Beiträge von Saphira alShabra

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    Zum Buch:


    Auf wunderbare Weise versteht es der Autor mit bestehenden Fantasy-Archetypen und Klischees zu spielen und den Leser mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Die Geschichte startet von der ersten Seite an mit hohem Tempo und schafft es trotzdem den Leser abzuholen und in diese fremde Welt der Schattenherren einzuführen. Stets begleitet die ganze Erzählung ein düsterere Schleier des ungewissen und Unnahbaren und es gibt eigentlich keinen Moment in dem man sich langweilt,oder Seiten die man gewillt wäre zu überblättern..


    Zur Leserunde:


    Mir hat diese Leserunde bisher am meisten gefallen,da es unheimlich Spaß gemacht hat über die verschiedenen Thesen,Möglichkeiten oder auch Beweggründe der verschiedenen Figuren zu diskutieren und auch einfach die Ideen der Mit-Leser zu erfahren,die sich alle sehr intensiv hier in der Runde mit eingebracht haben.-Danke dafür.


    Mein besonderer Dank gilt diesmal auch wieder Bernd,der wieder wie auch schon in der letzten Runde,sich sehr viel miteingebracht hat. Diskussionen mit angestossen hat,uns Fragen beantwortet hat und viel Hintergrundwissen preisgegeben hat..Man merkt richtig,dass er mit Herz und Seele an seiner Geschichte hängt und es ihm auch wichtig ist,die Meinungen der Leser zu erfahren. DANKE!! 8)


    Wenn man das Ende aus dem Blickwinkel der gesamten Menschheit sieht ist es doch sogar ziemlich gut ausgegangen.
    Guardaja gehalten, eine weiter Mine zurück erobert und eine junge Osadra erledigt. Und dafür sind bloß eine handvoll Menschen gestorben.


    natürlich leidet man mit dem Schicksal einzelner mit, aber vielleicht zeigt uns das Buch auch, dass man etwas mehr auf das große Ganze achten muss.


    Ja,aus der Sicht hab ich mir das ganze auch schon überlegt gehabt...Natürlich ist es schöner wenn die bekannten Charaktere überleben und man sie weiter begleiten kann,aber so hat quasi 'die große blinde Masse' überlebt..Ich muss aber auch gestehen,dass es mich auch relativ kalt gelassen hat(obwohl ich meist eine ziemliche 'Heul-Boje' bin)..außer Liolas Tod eigenartigerweise,nicht weil ich ihr unheimlich viel Sympathie entgegenbringe,eher weil sie sehr viel versprechend und interessant war für mich. Und Lisanne finde ich auch etwas sehr unnahbar (sie hat erinnert mich irgendwie an Galadriel von HDR,wenn mir dieser Vergleich gestattet ist,in ihrer 'grausamen Schönheit'), aber gut..man wird ja sehen was uns im nächsten Teil erwartet :)

    Sehe ich ganz genau so. Aber nicht jeder sieht es so. Zitat aus einer Amazonkundenrezi zu Feind: "Mir persönlich war die Geschichte zu düster und es starben mir zu viele der Hauptfiguren. Ich mag es lieber wenn das Gute eine Chance hat und am Ende siegt."


    Ich hab eigentlich auch nicht gegen ein 'Happy end',aber bitte ein authentisches..und in der jetzigen Situation,wäre es sehr unglaubwürdig gewesen hätte 'das gute' einen größeren Sieg davon getragen..ich meine ganz leer sind sie ja nicht aus gegangen,die Silbermine konnte vorerst gehalten werden und eine angehende Osadra wurde aus dem Verkehr gezogen...natürlich ist das wenig im Vergleich zu den schattenherren,aber immerhin...wäre das Ende anders,wäre es nicht weiterhin spannend...

    So,jetzt hab ichs auch endlich geschafft,dass Buch aus zulesen...
    Was soll ich sagen,wie erwartet unerwartet.. ;D
    Mir hat das Ende auch sehr gut gefallen,das Ritual und die Szenen davor in denen sich liola darauf einstimmt,sind von einer düsteren Atmosphäre erfüllt,die mir auch die ein oder andere Gänsehaut beschert hat.
    Dann der Moment am Baum,als Helions Versteck fast auffliegt und Liola sogar in den Baum steigt!!-Mich wundert das sie die 'Störung' nicht gespürt hat..aber gut sie war voller Euphorie auf das Ritual..und wer hätte schon ein Mondschwert in dem 'Unheiligtum' vermutet.. Aber wie sagt man so schön:Hochmut kommt vor dem Fall!Und ihre Unachtsamkeit rächt sich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Das liola stirbt hatte ich nicht erwartet..zumindest nicht durch Helion,ich hatte eher noch vermutet,dass sie durch Lisanne umkommt...Das Helion keinen Erfolg haben wird lisanne zu töten,damit hatte ich gerechnet..


    Was ich mich auch Frage,was lisanne gemeint hat mit 'er (Helion) ist besonders...',vielleicht hat er ja tatsächlich einen Teil seiner
    selbst/Menschlichkeit durch das Faye-Ritual verloren,bzw das es ihn verändert hat wissen wir ja,aber wie tiefgehend die Veränderung ist wissen wie (noch) nicht. Ich bin sehr gespannt was mit Helion geschehen wird,was Lisanne mit ihm machen wird,wie er sein wird,wenn er wieder erwacht...

    Ich muss Phy bei pflichten,die Tatsache dass helion sich in diesem 'Menschen-absorbierenden-Baum' versteckt auch nicht so klug,es scheint sich ja um eine Art Lebewesen zu handeln,vielleicht hat er ja sogar die Möglichkeit mit denFaye kontakt aufzunehmen bzw sie zu warnen...naja,aufjedenfall denke ich auch das es sich um ein eher unüberlegtes und gefährliches Versteck handelt...


    Hallo zusammen,


    nachdem ich das mit der Anmeldung hier zu meinem Bedauern zunächst verbummelt hatte :-[ , habe ich nun endlich den Weg ins Forum gefunden :winken: und bin zu allen Schandtaten bereit ;)
    Ich bin, was dieses Forum anbelangt, jedoch noch ein absoluter Frischling und habe keine Ahnung, was da so auf mich zukommt. Ich lass mich da jetzt einfach mal überraschen.


    @Saphira: Das tut mir sehr leid, dass du wegen meiner Verzögerung nicht mehr dabei sein kannst. Ich wünsche dir alles Gute für die Geburt.


    Vielen Dank...
    Hab ja schon alle aktuellen Teile gelesen und warte derzeit auf den sechsten und letzten Teil der Reihe,hätte aber auch gerne mit euch zusammen nochmal alles aufgefrischt,so wie bei Teil1 und 2...
    aber euch viel Spaß!
    und vielleicht geb ich ja doch hier und da meinen Senf dazu,wenn ich die Zeit habe ;D


    Ich glaube irgendwo hat er "seine" Pläne verfolgt. Denn einerseits hat er das Wissen begehrt und andererseits wollte er sicherlich auch irgendwie gegen die Schattenherren kämpfen, sonst hätte er das nicht getan vermute ich.


    Ich denke für ihn war der Schattenkult ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wollte er um ihre Magie wissen, fand aber nicht unbedingt gut, wie sie mit den Mensch umgehen.


    Da magst du durchaus recht haben,aber dennoch hat er selbst auch eine Grenze überschritten,als er seine Tochter hergegeben und seine Frau getötet hat..also das passt in meinen Augen nicht zusammen,etwas nicht gut zu heißen aber selbst ähnlich berechnend und kalt zu handeln,oder waren das eben.einfach Opfer die gebracht werden mussten?

    Nein, einfach nur überlaufen hätte ich auch sehr langweilig gefunden. Überlaufen und Schattenherren Bekämpfen sind halt die offensichtlichen Extreme. ich hatte mit irgendeinem eigensinnigen Plan gerechnet.


    Ich hatte eigentlich auch damit gerechnet,dass er auch noch eigene,ganz andere Pläne verfolgt,die sich halt zeitweise mit denen der 'Menschen' decken..Einerseits schade das er schon Tod ist,aber andererseits habe ich es auch wie schon erwähnt mit einer gewissen Genugtuung gelesen,das er durch die Hand seiner Tochter gestorben ist...Und die Situation in der er stirbt ist meiner Meinung nach fast gleich zu der,in der er am Anfang liola weg gibt und die Mutter tötet,also das Motiv von liola und modranel in der jeweiligen Situation ist ähnlich,da erkennt man schon was er meint wenn er sagt '...meine einzig wahre Tochter..'

    Vielleicht ist es ja auch so,dass eben nur die lebensessenz auf die Magie der schattenherren reagiert,so wie diese sich davon ernähren,daher leuchtet das Schwert auf bzw der blutanteil im schwert,die Energie wird ja beim ernten auch sichtbar nur kann Sie hier nicht aus dem Schwert und dient so als Signal.....und warum in der Rüstung,hmm..es.ist ja oft auch so,dass was einen verwundbar macht,kann einen auch gleichzeitig schützen...also die Lebensenergie in der Rüstung schützt den Krieger in ihr??-macht das Sinn??

    Dann kommt wieder seine Arroganz zum Tragen. 'Daria ist keine Heldin? Was soll sie denn zuhause? Hat sie ihm nicht gezeigt, dass sie ein guter und motivierter Kämpfer ist? Naja, sie rettet ihm bloß noch mehrfach das Leben. :P Er trifft auf Limoras und statt ihn einfach mal zu bitten, ihm etwas zu erklären, statt in Ruhe und Geduld zu versuchen so viel wie möglich von ihm über sein Volk zu lernen, sieht er in ihm nur den spottenden überheblichen Fayé. Limoras sagt ja nicht, dass er Macht wollte, sondern "ihr würdet es wohl Macht nennen". Da hat unser "Held" keine Geduld. Und dann die größte Dummheit! Mitten in der Schlacht triumphiert er und gibt sich eine Blöße, die ihn fast umbringt. Ja wie dämlich ist das denn.


    Oh,ja die Aussage hat mich auch sehr geärgert,Deria ist für mich eben doch eine Heldin,es gehört schon einiges dazu als 'einfache,schwache' Mutter,die keinerlei Erfahrung im Kampf hat,in den Krieg zu ziehen um das eigene Kind zu retten/bzw zu rächen...Also aufjedenfall mehr als,als ausgebildeter Krieger dessen ganzes Leben nach Kampf ausgerichtet ist,deswegen hat mich diese herablassende Aussage von Helion auch sehr geärgert und hat ihn in meiner Gunst auch sinken lassen. Deria ist jetzt schon mehr Heldin als Helion Held ist,zumal sie ja dann sogar 'Jahre ihres Lebens opfert' um ihn zu retten,aber er hat ja noch viel Luft nach oben,wir werden ja sehen wie er sich noch entwickelt..

    Ich habe mir solche Gedanken bisher nie gemacht, sondern in Fantasy-Romanen die unterschiedlichen Wirkungen von Magie und Wundern so hingenommen, wie sie beschrieben wurden, und dabei die jeweils entstandene Stimmung und Atmosphäre einfach auf mich wirken lassen, ohne sie zu hinterfragen. Ich möchte das auch gar nicht ändern, sondern den besonderen Reiz der unterschiedlichsten magischen Momente einfach genießen und mir das nicht durch "wissenschaftliche Aufdröselung" nehmen. ;)


    Da muss ich Heimfinderin beipflichten,solange es in die jeweilige Fantasywelt passt und 'schlüssig' ist,mach ich mir da eigentlich auch nicht so viele Gedanken darüber.
    Wobei mich der Aspekt das Blut geopfert werden muss um die entsprechende Wirkung zu erhalten schon etwas iriitiert hat,aber das liegt dann wohl eher an der Rpllenspielerin in mir, da ja bei DSA 'Blutmagie' in der Regel zu den finsteren Aspekten gehört..

    Ach und zu den Prognosen für das Ende,ich denke das Lisanne nich sterben wird,zumindest nicht in diesem teil der Geschichte vielleicht in der Fortsetzung.. Dann denke ich das diese 'Verbindung' die Helion zu Lisanne hat auch noch eine Rolle spielen wird,ich könnte mir vorstellen,dass sie ihn vielleicht kontrollieren kann oder auf ihn Einfluss nehmen kann,dadurch dass sie schon mal von seiner Essenz gekostet hat und sie ja eine besonders starke und Ranghohe Osadra ist...
    Ansonsten hmmm...weiß nicht genau ich denke aber das erstmal die 'dunkle Seite' siegen wird...
    Ich könnte mir auch vorstellen dass Narron vielleicht nocheinmal eine Rolle spielen könnte,also im nächsten Teil als Kriegsveteran auftaucht,so wie Teatron am Anfang des Buches...

    So ich hätte noch eine Anmerkung bzgl deiner verschiedenen Autoren Pseudonyme. Ich finde sie durchaus auch passend,da sich für mich 'Feind' von Robert Corvus auch ganz anders ließt als 'Die Türme von Taladur' von Bernard Craw. Also es sind natürlich zwei Geschichten wie sie unterschiedlicher nicht seien könnten und man kann auch durchaus deine Handschrift heraus lesen,aber dennoch empfinde ich es schon ein wenig so als wären die beiden romane von zwei verschiedenen Autoren geschrieben worden.´
    Wie seht ihr dass denn so,der ein oder andere aus dieser Leserunde hat ja auch bei der Taladur Leserunde mit gemacht..?


    Ich kann Dich beruhigen - die süßen Nacktschnecken bleiben uns erhalten. ;D
    Ich habe schneckenartige Erscheinungsformen immer wieder als Materialisation von Magie gewählt, sozusagen als "Erkennungszeichen". Wenn eine Wesenheit aus einer anderen Wirklichkeit keinen Grund hat, eine andere Form anzunehmen, kommt es in der Regel als unförmiges Etwas in die greifbare Welt - als eine Art Nacktschnecke ...



    Danke,ich dachte schon ich müsste die 'possierlichen Schleimer' in Zukunft missen.. :'(

    Das klingt gut.
    Sie will ja die Schattenherren bekämpfen und glaubt, dass Helion dabei wirksam mithelfen kann. Also will sie ihn retten. Limoras bietet dazu einen Weg und Deria gibt den Anfang, dann hat sie mitgezogen ohne zu wissen was tatsächlich aus Helion wird.


    Ich hab ja schon spekuliert,ob Helion vielleicht auch eine Art Untoter/Unsterblicher durch Limoras Ritual geworden ist,wer weiß schon was für Risiken/Tücken die Faye´Magie in sich birgt,bzw wie sie auf Menschen wirkt,zumal mir ja auch das zaubern mit den Nacktschnecken *würg* erinnert verdächtig an das Ritual mit den Ghoulen...


    Das scheint mir eine neue Sichtweise in der Leserunde zu sein. Könnt Ihr Rheas Ausführungen zu Modranel nachvollziehen?


    [quote author=Bernard]

    Zitat


    Ich glaube, die Interpretation "versagen" ist hier etwas eigenwillig. Sicher gab es einiges Hin und Her - aber am Ende sind es keine schwarzen Banner, die auf den Zinnen von Guardaja wehen ...


    Die Frage, ob Helion nun ein Held ist oder nicht, steht noch immer im Raum. Was ist für Euch das Kriterium, um jemandem das Attribut "Held" zu verleihen? Für Helions Zeitgenossen, die ihn ja als Held sehen, scheinen das Mut, Erfolg und der Einsatz für die als Gut angesehene Sache zu sein ...
    [/quote]


    Ob Modranel ein Held ist..hmm..ich würde ihn immer noch,wie ich auch zuvor schon mal erwähnt hab als neutral bezeichnen..Er hat getan,was getan werden muss (wobei man das ja von Helden auch sagt), damals als er Liola weg gegeben hat um sein Wissen zu mehren(um vielleicht in der Zukunft gegen die Bedrohung der Schattenherren seinen Teil beitragen zu können??) und jetzt sich selbst (und Ajina) zu ofpern um vielleicht dieses Wissen was er damals erhalten hat auch gegen einen ebenbürtigen Gegner einsetzen zu können. Daran dass er reumütig ist und sich deshalb opfert mag ich nicht ganz glauben...-das ist natürlich aber die sicht der Dinge die Ajina hat..


    Und was macht nun einen Helden aus...im allgemeinen sind es ja die 'nie-verzagenden','immer-zuversichtlichen','für-alles-einen-Plan-und Planb-Habenden' und quasi Unbesiegbaren strahlenden Gestalten...also das ist zumindest dass was man sich jetzt mal so ganz oberflächlich vorstellt wenn man den Begriff Held hört..
    Für mich macht ein Held auch aus,das er Ecken und Kanten und vorallem auch Schwächen und Ängste hat die er im Verlauf einer Geschichte überwindet/überwinden muss,weil dass die eigentliche Stärke aus macht,in meinen Augen..
    Das heißt,noch ist Helion kein Held,er hat Schwächen,dass ist gut und verleiht seinem Charakter Tiefe,aber noch sind seine schwächen stärker als er,aber ich denke mal,dass er wahrscheinlioch im Laufe der Geschichte vielleicht noch eine Chance bekommen wird,seine Schwächen zu überwinden und so zum Helden zu werden..


    edit Heimfinderin: Zitate ein bisschen aufgeräumt


    Noch eine Frage in die Runde: Pepps Ableben löste ja einige Diskussion aus, aber das Schicksal von Karseus und Narron, die ja beide bei ihrem jeweils ersten Auftritt auch recht beliebt waren, hat noch niemand erwähnt (Seite 300ff). Wurde das von den anderen Ereignissen in diesem Leseabschnitt überdeckt?


    Ich glaube nicht direkt,Karseus ist in der schlacht gefallen,dass ist glaube ich für alle ein akzeptables ende,zumal ich ja eh gedacht habe das Pepp und/oder Karseus in der Schlacht fallen.
    Bei Narron ist es ähnlich er wurde in der Schlacht schwer verwundet,ist ja ber nicht Tod,vielleicht ist seine Geschichte ja noch nocht vorbei?