Beiträge von Kristin84

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    Hier nun auch noch meine Rezension zu dem Buch:


    Zum Inhalt:
    Kann eine Liebe alle Hindernisse überwinden? Die Sklavin Noelle trifft hilfesuchend auf den Schiffsarzt Thierry Carnot, der mit seiner Fregatte vor der Seychellen-Insel Mahé liegt und ihr dabei hilft, dass Leben ihres Onkels zu retten. Da auf der Insel ein fähiger Arzt gebraucht wird, hilft Thierry aus, wo er nur kann - zusammen mit Noelle, die ihr Handwerk als Heilerin ebenfalls versteht. Was zunächst nach einem normalen Zusammenarbeit zwischen einem "Weißen" und einer Sklavin aussieht, entwickelt sich langsam zu etwas ganz anderem. Etwas, das eigentlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht sein darf...


    Meine Meinung:
    Bei diesem Buch handelt es sich bereits um das 3. Buch, was ich bisher von der Autorin gelesen habe. Und ich habe - mal wieder - das Phänomen erlebt, dass ich direkt in die Geschichte reingekommen bin. Momentan brauche ich bei vielen Büchern eine gewissen Anlaufzeit bis ich mich mit dem Schreibstil des Autors und der Geschichte selbst angefreundet habe. Aber bei diesem Buch war es anders. Die ersten 100 Seiten sind eigentlich nur so dahin geflogen. Was natürlich auch damit zu tun hat, dass zu Beginn des Buches einiges passiert: Man lernt die Charaktere kennen, ihre Vorgeschichte und erlebt sogar schon das eine oder andere Abenteuer. Die Beschreibungen der ganzen Geschehnisse waren wieder richtig toll und bildhaft beschrieben, so dass man sich alles so vorstellen konnte, als wenn man direkt dabei wäre. Das ist wirklich ein absoluter Plus-Punkt der Autorin, denn auch bei den zwei anderen Büchern von ihr ging es mir nicht anders. Manchmal habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, dass das Leben zur damaligen Zeit auf den Seychellen gar nicht mal so schlecht war – gut, abgesehen von der medizinischen Versorgung und der Hygiene. Es wurden die Umgebung und das Leben dort einfach so toll beschrieben, dass man zeitweise schon ein wenig neidisch wurde.


    Man merkt schon direkt zu Anfang des Buches, welches Thema hier eine große Rolle spielen wird: Die Sklaverei zu Beginn des 19. Jahrhunderts und deren Entwicklung. Man erfährt viel über die Einstellung und Gedanken der Menschen bezüglich der Sklaverei zu der damaligen Zeit. Vieles davon ist für uns heute nur schwer nachvollziehbar.


    Bei Noelle, der weiblichen Hauptfigur, handelt es sich um eine Sklavin die auf der Seychellen-Insel Mahé geboren und aufgewachsen ist. Man erfährt zu Beginn des Buches ein wenig über ihr Leben als Sklavin.


    Aber auch der männliche Hauptcharakter Seth Morgan, der aus London stammt, und sich zu Beginn des Buches als Franzose Thierry Carnot ausgeben muss, hat kein leichtes Leben. Man erfährt so nach und nach im Laufe des Buches so einiges über ihn. Ich muss sagen, dass mir in diesem Buch der männliche Hauptcharakter irgendwie mehr ans Herz gewachsen ist. Irgendwie kam ich mit ihm besser klar, als Noelle. Vielleicht lag es auch daran, dass es in dem Buch die eine oder andere Szene gab, die sich um Noelle drehte und die in meinen Augen etwas unrealistisch und unwahrscheinlich wirkte. Es kam aber nur zweimal vor, so dass es jetzt nicht wirklich viel ins Gewicht fällt.


    Natürlich gab es noch einige mehr Charaktere in dem Buch, was leider auch zeitweise dazu führte, dass ich mit den ganzen Namen durcheinander kam. Irgendwie kam ich mit den französischen Namen nicht so wirklich klar. Im Laufe des Buches wurde es wieder besser, da die Autorin immer wieder im Text kleine Hinweise zu den Personen "versteckt" hatte, aber irgendwie hatte ich immer die Angst, irgendwas zu verwechseln oder nicht richtig mitbekommen zu haben.


    Was mich ein wenig verwunderte, war, dass die Zusammenfassung auf dem Buchumschlag sich bereits im ersten Viertel des Buches komplett abgespielt hat, so dass mir als Leser der Gedanken kam: Was kommt jetzt noch? Ich hatte noch 340 Seiten des Buches vor mir und war ein wenig ratlos. Aber es ist natürlich auch mal etwas anderes, so gar nicht zu wissen, was nun kommt. Also auch ein kleines Abenteuer für den Leser. Nur leider musste man als Leser auf das nächste Abenteuer ein wenig warten, da der Mittelteil teilweise recht ruhig war und es meiner Meinung nach nicht wirklich viel passierte. Zum Glück wurde es zum Ende des Buches hin immer spannender, so dass die "Durststrecke" schnell vergessen war und man wirklich darauf hin fieberte, wie das Buch ausgeht.


    Mein Fazit:
    Zwischen diesen Buchdeckeln ist so einiges vertreten: Liebe, Abenteuer, Verrat, Macht und das alles auf der malerischen Seychellen-Insel Mahé.



    Meine Rezension ist zu finden:
    auf lovelybooks : http://www.lovelybooks.de/auto…3-w/rezension/1092387815/
    auf meinem Blog: http://kristin84.blogspot.de/2…l-beto-korallenfeuer.html
    auf Amazon: http://www.amazon.de/review/R1…nodeID=299956&store=books
    Außerdem habe ich sie ebenfalls auf Facebook und Twitter verlinkt.


    Ich bedanke mich auch recht herzlich bei dir, Sabine, und bei allen Mitlesern für die tolle Leserunde.

    Ich bin schon ein paar Tage fertig mit dem Buch, komme aber leider erst jetzt zum Posten.


    Das Ende des Buches lässt doch so einiges offen. Wie geht es mit Seth und Noelle weiter? Da hat man als Leser natürlich viel Spielraum für eigene Gedanken. Wer weiß, wenn das Buch richtig gut läuft, wäre doch bestimmt nochmal eine Recherchereise drin. Oder bist du, Sabine, generell kein Freund von Fortsetzungen?


    Noelle nimmt wirklich einige Gefahren auf sich, um zu Seth zu kommen. Aber was macht man nicht alles aus Liebe. Obwohl ich sagen muss, dass mir alles doch ein wenig zu reibungslos ging. Ich hätte bei weitem mit mehr Schwierigkeiten gerechnet. Schiffsbesatzungen sind in der Regel bestimmt nicht so zimperlich mit Frauen.


    Ich finde es aber toll, dass Noelle, auch nachdem sie erfahren hat, dass Seth nicht ganz ehrlich zu ihr war, trotzdem noch zu ihm hält. Das ist wirklich wahre Liebe.


    Was mich wirklich überrascht hat, war, dass Quinssy Noelles Vater und das lange Elend Noelles Mutter sind. Damit habe ich so überhaupt nicht gerechnet. Klar, kam mir auch bei der Szene als Seth auf das Q aufmerksam wurde, der Gedanken, dass Quinssy eventuell der Vater sein könnte. Diesen Gedanken habe ich aber direkt wieder verworfen, da sowohl Quinssy als auch Helene hellhäutig sind. Auf die Idee, dass da noch eine dritte Person mit im Spiel sein könnte, bin ich überhaupt nicht gekommen. Damit hast du mich wirklich überrascht, Sabine.


    Ja, ja, die Harnsteine. Sie sind überall ;D Sabine, sei mir aber nicht böse, wenn ich deine Abhandlung darüber nicht lesen werde - ist irgendwie nicht so mein Thema ;)

    Mein Gott, es wird immer spannender. Da muss man ja schon aufpassen, dass man nicht anfängt, an den Fingernägeln zu kauen.


    Dass Noelle nicht ungestraft davon kommt, war ja irgendwie zu erwarten. Warum sollen „die Weißen“ auch einer Sklavin glauben, wenn Aussage gegen Aussage steht. Aber 100 Peitschenhiebe sind schon heftig. Das überlebt doch niemand, vor allem nicht eine Frau. Ich fand Seths Eingriffen nach 10 Schlägen schon sehr ehrenhaft, aber gleichzeitig habe ich mich schon gefragt, wie er Noelle vor der restlichen Strafe schützen will. Denn auch, wenn man das Gefühl hat, dass sämtliche Beteiligten die Strafe eher widerwillig umsetzen, so müssen sie sie durchführen. Ansonsten verlieren „die Weißen“ einfach zu viel Macht gegenüber den Sklaven. Dass hat Quinssy ja bereits angedeutet. Was aus seiner Sichtweise ja irgendwie zur damaligen Zeit logisch war: Man will seine Macht über die Sklaven demonstrieren, damit keiner auf die Idee kommt, einen Aufstand zu planen.


    Wird Josephine für ihr tete-a-tete mit dem Prinzen eigentlich nicht bestraft? Zu der damaligen Zeit wurde so etwas doch überhaupt nicht gerne gesehen.


    Noelles Flucht bei Nacht kam für mich relativ überraschend, da ich eigentlich eher davon ausgegangen bin, dass man bei 10 Peitschenhieben mit so einem geschundenen Rücken sich nicht wirklich mehr bewegen kann und sich eher vor lauter Schmerzen im Delirium befindet. Aber gut, Noelle war auch nicht ganz Herr ihrer Sinne. Vielleicht wächst man wirklich über sich hinaus, wenn man Todesangst hat.


    Die Frage mit dem Buchstaben auf Noelles Brust habe ich mir auch schon gestellt und bin auf denselben Gedanken wie du, JanaBabsi, gekommen. Aber wieso, weshalb, warum das so ist, wissen wir noch nicht, aber anscheinend hat Noelle auch das eine oder andere Geheimnis.


    Das Kanonenfeuer am Schluss des Abschnitts lässt nichts Gutes erwarten. Ob plötzlich ein britisches Schiff aufgetaucht ist? Wäre denkbar schlecht für Seths und Noelles Flucht, da das Schiff wohl die zwei französischen Schiffe vor der Insel angreifen wird. Und dann hat Mullie wohl andere Sorgen, als Seth und Noelle zu retten.

    Tiara, deine Vermutung bezüglich Josephine wurde bestätigt. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich sie schon gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Jetzt tauchen natürlich einige Fragen auf: Wer hat die Abtreibung wirklich vorgenommen? Hat Josephines Mutter da vielleicht irgendwie die Finger im Spiel? Noelle kann es ja gar nicht gewesen sein, denn die sitzt in ihrer kleinen Kammer und muss ihre Strafe absitzen. Und selbst wenn sie frei rumlaufen könnte, sie hat ihre Meinung was Abtreibungen angeht bereit kund getan und wird sich da bestimmt auch nicht mehr umstimmen lassen. Nur wie soll Seth das beweisen? Das er an ihre Unschuld glaubt, ist für mich einfach klar.


    Ich hoffe für die Bewohner der Insel, dass Quinssy den Eingriff überlebt. Denn ein neuer Gouverneur bringt – wie bereits erwähnt – bestimmt einige Unruhe in das doch recht ruhige Völkchen. Dann wird es mit der angenehmen Zeit rum sein. Und für Seth wäre es natürlich mehr als schlecht.


    Wie es momentan aussieht, will Seth wohl auf der Insel bleiben, nur so richtig traut er sich nicht mit der Sprache rauszurücken. Ob Mullie ihn gehen lässt? Wenn sie einen Schiffsarzt benötigen, können sie doch Poupinel verpflichten. Dann wäre wir ihn wenigstens los. ;D


    Noelle kommt bei der ganzen Sache mit Poupinel wirklich mit einem blauen Auge davon. Für Tortue und Hugo geht es nicht so gut aus. Vielleicht trifft Noelle Hugo ja wieder. Dass hoffe ich wirklich für sie.


    Ob Seth es wirklich schaffen wird, Noelle abzukaufen? Das wäre natürlich super. Aber woher soll er das Geld bzw. die Waren zum Eintauschen nehmen? Ob vielleicht Quinssy ihm nach einer – hoffentlich – gelungenen OP fürstlich entlohnt?


    Bei so vielen offenen Fragen, muss ich einfach gleich weiterlesen :lesen:


    Nein, Noelle ist nicht älter. Kann es sein, dass der Eindruck entsteht, weil sie im Prolog 13 ist und Seth im ersten Kapitel 10? Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass man den Prolog chronologisch vor das erste Kapitel setzt - dann könnte Noelle theoretisch ja noch älter sein. Seth ist ja schon 31 und für einen Helden und Love interest fast schon ein alter Knabe.


    Hab ich Noelles Alter sonst echt nicht erwähnt? Sie ist eigentlich noch sehr jung.


    Wie von dir vermutet, bin ich davon ausgegangen, dass die Geschichten von Noelle und Seth im Prolog bzw. im ersten Kapitel parallel verlaufen. Weiß ja auch nicht wie ich darauf gekommen bin - war für mich irgendwie logisch. :-[ Dann kann Helene ja wirklich die Prostituierte von damals sein. Bin mal gespannt, ob dieser Handlungsstrang im Verlauf der Geschichte noch interessant wird.


    Also, ich würde sagen, zum Alter von Noelle wurde bisher nichts gesagt. *fragendindierundeguck*

    Dieser Leseabschnitt hat sich bei der Spannung ganz schön gesteigert. Am Schluss wollte man direkt weiterlesen um rauszufinden, wo Seth ist und wie es Noelle ergeht.


    Seth hätte meiner Meinung nach nicht so Hals über Kopf abhauen sollen. Die Reaktion war ein wenig übertrieben. Er ist sich doch gar nicht sicher, ob Helene die Hure von damals ist. Und wenn doch, muss sie ihn ja nicht erkannt haben. Jetzt bin ich mal gespannt, wo er gelandet ist und wie es ihm dort ergeht.
    Noch ein kurzer Einwurf von mir: Wenn ich doch richtig informiert bin, ist Noelle drei Jahre älter als Seth. Wie kann dann Helene vorher von einem Schwarzen ein Kind bekommen und dann wieder in England auftauchen? Also, irgendwie passt das noch nicht so ganz für mich zusammen. Aber ich denke im Laufe des Buches erfährt man noch mehr.


    Dass den Bewohnern doch so viel an ihrem Gouverneur liegt, ist wirklich interessant, kann man aber auf irgendwie verstehen. Das Leben auf der Insel ist – zumindest für die Weißen – ziemlich angenehm und der Gouverneur tut seinen Betrag dafür leisten. Er will keinen Ärger und passt sich den Gegebenheiten an. Ob Engländer oder Franzosen: Er spielt mit allen. Ich kann mir schon vorstellen, dass bei einem anderen immer ein Angriff geplant und durchgeführt wird, wenn ein englisches Schiff am Horizont zu sehen ist. Da ist die momentane Art zu leben natürlich angenehmer.


    Das sich die Geschichte für Noelle so entwickelt, ist natürlich nicht schön. Aber ich muss sagen, bisher – was wir gelesen haben - war ihr Leben als Sklavin noch recht human und angenehm. Somit war abzusehen, dass irgendwann etwas Schlimmes passiert. Ich hoffe nur, dass alles gut für sie ausgeht und solche Übergriffe ihr in Zukunft erspart bleiben.


    Ich fand es auch etwas befremdlich als Seth die Frage gestellt wurde, ob Sklaven Menschen oder Tiere sind. Da war ich echt geschockt, dass man früher wirklich so gedacht hat.


    Was die ganzen Namen in der Geschichte angeht: Bei diesem Leseabschnitt war es für mich wieder leichter alle auseinanderzuhalten. Wie du bereits gesagt hast, Sabine, sind immer kleine Hinweise im Text enthalten, die in diesem Leseabschnitt ganz hilfreich waren und ich somit die Personen besser zuordnen konnte.


    Da gibt es Spray für? :o Oh mein Gott nicht würgen können, aber trotzdem alles mitbekommen wie die da einem im Hals rein gehen, oh weh nee das wäre nichts für mich. Ich bin nach der Narkose in nem Sessel aufgewacht und alles war schick. Vor allem die Nachwirkungen der Narkose, da ist man richtig gut drauf... ;D


    Also, ich war auch total glücklich über die Narkose. Ich glaube, anders hätte ich das auch nicht überstanden. Das schlimme war die Warterei vor der Magenspiegelung. Man wusste ja nicht was auf einen zu kommt. Und ab und zu hat man die Arzthelferin laut rufen hören: Atmen! Sie müssen atmen!! Glaubt mir, ich war kurz davor die Praxis schreiend zu verlassen.

    Ich habe gerade den zweiten Leseabschnitt fertig gelesen und währenddessen ist bei mir die Frage aufgetaucht, was jetzt eigentlich auf den letzten ca. 340 Seiten noch so alles passiert, da ja das, was im Klappentext beschrieben wurde, bereits alles passiert ist. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass es nur noch um die „Beziehung“ zwischen Seth und Noelle geht. Das wäre wohl ein wenig eintönig. Da kommt bestimmt noch so einiges auf uns zu.


    Für mich war dieser Abschnitt im Vergleich zum ersten relativ ruhig und es ist jetzt meiner Meinung nach nicht wirklich viel passiert. Dadurch konnte mich dieser Leseabschnitt nicht so sehr packen wie der erste. Ich hoffe, dass ändert sich wieder.


    Leider ist aber auch genau das eingetreten, wovor ich immer am meisten Angst habe: Ich komme mit den ganzen Namen durcheinander. Da tue ich mir diesmal relativ schwer – liegt wohl an den ganzen französischen Namen. Schade, dass kein Namensverzeichnis neben dem Glossar gibt – diesmal könnte ich es gebrauchen. Aber vielleicht bekomme ich das im Laufe des Buches wieder besser auf die Reihe.


    Wenn man die Geschichte nach einem stressigen Arbeitstag liest, kommt einem doch der Gedanken, dass das Leben zur damaligen Zeit auf den Seychellen gar nicht mal so schlecht war – gut, abgesehen von der medizinischen Versorgung und der Hygiene. ;D Aber mal, ganz ehrlich, sehr gestresst kommen die Bewohner der Insel jetzt nicht rüber. Selbst wenn der Feind am Horizont erscheint, bleiben die Bewohner ziemlich cool und hissen einfach die passende Flagge und „dekorieren“ ein wenig um. Find ich irgendwie eine ziemlich gute Einstellung: Man geht den Schwierigkeiten so gut es geht aus dem Weg und hat ein angenehmes Leben. Obwohl ich mal davon ausgehe, dass das sich im Verlaufe des Buches noch ändern wird.


    Leider hat man bisher nichts Näheres zu Seths Vergangenheit erfahren. Mich interessiert wirklich, wie es ihn erst auf dem englischen und dann auf dem französischen Schiff ergangen ist. Und dass er sich gegenüber Noelle verplappert hat, war jetzt nicht so schlimm, aber ich gehe mal davon aus, dass er trotzdem über kurz oder lang auffliegen wird, wenn er jetzt schon solche Schwierigkeiten bei der Geheimhaltung hat.
    Außerdem gehe ich auch davon aus, dass er auf der Insel bleiben wird. Was besseres kann ihm doch gar nicht passieren!



    Die Schnecken als Haustiere fand ich ebenso amüsant.


    Die Szene fand ich auch total super. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie die Schnecke da überall rumhängen. Und dann haben sie auch noch Namen!! Echt zum Brüllen :totlach:


    Das konnte ich auch nicht so ganz nachvollziehen. Warum denkt Seth, dass er auf der Insel schneller enttarnt werden könnte? Ich finde das auf einem Schiff brenzliger, weil man da viel näher aufeinander hockt ...


    Das sehe ich genauso wie du, Nina2401. Auf einem französischen Kriegsschiff wird er doch direkt getötet, wenn da irgendjemand erfährt, dass er Engländer ist. Bei den Bewohnern der Insel habe ich da weniger bedenken. Wahrscheinlich wäre sie im ersten Moment entsetzt, aber dann würde sie es bestimmt zu ihren Gunsten nutzen. Ist doch praktisch, wenn die Engländer mal wieder einfallen und man kann einen englischen Arzt aufweisen. Das hat schon was Überzeugendes!

    Hallo liebe Mitleser!


    Den ersten Leseabschnitt habe ich heute Nachmittag in einem Rutsch gelesen und hatte das selbe Phänomen erlebt wie bei deinen ersten beiden Büchern, Isabel: Ich bin direkt in die Geschichte reingekommen. Die ersten 73 Seiten sind nur so dahingeflogen. Dank der Leserunde lasse ich mir nun beim Lesen etwas mehr Zeit, ansonsten würde ich das Buch direkt verschlingen.
    Die Beschreibungen der ganzen Geschehnissen waren wieder so toll und bildhaft, dass man sich alles direkt vorstellen konnte, als wenn man direkt dabei wäre. Da ich in letzter Zeit eher weniger gute Bücher gelesen habe, ist es direkt eine Wohltat, ein solches Buch in den Händen zu halten.


    Ich gebe zu, dass ich mich bisher mit der Geschichte der Seychellen nicht wirklich beschäftigt habe. Daher hat mich die erste Seite des Buches ein wenig verwirrt, als es um die Abschaffung der Sklaverei ging, wobei dies von einem Engländer geschrieben wurde und die Seychellen, wie ich im Laufe des Buches erfahren habe, zur damaligen Zeit zu Frankreich gehörte, wo wohl die Sklaverei noch erlaubt war. Auch erfährt man im ersten Leseabschnitt, dass die Sklaven wohl darüber Bescheid wissen und teilweise eine Eroberung durch die Engländer wünschen. Ich denke mal, dass diese Entwicklung, ob die Seychellen zu Frankreich oder England gehören, im Verlauf des Buches noch einen Rollen spielen wird. Daher werde ich wohl erstmal keine historischen Nachforschungen anstellen. Nicht, dass mir die Geschichte der Seychellen zu viel verrät.


    Das es zu der damaligen Zeit - sogar im "zivilisierten" London - recht ruppig zu ging, war meiner Meinung nach nicht anders zu erwarten. Ein Menschenleben, wenn es nicht adlig war, war zu der damaligen Zeit nicht viel wert. Da konnte man die Leute einfach so zwangsrekrutieren. Wobei dies zur heutigen Zeit ja auch noch vorkommt, z.B. bei Kindersoldaten.


    Was in der Zeitspanne von immerhin 20 Jahren so alles passiert ist, besonders warum Seth sich plötzlich als Franzose ausgibt, erfahren wir bestimmt im Laufe der Geschichte.


    Die einzige Szene, die mich ein wenig gestört hatte, war die, als Noelle alleine auf das fremde Schiff gegangen ist. Da hätte sonst was passieren können, genau wie von JanaBabsi bereits erwähnt. Das fand ich doch recht naiv von ihr, was meiner Meinung nach nicht so ganz zu ihrem Charakter - wie ich ihn bisher kennen gelernt habe - passt.


    Das ist natürlich schade, muss dir aber nicht unangenehm sein. Uns ist es viel lieber, jemand schaut rechtzeitig, ob der Termin passt und meldet sich ggfs ab als dass dann eine ganz knappe Absage oder nur eine halbherzige Teilnahme erfolgt!


    Viel Erfolg bei deinen Prüfungen! :winken:


    Danke für dein Verständnis.
    Hoffe, dass die Prüfung gut wird, wenn ich schon auf die Leserunde verzichten muss.

    Leider muss ich euch für diese Leserunde absagen, auch wenn es mir total unangenehm ist. Ich habe nachdem ich in der letzten Woche meine schriftlichen Prüfungen hinter mich gebracht habe, erst jetzt erfahren, dass Mitte Mai die mündliche Prüfung ist. Somit werde ich wohl mind. drei Woche vorher anfangen müssen mit lernen. Und da läuft natürlich zeitgleich hier die Leserunde. Da ich mich in der Zeit nicht wirklich auf ein Buch konzentrieren kann (war im Januar und Februar schon so) bin ich für eine Leserunde definitiv nicht zu gebrauchen. SORRY!!

    Auch von mir nochmal vielen Dank für die tolle Leserunde und natürlich ein riesiges Dankeschön an dich, Tereza. Du hast mit deine Kommentaren und Anmerkungen die Leserunde wirklich bereichert!!


    Hier nun noch meine Rezension:



    Eine spannende (Lese-)Reise in das China zu Beginn des 20. Jahrhunderts


    Zum Inhalt:
    Die Geschichte beginnt in Shanghai im Jahre 1900: Die 17jährige Charlotte, die bis dato ein behütetes Leben geführt hat, muss feststellen, dass ihr aufgrund ihrer chinesischen Herkunft und trotz Adoption durch ihre europäische Mutter, nicht alle Türen in Shanghai offen stehen. Besonders ihre unglückliche Liebe zu einem englischen Offizier lässt die junge Frau in ein tiefes Loch fallen. Auch der überraschende Besuch von Elsa, einem Mädchen aus Hamburg, trägt nicht zur Gemütsbesserung von Charlotte bei. Und es dauert nicht lange bis Charlotte eine Entscheidung trifft: Sie will nach Peking reisen um ihre wahre Mutter kennenzulernen. Auch Elsa zieht es nach Peking, wo sie eine Anstellung im Gesandtschaftsviertel annehmen will. Beide Frauen gehen ihren Weg, ohne zu wissen, welche Gefahren auf sie in Peking warten. Denn der Aufstand der Boxer steht kurz bevor...


    Meine Meinung:
    Als Erstes möchte ich noch kurz darauf hinweisen, dass es nicht zwingend erforderlich ist, den Vorgänger "Das Geheimnis der Jaderinge" zu lesen, um dieses Buch zu verstehen, da die Geschichten unabhängig von einander sind. Es kommen zwar auch Charaktere aus dem ersten Band darin vor, aber nur als Nebenfiguren. Trotzdem kann ich euch den ersten Band nur empfehlen.


    Bevor ich zum Inhalt des Buches komme, möchte ich kurz erwähnen, dass mir die Aufmachung des Schutzumschlages sehr gut gefällt. Die Farben sind richtig ansprechend und das Cover ist meiner Meinung nach auch nicht zu kitschig. Außerdem gefällt es mir, dass dieses Buch sowie der Vorgänger-Band (und andere Bücher aus der Edition Carat) farblich im Bücherregal so toll harmonieren. Ich finde es immer toll, wenn Bücher, die aus einer Reihe oder einer Edition stammen, zueinander passen.


    Beim Aufschlagen des Buch entdeckt man gleich im Buchdeckel eine übersichtliche Karte über das Gesandtschaftsviertel in Peking, welche im Verlauf der Geschichte wirklich recht hilfreich ist, wenn man sich ein wenig orientieren möchte.


    Leider wurde ich am Anfang des Buches ein wenig demotiviert, als ich auf den ersten Seiten das doch recht umfangreiche Namensverzeichnis entdeckt habe. Ich habe ja immer Schwierigkeiten, mir im Verlauf eines Buches alle Namen zu merken. Und wenn man direkt am Anfang schon so viele Namen sieht, bekommt man schon ein wenig Panik. Aber ich kann euch beruhigen: Selbst ich als doch teilweise vergesslicher Leser bin mit den Namen recht gut klargekommen und habe wirklich selten in dem Namensverzeichnis gespickt. Auch der Umfang des Buch mit 680 Seiten entspricht nicht so ganz den Büchern, die ich in der Regel lese (die meisten sind dünner), aber auch dieser Umstand hat dem Lesevergnügen nicht geschadet. Einziger Minuspunkt diesbezüglich wäre vielleicht das Gewicht des Buches. Aber bei einem Hardcover mit so viel Seiten ist es wohl nicht anders möglich.


    Beim ersten Teil war ich ja so begeistert vom Schreibstil der Autorin und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Kaum hatte ich ein paar Seiten gelesen, war ich im Geiste direkt in Shanghai und hat alle Ereignisse miterlebt, wie wenn man direkt neben den Charakteren gestanden hätte. Alles war so toll geschildert, dass ich mir ohne lange zu überlegen, die Charaktere sowie die Umgebung vorstellen konnte. Die Autorin hat es mit den Erklärungen und Schilderungen auch nicht übertrieben, sondern - zumindest für mich - genau das richtige Maß gefunden. Ich mag es z.B. nicht, wenn über mehrere Seiten ein bestimmter Gegenstand beschrieben wird. Ich denke, dass es manchmal einfach besser ist, den Leser auch ein wenig seiner eigene Phantasie zu überlassen.


    Auch mit den Charakteren, die die Autorin geschaffen hat, bin ich relativ schnell warm geworden. Natürlich hat man selbst seine persönlichen Favoriten oder auch Personen, die man nicht so leiden kann. Aber alle haben etwas gemeinsam: Man hat schon nach kurzer Zeit ein Bild des Charakters vor dem inneren Augen und "hört" ihn sprechen, so dass man wirklich eine Art Film im Kopf hat.


    Die Geschichte enthält so ziemlich alles was, ein guter Roman braucht: Da ist von Liebe über Herzschmerz bis hin zu Hass und sogar Krieg alles vertreten. Die Geschichte ist stellenweise wirklich recht spannend geschrieben und weist doch den einen oder anderen Schockmoment auf, so dass man als Leser doch schon mal den einen oder anderen Fingernagel abgekaut hat.


    Aber neben den fiktiven Elementen des Buches fand ich es auch recht interessant, mal etwas über das China Anfang des 20. Jahrhunderts zu lesen, denn bis dato hatte ich mich mit dieser Thematik noch nie beschäftigt. Man kann wirklich sagen, dass dieses Buch aus zwei wesentlichen Dingen besteht: einen interessanter und unterhaltsamer Roman sowie historischen Details, bei denen der Leser noch so einiges lernen kann. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass ihr mit historischen Fakten zugeschmissen werdet. Die Informationen sind so gut in der Geschichte integriert, dass man eigentlich fast schon nebenbei etwas für seine Allgemeinbildung tut :-)


    Mein Fazit:
    Ein historischer Roman, dessen interessante Thematik zusätzlich mit einer tollen Geschichte bereichert wurde.



    Meine Rezension werde ich gleich noch auf meinem Blog, auf Amazon sowie auf Lovelybooks veröffentlichen.

    Auch wenn das Buch kein eindeutiges Happy-End für Elsa und Charlotte in Sachen Liebe hat, bin ich damit doch zufrieden, da man wirklich so viel Spielraum hat, dass man sich als Leser selbst überlegen kann, wie es ausgeht. Und für mich ist eindeutig klar, dass Charlotte mit David und Elsa mit Wenrou zusammenkommt. Ich bin eben jemand von der kitschigen Sorte. ;D Beim ersten Buch gab es in dieser Hinsicht ja auch ein offenes Ende.


    Dass David in dem Buch nochmal in Erscheinung tritt, hat mich doch sehr überrascht. Ich hatte ihn schon gar nicht mehr auf dem Schirm. Er macht auf mich den Eindruck als wenn er aufgrund der ganzen Erlebnisse und des Krieges erwachsen geworden ist. Anscheinend hat er Charlotte immer geliebt, doch aufgrund seiner Feigheit – anders kann man es nicht sagen – hat er damals die Verlobung gelöst, weil ihm die Meinung anderer einfach wichtiger war. Doch nun ist es ihm recht egal, was andere von ihm denken oder für richtig halten. Er rettet Charlotte vor den drei Angreifern, kümmert sich weiter um sie und macht ihr auch wieder ein wenig den Hof. Er weiß jetzt nun was er will. Ich denke, mit dieser Einstellung kann er bestimmt irgendwann das Herz von Charlotte erobern.


    Wenrous Verhalten nach dem Angriff gegenüber Elsa war doch recht überraschend, aber irgendwo auch nachvollziehbar. Klar, hätte er gegenüber Elsa vielleicht nicht ganz so ruppig reagieren müssen, aber sein Stolz wurde durch die „weißen Teufel“ verletzt, zu denen Elsa ja auch gehört. Er war in diesem Moment bestimmt total verwirrt und vielleicht wusste er nicht wirklich was er tat. Ich bin nur froh, dass am Ende sich wieder alles aufgeklärt hat. Er ist ja jetzt auch frei für Elsa, da seine Ehe beendet ist. Ich finde es immernoch faszinieren, wie schnell eine Ehe für beendet erklärt werden kann, wenn man mal überlegt, wie lange heutzutage Scheidungen dauern können.


    Ich bin inzwischen auch fertig, ich war ja erst etwas erschrocken, wie dick das Buch ist, aber ohne Leserunde hätte ich es wohl in 2 Tagen durchgeschmökert, so toll hat es sich gelesen!


    Ging mir genauso.


    Tereza, du hast bereits bei dem Unterthema „Allgemeine Fragen“ erwähnt, dass nochmal eine „literarische“ Reise nach China geplant hast. Kommt da vielleicht der eine oder andere Charakter aus diesem Buch nochmal vor?

    Wie von mir vermutet, kommen Elsa und Wenrou doch zusammen. Fast muss man Arthur Dreher ja dankbar sein. Weil, wenn er Elsa nicht niedergeschlagen hätte und irgendwo in der Stadt hat ablegen lassen, wären sich Wenrou und Elsa nicht nochmal begegnet.
    Auf den ersten Blick passen die Beiden ja nicht wirklich zusammen: Er, zurückhaltend und feinfühlig und sie, ruppig und geradeaus. Aber anscheinend harmonieren die Beiden ganz gut miteinander. Jetzt hoffe ich natürlich, dass Wenrou lebend aus dem Angriff wieder raus kommt. Momentan sieht es ja nicht so gut aus.


    Von Charlotte hat man in diesem Abschnitt ja nicht so viel gelesen. Die Belagerung hat ihr wohl ziemlich zugesetzt. Eine Schüssel Reis am Tag ist wirklich nicht viel. Aber so wie es aussieht, sind die Hilfstruppen in Peking einmarschiert und die Belagerung ist zu Ende. Nur nach dem Ende dieses Abschnitts teile ich ein wenig die Befürchtungen von Mayi. Wer weiß, ob die befreienden Soldaten wirklich helfen. Wenn sie schon englischsprachige, reich aussehende Chinesen angreifen, ist wirklich zu befürchten, dass es dem armen chinesischen Volk nicht besser gehe wird, egal ob es zum Christentum konvertiert ist oder nicht. Da werden die europäischen Soldaten vielleicht keinen Unterschied machen. Nur dann sind sie nicht wirklich besser als die Boxer. Bin echt mal gespannt, wie die ganze Situation weitergeht.


    Nebenbei erfährt man ja auch noch, dass die Kaiserwitwe geflohen ist. Ich muss schon sagen, dass ich es irgendwie feige von ihr finde. Sie rettet sich und das Volk muss es ausbaden. Dafür bedient es sich an dem kaiserlichen Palast.
    Prinz Duan ist ja ebenfalls geflohen, was Qingbai zunächst nicht wahrhaben will. Aber ich konnte mir schon denken, dass diese Affäre nicht gut ausgeht, denn Prinz Duan ist viel zu egoistisch, um an andere zu denken. Hauptsache er kann sich retten, egal wie. Was aus Qingbai wird ist ihm egal. Wirklich Mitleid mit ihr habe ich aber nicht. Sie ist so herablassend und ichbezogen, dass ihr ein kleiner Dämpfer mal nicht schadet. An ihrem Verhalten gegenüber Wenrou hat man ja direkt gemerkt, dass sie auch nach dem ersten Schock noch kräftig austeilen kann.


    Jetzt habe ich nur noch einen Abschnitt vor mir. Bin gespannt wie das Buch ausgeht!

    Die Pockennarbige muss wirklich einen richtigen Hass auf Charlotte haben, dass sie sie verrät und am liebsten tot sehen will. Es wird ja kurz erwähnt, dass, bevor Charlotte sich der Truppe angeschlossen hatte, Shao Yu immer nett zu der Pockennarbigen war und sein Essen mit ihr geteilt hat. Nach Charlottes Auftauchen hörte er damit auf. Aber das ist doch kein Grund jemanden zu verraten. Bei dem Mädchen liegt wirklich so einiges im Argen.
    Ich war aber doch sehr überrascht, als ich erfahren habe, dass Charlotte schwanger ist. Mit dieser Entwicklung habe ich so gar nicht gerechnet. Das Gute daran ist ja, dass Charlotte wieder mehr Lebensenergie hat, was mich wirklich freut. Zum Glück konnte sie sich – dank Mayi - noch in die Kirche retten, bevor es zu spät ist. Apropos Mayi: Dass sie sich auf Charlottes Seite stellt und ihr auch noch hilft, zu flüchten, hat mich auch sehr überrascht. Ihr Leben war wohl auch nicht so schön, aber im Gegensatz zu der Pockennarbigen lässt sie ihren Frust nicht an Charlotte aus, sondern hilft ihr lieber.
    Wie ich beim letzten Abschnitt noch vermutet habe, sinnt Charlotte wegen Shao Yus Tod auf Rache, was ja leider nicht möglich ist, da der Graf von Ketteler bereits getötet wurde. Das klingt jetzt vielleicht etwas gemein, aber irgendwie hätte ich Charlotte ihre Rache gegönnt. Den Liebsten zu verlieren, ist einfach das Schlimmste. Aber aufgrund ihrer Schwangerschaft hat sie jetzt bestimmt andere Prioritäten.


    Viktoria tut mir unheimlich leid. Solche grausamen Dinge aus der Zeitung zu erfahren und nicht zu wissen, wie es der Tochter geht, ist bestimmt schrecklich. Auch hat sie ein schlechtes Gewissen gegenüber Elsa, was ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen kann, da sie sich doch um sie gekümmert hat, so gut es ging. Gut, vor Elsas Abreise hat sie sich viel mehr Gedanken um Charlotte gemacht. Aber egal, ob Charlotte davongelaufen wäre oder nicht, Elsa wäre nach Peking gegangen.
    Ich finde es nur erschreckend, was in der Zeitung steht und was die Wahrheit ist. Dass war damals ja noch schlimmer als heutzutage (da steht auch viel Müll in gewissen Zeitungen). Als ich die Meldung gelesen hatte, war ich auch erstmal total geschockt, weil ich davon ausgegangen bin, dass es wahr ist. Zum Glück war dem nicht so!
    Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob aufgrund des Berichts sich Jinzi direkt auf die Suche nach Charlotte begibt. Kann ich mir gut vorstellen, denn er liebt seine Tochter über alles.


    Für mich war der Waffenstillstand am Ende des Abschnitts auch sehr überraschend. Was wird wohl damit bezweckt? Momentan scheinen wohl beide Seiten davon zu profitieren, denn der Tauschhandel scheint zu florieren. Momentan ist es wirklich interessant zu wissen, wie und ob es mit dem Krieg weiter geht. Irgendwie ist gerade alles ein wenig in der Schwebe.

    Na ja, im Prinzip brauchte er sie bloß zu seiner Zweitfrau zu machen. In dieser Rolle konnte sie dann theoretisch die erste Frau verdrängen. Man hätte nur Wenrou irgendwie aus dem Weg schaffen müssen.


    Viele Grüße


    Tereza


    Hört sich recht plausibel an. Und bei Quingbai muss man meiner Meinung nach wirklich damit rechnen, dass sie über Leichen geht. Bin wirklich gespannt wie dieser Erzählstrang weitergeht.