Beiträge von urlaubsbille

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    Melanie gibt Lichterhaven eine Chance. Dieses Knistern zwischen Mel und Alex ist herrlich. Ich genieße dies zu beobachten. Schoki ist ja nur zum Knuddeln. Wieder ein Hund, der als Amor unterwegs ist.
    Melanie ist mit den vielen lieben Menschen völlig überfordert, aber lässt sich immer wieder spontan überrumpeln.
    Schön zu sehen ist, wie Melanie umworben wird und jeder versucht auf seine Weise sie zum Antritt des Erbes zu bewegen.

    Melanie hat Haus, Laden und Schoki in einer Kleinstadt an der Nordsee geerbt.
    Sie kann sich einen Umzug von Köln in dieses touristische Domizil nicht vorstellen.
    Vorort wird sie immer wieder an die Vergangenheit erinnert.
    Was ist vorgefallen? Weshalb blockt sie alles zwischenmenschliche ab?
    Toll kommt Schoki rüber. Da schmelze ich förmlich weg.
    Ich bin gespannt, welche Höhen und Tiefen uns noch erwarten.
    Alex, Mel und Schoki wären bestimmt ein schönes Trio.

    Mir stellt sich die Frage, kompensiert Frank durch die Machtausübung gegenüber Tobias, daß er im Laden nicht viel zu melden hat? Bei der Beerdigung muß er seinem Geschäftspartner Carsten gegenüber Rechenschaft darüber ablegen, daß er den Laden einige Tage geschlossen hatte und ist dabei recht kleinlaut und unterwürfig.

    Boah, ich dachte der Höhepunkt wäre schon erreicht. Doch - weit gefehlt. In diesem Abschnit wird Tobias trotz Panik und Verletzung in den dunklen Keller gesperrt.
    Die Reaktion des Jugendamts und der Polizei kann ich nicht nachvollziehen. Die hauen einfach so wieder ab, obwohl sie Tobias schreien hörten und dann die Tür aufgebrochen haben? Das Tablett mit den Resten vom Wasser hätte doch im Treppenaufgang noch stehen müssen. Wieso fällt das niemandem auf und gibt Anlaß für Fragen? Da Tobias mitlügt, ist schwer nachzuweisen, daß die Geschichte nicht stimmt. Dadurch erhalten seine Peiniger noch mehr Narrenfreiheit. Warum versucht Tobias sich nicht zu äußern? Einem Lehrer oder den Eltern von Vivien gegenüber? Vielleicht aber für einen 8jährigen Jungen auch zu viel verlangt, denn komischerweise lieben die Kinder ihre Eltern trotz allem immer noch.
    Allmählich verläßt das Verhalten die geschützen vier Wände. Sie gehen ja sogar in der Öffentlichkeit demütigend mit ihm um. Warum reagiert niemand? Merkt oder will es keiner merken?


    Mich interessiert, inwieweit die Geschichte Fiktion oder Realität ist. Liegen Tatsachenberichte der Story zugrunde?

    Ich frage mich die ganze Zeit, was kann eine so kleine Kinderseele noch alles aushalten?


    In diesem Abschnitt liegt der Schwerpunkt in dem Unfalltod der Mutter. Natürlich ist Tobias daran Schuld. Der Vater dreht sich die Tatsachen so hin, wie er sie sehen möchte. Es ist egal was passiert, einen Schuldigen hat die Familie schon gefunden: Tobias. Seine einzige Hoffnung auf Unterstützung und Rettung ist weg. Ganz zu schweigen von seinem geliebten Hund. Daß der Vater das Einschläfern verlangt hat, läßt er völlig aussen vor. Außerdem ist klar, das Markus an seiner Schramme selbst Schuld war.
    Dann die Beisetzung. Wie pietätlos! Wo bleibt Tobias? Der trägt doch den nächsten irreversiblen Schaden davon. Frank tröstet sich am gleichen Tag it seiner Geliebten. Das muß doch auch schon länger laufen. Was findet sie an ihm? Warum macht sie bei den Mißhandlungen mit? Gut, wenn sie aufbegehren würde, wäre sie ihren Gönner sehr schnell los oder selbst das Opfer. Auch Sarah hat sich den leichteren Part ausgesucht. Immer schön im Sinne von Papi. Das Umfeld hat sich ganz langsam und unaufhaltsam ein schwarzes Schaf für alle Lebenslagen geschaffen, egal ob in der Familie oder Schule.


    Nun noch der Besuch vom Jugendamt. Eine Dame, wie sie immer wieder in Gerüchten und Vorurteilen auftaucht. Das Theater hat ja einigermaßen funktioniert. Daß Frau Grautmann auftaucht, weil jemand das Ergebnis der Prügelei des Vaters gesehen hat, auf die Idee kommt er erst gar nicht. Tobias muß gepetzt haben. Wer ist denn wirklich für den Hilfeversuch verantwortlich? Die Schule?? Da gucken doch jede Menge Leute wieder einmal weg.
    Schade, daß niemand versucht, hinter die Fassade des alkohol- und nikotinsüchtigen Mannes zu schauen. Lebt Frank in den Mißhandlungen seine eigene Kinder- und Jugendzeit nach? Kennt er aus eigener Erfahrung, wie sich Hilflosigkeit gegenüber dem Vater anfühlt?
    Mich wundert, daß der Laden immer noch so gut läuft. Da dürfte doch die Aggressivität Franks auch mittlerweile Einzug gehalten haben.


    Mir ist folgendes aufgefallen. Am 19.05.1999 wird der Familie der Tod der Mutter bzw. Ehefrau mitgeteilt. Daraufhin wird Tobias von Sarah verprügelt. Am 21.05.999 ist die Beisetzung. Auf Seite 101 letzter Absatz heißt es "Vier Tage Schulfrei,..." und auf Seite 103 erster Satz heißt es "den Laden für vier Tage dicht ...". Es sind aber erst zwei Tage vergangen.

    Ich weiß nicht so recht, was ich schreiben soll, außer, daß ich stinksauer und wütend auf den Vater bzw. Frank bin. Wie kann er sich so gegenüber seinem Sohn verhalten? Hat er ein Problem damit ,daß der sich noch nie richtig geprügelt hat und stattdessen der Literatur zugeneigt ist? Boah, wie kann ein Vater mit so wenig Feingefühl durch das angeben mit Geld und Macht den Kindergeburtstag derartig vermiesen?
    Auch die Muter kann ich nicht nachvollziehen. Sieht sie nicht das Mobbing zwischen Sohn undTochter? Warum läßt sie die Quälerei einfach ängstlich in der Ecke sitzend über ihren Sohn ergehen? Ist ihr Selbstbewußtsein schon so klein, daß sie sich nicht mal traut, für ihr Kind einzustehen? Warum packt sie nicht ihre Sachen und geht mit den Kindern? Ist sie später alleine gegangen bzw. rausgeschmissen worden oder lebt sie nicht mehr?
    Daß Tobias sich allein und nicht verstanden fühlt, ist für mich nachvollziehbar. Und trotzdem liebt er seinen Vaer. Klar zu erkennen ist, daß über die Jahre aus der grenzenlosen Liebe Haß wurde. Das Bruder-Schwester-Verhältnis wurde über die Jahre ja auch immer schlimmer. Das Mädel ist ja eine widerliche Schlange.

    Klasse Ablenkungsmanöver! Erst einmal "Urlaub" bei den Eltern in Schweden. Gut, daß es eine Personenfähre ist. Es ist klar, daß die Verfolger ohne Fahrzeug weiterreisen müßten. So hinterlassen sie aber auch den Eindruck, daß der Überfall auf dem Schiff wirksam war. Was dann bei den Eltern auf Thomas und Anna wartet, konnte ja niemand wissen. Endlich kommt Licht in das Dunkel des Motivs, wofür Helen sterben mußte. Der demente Vater wird gut dargestellt, weder über- noch untertrieben aber doch liebenswert.
    Anna wird mir immer sympathischer.


    Jezt ist klar, wo das Gewehr aus dem Prolog herkommt. Es gehört Thomas' Vater. An der Grenze habe ich dann doch zusammengezuckt und gedacht, daß kann doch nicht wahr sein. Das Gespräch mit Geldorf wa ja recht nett aber wenig ergiebig. Warum erzählt Thomas nichts vn den Vorkmmnissen, sondern macht alleine auf eigene Faust weiter? Instinkt? Angst vor korrupten Polizisten?


    Nach dem Telefonat hat Thomas ja keine Wahl. Er kann nur verlieren, wenn er nich nach Flandern fährt. Allerdings verstehe ich nicht, warum er nicht endlich eine Kopie der CD zieht.


    In Flandern geht's dann ja richtig zur Sache. Was passiert, wenn der Bote nicht vereinbarungsgemäß wieder bei den Mittelsmännern auftaucht? Was wird mit Thomas und Anna geschehen? Wird er beide retten und Helens Tod rächen? Werden alle durch Beteiligten zur Verantwortung gezogen oder vorher sterben bzw. sich freikaufen?
    Daß es um viel Geld, ist längst klar. Nur, wie hängt alles zusammen? Was hat Helen konkret herausgefunden, was dem Drahtzieher gefährlich werden könnte?

    In diesem Abschnitt kommt endlich etwas Stimmung auf. Wer sind die beiden Typen, die Thomas niederstrecken? Für wen arbeiten sie? Das sieht nach Arbeitsteilung aus - der eine redet, der andere handelt.
    Interessant fand ich die Seiten über die Schiffskatastrophen und deren Zusammenhänge. In dem Ausmaß war mir das nicht bekannt. Daß auch hier nur der Gewinn eine Rolle spielt, kam ganz klar heraus.
    Ich kann Geldorf nicht einschätzen. Einerseits ist der Fall offiziell abgeschlossen, andererseits scheint er nicht an die Version zu glauben. Steckt einer seiner Kollegen mit in der Sache?
    Warum wurde Mischka eingeführt? Wirklich nur, um einige Informationen zu liefern, oder hängt er mehr drin, als bisher zu erahnen?
    Was erwartet Anna und Thomas in Lettland? Nach dem Überfall auf dem Schiff ist ja klar, daß sie permanent unter Beobachtung stehen.

    In diesem Abschnitt lernen wir einige Menschen im Umfeld von der verstorbenen Helen kennen. Ist sie eines natürlichen Todes oder durch Fremdeinwirkung gestorben?? Diese Frage zieht sich durch den ersten Aschnitt, wobei die Polizei an einem natürlichen Tod hängt, aber ich das Gefühl habe, daß der ermittelnde Beamte Geldorf persönlich Zweifel hegt. Der Freund von Helen, Nyström, hat jedenfalls jede Menge Zweifel. Plötzlich lernt er auch noch die jüngere Schwester von Helen, Anna, kennen, die bisher nie erwähnt wurde. Wie wohl deren Verhältnis war? Hat Helen sich für Anna geschämt? Sie scheint ja das schwarze Schaf der Familie zu sein.
    Dazu kommen die merkwürdigen Dinge, die Nyström widerfahren bzw. die er erfährt. Der Forscher hat ja auch nur kryptische Andeutungen gemacht. Damit könnte ich noch nicht viel anfangen. Der ehemalige Arbeitgeber hatte es ja ziemlich eilig, das Büro zu räumen. Auch dort keine Auskünfte. Anna und Nyström rennen die ganze Zeit gegen Mauern des Schweigens.
    Was wohl in der so wertvollen Tasche aus dem Bahnhofsschließfach ist? Ist da die vermutete Akte drin?


    So langsam nimmt das Buch an Fahrt auf und wird interessant. Ich finde, dieser Abschnitt plätscherte ziemlich vor sich hin.

    Jetzt wissen wir, woher Zender den Wohnungsschlüssel hat - selbst nachmachen lassen.


    Mir kommt die Haushälterin reichlich suspekt vor. Plötzlich erinnert sie sich daran, daß Jahn Spaziergänge macht und zweimal am Tag das Haus verläßt.
    Die Buchhändlerin taucht in diesem Abschnitt verdächtig wenig auf - ist sie die (Mit)Täterin?


    Meine Herren, Arno, du hast es geschafft, daß ich nicht schon in der Halbzeit eine Ahnung vom Täter habe. SO stelle ich mir einen spannenden Thriller vor!

    Es geht weiter mit dem Spekulieren. Für irgendwelche Klarheiten hat dieser Abschnitt jedenfalls nicht gesorgt. Stattdessen kommt der nächste Verdächtige ins Spiel: der Lektor Lorth.


    Naja, ich gehe davon aus, daß Dirk einen Schlüssel zu Ninas Wohnung hat. Dort hätte Christian Zender ihn auch her haben. Nur, was wollte er in der Wohnung wirklich? Sich irgendeine Trophäe zum Andenken an Nina holen? Treibt ihn verschmähte Liebe?
    Wer ist denn die Tote unter der Brücke? Ist das etwa schon Nina? Ist diese das Opfer, welches vor den Augen von Heike umgebracht und gehäutet wurde?
    Irgendwie wundert mich, daß die Polizisten mit dem Lesen des Buches soooo lange brauchen. Ich hätte gern mal die Aufgabe gehabt, während meiner Dienstzeit einen spannenden Thriller zu lesen. Das wäre aber in nullkommanichts erledigt gewesen und nicht auf die lange Bank geschoben worden.


    Ich habe echt mehr Fragen als Antworten. Irgendwie fehlt mir noch der logische Zusammenhang.

    Spannend geht's weiter.


    Jetzt ist klar, daß Entführer und Mörder eine Person sind oder zumindest sehr eng zusammenarbeiten. Das Monster legt nochmals an Grausamkeit zu, als es vor den Augen von Heike einen Mord an einer anderen Frau begeht.
    Es wird alles immer verwirrender anstatt klarer. Für mich kommt als weiterer Verdächtiger der Leiter der BOA, Stohrmann, in Betracht. Er hat sich ja mit Macht in die BOA gedrängt. Wirklich, weil er Matthiesen das nicht zutraut oder damit er an der Quelle der Erkenntnisse sitzt? Für mich wäre er zu befangen, um so dicht an dem Fall mitzuarbeiten.
    Was ist mit Miriam Hansen, ein fanatischer Fan, wozu ist sie in der Lage? Irgendwie traue ich ihr die Morde nicht zu, weil sie auf mich einen so zierlichen Eindruck macht und ich mit denke, daß die Art der beschriebenen Vorgehensweisen Kraft erfordert.