Beiträge von bookstars

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    Über die beiden gibt es sehr viel Literatur. Wenn man in den Bibilotheken nachsucht, findet man eigentlich über alle Figuren etwas.
    Wen es interessiert, hier der Link zum Thema Heiligsprechung Heinrich und Kunigunde:
    https://www.heiligenlexikon.de/BiographienH/Heinrich_II.html


    Herzlichen Dank liebe Doris für den interessanten Link. :bussi:
    Sehr spannend ist ja auch der ausführliche Kommentar, der mit folgenden Worten schließt:
    "Die vorstehenden Ausführungen jedenfalls zeigen die zur Gewalt neigende Seite des Heiligen.
    (Prof. Helmut Bouzek über E-Mail, 21. Dezember 2011)"


    Wann man das alles so zu Heinrich liest, finde ich, dass du seinen Charakter und seine beiden Seiten in dem Roman sehr gut getroffen und veranschaulicht hast. 8)
    Und mit dem Hintergrund bin ich wohl auch nicht allein mit der Skepsis, wieso dieser Mann heilig gesprochen wurde. ;D
    Wenn man sich dann allerdings ansieht, wann das geschehen ist (4. März 1146 von Papst Eugen III.), wird doch einiges klarer - zu der Zeit galten doch noch völlig andere Kriterien und wer weiß schon, zu welchem Lager dieser Papst Eugen zählte.

    Zitat

    Hey, ich fände es ja klasse, wenn sie Kirschbaum heiraten würde und die beiden dann nach Amerika gingen (in Elberfeld könnten sie natürlich nicht bleiben, sie wären dann geächtet, und zwar alle Beide).


    Ja, der Gedanke gefällt mir auch sehr.
    Schade, dass Kirschbaum so zurückhaltend ist und ihr bisher noch nicht so richtig gezeigt hat, wie wichtig sie ihm ist.
    Ich finde auch, dass sie sehr gut zusammenpassen, auch wenn er sicher wesentlich älter als sie ist.
    Dies wäre dann aber ein sehr mutiger Schritt sich zu einer Ehe mit einem Juden zu bekennen, der sie bestimmt von ihrem strenggläubigen Elternhaus entzweien würde.
    Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob unter den Umständen überhaupt eine Heirat damals möglich war oder ob nicht einer von beiden konvertieren müsste?



    Ja, Dorotheas Doppelleben steht auf wackligen Beinen. Ich befürchtete auch bei jeder weiteren Seite, die ich gelesen habe, dass alles zusammenbricht. Ich bin gespannt, was dann passiert. Kommt es zu einem Bruch mit ihren Eltern? Muss sie ihr Leben, so wie sie es leben will, aufgeben? Ich hoffe sehr, dass sie stark genug ist, das zu verhindern.


    Ich befürchte auch, dass dies nicht mehr lange gutgehen wird.
    Außerdem wird sie sicher immer häufiger von ihrem jungen Verehrer belagert werden, so dass sie sich zunehmend weniger Freiräume nehmen kann.



    Bei den Personen in der Gegenwart wissen wir noch zu wenig, um uns ein Bild machen zu können.
    Falk und Nora sind schon einigermaßen plastisch, aber die Anderen sind noch ein bisschen vage.


    So geht es mir auch - es ist einfach noch etwas zu früh, um die vielen Nebenfiguren und ihr Verhalten einschätzen zu können.
    Dorothea und Rosalie sind mir da schon wesentlich vertrauter ... ;)

    Ein sehr interessanter 2. Abschnitt, der uns nun auch in die Gegenwart mit ganz neuen Figuren führt.
    Ich bin schon sehr gespannt, wie die verschiedenen Erzählstränge schließlich zusammenfinden werden. ;)


    Der so fortschrittlich denkende Minter ist also tatsächlich verheiratet und hat deshalb versucht, noch rechtzeitig die Notbremse zu ziehen.
    Wie wir später andeutungsweise von Rosalie erfahren, hat ihr Entschluss sich möglichst voneinander fern zu halten, nicht viel gebracht und sie treffen sich nun doch heimlich.
    Diese ganze Lügerei und Angst vor Entdeckung wird auf Dauer sicher ganz schön anstrengend.
    Rosalie kann einem wirklich leid tun, da trifft sie endlich mal einen Mann, der sie in ihrem Forschergeist ermutigt und zu dem sie sich hingezogen fühlt und dann ist er unerreichbar für sie.
    Aber auch Minter muss doch mit seinem Schicksal ganz schön hadern – mit seiner sehr kranken Frau wird er niemals mehr ein normales Leben führen können und zudem ist es nicht absehbar, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird.


    Eine große Überraschung war ja, dass die Todesnachricht nicht Lioba oder Traugott gegolten hatte, sondern Dorotheas geliebtem Bruder Hermann. Welch ein tragischer Unfall!
    Die gebrechliche Tante hält sich aber wirklich erstaunlich gut, so dass Dorotheas Doppelleben immer noch unentdeckt weiter gehen kann! ;D


    Sehr witzig sind ja die Avancen des jungen Missionars aus Afrika, der sicher von den Eltern ermutigt wurde, einen Vorstoss bei ihr zu wagen.
    Ganz schön forsch geht er zur Sache, auch wenn Dorothea eher sehr reserviert reagiert, wird sie sicher aus allen Wolken fallen, wenn er noch konkreter wird und ihr einen Antrag macht.
    Ich habe das Gefühl, dass er für seine Missionsarbeit noch dringend eine weibliche Hilfe gebrauchen könnte.
    Die müßige Zeit des Lesens wäre dann sicher für sie vorbei! ;D


    Schade eigentlich, dass wir hier nichts Neues mehr zu den Knochenfunden erfahren, aber die Diskussion über die Bewertung scheint in Fachkreisen ja sehr hitzig verlaufen zu sein.
    Unter dem Aspekt ist auch der Sprung in die Gegenwart sehr spannend.


    Falk als Grabungsleiter, will scheinbar unbedingt einen sensationellen Fund machen und mit den genetischen Untersuchungen seine Abstammungstheorien belegen.
    4 Wochen finde ich für derartige Grabungen aber echt sehr knapp angesetzt, denn sie haben doch gar keine Ahnung ob und wo dort etwas zu finden ist.
    Meine Güte Falk ist aber ein schwieriger Charakter, der oft ziemlich unbeherrscht, egoistisch und abweisend sein kann.
    Sehr sympathisch kommt er bei mir nicht an und man spürt deutlich, dass Nora diese Ehe nicht sehr gut tut.
    Warum sie wohl nach der langen Studienzeit, dann doch ihren Abschluss in Archäologie nicht gemacht hat?
    Irgendwie schade so kurz vor Schluss mit nichts in der Hand da zustehen und als einfache Hilfskraft bei dem Projekt mit zu machen.
    Ob sie wohl unter Depressionen litt?


    Aus diesem Robert werde ich auch noch nicht so richtig schlau, er scheint sich aber nach seiner Trennung für Nora zu interessieren und auch sie mag ihn offensichtlich. Na das kann ja noch lustig werden!
    Hoffentlich bekommt Nora nach ihrem tollen Knochenfund wieder etwas mehr Auftrieb und Selbstvertrauen und kann ihr Tief überwinden.


    Ich bin ja sehr gespannt, was bei der Knochenschnellanalyse rauskommt und ob die Grabungen verlängert werden.


    Total fesselnd fand ich übrigens die Beschreibung der Vorbereitung und Durchführung ihrer archäologischen Arbeiten … das klingt nach viel Recherchearbeit und Vorortbegehungen!
    Zu der Höhle wäre ich auch mal gerne mitgekommen. 8)


    Es ist eine unmögliche Entscheidung. Sie kann nicht bleiben, er kann nicht gehen.
    Wobei ich nicht so ganz nachvollziehen kann, warum er das Gefühl hat, seine Freunde ein zweites Mal zu töten, wenn er geht. Sie leben doch, aber eben in dieser Realität, ohne ihn in dieser Form. Aber ein anderer Josh ist ja dort und wenn es nach Lindsey geht, hätte sie diesen wohl lieber als den "echten" Josh, der ihr auf einmal völlig fremd ist.
    Was für ein Kuddelmuddel.


    Ja Josh steckt jetzt wirklich in einer Zwickmühle!
    Wobei ich mich auch etwas gewundert habe, warum er überhaupt zögert mit Sarah zu gehen.
    Denn seine Begegnung mit Lindsey war ja nun auch nicht so überwältigend ... ;)
    Nun weiß er doch, dass seine Freunde glücklich sind in einer anderen Realität.
    Nach seiner vielen Realitäten-Erfahrung hätte er sich das aber auch schon denken können ...

    Sarah ist nun in einer Realität gelandet, die zunächst fast wie ihr altes Leben zu sein scheint.
    Waren die Geschehnisse vorher etwa nur ein übler Albtraum von Sarah?
    Es kommt einem fast wie eine Familien-Idylle vor, so harmonisch und herzlich ist der Umgang mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Ben.
    Auch ihre beste Freundin Lona scheint völlig unverändert in ihrem Verhalten zu sein.
    Nur Patrick verhält sich in dieser Version ja extrem eifersüchtig … ;)


    Doch auch diese Realität entwickelt sich wieder ziemlich rasch zu einer Katastrophe, mit der man gar nicht gerechnet hat.
    Zumindest wenn man den Klappentext nicht gelesen hat. ;D


    Nur einen ganz kurzen Moment lässt Sarah ihren schlafenden Bruder Ben aus den Augen, um sich von Lona zu verabschieden, und schon befindet sie sich im nächsten Albtraum.
    Wie grauenvoll - nun hat auch sie genau wie Josh einen ihr nahestehenden Menschen verloren und große Schuld auf sich geladen…


    Ich habe mich allerdings etwas über den Zeitverlauf gewundert – Lona und die anderen Jungs waren doch ganz in der Nähe, das Gespräch dauerte auch nicht gerade lange und schon ist Ben ertrunken, ohne dass irgendeinem etwas aufgefallen wäre?
    Das mit dem Badeunfall ist mir irgendwie etwas zu schnell gegangen!


    Welch eine Ironie des Schicksals, dass Josh ausgerechnet jetzt endlich die Realität wiedergefunden hat, in der seine Freunde und Lindsey leben.
    Allerdings muss er beim Treffen mit seiner geliebten Lindsey feststellen, dass ihre Beziehung ja auch nicht unverändert ist und so ohne weiteres fortgeführt werden kann.
    Für Josh scheint es sofort klar zu sein, dass Sarah in eine neue Realität wechseln muss, um die Tragödie um den Tod ihres Bruders nicht durchmachen zu müssen und mit den Schuldgefühlen leben zu müssen.
    Doch weiß er auch, dass es jedesmal wieder unklar ist, was einen dort erwarten wird.


    Nun steckt er aber in einem echten Gewissenskonflikt:
    Wird er wieder mit ihr gehen in der Hoffnung, dort ebenfalls ihr Glück zu finden und den gesunden Ben anzutreffen oder gibt er Sarah auf und gibt seiner Liebe zu Lindsey noch eine Chance?
    Eine schwierige Entscheidung, denn in keiner Realität wird alles perfekt sein …und irgendwann sollte man sich doch auch mal mit dem Schicksal arrangieren und sein Glück finden. ;)


    Dass Heinrich und Gerhard jedoch den Schädel des Skelettes einfach mitnehmen, ist ein starkes Stück. Aber gut, nun hat man zwei Klöster, die Pilger anziehen und man dadurch verdienen kann. Ob das mit ein Grund für die Aktion ist?


    Das hätte ein Grund sein können, aber er hat die Schädelreliquie ja der Öffentlichkeit vorbehalten.
    Soviel ich weiß, ist diese ja auch erst sehr spät aufgetaucht und erst 2003 konnte man dann bestätigen, dass Schädel und Skelett zusammengehören!


    Zitat

    Allerdings - wo wollen sie sonst hin? Aus dem Konvent austreten, und was machen sie dann? Würden ihre Familien sie wieder aufnehmen? Vielleicht könnten sie in ein Nicht-Benediktinerinnen-Kloster gehen, wo die Regeln nicht ganz so streng sind.


    Ich könnte mir auch vorstellen, dass einige adelige Familien für ihre Töchter doch ein anderes Kloster auswählen werden.
    Mussten diese eigentlich für die Aufnahme und Unterhalt der Mädchen etwas an die Klöster zahlen?

    Zitat

    Wie schon geschrieben, ihre Gefühle füreinander konnte ich nur schwer nachempfinden (vor allem die von Tuta für Gerhard), aber du hast recht, wie sie damit umgehen, wirkt sehr glaubwürdig.


    Tutas plötzliche Zuneigung/Verliebheit für Gerhard hat mich ehrlich gesagt auch sehr erstaunt, damit hätte ich nach den vielen Wortgefechten vorher nicht so schnell gerechnet.
    Vor allem nicht, dass sie sogar bereit ist, ihm körperlich derart nahe zu sein.
    Aber durch seine Krankheit waren es ja auch ganz besondere Umstände ;D
    Und zumindest wirkt Gerhard nach seinen spannenden Fieberträumen doch wesentlich verständnisvoller und menschlicher als zuvor. ;D


    Immerhin hat es ja am Ende dazu geführt, dass Gerhard zwar viele, teilweise im Sinne Heinrichs notwendige Veränderungen im Kloster durchsetzen wird, aber doch eine gewisse Milde und Verständnis für das Frauenkloster mitbringt.
    Trotzdem bringen die Veränderungen für einige doch sehr harte Einschnitte mit sich und auf jeglichen Komfort müssen sie nun ganz verzichten.


    Hmm…die Graböffnung von Irmengards Ruhestätte hat mich schon etwas verwundert – was hat sich Heinrich davon eigentlich versprochen? Ich habe es aus der Schilderung nicht ganz herauslesen können, ob die nun ein Akt der Erhebung sein sollte, als Vorbereitung auf eine spätere Heiligsprechung?
    Das „Wunder“ durch den plötzlichen Verfall der sterblichen Überreste, das sie dann miterleben durften, war ja echt gruselig und dürfte sich ja sicher später noch mehr zu ihrer Verehrung beigetragen haben.
    Ist in den historischen Quellen eigentlich tatsächlich etwas Außergewöhnliches vermerkt worden oder ist dies reine Fiktion?


    Interessant ist ja, dass Heinrich offenbar eine Seligsprechung gar nicht weiter vorgetrieben hat bzw erwirken konnte, denn diese ist erst 1922 erfolgt.
    Hat der listige Heinrich das Ganze nur geschickt eingefädelt, um sich den Schädel der Reliquie unter den Nagel zu reißen und ins Kloster Seeon zu bringen? ;)


    Azos weitere Entwicklung hat mich etwas enttäuscht.
    Ich finde auch, dass er sich bei Sophias Entjungferung und Verführung doch recht wenig nobel verhalten hat und sie insgesamt auch sehr herablassend behandelt.
    Das hatte sich anfangs noch etwas anders gelesen.
    Ob er mittlerweile erfahren hat, dass der Putsch von Heinrich gescheitert ist und sie als Geisel eigentlich recht wertlos für ihn ist?
    Nicht auszudenken, wenn er Sophia zur Heirat zwingt, wo sie doch ihre Bestimmung als Nonne zuvor schon gefunden hatte und eine Rückkehr nach Frauenwörth ins Kloster unmöglich wird.
    Oder haben auch gefallene Mädchen damals im Kloster Zuflucht finden können?


    Ich hoffe ja nur, dass Heinrich nun wirklich etwas zur Rettung Sophias unternehmen wird.
    Aber warum sollte er sich für die Schwester eines Verräters einsetzen?


    Ich bin sehr gespannt, wie es nun noch weitergehen wird.

    Hallo Ihr Lieben, liebe Gina,


    ich habe heute morgen den ersten Abschnitt fertig gelesen und bin schon mitten in der fesselnden Geschichte.
    Ein echt spannendes und teilweise auch amüsantes Thema, die Hintergründe und Reaktionen auf den Fund des Neanderthalers zu einem historischen Roman zu verflechten!


    Sehr gut gefallen mir auch die an den Kapitelanfang gestellten Zitate aus den historischen Publikationen jener Zeit! ;D
    Die im Prolog erwähnte alte Dame mit ihrer Enkelin wird vermutlich Rosalie sein, denn aus dem bisher gelesenen hat Dorothea doch kaum Interesse an dem sensationellen Fund gezeigt.


    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich Rosalie später noch sehr für die wissenschaftliche Analyse der Knochenfunde eingesetzt hat.
    Sehr spannend ist ja, wie die Knochenfunde damals in der Gesellschaft aber auch der Fachwelt aufgefasst wurden und Konflikte mit den fundamentalen Glaubensgrundsätzen verursacht haben – eine 2 Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte des Menschen passte da einfach nicht ins Bild.


    Zitat

    Obwohl ich noch keine Ahnung habe, wo das alles hinführt, bin ich dank Ginas Schreibstil schon wieder wunderbar in die Handlung eingetaucht.


    Ja der Schreibstil ist wirklich toll!
    Etwas aus dem Lesefluss haben mich allerdings die Perspektivwechsel gebracht, die leider oft nicht durch einen kleinen Abstand zum Absatz kenntlich gemacht sind bzw. ein Abstand erst nach dem 1. Abschnitt erfolgt.


    Die beiden Freundinnen und ihr Weltbild sind wirklich extrem unterschiedlich und doch lehnen sie sich insgeheim gegen die ihnen auferlegten gesellschaftlichen Beschränkungen auf und wollen sich nicht so recht in das damalige Frauenbild einfügen.
    Dorothea mit ihrer pietistischen Erziehung ist ein wahrer Büchernarr, die nur in aller Heimlichkeit ihrer Leidenschaft nachgehen darf. Rosalie hingegen ist sehr frei in ihrem Denken aufgewachsen und die naturwissenschaftliche Sichtweise ihres Vaters sie geprägt hat. Traurig, dass ihr Vater sie in ihrem Interesse an den Naturwissenschaften nicht mehr fördert und ihr eine Perspektive für die Zukunft jenseits der üblichen Rolle bietet.
    Immerhin darf sie ihn bei seiner Arbeit als Arzt assistieren und bei den fachlichen Diskussionen als Publikum und Dienerin anwesend sein, aber es trifft sie schon sehr hart, dass er sie als Diskussionspartnerin einfach nicht ernst nimmt und wie Luft behandelt.


    Ganz anders ist da ja der junge Apotheker Minter, zu dem Rosalie sich hingezogen fühlt.
    Er hat sehr wohl bemerkt, dass sie etwas zu sagen hat und mit der Materie vertraut ist.
    Sehr komisch finde ich aber, dass er sie einerseits ermuntert ihre Gedanken auszusprechen und sich durchzusetzen, sie dann nach dem Ausflug aber regelrecht meidet.
    War ihm die Nähe und Vertrautheit dann doch peinlich und er hatte das Gefühl zu weit gegangen zu sein?
    Ich bin gespannt, was er ihr so dringend zu sagen hat… und warum er dafür eine solange Anlaufzeit braucht. ;)


    Dorotheas heimliche Arbeit in der Leihbücherei von Herrn Kirschbaum scheint dem Ende zuzugehen, denn ich befürchte dass Tante Lioba nun gestorben ist. Somit hat sie keine plausible Erklärung mehr für ihr Fehlen zuhause.
    Sie hätte vielleicht schon eher Kirschbaums Rat befolgen sollen und ihrer Familie etwas erzählen sollen.


    Hmm ich bin gespannt, was sie nun machen wird, denn ich glaube ja, dass ihr neben der Arbeit auch Kirschbaum als interessanter Mensch an Herz gewachsen ist. ;D


    Interessant finde ich auch, dass man lange davon ausging, dass besiegte Burgen niedergebrannt wurden. Neueste Forschungen beweisen aber, dass lediglich der Boden zerschlagen wurde, denn faktisch gehörte die Burg auch dem König und es machte daher keinen Sinn sie zu zerstören, dienten sie doch der Sicherung des Reichs.


    Ja toll, dass dies eingebaut wurde, diese Tatsache war mir auch ganz neu und habe noch nie etwas darüber gelesen.
    Bisher war mir nur das "Schleifen" der Burgen ein Begriff!



    Weißt Du, dass er sogar heilig gesprochen wurde?


    Danke für den Hinweis!
    Ich habe mal im Glossar nachgeschlagen - dort wird es gar nicht erwähnt!
    Das ist ja spannend - nein das wusste ich nicht und wundert mich ehrlich gesagt sogar ein wenig!
    Für welche mildtätigen Taten wurde ihm dies posthum gewährt? ;D


    Ich finde es ja immer wieder toll, was man bei den Leserunden noch so alles hinzulernt!
    Auf welche Quellen hast du bei deinen Recherchen zurückgreifen können und war es schwer, zu den Figuren überhaupt verwertbares Material zu erhalten?


    Das habe ich mich auch gefragt, aber vielleicht ist es nur Josh vorbehalten, über diese Brücke in eine andere Realität zu springen...


    Ich denke auch, dass nur Josh das Szenario auf der Brücke auslösen kann, aber ich habe eher daran gedacht, dass er sie dann mitnehmen könnte.
    Es allerdings auszuprobieren ist etwas heikel ... denn falls es nicht klappt, wäre Sarah tot und nicht gemeinsam mit Josh in einer neuen Realität. ;)



    Die Schilderungen des geschlossenen Parks erinnern mich total an den Spreepark in Berlin.


    Daran musste ich auch sofort denken und ich hätte es auch ziemlich cool gefunden, wenn die ganze Geschichte in Berlin spielen würde ;)



    Ich dachte mir einfach, dass es vielleicht die Sarah aus der Realität war. Schauen wir uns das mal Anschaulicher an: In Realität A lebt Sarah A (unsere Protagonistin, die wir kennen), in Realität B lebt Sarah B usw.. Sarah A rutscht nun in Realität B. Sarah B rutscht in Realität C. Sarah B hatte am vorherigen Tag den Amoklauf begangen, da nun aber unsere Sarah A in dieser Realität ist, weiß sie dies ja nicht, da sie andere Erinnerungen an den vorherigen Tag hat. Sarah B wird sich in Realität C nun vielleicht fragen, warum sie niemand für den Amoklauf sucht. Versteht ihr, wie ich mir das gedacht hab? :D


    Wow das klingt echt spannend!
    Ich merke gerade je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bekomme ich einen Knoten ins Gehirn - das ist ja genauso wie bei den Zeitreise-Geschichten, bei denen ich irgendwann auf dem Schlauch stehe, weil es extrem Kompliziert und oft unlogisch wird ... ;D

    Hier ist es ja ganz ruhig geworden ... :o


    Ich war ganz überrascht, dass wir Joshs trauriges Geheimnis und seine tragische Vorgeschichte jetzt schon erfahren.
    Mit diesem Wissen versteht man schon sehr viel besser, warum Josh nach dem durch ihn verschuldeten Autounfall so viele Schuldgefühle mit sich herumschleppt und immer wieder aufs Neue von der Brücke in eine andere Welt springen will, um mit viel Glück eine Realität zu finden, in der Joshs Freunde noch leben.
    Ob er dann aber so einfach in sein altes Leben wieder schlüpfen kann, denn identisch wird ja keine Realität sein und immer irgendetwas Falsch erscheinen.
    Wobei ich mich frage, warum er nicht irgendwann seine verzweifelten Versuche eingestellt hat.
    Vielleicht macht das Springen ja abhängig? ;)


    Die Wandlungen der Tante waren ja echt amüsant … eine ganze Bandbreite an Charakteren.;D
    Das hat ihm manchmal das Springen sicher leichter gemacht, bis er dann eben Sarah kennenlernt und ihn umdenken lässt.
    Inzwischen scheinen sich ja Josh und Sarah ineinander verliebt zu haben und eine engere Bindung aufzubauen.


    Sarahs Aufenthalt in dieser entsetzlichen Realität entwickelt sich immer mehr zu einem Albtraum, dem sie schnellstens entkommen muss.
    Ich glaube nicht, dass es bei der aufgeheizten Stimmung viel bringen würde sich zu stellen, um die Verdächtigungen gegen sie aufzuklären und ihre Unschuld zu beweisen.
    Aber durch Josh weiß sie ja, wie sie sich aus ihrer ausweglosen Lage befreien kann – also braucht sie sich um eine andere Lösung gar nicht großartig zu bemühen.


    Zum Ende hin ist es echt ein Wettlauf mit der Zeit!
    Welch ein Glück, dass es ihr gerade eben noch gelingt, in eine neue Welt zu schlüpfen und vor allem Josh noch mitzunehmen.
    Das war ganz schön knapp!
    Die Sache mit Patrick war schon sehr heftig – ich hätte ja nie gedacht, dass er so skrupellos auf sie schießen würde, um an das Kopfgeld zu kommen.
    Wie hat Sarah Patrick nur so blindlings vertrauen können?
    Vor allem, weil ihr das Telefonat schon so seltsam vorkam … aber das Tückische mit den Realitäten ist ja, dass einiges unverändert ist, während anderes sich ständig verändert wie wir bei Joshs Tante sehr schön mitverfolgen konnten.
    Josh hätte sie nach seinen vielen Erfahrungen mit den Realitäten vielleicht besser darauf vorbereiten sollen, dass auch Patrick in dieser Realität ein anderer sein könnte und gar nicht mit ihr befreundet ist.


    Schade, dass die genaueren Umstände des Amoklaufs, ihre mutmaßliche Beteiligung daran bzw wer sie hier linken wollte, nicht aufklärt werden.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie die Täterin ist, denn dann müsste sie doch wissen, dass sie daran beteiligt war?
    Jetzt bin ich sehr gespannt, wie die nächste Realität aussehen wird und was nun auf sie zukommen wird…
    Ob Sarah in der neuen Welt mehr Glück hat und wieder ein normales Leben führen kann?

    Der Krieg gegen König Heinrich war ja erstaunlich schnell niedergeschlagen – trotz der Verbündeten kam es mir eher wie ein kleines, wenig durchdachtes „Revöltchen“ vor, dass Heinrich durch seine Übermacht und seiner Hintergrundinfos sehr schnell in den Griff bekommen hat.
    Ich bin ganz glücklich, dass uns die Beschreibungen blutiger Schlachten erspart geblieben sind. ;)
    Nacheinander fallen bei den kriegerischen Auseinandersetzungen die Burgen Ammerthal , Creußen, Kronach und Schweinfurt in die Hände von Heinrich.
    Und nach seiner Niederlage bleibt Hezilo nur die Flucht zu seinem Verbündeten, dem polnischen Herzog Boleslaw Chrobry – was es sicher nicht einfacher machen wird, mit ihm in Verhandlungen über Sophias Freilassung zu treten.


    Tja und Adalbert hat es bei der Schlacht wegen seines übereifrigen Einsatzes und Unvorsichtigkeit das Leben gekostet – das war die Sache nun sicher nicht wert.
    Sehr interessant fand ich ja die sehr mystische Sterbeszene, bei der Sophia ihm in der Stunde seines qualvollen Todes beigestanden hat. Hat er überhaupt so viel Trost verdient?
    Aber ohne Sterbesakramente empfangen zu haben ist im nun nur der Weg in die Hölle vorbehalten. ;)


    Da er aber Heinrich so offensichtlich betrogen und trotz seines Treueids hintergangen hat, bin ich mir gar nicht so sicher, welches Schicksal ihm vorbehalten gewesen wäre, wenn er überlebt hätte.
    Ganz fair hat sich allerdings Heinrich II. gegenüber Hezilo auch nicht verhalten. Denn er hatte ihm ja die bayerische Herzogswürde zugesagt, um so seine Unterstützung bei der Königswahl von 1002 zu bekommen.
    So feinfühlig er mit seiner Frau umgehen konnte, so hart und skrupellos scheint er als Regent gewesen zu sein.
    Oder aus welchen Gründen hat er sein Versprechen gebrochen?


    Am spannendsten sind momentan die Verwicklungen im Kloster und die zwischen Tuta und Gerhard deutlich eskalierende Lage.
    Tuta wird mittlerweile immer mehr in ihren Befugnissen beschnitten – wo das wohl noch hinführen wird, wenn sie ihm die Stirn bieten wird?
    Immer neue Verfehlungen fallen unserem „Inspektor“ auf und so langsam entpuppt sich das Frauenkloster als ein Ort der Sünde, Völlerei und unerhörten Regelübertretungen. ;D
    Dass Tuta allerdings bei seiner Anwesenheit die heilige Messe zelebriert, ist wirklich extrem dreist und unüberlegt. Was hat sie sich nur dabei gedacht? Hoffentlich wird sie wegen dieser Anmaßung nicht noch abgesetzt ...


    Dass Sophia mit ihren besonderen Gaben nun auch fast schon als Heilige verehrt wird, ist in Gerhards Augen natürlich auch sehr suspekt.
    Sehr amüsant ist ja, dass auch er nicht frei von Wollust und sündigen Gedanken ist, und sich voller Entsetzen und Abscheu geißeln muss. ;D
    Ich bin ja gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.
    Baden im Chiemsee und rausgeputzte Bräute des Herrn … das ist alles ein bisschen viel für den so gottesfürchtigen Abt! :D


    Ob er nun etwas wegen Sophia und ihrer Entführung unternehmen wird und König Heinrich informiert?
    Er hat ja momentan eigentlich ganz andere Sorgen, als vagen Verdachtsmomenten nachzugehen!
    Ach ja und zwischen Azo und der jungen Sophia knistert es auch gewaltig.
    Welchen Plan verfolgt nur der alte Fuchs Azo mit ihr?


    So, ich bin gespannt wie es weitergeht mit den verschiedenen Handlungsträngen!


    Adelbert hat also tatsächlich Heinrich den Treueschwur geleistet, obwohl er weiß, daß er in den nächsten Tagen den Aufstand gegen ihn beginnen wird. Die Truppen werden schon zusammen gezogen und trotzdem schreckt er nicht vor dem Eid zurück.


    Das fand ich auch ganz schön dreist und skrupellos von ihm. Er muss sich schon sehr sicher sein, dass ihr Aufstand gelingen wird und sie Heinrich stürzen können.
    Nun hat er das Schwert von seinem König und wird mit diesem gegen ihn kämpfen ...


    Zitat

    Ich frage mich nur, wie hoch die Chancen sind, dass der Aufstand erfolgreich sein wird. Sollte der Aufstand fehlschlagen, werden die Aufständischen alles verlieren.


    Ich habe mich auch gefragt, woher sie die Sicherheit nehmen, dass sie gegen die königlichen Truppen gewinnen können.
    Heinrichs Coup mit der Kriegskasse zeigt ja nur, dass sie ihren Gegner doch deutlich unterschätzt haben und vor allem auf einen vorbereiteten Gegner treffen werden.



    Tuta ist Gerhard von der STellung her ebenbürtig.


    Ich dachte, Gerhard wäre höher gestellt als sie. Aber es stimmt, Gerhard ist ein Vertrauter des Königs und soll außerdem über das Kloster einen Bericht schreiben, da muss sich Tuta zusammenreißen. [/quote]
    Ich bin auch davon ausgegangen, dass Tuta Gerhard nicht gleichgestellt ist - allein schon, wie der Abt hier auftritt.
    Aber natürlich hat Gerhard ja auch einen sehr "weltlichen" Auftrag zu erfüllen und das ist es sinnvoll erst einmal klein bei zu geben... ;)


    Am Wochenende bin ich beim Literaturfest in Meissen und lese dort aus dem Roman. Schöne Bilder von der Fraueninsel findet ihr auf http://www.facebook.com/DasWundervonFrauenchiemsee


    Lieben Dank für den Link mit den vielen stimmungsvollen Bildern ... hach da kommen gleich wieder ganz viele schöne Erinnerungen hoch.
    Und dabei wird auch noch mal deutlich wie winzig diese Insel ist!!!
    Sehr viel mehr als die riesige Klosteranlage und einige Häuschen gibt es dort nicht. ;D

    In diesem Abschnitt nimmt die Geschichte ja so richtig an Fahrt auf!
    Es kommt einem fast vor, als wäre ein Schalter umgelegt worden und nun befinden wir uns ganz unvermittelt mitten in einem nervenaufreibenden Thriller.


    Toll gemacht, wie sie zuhause aufwacht und nach und nach bemerkt, dass alles irgendwie anders ist und vor allem ihre Familie verschwunden ist.
    Beim Lesen beschleicht einen schon ein ziemlich ungutes Gefühl - aber die Sache mit der Parallelwelt als Erklärung hat mich schon überrascht.
    Ganz schön heftig, dass sie für den Amoklauf an ihrer Schule verantwortlich gemacht wird. Wie grässlich, für grauenvolle Dinge verantwortlich gemacht zu werden, an die man sich gar nicht erinnern kann.
    Vor allem hat sie zu dem Zeitpunkt ja noch keine Ahnung, dass sie in einer Parallelwelt erwacht ist und dass nichts mehr so sein wird wie es vorher war.
    Ich frage mich, wer sie hier mit dem selbstgedrehten Video von der Theaterprobe linken wollte. :(


    Etwas bizarr fand ich ja Joshs Aktion im TV – ich weiß nicht, ob ich ihm erst mal überhaupt geglaubt und vertraut hätte, so mysteriös und seltsam wie er zuvor zu ihr war.
    Sarah kann da ja noch nicht ahnen, dass sie auf seine Hilfe angewiesen sein wird, weil sie nun gnadenlos als Amokläuferin gejagt wird. Aus Revanchismus ein derart hohes Kopfgeld in einem öffentlichen Aufruf auf sie auszusetzen, ist ja wirklich extrem heftig – vor allem da fast jeder eine Waffe hat und das Geld will.


    Joshs Erklärungen zu den Realitätswechseln ist ja sehr spannend und macht zugleich klar, in welcher fatalen Situation sie stecken – als Ausweg kommt wirklich nur ein erneuter Wechsel der Realität in eine andere Parallelwelt in Frage, um der Hetzjagd auf Sarah zu entgehen.
    Nur gut, dass Josh so ein Profi in Sachen Realitätswechsel ist! ;D


    Ich habe mich etwas gewundert, dass sie die Sache so gefasst aufnimmt, denn die Tragweite der Nachricht "Es gibt keinen Weg zurück…" in die alte Welt, fand ich schon sehr schockierend.
    Wird sie überhaupt noch einmal ihrer Familie und ihrer Freundin in der nächsten Realität begegnen, so wie sie sie kennt?
    Was wird aus ihr werden, wenn ein erneuter Wechsel nicht gelingt?


    Das exakte Nachspielen des letzten Abends mit Pat, um erneut in eine andere Realität zu wechseln, finde ich ja ausgesprochen heikel – was da alles schiefgehen kann, vor allem da sie gar nicht genau wissen, was genau der Auslöser war.
    War es das zersplitternde Glas oder ihre aufgewühlte Stimmung zusammen mit Joshs Berührung?
    Wieso versuchen sie nicht, mit Joshs Szenario durch den Sprung von der Brücke gemeinsam in eine andere Parallelwelt zu gelangen? Mir erscheint das fast weniger schwierig … ;)


    Ich bin sehr gespannt, wie es mit Josh und Sarah weitergehen wird und ob ihr Rettungsplan gelingen wird.


    Ich denke, früher galten Töchter/Schwestern in adeligen Kreisen eben als Heiratsware, um Bündnisse zu festigen.
    Heinrich und Kunigunde waren da sicher die ganz große Ausnahme.


    Da hast du natürlich Recht - früher war es den Familien völlig egal, wie es den jungen Mädchen in den Ehen oder abgeschoben im Kloster ergangen ist, Hauptsache es hat vermeintliche Bündnisse gestärkt oder sie finanziell besser dastehen lassen.


    Ich habe in dem Moment auch eher daran gedacht, dass Hezilo seine Schwester ja weit unter Stand vergeben hat, aber natürlich hat er da vorrangig an den Bündnispartner Adalbert gedacht, der sich durch den Krieg sicher auch einige lukrative Gebiete unter den Nagel reißen könnte.

    Ganz schön spannend geht es weiter!


    Die arme Tuta, nun droht ihr und ihrem Kloster noch von ganz anderer Seite Ungemach – in Form des „Hardliners“ Abt Gerhard vom Kloster Seeon, der nun sämtliche Befugnisse des Königs hat, um das Kloster auf Herz und Nieren zu prüfen.
    Ein Rechenschaftsbericht steht ihnen nun bevor und Gerhard scheint wirklich ein besonders harter, übereifriger Knochen zu sein. ;D
    Tja – der Erweiterungsbau wird wohl nur unter Schwierigkeiten zu realisieren sein.
    Aber vor allem habe ich mich gefragt, warum sich Heinrich so für Irmengards Leben und ihr Grab interessiert – will er ihre Heiligsprechung vorantreiben. Sehr interessant! ;)


    Nun fordert er bei jeder Gelegenheit die strenge Beachtung der Benediktsregel nach der neuen Kirchenreform ein, prüft den Alltag der Nonnen auf genaueste und findet natürlich überall Verfehlungen und eine allzu weltliche Auslegung der Regularien.
    Tuta kann einem echt leid tun und sie muss sich wirklich zusammenreißen, denn natürlich hat sie sich dem Abt unterordnen.
    Es hat mir echt gut gefallen, wie beschrieben wird, wie sie vor Wut auf Gerhard kocht.
    Herrlich ist auch der allerletzte Gedanke von ihr:
    „Alle Weisungen Benedikts konnte sie erfüllen, ohne dass es ihr besonders schwerfiel. Doch sie zweifelte stark, dass es ihr jemals gelänge, dem Gebot der Demut zu entsprechen.“ S. 145


    Im anderen Handlungsstrang erfahren wir nun endlich, was mit Sophia geschehen ist.
    Die Flucht ist also wirklich im Fischerboot geglückt, doch dann gerät sie als Geisel ausgerechnet in die Fänge des ungehobelten Langobarden Azo und seinen Mannen, der scheinbar zu den Verbündeten ihres Bruders Hezilo gehört.
    Na so ein Zufall! ;D
    Der Langobardische König Arduin verspricht sich Unterstützung von Hezilo, um die eigene Unabhängigkeit zu erlangen.
    Eine ganz schön unübersichtliche Konstellation, denn zunächst müssen er und seine Verbündeten darunter auch Adalbert ja erst mal König Heinrich in die Knie zwingen, um sich das Herzogtum, Bayern unter den Nagel zu reißen.
    Und Heinrich ist natürlich schon vorgewarnt und weiß längst von den Kriegsplänen!


    Mit Sophia haben die Langobarden nun aber ein Druckmittel in der Hand, um Hezilo an sein Versprechen zu erinnern – ganz schön clever.
    Tja und die arme Sophia muss nun mit nach Italien reiten und sogar das Nachtlager mit dem raubeinigen Azo teilen. ;D


    Azo ist übrigens eine sehr interessante Figur und hat mir auf Anhieb gefallen (immerhin ist er trotz seines harten Kerns doch ziemlich gebildet und erweist sich als recht galant).
    Ich bin auf seine weitere Entwicklung sehr gespannt, ihre gemeinsame Reise verspricht ja sehr unterhaltsam zu werden, wenn Sophia ihn derart herausfordert.


    Fast hat man den Eindruck, dass Sophia nach der mysteriösen Heilung der Wunde und durch Irmengards Schutz einen „übernatürlich-magischen“ Einfluss und besonderen Zugang zu ihm hat.
    Es würde mich nicht wundern, wenn es ihr nun sogar gelingen könnte, Azo davon zu überzeugen, sie freizulassen, damit zu ihrem Bruder zurückkehren kann. ;)
    Sehr spannend war ja auch ihre Heiligenanrufung und ihre Botschaft an Tuta – damit steht nun ganz eindeutig fest, dass auch bei ihrer Rettung aus dem Kloster nicht alles mit rechten Dingen zugegangen hat und sie unter dem besonderen Schutz von Irmengard stand.


    Ich bin sehr gespannt, was Tuta mit der Information, dass Sophia lebt und mit Azo unterwegs ist, anfangen wird.
    Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass Abt Gerhard der Erscheinung von Sophia Glauben schenken wird, wenn er schon Irmengards guten Taten skeptisch gegenüber steht.
    Er wird das sicher eher als Teufelwerk abtun … ;D

    Hallo ihr Lieben, liebe Doris,


    ich habe gestern schon den ersten Abschnitt beendet und einen guten Einstieg in die Geschichte gefunden. :winken:


    Ja, ich finde auch, sehr dramatisch geht es gleich los und auch sehr mystisch mit dem mysteriösen Verschwinden von Sophia - was mich am Anfang schon etwas sehr irritiert hat, da ich ja eher mit einem soliden historischen Roman gerechnet habe.
    Sogleich war von einem Wunder die Rede und auch die Sache mit ihrer Zuflucht bei Irmengards Grab, die später nicht mehr auffindbar ist, ist sehr seltsam.
    Außerdem scheint Sophie heilerische Fähigkeiten haben…


    Die wundersame Auferstehung klärt sich ja bald auf, denn eine Leiche ist in den Trümmern nicht zu finden.
    Sophie muss es also durch einen besonderen Trick oder Gottesfügung(?) tatsächlich gelungen sein, das Feuer zu überwinden und sich in einem Boot zu verstecken.
    Wohin sie wohl verschwunden ist?
    Insofern ist es schon ein Wunder, dass das junge Mädchen diesem widerlichen Adalbert entkommen konnte … wie konnte ihr Bruder ihr nur so etwas antun? Sie so an Adalbert zu verschachern?
    Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird.


    Adalbert ist wirklich kein Sympathieträger und kommt in seinem ganzen herrischen Verhalten sehr unsympathisch rüber. ;D
    Ob er wohl schon immer so unbeherrscht und egoistisch war? Der Tod seines Vaters scheint eine regelrecht befreiende Wirkung auf ihn zu haben – endlich hat er das Sagen und kann schalten und walten wie er will. ;)


    Sehr gläubig scheint Adalbert nicht zu sein, denn sonst hätte er die seltsamen Ereignisse mit dem Feuer auf Frauenchiemsee und dem anschließenden Unwetter sicher als einen Fingerzeig Gottes gedeutet und hätte seinen Plan, in den Krieg zu ziehen, eher verworfen.
    So aber zeigt er sich völlig unbeeindruckt von den Geschehnissen – was mich schon sehr wundert.
    Eigentlich ärgert er sich ja nur darüber, dass er ohne die schöne Sophia nach Hause zurückkehrt.


    Zitat

    Da er sich den Aufständischen gegen seinen König anschließen will, werden wir sicher noch viel von ihm zu lesen bekommen.

    Ein ganz schön gewagter Plan, sich gegen seinen König zu verbünden, der ihm beim Scheitern sicher als Verräter den Kopf kosten kann.
    Ich bin sehr gespannt wer noch alles zu den Verbündeten gehört und welchen Plan sie verfolgen.
    Es gehört jedenfalls schon einiges an Mut und Unverfrorenheit dazu, seinem König als treu ergebener Diener zu begegnen und in Gedanken bereits einen Krieg gegen ihn zu führen.


    Eine sehr interessante Figur ist auch die Äbtissin Tuta, die es sich mit ihrem kleinen Kloster gut eingerichtet hat auf der kleinen Insel. Man hat den Eindruck, dass sie ihre Berufung gefunden hat und zufrieden mit ihrem Leben und dem Zusammenleben mit ihren Schwestern ist.
    Hoffentlich gerät das Kloster nicht in finanzielle Schieflage nach dem Tod seines wichtigen Gönners, Tutas Vater.


    Sehr spannend sind auch König Heinrich und seine Kunigunde. Zu jenen Zeiten war es sicher extrem selten eine Ehe nicht aus politischem Kalkül eingegangen zu sein und so respektvoll wie sie miteinander umgehen, lässt auf eine echte Liebesheirat der beiden schließen.
    Wie tragisch, dass die Kinderlosigkeit Kunigundes Stellung so angreifbar macht und das Glück der beiden zu beeinträchtigt.


    Zitat

    Die Frage nach der Erklärung des Wunders habe ich mir auch gestellt, aber für mich klangen die ganzen Ereignisse rund um das Unwetter wie eine typische Überlieferung aus der Zeit, die man sich heute noch erzählt. Ich wollte eigentlich mal im Internet recherchieren, ob eine derartige Erzählung am Chiemsee gab, bin aber noch nicht dazu gekommen.


    Ja die Schilderungen erinnern schon stark an überlieferte Legenden von Heiligen - mystisch, unerklärlich und überhöht.
    Mal sehen, was wir über die realen Geschehnisse von Sophie erfahren werden … vielleicht ist es ja wirklich ein Wunder gewesen! ;)