Beiträge von dubh

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Da es heute offiziell losgeht, sollten die einzelnen Abschnitte möglichst schnell präsent sein, damit auch gepostet werden kann.;)

    Sorry, die Verzögerung ist durch mich entstanden, da ich gestern und heute den ganzen Tag unterwegs war und leider nicht ins Forum gekommen bin. Das Unterforum ist nun angelegt und da odenwaldcollies momentan nicht online ist, habe ich ihr nun vorgegriffen und die Abschnitte an ihrer Stelle eingestellt, damit Ihr starten könnt. Ich denke aber, dass odenwaldcollies mir das verzeiht und Euch als Moderatorin sicherlich auch noch einmal begrüßt.:)


    Jetzt wünsche ich Euch ganz viel Spaß bei der Lektüre und beim Austauschen!

    Hallo Ihr Lieben,


    hier startet ab heute die Leserunde zu "Ewiges Leben". Ich begrüße alle TeilnehmerInnen herzlich und ganz besonders Andreas Brandhorst, den Autor. Sehr schön, dass Du die Leserunde begleiten wirst, Andreas!:*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.

    Postet hier bitte erst, wenn Ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn Ihr hier oder per PN an die Moderatorin kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr zu Kapitel 1 bis 12 schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!

    Ich muss mich ganz doll bei Euch entschuldigen, dass ich anhanden gekommen bin. Seit rund 20 Jahren plagt mich immer mal wieder mein Karpaltunnelsyndrom, das ich in letzter Zeit allerdings ganz gut im Griff hatte. Nun hatte es mich - dank starker Überlastung bei der Arbeit - voll erwischt. Die rechte Hand war komplett lahm gelegt und nun teste ich mich mit einer neuen Orthese langsam wieder ans Schreiben und tippen heran...:argh:Deshalb bin ich momentan sehr gefrustet, sorry! Das Buch ist aber richtig, richtig toll und ich werden wenigstens die Beiträge und selbstverständlich auch meine Rezension nachreichen. Bitte habt aber mit letzterer noch ein bisschen Geduld mit mir.

    Ein trauriges Ende - und die Gewissheit, dass es mindestens noch einen Folgeband geben muss!

    Als ich verrate sicherlich nicht zu viel, wenn ich nun schreibe, dass Volker auf der von mir besuchten Lesung schon erzählt hat, bis wann genau er Gereon ermitteln lassen wird: bis ins Jahr der Reichspogromnacht. Damit wird es mehr als einen Folgeband geben, denke ich. Und zwar sehr erfreut!

    Und wie wird Fritze sich in seiner neuen Familie einleben? Er hat ja auch Interessen, die in der HJ nicht wirklich gut angesehen werden - das Lesen zum Beispiel. Ich vermute mal, dass die politische Ausrichtung dieser Familie ihn zum Nachdenken und vielleicht sogar Ablehnen bringen wird.

    Auf Fritzes Entwicklung bin ich ebenfalls sehr gespannt! Auch wenn er wie ein hundertprozentiger HJ'ler wirkt - der winzig kleine Funke von Zweifel ist eben auch da... Vielleicht brennt dieser stärker, je länger er bei Rademanns ist. Im Grunde hat Fritze in den letzten Jahren das für ihn Positive von beiden Seiten genutzt: die Abenteuer und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Nazis und die (kleinen) Freiheiten zuhause. Also mal schauen, wenn er erstmal die strenge Art von Rademann kennenlernt.

    Marlow hat klug und vorausschauend alles für eine mögliche Flucht schon vorbereitet. Es war ihm klar, dass es eines Tages notwendig werden könnte. Ich bin mir sicher, dass ihm diese Flucht auch gelingen wird - genauso sicher bin ich, dass es noch zu einer wichtigen Konfrontation zwischen Marlow und Gereon kommen wird.

    Ja, das ist wirklich krass, oder? Marlow ist extrem kaltblütig, aber er ist auch sehr intelligent und hat eine gute Menschenkenntnis. Daher passt es für mich, dass er auch seine eigene Situation korrekt einschätzt und zudem entsprechend vorgebaut hat.

    Wir werden ihm bestimmt wiederbegegnen - ebenso wie Gereon.:o Die Frage ist nur, wo genau.

    Ich vermute ja, dass das Diagnoseverfahren damals die Röntgenstrahlen waren. Das hätte auch damals funktionieren können, wenn das Glioblastom eine deutlich ander Dichte/folglich Härte hat als das umliegende Nervengewebe. Diesbezüglich muss ich mich noch schlau machen.

    ;)

    Oder es richtete sich vor allem nach der Anamnese. Wenn ich es richtig verstanden habe, können plötzlich auftretende, starke Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, Sprachausfälle und/oder Sehstörungen sowie Persönlichkeitsveränderungen ein Anzeichen für ein Glioblastom sein.

    Hier findet sich etwas zur Historie der Klassifikation/Definition von Hirntumoren.

    dubh

    Danke für diese Informationen! Das ist total interessant und genau die Art von Geschichtswissen, die das alles sehr lebendig macht!

    Ist es bei Dir privates Interesse? Berufliches Interesse? Oder gar Leserundenwissen?

    :danke:

    Ersteres und das seit gut 25 Jahren... Ich habe schon sehr früh Kinder- und Jugendbücher zum Thema Nationalsozialismus gelesen und seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Irgendwann hat sich das Interesse noch auf die Zeit davor (Erster Weltkrieg und Weimarer Republik), die Nachkriegsjahren und die schwierige Aufarbeitung ausgeweitet.

    Als Kind habe ich während zweier Sommerurlaube auf Fehmarn mit Reinhold Heydrichs Enkelin gespielt, die etwas jünger als ich ist. Als meine Eltern dann gesteckt bekommen haben, um welche Familie es sich handelt, haben sie (erstaunlicherweise!) mit mir darüber gesprochen, was mich ebenfalls fasziniert hat. Da war ich knapp 9 Jahre alt. Hinzu kommen zahlreiche alte Familienfotos und aufbewahrte Feldpost, die mich ebenfalls immer neugierig gemacht haben - zumal sich meine väterliche Linie mit der mütterlichen ziemlich konträr gegenüberstehen...

    Lange Rede, kurzer Sinn: mein Interesse wurde niemals gebremst, sondern immer nur noch befeuert.


    Beruflich wurde es leider nie was. Ich habe zwar in der Ludwigsburger Zentralen Stelle ein Praktikum gemacht, das mich sehr beeindruckt hat, aber für ein Studium hatte ich weder das benötigte Latinum, noch das nötige Sitzfleisch.:argh:

    Und dass die drei gemeinsam eine Lösung finden können... Aber letztlich ist diese Entwicklung in diesen Zeiten die folgerichtige.

    Doch wie hätte die Lösung in jenen Zeiten aussehen können? Den Rechtsstaat gibt es doch schon gar nicht mehr richtig, auch wenn es noch Menschen gibt, die verzweifelt dafür kämpfen.

    Deshalb schrieb ich ja, dass die Entwicklung folgerichtig gewesen ist.

    Eine denkbare, aber im Kontext mit dem Wissen, was Volker weiter vorhat, unrealistische Entwicklung wäre es gewesen, wenn die kleine Familie emigriert wäre.

    Im Grunde hat Liang - außer seiner Mutter und Marlow - nie jemanden gehabt, der ihn gut behandelt hat und dem er einfach vertrauen konnte. Ich denke er ist dadurch komplett abgestumpft...

    Und Marlow hat ihm nie gesagt, dass er nicht alleine auf der Welt ist sondern einen Vater hat. Und er hat ihm auch nie seine Liebe gezeigt. Traurige Geschichte.

    Ja, genau. Marlows Sohn ist zuerst Opfer, dann - in einer extrem schwierigen Zeit - fehlt ihm ein Stück weit elterliche Liebe, Sorge und Erziehung. Schlussendlich lassen ihn all diese Erlebnisse zu einem kaltblütigen Täter werden. Leider.

    Ja, ich hatte ebenfalls gehofft, dass Fritze seinen Pflegeeltern noch anvertraut, dass Rademann es darauf angelegt hat, dass er ihnen weggenommen wird. Und dass die drei gemeinsam eine Lösung finden können... Aber letztlich ist diese Entwicklung in diesen Zeiten die folgerichtige.

    Warszawski gefällt mir jedesmal wieder gut, wenn er einen Auftritt hat und ich hoffe sehr, dass er niemals in den Folkus der Nazis gerät. Als der Pastor Gereon fragt, wer der Empfänger sei, also Pomme, meint Gereon, das sei ein Mann, dem er vertraut. Hatte Pomme in den früheren Büchern auch schon einen Auftritt? Ich kann mich nämlich nicht mehr erinnern, was aber nicht viel heißt.

    Kann mich auch nicht errinnern. Habe es so verstanden, dass er vertraut, dass Pomme die Akten an die richtigen Stellen weiterreicht und Marlow damit ins Visier der Nazis gerät.

    Ja, so habe ich das ebenfalls interpretiert: er vertraut auf Pomme, weil dieser gar nicht anders kann, als die Geheimakten an seinen ersten Chef weiterzuleiten.

    Ich kann mir jetzt auch gar nicht vorstellen, was aus ihm hätte werden können im Dunstkreis eines Gangsterkönigs. Was Solides wäre seltsam gewesen. Und er hat schon so eine Ader gehabt. Also in der Schule muss er ja einige Jungs ziemlich fertig gemacht haben. Er war weder ein Weichei noch wurde er von Marlow gezwungen. Er war mehr als bereit dazu

    Vermutlich kommt für die gewalttätige Art, die er schon früh an den Tag legt, einiges zusammen: zum einen die miese Behandlung seiner Mutter auf dem Gutshof, zum anderen die rassistische Ausgrenzung die ihm selbst all die Jahre widerfährt. Im Grunde hat Liang - außer seiner Mutter und Marlow - nie jemanden gehabt, der ihn gut behandelt hat und dem er einfach vertrauen konnte. Ich denke er ist dadurch komplett abgestumpft...

Anstehende Termine

  1. Freitag, 15. März 2019, 21:43 - Freitag, 29. März 2019, 22:43

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

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