Beiträge von Torshavn

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    Der Spruch ist auch in Mittelerde einer der ersten Sprüche, die ich mir als Zauberer ausgesucht habe. Der klappt aber dort nicht immer, denn es gibt ja einige, die Magie resistent sind.


    Kleine Offtopic- Frage: Nach welchem Regelsystem spielt ihr in Mittelerde?


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    Wenn es ohne Arglist passiert, dann lasse ich mich gern bezaubern.


    Ob mit Arglist oder nicht, bezaubert werden, würde mir nicht gefallen.

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    Saladin spricht den Elfenzauber, der im allerersten Regelwerk von Das schwarze Auge "Bannbaladin - Dein Freund ich bin" hieß. Das ist ein Freundschaftszauber.
    Saladin meint das nicht böse, er tut das vermutlich noch nicht einmal absichtlich. Für Elfen sind die Welt, die Melodien und die Magie eng miteinander verbunden. Er bringt eine magische Melodie in die Welt ein, wie andere Leute vor sich hin summen.
    Diese Gewohnheit der Elfen führt manchmal dazu, dass sie ihre Zauberkraft für sinnlose, wenn auch ganz nette Dinge verpulvern und diese dann vorübergehend erschöpft ist, wenn es mal wirklich drauf ankäme ...


    Na dann wollen wir mal hoffen, das es die Menschen genauso locker sehen, wenn sie das mal herausbekommen. Wer läßt sich schon gerne bezaubern ;D

    In Christoph Hardebuschs neuem Roman 'Feuerstimmen' erschaffen fünf Drachen die Welt in Harmonie. Bis sich der Fünfte gegen alle stellt und die Welt unterjochen will. Doch die Vier können ihn mit Hilfe der Menschen bezwingen und in die Tiefen der Welt bannen. Heute erzählen nur noch die Lieder der Barden von diesen uralten Zeiten.


    Die beiden Barden Aidan und Revus, zwei Meister ihres Fachs, erreichen auf ihrem Weg nach Süden ein kleines Fischerdorf, das in der Nacht von grausamen Wesen aus dem Meer angegriffen wird. Sie retten die Bevölkerung und wollen sie in die nächste Stadt bringen.
    Elena, Königin von Acros, eine der Gesegneten Inseln, erlebt wie ihre Welt von einem mächtigen Beben erschüttert wird. Gemeinsam mit ihrer Leibwächterin Kaleona macht sie sich auf den Weg, um Hilfe und Rettung für ihre Welt zu finden.
    Schon bald stellt sich heraus, das der fünfte Drache erwacht. Gemeinsam versuchen Aidan, Revus, Elena und Kaleona die Welt zu retten.


    Hardebusch gelingt ein spannender, nie langweiliger Roman, in der Musik eine große Rolle spielt. Denn 'Feuerstimmen' ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Vocal Metall Band Van Canto.
    Der Autor schafft interessante Charaktere in einer sehr geradlinigen 'Schwert und Magie' Geschichte, die ohne Überraschungen auskommt. Er führt mich an Orte von großer Schönheit und wundervoller Atmosphäre. Am Ende hat mich 'Feuerstimmen' gut unterhalten.


    Ein herzliches Dankeschön an unsere kleine Leserunde. Es hat mir viel Spaß gemacht, mich mit euch auszutauschen :).

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    Klar Tylstyr ist ein Magier, aber man weiß ja gar nicht, ob der überhaupt was taugt. Er wird nicht mal gefragt, welche Fähigkeiten er hat.


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    Er kriegt sozusagen einen Magier für zwei Plätze ...


    Wieso ist ein Magier so wichtig? Kann man in Aventurien Magier unterschiedlicher Art an ihrer Kleidung unterscheiden? Kann das ein Aventurier?
    Tylstyr ist ein Hellsicht- Magier. Weiß Phileasson das? Haben Magier eine gemeinsame Grundausbildung, bevor sie sich spezialisieren?


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    Da gibt es jeden Tag Seetangsuppe. An einem Festtag schwimmen Fischköpfe in dieser Suppe


    Wie goldig. Ich habe hier gerade eine Lesung beendet, da sind die Protagonisten in ein Fischerdorf gekommen, und die haben Seetang auch allem beigemischt: Essen, Trinken, Arznei usw.
    Interessante Parallele. :)

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    Ist es nicht seltsam, dass wir weniger Probleme mit Mord als mit Vergewaltigung haben?


    Haben wir das? Ich persönlich verurteile einen Mord. Der Tod ist endgültig. Daran wird sich auch in Aventurien nichts ändern (oder nur sehr schwer und kostspielig sein?).


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    ...Mit meinem Diskussionsbeitrag ging es mir nur um die Anregung, einmal zu überlegen, aus welcher Motivation die Nostrier agieren.


    Danke für die Erläuterungen. Diese Aussagen hatte ich tatsächlich nicht mehr im Kopf. Das Nostria allerdings so arm ist, war mir neu. Zumal sie doch an diesem ewigen Konflikt auch nicht unschuldig sind. Oder?

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    Ich hoffe nur, dass diese Shaya nicht ständig rumjammert.


    Ich habe die Traviageweihte nicht als weinerlich empfunden. Gerade habe ich noch mal die Szene gelesen, auf die du anspielst. Für mich ist es ganz normal, wenn ich von einem Ort weggehen muss an dem ich mich wohlfühle, das ich traurig bin. Und diese Traurigkeit auch zulasse. Für mich ist das eher ein Zeichen von Stärke.
    Außerdem steht dieser Szene ja auch die wunderbare Szene gegenüber, in der Phileasson erzählt, wie sich Shaya gegen Sturm und Wetter vielen verständlich macht. Als der Wind sie umbläst, steht sie wieder auf, glättet ihr Kleid und redet unbeirrt weiter. Eine toughe Frau also, die viele Gefühle zulassen kann 8).

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    würde ich aber Verständnis für die Nostrier erwarten: Hochgepanzerte Ritter haben eine Bauernarmee niedergemetzelt, Eichward hat es nicht nur geschehen lassen, sondern er war sogar dabei, und die Schwester der Nostrier ist dabei umgekommen.


    Habe ich da etwas überlesen, Bernard? Im Text habe ich das nicht gefunden. Da wird von einer Schlacht gesprochen. Und es stellt sich heraus, das die drei Nostrier Fischer sind. Heißt das im Umkehrschluss alle Nostrier waren in dieser Schlacht Fischer und / oder Bauern? Und alle Andergaster Ritter wie Eichward? Dafür weiß ich zu wenig über Aventurien, um diese Schlüsse ziehen zu können. Ich habe zwar einige Romane gelesen, gerade auch einen der Neuen, die in der Gegend spielen. Aber da hatte ich nicht das Gefühl, das die Mittel so ungleich verteilt sind sind beiden Ländern.


    Aber vielleicht hätte einer der drei Nostrier ja mal argumentieren können. Sie haben doch gemerkt, das Phileasson durchaus aus Zuhören und Informationen gepolt war. Sie nutzen diese Chance nicht, was alle drei schon ziemlich blöd darstehen läßt. Da kann ich als Leser wenig Sympathie für die drei entwickeln...

    Bevor ich lese, wie es euch so mit diesem Kapitel erging, schildere ich mal meinen Eindruck:


    Dieser 4.Leseabschnitt steht ganz im Zeichen der Reisevorbereitungen. Die beiden Kapitäne stellen ihre Mannschaft zusammen. Leider wird das alles nur aus Phileassons Sicht geschildert. Wir erfahren, wer alles auf seinem Schiff mitfährt (alle wichtigen bisher aufgetretenen Personen, so scheint mir: Tylstyr, Tjorne, Eichward, der Skalde, Salarin).
    Während wir über Beorns Mannschaft nichts erfahren. Irgendwie nicht ganz fair, mich als Leser an die Seite von Phileasson zu drängen. Na klar mag ich den Kerl. Aber ich würde mir auch gerne eine Meinung über Beorn bilden, und nicht nur auf Hörensagen vertrauen.


    Das Gespräch zwischen Tylstyr und seiner Spektabilität (sowas wie ein Professor?) fand ich interessant. Ich habe eine Menge über Sitten und Gebräuche unter Magiern gelernt. Eine Frage am Rande: Wie viel sind 20 Dukaten wert?
    Das Tylstyr nun ausgerechnet über Elfen berichten soll, ist schon ein bißchen augenfällig, wo doch auch ein Elf auf der Seeadler angeheuert hat. Von dem ich überings immer noch nicht weiß, was ich von ihm halten soll. Hoffentlich nervt er nicht nur.


    Gefreut habe ich mich mehr über Eichward zu erfahren. In der Szene, in der er auf die drei Nostrier trifft, ist mir erst wirklich bewußt geworden, was für ein Bär von Mensch er ist. Und auch ein guter Kerl. Ich kann immer weniger verstehen, warum die Nostrier ihn Tod sehen wollen. Er kann nicht mal sagen, ob er ihre Schwester im Kampfgetümmel der Schlacht getötet hat. Außerdem war Krieg, wie er ja auch selbst sagte. Die Nostrier sehen das offensichtlich anders. Allerdings frage ich mich woher sie ihre Informationen haben. Ich bin froh, das Eichward bei Phileasson mitfährt.


    Interessant finde ich, das Phileasson auch nicht ganz fair spielt, als er mit seiner Kundschafterin und dem Barden ins Kartenhaus eindringt, um sich illegal Informationen über die Reiseroute zu beschaffen. Das hätte ich ihm gar nicht zugetraut.


    Etwas Süsses hatte es, als der Barde so traurig mit bei der Sache war (im Kartenhaus). Und nur darauf wartete, das Phileasson ihn in seine Mannschaft aufnahm. Dabei war für den Kapitän klar, ohne den Barden fährt er nicht. Der wollte es aber unbedingt aus seinem Mund hören. Und freut sich dann extrem. Das sind also Nordmänner. Irgendwie süss...


    So nun kann es ja endlich losgehen. Mal sehen, wohin die Reise geht. Ich hoffe Beorn bekommt noch ein bißchen Text ab. Und steht nicht nur als Widersacher Phileassons dar.

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    In Thorwal dominiert der Kult um Swafnir, den Gottwal. Travia war schon immer präsent, aber als Nebengottheit...


    Vielen lieben Dank für die ausführlichen Erläuterungen zum Traviakult in Thorwal :). Das macht mir schon einiges klarer.


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    Aber dann geschieht ein grausamer Mord in ihrer Hauptstadt, mitten unter ihnen. So grausam, dass vielleicht finstere Mächte ihre Hand im Spiel haben. Der Frieden in Thorwal ist gefährdet.


    Na ja, von finsteren Mächten redet eigentlich niemand. Oder habe ich das überlesen? An dem Mord ist außer der Grausamkeit auch nichts Unnatürliches zu entdecken.
    Den bedrohten Frieden kan ich nachvollziehen.


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    Ich glaube, dieses Empfinden zu einer Tat, die objektiv von höchster Grausamkeit geprägt ist, kann nur deswegen zustande kommen, weil man als Leser das Unrecht, das Fianna im Prolog durchlitten hat, miterleben konnte.


    Dem stimme ich voll und ganz zu. Wenn ich nicht als Leser dabei gewesen wäre, hätte ich sicher anders geurteilt. Aber es zeigt auch, wie eindrücklich ihr die Szene geschildert habt. Hier noch mal ein großes Lob dafür.

    Ich bin ein hoffnungsloser Romantiker, deshalb hoffe ich insgeheim, dass sich die beiden Rivalen zum Schluss aussprechen und vertragen. Vielleicht auch im Zusammenhang, dass der eine dem anderen das Leben rettet oder sie gemeinsam Abenteuer bestehen müssen, wo Zusammenhalt und Vertrauen gefragt ist. Da ist die Spannbreite groß. Vielleicht klärt sich im Laufe des Wettkampfes auch auf, dass der gegenseitige Groll eigentlich gar keinen richtigen Nährboden hatte und auf Missverständnissen basiert (wie so oft im Leben). Da ich beide als sehr stolz und auch zum Teil dickköpfig einschätze, kann ich mir sehr gut vorstellen.


    Ich halte mich zwar auch für einen Romantiker :), aber ich teile deinen Optimismus nicht.
    Eigentlich dokumentiert das Armdrücken ziemlich gut das Verhältnis von Phileasson und Beorn. Phileasson droht gegen den Ruderer zu verlieren. Erst als Beorn dem die Hand auf die Schulter legt, ist Phileasson so hoch motiviert, das er nicht mehr verlieren kann.
    Ich halte Phileasson für den 'klügeren', Beorn eher für einen 'rücksichtsloseren' Draufgänger. Eine ernsthafte Konfrontation der beiden, wird in meinen Augen nicht gut ausgehen.

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    ich weiß auch nicht warum, aber wären untypische Helden mit mehr Fehlern, Ecken und Kanten nicht ab und zu interessanter?


    Natürlich sind die interessanter. Aber in der Fantasy dominieren genau diese Helden. Und da ist 'Feuerstimmen' eine willkommene Abwechslung. :)

    Der Leseabschnitt hat mir sehr gut gefallen. Da ist viel Atmosphäre und Wärme im kalten Winter. In den Langhäusern fühle ich mich richtig wohl. Irgendwie komme ich mir gut aufgehoben vor in diesem Thorwal. Ganz anders als in Stainakr.


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    Mir gefällt natürlich Phileasson. Das ist so ein Recke, den man sich als Freund wünscht. Sicher, seine Eitelkeit, sich auf einen Vergleich mit Beorn einzulassen ist dumm, aber verständlich.


    Die Einführung der beiden Hauptdarsteller fand ich sehr gut gemacht. Dieses Wachwerden am Morgen nach einer langen (durchzechten) Nacht hat die beiden gut vorgestellt. Eine gute Idee beide gleich einzuführen.
    Klar mag ich Phileasson, der gleich von Anfang an (nicht zuletzt durch seine Freundschaft zum Barden) sehr sympathisch daher kommt. Beorn wirkt dagegen kantiger, grimmiger. Aber noch kann ich ihn nicht verurteilen.


    Nach dieser schönen Einführung dann die Überraschung: ein weiterer Mord im Stile des Mordes an Schlitzmaul. Und der Täter hat sein Vorgehen perfektioniert (den Körper mit für Krebes reizvoller Paste eingeschmiert).
    Und das einzige, was ich empfunden habe war Freude. Freude darüber, das Fianna offensichtlich noch lebt. Auch zehn Jahre nach ihrer Demütigung. Und kein bißchen Mitleid mit dem Toten. Es konnte ja nur einer der Sieben gewesen sein.
    Der Abschnitt hat aber auch sehr deutlich gemacht, das Fianna keine Gnade zu erwarten hat, wenn sie gefasst wird. Nach thorwalschem Recht gibt es keine Entschuldigung für eine solche Tat. Nun dann hoffe ich, das sie nie geschnappt wird.


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    Die starken Frauen gefallen mir sehr. Sowohl die Hetfrau als auch Cunia.


    Ich mag die beiden auch. Ich war verwundert wie viel Kraft noch in der Hetfrau steckt, die bei ihrem ersten Auftritt schon sehr gebrechlich und alt wirkt.


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    Die Szenen mit Salarin haben etwas träumerisches


    Der Elf ist für mich die unpassenste Figur. Er ist sympathisch. Aber was macht er hier. Er will so gar nicht, in meinen Augen, in dieses winterliche Thorwal passen. Mir ist schon klar, das die Figur dazu dient, uns die aventurischen Götter begreiflicher zu machen. Aber ich hoffe, er hat darüber hinaus noch eine andere Rolle. Sonst bleibt er für mich fehl am Platz.


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    Ich bin überzeugt, dass wir von Eddrik noch lesen werden


    Ich war so froh, von ihm zu hören. Und dann ist er auch nicht tot, wie ich befürchtet hatte (10 Jahre sind für einen Mann seines alters in dieser Welt schon eine lange Zeit); sondern nur verschollen. Ich hoffe sehr, das er noch eine Rolle spielt.


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    Ich wiß nicht, warum Tylstyr hier schon wieder geschüttelt werden soll.


    Das leuchtet mir allerdings auch nicht ein. Er begreift hier zum ersten Mal, das Fianna hinter den (Rache)Morden steckt. Er kann sie unmöglich verraten, und sich damit wieder schuldig machen. Ich hoffe er findet sie, und bekommt die Chance ihr zu helfen.
    Mir gefällt, wie sich Tylstyr entwickelt hat. Er ist jetzt ein richtiger Magier. Freut mich für ihn.
    Das Gespräch mit Tjorne fand ich sehr aufschlussreich. Irgendwie sind sich die beiden doch näher, als ich gedacht hatte. Und nun steht ja dem einstigen Jugendtraum gemeinsam auf große Fahrt zu gehen, nichts mehr im Wege.


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    Bei dem Streit im Tempel der Travia war ich verwundert, dass Eichward beschuldigt wurde.


    Das Eichward bestraft wurde hat mich nicht gewundert. Er hat die Regeln des Tempels so offensichtlich und unter Zeugen missachtet. Das kann Cunia nicht hinnehmen. Sie schickt ihn also weg.
    Mit seinen Feinden tut sie genau das selbe, Mehr Befugnisse dürfte sie nicht haben. Es wird ja auch keiner von ihnen wirklich bestraft. Sondern nur des Tempels verwiesen. Für etwas anderes gibt es wahrscheinlich keine Rechtsgrundlage.
    Eichward trifft es nur heftiger, weil er sein Dach über dem Kopf verliert. Und weil er mir als Leser näher und sympathisch ist. Aber nun ist er frei, bei einem der beiden Kapitäne anzuheuern.


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    ch denke Travia hat gesehen, dass da ein Schwelbrand in der Stadt ist, der den Winter über gefährlich werden könnte und sich etwas ausgedacht, wozu beide nicht nein sagen können und was diesen Brand ein für allemal löschen könnte. Zumindest ist die Stadt außer Gefahr.


    Das Motive für die Wettfahrt ist mir noch nicht so klar. Cunia hatte die Hetfrau ja wohl schon früher auf ihre von Travia geschickte Vision hingewiesen. Ich kann die Hetfrau verstehen, das sie ihre beiden besten Schiffskapitäne nicht für eine sinnlose Wettfahrt verlieren möchte, die ja gerade im Winter hochgradig gefährlich ist. Die Hetfrau sieht auch augenscheinlich keine Gefahr im Aufeinandertreffen von Phileasson und Beorn während des Hjaldings.
    Wieso hat die Göttin von Heim und Herd überhaupt so einen großen Einfluss in Thorwal?

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    Was hat Eddrik eigentlich gemacht als Tylstyr besoffen in der Ecke lag? Fröhlich mit dem Rest der Bande gezecht?


    Das glaube ich eher nicht. Er dürfte alle Hände voll damit zu tun gehabt haben, gegen diese versoffene Bande zu bestehen. Gleichzeitig hat er ja auch auf Tylstyr aufgepaast, wie er ja selbst sagt, hat er z.B. verhindert das Schlitzmaul auf ihn urinierte. In meinen Augen war es wohl alles andere als ein angenehmer Abend für Eddrik.


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    Von Warulf hätte ich allerdings etwas mehr Subtilität erwartet. Stattdessen gibt es platte Witze über Eddriks Aussehen. Da habe ich ihm wohl fälschlicherweise ein paar IQ und EQ Punkte zu viel zugeschrieben.


    Warulf ist mir gänzlich unsympathisch. Und das ist noch nett ausgedrückt. Er mag mal ein passabler 'Held' unter den ländlichen Thorwalern gewesen sein. Aber derzeit bringt er lieber wehrlose Menschen um, als sich wie ein Held zu verhalten.
    Aber in dieser Situation im Dialog mit Eddrik habe ich ein bißchen Bewunderung für ihn empfunden. Denn er scheint der einzige in der Runde zu sein, der die Beleidigungen Eddriks, gekleidet in hochtrabende Worte, zumindestens im Ansatz versteht. Zumindenstens zeigt mir das seine gute Gegenrede. Aber vielleicht war er auch nur noch nicht so besoffen.


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    Der für mich uninteressanteste Charakter in diesem Leseabschnitt war eindeutig Tylstyr. Der läuft so neben der Handlung her und wird nur durch die Aktionen der Anderen zu irgendwelchen eigenen Aktionen genötigt.


    Das du Tylstyr nicht z mögen scheinst, ist mir klar geworden. Bei mir ist das ganz anders (was ich auch schon dagelegt habe). Ich verstehe nur nicht ganz, warum Passivität (erzwungen oder nicht), Unentschlossenheit, Vorsicht und sicherlich auch Angst um das eigene Leben, gepaart mit der Liebe zum Vater (unbewußt), Loyalität zur Heimat und Friedfertigkeit so schlecht ankommen.
    Für mich ist er der einzige Charakter im Prolog, der so breit angelegt ist, das er wirkliche Handlungsoptionen und Potential zur Weiterentwicklung hat.
    Alle anderen sind mehr oder weniger stark in ihrer Welt und ihren Denkmustern gefangen; und kommen dort ach nicht hinaus, geschweige denn, das sie es überhaupt wollten.


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    Nach wie vor habe ich ein Problem damit, dass bei Fianna die eisige Kälte die wohl herrscht keine körperlichen Auswirkungen zu haben scheint. Keine Erfrierungen und sie braucht nur ein paar Versuche um aus der Höhle ohne Seil zu entkommen obwohl sie ja die ganze Zeit in einer Stellung gefesselt war. Warum man ihr jetzt auch noch den Arm inoperabel schreibt erklärt sich mir ehrlich gesagt auch nicht. Hat die arme Fianna nicht schon genug erduldet? Wenig glaubhaft ist auch, dass sie erst selbst sagt, dass sie wohl kaum Kraft für ihre Rache hat aufgrund der langen Gefangenschaft und der schlechten Nahrungsversorgung, aber gleich darauf, mit zusätzlich einem kaputten Arm, schafft sie es relativ problemfrei ihr Messer wieder zu bekommen, ihren Peiniger zu überwältigen und den sich windenden Schlitzmaul an den Haaren zu Strand zu ziehen.


    Ich finde es gar nicht so unglaubwürdig. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist Fianna seit knapp zwei Tagen nicht mehr gefesselt. Sie hatte also Zeit, ihren Körper wieder etwas beweglicher zu bekommen. Tylstyr hatte ihr auch noch etwas mehr Feuer da gelassen. Es dürfte also nicht ganz so kalt gewesen sein. Dazu kommt ihr unbändiger Zorn und der übergroße Wunsch nach Rache. Ihr Körper ist ihr völlig egal. Hauptsache er funktioniert und dient ihr.
    Als sie auf Schlitzmaul trifft, ist dieser besoffen. Und sie läßt ihn lange im Unklaren, wer ihm da im Dunkeln folgt. Er hat keine Zeit sich vorzubereiten. Dafür hält er sich dann ganz gut.
    Ich fand die Szene glaubwürdig und richtig spannend gemacht.

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    Alles in allem habe ich mir vom Finale etwas mehr erhofft,


    Das ging mir ganz genau so.


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    aber so weicht es eben doch auch von der typischen Heldenstory ab


    Inwiefern weicht denn die Geschichte bzw. das Finale von der 'typischen Heldenstory' in deinen Augen ab, Selene?
    Mir gefällt an dem Buch gerade, das es eine klassische Heldenstory ist. Die Grautöne sind gering. Gut und Böse sind eindeutig. Und Schwert und Magie (Gesang) treiben die Geschichte vorran, bis zum heroischen Ende mit Heldentod (Kaleona), beinahe Heldentod (Elena) und Rettung in letzter Minute.


    Da ich gerade auch in einer zweiten Fantasyleserunde hier dabei bin, kann man die Unterschiede sehr gut sehen.
    'Feuerstimmen' ist für mich ein spannender, actionreicher, heroischer 'FantasyOneNightStand'.
    Aber jetzt ist es auch erstmal wieder gut, und eine komplexere Geschichte muss her.

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    Er weiß, dass sie nicht mehr im Gefängnis ist - aber traut er ihr die Ausführung dieser Tat zu?


    Vielleicht traut er ihr die Tat nicht zu. Aber er hätte wenigstens daran denken können. Zumal er sich ja auch fragt, was mit ihr passiert ist.


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    Ich finde interessant, dass es auch in Bezug auf die Strandpiraterie der Dörfler (anders als in Bezug auf die Freiheitsberaubung mit Vergewaltigung) ein gewissen Verständnis in der Leserunde gibt. Du gehörst aber zu denjenigen, die ihre Tat aber rundheraus verurteilen, wenn ich Dich richtig verstehe?


    Ich kann ihre Tat durchaus nachvollziehen. Aber ich halte sie für feige und brutal.


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    Tylstyr verliert hier bei einigen ja an (teilweise auch gar nicht vorhandenen) Sympathiepunkten, aber ich kann sein Verhalten nachvollziehen - er steckt da ja auch einfach in einer emotionalen Zwickmühle. Auch wenn er sich bewusst ist, dass er nicht mehr hierher gehört und nicht wieder zurückkehren wird, so ist er doch mit diesem Dorf verbunden.


    Mir ist der angehende Magier durchaus sympathisch. Eigentlich verhält er sich klug, wenn vielleicht auch nur unterbewußt. Er weiß, das er im Dorf einen schweren Stand hat, wie schon immer. Das Leben an der Akademie in Thorwal hat seinen Ruf in der Heimat ja nicht verbessert. Er handelt im Rahmen seiner Möglichkeiten, und das macht er gut. Ich glaube, er hat auch noch die leise Hoffnung, das er vielleicht eines Tages mal wieder kommen kann.

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    Übrigens: vergewaltigt ihr in Spielrunden oder laßt ihr das die NPCs machen?


    Auf Spielerseite kommt das in meinen Runden nicht vor. Da ich eher zur guten Seite der Macht tendiere, ist das für mich ein NoGo.
    Ganz selten habe ich eine Vergewaltigung schon mal als 'Dramatisches' Mittel eingesetzt, um die Spieler zu 'motivieren' das Richtige zu tun. Dann allerdings ohne Details.


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    Es ist doch ein Dorf, welches von Strandräuberei lebt, oder habe ich das falsch verstanden?


    Das hatte ich zwar nicht so verstanden. Aber die Dörfler sind viel zu routiniert, um es das erste Mal zu machen.
    Aber das Überfallen und Töten sind sie wohl durchaus gewöhnt, wenn ich den Hetmann richtig verstanden habe. Sie verdingen sich ja wohl auf Schiffen, um auf Plünderfahrt zu gehen. Gibt es dafür eigentlich einen Begriff im Aventurischen?