Beiträge von Imlammenien

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    Bestimmt die, die es dir erzählen? ;D
    Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt!


    Ne, die eben gerade nicht - leider. Ausnahmen bzw. eine etwas liberalere Einstellung habe ich bislang eher von Polizistinnen gehört.
    Aber das ist ja oft so mit den Herren der Schöpfung. Frauen sind in der Regel, so zumindest mein Eindruck, deutlich weniger homophob. Das ist nicht nur bei der Polizei so.


    Ich bin mir ja da nicht so sicher, ob man ihm wirklich trauen kann – schließlich scheint sich ja auch in seinem Leben einiges geändert zu haben.
    Warum sollte sich nicht auch seine rigorose Einstellung zu Waffen geändert haben?
    Aber auf Dauer sich im Leben mit der Klauerei und Hehlerei durchzuschlagen finde ich schon etwas schwach – ich hätte ihn doch für etwas cleverer gehalten. Zumal er doch bei seinem Vater gesehen hat, wie schnell man im Knast landen kann.


    Bei diesen Überlegungen bin ich ganz bei dir. Aber vielleicht ist es ja dieses Viele, das gleich geblieben ist, dass Inci denken lässt, dass er auch seine Einstellungen zu Waffen nicht verändert hat? Irgendwie scheint Mo ja in fast allem der Alte geblieben (also nicht wirklich erwachsen geworden) zu sein...

    Dass eine Hauptfigur unbedingt kriminell sein muss, meinte ich natürlich nicht. Aber sie darf auch nicht zu perfekt sein. Schließlich machen die Konflikte, in die sie sich durch ihre "Art" bzw. ihren Charakter, ihre Ecken und Kanten, stürzt, einen Großteil der Handlung des Buches aus. Eine Figur, die auf alles, was ihr begegnet, sofort eine Lösung weiß, zu begleiten macht (zumindest mir) weniger Freude, als eine, die sich mächtig anstrengen muss, um aus dem Schlamassel wieder herauszufinden.
    Dass Inci als angehende Polizistin eine kriminelle Vergangenheit hat, ist für mich der Schlüssel zu so einem Konflikt. Sie könnte natürlich auch ganz andere Probleme haben.


    Auch das Gegenteil - ein absolut gesetzestreuer Polizist, der sich z.B. zwischen der Loyalität zu seinem Arbeitgeber und einer Person in seinem privaten Umfeld (Familie, Freunde, Partner) entscheiden müsste - könnte eine lesenswerte Figur sein. :)


    Ja, Jakob ist schwul und vermutlich hält er das wirklich zurück, weil er die Offenheit in der Stadt noch nicht gewöhnt ist.


    Vielleicht tut er aber auch ganz gut daran. Denn die Polizei besteht doch zu großen Teilen aus Männern und da werden Schwule wohl - ähnlich wie bei der Bundeswehr - nicht sonderlich gut gelitten sein. ::)



    Sehr mysteriös, Edith, wieso wusste sie nichts vom "Aufbewahrungsort" der Waffe? Ist sie wirklich so unschuldig, sie kommt mir vor, wie ein "stilles Wasser"..


    Edith scheint, was diese Diebstähle angeht, recht "tolerant" zu sein und aus gutem Grund nicht mehr wissen zu wollen. Als dann jedoch eine Waffe ins Spiel kommt, wird ihr das Ganze zu bunt und sie ruft ihre umtriebigen Männer zur Räson.



    Wo sind all die selbstlosen und idealistischen Motive?


    Die würde man sich als Außenstehender für angehende Polizisten sicherlich gern wünschen, weil das so gut zum Idealbild passt. Aber ich glaube, wenn man nur selbstlose Motive für seine Berufswahl hat (egal in welchem Job), wird man auf Dauer nicht glücklich. Und gerade Polizist ist ein Job, wo man von seiner Klientel nur selten ein Dankeschön erfährt. Da braucht man auch ein ganz egoistisches Motiv, um auf Dauer zufrieden arbeiten zu können.

    Mos Mutter ist eine ziemlich taffe Frau. Auf den ersten Blick kam sie ein wenig als verpeilter Ex-Hippie rüber, aber nachdem ihr Inci die Wahrheit gestanden hat, macht sie sich dann doch auf die Hufe und versucht ihre kriminellen Männer wieder auf Linie zu bringen. Das hat mir gefallen. :)


    Nachdem Jeanette im 2. Abschnitt als ziemlich naiv rübergekommen ist, beweist sie nun, dass sie wohl doch ein wenig aufgeweckter ist, als man auf den ersten Blick annimmt. Vielleicht wird aus ihr ja doch eines Tages einmal eine brauchbare Polizistin?


    Nicht ganz verstanden habe ich, warum Inci von Vornherein Ayhan als Mittäter bei dem Überfall ausschließt. Immerhin wurde die Tatwaffe doch unter derselben Unterführung gefunden wie damals. Und wer - außer Ayhan, Mo, Falk und Inci - kann davon wissen? Wenn anderer den Revolver dort weggeworfen hätte, wäre das schon ein ziemlicher Zufall!


    Jakob ist also schwul... da hatte ja jemand schon im ersten Abschnitt den richtigen Riecher. ;D
    Praktisch ist, dass sich alles quasi von allein aufklärt und Inci Mo letzten Endes doch nicht verraten bzw. durch ihre Aussage in Schwierigkeiten bringen muss. Dass die Polizei die Sache mit dem Krähentattoo nicht weiter verfolgt und akzeptiert, dass Kai ein Einzeltäter ist, ist wohl eher Glückssache.


    Das Ende - Mo und Inci kommen zusammen - ist zwar durchaus romantisch, wird aber zukünftig noch zu mächtigen Konflikten führen. Denn immerhin will Inci ja nach wie vor Polizistin werden und Mo scheint nicht von seinen Diebestouren lassen zu wollen. Abgesehen davon gefällt er mir nach wie vor als Person nicht sonderlich und bezweifle, dass Inci mit ihm einen guten Griff getan hat. Aber das werden wir sicherlich in den nächsten Bänden genauer erfahren, oder, Brigitte?


    Alles in allem hat mir die Lektüre sehr gut gefallen und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Incis nächsten Fall werde ich gern wieder mitverfolgen. Und "Krähensommer" habe ich bereits in der Verwandtschaft an eine junge Dame weiterempfohlen, die ebenfalls gern Polizistin werden möchte. :)
    Und ich habe mir auch gleich Brigittes Krimi "Leichenschmaus" besorgt, weil mir der Schreibstil von "Krähensommer" so gut gefallen hat. :lesen:


    Mo ist sehr interessant, überhaupt sind es die Personen hier und das gefällt mir besonders gut. Wenn ich auch glaube, dass Inci bei ihrer Berufswahl etwas mehr auf ihre Taten achten sollte. Das schlimme an der Benutzung des Autos ist weniger, dass sie ihre Schwester nicht fragt (das klären die beiden ja unter sich), sondern, dass sie eigentlich gar nicht allein fahren darf. Fand ich nicht so gut. immer wieder stellt sie leichtsinnig alles aufs Spiel. Daran muss sie wohl arbeiten.


    Muss sie wohl, da stimme ich dir zu.
    Allerdings können wir als Leserinnen froh sein, dass Inci ist, wie sie ist. Wäre sie auf den i-Punkt gesetzestreu, wäre die Lektüre wohl um ein Vielfaches weniger kurzweilig. ;)


    In dem Abschnitt war ich hoffnungslos verloren, weil ich nicht wußte wer die Waffe aufgehoben haben sollte. Sie sind doch alle weggerannt. Eigentlich habe ich aufgrund dessen, dass es eine Damenwaffe war auch nicht auf Ayan getippt. Warum sollte er sie suchen. Vielleicht weil es eine Waffe war, die nicht von ihm stammte und fremde Fingerabdrücke hatte?


    Das mit der Damenwaffe hat mich zunächst auch irritiert. Aber hey, das Ding schießt und das ist doch erstmal die Hauptsache, oder?! Abgesehen davon könnte ich mir auch vorstellen, dass er sie ev. dazu nutzen wollte um sich an unserem Trio zu rächen.

    Um noch einmal auf die Sache mit dem Alkohol zurückzukommen... Eine gewisse Trinkfertigkeit besitzen die meisten Sauerländer meiner Erfahrung nach tatsächlich. Und die im Roman handelnden Personen sind ja immerhin auch alle um die zwanzig Jahre alt, da finde ich es nicht unerwartet bzw. unrealistisch, dass sie bereits ihre Erfahrungen im Umgang mit Alkohol gemacht haben. Und Inci, der ja am nächsten Tag ziemlich übel ist, sorgt meiner Meinung nach dafür, dass das Alkohol trinken nicht zu positiv überkommt.
    So, wie Brigitte es also darstellt, finde ich es für ein Jugendbuch (ich stelle mir hier ein Lesealter von 14+ vor) okay. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. :winken:


    Was hat bloß ihre Mutter dazu veranlasst, wirklich nur die Sehnsucht nach Istanbul, die jedem Istanbuler anheim fällt, wenn er sich aus dem sicheren Radius entfernt? Sagen die Istanbuler das wirklich?


    Das sagen die Istanbuler tatsächlich. Und es gibt auch Unmengen von Liedern, die dieses Gefühl besingen.
    Bezüglich Anes Motivation ihre Familie zu verlassen bin ich auch schon ganz gespannt und hoffe, dass Brigitte dies beizeiten aufklären wird.



    Ah..Baba ist die Wucht, er bietet Jeanette eine Bleibe an, das Ausräumen von Anes Zimmer, verteilt gemischte Gefühle..


    Ich denke, der Vater brauchte einen "Anlass" wie Jeanette, um endlich nach 3 Jahren den Ablösungsprozess von seiner Frau aktiv wieder aufzunehmen. Aus der Schockstarre scheint er erwacht zu sein, drüber hinweg ist er aber lange noch nicht.



    Ich frage mich ob Falk wirklich die Waffe weggeworfen hat, oder ob Ayhan sie gefunden hat..


    Ich tippe darauf, dass Falk sie wirklich weggeworfen und Ayhan sie gefunden hat. Das würde - nach meinem Bauchgefühl - eher passen. Und bei seinem Lebenswandel und seinen Geschäften könnte es für Ayhan ja auch durchaus interessant gewesen sein, nach dem Revolver zu suchen und ihn zu besitzen.



    Ich befürchte ja, dass auch Mo nur versucht hat, seinen Vater von seinem Tun abzuhalten und deshalb vor Ort war. Sicher steckt er jetzt in der Klemme zwischen Vater und Polizei.


    Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit.



    Das mit der Promotionsarbeit ist eine tolle Idee. Alma scheint es also mit ihrem Wunsch, Polizistin zu werden sehr ernst zu nehmen. Sie schaut selbständig nach Quellen und informiert sich. Inci dagegen hat mit den vielen Problemen in ihrem Kopf einen ziemllich schlechten Start. Wie gut beobachtet Alma?


    Ich denke schon, dass Alma eine gute Beobachterin ist, die durchaus ihre eigenen Schlüsse zieht. So langsam habe ich außerdem den Eindruck, dass sie von allen Polizeischülern mit am "erwachsensten" wirkt und ich frage mich, wo hierfür die Ursache liegt. Was hat sie in ihrem Leben erlebt, dass sie so hat werden lassen? Vielleicht werden wir das ja noch irgendwann erfahren?

    Dass ich nicht schneller zum Posten gekommen bin, liegt definitiv nicht am Buch, denn das unterhält mich bestens und ich habe viel Spaß am Weiterlesen! 8)


    Dass Inci sich mit ihrem Vater versöhnen konnte, hat mich erleichtert. Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass Baba tatsächlich über den Weggang der Mutter hinweg ist. Die beiden Töchter scheinen da schon etwas weiter zu sein als ihr Vater.


    A propos Schwestern: Inci wundert sich tatsächlich, dass Selin ihr vorwirft zu lügen und zu betrügen? Nachdem sie sich mal eben ungefragt das Auto ihrer Schwester "ausgeborgt" hat? Schwierig... Ich kann Selin hier gut verstehen. Inci hätte wenigstens fragen sollen.


    Mo ist mir bei seinem Treffen mit Inci nicht sonderlich sympathisch. Er scheint ziemlich von sich überzeugt zu sein und baut darauf, dass Inci nach wie vor von ihm fasziniert ist.
    Gut, das ist sie tatsächlich, denn anders ist es ja kaum zu erklären, warum sie zu wissen glaubt, dass Mo nicht geschossen hat. Menschen ändern sich, auch wenn Inci das momentan nicht wahrhaben möchte. Und macht es tatsächlich einen großen Unterschied, ob er selbst geschossen oder sich wissentlich(!) mit einem bewaffneten Kumpan zusammen getan hat? Eventuell sogar mit seinem aus dem Knast entlassenen Vater?


    Wobei ich ja auch irgendwie das Gefühl nicht loswerde, dass dieser fiese Ayhan irgendwie in die Sache verwickelt ist!


    Und was ist mit Jacob? Irgendwie hängt der auch mich drin und ich bin von seiner Unschuld alles andere als überzeugt. Allerdings kann ich mir noch nicht erklären, welche Verbindung es zwischen Mo und Jacob geben könnte.


    Fragen über Fragen (und das ist gut so!)... :lesen:

    Bitte entschuldigt, dass ich die letzten zwei Tsge nichts gepostet habe.
    Mein Sohn hat einen fiesen Magen-Darm-Virus aus dem Kindergarten angeschleppt und mein Leben hat sich gefühlt nur noch zwischen Toilette und Waschmachine abgespielt. Aber weitergelesen habe ich und hoffe, dass ich ab morgen auch wieder zum Posten komme.


    Geez
    Imlammenien