Beiträge von Torshavn

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    Ein wirklich spannender zweiter Leseabschnitt :).
    Ich bin so froh, das Fianna sich selbst befreien konnte. Mutig diesen Aufstieg zu wagen, den die Jungmänner nur mit Seil bewerkstelligt haben. Eine sehr eindrückliche Szene. Ich stand ganz auf der Seite dieser gepeinigten Frau. Kein Funken Mitleid hatte ich für Eigil übrig. Und dann lebt er sogar noch, wenn auch nicht mehr für lange.
    Schade, das am Ende offen bleibt, was mit Fianna ist, bzw wo sie sich versteckt.
    Wieso glaubt Tylstyr eigentlich an die Rache von wiedergekehrten Toten? Er weiß doch, das Fianna nicht mehr in ihrem 'Gefängnis' sitzt. Da müßte er doch nur eins und eins zusammenzählen.
    Jetzt werde ich das ganze Buch über hoffen, etwas neues von Fianna zu hören. Ihr hoffentlich vielleicht sogar wieder zubegegnen. Ein cleverer Schachzug von euch :).


    Die Bewohner von Stainakr machen es einem wirklich leicht sie zu verachten. Wie sie Eddrik behandeln ist zum Kotzen. Ich bin froh, das es jetzt eine endgültige Trennung gibt, und Tylstyr wohl nicht ins Dorf zurückkommen kann.
    Er ist also ein Reisender, und will es auch sein. Eddrik ist wirklich ein guter Meister.
    Der Vater hat also doch noch ein paar Gefühle für seinen Sohn Tylstyr übrig. Das war schön zu sehen. Damit verstehe ich sein Verhalten allerdings noch weniger. Wieso behandelt Hagrid seinen Sohn so mies? Er ist doch eh nur zu Besuch. Er geht also auf alle Fälle wieder. Da könnte er ihn etwas freundlicher behandeln. Na was solls. Vielleicht höre ich ja noch mal von ihm.


    Eddrik ist ein wundersamer Magier. Irgendwie ist er cool. Er läßt sich nicht einschüchtern. Angst vor Menschen scheint er nicht zu kennen. Er hat eine herrliche Kombinationsgabe. Wie er aus dem Verhalten der Dorfbewohner herausgefunden hat, was passiert ist, ist klasse. Das hatte ein bißchen was von Sherlock.
    Ich mag den Alten. Wieso er allerdings den Hetmann noch gewarnt hat, will mir nicht so ganz in den Kopf. Immerhin scheint hier jemand ja so eine Art Vergeltung zu üben.


    Jetzt bin ich sehr gespannt, wie es weiter geht... :lesen:

    Zitat

    Wen mögt ihr lieber? Fianna oder Tylstyr?


    Von Mögen zu sprechen ist bei mir noch zu früh. Fianna hat mein Mitgefühl. Was sie durchmacht ist schrecklich. Ich hoffe, das Tylstyr sie dort herausholt.
    Tylstyr mag ich, generell solche Aussenseiter in ihrer Gesellschaft. Außerdem ist er ein angehender Zauberer in einer kriegerischen, abergläubischen Welt. Das macht ihn schon sympathisch.
    Auf seinen Lehrer und Mentor bin ich sehr gespannt. Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Sind die Menschen überall in Thorwall so magiefeindlich?


    Zitat

    Wie findet Ihr die Darstellung von Eigil? Er ist natürlich kein Sympathieträger, aber seht Ihr ihn plastisch vor Euch?


    Doch die Darstellung von Eigil finde ich gelungen. Ich sehe ihn durchaus vor mir, kann auch seine Gedanken und Handlungen nachvollziehen. Eigentlich ein armer Hund, der hier allerdings weit übers Ziel hinaus schießt.

    So die letzten Zeilen sind gelesen.
    Dieser Abschnitt ist noch mal richtig spannend. Der fünfte Drache gibt noch mal alles. Eine riesige Armee von Seeteufeln brandet gegen die Mauern von Acros. Ein weiteres riesiges Monster kostet Elena fast das Leben. Aber am Ende ist der fünfte Drache zurückgedrängt und alle Gegner besiegt.


    Das Gesangfinale ist wirklich beeindruckend. Interessant, aber nicht unerwartet, fand ich den Gedanken, das es am Ende das Duett von Aidan und Elena ist, das den Ausschlag gibt. Eine shöne Szene.


    Kaleona ist die einzige, die den Sieg mit ihrem Leben bezahlt, was in meinen Augen völlig unnötig war. Das hätte man auch anders lösen können.


    Revus ist der einzige, der am Ende wirklich die Zeche zahlen muss. Einst ein großer Sänger, bleibt er ohne Stimme. Er bekommt nicht mal einen Anwesenheitspart in der Schlussszene. Das fand ich sehr bedauerlich. Im ganzen Finale spielt Revus kaum eine Rolle.


    Noch bedauerlicher fand ich, das Sash eine absolute Nebenfigur bleibt, die genauso gut nicht hätte vorkommen können. Er taucht im Finale mit ca. 20 Seeteufeln auf, die er auf seine Seite bringen konnte. Er hat eine ganz kurze Sprechrolle und wird dann zum Halten der Innenburg weggeschickt. Und ward nicht mehr gesehen.


    Alles in allem ein schönes Finale.

    Damit würde ich persönlich überhaupt nicht rechnen. Kaleona wirkt so unnahbar, dass ich sie eigentlich für eine reine Einzelgängerin halte, die mit ihrer Pflicht "verheiratet" ist.
    Allerdings wären Revus und sie bestimmt ein interessantes Paar und es wäre wirklich schön auch mal die weiche Seite der Leibwächterin aufblitzen zu sehen. (Falls es die gibt.) ;)


    Das ist ein Gedanke, der mir auch gefallen würde. Revus hat ja irgendwann auch mal so salopp mit zerknirschtem Unterton Aidan gegenüber gesagt: 'Na klar, er kriegt die Königin'.
    Ich fände eine 'Doppelhochzeit' als Happy End eine gute Idee. Als Bonus bekommt Revus dann auch noch seine Stimme wieder.

    Damit die Frage nicht untergeht, zitiere ich mich mal selbst:

    Zitat

    Eine Frage Christoph:
    Unter Barden stelle ich mir normalerweise eher Sänger vor, nicht so sehr Kämpfer oder gar Militärstrategen. Wie hast du deine Barden Aidan und Revus entworfen? Woran hast du dich orientiert? Was hat dich inspiriert?

    Man müsste aber von dem Orakel erst mal wissen. Allgemein bekannt war es wohl nicht, so wie ich es verstanden habe. "Pilgerströme" waren also nicht zu erwarten. ;) und hatte nicht das Amulett auch eine "öffnende Wirkung"? Ich fand es eigentlich mal ganz angenehm, dass nicht erst vier Rätsel oder Gefahren zu überstehen waren, um dort Einlass zu bekommen.


    Na ja so leicht fand ich es gar nicht. Das Wissen um das Orakel haben ja Elena und Kaleona von den Inseln mitgebracht, aus dem Reisebericht eines Vorfahren. Aidan und Revus kannte es ja gar nicht. Dann haben sie ein paar alte Liedtexte interpretiert und dann noch ergänzende Infos aus dieser einen Bibliothek geholt.
    Eigentlich mal eine klasse Sache: keine Rätsel und tödliche Gefahren bei der Informationsbeschaffung, sondern 'simple' Bibliotheksarbeit. Mir hat das sehr gut gefallen.
    Und dann haben ja auch Aidan und Elena eine besondere magische Begabung, vielleicht hat ihnen das, die Arbeit auch erleichtert.
    Ich fand's glaubwürdig und nachvollziehbar.

    Zitat

    Endlich erzählt Aidan ein wenig mehr über seine Vergangenheit. Elena gegenüber kann er sich öffnen und zurückblickend erzählen. Er erscheint mir hier als tragischer Held


    Also da hätte ich bei weitem mehr erwartet. Als tragischen Helden sehe ich ihn in seiner Rückschau nicht. Gott er hat sich für einen Helden der alten Lieder gehalten und in diesem Wahn für die falsche Seite gekämpft und auch noch haushoch verloren, wo bei jede Menge Menschen ihr Leben lassen mussten. Das ist schon vielen Anführern passiert.
    Für mich ist das kein überzeugendes Argument für sein langes Schweigen, für sein zielloses Herrumziehen außerhalb der Zivilisation.
    Das was ihm jetzt bevorsteht, könnte ihn zu einem tragischen Helden machen.


    Zitat

    Und so fand ich es sehr schön und berührend, wie sie sich trotz der düsteren Lage in der paradiesischen Höhle lieben und somit ein Stück Glück und Vergessen genießen dürfen.


    Eine bewegende Szene an einem herrlichen Ort für wahr. Aber viel zu kurz geschildert, nur eine halbe Seite. Ich musste bei der Szene unwillkürlich an 'Game of Thrones' denken, die Szene als sich Jon und Ygritte in der Höhle mit der heißen Quelle lieben. Das Kopfkino hat irgendwie beide Szenen zusammen gebracht. Dann hat's für mich gepasst.


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    mit denen sie gemeinsam den Bardenruf werden singen können.


    Die Szene hat mich wirklich berührt, als Aidan die Barden & Bardinnen der Welt rief und sie zu den Insel rief. Da hatte ich echt Gänsehaut, war total dabei und mir sicher, das nichts diese gemeinsame Kraft aufhalten kann, schon gar kein zorniger fünfter Drache.

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    In diesem Punkt ist das Buch storymäßig leider sehr vorhersehbar und für mich daher oft langweilig.


    Mittlerweile lese ich das Buch nicht mehr wegen der Story, die wirklich keine Überraschungen bietet, sondern z.B. wegen der Schauplätze. Gerade in diesem Leseabschnitt sind die Naturbeschreibungen wunderbar, die Höhle ist großartig geschildert. Ich habe wirklich das Gefühl da zu sein. Das ist klasse. Und mich fasziniert die Bardenmagie, dieses Zusammenspiel von Musik und Magie.


    Klasse fand ich Elena auf Jagd. Die armen Kaninchen haben ja überhaupt keine Chance. Weglaufen ist nicht, daneben schießen kann sie nicht. Sie trennt einfach den Lebensfunken vom Körper mit ihrer Magie und fertig. Eigentlich gruselig, wenn man es bedenkt. Bei Menschen funktioniert das nicht oder?


    Weiterhin geht es mir so, das ich nicht wirklich Angst um die Charaktere habe. Selbst als Revus Aidan die Kehle aufschlitzt, weiß ich das er es überlebt. Erst wenn sie ihre Aufgabe erledigt haben, bzw. unmittelbar vor der Lösung stehen, könnte ich mir vorstellen, das einige aus dem Heldenteam abtreten müssen. Aber ganz ehrlich: ich hätte hier auch nichts gegen ein Happy End, die vier dürfen ruhig überleben...

    Habt ihr beide die CD und hört nebenbei Van Canto oder findet ihr nur den Schreibstil musikalisch?


    Ich habe zwar CD (höre ich nicht dabei) und Hörbuch (höre ich paralell auf dem Weg zur Arbeit), aber ich meinte eher das Einbeziehen der Musik in den Text, einmal ganz ersichtlich durch das Einfügen der Bardenlieder, und zum anderen scheint mir die Musik überall präsent, in allem zu liegen, ein wichtiger Teil der Welt zu sein. Das lese ich schon heraus. Mich erinnert das ein bißchen an das Schöpfungslied in den Mittelerdebüchern von Tolkien.

    Zitat

    Mir gefällt es, wie sich hier die Musik durch das Buch zieht. Es sind so viele kleine Details oder Bemerkungen und Beschreibungen, die musikalisch wirken... Ich habe oft das Gefühl, Musik zu hören, obwohl ich es nicht tue. Hmmm, wie auch immer, es ist irgendwie ein schönes Lesegefühl.


    Diese Verbindung zwischen Literatur und Musik gefällt mir auch sehr gut. Das erinnert mich sehr stark an einige Romane von Anne McCaffrey aus ihrem PERN- Zyklus.

    Zitat

    Worüber ich am meisten grübele ist der "Bardenruf". Aidan besiegt alle, aber wie? Fallen dann plötzlich alle tot um? Laufen alle vor Schreck davon? Wie hat er die Seeteufel besiegt? Wie wirkt seine Magie?


    Aidan versucht es ja im Gespräch mit Elena zu erklären (S.223ff). Er spricht von der Harmonie, die alles durchdringt, die er hören bzw. spüren kann. Mit seinem 'Bardenruf' einer Art Gesang kann er diese Harmonie direkt beeinflussen. Das wirkt dann zerstörerisch, in diesem Falle auf die Seeteufel. Oder ruft zumindestens Chaos hervor.
    Und irgendwann hat er diesen Bardensturm wohl mal exisiv eingesetzt und damit großes Unheil angerichtet (daher seine Alpträume).
    Diese uralte Magie beherrschen wohl auch nur ganz wenige Barden im Laufe der Geschichte. Revus kann es wohl nicht.
    So habe ich es verstanden, herausgelesen aus dem, was wir bisher erfahren haben.

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    Meine Überraschung war dann auch sehr groß, nämlich als sich ein Seeteufel als Verbündeter vorstellte. Damit hätte ich nicht gerechnet.


    Das ging mir genau so. Ich weiß auch noch nicht, ob ich das wirklich brauche. Einen Seeteufel als verbündeten, die bisher 'bösen' ein bißchen besser machen? Schauen wir mal, was daraus noch wird.


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    Die heulenden Bestien im Wald waren etwas unheimlich, aber Waldszenen finde ich oft unheimlich.


    Mir ging es da ganz anders. Ich mag Wald :). Mir war die Szene eher zu kurz. Da hätte ich gerne mehr erfahren.

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    Und auch euch anderen Lesern scheint es wohl so zu gehen, dass ihr nicht richtig vorwärts kommt?!?


    Ehrlich gesagt stehe ich schon recht lange an dieser Stelle. Denn ich habe in meinem ersten Leserausch :lesen: erst hier halt gemacht.


    Derzeit höre ich das Hörbuch morgens auf dem weg zur Arbeit. Es führt mir zwar die Story noch mal vor Augen. Aber die Stimme des Vorlesenden haut mich nicht gerade vom Hocker. Es klingt ein bißchen einförmig. Die Lieder zwischendrin lockern das ganze gut auf.


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    Dies liegt daran, dass der Abschnitt für mich teilweise langweilig zu lesen war. Es wird gereist und es wird gegen Monster gekämpft.


    Ich finde das Kapitel alles andere als langweilig. Gerade das erste Drittel, der Kampf um Gorinth, war großartig. Nicht nur wegen des Kämpfens gegen Monster. Hier ist mir eher zum ersten Mal richtig deutlich geworden, wie mächtig Aidan ist. Er verbindet Kampf mit Musik (Magie). Das war schon sehr beeindruckend.
    Außerdem zeigt mir der Leseabschnitt einen ganz anderen Teil von Elenas Persönlichkeit. Das sie kämpfen kann, hat sie ja schon bewiesen. Auch eine gewisse Führungsstärke habe ich an ihr schon gesehen. Aber all diese Eigenschaften in einer Schlacht vereint gezeigt, fand ich schon bemerkenswert. Sie ist neben Aidan der Motor und der Garant fürs Gelingen bei der Verteidigung des Hafens bzw des Weges in die Stadt.


    Die Reise in die Hornberge empfand ich dann als wohltuende Ruhepause, die mir auch ein bißchen mehr vom Land (der Welt) gezeigt hat.