Beiträge von Dagmar Trodler

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    Hej Miramis,


    danke Dir für das Bildchen und die nette Begrüßung!
    Ganz recht, das Buch ist der zweite Teil zu "Rose von Salerno" - ich fand die Geschichte von Robert Guiscards Tod und den Umständen, wie er gestorben ist, so interessant, daß ich darüber schreiben musste.
    Und den Rüpel Gérard de Hauteville hab ich inzwischen richtig liebgewonnen ;)


    Ein schöns Wochenende,
    Dagmar

    Hallo an alle!
    Nach langer Abwesenheit und ein halbes Leben später ist nun mein aktuelles Buch erschienen:
    http://www.amazon.de/Die-Toten…oks&qid=1251399630&sr=8-1
    (ich bin leider immer noch zu unbedarft um Bilder einzufügen)


    "Salerno im Jahre 1085. Brütende Hitze liegt über der süditalienischen Stadt, als die junge Heilerin Ima von Lindisfarne an den apulischen Hof gerufen wird. Schlechte Nachrichten sind aus dem byzantinischen Kriegsgebiet eingetroffen - Herzog Robert Guiscard liegt im Sterben. Sein letzter Wunsch ist es, die geliebte Gattin bei sich zu haben. Und Ima soll die Herzogin auf dieser gefährlichen Reise begleiten. Gérard de Hauteville, niedriggeborener Ritter in Diensten des Herzogs, gelingt es nicht, Ima zurückzuhalten, und so folgt er ihr, um seine heimliche Liebe wenigstens zu beschützen.


    Als die Reisenden Roberts Heerlager auf Kephalonia erreichen, kann Ima nur noch das Sterben des Herzogs begleiten. Eine unfassbare Intrige überschattet den Tod des Apuliers und stellt Imas und Gérards Liebe auf eine dramatische Probe. Unter barbarischen Kriegern allein auf sich gestellt, muss sie das gewagteste Spiel ihres Lebens spielen ... "



    Vielleicht ist es für manche so eine Sache, sich so intensiv mit einem Sterbenden und seiner Leiche auseinander zu setzen.
    Aber wenn des Guiscards Chronistin Anna Komnena ein extra erwähnenswertes Thema draus macht, ist es mir erst recht eine Geschichte wert.
    :) Viel Spaß beim Schmökern!
    Dagmar

    Ich hab sehr wenig Zeit - aber vergangene Woche war ich tatsächlich mal auf der Lesung einer Kollegin :)
    Sie ist Isländerin und schreibt in einem Genre was ich eigentlich überhaupt nicht lese: Krimis.
    Aber ich wollte sie kennenlernen und isländisch hören.
    War ein toller Abend! Es stellte sich heraus, daß sie am Staudamm Kárahnjúkan die Chefin des Mannes meiner Freundin ist, die Welt ist ein Dorf.
    Außerdem - andere kochen auch nur mit Wasser, lernt man da, und einiges mehr ... und ich hab trotz meiner Krimiaversion beide Bücher gekauft, und bestimmt lese ich sie auch.
    Hat mir so gut gefallen, daß ich wohl nun öfter mal einen Lesungs-Ausflug machen werde. :)

    Ich wusste immer, daß ich Snaedis/Imas Geschichte erzählen möchte.
    Das wusste ich schon im zweiten Band meiner Trilogie, als das Kind geboren wurde.
    Die Protagonisten der Trilogie sind jedoch so übermächtig, daß mancher Leser es mir kaum verzeiht, keinen vierten, fünften und 93. Band geschrieben zu haben (ehrlich - ich werde SO oft gefragt wann es denn endlich weitergeht und kaum jemand versteht, daß ich mich einfach davon lösen möchte), daher hab ich mich sehr früh entschieden, eine neue Geschichte zu beginnen - die, die ich erzählen wollte, aber ohne Präliminarien, was zuvor gewesen war und wer mit wem.
    Ich wusste auch sehr früh, daß Ima sich mit ihrem Vater aussöhnen würde.


    Für mich ist das eine eigene Geschichte mit eigenr Dramatik und ziemlich anderer Sprache - auch wenn manche Leser es als lahmen Aufguß sehen - aber da hätte ichs mir weitaus einfacher machen können.
    Aus heutiger Sicht: nie wieder ne Trilogie solchen Ausmaßes schreiben ???

    Ich glaube, Sicaildis von Salerno war unique. Irgendwo hab ich gelesen, daß die sogar gekämpft haben soll.
    Aber Frauen hatten ja durchaus Macht - Kaiserin Agnes ist ein gutes Beispiel. Ihr Mann Kaiser Heinrich nennt sie in den Urkunden "Notwendige Gefährtin" (es gibt dazu ein gutes Bch von Kurt-Ulrich Jäschke, meinem alten Prof),und sie hat unglaublich viele Schenkungen und Donationen gemacht - Schenken und jemanden bedenken oder bevorzugen (!) war ein Faktor von Macht, weil es Abhängigkeiten und Bündnispartner schafft.
    Kann man sich heute nicht mehr vorstellen.
    Mehr Erwähnung ist glaub ich, kaum möglich - man muss dennoch davon ausgehen, daß Agnes wirklich mächtig war. Sicaildis auch, sie hat für ihren Sohn Roger gekämpft wie eine Löwin (obwohl Bohemund eigentlich der geeignetere Herrscher war, aber aus 1.Ehe stammte und daher den Herzog nicht beerbte) und auch viel geschenkt.


    Frauen in der Versenkung verschwinden machte man nicht - man fand heraus daß man zu nah verwandt war und ließ die Ehe anullieren. Hat Robert ja in erster Ehe so gemacht. Die erste Ehefrau wurde großzügig abgefunden und blieb ihm wohl verbunden.
    Ich denke, Sicaildis war für den Guiscard die perfekte Ehefrau. Sie hat eine ähnliche Attitüde,weiß was sie will, ist mutig, tapfer, fruchtbar (sic!) ... die beiden waren 28 Jahre miteinander verheiratet und man hat das Gefühl, daß sie sich vielleicht sogar geliebt haben.
    Auch wenn es Stimmen gibt die meinen, daß sie ihren Mann auf Kephallonia vergiftet hat.
    Ich wüsste nicht, wieso sie das hätte tun sollen.
    :)

    Das Wort Hexe kam erst weitaus später auf, um 1400. Ich verwende lieber die Begriffe Zaunreiterin (Hagazussa) oder schlicht Zauberin, weil der Begriff Hexe irgendwie gefärbt ist.
    Verrückte oder närrisch Gewordene hatten in der Frühzeit des MA noch ne Art "Narrenfreiheit" - die fielen erst dem hype der Hexenhysterie zum Opfer.


    Stimmt mit dem Namen der Schwester.
    Überdies spielt sie nun so gar keine Rolle - wozu ein Name?
    Mit dem Namen bringt die Person Nähe - will man nicht immer.

    Hm.
    Kennt ihr das Gefühl nicht, jemanden zu kennen und doch nicht zu kennen?
    Ich habe das oft, auch bei wildfremden Menschen - die mir irgendwie vertraut vorkommen. Obs aus einem anderen Leben ist? ;D
    Er hat sie im Heerlager gesehen und ihren Zopf angefasst.
    Er hat sie in Rom wiedergesehen.
    Er hat in Salerno diesen Zopf gesehen.


    Nein, ich bin überzeugt, daß Gefühle, Erinnerungen und etwas, was wir nicht erklären können, Blitze im Kopf verursacht.
    Und manchmal macht der Blitz so starkes Licht, daß wir verstehen.

    Ja, so ist es, er ist Imas Vater und eine Figur aus den anderen Büchern.
    Für mich hat er in dieser Geschichte jedoch zuwenig Bedeutung, als daß er einen Namen bekäme, bzw er hat schon Bedeutung, doch durch die Namensnennung würde sie zuviel Gewicht bekommen.


    Namen stellen Nähe dar - in der Regel hat man zuviel Nähe durch zuviel Namen - mich zumindest verwirrt das.
    Ich lasse Namen daher gerne weg und halte die Anzahl der benamten Protagonisten in Grenzen.
    Bin auch der Meinung, daß zB Dienstboten in einer Geschichte nicht zwingend einen Namen brauchen, weil sie für die Handelnden zu weit weg sind.


    Der Bote ist eine sensible Person. Ima will die Nähe zu ihm nicht, weil sie übelnimmt (wie übrigens viele Leser auch ;D die mit der verrücktgewordenen Mutter nicht klarkommen) und nicht an früher erinnert werden will. Die aufgestaute Enttäuschung (daß der Vater sie verlassen hat) ist größer als die Freude ihn wiederzusehen.
    Das ist sicher diskussionswürdig - aber mein Gefühl war einfach so.
    Menschen können ein Leben lang so übelnehmen, daß das Wiedersehen einer Kühlschranktür gleicht und eine Versöhnung so unmöglich ist wie Eis im Sommer.
    Umso anrührender ist die Krankenwache des Boten - einst hatte er Ima als Säugling auf seinen Armen ins Leben herübergerettet, und nun tut er es wieder, genauso stumm, zerknirscht und voller Hingabe.


    Kennt man die Vorgeschichte, gibt es Facetten zu entdecken, kennt man sie nicht, finde ichs nicht schlimm.
    Es gibt sooo viele Geschichten und persönliche Dramen, deren Namen und Hintergründe wir nicht kennen ...


    So wie ich das verstanden habe ist Thierry doch unten herum genäht worden oder? Vielleicht hab ich das auch falsch gelesen.


    Nein, man hat "ihm"ene Art Vaginalpackung verpasst. Ich habe dieses Rezept in Trotas Buch gefunden und fand es amüsant weil Badeärzte sowas heute noch praktizieren. In unserer Klinik nahm man warmes medizinisches Moor in Plastiktütchen dafür (und behandelte zyklische Unterleibsschmerzen damit).


    Die "Packung" enthält beruhigende Substanzen, die deutlich gesprochen das Lustgefühl nehmen. Die Nonnen haben, so liest man in Trotas Buch, sich selbst verletzt, wenn die Lustgefühle zu stark wurden. Thierry hat ja auch einen Befund, es also versucht, und als er es nicht ausreichend bekämpfen könnte, ging er zu der Ärztin.
    Ich fand unglaublich interessant, daß sich jemand Gedanken machte, wie man dieses natürliche Phänomen einfach erträglich gestalten kann.


    Übrigens hat es mir viel Mühe bereitet mir vorzustellen, daß es für einen mittelalterlichen Menschen einen affront darstellt, allein sterben zu müssen! Ich habe viele Sterbende in meinemLeben begleitet, und ich war immer froh, allein mit ihnen zu sein, froh um Ruhe und Stille und habe den Krach von draußen furchtbar gefunden.
    Im Mittelalter war das wohl anders - der, der alleine sterben musste, war ein bedauernswerter Tropf.
    GANZ komisch.


    Der Abschied von Imas Vater ist mir sehr hart gekommen, weil vieles aus der alten Geschichte in mir hochwallte. Ich konnte ihn einfach nicht mehr sprechen lassen. "Die Tage des Raben" haben mich beim Schreiben erwachsen werden lassen und es liegt viel Herzblut in dem Buch.
    Jedes weitere Wort von ihm wäre in Kitsch ausgeartet und ich HASSE Kitsch wie die Pest.

    Warum ist es so ungewöhnlich wenn eine Frau einen Mann sexuell benutzt?
    Ima ist schließlich keine Jungfrau mehr und wäre um ein Haar Ehefrau geworden. Fremd ist der nichts.
    Ich glaube auch nicht daß Koketterie ein Phänomen der Neuzeit ist.
    Und Zickigkeit schon gar nicht. ;)


    Was hätte es an den Toren von Salerno für Möglichkeiten gegeben?
    Sie hat schon in Rom, als sie sich einverstanden erklärte, daß er sie nach Salerno begleitet, gewusst, daß in Salerno Endstation ist. Sie hat ihn benutzt, als Reisebegleiter, als männlichen Schutz, vielleicht auch als Zerstreuung.
    Auf der Reise wurde mehr daraus, das liegt in der Natur der Sache wenn man 24 Stunden aufeinanderhockt und beinah alles teilt.
    Das bereitet ihr Probleme - das Leben wäre einfacher geblieben, wenn sie Gérard weiter blöd gefunden hätte ;D doch leider offenbart er ja ausgesprochen schnuckelige Züge (ich jedenfalls bin ihm auf dieser Reise völlig verfallen :-[ )


    Es gibt Menschen, denen fällt es leichter, heftige Schnitte zu machen, bevor sie sich emotional verstricken.

    Thierry wurde nichts angetan. "Er" ist auch auf Reisen - versucht "seinem" Geliebten zu folgen, der ins heilige Land gegangen ist. Eine völlig unmögliche Liebe ...


    Die meisten Leser kennen meine anderen Bücher, dann wird es etwas klarer. Imas Vater ist beim englischen König in Ungnade gefallen und wurde verbannt. Für ihn als Mann von edelster Geburt ist dieses Leben in Verbannung SO un-lebenswert, daß er es vorzieht, seine Sippe zu verlassen und wie ein namenloser Söldner in der Welt sein Glück zu suchen (was ihm als Vertrauter des Guiscard ja auch gelingt). Bis Ima ihm sagt was mit derMutter ist, weiß er gar nicht daß sie wahnsinnig geworden ist. Sie hatte sich mit der Verbannung ja auch abgefunden und endlich ihren Frieden auf der Insel gefunden.
    Ich glaube schon, daß man Probleme hat, sein eigenes Kind wiederzuerkennen,wenn 15 Jahre dazwischen liegen.
    Ich glaube aber auch, daß einzelne Körperteile - oder eben eine Haarfarbe - die Erinnerung zurückholen.
    Schaue ich mir alte Klassenkameraden an, gibt es auch in den fremdesten Gesichtern immer etwas, was mich erinnert - ebenso bei Fotos von Babys,wo ich beide Elternteile gut kenne. Es ist so ein Hauch der Erinnerung, der immer stärker wird - bis man plötzlich weiß, wen man da vor sich hat.

    Hatte der Papst andere Sorgen?
    Ich glaube nicht.
    Gregor wusste doch schon in der Engelsburg, daß seine Zeit vorüber war - und eigentlich kann er von Glück sagen, da Robert ihm in Salerno Exil gewährte - wo sollte er sonst hin?
    Es gab Päpste, die sich mit einem Messer im Rücken im Tiber wiederfanden.
    So gesehen war die Residenz von Salerno der Ort, wo er sein Leben beschließen konnte - und ich halte es für ein Zeichen von Reife, daß er das in Frieden tut. Ich glaube, daß Gregor ein ganz besonderer Papst und Mensch gewesen ist.
    Warum soll er keine Milde zeigen?


    Was soll Ima auf Lindisfarne?
    Sich den (berechtigten) Vorwürfen stellen, daß Aidan in ihrer Obhut starb?
    Einen alten Adelssack ehelichen?
    Ins Kloster gehen?


    Bei Trota hat sie gelernt, selbstständig zu sein und zu leben. Man bringt ihr Achtung entgegen, weil sie Trotas Schülerin ist und als Ärztin durchaus schon erfolgreich arbeitet - wozu sollte sie über eine Ehe nachdenken?
    Standesdünkel und Liebe liefern sich einen Kampf, den wir vielleicht nicht so nachvollziehen können.
    Ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht, ob sie noch heiraten wird ... :lesen:

    Fürmich war der Bär wie eine Art Ventil.
    Sowie in der Nacht der Vulkan sich entladen hat und Dinge freigesetzt ... oder erlöst hat, so dient der Bär nun Gérard. Er ist der Typ Mann, der auf ein Übermaß an Emotion mit Übersprungshandlungen reagiert - relativ am Anfang schrieb ich mal, daß er am liebsten jemanden totgeschlagen hätte. Einfach so, um sich abzureagieren - das konnte er, das gab ihm Sicherheit und seinen Wert.
    Gérard ist äußerst ungebildet, ein Mann der Hand. Der Bär kommt ihm gerade recht, und er ist innerlich so aufgewühlt nach dieser Nacht, daß er die Gefahr geringer einschätzt als die Erlösung, die er sich aus dem Kampf erhofft.


    Die Geschichte von Gérard und Ima ist keine normale Liebesgeschichte.
    Sie sind beide sehr speziell - ich mag Menschen mit Ecken und Kanten. Und ich mag es, wenn ich mir überlegen muss, ob ich jemandem etwas verzeihe, weil er auch Züge hat, die ich liebe oder bewundere.
    Es gibts nicht faderes als glatte Persönlichkeiten.

    Der Klappentext wird vom Verlag geschrieben - ich bekam immer die Möglichkeit an ihm rumzuschreiben oder zu ändern, aber nur im Rahmen ... Schlechtes Thema.
    Olima
    Meist halten Leser mehr von Büchern, in denen Fürsten ect vorkommen und die halbe Geschichtsbücher enthalten.
    Mich langweilen solche Bücher maßlos. Guiscards Geschichte ist mal ne Ausnahme - aber über den ist auch recht wenig bekannt. Er selber war des Lesens und Schreibens unkundig, und es gibt nur vier (nicht ins deutsche übersetzte) zeitgenössische Quellen über ihn. Das macht es dann wieder spannend, ähnlich wie die Geschichte der Schweden im 11. jH.
    Mich interessiert alles was nah am Leben ist. Manchen ist das zu klischeehaft oder zu kitschig oder zu unintellektuell - aber das Leben ist das was wir fühlen können. Dafür finde ich Worte.


    Das medizinische Leben in Salerno warein Fall für sich. Die salernitanischen Frauen sind offenbar ein Faktor in der Gesellschaft gewesen, was ich erstaunlich finde, denn immerhin lag das Kloster von Montecassino nicht so serh weit weg und diespäere Universität von Salerno arbeitete eng mit den Mönchen zusammen. Das medizinische Werk der Trota nennt aber ganz klar Frauen als Behandlerinnen. Und eine kranke Frau ist - so steht es zumindst in dem Buch von den Mönchen aufgegeben worden und zu Trota geschickt worden, die einen ganz einfachen Grund für ihre Krankheit herausfand (Blähungen *g*) und sie heilte.
    Doch keinesfalls darf man von Salerno auf den Rest des Abendlandes schließen.
    Diese Stadt war kulturell schon was Besonderes.

    Leider gibts über Sicaildis von Salerno herzlich wenig Lektüre. Jemand hier hat wohl einen Roman über sie gelesen - den kenn ich nicht, der Titel würde mich aber auch interessieren.
    Sicaildis war die Tochter des Fürsten von Salerno und ist ganz klassischan einen anderen Fürsten gegeben worden, aus Machterwägungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ehen haben die beiden sich nicht nur geachtet sondern wohl auch geliebt, und Sicaildis hat ihren Gatten auf beinah allen Kriegszügen begleitet was äußerst ungewöhnlich ist.Zeitgenossen schreiben, daß sie sehr gut ritt und auch die Waffe zu führen wusste.
    Böse Zungen behaupten, sie habe ihren Mann stets begleitet weil sie das Reich begleiten wollte. Immerhin hatte Robert noch einen Sohn aus erster Ehe. Also blieb sie mal lieber bei der Krone, um auf sie aufzupassen.
    Diese Vorstellung finde ich ziemlich schräg und sehr zielstrebig.