Beiträge von karinafkarina

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    30 ist ja auch noch jung... ;D


    Ach, ich denke, jung im Herzen kann man in jedem Alter noch sein. Und es gibt ja auch durchaus Männer, die vielleicht schon "älter" sind, aber trotzdem noch sehr jugendlich wirken.


    Ich würde Elias in der Geschichte so auf Anfang bis Mitte 30 schätzen. Und er hat sich eben gut gehalten. ;D

    Wow, Elias sieht ja richtig gut aus, er erinnert mich von den Gesichtszügen her an eine bestimmte Person ;D


    Aber ich muß zugeben, ich habe ihn mir im Roman auch älter vorgestellt, da er in der Geschichte irgendwie "älter" wirkte, vielleicht durch sein Auftreten oder seine ganze Art. Vielleicht hat man beim Lesen auch einfach nur so eine bestimmte Vorstellung gehabt, aber ich bin jetzt positiv überrascht, wie jung Elias wirkt. Ich bin gerade am Überlegen, wurde im Roman Elias Alter eigentlich verraten? Obwohl ich das Buch zweimal gelesen habe, bin ich da jetzt etwas überfragt....

    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen. Ich bin ja eh immer begeistert von Engelgeschichten, aber von dieser hier besonders.


    Ich habe zu dem Buch schon eine Rezension geschrieben, aber gerne stelle ich sie hier auch nochmal zur Verfügung: :)


    Meine Meinung:


    Ich war auf dieses Buch besonders gespannt, da mich das Thema Engel sehr anspricht. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich kam sofort rein in die Geschichte, nach wenigen Seiten schon.
    Wie auch in ihren anderen Büchern gefiel mir auch diesmal wieder das bildhafte Schreiben von Tanja. Einige Szenen dieses Buch spielen im tiefsten Winter, bei Eis und Schnee. Und Tanja hat das so plastisch geschildert, dass ich beim Lesen gefroren habe! Beim Lesen also lieber eine Jacke bereithalten oder einen dicken Pulli Auch die Szenen die im Wald spielen, sind so lebendig geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, während ich das Buch las, mitten im Wald zu stehen.


    Das Buch hat einige Überraschungsmomente, so fand ich z.B. die Wandlung von Keija vom Mann zur Frau sehr überraschend, hatte mich aber bereits nach wenigen Seiten daran gewöhnt.
    Die Protagonisten kommen sehr sympathisch rüber (bis auf eine Ausnahme, der böse Dr Grant ;D) und ich habe sehr mitgefühlt.


    Diese starke Verbundenheit zwischen Elias und Keija wird im Buch immer deutlicher und berührte mich sehr.


    Ein gutes Buch weckt für mich viele Emotionen beim Lesen, Berührtheit, Überraschung, Freude, Spannung, Wut, Trauer, aber auch mal ein Schmunzeln. Und all das habe ich während des Lesens gefühlt.


    Somit ist "Der silberne Flügel" absolut empfehlenswert, gerade für Leser die an Engel glauben. Aber auch für Menschen, die dem Thema Engel nicht so zugetan sind, könnte es eine spannende und ansprechende Geschichte sein.


    Ich werde das Buch sicherlich noch ein zweites Mal lesen.

    Ich fand es zu Anfang etwas verwirrend, dass aus Keija auf einmal eine Sie wurde, aber ich habe beim Lesen dann doch erstaunlicherweise sehr schnell daran gewöhnt. Nach ein paar Seiten fiel mir der Unterschied dann gar nicht mehr so gravierend auf. Vielleicht weil ich eher auf die Seele von Keija geachtet habe, da war ihr Geschlecht dann eigentlich gar nicht so ausschlaggebend.

    Mir fiel das auch auf, dass das Buch grünlich ist von der Farbe her. Bei Vorabbildern die ich vom Cover gesehen hatte, dachte ich auch,das wäre eher eine graue Farbe. :)


    Das Cover ist ja mit dem Flügel auch eher schlicht gehalten, aber gerade das gefällt mir, weil der Fokus somit genau auf den Flügel gelenkt wird und das paßt zu der Geschichte, finde ich.

    Ich habe das Buch schon durch, aber ich schreibe immer passagenweise zu den einzelnen Abschnitten. Das erhält ja die Spannung. ;D


    Mich hat eine Szene in dem Buch irgendwie sehr berührt. Sie ist nicht mal besonders spektakulär, aber ich hatte beim Lesen zugegeben Tränen in den Augen. Und zwar auf Seite 39, als Elias Keija ein Brot zu essen gibt, und der Engel das erste Mal ein Stück Brot ißt.


    Da heißt es im Text ja


    "Keija`Yrahel nahm die andere Brothälte. Unentschlossen musterte er sie und biss zaghaft ein Stück ab. Überrascht sah er Elias an.


    Dieser lachte leise. "Das schmeckt Dir also!" "


    Irgendwie finde ich das sehr süß beschrieben, wie der Engel den Geschmack des Brotes so genießt. Für die Menschen ist das ja selbstverständlich, aber für einen Engel muß es was Besonderes gewesen sein in dem Moment.


    Und das hast Du, Tanja, irgendwie sehr schön beschrieben in dem Buch.

    Meine Rezension:


    Inhalt: Joshua arbeitet als Streetworker und unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg. Doch er hat zudem noch eine besondere Gabe, er kann Geister sehen und setzt diese Gabe auch ein, um der Polizei zu helfen, denn er kann auch die Seelen ermordeter Menschen sehen. Doch dieses Mal bekommt er es mit einem besonderen Fall zu tun, der ihm auch persönlich zu schaffen macht.
    Ihm zur Seite steht die junge Polizistin Lea, für die er immer mehr Gefühle entwickelt.


    Meine Meinung: Ich habe den Inhalt jetzt mit Absicht kurz gehalten, um die Spannung des Buches nicht vorwegzunehmen.
    Das Buch war der erste Kriminalroman, den ich von Tanja Bern gelesen habe, und ich war angenehm überrascht. Wie auch schon in ihren Fantasybüchern hat mir besonders der flüssige Schreibstil von Tanja gefallen, so daß der Leser sofort Bilder beim Lesen vor Augen hat. Zudem gehen die Kapitel so spannend ineinander über, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz oder die eine oder andere humorvolle Szene. Ein Buch also, wo beim Lesen viele Emotionen hochkommen, Spannung, Grusel, Romantik, Berührung.


    Der Krimi spielt im Ruhrgebiet, und da ich das Ruhrgebiet auch schon bereist habe, war mir alles sehr vertraut beim Lesen. Aber man muß das Ruhrgebiet nicht bereist haben, um den Roman zu mögen. Wer das Ruhrgebiet nicht kennt, lernt es durch Tanjas bildhafte Schreibweise kennen.


    Für mich war es einer der besten Kriminalromane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
    Auch habe ich die beiden Protagonisten sofort ins Herz geschlossen.


    Leserunde: Im übrigen hat mir auch die Leserunde sehr gefallen, es ist immer spannend, über das Gelesene sich zu unterhalten und Hintergrundwissen zu bekommen!


    Tja, Tanja, ich glaube um eine Fortsetzung von Ruf der Geister kommst Du nicht mehr drum rum.


    :-):D


    Erinnerungen umspülten ihn und er ließ sie zu. Hier hatte alles begonnen, hier am Kanal, der vom Rhein bis nach Herne floss. Und nun endete dieser Abschnitt seines Lebens, denn er war tot und Joshua nahm nicht einmal seinen Geist wahr, weil dieser nicht mehr hier verweilte.



    Ich finde den Anfang des zweiten Bandes schon mal sehr schön und berührend. Würde am liebsten gleich weiterlesen. :) Mich irritiert nur der Satz "Und hier endete der Abschnitt seines Lebens, denn er war tot". Wer ist damit gemeint? Mark oder Joshua selber? Aber er stirbt doch nicht im zweiten Band oder?


    Oh, ich freue mich so auf den zweiten Band! :-) Mal sehen, wie es mit Joshua und allen weitergeht.

    Die Szene mit dem Teddybären im Wasser fand ich auch schlimmn und sehr traurig, denn dadurch wurde ja Mark sein bester Freund weggenommen. Ich hatte als Kind auch so einen geliebten Teddy und wäre genauso unglücklich gewesen, wenn den jemand ins Wasser geworfen hätte. Da tat mir Mark dann schon irgendwo auch leid.
    Hat Mark danach eigentlich nochmal einen neuen Teddybären gehabt? Ist jetzt für das Buch nicht so relevant, aber da hatte ich die Tage drüber nachgedacht, ob Mark dann später nochmal einen neuen Teddy gehabt hat, was aber natürlich die Szene am Wasser nicht ungeschehen macht.

    Ja, bei der Szene war mir fast auch übel beim Lesen und ich mußte für einige Minuten das Buch mal aus der Hand legen, aber das hat mir nicht die Freude und die Spannung am Buch genommen. :-) Mir tat die tote Frau aus dem Container nur so leid, denn man hat ja beim Lesen dann auch Bilder vor Augen, und da habe ich so mitgefühlt als ich das von der toten Frau las. Und ich dachte mir wie schwer es auch sein muß sowas dann zu schreiben.

    Gruselig fand ich die Szene mit der toten Frau in dem Container. Da hatte ich echt eine Gänsehaut beim Lesen und stellenweise mußte ich richtig schlucken. Aber sowas gehört ja zu einem Krimi auch dazu, daß man mal Gänsehaut hat. :-) Ich stelle mir auch sehr schwer vor sowas zu schreiben, weil man sich ja in so eine Szene dann auch reinfühlen muß.


    Wie fühlst Du Dich denn, wenn Du so eine Szene schreibst, Tanja, wie gehst Du dann damit um?

    Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie Joshua mit seiner Gabe umgeht. Ich denke, leicht ist es nicht immer, gerade wenn er z.B. vor seinem geistigen Auge sieht,wie ein Mord begangen wurde und sich die Geister der Verstorbenen dann melden bei ihm. Er sieht ja die Bilder und auch die Verstorbenen, wenn ich das richtig verstanden habe, dann richtig vor sich.
    So eine Gabe ist doch Segen und Fluch zugleich. Segen weil er eben der Polizei sehr helfen kann (und sicher auch den Seelen) aber Fluch sicherlich auch, weil er eben alles so im Detail sieht und viele Emotionen dadurch mit aufnimmt.