Beiträge von Alina

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    Ich habe wieder sofort gemerkt, dass ich bei einem Buch von der Autorin gelandet bin. Die Schreibweise ist einfach unglaublich liebevoll, gefühlvoll und mitreisend. Ich konnte mich fallen lassen, habe die Charaktere sehr schön wahrnehmen können und gleichzeitig auch die Gegend und Jahreszeit gefühlt.
    Und auch wenn derzeit noch kein Weihnachten ist, konnte ich mich in das Gefühl hineinfallen lassen und habe die kurzweilige Weihnachtsstimmung in mich aufgenommen und nachempfunden.


    Die weitere Entwicklung innerhalb der Geschichte hat mich total begeistert. Die Autorin hat sich hier gefühlvolle, lustige, familiäre und traurige Situationen eingebaut welche die Geschichte authentischer und mitreisender gestaltet hat. Wir erleben immer wieder kleine unvorhersehbare Wendungen, offene und nicht auf den Mund gefallene Charaktere die das Lesen einfach bereichert haben.


    Mein Gesamtfazit:


    Wiedermal ein ganz wunderbarer Teil dieser besonderen Geschichte. Die Autorin versteht es wirklich faszinierende Gegenden mit ganz wundervoll gefühlvollen Charakteren zu schaffen, die das Leserherz höher schlagen lassen und diese in den Zauber dieses Ortes und der Menschen zu ziehen.


    https://literaturschock.de/lit…/43377.msg940887.html#new


    http://wasliestdu.de/rezension…-voller-hoeher-und-tiefen


    https://www.lovelybooks.de/aut…8-w/rezension/1364054156/

    Die Emotionen fliegen hoch in "Das Weihnachtsdorf". Erwartungen, Wünsche und Überraschungen - negative wie positive - machen den Maierhofener zu schaffen. Ich fand es schön, alten Bekannten wie Heidi Hutter zu begegnen und auch neue Personen wie die Geschwister von Rosi kennen zu lernen. Doch genau von diesen dreien hätte ich gerne mehr gelesen. Ich hoffe fest, dass man von ihnen im dritten Teil nochmals liest, denn ihre Geschichten wurden für mich nicht zu Ende erzählt.


    Der kurze Roman macht Lust es den Maierhofener gleichzutun und das Haus im Advent zu dekorieren, Geschenke auszuwählen, Glühwein trinken und zu backen. Doch der Roman lehrt uns auch daran zu denken, dass man sich nicht zu sehr auf die eigenen Pläne versteifen soll. Man weiss nie, was einen erwartet.

    Insgesamt machen alle Figuren einen recht jungen Eindruck auf mich, obwohl sie doch eigentlich schon recht "alt" sind und mitten im Leben stehen.


    Auf jeden Fall sind Roswitha und Edy trotz aller Schwierigkeiten ganz weit vorne. Die beiden machen im Laufe des Romans eine solch riesige Wandlung durch, erfinden sich förmlich neu, einfach nur wunderschön zu lesen.


    Ich finde die beiden so lieb miteinander; sie teilen ihre Träume und Lebensvorstellungen und machen sich gegenseitig Mut!


    Und zwischen Greta und Vincent herrscht eine besondere Atmosphäre. Sie verstehen sich auch ohne große Worte.

    Ist uns im Traum nicht eingefallen, auch als meine Mutter noch lebte, wir sind drei Geschwister, die Weihnachtsfeiertage woanders zu verbringen. Meine Eltern hätten aber auch noch fast ihre goldene Hochzeit feiern können.


    Mit Weihnachten unter Palmen kenne ich mich nicht aus, aber das Traumschiff schauen gehörte und gehört noch dazu, die Schwiegermutter meiner Schwester mag das auch sehr. ;)


    Meine Schwester und Schwager sind sowohl auch für Fahrten mit der Aida als auch Skiurlaub zu haben, aber Weihnachten verbringen wir zusammen.


    Zitat

    In Maierhofen ist richtig was los, Baustellen an allen Ecken und Enden und das zur Weihnachtszeit. Aber ich bin guter Dinge für eine friedliche und schöne Auflösung…


    Baustellen gibt es wahrscheinlich deshalb, weil es unterschiedliche Auffassungen und Missverständnisse gibt. Ich denke aber auch, dass die Maiernhofener nicht nur kompromissbereit und weltoffen sind, sondern auch herzlich über manches lachen werden.

    Gewichtelt habe ich schon in anderen Buchforen, dieses Jahr bei Bookcrossing und heute früh mein sehr schönes Adventspaket geöffnet, über das ich mich sehr gefreut habe.


    Über die Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel bin ich auch noch nie verreist, aber in der Adventszeit war ich schon einmal in Wien. Wien hat mehrere Weihnachtsmärkte, einmal vor dem Rathaus und vor Schloss Schönbrunn und kleinere, über das ganze Stadtgebiet verteilt. War sehr stimmungsvoll, Wien ist sowieso immer eine Reise wert, war öfters dort zu verschiedenen Jahreszeiten. Reizen würde mich aber einmal der Silvesterpfad in Wien und um Mitternacht wird die Pummerin, die größte Glocke des Stephansdom geläutet. Ob ich das einmal in die Tat umsetzen werde, weiß ich aber nicht.


    Wir dürfen keine echte Kerzen haben in unserer WG, aber zum Glück gibt es ja auch schöne LED-Kerzen und Teelichter.

    JanaBabsi,


    das kann ich mir gut vorstellen, dass dir die Weihnachtsstimmung verloren ging.


    Ich könnte das Dauergedudel auch nicht ertragen, aber ich fand es auch dieses Jahr ganz amüsant, dass Steffi Neu von WDR 2 schon vor Beginn der Adventszeit Last Christmas gespielt hat. 8)
    Weihnachten in einem fremden Land zu feiern, könnte ich mir nicht vorstellen. Nicht, weil ich ein Problem damit hätte, ich bin schon viel in der Welt herumgekommen. aber was Weihnachten betrifft bin ich irgendwie heimatgebunden.
    Wie lange leben deine Syrer schon hier und wie empfinden sie unsere Traditionen?!


    Ich freue mich am 12. Dezember auf die Ausstrahlung der Glasbläserin am 12. Dezember im ZDF. Ich habe schon alle Bücher von Petra gelesen, natürlich auch diese Lauscha-Trilogie.

    Myosotis,


    das hast du schön ausgedrückt. Oder ich würde sagen, dass man sich in Maierhofen auch als Zugereiste, sprich Leserin sehr wohl fühlen kann. :lesen:


    Ich könnte Weihnachten auch nicht ohne meine Mutter feiern, hätte da nicht nur ein schlechtes Gewissen. Mir würde auch etwas fehlen, aber Sybille und Steffi müssen für sich selbst entscheiden, welcher Kompromiss für sie tragbar ist. Christine muss vielleicht auch lernen, die Beiden loszulassen und vielleicht kommt es ja an Heiigabend für die drei anders als man denkt. Zu wünschen wäre es ihnen. ;)


    Wenn es Edies Vurstladen gäbe, würde ich auch auf fleischlose Ernährung umsteigen. Oder zu Heiligabend meine Familie überzeugen, mal etwas anderes auszuprobieren, als Alternative zu Gans und so. Wobei ich auf Fleisch verzichten kann, da ich offen für Neues bin und es so vieles gibt, was mir auch ohne Fleisch schmeckt.


    Ich denke auch, dass Heidi Hutter in Bezug auf Weihnachten noch umgestimmt werden kann. In jedem von uns steckt noch ein Kind, das sich Erinnerungen an frühere Weihnachten bewahrt hat.


    Zu kurz erscheint mir das Buch nicht, es scheint mir, dass es wie Winterwind, auch wenn dies eine Kurzgeschichtensammlung von Petra war, die richtige Länge hat. :)

    Liebe Petra, liebe Teilnehmerinnen dieser Leserunde


    Wobei ich Selbstgemachtes auch sehr schön finde. Im Ligthouse in Essen fand diese Woche auch bereits ein Adventsbasar statt, wo handgefertigte Produkte aus unserer Ergowerkstatt wie Kerzen, selbstgemachte Marmelade etc. verkauft wurden.


    Lieben Gruss :winken:

    Ich bin ein bekennender Weihnachtsfan, auch früher schon.Meiner Mutter, die leider nicht mehr lebt, war Weihnachten und auch schon die Adventszeit sehr wichtig. Mein Vater lebt zum Glück noch und meine Schwester und Schwager legen Wert darauf, dass wir an Heiligabend zusammen sind. Mit Tannenbaum, festlichem Essen, Kirche und allem drum und dran. Natürlich nicht nur dann.


    Ferner lebe ich in einer größeren WG und wir waren bereits gestern auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Dortmund. Nächste Woche haben wir eine Adventsfeier für Bewohner und Angehörige. Meine Schwester wird auch kommen.
    Im gemeinsamen Wohnzimmer der WG wird auch ein Tannenbaum aufgestellt und geschmückt. An Heiligabend gibt es auch ein gemeinsames Kaffeetrinken (für diejenigen die Heiligabend nicht bei ihrer Familie sind, aber da die meisten auch bei ihren Verwandten sind, gibt es ein paar Tage vorher ein gemeinsames Beisammensein mit einem leckeren Menü und anschließend Bescherung.


    In meiner Familie schenken wir uns schon zu Heiligabend eine Kleinigkeit. Ich bin dabei, etwas zu Häkeln für jeden. Ich könnte noch einen wahren Roman schreiben, aber das war erst einmal.


    Lieben Gruss, Alina

    In Rügen um 1300 sieht die junge Antonia einer ungewissen Zukunft entgegen. Nach dem Tod ihres geliebten Vaters muss sie auf Geheiß ihres Bruders den unbeherrschten Conrad von Drachenfels heiraten und mit ihm auf seine Burg im Siebengebirge ziehen.


    Die Zukunft von Antonia sieht wahrlich nicht rosig aus. Wenn sie nicht dem Bernsteintaucher Jaramir begegnen würde, der ihr bald viel bedeutet und ohne den sie sich ein Leben nicht mehr vorstellen kann. Auch Jaramir geht es nicht anders. Aber zuerst müssen die beiden Liebenden einige Steine aus dem Weg räumen, die ihnen in den Weg gelegt werden.


    Bis auf Jaramir kommen die Männer in dem Roman von Gabriele Breuer nicht gut weg. Conrad von Drachenfels erweist sich als harter und grausamer Ehemann, der keine Gnade kennt. Dessen Bruder Rutger ist sehr weichlich und denkt nur an seine eingebildeten Krankheiten. Zu allem Überfluss hat Conrad noch ein Verhältnis mit dessen Frau Metza.


    Ausgerechnet für den Gemahl von Antonia müssen Jaramir und andere Sklaven in einem Steinbruch arbeiten. Antonia erweist sich als starke und mutige Frau. Sie scheut nicht davor, einen Plan zu fassen, um die Sklaven zu befreien. Aber durch Conrad gerät sie leider in eine scheinbar ausweglose Situation.


    Antonia muss all ihren Mut aufbringen und mit Hilfe von Jaramir, gelingt es ihr ihrem Schicksal zu trotzen. An der Bernsteinbraut hat mir gefallen, viel über die Geschichte des Bernsteins zu erfahren. Der Roman basiert teilweise auf wahren Begebenheiten, so gab es den Bruder von Conrad und dessen Frau wirklich. Alle anderen Protagonisten wurden von Gabriele Breuer erfunden und in eine gelungene Rahmenhandlung eingebettet. All dies entsprang auch der Phantasie von Gabriele Breuer, hätte aber auch tatsächlich so passieren können.


    In Antonias Gefühlswelt konnte ich mich gut hineinversetzen und es ist besonders hervorzuheben, dass sich gegen den Willen ihres Bruders und vor allem ihres vom Schickals bestimmten Ehemannes zur Wehr setzt. So gibt es zum Schluss ein Happy End für Antonia und Jaramir.


    Der Roman lässt ein Stück Geschichte lebendig werden und wenn man auf der Suche nach einer historischen Liebesgeschichte ist, dann wird man bestens unterhalten.


    :buchtipp:


    Meine Rezension wird noch auf Lovelybooks und Was liest du veröffentlicht.

    Antonia ist hier die stärkste Frau in diesem Roman und das hat mir sehr gut gefallen. Der Titel Die Bernsteinbraut scheint ja auf sie zugeschnitten zu sein.


    Die Männer kommen bis auf Ausnahmen wie Jaramir schlechter weg. Die Männer in diesem Roman scheinen fast alle irgendwie psychische Probleme zu haben, sodass sie nicht gerade zu Sympathieträgern werden.


    Bei Conrad scheint so gar keine Wandlung stattzufinden, er ist einfach ein Fiesling wie er im Buche steht und vielleicht war das sogar beabsichtigt. Für Rutger hingegen kann ich zumindest ein wenig Mitleid empfinden und zum Schluss rappelt er sich doch ein wenig auf, wie mir scheint und findet sich sogar mit der auch für ihn schwierigen Situation ab. Vielleicht ist er sogar froh, dass er Conrad los ist. Ich würde sogar sagen, dass Conrad seine Hinrichtung verdient hat. So hart das vielleicht klingen mag, aber sonst wäre ja aus Antonia und Jaramir kein Paar geworden. Auch für Jenne und Dragan freut es mich.


    Ein Wermutstropfen ist für mich, dass Brana und die anderen Sklaven sterben mussten. Brana mochte ich zwar nicht besonders, aber dieses Schicksal ist doch auch etwas hart. Severin scheint mir immer noch etwas weltfremd, auch wenn er zum Schluss wieder auftaucht. Sein Verhalten erscheint mir immer noch etwas naiv und nicht durchdacht. Aber immerhin ringt er sich aus eigenen Stücken dazu durch, Antonia nicht ganz außer Acht zu lassen.


    Zum Schluss hin löst sich alles wunderbar auf und ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und an dieser Leserunde teilgenommen, aber das ein oder bleibt doch offen und ich könnte mir von daher eine Fortsetzung vorstellen.


    Meine Rezension erfolgt wahrscheinlich erst am Mittwoch, da ich morgen und Dienstag einige private Termine habe und höchstens abends kurz online gehen werde.

    Hat Conrad etwa auch seine anderen Frauen eingemauert?! :o Wenn ich mich recht erinnere, war es ja nicht seine erste Ehe.


    Metza wird es ja langsam auch etwas zuviel, wie Conrad sie behandelt. Wie Conrad mit Antonia in der Hochzeitsnacht umgegangen ist, fand ich einfach furchtbar. Auch wenn Conrad Angst um seinen Bruder hat, kann ich nicht wirklich Mitleid mit ihm haben.


    Ich kann es mir im Moment zwar schwer vorstellen, aber vielleicht schlägt sich ja Metza auf die Seite von Antonia oder verbündet sich sogar mit Rutger, um Antonia beizustehen. Die beiden erscheinen mir etwas zu weich und mit wenig Entschlusskraft, Conrad in seine Schranken zu weisen. Und da ist ja auch noch die Tatsache, dass Rutger dahinter gekommen ist, dass Metza ein Verhältnis mit Conrad hat.


    Ich hoffe, dass Antonia und Jaramir ihre Flucht gelingt und einen Weg finden, Conrad zu entkommen. Dazu brauchen sie aber Verbündete, denke ich und ob sie die in Köln finden werden...


    Sorge bereitet mir auch Brana. Hoffentilch läuft sie nicht zur Gegenseite über, sprich zu Conrad. Weil sie sich von Jaramir versetzt fühlt und Rache auch an Antonia üben möchte. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.


    Jenna ist eine große Hilfe, aber es ob die Drei das alleine schaffen, das ist die Frage, die ich mir stelle.

    Nun, was Rutger betrifft, da muss ich ihn ein wenig in Schutz nehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung als Selbstbetroffene wie es ist, mit einer generalisierten Angststörung zu leben. Mag sein, dass man damit seiner Umwelt auf die Nerven gehen kann, aber auch Rutger hat sich das sicherlich nicht ausgesucht. Und Aderlass ist sicherlich auch bei dieser Erkrankung nicht das Mittel der Wahl. :-\ Aber man kann kannte das als Medicus damals leider nicht anders, zur Ader zu lassen, wenn man keine Behandlungsmethode anwenden konnte. Ist das richtig?!


    Was ich mit Conrad an Antonias Stelle machen würde, ich glaube, ich würde zu drastischeren Mitteln greifen, als mich an den Erzbischof zu wenden. Trotzdem schade, dass sie diesen nicht angetroffen hat und ihr kein Glauben geschenkt wurde. Ich würde mich an Antonias Stelle mit jemanden verbünden, der Conrad auch nicht leiden kann, auch wenn ich Moment nicht weiß, wer das sein könnte.


    Aber vielleicht taucht diese Person ja noch auf und es gibt einen Hoffnungsschimmer für Antonia und Jaramir. Wie ihn dieser Aufseher behandelt, das geht so gar nicht.


    Die Hochzeit mit Conrad rückt nun leider auch immer näher. ich sehe da schwarz für Antonia, wenn da nicht noch ein Wunder passiert oder Antonia einen Ausweg aus dieser verzwickten Situation findet.


    Weder noch, mir gefällt es einfach besser, wenn Gefühle schlicht geschildert werden, wie es bei Antonia und Jaramir der Fall ist. Es ist aber offensichtlich für die Geschichte wichtig, dass Conrad und Metza ein Verhältnis miteinander haben. Ich habe meist nur anfangs Schwierigkeiten damit, wie du beschrieben hast, mit Begriffen wie sein pralles Gemächt etc. Völlig verleidet hat mir dies die Bücher von Iny Lorentz. Bei Petra Durst-Benning werden Bettszenen sorgsam platziert und stören mich auch nicht. Bei Diana Gabaldon hat es mich auch eher im Lesefluss gestört, aber nachdem jetzt die Serie gesehen habe und noch einmal alle Bücher gelesen habe, konnte ich mich damit arrangieren.


    Aber jetzt zurück zu Die Bernsteinbraut:


    Ich hoffe sehr, dass Antonia nicht zu sehr unter Conrad zu leiden hat, oder dass a) diese Ehe gar nicht zustande kommt oder b) sie vielleicht zur Witwe wird. Auch befürchte ich, dass Metza sich weiterhin mit Conrad verbündet und Antonia das Leben schwer machen wird. Viellecht gibt es ja jemanden, vielleicht sogar Conrads Bruder, der die beiden so sehr hasst, dass er sie irgendwie aus dem Weg räumt. Obwohl ich mir dies bei Conrads Bruder nur sehr vorstellen kann, selbst wenn er dahinter kommt, was Conrad und Metza betirfft.


    Aber so wie Conrad rasch mit der Peitsche bei der Hand ist, befürchte ich auch, dass er nicht davor zurückschreckt, Antonia zu züchtigen.


    Ob Severin sich und seine Position/Einstellung noch ändern wird, das interessiert mich auch sehr zu erfahren. Oder ob er sich dem Deutschorden weiterhin verpflichtet fühlt, dass vielleicht sogar kein Platz für eine Frau sein wird. Aber es täte seinem Verhältnis zu Antonia gut, wenn er sich ändern oder sogar Antonia beisteht.


    Was mit Jaramir passiert, finde ich einfach schrecklich. Da zeigt sich Conrad von seiner übelsten Seite, aber Antonia bleibt bemerkenswert stark in dieser Situation wie ich finde.

    Nun, wie soll ich beginnen. Leider muss ich mit einem Kritikpunkt beginnen. Nicht nur ist Conrad mir gleich sehr unsympathisch, auch dass er sich die Frau seines Bruders ins Bett holt, gefällt mir gar nicht. Ist mein subjektives Empfinden, aber ich mag keine Sexszenen in historischen Romanen. Auch wenn diese hier nur knapp gehalten wurden und vielleicht irgendwie wichtig für die Handlung sind und mir bewusst ist, dass die Personen damals nicht keusch gelebt haben und auch nicht sollen, gefallen mir Sexszenen in historischen Romanen nicht. Besonders nicht, wenn es gleich zu Anfang damit losgeht. Ich hoffe, das wird mir nicht übel genommen.


    Antonia hingegen ist mir richtig sympathisch und ich finde, dass sie gut zu Jaramir passen würde. Der Titel Bernsteinbraut lässt ja auch vermuten, dass aus den Beiden etwas werden könnte. Aber ich befürchte, dass sie zu von ihrem Bruder zu einer Ehe mit Conrad gezwungen wird. Da wäre es besser ins Kloster zu gehen, auch wenn ihr das widerstrebt oder die Flucht zu ergreifen.


    Severin ist mir auch unsymphatisch. Es kommt mir nicht so vor, als ob er nicht wirklich trauert, weder um seinen Vater noch um seine Mutter. Er scheint mir zu sehr auf eine Karriere im Deutschorden versessen. Auch wenn er behauptet, keine Ahnung vom Geschäft seines Vaters zu haben. Wenn er nur wollte, könnte er sich einarbeiten und müsste nicht verkaufen. Antonia könnte weiterhin den Haushalt führen und sich in Ruhe einen Ehemann suchen.


    Den Abschnitt, in dem Antonia Jaramir kennenlernt, hat mir sehr gefallen. Ich kenne mich leider mit dem Bernsteinsammeln nicht aus, hoffe aber, durch den Roman mehr darüber zu erfahren.