Beiträge von Dani79

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    sie hätte die Option gehabt, sich von der Enge des höfischen Korsetts um Elisabeth zu lösen, wenn sie Karl geheiratet hätte. Er wirkte so einfühlsam und verständnisvoll, außerdem hat er die politische Situation sehr klug und differenziert eingeschätzt. Er wäre keine schlechte Wahl für sie gewesen,

    Bitte achtet auf die Abschnitte. Das ist jetzt kein schlimmer Spoiler, aber bis zum Ende des 3. Kapitels hatte sie sich ja noch nicht sicher gegen ihn entschieden ;-)

    Er war der Kurfürst. Dass er außerdem noch hübsch und charmant gewesen sein soll, war nur eine positive Draufgabe. Konnte er den weiblichen Avancen überhaupt ausweichen?

    Vielleicht bin ich da zu sehr Kind der emanzipierten Gegenwart, aber den Mann als quasi hilfloses Opfer zu sehen, das sich ja gar nicht wehren kann, wenn die Frauen ihn umschwärmen, widerstrebt mir zu sehr ;-)

    Ich hab auch losgelegt. mir war gar nicht bewusst, dass der Roman in Heidelberg spielt, das Cover hat mich irgendwo anders hin denken lassen. Aber schön, ich bin oft in HD und habe auch schon diverse Führungen durch Stadt und Schloss gemacht ;-)


    Friedrich war auf den ersten Seiten sehr sympathisch, aber spätestens, als Froni erfährt, dass sie längst nicht die einzige Hofdame ist, der er nahegekommen ist, war es bei mir damit vorbei. Der scheint kein Kostverächter zu sein.


    Mit der zuerst ungewollten Braut Elizabeth hat er aber anscheinend für sich das große Los gezogen, Liebesheiraten waren ja nun damals wirklich nicht üblich.


    Elizabeth ist wohl recht verwöhnt, aber kein Wunder, wenn ihr immer alle Wünsche erfüllt werden und sie es gar nicht anders kennt.

    Dennoch finde ich sie nicht unsympathisch, sie ist halt ein Produkt ihrer Zeit und ihres Umfeldes und zumindest scheint sie nicht bösartig zu sein, wie sie sich zB nicht am Gelästere ihrer Hofdamen gegenüber Froni beteiligt.


    Ich bin gespannt wie es weitergeht, ich muss gestehen, mein historisches Wissen zu dieser Zeit ist relativ begrenzt (trotz HD Führungen, ich vergesse leider viel zu schnell wieder).

    Jetzt mal was ganz anderes: Wie findet ihr eigentlich Michelle?

    Sie hat sich echt gemacht im Lauf der Geschichte. Anfangs war ich ein bisschen bestürzt, wie "passiv" sie ist, dass sie sich im Job und in ihrer Beziehung so viel gefallen lässt. Ihre etwas rosarote Vorstellung vom Autorinnen-Leben mal ganz außen vor gelassen ;-)

    Gut gefallen hat mir, dass sie bei Christine schnell merkt, dass diese sich zu viel auflastet, sich aber erstmal nicht direkt mit guten Ratschlägen aufdrängt, weil ihr das als Gast und Fremde ja eigentlich nicht zusteht. Aber in dem Moment, in dem Not am Mann ist, ist sie da und springt ein.

    Ich weise nochmal und zum letzten Mal drauf hin: wer seine email-Adresse für eventuelle ebook-Freiexemplare nicht wie oben beschrieben im betreffenden Feld hinterlegt hat, bekommt dann halt auch kein Freiexemplar.

    Damit ist im Fall von mobi-LeserInnen nicht die kindle-Adresse gemeint, sondern auch eure normale email-Adresse, da Dateien an kindle-Adressen nur gesendet werden können, wenn ihr den Absender in eurem Konto freigegeben habt und den kennt ihr ja meist vorher gar nicht.


    Wir Admins könnten zwar technisch gesehen auch tiefer in euer Profil gehen und da die email-Adresse raussuchen, aber das kostet deutlich mehr Zeit und wir verwenden diese auch lieber aufs Lesen ;-)

    Seinen Neffen Niki finde ich noch sehr viel anstrengender als Apostoles. Oh mein Gott, den hätte ich wahrscheinlich irgendwo angebunden .... bis nach dem Fest

    Mit seinem blinden Aktivismus hat er mich einfach nur genervt und ich glaube Apostoles war total überfordert mit ihm. :-D

    Stimmt, den hab ich vergessen. Den fand ich lustig. Der ist halt noch jung und voller Ideen und kaum zu bremsen. Ein klein bisschen zu überschwänglich für dieses Fest.

    Aber witzig war, wie die Maierhofener ihn kommentarlos "sabotieren", indem sie die Tische wieder zu einer großen Tafel zusammenstellen - herrlich!

    Viel zu schnell vorbei ;-)

    Apostoles und Magdalena fand ich ein wenig anstrengend. Das Fest ist eine tolle Idee für die gestressten Maierhofener, aber um ihre Beziehung wiederherzustellen, hätten die beiden ja auch einfach mal miteinander reden können.


    Schlimm, dass es bei Christine erst zum Zusammenbruch kommen muss, bevor sie erkennt, dass es so nicht weitergehen kann.

    Aber so hatte immerhin Michelle ihre Chance, konnte helfen und gleichzeitig die Zeit nutzen, um ihren Roman neu und ganz anders zu schreiben als ursprünglich geplant. Dass sie dann aber doch direkt einen Verlag findet und alles super wird, halte ich für sehr optimistisch - aber egal :-)


    Zwillinge? Greta und Vincent lassen aber auch echt nichts aus! Nach dem doppelten Hundeglück nun als auch noch 2 Kinder, da herrscht ja Leben in der Bude!

    Vincent ist aber auch ein Held! In dem Moment, in dem er auch nur den Verdacht hatte, dass er vielleicht doch nicht zeugungsunfähig ist, hätte er ja mal was sagen können, und damit Greta eine Mitentscheidung lassen, ob sie so ein Risiko eingehen will oder ob sie doch lieber verhüten sollten. Letztlich entscheidet sie sich zwar für die Kinder und alles geht gut, aber...


    Petra, wird es weitere Maierhofen-Geschichten geben? Als nächstes kommt ja nun wieder was Historisches, mit der Fotografin, auf die freue ich mich schon sehr! So schön ich Maierhofen fand, ich glaub, ich persönlich bin damit nun erstmal "gesättigt" (bitte nicht übelnehmen ;-) )

    Ich persönlich koche ja nicht und so war ich ein wenig traurig, als das Buch schon vorbei war - ich hätte mir da weniger "Zusatz" und mehr Geschichte gewünscht. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung, viele freuen sich sicher total über die Rezepte und Ideen.

    Ich hab mir auch gerade spontan das Buch gegriffen, es passt so schön zu diesem sommerlichen Wochenende.

    Da ich alle anderen Maierhofen Romane auch kenne, ist es ein bisschen wie "heimkommen" oder zumindest zu guten Freunden.

    Aber ich muss ja beinahe die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ich lese, wie sich hier praktisch all unsere liebgewonnenen Paare vor lauter Arbeit kaputtmachen und ihre Beziehungen riskieren.

    Ich finde, hier wird wirklich ein wichtiges Thema angesprochen, wie erhält man eine Beziehung und versinkt nicht im Alltagstrott?


    Bei Christine ist das "Helfersyndrom" ja nichts Neues. Früher waren es ihr Mann und die Töchter, die sie umsorgt hat, nun sind es die Pensionsgäste, die alte Nachbarin... alles gut und schön, aber sie sollte ihr zweites Glück mit Reinhard mehr pflegen. Dass sie es und ihn nicht zu schätzen weiß, will ich ihr gar nicht unterstellen. Aber es kommen eben immer andere Dinge in die Quere.

    Ich hoffe, gesundheitlich ist es nur die Erschöpfung bei ihr, aber ich meine ich hätte da ein paar Warnzeichen gelesen!


    Genauso bei Greta. Schwanger war auch mein erster Gedanke. Ist Vincent wirklich zeugungsunfähig? Hoffentlich ist es auch bei ihr nichts Schlimmeres und sie geht nun wirklich bald mal zum Arzt, um nachschauen zu lassen. Auch so ein Unding bei immer beschäftigten Menschen - völlig verlernen, mal kurz innezuhalten und den eigenen Körper zu fragen, ob es noch geht! Und erst, wenn irgendwas richtig wehtut, mal zum Arzt gehen, oder dann erst recht nicht, weil man dann ja Angst bekommt. Ich bin gespannt, ob die beiden wirklich nach Kanada reisen und wenn ja, wie die Begegnung mit Deborah verläuft.


    Zu Magdalena und Apostoles fällt mir nichts mehr ein. Wie kann man sich nur so anstellen. Alle beide! Wegen solcher Nichtigkeiten! Und keiner traut sich nun, den ersten Schritt zu machen und die Sache wieder einzurenken. Jetzt leben sie wochenlang in so einem Dorf nebeneinander her? Kaum zu fassen!


    Die polnische Altenpflegerin macht mir bisher wenig Sorgen, Apostoles scheint mir recht gefestigt in seinen Gefühlen für Magdalena und lässt sich da nicht von einem Dirndl-Dekolleté so schnell drausbringen. Aber ein bisschen dreist ist die gute Liliana schon. Ohne jetzt etwas unterstellen zu wollen, könnte man auch in die Richtung denken, dass sie in Deutschland auch nach einem Mann Ausschau hält und der Job nur Mittel zum Zweck ist. So wirklich sympathisch ist sie mir nicht, wie sie versucht, sich überall mit in die Familie und vor allem in die Unternehmungen von Edy und Rosi reinzudrängen. Aber tauschen und ihren Job machen möchte ich halt auch nicht und das ist ja auch Realität, dass solche Pflegekräfte meistens aus Osteuropa kommen und hier unsere Eltern und Großeltern pflegen...


    Wen hab ich jetzt vergessen? Michelle natürlich. Aua, das gibt noch ein hartes Erwachen in ihrem "Traumberuf" Autorin. Das hat sie sich wohl etwas zu einfach vorgestellt. Bei ihren Buchszenen schaudert es mich beim Lesen und mir tut Christine jetzt schon leid, die ihr das irgendwann beibringen muss, dass das ziemlicher Mist ist. Aber vielleicht entdeckt Michelle das auch noch von selbst?