Beiträge von Flor

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    Hallo Ihr,


    so, dass wars dann wieder. Nun müssen wir wieder mindestens 2 Jahre auf den neuen Fleischhauer warten...wir sind zu bedauern :trost:.


    Aber nun mal ein paar Gedanken zum Ende.
    So viel überraschendes kam denn nicht mehr auf diesen letzten 20 Seiten.
    Georg war tatsächlich Mönch und Zollanger wird von den "Brüdern" seines Bruders versteckt. Für wie lange oder was seine Zukunft allgemein für ihn bereit hält, dass weiss weder er, noch wir. Typisches Fleischhauer Ende würde ich mal sagen.
    Das Martin Zollanger seinen Bruder verraten hat, als dieser einen Sabotageakt plante, ist natürlich schon heftig, aber war in dem System in dem sie gelebt haben ja kein Einzelfall. Man kann da zu Martins Verteidigung vielleicht nur sagen, dass er nicht gewusst hat zu was für kranken Massnahmen das System, an das er so geglaubt hat, fähig ist.


    Für mich trotzdem unglaublich das Georg, als ein Mann der Kirche, dazu fähig war solche Leichenschändung zu betreiben. Er wollte das Martin mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit geht....gut verständlich. Ich frage mich warum hat Martin das Material, das er gesammelt hat nicht einfach anonym an die Presse weiter gegeben. Die hätten sich doch schon darum gekümmert.


    Die drängt sich doch auch gleich die Frage auf...Was ist denn nun wirklich damit passiert? Das wird ja nicht 100 % geklärt, anscheinend hat es ja keiner von den Presseleuten gefunden???


    Noch mal zurück zu Georg: Ich denke das er schon beim durchsuchen der Akten auf den Namen seines Peinigers Sedlazek gestossen ist. Vielleicht ist das eine Erklärung für die drastische Art und Weise mit der er versucht Martin zu zwingen etwas zu unternehmen.


    Ich denke auch das Auftauchen von Pia und einigen anderen war eher als Ablenkungsmanöver für den Leser gedacht. ;)


    Noch mal zu den anderen Bildern. Nullus Dolus Contra Casum (Es gibt keine List gegen den Zufall) Was bedeutet das jetzt für die Geschichte? Der Zufall, dass gerade das Stasi Opfer Georg die Akten in die Hand bekommt die ja auch seinen Peiniger belasten? Oder man kann noch so ausgefuchst ;) sein gegen den Zufall der Entdeckung hilft auch das nichts?
    Das Pietas Vindictam Avertens: Das die Frömmigkeit es oft nicht zulässt, grässliche Übeltaten zu rächen. In diesem Fall lässt Georg seine Frömmigkeit zur Seite und rächt sich doch? Etwas das er früher, wegen seiner Frömmigkeit, nicht konnte?


    Gut fand ich den letzten Satz: Man braucht 2 Dinge um diese Scheisswelt zu ändern: Eine Steinschleuder und eine Banklehre.


    Wie ich finde wieder ein tolles Buch von Wolfram. Kein typischer Thriller ein typischer Fleischhauer eben ;)


    LG Sabrina

    Hallo Wolfram,


    das wäre toll wenn du mir irgendeine Seite nennen könntest wo man ihn bestellen kann. Die einzigste Seite die ich damals mal gefunden hatte war so etwas wie "DER CLUB" nur eben in Portugal. Da konnte ich aber nicht kaufen, da ich natürlich kein Mitglied bin.
    Aber hier in Brasilien ist das Buch sicher nie erschienen.
    Wir wohnen im Nordosten Brasiliens in João Pessoa.


    LG sabrina

    Wir werden hier auch gerade gefoltert, indem dubh die Seiteneinteilung so gemacht hat, dass wir 20 Seiten vor dem Ende noch mal eine Zwangspause einlegen müssen...wie gemein ist das denn ;D.


    Zollanger tot :o...da war ich auch erstmal ganz traurig. Einfach so tot, das kann doch nicht wahr sein ???


    Elin wird schwer verletzt, aber überlebt.
    Im Kapitel 60 kommt dann etwas mit dem ich erstmal nicht viel anfangen kann. Elin erinnert sich an eine Stimme die ihr zuflüstert: "Es sei für alles gesorgt...aber sie müsse schweigen, alle Aussagen verweigern. Es werde sich im richtigen Moment ein Zeuge melden."
    Hier muss ich sagen das ich Elins konsequentes Schweigen bewundert habe. Sie liefert sich mit ihrem Schweigen selbst ans Messer aber sie vertraut auf die Stimme von der sie nicht weiss woher oder von wem sie kam...Sie könnte sich das ja auch alles nur eingebildet haben?!


    Dann erfahren wir etwas über Sedlazeks schreckliche Arbeit in der DDR :(. Unter anderen war er es auch der Zollanger gefoltert hatte.
    ALLERDINGS...kommt hier die Ungereimtheit. Sedlazek erinnert sich das er Zollanger gefoltert hatte...ABER Zollanger trug damals Mönschkutte (aha ;)) oder Priestertalar."War dieser Saboteur nicht damals Theologe gewesen"? Fragt sich Sedlazek.
    Hier wird schon darauf hingedeutet, dass es irgendwie nicht unser Martin Zollanger sein kann. Irgendwie ja auch verwunderlich, da ja immer wieder betont wurde wie systemtreu Martin eigentlich in der DDR war und er war ja auch dort schon Polizist.


    Die Beerdigung von Martin? Zollanger war dann wieder richtig traurig. Fast kein Mensch interessiert sich für ihn, eine traurige Beerdigung. Was mich hier aber hat stutzig werden lassen. Es wird gesagt Martin hat keinen lebenden Verwandten. Aber es wusste doch jeder, zumindest seine Kollegen und Sonja, dass er einen Bruder in Italien hat.........???


    Dann kam der Tag von Elins und Mirats Gerichtsverhandlung. Nun passiert alles Knall auf Fall. Martin Zollanger lebt, er entlastet Elin und Mirat, spielt der Presse das brisante Material zu, das aber dann doch irgendwie nicht gefunden wird... :-\ und wir erfahren alle, dass es sich bei dem Toten um seinen (Zwillings?) Bruder Georg handelt.


    Georg also, der Bruder der in Italien lebt, der Christ der gefoltert wurde, der an Blutkrebs erkrankte...Unser Torso Täter? Den Zollanger logischerweise schützen wollte.


    Dann fährt Elin nach Italien, mit ihrer Eintrittskarte für das Museo Civico (die ihr ins Krankenhaus geschickt wurde),. Über ihre irrwitzige Idee im Februar mit dem Fahrrad von Berlin nach Siena zu fahren, konnte man ja wieder nur mit dem Kopf schütteln. Gut sie nimmt dann ja doch die Bahn.
    Im Museum in Siena wartet sie dann 2 Tage darauf das irgendwas passiert. Irgendein Hinweis? Sie weiss nicht auf was sie eigentlich wartet. Der Hinweis kommt dann letzten Endes mit einer Anschrift auf einer der Eintrittskarten. Sie geht zur Adresse und trifft dort auf einen Mitarbeiter des Museums. Hier trifft sie nun auf Männer die sie angeblich zu Martin Zollanger bringen wollen.


    Meine Idee nun: Georg Zollanger hat die letzten Jahre als Mönch in einem italienischen Kloster gelebt, dort war Martin beim letzten Urlaub, hier hat er Georg von den Sachen erzählt die er herausgefunden hatte über BIG, Eric, Zieten und co....na ja und Georg hat dann eben gehandelt...
    Ich kann mir vorstellen, dass Martin sich jetzt irgendwo in Italien in eben diesem Kloster versteckt hält.
    Nun bin ich mal gespannt ob es wirklich alles so kommt, oder ob noch Überraschungen zu erwarten sind.


    LG sabrina


    . Nächstes Jahr erscheint der Tango-Roman in den USA..


    Das sind ja tolle Neuigkeiten :klatschen: und das sagst du uns nur so nebenbei ;).


    Dann gibt es ja durchaus berechtigte Hoffnung, dass er auch irgendwann hier in Brasilien erscheint. Ich möchte so gerne das meine Tochter diesen Roman liest, sie wird ihn lieben, da bin ich mir sicher. Leider will sie keine Bücher auf deutsch lesen es muss portugiesisch sein. ::)
    Die Übersetzung von "Drei Minuten mit der Wirklichkeit", die ja wohl in Portugal erschienen ist, was du mal bei einer früheren Leserunde erwähnt hattest, habe ich nie gefunden.


    Und ich liebe Tanzfilme. Allerdings war ich bei Black Swan schon etwas geschockt. Kann bis heute nicht sagen ob mir der Film nun gefallen hat oder nicht.


    Was mir noch aufgefallen ist: Als die beiden in Gefahr schweben und auf der Flucht sind, ist es für Elin plötzlich kein Problem mehr, in ein Auto zu steigen.


    ;D ja cool, ist mir jetzt gar nicht so aufgefallen beim lesen. Aber du hast natürlich vollkommen recht.


    franz , Danke für die Imformation über Jürgen Fuchs, das habe ich auch nicht gewusst.
    Und ich finde wir hetzen gar nicht so, sondern die Leserunde hat ein relativ langsames Tempo, so das alle gut mitkommen.


    LG Sabrina

    Hallo :winken:
    Na dieser Teil hatte es ins sich.
    Nun doch Zollanger als Täter?! Also daran glaube ich jetzt nun gar nicht mehr.


    Erstens würde die Auflösung ja dann zu früh kommen und zweitens



    Das wäre zu einfach und außerdem passt da einiges nicht zusammen. Die Bücher mit den Bildern hat er sich doch erst ausgeliehen, nachdem der Torso aufgefunden wurde. Wenn er der Täter wäre, hätte er sich die Bücher doch vor der Tat ausgeliehen?


    Ganz genau so sehe ich das auch.
    Gut die Beweislast ist im Moment erdrückend...aber trotzdem muss es dafür andere Erklärungen geben.


    Ein Möglichkeit: Zollanger weiss wer der Täter ist und versucht ihn zu decken. Vielleicht seinen Bruder, der lebt in Italien womöglich sogar in Siena, die Mönchskutte ist aus Italien und er sieht Zollanger auch sicher ähnlich. So klar war das Bild auf der Videoaufnahme ja nicht. Die Augen wurden erkannt, Geschwister haben ja nicht selten die gleiche Augenpartie. Ausserdem kann ich mir Zollanger wirklich nicht im Edelpuff Allegra vorstellen, dass könnte auch sein Bruder gewesen sein.


    Oder wir könnten es hier auch mit einen Fall von Persönlichkeitsspaltung zu tun haben, wird ja gerne mal benutzt um die Leser zu verwirren, dann könnte Zollanger sich nicht erinnern das ER in Wirklichkeit der Täter ist, dies würde die Ungereimtheiten von oben erklären.
    In so einem Fall käme natürlich auch jeder andere in Frage :capone:


    Zumindest wird Inga aus ihrem Gefängnis gerettet. Aber ihr Verhalten nach ihrer Rettung ist dann wieder typisch höheres Töchterchen. ::)


    Ja blöde Tussi, hab ich mir auch gedacht ::)


    Auch Elin benimmt sich in diesem Kapitel wieder mal äusserst begriffsstutzig. Sie und Zollanger können aus seiner Wohnung fliehen (klar das sie dabei die Videoaufnahme und Elins Rucksack zurücklassen, und damit das hochbrisante Material direkt ihren Verfolgern zuspielen ::)) und Zollanger versucht ihr klar zu machen, das sie in höchster Gefahr schwebt. Er gibt ihr ein Handy damit sie in Kontakt bleiben können und was macht sie, schmeisst es erstmal an die Wand. Da hätte ich Elin auch am liebsten gleich hingeschmissen. Oh man, Elin regt mich auf >:(.


    Dann versucht Zollanger Elin, und Wolfram damit dem Leser, noch mal die Zusammenhänge so gut es geht zu erklären.
    Die Informationen die wir hier über (West) Berlin bekommen waren neu für mich. Ich kenne nun auch Berlin gar nicht und hab mich nie wirklich dafür interessiert. Trotzdem sehr interessant, dass hier zu erfahren. Dieser Tumor der Berlin regiert, regiert ja mittlerweile die ganze Welt. Da bekommt man einfach nur Existenzängste.
    "Erst massiv absahnen und dann die Schulden der Nachwelt hinterlassen, die das jahrzehntelang abbezahlt".


    Aber auch ansonsten war dieser Teil sehr interessant.


    Kapitel 40: Die Geschehnisse in Siena im dreizehnten Jahrhundert. Der witschaftliche und politische Niedergang der Stadt. Die Stadt konnte sich aus dem Würgegriff der mächtigen Familien befreien, indem sie wichtige Ämter nur noch auf Zeit und vor allem an neutrale Verwalter von auswärts ausgab
    Auch die Beschreibung der Wandbilder dazu war sehr interessant. "Die Allegorie der schlechten Regierung". Vielleicht hätten sich die Italiener diese Bilder schon mal vor Jahren anschauen sollen, dann wären sie vielleicht heute nicht dort wo sie jetzt sind :belehren:


    Dann gab es zum Schluss ja noch mal einen Schocker: Erichs Sonnenstudio :o
    Hier wurden Regiemegegner verstrahlt, bevor man sie in den Westen entliess, oh man scheisse, was für ne kaputte Welt :o.
    War Zollanger auch ein Opfer? Er leidet wahrscheinlich an Blutkrebs....oh weh...ich muss schnell weiter lesen...


    LG sabrina


    *ich hab auf meiner brasilianischen Tastatur kein Szt (ups, na ihr wisst schon ;)) deshalb immer ss*


    . Was mich so stutzig macht, ist die Sorglosigkeit, mit der er auftritt! Hat er niemanden, der Schmiere steht? Immerhin ist er am letzten Fundort eine gute Dreiviertelstunde... Hat er keine Sorge, dass zufällig jemand vorbeikommt? Oder ist er einfach so durchgeknallt/ verrückt, dass er sich darüber gar keine Gedanken macht? Kann ich mir eigentlich kaum vorstellen, da alles andere ja fast schon akribisch geplant ist. Vielleicht ist der Mönch sich seiner Sache einfach so sicher? Aber wodurch bloß?


    Was mich auch immer stutzig macht, das alle kleinen Hinweise immer auf Zollanger gehen. Die Beschreibung des Mönchs passt auf ihn. Und die Bilder hängen in Siena und Zollanger war in der Toscana und kam von dort ganz verändert zurück. Das passt für mich alles irgendwie nicht. Gut, Zollanger ist das schon zuzutrauen, aber wir haben ja als Leser Einsicht in seine Gedanken und Handlungen und er war ja überrascht als er die Drucke von den Bildern aus Siena gesehen hat und ist extra noch in die Bibliothek gefahren um sich zu vergewissern.



    Elin schafft es dank Hagen endlich, die Dateien von ihrem Bruder zu lesen. Dass sie sich dabei aber so dämlich anstellen muss!


    Ja, da hab ich auch nur mit dem Kopf geschüttelt. Ich kann ja verstehen das sie ungeduldig ist und schnell herausfinden will was auf den Dateien ist, aber gerade an Erics Laptop :ohnmacht:...Dummheit muss bestraft werden!


    Allerdings überrascht mich die Haltung gegen die eigene Brut dann doch noch kurz.


    Mich überrascht Zietens Verhalten auch nicht wirklich. Ich meine der Typ ist skrupellos und geht über Leichen, ausserdem hat er zu viel zu verlieren wenn er direkt zur Polizei geht. Es ist ja auch nicht so das er nichts tut um seine Tochter zu finden, sondern er schaltet ja schon den ganzen (mächtigen) Apparat ein der ihm zur Verfügung steht. Ich will diesen A..loch jetzt nicht entschuldigen, aber er ist eben keiner der sich für andere Opfert auch nicht wenn es die eigene Tochter ist.



    doch ich sehr hier parallel immer noch ein wenig das Bild vor Augen, als Elin Zollanger aus dem Haus kommen sieht. Vor allem ihre Gedanken dazu. Das wäre natürlich völlig absurd und hat weder Hand noch Fuß, doch ich bekomme diese parallele Empfindung irgendwie nicht weggeschoben.


    Das geht mir ja auch so, alles spricht eigentlich für Zollanger. Auch die Tatsache, das er die Aufnahme in seiner Tasche hat verschwinden lassen, wie du ja schon sagtest...hmm...*grübel*...Es ist halt nur so unlogisch, das er immer überrascht zu sein scheint, wenn er an die Tatorte kommt.


    Deshalb auch meine Idee mir Elins Vater, ich meine viele Kandidaten haben wir ja hier nicht.


    Frieser, aha. Dieser lässt sich also tatsächlich für Zietens Sache vor den Karren spannen. Wobei ich noch überlege, was für ihn mehr zieht: Die Aussicht auf Beförderung oder die eventuelle Gefahr für die Regierung, die Zieten ihm beschrieben hat.


    Das die beiden, Frieser und Zieten, sich so gut kennen, hat mich erstmal überrascht. Aber es ist doch immer das gleiche mit denen da oben...hängen alle irgendwie zusammen.


    Und Pia? Und wer war der geheimnisvolle Mann mit dem sie sich unterhalten hat?


    Nein, also den Durchblick habe ich hier wirklich noch nicht :-\

    Nur mal ganz kurz...hab gerade wenig Zeit:


    Für mich gibt es nur einen Mönch in Mönchskutte. Er ist Entführer und Täter, wobei aber ja noch gar nicht klar ist, woher der Torso stammt. Er könnte ja auch aus dem Leichenschauhaus sein, d.h., der Täter ist gar kein Mörder, sondern nur Rächer bzw. Aufklärer, der mit Hilfe seiner Emblematik ein höheres Ziel verfolgt.
    franz


    Ob nun nur ein Täter oder doch mehrere, dass hab ich mich auch schon gefragt. Allerdings gehe ich wirklich davon aus, das zumindest der der die "Kunstwerke" nachbaut :o, diese Frau die er dafür benutzt, wohl eher nicht ermordet hat. Es soll ja wohl von der Symbolik her Inga sein, ich denke sicher das es sich um ihre Haare handelt, die auf dem Kopf des dritten Fundes waren. Wäre er ein Mörder hätte er doch auch gleich Inga selber dafür benutzen können und sich nicht einer anderen Leiche bedient.


    Noch mal zum Täter: Was haltet ihr denn von Elins Vater? Bei seinem Auftauchen hat bei mir gleich was geklingelt. Hat das richtige Alter, hätte ein Motiv (den Tod seines Sohnes zu rächen), und fährt sicherlich ein Auto mit Hamburger Kennzeichen, wie auf der Videoaufnahme zu sehen ist

    Mir ist das gar nicht so in der Art aufgefallen. Im Dönerladen hatte sie ja keine wirkliche Alternative, deswegen hat sie die Möhren genommen - handlich und gut. Ich würde auch nicht denken, dass Wolfram jede ihrer Mahlzeiten extra erwähnt und es im Gegensatz zu Zollangers Appetit dadurch sehr wenig wirkt.. Falls sie wirklich magersüchtig sein sollte oder sich Essen aus anderen Gründen verweigert, hat sie aber zu viel Kraft gehabt bei der Nachstellung von Erics Tod - eine Magersüchtige hätte das nicht bewältigen können, oder?! Das Federgewicht kann durch ihr vieles Fahrrad fahren kommen. ???


    Also ich finde schon das es immer wieder betont wird wie wenig sie isst. Irgendwie war doch auch eine Stelle an der sie sich abfällig äussert über Menschen die essen. Also ich verstehe das schon so das sie Essen irgendwie verabscheut.
    Auch die Sache mit den Skinheads, natürlich muss man nicht immer kleinbei geben, aber man sollte schon seine Grenzen kennen und mit Skinheads legt man sich einfach nicht an.


    Das mit dem Schauspieler auf den Plakaten hab ich mich auch gefragt. Manfred Krug war es also. Danke apassionata

    An diesem Abschnitt hab ich jetzt 2 Tage gelesen, ich fand ihn nicht so ganz leicht.


    Das meiste habt ihr ja schon zusammengefasst.
    Ich habe irgendwie so meine Probleme mit Elin. Die Frau ist einfach so komplett gegen alles, sie macht sich das Leben damit doch nur unnötig schwer. Aber vielleicht wollte Wolfram uns hier auch nur etwas überspitzt die beiden Gegensätze aufzeigen. Auf der einen Seite Elin, gegen Geld, gegen jede Art von Luxus, gegen Völlerei, ich meine nicht das sie Vegetarierin ist, sie scheint Essen ja im allgemeinen nicht zu mögen. Aber na gut sie ist konsequent und tut damit ja auch keinen weh.
    Allerdings wäre sie ja theoretisch der perfekte Täter...aber ich schliesse sie jetzt einfach auch mal aus. Wir suchen ja wohl einen Mann.
    Und dann ist da Zieten, der gierige Banker. Gier nach Geld, Macht, Luxus...
    Ich werde mir diesen Abschnitt sicherlich hinterher noch mal in Ruhe durchlesen, die Aktualität ist natürlich erschreckend.


    Udo Brenner: Sein Auftritt in Kapitel 12 hat mir gar nicht gefallen, viel zu neugierig, könnte er unser Täter sein? Oder ist er zu jung?


    Dann kommen in diesem Teil nun auch endlich die ersten Bilder, sowas liebt Wolfram ja und wir auch :).
    Auf Seite 117 hat Zollanger dann, beim Anblick von Drucken mittelalterlicher Fresken, einen Geistesblitz. Das Lamm der Ziegenkopf kommen ihm irgendwie bekannt vor.
    "Dass ausgerechnet er in diesem Fall ermitteln sollte! Ja, das vielleicht er selbst gemeint war! Es wäre die verrückteste Erklärung von allen. Und zugleich die plausibelste."


    "Proditio" Verrat! Das Unschuldslamm, dass gar nicht so unschuldig ist mit dem giftigen Stachel anstelle der Hinterbeine.
    Die Ziege steht für Tyrannis...das ist mir noch nicht so ganz klar.
    Auf jeden Fall war er dran an Zieten, an BIG, wie viel er wirklich herausgefunden hat, bleibt noch unklar. Aber jemand hält Zoolanger für einen Verräter. Weil er nichts unternommen hat?!


    Und dann kommt schon das nächste Bild S. 146 ein Holzschnitt. Damit kann ich noch nichts anfangen auch nicht mit dem "Nullus Dolus Contra Casum", finde dafür keine deutsche Übersetzung, finde was englisches (Cunning will not prevail against misfortune) und auch das Bild, aber die richtige Bedeutung ist mir noch nicht klar.


    ...oh man...mein Internet ist heute der reinste Mist, Seit heute Nachmittag läuft fast gar nichts mehr hier, hatte Glück das ich das hier überhaupt noch wegbekommen habe, ich hoffe es klappt morgen besser.

    Hallo Wolfram,
    vielen Dank das Du diese Leserunde wieder begleitest. Ich freu mich einfach so riesig das es wieder ein neues Buch von Dir gibt, da ist das Genre dann auch egal. :)
    Wenn dein Name drauf steht wird es gekauft und erst danach der Klappentext gelesen ;D


    Sehr interessant was Du hier geschrieben hast. Das Dir nun vorgeworfen wird aus kommerziellen Gründen einen Thriller geschrieben zu haben ist natürlich ein Ding.
    Ich denke eher das vielleicht deine treuen Leser abgeschreckt werden könnten vom Genre. Auf der anderen Seite sind wir ja Überraschungen von dir gewohnt, wie SheRaven schon sagte, deine Bücher sind alle so wunderbar unterschiedlich.


    Aber mich würde trotzdem interessieren ob wir mal wieder was historisches von Dir erwarten dürfen?


    LG Flor


    Oder zurück zum Thema Sozialstaat: ich wundere mich immer bei den US-amerikanischen Diskussionen um eine gesetzliche Krankenversicherung. Im Ernst, dass geht in meinen eruropäischen Schädel nicht rein, dass man die Einführung einer solchen als Beschneidung der persönlichen Freiheit sieht. Ganz ehrlich, da finde ich deren lockeres Waffengesetz fast noch nachvollziehbarer! ::)


    An die USA musste ich auch beim lesen denken. Ein Land das sich als Führer der Welt sieht aber nicht mal eine ordentliche gesetzliche Krankenversicherung auf die Beine bekommt...Echt ? Die sehen das als Beschneidung der persönlichen Freiheit? Die spinnen die Amis. Ich meine sogar in Brasilien gibt es freie medizinische Versorgung für alle. Funktioniert zwar nicht überall gleich gut...aber immerhin ist es schon mal was.


    apassionata , dubh
    Ich wollte sicher nicht damit sagen, als ich meinte in vielen Ländern läuft es schlechter als wie in Deutschland, dass man keine Kritik äussern sollte. Was nicht gut läuft darf und sollte man natürlich kritisieren. Ich hatte nur beim lesen das Gefühl das die Kritik etwas zu hart war. Vielleicht sehe ich Deutschland auch schon einfach zu verklärt romantisch ....ist doch immer so man vergisst das Negative und erinnert sich nur an das Positive

    Hallo liebe Leserunde :winken:,


    nun geht es also endlich los, lange mussten wir warten auf den neuen Roman von Wolfram Fleischhauer.
    Als ich dann las, dass es sich um einen Thriller handelt, war ich doch etwas überrascht.
    Nicht das ich Thriller nicht mag. Im Gegenteil ich bin eingefleischter Thriller Fan, aber Wolfram Fleischhauer und Thriller, dass passt doch nicht. Oder doch?


    Also, was haben wir hier: Einen ermittelnden Kommisar, einen merkwürdigen Leichenfund der viele Fragen aufwirft und auch sonst allerhand unappetitliche Details.
    Dann bekommt man jedoch recht schnell Fleischhauer typische Elemente.


    Schon auf den ersten Seiten vollgepackt mit Informationen und provozierender Kritik. Über die Forschung und das entwickeln neuer (Tier)rassen. Über das System im allgemeinen. Auch wenn ich finde, dass das deutsche Krankensystem nicht so schlecht ist, da gibt es weitaus schlimmere. Aber vielleicht lebe ich schon zu lange im Ausland.....
    Desweiteren geht es um Hacker, Frauenhandel, Prostituierte aus Osteuropa und, und und...alles heisse Themen für sich.
    Ja, und auch die Sache mit den urophilen Neigungen war neu für mich. Das ist ja mal so richtig ekelig...also Sachen gibts. :wegrenn:


    Nun noch ein paar Gedanken zur Tat ansich. Bin mir nicht sicher ob wir es hier, zumindest was den Frauentorso angeht, wirklich mit Mord zu tun haben. Oder ob nicht viel eher eine Leiche so inzeniert wurde um auf diesen grösseren Skandal aufmerksam zu machen, um den es ja wohl geht. Das wäre dann wieder typisch Fleischhauer. Einen Skandal der auf Tatsachen ? beruht in einen Roman zu verpacken.


    Im zweiten Handlungsstrang geht es um Elin und ihren wahrscheinlich ermordeten Bruder. Der hatte Angst und war irgenwas oder Irgendwem auf der Spur.
    Dann erfahren wir im Kapitel 11 auch etwas über die dunklen Seiten unseres Kommisars. Er hat Selbstjustiz verübt in einer Situation in der es jeder von uns wohl gerne würde. Auch hier wird nicht gespart an Kritik am Rechtssystem...Wolfram hat Deutschland so viel Kritik verdient? Kommt mal nach Brasilien dann könnt ihr sehen was ein richtig unfähiges Rechtssystem ist. >:(
    Aber gut, das ist ein anderes Thema.


    Dann gibt es ganz zum Schluss dieses Teils noch einen Brief. In dem geht es um Informationen über illegal erworbene Unterlagen. Die obzöne Raffgier unserer Elite, das Volk, das diese Halunken auch noch wählt, die Generation Stöpsel in den Ohren(das gefällt mir und ist leider so wahr ), die gar nichts kapiert....ey die reden hier tatsächlich von Brasilien ::)
    Und dann um einen Anton der mit Zollanger Kontakt aufnehmen will und es auch tut dem Zollanger aber nie antwortet. Ich denke bei diesem Anton handelt es sich um Elins Bruder.


    Interessieren würde mich noch im welchen Jahr die Geschichte spielt...wieviel Zeit ist vergangen seit der E-mail von diesem "Anton" vom September 2003 und dem Fund des Frauentorso? Nicht viel denke ich, wahrscheinlich befinden wir uns im Jahr 2004, schätze ich mal so.


    So, das waren mal so meine ersten Gedanken...und nun darf ich ja weiterlesen :lesen:

    Ich bin auch schon da und startbereit...bin ich schon seit 3 Tagen, da war ich mit meinen letzten Buch fertig und ein anderes anfangen hätte ich nicht mehr geschafft. Aber heute abend kann ich ja dann loslegen...eeeendlich ;D

    Hallo Ihr Lieben,


    lange war ich weg, möchte es aber mit diesem Buch mal wieder bei einer Leserunde versuchen. Das Buch hab ich auch schon hier liegen, könnt mich also als festen Teilnehmer eintragen. :winken:

    Hi,
    ich bin auch erst gestern fertig geworden. Wir sind nämlich am Montag auf den Hund gekommen ;D, einen ziemlich quirligen Border Collie und hier ist dieser Tage nun ordentlich was los. Da bin ich gar nicht zum lesen gekommen.


    Miramis hat es ja schon gut zusammen gefasst.
    Ich war Anfangs allerdings etwas enttäuscht von der Auflösung. Es wurde dann ja alles so ziemlich nebenbei aufgelöst, da habe ich immer noch gedacht da müsste nun doch noch etwas kommen, eine überraschende Wendung ganz zum Schluss, aber die gab es nicht.
    Irgendwie war es mir immer zu naheliegend, dass die Leute vom Rum-Kontor nun die Bösewichte sind, da die ja irgendwie von Anfang an, als Besitzer der "Olivia", zu den Hauptverdächtigen gehört haben.
    Ich denke bei Krimis immer gerne etwas um die Ecke ;).
    Auf der anderen Seite war es der erste Krimi bei dem ich nicht den Täter schon vorher erraten habe und das ist doch mal etwas anderes :D.


    Im nach hinnein muss ich dann aber doch zugeben, dass das Ende gut zum Buch gepasst hat. Wie Miramis ja schon sagte ruhig und ohne Action, dass passte einfach gut zur ganzen Geschichte.
    Andresen wurde mir zum Schluss auch sympathischer.


    Das mit Gerda war ja denn sogar noch ein Schock ich dachte auch sie wäre wirklich tot. Das hat mir schon leid getan obwohl wir sie ja gar nicht "persönlich" kennenlernen durften.
    Aber dem war ja zum Glück doch nicht so.
    Gut hat mir gefallen, dass es eben kein"richtiges" Happy End für Gerda und Sönke in diesem Teil gegeben hat, aber zumindest hat sie ihm schon geschrieben. Schade das wir nicht mehr erfahren durften wo so sich nun befindet, aber dagegen hilft ja nur eins...... ;).
    Ich denke aber trotzdem immer noch, dass Gerda gar nicht mehr auftauchen wird und das Jorke zu Sönkes Herzendame mutieren wird.


    Was ich nicht so recht verstanden habe, ist die Sache mit der Frischwasserquelle, aber ich verbuche das Ganze mal unter Halligleute-Spezial. ;) Da wird diese rotzfreche Tat von Tete Friedrichsen aufgedeckt, nämlich die Stilllegung der besagten Quelle, und die Halligbewohner sind sauer auf Sönke Hansen! Nur weil er die Wahrheit bestätigt hat! Wäre er nicht, wäre die Sache niemals zur Sprache gekommen und somit nicht geschehen. Das geht mir nicht in meinen schwäbisch-bayerischen Schädel.... ;D


    Ich muss nun sagen ich kann es sogar verstehen. -Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß-.
    Die Menschen leben auf einem sehr begrenzten Raum und da ist es sicher manchmal besser etwas nicht zu wissen, einfach um des lieben Friedens willen.
    Natürlich war es im nach hinnein gut, dass sie nun alle wissen was für ein Mensch Tete Friedrichsen wirklich ist, aber die Stimmung wird in Zukunft sicherlich gestört sein, und man kann sich auf so einer Hallig ja nun nicht so einfach aus dem Weg gehen. ;)


    Im großen und ganzen hat mir dieser Kriminalroman richtig gut gefallen. Auch wenn der Schwerpunkt eindeutig auf Roman und weniger auf dem Krimi lag. Aber das ist ja ansich nicht schlecht, wenn man weiß was einen erwartet.
    Ich werde Sönke Hansen auf jeden Fall auch treu bleiben und habe richtig Lust auf die nächsten Folgen.
    Die Menschen wirken sehr authentisch und die Geschichte lebt von ihrem Nordsee Flair und das ist sehr schön, denn diese Region Deutschlands wird in Romanen einfach viel zu sehr vernachlässigt.


    Liebe Grüße
    Flor

    Hallo,


    Nun habe ich nur noch einen Leserundenabschnitt vor mir und einfach immer noch keinen Schimmer in welcher Richtung ich den Täter zu suchen habe. Ich habe diesen Dänen Aksel Andresen im Auge. Weiß zwar nicht wie er etwas mit dem ganzen zu tun haben könnte, aber ich mag ihn nicht, und das reicht mir fürs erste als Motiv :D.


    Im Kapitel 15 habe ich mich das erste mal etwas über Sönke geärgert. Was wollte Jorke? Warum schrieb sie ihm nach nur einer gemeinsamen Nacht?
    Bitte NUR?
    Na ja, wir befinden uns hier schließlich Ende des 19. Jahrhunderts und da ist es wohl nicht so normal mit jedem schnell mal ins Bettchen zu hüpfen.
    Irgendwie zeigt sich Sönke hier in diesem Moment nicht wie ein Gentleman seiner Zeit.
    Aber später klärt sich das ja auf was Jorke eigentlich wollte und sie zeigt sich als wirkliche Klassefrau. Sie hat sich zu meiner Lieblingsfigur entwickelt und ich sehe durchaus eine Zukunft für die beiden. Vielleicht auch in den anderen Romanen.
    Ich denke einfach mal das Gerda nicht mehr auftaucht.


    So und Andresen taucht hier nun auch auf. Und ganz nach dem Motto "Geld regiert die Welt" muss er immer alles bekommen was er will. Im Moment ganz speziell einen Leuchtturm damit seine illustren Gäste ihre Lustfahrten machen können zu solch herausragenden Zielen...... ;D
    Übrigens das Wort "Sommerfrischler" habe ich ja noch nie gehört.


    Und hier will nun wieder jemand Sönke lieber tot sehen. Er wird auf dem Schiff von jemanden die Treppe in den Maschinenraum runter gestoßen und hat sein überleben allein den Nähkünsten der lieben Frau Godbersen zu verdanken.
    Dann wird der Leuchtturmwärter tot aufgefunden. Wieder eine Verwechslung!?
    Aber nach wie vor erkennt Sönke irgendwie nicht die Gefahr in der er schwebt, das ist mir ein bisschen ein Rätsel. So cool sind auch Friesen nicht.


    In diesem Teil bekommen wir nun auch einen kleinen Einblick in den Sklavenhandel. Bei dem Brasilien ja einen traurigen Rekord führt als letzten Land das offiziell den transatlantischen Sklavenhandel abgeschafft hat.
    Aber hier in der Geschichte lernen wir nun das "offiziell abgeschafft" nicht bedeutet, das es keinen mehr gab.


    Kari gibt es dafür Beweise?


    Der Wirt des "Vernarbten Schulterblattes" ist ja wohl ein echter "Sympathieträger" >:(
    Ist vielleicht ganz gut, dass es vorbei ist. Die schwarzen sind ja irgendwie auch Menschen. Ich hatte Glück, dass ich auf einem solchen Schiff anmustern konnte....Oh weh..... >:(


    LG
    Flor