    "Körperlich schwerfallen" passiert bei mir nur dann, wenn ich zu lange schreibe. Wenn ich dann unentwegt auf den Bildschirm gestarrt habe, brennen mir die Augen - das ist (milder) körperlicher Schmerz.


    Du meinst aber wahrscheinlich nicht solche "mechanischen Ermüdungserscheinungen", sondern eine extreme Wirkung dessen, was Du selbst gerade schreibst, also des Inhaltes. Da würde ich, wie meine Vorredner, ebenfalls am Extrem bleiben, denn auf Leserinnen und Leser wird der Text vermutlich viel "lascher" wirken als auf den Autor, der viele Dinge damit verbindet, die sich über gedruckte Sprache nicht transportieren lassen. Es schwächt sich eben vieles ab, wenn man "einfach nur runterliest". Deswegen wird das, was einem selbst so "unglaublich extrem" vorkommt, in der Leseerfahrung vermutlich zu einem ganz normalen Spannungspunkt.


    Nehme ich jetzt mal an ...

    Ich versuche eine Kritik - egal, ob sie meine Geschichten positiv oder negativ beurteilt - daraufhin zu untersuchen, ob sie qualifiziert ist. Das bedeutet für mich, dass der Autor der Kritik den Gegenstand, über den er handelt, verstanden hat.
    Wenn jemand "das Buch nach den ersten vier Seiten weggelegt hat", kann er es in seiner Gesamtheit nicht beurteilen.
    Wenn er meint, dass "der Autor einen hässlichen Haarschnitt" habe, animiert mich das vielleicht (wahrscheinlich aber nicht) zu einem Frisörbesuch, aber nicht zu einer Änderung meiner Schreibe.
    Wenn jemand findet, "das Buch wird total klasse werden, die Vorgänger waren ja auch alle super", ist das auch unqualifiziert, weil auch dieser Kritiker das Buch ja noch gar nicht gelesen hat.


    "Unqualifizierte" Kritik ignoriere ich also.
    "Qualifizierte" Kritik dagegen, in der der Kritiker die Handlung meiner Geschichte korrekt darstellt, sie vollständig erfasst hat, ist für mich eine der spannendsten Lektüren überhaupt. Wenn ich merke, dass jemand meine Sachen gründlich gelesen hat, bin ich überaus interessiert an seiner Meinung. Falls deutlich wird, warum derjenige einige Sachen gut oder schlecht fand, noch besser: bei welchen Passagen ich welche Stimmungen vermitteln konnte, dann hat das erheblichen Einfluss auf das, was ich später schreibe. Entweder, weil ich etwas vermeide oder bewusster einsetze.


    Generell bin ich vom Typ her jemand, der Kritik nicht persönlich nimmt. Das treibt allerdings manche Gesprächspartner in den Wahnsinn. :D

    "Inspiration" ist wohl das Zauberwort.
    Ruhig muss es für mich nicht sein. Ich erinnere mich daran, mal auf einem kleinen Autorentreffen gewesen zu sein. Dort habe ich auf einem Sofa sitzend eine komplette Kurzgeschichte geschrieben, während um mich herum Gespräche geführt, Katzen gejagt und Gläser geleert wurden. Allerdings gehöre ich auch zu den Leuten, die im Gehen ein Buch lesen können.
    Zum Schreiben brauche ich auch nicht unbedingt längere Zeit an einem Stück, auch wenn das angenehmer ist. Ich kann auch in der Mittagspause ein paar Seiten schreiben oder, und das funktioniert bei mir noch viel besser, im Zug. Dann ist Schluss, wenn man in den Bahnhof einfährt - manchmal mitten im Absatz.
    Aber da man tagsüber so seine beruflichen und sonstigen Verpflichtungen hat, wird es oft doch die Nacht - oder der frühe Morgen.

    "Die Ameisen" ist auch eines meiner Lieblingsbücher.
    Ich hatte am Anfang des Threads auch nach dem Warum gefragt. In diesem Fall ist es für mich die völlig fremde Sichtweise auf unsere bekannte Welt - nämlich aus der Perspektive von Ameisen. Das betrifft sowohl die Art, wie sie "unsere Welt" sehen als auch die Einblicke in "deren" Welt, die man ansonsten so gar nicht wahrnimmt. Die Idee des Autors, die Außentemperatur als Zeitmaß zu verwenden, finde ich besipielsweise sehr spannend. "Die Ameisen" geht hier über die meisten Science Fiction-Szenarien hinaus - weg von Humanoiden Aliens, die meist irgendwie an Vorbilder der menschlichen Historie angelehnt sind, hin zu staatenbildenden Insekten.
    Für mich ist "Die Ameisen" ein Buch, durch das man wirklich einen Ausflug in eine andere Welt machen kann. Spannend.

    Für unbekannte Autoren: Chance.
    Erstens kann es durchaus den ein oder anderen Leser geben, dem der Name des Autors im Gedächtnis bleibt oder der sogar nach dem Autorennamen sucht.
    Zweitens vermute ich, dass es im "literarischen Lebenslauf" immer gut aussieht, wenn irgend etwas drin steht. Romane werden sicher noch besser sein, aber Anthologiebeiträge sind besser als nichts, vermute ich.
    Außerdem lese ich gern Anthologien. ;)

    Hallo!


    Ich gehe gern auf Lesungen.
    Beeindruckend, weil professionell gemacht, war Frank Schätzing mit seinem "Schwarm". Er hat nicht stur vorgelesen, sondern verschiedene Elemente abgewechselt, zum Beispiel Passagen eingeflochten, in denen er Gespräche mit seinen Haptfiguren geführt hat - die Antworten der Figuren wurden per Tonband eingespielt.


    Am besten gefallen hat mir die Lesung von Michael Crichton zu "Welt in Angst". Im Grund war es gar keine Lesung, weil er keine einzige Zeile aus dem Buch vorgetragen hat. Stattdessen hat er 1,5 Stunden lang die Ergebnisse seiner Recherchearbeit zu seinem Werk vorgestellt. Da es sich um einen Roman mit, im weiteren Sinne, wissenschaftlichem Hintergrund handelt, war das passend und hat dem Leser erlaubt, für sich selbst zu bestimmen, welche Teile des Geschriebenen er als real zutreffend annehmen möchte. Damit hatte einen echten Mehrwert im Vergleich zum Selbst-Lesen.


    Alles Gute,


    Bernard