Beiträge von Phy

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    Phy : Die Erde bevölkert von lauter Gambler-Zombies, das gefällt mir! :verrueckt: Und mittendrin der böse Thad als einziger überlebender Normalo, weil er sich irgendwo in einem Gully verkrochen hat, während die Hewitts zugange waren. Für den Rest seines (vermutlich ziemlich kurzen) Lebens kann er sich dann damit vergnügen, sich seinen Weg durch die anstürmenden Gambler-Zombie-Horden freizuhauen. Aber da er dabei ja immerhin keine Konkurrenz hat, dürfte ihm das ganz gut gefallen. :banane:


    Dann fühlt sich Thad wie in "I'm Legend" ::)

    Das fände ich nicht nur wahnsinnig schade, sondern auch wahnsinnig problematisch. Erenis steigt in den Diskurs ein: Ihre Umgebung hält den stärksten, lautesten für den "richtigsten" Mann. Sie fordert genau diesen heraus, in einem Kampf, in dem sie scheinbar unterlegen sein müsste. So wird der Diskurs zwar nicht aufgebrochen, aber zumindest ins Wanken gebracht.


    Natürlich wäre es schade wenn sie irgendwann einen findet der sie besiegt. Aber ich denke, dass sie sich einem "Meister" fügen würde. Was würde ihr auch anderes übrig bleiben, wenn sie jemandem begegnet der ihr überlegen ist? Nur wird dieser kein rumbrüllender Dorftrottel sein der sich für den größten hält. Denn um sie zu besiegen benötigt man offensichtlich eine gute Ausbildung.
    Und durch das in Aussicht stellen, dass sich Kaskir nehmen kann wonach es ihn verlangt solang er stark genug ist macht sie deutlich, dass sie das Gesetzt des Stärkeren akzeptiert. Natürlich hat sie eine unglaubliche Selbstsicherheit, sie kann davon ausgehen, dass sie die Stärkere ist.
    Wenn ich genau darüber nachdenke sucht sie sich ja tatsächlich Dörfer aus in Hinblick darauf, dass sie dort keine richtigen Krieger finden wird. Woanders könnte sie ja durchaus auf jemanden treffen der stärker als sie ist. Hm.. ??? Nun bin ich mir nicht sicher, ich denke nun eher, dass ihre Absicht tatsächlich eher darauf ausgelegt ist Unruhe zu stiften.


    Das Frauenbild ist leider nicht nur in dieser Zeit rückständig. Warum ist es eindrucksvoller, wenn sie Männer in Schranken verweist und dabei begehrenswert ist?


    Wenn sie ein Mädchen mit zusammengewachsenen Augenbrauen wäre würde man sie sicherlich nicht so extrem wahrnehmen. Die Provokation findet schon statt wenn sie stumm in das Dorf schreitet. Es ging mehr eher darum, dass sie ihren Körper in dieser Hinsicht bewusst einsetzt. Sie könnte sich ja auch dezenter kleiden.


    Eines habe ich auch noch vergessen zu schreiben, was daran liegt, daß ich inzwischen schon ein paar Bücher von Tobias gelesen habe: der Schreibstil und die Sprache sind auch hier wieder sehr bildhaft und toll.
    Das fängt schon bei dem ersten Satz an: "Wie ein Schwarm goldener Schmetterlinge tanzte das Licht über dem Fluss, und in diesem Licht sah Stenrei sie zum ersten Mal."


    ... und schwupps, habe ich schon die komplette Szene vor Augen.


    Da stimme ich Dir absolut zu. Die Bilder die Tobias in den Köpfen seiner Leser zeichnet sind fantastisch und es ist unglaublich eindrucksvoll dass ihm dies mit seiner Sprache immer wieder gelingt.

    Lass Dich nicht hetzen, ich schaue in all eure tollen Kommentare rein, egal, wann sie eintreffen! :klatschen:


    Das ist beruhigend. Aber den Stress habe ich mir ja selber gemacht. Warum komm ich auch auf die Idee kurz vor der Klausurenphase an Leserunden teilzunehmen? Ach ja... es waren so gute Bücher im Angebot! ;D
    Nur blöd wenn man dann auch noch viel für die Uni lesen muss :lesen:



    Stimmt, die beiden sind sich nicht unähnlich in der Art und Weise ihrer Kampftechniken. Wahrscheinlich ist diese spezielle Gewandtheit und Schussstärke einfach typisch für Wesen, die in der Natur, hier also speziell in den Wäldern, groß werden und leben. Das geschickte, schnelle und dennoch leise Pirschen und Klettern und schließlich das zielgenaue Schießen bei der Jagd ist in solcher Umgebung einfach unabdingbar. Die beiden würden sicherlich auch ein super Team abgeben... :daumen:


    Arlequins Verhalten erscheint mir auch recht natürlich. Ich mag ihn besonders wegen seiner Naturverbundenheit.
    Schön fand ich auch wie er davon Sprach dass der Steppenstampfer gut gekämpft hätte. Es erschien mir so als würde er dem Tier die notwendige Anerkennung zukommen lassen und die Jagd damit zusätzlich legitimieren.
    Dass er, aufgrund seiner Lebensweise, solche Eigeneschaften erlernt hat erscheint dann auch völlig natürlich.
    Allerdings habe ich zwischendurch den Eindruck dass er ein wenig eingebildet ist... Wobei eingebildet hier nicht passend ist. Er weiß um seine Besonderheit, behandelt andere jedoch nicht völlig von oben herab.
    Er ist wie ein sehr kluger Mensch der auch einem weniger wissenden Menschen gerne noch erklärt warum der Apfel vom Baum fällt ohne den unwissenden dabei weniger wertzuschätzen. Und vermutlich ist Arlequin auch tatsächlich sehr klug und hat auch ein unglaubliches Wissen über viele Dinge.


    Genau, so wie die Reaktionen der Dörfler geschildert werden, reagieren die Frauen alle eher negativ auf sie, nur die Männer bewundern sie - wohl mehr wegen ihres Aussehens und Auftretens als wegen ihrer Kampfkünste ;)

    Na dann sind wir uns ja einig dass sie, falls sie diese Intention verfolgt, nicht sonderlich erfolgreich ist.
    Vermutlich kam mir die Idee, weil mir ihre Rolle besser gefällt als die der anderen Frauen. Zusätzlich habe ich wohl zu viel von den Menschen, die in diesen Dörfern leben, erwartet.




    Schürt sie aber nicht eher damit den Hass auf Frauen und bestärkt die Männer noch darin, ihre Frauen besser unten zu halten, damit sie nicht so werden wie Erenis? Außerdem glaube ich, daß die Frauen sie eher nicht bewundern, sondern sie vielmehr beneiden und eifersüchtig betrachten, weil sie so sexy und selbständig ist. Frauen sind nunmal so :P

    Urks. Ja da sagst du etwas. Viele Frauen sind so.
    Allerdings kommt das in meinen Augen aus der eigenen Unzufriedenheit und wenn man ausreichend über eigene, insbesondere über solche beneidenden und eifersüchtigen, Gedanken reflektiert sollte einem auffallen dass der Grund dafür in einem selbst liegt. Solange man selbst mit sich zufrieden ist kommt auch weniger Neid und Eifersucht zustande, denke/hoffe ich. Zumindest beobachte ich dies bei mir selbst. Je zufriedener ich mit mir selbst bin desto gelassener nehme ich Erfolge/Vorzüge anderer Menschen hin und kann diese dann auch entsprechend wertschätzen - ein wunderbarer Nebeneffekt ist auch: man ist insgesamt zufriedener und ärgert sich weniger.
    Beispielsweise habe ich sehr lange Haare und begegne selten Menschen die längere haben. Wenn dies doch mal der Fall ist habe ich die Wahl ob ich darauf nun negativ (wie die Dorffrauen auf Erenis) oder positiv in meinen Gedanken reagiere und das hat, denke ich, stark mit meinem Selbstbild zu tun. Wenn ich zufrieden und glücklich mit mir selbst bin sind meine Gedanken eher anerkennend und bewundernd.
    Ich meine also, dass die Dorffrauen unzufrieden sind und deswegen negativ auf Erenis reagieren.


    Versteht man was ich mir da wieder zusammenreime? :-[ Ich fürchte ich rede/schreibe verwirrendes Zeug ???

    Na ja... es ist seine erste Freundin, da darf man etwas unbeholfen sein. Ich finde die zwei goldig. Mady beweist sehr viel Stärke, dass sie ihm Zeit lässt und nicht einfach knutschend über ihn herfällt. ;D


    *gg* Ja es ist halt Geschmackssache.
    Und ich glaubte bisher dass auch Mady recht wenig Erfahrung in Sachen Liebesbeziehung hat. :-\


    Stenrei stellt sich dann aber auch bald die entscheidende Frage: was hat sie davon? Sie verlangt keinen Gegeneinsatz in ihren Kämpfen, geht es ihr also nur ums Töten? Über diese Frage grüble ich nun schon die ganze Zeit. Sie macht aber nicht den Eindruck, als würden ihr diese Siege besonders viel bedeuten, sie triumphiert nicht, freut sich nicht, eigentlich zeigt sie überhaupt keine sonderliche Reaktion, wenn der Gegner tot ist, sammelt sie ihre Sachen ein und zieht weiter. Wenn man sie gehenlässt, ist es gut, wenn nicht, gibt es eben noch mehr Tote.
    Ich hab mir schon überlegt, ob sie eine Aufgabe zu erfüllen hat, so was wie "Töte 1000 Dorftrottel und du steigst in den nächsten Rang auf" oder so :P


    Vielleicht versucht sie dadurch die Dörfler aufzurütteln?
    Wenn ich es recht verstehe ist das Frauenbild in dieser Zeit aus unserem Blickwinkel noch etwas rückständig. Frauen erscheinen mir eher unterdrückt.
    Vielleicht möchte sie damit aufräumen und sich so die Zeit vertreiben? Sie beweist damit weibliche Stärke und weist die Männer in ihre Schranken zurück. Dabei ist es noch eindrucksvoller da sie offensichtlich sehr begehrenswert für Männer ist.

    Also ich hab irgendwie schon Vermutet das Hewitts und Gambler irgendetwas miteinander zu tun haben. Ich meine das sind die einzigen Wesen die anders sind als das was wir kennen.
    Ich finde es nun spannend dass der Hewitt anscheinend eine Verbindung mit Danny eingeht. Und ich habe mich auch schon ewig gefragt was die Hewitts überhaupt wollen und konnte mir ja nicht vorstellen, dass ihr einziges Ziel das töten der Menschen ist.
    Nun kommen wir dem tatsächlichen Ziel der Hewitts Angriff auf die Spur.
    Offensichtlich hatte es dieser Schwarm nur auf Danny abgesehen, denn der Hewitt ist direkt an Val vorbei zu Danny.


    Admiral Jennings halte ich inzwischen tatsächlich für "übermenschlich". Elaines Beobachtung wie er so unglaublich schnell Danny aus der Pilotenkapsel holte zeigen nur dass er tatsächlich nicht normal ist. Und seine unglaublichen Bemühungen um Danny empfinde ich ebenfalls eigenartig. Natürlich kann man nun argumentieren dass Danny nunmal die einzige Hoffnung ist, allerdings scheint es mir so als habe Jennings persönliches Interesse an Danny.
    Meine Theorie ist demnach so, dass Jennings ein Gambler ist und seine Position erhalten hat um die Interessen der Gambler zu vertreten und Verhandlungen mit ihnen leichter zu gestalten.


    Bei Danny bin ich nun gespannt wie er wieder aufwacht.
    Ob er tatsächlich anders ist oder ob man ihm die Veränderungen nicht anmerkt. Es erschien mir so als wäre der Kampf mit dem Hewitt mental abgelaufen und es hatte für mich den Eindruck als hätte Danny zumindest eine winzige Chance. Ich glaube auch zunächst, als sich der Hewitt von ihm löste, dass Danny gewonnen hätte. Aber anscheinend hat der Hewitts lediglich etwas in Gang gesetzt und ist nicht selbst eingedrungen.


    Was Mady und Danny angeht sage ich nicht viel. Ich bin eh selten ein Fan von kitschig romantischen Szenen und demnach war es mir natürlich zu viel ;D Ärgerlich empfand ich dabei vorallem dass es viel jugendlich kitschiges an sich hatte und die beiden eher wie 13 oder 14 Jahre auf mich wirkten und nicht wie junge Erwachsene.
    Allerdings wird dem Leser durch Mady eine Protagonistin an die Hand gegeben mit deren Schmerz der Leser mitfühlen kann und der nicht nur rein auf Dannys Fähigkeiten ausgelegt ist. Denn so sehr Elaine sich auch bemüht, in meinen Augen liegt ihr Fokus auf den Fähigkeiten von Danny und auf der Sicherheit für die Erde, die durch seinen Verlust nicht länger gewährleistet wäre. Gäb es mehr Piloten die in der Lage dazu wären, würde ihr Danny vermutlich nicht so sehr am Herzen liegen.


    Spannend ist auch ob die Hewitts nun noch einmal angreifen werden. Oder wird nun durch Danny das erzielt was ihr Vorhaben war.
    Und irgendwo müssen sie ja herkommen, denn der erste Schwarm hat ein Signal abgegeben woraufhin weitere Schwärme kamen.
    Vielleicht sind sie die Ableger einer Spezies die nach und nach andere Systeme einnimmt. Die Wesen die stark genug sind werden von ihnen übernommen, der Rest stirbt. Dann würden wohl bald nur noch Gambler leben, welche von Hewitts gesteuert werden (Zombies! :D)
    Mal abwarten wie es weiter geht...

    Ich hab heute auch endlich den Abschnitt zu Ende gelesen.... :-[


    Den Gegensatz fand ich auch sehr krass - und gut.

    Das fand ich besonders toll beschrieben, da ich zunächst glaubte Reyven bereite sich noch innerlich auf den Angriff vor und träume halt von seinen (noch) weit entfernten Eltern. Und *bäm* erwacht man gemeinsam mit Reyven und sieht welches Unheil er angerichtet hat. In meinen Augen hat er es ja eindeutig übertrieben. Effektiv war es allerdings.


    Cholmec macht mir wie den meisten von Euch auch große Sorgen. Ich denke aber dass es jedem der Gefährten so gehen kann sobald sie nur ausreichend Zorn zu lassen. Ich fürchte dass Zorn der Schlüssel für Malvellanz ist um in die Köpfe einzudringen. Oder, so wie wir es zuvor bei Yanto gesehen haben, man nimmt selbst Kontakt auf.
    Zum Glück ist es Cholmec im letzten Augenblick gelungen das richtige zu tun.



    Wer der ominöse Gast gleich zu Beginn dieses Abschnitts ist, ist mir immer noch nicht klar, nach Malvis hört sich das eher nicht an. Oder doch? Einen kurzen Moment habe ich überlegt, ob er sich selber in der Zukunft begegnet, oder in der Vergangenheit oder irgendwie so.

    Das habe ich auch schon überlegt... Ich bin aber noch zu keiner festen Idee gekommen wie es nun sein könnte.


    Ein wenig eigenaritg fand ich, dass die Gehilfen von Malvellanz so leicht auszuschalten waren. Beide wurden zwar überrascht, aber ich hätte sie doch für deutlich mächtiger/stärker/umsichtiger gehalten und vermutet dass unsere Gefährten ein wenig mehr zu kämpfen hätten.


    Bei der Beschreibung wie Arlequin durch die Felswand hüpft und im Sprung Pfeile abschießt musste ich an Legolas denken :-[
    Allerdings fand ich die Beschreibung wirklich schön und gelungen, es hat nocheinmal besonders gezeigt dass Arlequin um ein vielfaches besser in der Natur zurecht kommt und hat seine enormen Kletterfähigkeiten betont.

    Für mich steht auch klar fest dass der Admiral ziemlich tief drin steckt.
    Das was er am Ende zu Danny sagt zeigt es ganz deutlich. Danny nimmt ihm die Entscheidung ab ob er andere Gambler dazu bringt/zwingt sich als Piloten zu Verfügung zu stellen. So habe ich das zumindest verstanden.
    Ich hoffe wir erfahren hier noch genaueres welche Position der Admiral tatsächlich belegt. Ich denke dass dies mit der endgültigen Aufklärung was die Gambler sind Hand in Hand gehen wird.


    Mir ging Dannys psychische Heilung etwas zu schnell bzw. denke ich nicht dass er tatsächlich geheilt ist. Ich fürchte eher dass er die Wunde nur mit seinem Verantwortungsgefühl überdeckt.

    Oh ich bin unglaublich begeistert.


    Besonders angetan bin ich von Erenis. Stenrei dagegen empfinde ich nur als denjenigen durch den wir auf sie Blicken, denn unser Leben ist soweit von ihrem entfernt wie Stenreis Leben.


    Ich finde ihre sexuelle Ausstrahlung faszinierend. Einerseits denke ich macht sie dies mit Absicht und genießt es von den Männern und Frauen auf diese vorurteilsbehaftete Weise angesehen zu werden, andererseits scheint es ihr egal zu sein, wenn ihr Auftreten negative Auswirkungen hat.
    Auf S.23 wird sie als "Männerverderberin" bezeichnet und es gefällt ihr. Das finde ich sehr spannend und ich hoffe sehr dass wir noch erfahren wie sie sich selbst sieht. Bisher erhalten wir ja lediglich einen Blick von außen auf sie. Sie scheint aber in jedem Fall ein ziemliches Sexobjekt zu sein. Dies zeigt Kaskir ja als er meinte er würde lieber andere Dinge mit ihr tun.
    Ihre Reaktion empfinde ich besonders spannend: "Dann komm her und nimm dir, wonach es dich verlangt." (S.20) Sie macht deutlich, dass ein richtiger Mann sich nimmt was er will. Und ich glaube wenn es ein Mann bei ihr tun könnte (sich neben was er verlangt), würde sie sich dem auf fügen. Sie scheint die Herrausforderung zu suchen.


    Stenrei erscheint mir zeitweise wie ein kleiner Junge und in diesem Zusammenhang auch wie ein ziemlich naiver Heranwachsender. Besonders deutlich wir sein "Kind sein" gezeigt als er mit seinem gefundenen Schwert durch die Gegend stolziert (S.74) und schließlich in das Dorf kommt und seine Stimme verstellt (S.77). Das Schwert ist für ihn ein deutliches Zeichen des "Mann sein" und die tiefere Stimme ebenfalls. Kinder nutzen bei ihren Rollenspielen ab einem gewissen Alter bestimmte Requisiten. Dann muss man zum Pirat spielen tatsächlich eine Augenklappe haben! Und so empfinde ich Stenreis Verhalten: Er spielt er wäre ein Mann!
    Durch das Waffenverbot wird ihm natürlich durch die Gesetzmäßigkeiten das Schwert als Symbol festgelegt, aber er macht sein Erwachsenensein zusätzlich noch deutlich durch die verstellte Stimme. Dies alles zeigt für mich, dass Stenrei noch ganz und gar kein Mann ist, sondern viel mehr noch ein Kind/Heranwachsender und einfach nur "so tut als ob".

    Zu Val:


    Vielleicht kann man sich das so erklären, dass sie die ganze Zeit vehement ihre Meinung/Ansicht vertritt. Langsam sickert in ihr Bewusstsein jedoch wie falsch das ist. Sie will sich das nicht eingestehen (man stellt ja ungern fest dass man ziemlich auf dem Holzweg war) und vertritt deswegen ihre Meinung noch radikaler (auch um es sich selbst zu beweisen). Letztlich bröckelt ihre Überzeugung aber immer mehr und sie versucht auch sich selbst immer wieder davon zu überzeugen ohne dass sie es richtig merkt. Aber irgendwann macht es *klick* und sie kann sich frei machen von ihrer vorherigen Einstellung und hört auf sich selbst zu belügen. Dieses *klick* kam bei ihr wohl als Ellie sie aus dem Hangar geworfen hat.

    Zum Thema Elaine und vor versammelter Mannschaft etwas machen:
    Vielleicht ist das in diese Zukunftsversion auch einfach so üblich? So wenig sich dies heute gehört könnte es da zu 100% normal sein.
    Früher hätte man die Hände über den Kopf zusammen geschlagen wenn man Zukunftsversionen gelesen hätte in denen so wenig religiöser Unterricht stattfindet wie es heutzutage der Fall ist. :)


    Mir ging es bei der Anmerkung zum Thema Einleitung eher um Leute die ein wenig Zeit zwischen den Bände vergehen lassen. Ich wusste auch nicht, dass alle 4 gleichzeitig erschienen sind. Das lässt die Verlagsentscheidung es auf 4 Bände zu verteilen noch eigenartig auf mich wirken. ???


    Mitten in einer Reihe einzusteigen würde ich allerdings als sehr komisch empfinden. :)

    :o Wir fallen ja richtig wieder mitten rein in die Geschichte! Für uns ist das nicht so schlimm, aber wenn der dritte Teil ein wenig zurück liegt würde mir hier eine Mini-Einleitung fehlen. Dies liegt aber sich an der vom Verlag verlangten Trennung oder?


    Endlich passiert mal etwas in Richtung "Aufklärung". Aber das Vorgehen von Elaine erscheint mir sehr extrem und stark von Emotionen geleitet. Unglaublich dass sie vor versammelt Mannschaft einen der beiden Täter zu Boden schlägt :o Darf sie das? Ist das in diesem Militär erlaubt?
    Auch ihr Umgang mit Chief Prent ist heftig. Diese drei Menschen hat sie damit ziemlich an den Pranger gestellt. Das empfinde ich reichlich eigenartig und sehr vorschnell gehandelt.


    Vals Auftritt fand ich toll. Endlich entwickelt sich jemand von Schwarz zu Weiß. Ellie hat dies ja auch schon teilweise vollzogen, jedoch finde ich es bei Val nun wesentlich deutlicher, da sie viel weiter auf "der dunklen Seite" (Man merkt dass derzeit wieder Star Wars im Fernsehen läuft ;D) stand.


    Nun hoffe ich dass Danny bald mal wieder auf die Beine kommt. Und ich erwarte in diesem Teil die finale Aufklärung wer/was die Gambler sind, wo sie herkommen und wie diese Mutation zustande kam. In meinem Kopf gibt es schon die wildesten Theorie inkl. Verknüpfungen zwischen Hewitts und Gamblern (es wurde immernoch noch kein Gambler angegriffen ;))


    Admiral Jennings ist meiner Vermutung nach ein Gambler!
    Falls nicht ist er zumindest stark in die ganze Entwicklung mit den Gamblern verwickelt.

    Vor dem Start in den vierten Teil habe ich lieber gleich meine Rezi geschrieben. :)



    Rezension:


    Auch im dritten Teil der Gambler Reihe steht der Protagonist Danny Sims im Vordergrund. Er wird weiterhin mit der Gefahr der Hewitts konfrontiert, jedoch ist auch das soziale Gefüge und das Intrigennetz eine enorme Belastung für den jungen Gambler.


    In Teil 3 wird deutlich dass der Fokus der Autorin auf dem sozialen Gefüge der Erdorbitalstation liegt. Hier wird der bereits in negative Erscheinung getreten Thad Thorsnburg weiter als deutlichster Kontrahent des jungen Gamblers ausgebaut, wobei sein Charakter keinerlei Schattierungen erhält. Leider ist diese Figur rein negativ geprägt. Im Verlaufe der Geschichte fragt man sich als Leser teilweise wie realistisch die fanatischen Gedanken von diesem Offizier tatsächlich sind.


    Ein weiterer sozialer Aspekt ist die Freundschaft die sich unter den jungen Soldaten entwickelt. Hierbei steht besonders die Beziehung zwischen Mady und Danny im Vordergrund und birgt für Danny großes Konfliktpotenzial.


    Die Hewitts spielen keine zentrale Rolle, sie dienen lediglich dazu einen Rahmen für die sozialen Konflikte innerhalb der beiden Teams zu schaffen. Wer darauf hofft, dass der dritte Teil mehr über diese Spezies offenbart und diese zum zentralen Objekt seiner Handlung macht wird enttäuscht. Die sozialen Konflikte und deren Bewältigung stehen klar im Vordergrund. Das Science-Fiktion Setting ist weiterhin nur Beiwerk und nicht zwingend notwendig, die Geschichte könnte an einem anderen Schauplatz ähnlich stattfinden.


    Abschließend lässt sich sagen, dass der dritte Teil der Geschichte seinen Vorgängern ähnelt und die Geschichte weiter in diesem Fluss läuft. Demnach kann man durchaus festhalten: Wer die ersten Teile unterhaltsam empfand wird auch in „Gambler Zyklus 3 -Schwärme“ auf seine Kosten kommen und sollte die Geschichte weiter verfolgen.