Beiträge von starone

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo und guten Tag,


    O.K. dann beginne ich gerne mal mit meiner Meinung zum nun mehr 2. Teil


    Zum Inhalt:
    Hagetau, dass kleine Dörfchen im Lande Akitanien wächst quasi über sich hinaus in seiner Bestrebungen das Land von den Belagerern, den Nafarroaner zu befreien. Unter der Federführung von Sinion, dem Stotterer, Baresin, dem neuen Byrgher und dem Kämpfer Tautun schmiedet man Pläne und beginnt in seiner Umgebung die andere Dörfer für den Befreiungskampf zu begeistern oder auch nicht. Denn die Zeit drängt zumal 140 getötete Soldaten auch für die Sieges gewohnten Naffarroaner nicht einfach zu verkraften sind und diese auf Vergeltungen sinnen.


    Meine Meinung:
    Geschickt wie der Autor Tobias O. Meissner hier an Hand von drei, doch sehr unterschiedlichen Figuren diese Geschichte sich weiterentwickeln lässt. Ein kleiner Anlass, der immer größere Kreise zieht. Gute Beschreibungen wechseln sich ab mit stimmiger Weiterentwicklung der Hauptfiguren, was mir sehr gut gefallen hat so. Trotzdem bleibt auch nach diesem Teil die große Frage als eine Art Damoklesschwert. Wie wird dieser Kampf für beiden Seiten irgendwann mal enden?


    Ein Roman, der den Tod von Menschen im Krieg billigend in Kauf nimmt, aber auch letztendlich zeigt welche Spirale der Gewalt so ein Krieg/Überfall auf ein anders Land immer auslösen kann/könnte. Und wie sich Menschen in so einer Situation verändern können positiv oder auch negativ. Was schon sehr zum Nachdenken anregt.
    Bin gespannt wie es weitergehen wird.



    Zum Schluss:
    Danke für den netten Austausch an meine Mitleser und den Autoren Tobias O. Meissner und herzlichen Dank auch gerne an den Verlag für die kostenlose Bereitstellung meines Leseexemplares .


    Gerne veröffentliche ich dann die Rezi auf LB, Amazon und Weltbild.


    LG...starone..

    Hallo alle Zusammen,


    irgendwie geht der Leserunde langsam die Puste aus oder?


    Wenn keiner was dagegen hat werde ich über Pfingsten an meiner Rezi arbeiten und sie dann in der nächsten Woche hier und auf LB, Amazon, Weltbild einstellen.


    O.K...schöne Pfingsten schon mal..LG..starone...

    Stimmt, in dem Moment, als ich es gelesen habe, war mir auch so, als ob das schon mal thematisiert wurde - aber ich hatte gar nicht mehr drangedacht, daher war hier die Auffrischung für mich gut :-[
    Geläutert und innerer Frieden? Tautun? Irgendwie habe ich da meine Zweifel :D


    Ich denke mal, Tautun war in der Vergangenheit ein Außenseiter in der Dorfgemeinschaft und das geht ihm auch nach Jahren noch nach....und so hält er, denke ich mal zur Zeit eher still und sonnt sich in der Gunst der Stunde...aber vergessen kommt, glaube ich für ihn ohnehin nicht wirklich in Frage..


    Ha, ja, ein Waldsemane. Was für ein Anblick! :D Hier bin ich jetzt echt gespannt, was er bewirken kann und ob er dies tut, auf die Gefahr hin, daran zu sterben. Sehr geheimnisvoll jedenfalls, dass der Wald schon wusste, dass etwas passieren wird. Die Bäume haben also Ohren und die Blätter flüstern wohl alles weiter ....


    Nun ich denke auch im Punkte "Gottheit" verschiebt sich einiges. Denn der Apfelgott hat doch bei den Menschen irgendwie ausgedient oder?


    Viel mehr nehmen die Menschen ihr Schicksal nun in die eigene Hand und bedienen sich gerne der mitunter schon recht unheimlichen Personengruppe der Semane oder?


    Und so denke ich, wird als nächstes der Waldsemane seinen Einsatz in diesem Krieg bekommen....vielleicht wie bei "Herr der Ringe" ..die Bäume werden lebendig...

    Ab Seite 383 überkommt mich persönlich jetzt etwas die Schadenfreude. Wenn ich an Baresin und den Torfstecher Brinoit denke.


    Haben sie echt gedacht, dass war es ?


    Wobei der Torfstecher die Lage schon klar erkannt hat und Baresin keine Ahnung vom Sumpf und den Bedingungen hat, die da normal sind. Vielleicht hätte er dem Sumpfplan dann nicht so schnell zugestimmt oder?


    Was für ein gruseliger Anblick ...und in aller Deutlichkeit beschrieben. Eklig, gemein und grausam so...


    Ich denke mal, dass genau dieses Problem immer wiederkommt und das es nichts nützt den Torfstecher zum Stillschweigen zu verdammen

    Ja, das habe ich mich auch gefragt: irgendwann sind die Fronten doch so verhärtet, dass Frieden womöglich beunahe unmöglich ist. Zudem wird über den Kampf jenseits des Pyr entschieden und nicht von Menschen, die vor Ort sind.



    Ich befürchte mal, die ganze Sache könnte zumindest für die Hagetmauer in einer Art Söldnerkrieg enden oder zumindest weiterlaufen.


    Denn mir gefällt, die Art und Weise wie dies Okime jetzt den Krieg händelt überhaupt nicht ..Stelle auf Seite 381 mit dem kurz aufwischen..


    Und auch auf Seite 382 sieht sie sich und ihren Widerstand im deutlich besseren Licht...so in der Art ihr Widerstand war schon da bevor .... überhaupt der Name Hagetmau die Runde gemacht hat. Ob das so gut ankommt bei Hagetmaus Bewohnern?


    Bißchen arrogant und überheblich oder?

    Zumindest für einen der Dreigestirne geht ein Traum in Erfüllung. Nämlich für Sinion denn Varlie gibt sich ihm hin. Aus was für einen Grund auch immer, halte ich an dieser Stelle des Romanes nicht so wichtig.


    Denn ich denke, Tobias wird hier in Band 3 noch etwas dazu schreiben..gell?
    Vielleicht gibt es ja in dieser Beziehung auch ein Bäumchenwechseldichspiel. Denn Okime scheint von Tautus durchaus angetan zu sein oder?


    Interessant auch die Vorstellungen welche sich über die Königin Belanca in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben...schöne, böse Königin...keiner kennt sie...
    Aber ich glaube, hier tuen die Hagetauer viel um ihr eigenes, schlechtes Gewissen zu beruhigen oder?

    Hallo und guten Tag,


    ja was will man dazu sagen als Leserin...hm...irgendwie bin ich da einfach sprachlos.
    All die Toten um die niemand trauern kann, weil sie elendig im Sumpf erstickt sind.


    Also das muss ein extrem grausamer Tod gewesen oder? So langsam zu versinken bei vollen Bewusstsein.


    Und alles quasi als Resultat eines Mannes nur..Vuilleth


    Aber irgendwie genau in der Schiene, welche die Hagetmauer immer eingeschlagen haben.
    Brutal und ohne Gnade.


    Wie will man da irgendwann und irgendwie wieder in Frieden mit dem Nachbaren Nafarroan können/wollen oder müssen...


    Entschuldige, da habe ich beim Kopieren einen Fehler gemacht...


    Vuilleth ist ein Sonderling, der in der Beziehung zu seinen Flüssen aufgeht; ich kann mir durchaus vorstellen, dass er sich nicht so leicht in eine Dorf-Gemeinschaft einfügt wie ein doch eher geselliger Mardein. Ich schätze auch in seinem Heimatdorf gab es da eine gewisse Distanz zwischen den Bürgern und ihm. Aber eine Motivation warum er sich gegen die Akitanier oder Hagetmauer stellen sollte, sehe ich da im Moment immer noch nicht.


    Passt schon wie wir in Franken so schön sagen.


    Aber irgendwas muss ihn doch zu diesem Schritt bewogen haben..keiner macht etwas grundlos, besonders wo Semane doch acht so wichtig sind für jedes Dorf....und der darf einfach gehen...


    [quote author=Loomis]Baresin und auch Sinion wohnen beide noch zu Hause...hm, abnabeln schaut für mich anders aus...


    Mir ist übrigens völlig entflossen, dass der gute Baresin schon vierzig ist, hatte mir den immer jünger vorgestellt. Zu mittelalterlichen Zeiten lebte die Familie meines Wissens durchaus länger zusammen unter einem Dach, allerdings ist man im Alter von Baresin auch glaube ich schon verheiratet. Vielleicht wird es ja etwas mit der Byrgherin aus Doazit (Oder ein anderes Dorf, da habe ich zugegebenermaßen gerade etwas den Überblick verloren...es sind aber auch wirklich viele^^).
    [/quote]


    O.K. das Zitat war von mir, aber egal denn ich hatte auch schon einen Vergleich mit unserer heutigen Zeit... Queen und ihrem Sohn Charles...hier mit eingebracht.


    Denn auch Baresin schafft es nicht an die Macht und Würde der Byrgherin heran zukommen und bleibt so ewig im Schatten seiner Mutter. Irgendwie schafft er es nicht mal in seinem Alter einen räumlichen Abstand zur Mutter herzustellen....also sich abzunabeln.
    Aber jetzt sieht er seine Chance..


    Zu Vuilleth....der Mann ist nicht ganz koscher, denn selbst die eigenen Leute im Dorf mögen ihn nicht und er darf ohne weiteres gehen. Das kommt mir schon komisch vor.
    Wo jeder Semane angeblich "so" wichtig ist für jedes Dorf...


    Hagetmau ist halt ein 500-Seelen-Dorf, damit man eine Vorstellung von seiner Größe hat. Das ist eine Vereinfachung. In einem amerikanischen Film würde stattdessen am Ortseingang ein Schild stehen mit der Aufschrift "Population: 496" oder "Population: 508", und ich frage mich dann immer, wie mühsam das sein muss, das aktuell zu halten. :D


    Och, die Amis bekommen das immer ganz gut hin...in ihren Grusel -und Horrorfilmen. Eine kleines Dorffest mit merkwürdigen Brauch und schon hat man eine Ortschildzahl "wieder"


    Ja, das ist klar, darum geht es mir gar nicht. In Romanen werden Heere ja immer in Zahlen dargestellt. Aber eben geschätzten Zahlen. Hier finde ich die genauen Zahlen so seltsam und "absurd" zu lesen, weil ich das auf die Weise noch nie in Geschichten gelesen habe, dass so genau abgezählt, gerechnet und aufgezählt wird. ;D


    O.K. das Heer der Nafarroaner ist doch ein Berufsheer,mit entsprechender Ausbildung und Drill... ähnlich wie das z.B. der Römer, bestimmte Teile der Einheit haben bestimmte Größen und deshalb finde ich, dass mit der genauen Aufstellung auch nicht so ungewöhnlich.


    Im Gegensatz dazu sind die Hagetauer sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Freiwilligen...

    Irgendwie frisst der Krieg auch seine Kinder/Helden oder ? Zumindest erscheint es mir so, wenn ich an Vuilleth denke. Denn er ist ja in dieser Aufgabe ganz aufgegangen und dafür auch gestorben.


    Oder heißt es ganz einfach auch Helden im Krieg ist der Sieg über den Gegner ...mögliche Freude nicht immer vergönnt.


    Wobei es den Krieg eigentlich auch etwas entzaubert...siehe dann gerne diese Glorifizierung bestimmter Personen.


    Gestorben im Kampf gegen den mächtigen Feind usw.
    klingt doch gut oder? Besser als gestorben im Krieg wie andere auch....denn das macht möglicherweise den Tod für andere die Familie erträglich ..als Held gestorben ...


    Ach ja, was ich auch immer wieder so merkwürdig beim Lesen finde, ist die ständige Rechnerei, wann wo wieviele Soldaren sind. Das wirkt auf mich beim Lesen immer so unwirklich, so seltsam "versachlicht", weil es eben alles so genau berechnet wird. Sonst heißt es eben einfach nur, man rechnet mit über tausend Soldaten oder man schätzt das Heer auf etwa 3000 Mann etc. Diese genaue Aufteilung in Zahlen wirkt fast absurd. ;D


    Ja, weil es einfacher ist Soldaten als "graue Masse " dazu stellen als ihnen mit einem Namen oder Beschreibung ein Gesicht und damit Gestalt und eine gewisse Lebendigkeit zu geben oder?


    Mit jemanden mit "Name oder Gesicht" hat man möglicherweise Mitleid, wenn ihm etwas passiert oder er gar stirbt....siehe der verwundete Tautus..sonst geht man einfach unter in der Masse oder?

    Hallo und guten Abend,


    Nendlece hat es also endlich geschafft mit dem Fliegen und dem Gryph Citlati klar zukommen.


    Und wir als Leser dürfen beim Aufmarsch der nafarroanischen Armee live dabei sein.
    Was für ein Anblick...muss das wohl gewesen...bombastisch oder? Reiter an Reiter, Pferd an Pferd.


    Die Armee von Nafarron versucht es Ihrerseite erst einmal mit Gryph Aufklärung und Abschreckung. Und in der Folge gibt es auf beiden Seiten Verluste.


    Ja und dann beginnt der eigentlich Massenmord im Sumpf ....


    Was dann passiert hat mich als Leserin schon etwas sprachlos gemacht....soviel Menschen und was für ein schlimmer Tod.


    Ebenso schlimm das man selbst die paar Überlebenden nicht am Leben lässt. Das finde ich schon extrem grausam und wenig klug.


    Vuilleth ist tot...schade jetzt erfahren wir nie seine persönlichen Beweggründe oder?
    Immerhin hat er mit seiner Tat 5000 Männer, den schlimmen/grausamen Tod gebracht oder?


    Irgendwie schon etwas irrsinnig in all diese Tragödie, dass plötzlich Varlie ihre Zuneigung zu Sinion entdeckt oder?


    Die Beichte ganz am Ende des Kapitels von Baresin überrascht mich jetzt schon etwas.
    Was soll diese Vermessenheit nur? Und auch diese plötzlich Umschwenken auf einen Versuch des Friedens....hey 5000 tote Männer, Söhne, Väter, Brüder usw. hat Nafarron jetzt nun zu beklagen.


    Und dieses Abschlachten der letzten Überlebenden war auch kein Pluspunkt um in Friedensverhandlungen einzusteigen oder?


    Ich befürchte mal..es geht weiter und weiter...

    Das habe ich mich auch gefragt, warum sie unbedingt auf ihre Frage eine Antwort wollte, was sie damit beabsichtigt.


    Stimmt, ich frage mich, ob an der Mutmaßung etwas dran ist oder ob die Urgonser sich einfach wirklich mit den Naffaroanern arrangiert haben.


    Nun...ganz einfach...Frieden oder zumindest in mögliche Verhandlungen eintreten zu können dazu....denn bis jetzt haben die Haugetauer jeden und alles von der Gegenseite doch nur getötet...oder?


    Und das kann doch auf Dauer nicht die Lösung sein oder? Siehe meine Meinung vom 7.5.2017...


    Wieso nicht ...denn die Naffaroaner sind doch auch nur Menschen und keine Ungeheuer.


    Siehe meine Meinung dazu vom 3.5.2017.