Beiträge von Jari

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    Bitte entschuldigt meine Verspätung. Die Leserunde war wirklich toll und informativ. Hier noch meine Rezi und irgendwie ist es schön, dass ich mich mit diesem Buch in meine "Rezipause" verabschieden darf :)


    Inhalt:


    Bisher hat Clach jeden Auftrag sorgfältig ausgeführt - man nennt ihn nicht umsonst, den "Totenkaiser". Er kennt sein Metier und ist ein Meister des Auftragmordes. Doch was geschieht, wenn dieser Meister herausfindet, dass seine Aufträge einem ganz bestimmten Zweck dienten?


    Meine Meinung:


    Dies wird für einige Zeit meine letzte Rezension sein und eigentlich sauge ich mir nur noch etwas aus den Fingern, weil ich es dem Buch und Bernhard Trecksel einfach schulde. Denn "Nebelmacher" ist ein grandioses Werk und hat sich in die Ränge meiner Liebingsbücher hochgearbeitet.


    Jedoch eignet sich dieses Buch nicht für jedermann oder jederfrau. Wer mit einer ganzen Menge Blut, Gedärmen und sonstigen unschönen Dingen des Lebens nicht viel anfangen kann, der wird sich mit dem Nebelmacher wohl eher schwer tun. Es geht nicht um ekligen Voyeurismus, doch hier treffen sich Kämpfer und Mörder und die tun halt, was sie so tun. Und ja, ich fand dieses Brutale sehr angenehm. Es hebt sich ab von all den romantischen Ideen von Soldaten, die zwar irgendwie böse sind, aber doch eigentlich nur auf der Suche nach der einzig wahren Liebe etc.etc. Hier ist nichts von rosarot, dafür geht es zügig zur Sache.


    Trecksel hat seine Welt von A bis Z durchdacht und auch wenn man anfangs etwas Mühe damit haben wird mit dem Wer, Wieso und Weshalb, so wird sich das doch alles auflösen und mehr und mehr wird man in diese überaus faszinierende und düstere Nebelwelt hineingezogen. Die verwendete Sprache ist leicht fordernd, für einen Leseanfänger oder spätabends im Bett eher nicht geeignet. Dafür sorgt Trecksel mit wundervollen und fantasievollen Beschreibungen dafür, dass man sich alles plastisch vorstellen kann und man wirklich mittendrin ist, statt nur dabei.


    Wie ihr also erkennen könnt, ist Trecksel ein begnadeter Erzähler und nur schon das führt dazu, dass "Nebelmacher" zu einem sehr guten Buch wird. Doch hinzu kommen jetzt noch die Figuren. Man erfährt aus mehreren Perspektiven, was sich in und um Fomor so tut. Clach ist also nicht die einzige Hauptfigur. Da gibt es zum Beispiel noch Greskegard, der seit Jahren Clach hinterher jagt. Oder Ormgair, der auf Umwegen auf Clach aufmerksam wird. Und Morven, die sich mit Ormgair zusammentut. Nur schon aus diesen kurzen Beschreibungen kann man herauslesen, dass alle Fäden schlussendlich zusammenkommen werden...


    Da "Nebelmacher" eben kein rosarot Buch ist, müssen die Figuren auch leiden. Aber sie ergeben sich nicht in ihren Schmerz und jammern rum (wie schon so viele Charaktere vor ihnen), sondern rappeln sich aus eigener Kraft wieder hoch und machen weiter. Vor allem Morven ist da sehr eindrücklich und hat sich aus ihrem anfänglichen Schatten hochgearbeitet. Je mehr die Geschichte fortschreitet, desto besser lernen wir alle Figuren kennen. Ihre Geschichten, ihre Erlebnisse, die sie zu denen gemachten haben, die sie sind. Auch das Band zwischen Leser und (Lieblings-)Charakter wird dadurch fester und fester, sodass es fast schon eine Erlösung ist, zu wissen, dass es noch zwei weitere Bände geben wird.


    Fazit:


    Ein grossartiges High Fantasy-Werk mit viel Stimmung und einem eindrücklichen Charakter.

    Ich bin seit einigen Tagen auch durch, komme aber erst jetzt zum Posten bzw. musste das Ganze wohl auch noch etwas einwirken lassen. Jedenfalls wollte ich auf den letzten Seiten nicht mehr mit Lesen aufhören und bin somit mit einem Buch vor dem Gesicht durch die Wohnung gewandelt :D


    Sehr gut aufgebaut, wie sich alle Fäden nun kreuzen und ein grosses Ganzes ergeben. Nun bin ich ja umso gespannter darauf, wie es weitergeht.


    Fenneks Geschichte fand ich ziemlich traurig, aber es klärt natürlich sein gesamtes Handeln. Morvens Vater mag ich somit gleich noch ein ganzes Stück weniger als zuvor. Ich frage mich, ob wir von diesem Typen noch mehr zu lesen bekommen? Ob Greskegard seine Rache bekommt? Was macht er, wenn er sein Ziel erreicht hat? Irgendwie kann ich mir Fennek "in Rente" nicht vorstellen...



    Also ich fand das Angebot, als faulender Untoter zurückzukommen ja nicht so ansprechend, aber er ist genau der Typ dafür. Ist ja nicht so, dass er damit jetzt Frau und Kinder oder auch nur Freunde abschrecken würde... Weitermachen um jeden Preis und in jedem Zustand, das passt schon zu ihm, da wurde der Richtige ausgesucht.


    Oh ja, das finde ich auch. Clach lässt sich nicht einmal von seinem eigenen Tod aufhalten ;D Für mich wäre das wohl auch nichts, aber ich bin ja auch kein Totenkaiser oder so...



    Um Morven tut es mir echt leid, von ihr hätte ich gerne noch mehr gelesen. Oder ist da auch das letzte Wort noch nicht gesprochen? In gewisser Form ist sie ja doch noch da...


    Ich glaube, da kommt noch was. Keine Ahnung was, aber ich gehe davon aus, dass wir Morven bestimmt noch einmal begegnen werden.



    Das Ende des ersten Bandes ist für mich gut gelungen, einige Fäden wurden zusammengeführt, so dass man die Zusammenhänge etwas besser versteht, es gibt aber noch genug zu entdecken, das die Spannung auf den nächsten Band aufrechterhält ;D


    So geht es mir auch - ich bin sehr gespannt auf das nächste Buch :)


    irgendwo im letzten Abschnitt wurde darauf nochmal eingegangen. Ein paar Sätze, dass Greskegard vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Dass Sanftleben damals von seinem Stamm wegen irgendeiner Tat verstoßen wurde und nur noch ein Haufen Elend war, und weil Greskegard ihn aufgenommen und gerettet hat, steht Sanftleben jetzt in seiner Schuld und muss der Ehre wegen ihm jetzt helfen und unterstützen.


    Ich finde das ganze Konzept dieser "Barbarenstämme" sehr spannend. Ehre ist alles für sie und Sanftleben akzeptiert aufgrund der Schuld, in der er Fennek gegenüber steht, sogar diesen "bescheuerten Namen" :D Deshalb war ich auch so überrascht, dass Sanftleben Fenneks Tat verurteilt, das hätte ich dem Riesen nicht zugetraut. Eher, dass er brav hinter seinem Retter hertrabt. Aber dem ist nicht so und so gewann Sanftleben für mich gleich viel mehr Charakter und Eigenleben.

    Ui, wieder so ein tolles Kapitel und nur noch ein paar Seiten übrig :o Immer mehr Rätsel klären sich auf und Ormgair und Clach haben ihr erstes Stelldichein. Das Setting im Inneren des Riesen ist wirklich originell, auch wenn ich mir nicht alles sooo gut vorstellen konnte (wie jetzt wo welcher Pfeiler)...
    Morvens Rache gönne ich ihr voll und ganz. Gut so, Mädel!


    Auf die Auflösung der Nebelmacher-Sache bin ich auch gespannt. Auch die Erklärung von Bernhard hat schon zu einem Aha-Erlebnis geführt, obwohl der Text es eigentlich auch schon sagt. Auch dieser Kult ist irgendwie faszinierend. Solche Gruppierungen finden sich ja auch in unserer Welt immer wieder.


    Ich glaube, das hat nichts mit Naivität und Blauäugigkeit zu tun, sondern damit, dass du seinen Charakter gut einschätzen kannst. Keiner der vier Protagonisten ist ein "Quitter", am wenigsten aber wohl Clach und Ormgair. Ob der Totenkaiser, der der Todesbotin der Todesgöttin dient, sich vom Tode wohl einschüchtern oder gar aufhalten lässt? Würdest du drauf wetten? :)


    Mit "Quittern" haben wir es hier wirklich nicht zu tun, alle Figuren sind wirklich stark und das gefällt mir sehr. Trotzdem würde ich sagen, dass ich zumindest bisher das Gefühl habe, dass in dieser Trilogie auch mal ein Hauptcharakter stirbt. Zumindest würde es mich nicht überraschen. Gestorben wird ja angeblich überall ;)

    Morven tut mir extrem leid, was sie durchmachen musste, wünsche ich keinem Menschen auf der Welt. Aber sie ist wirklich though und anstatt aufgeben, rappelt sie sich wieder auf und macht weiter :daumen: Ormgair finde ich richtig toll und er wird mehr und mehr zu meiner Lieblingsfigur. Was eigentlich nicht gut ist, denn meine Lieblinge scheinen ständig drauf zu gehen... Armer Hermodes und arme Wieselchen - ich hatte ja gehofft, dass die Kleinen sich aus dem Staub gemacht haben, aber das hätte nicht zu diesem Buch gepasst...



    Genau so sieht es aus. Den "Listigen" sollte man weiterhin schön im Hinterkopf behalten, genau wie Solus. Und die Heimkehrer. Und überhaupt alles … :unschuldig:


    Von Solus würde ich so oder so gerne mehr erfahren. Bin mal gespannt, ob ein paar Geheimnisse gelüftet werden oder ob wir abwarten müssen...



    Ich hoffe ja doch noch, dass Clach irgendwie überlebt. Die Sache mit Hermodes fand ich ja schon so gemein. :'(


    Ich bin jetzt naiv und blauäugig und sage, Clach ist zäh und packt das schon irgendwie ;)


    Ich darf tatsächlich verkünden, dass es sich um eine Reihe handelt. Von mir selbst äußerst kreativ als "Totenkaiser-Trilogie" :unschuldig: betitelt, warten nach dem Nebelmacher noch zwei Bücher mit den vorläufigen Arbeitstiteln "Gottesmörder" und "Heimkehrer" auf euch :) Und wenn ihr Spaß daran habt und das Leserunden-Team das möchte, können wir die hier von meiner Seite bestimmt ebenfalls gerne in vertrauter Runde besprechen, wenn es so weit ist.


    Betrachte die Bände als gekauft - bei einer Leserunde wäre ich bestimmt auch wieder mit von der Partie :)

    Ja, die arme Dame ist da in etwas reingeraten, wo man definitiv nicht zugegen sein sollte. Mir tat sie selbst auch leid, als ich die Stelle schrieb. Aber Fennek war halt vor Ort und er wird nichts dulden, was seine Jagd einschränkt. Dabei empfand er noch Mitleid mit ihr. Und dennoch lässt er sie einsperren. Woran das wohl liegen könnte, haben doch mehrere von euch geschildert, dass sie diesen Sinneswandel auffällig fanden? Fragen über Fragen … :)


    Ich war in der Szene von Greskegard ziemlich überrascht - Mitleid hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Für mich war er bisher so sehr auf seine Jagd konzentriert, dass es eigentlich nur logisch ist, dass er die Frau einfach mal loswerden will. Dass er aber Mitleid hat (etwas, das bei seinem Job vielleicht eher hinderlich ist), hätte ich nicht gedacht.



    Und der gute Hermodes, ich bin andauernd versucht, Kurzgeschichten mit ihm zu schreiben, irgendwelche Spin-offs als Fingerübungen und zum Warmschreiben. Ich mag ihn auch gern.


    Also ich würde die Geschichten ja lesen *hust* ;)


    es kommt schon ziemlich durch, dass es ein sehr markiges Buch ist, das auch nicht unbedingt in den Rahmen "All Age" fällt, sondern eben augenfällig düstere Heroic Fantasy :)


    Oh ja, und mir gefällt das ausserordentlich. Endlich mal was Anderes im Vergleich zu den... "Glitzerromanen", die ja so gar nichts für mich sind 8)

    Wow, was für ein Kapitel! Hier geht es richtig zur Sache und langsam berühren sich die einzelnen Erzählstränge auch.


    Clachs Kontrollverlust ist sehr eindrücklich geschildert. Mir tut vor allem die junge Frau leid, das arme Ding.
    Das Hermelin finde ich dafür einen tollen Charakter, so richtig schön durchtrieben. Ich würde auch gerne mit Tieren sprechen können, das wäre bestimmt toll. Hier sammeln sich wirklich Figuren mit speziellen Fähigkeiten an. Hoffentlich erfahren wir noch mehr von Hermodes.
    Ormgairs Auftauchen in der Bar war auch eine sehr "erheiternde" Szene :D

    Ich habe mich gestern im Zug auf dieses Kapitel gestürzt und es verschlungen. Es wird wirklich immer spannender, je weiter die Geschichte fortschreitet. Mir gefällt es auch, dass wir stückweise die Geheimisse dieser Welt entdecken und nicht alles als gegeben aufgezeigt wird.



    Bei Morven ist es ebenfalls rätselhaft. Was hatte sie denn vor, in diesem Zimmerchen, aus dem sie sich dann nicht mehr rausgetraut hat? Wie wollte sie so das Attentat untersuchen?


    Das frage ich mich allerdings auch. Ganz klar, was sie da wollte, ist mir nicht. Vielleicht erfahren wir darüber noch mehr. Wobei ihre Szene mir dieses Mal, im Gegensatz zu den letzten Kapiteln, ziemlich im Kopf geblieben ist. Einerseits wegen Solus - da hatte ich mich schon gefreut, dass sie doch nicht ganz allein ist und dann ist er ein... Zombie? Oder sowas in die Richtung. Das Ende des Kapitels hat es in sich und ich hoffe irgendwie schon, dass Morven geholfen wird... :(


    Ormgairs Kapitel war auch deftig :'( Aber am eindrücklichsten war dann doch Clachs Besuch im Tempel, da hat es mir doch ein paar kalte Schauer den Rücken hinunter gejagt. Wie kann jemand einfach so Erinnerungen löschen? Kann das jemand bewusst herbeiführen oder ist da etwas noch Grösseres im Spiel?


    Und ach stimmt ja, Morven gibt es ja auch noch..ihre Abschnitte behandel ich irgendwie immer stiefmütterlich - ich weiß auch nicht, wieso..


    So ergeht es mir leider auch. Oft vergesse ich sie, während ich poste. Keine Ahnung wieso, sie bleibt mir weniger im Kopf haften als die anderen Figuren. Vielleicht ändert sich das ja noch.



    Irgendwelche Spekulationen? Der Innenklappentext gibt ja den einen oder anderen Hinweis... ;)


    Den Innenklappentext habe ich nicht gelesen und werde es auch nicht - ich lasse mich einfach von der Geschichte überraschen ;D (mit Innenklappentexten habe ich leider schlechte Erfahrungen gemacht...)



    Und fanatisch passt echt gut zu Greskegards Verhalten- ich frage mich, was wohl hinter seinem Verhalten steckt - was der Grund ist, dass er den armen Clach so unerbittlich jagen muss..


    Ich hoffe sehr darauf, dass wir noch mehr über die Verbindung zwischen Greskegard und Clach erfahren werden - zumindest muss da wirklich viel im Busch liegen und ich bin nicht abgeneigt, alles zu erfahren ;D


    Bernhard Trecksel: Vielen Dank für die tollen Ausführungen und das lustige Beispiel :)


    Die erste Begegnung zwischen Clach und Greskegard war ja spektakulär.


    Ganz meine Rede! Die Szene fand ich grossartig und ich bin wirklich neugierig darauf, wie diese Jagd weitergeht. Auch die Sache mit der jungen Moreno ist seltsam. Da liegt definitiv etwas im Busch - nur, was? Auch Ormgairs Kapitel ist aufregend und ich bin gespannt darauf, ob und wie die Fäden der einzelnen Kapitel zusammenlaufen werden. Bisher bin ich da, ehrlich gesagt, ziemlich ratlos...



    Wie kommt ihr eigentlich mit den kursiv gedruckten Abschnitten zurecht? Ich muss gestehen, die sind mir teilweise zu rätsel- bzw sagenhaft und ich überfliege sie teilweise nur. :-[ Hoffentlich verpasse ich dadurch keine entscheidenden Informationen.


    Da geht es mir leider auch so :-[ Mit denen mühe ich mich recht ab, aber teilweise gibt es doch ein paar interessante Informationen daraus zu lesen. Ob die später noch wichtig werden kann ich aber auch nicht sagen...

    Ich hab den ersten Teil auch geschafft. Anfangs hatte ich etwas Mühe, mich zurechtzufinden, aber das kann auch daran liegen, dass ich grad mit einer starken Leseflaute zu kämpfen habe :-[ Aber je mehr ich las, desto besser gefiel mir diese Welt und ich bin schon gespannt darauf, ihre Geheimnisse zu ergründen.


    Welche Figur mir am meisten gefiel, kann ich noch gar nicht sagen. Ich finde sie alle überaus interessant, vom Aufbau her bisher auch sehr unverbraucht. Ormgairs Kapitel haben mich wohl am meisten gefesselt. Nur schon wegen des düsteren Umfeldes, da konnte ich so richtig eintauchen und mich etwas gruseln :D


    Bei Greskegar lese ich blöderweise immer wieder "Kierkegaard" - hat der etwa etwas mit der Namensgebung zu tun? ;)