Beiträge von SusiGo

Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Im Text steht: "ebenso vage wie abschreckend". Es gibt z.B. zwei Stellen aus Leviticus:


    Lev 18,22 EU: Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.


    Lev 20,13 EU: Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.


    Ein komplexes Thema, zu dem es einen ganzen langen Eintrag bei Wikipedia gibt. Diese hier dürften aber die eindeutigsten sein, die vermutlich herangezogen wurden, um homosexuelle Handlungen zwischen Männern zu verurteilen.

    Ich habe mir Caroline auch als eher positive Figur gedacht, die ihr Vermögen nutzte, um unabhängig durch die Welt zu reisen. Wie viel tatsächlich zwischen ihr und William passiert ist, habe ich bewusst offen gelassen. Ich neige aber dazu, dass er hingerissen und sie geschmeichelt war, aber nie eine Affäre mit ihm angefangen hätte. Sie wollte ja nach Italien und sich nicht an einen verheirateten, mittellosen Mann binden. Und es stimmt leider, dass bei Frauen und Männern mit zweierlei Maß gemessen wird, bis heute.

    Das freut mich. Ich muss gestehen, es ist mir sehr schwer gefallen, Onkel Rudy sterben zu lassen, aber es war konsequent. Ich hoffe aber, dass Paulas neues Glück und das versöhnliche Ende sowie die Möglichkeit, dass es zu einer Verständigung mit ihrer Mutter kommt, das ausgleichen.

    Ja, auch Frauen und Männer ohne Beruf hatten diese Karten, natürlich nur in besseren Kreisen. Damen besuchten einander regelmäßig, da gab es ganz strenge Regeln, wann und wie lange man einander aufsuchte. Und wenn eine Frau neu im Ort war, ließ sie ihre Karten in den Häusern abgeben, denen sie einen Besuch abstatten wollte.

    Ich habe gelesen, dass britische Herren manchmal nur ihren Club statt einer privaten Adresse angaben. Das hieß dann wohl, dass man sie dort antreffen konnte.

    Sie beruflich zu nutzen, ist wohl eher eine Erfindung des 20. Jahrhunderts.

    Meine Tochter wohnt in Bonn und erzählte auch, dass es für Studenten ziemlich leicht sei, ein schönes, bezahlbares WG-Zimmer zu finden. Vorausgesetzt, man lässt sich auf diese "Traditionen" ein. Ihre männlichen Freunde sind eher tätowiert und somit keine Kandidaten für Burschenschaften. ;)

    Ich wunderte mich gerade... über die leicht zu bekommenden Zimmer in Bonn. Ja, bei den Verbindungen ist immer was frei. In Köln ist das genauso und leider reiht sich da gerade in meiner Wohngegend ein Verbindungshaus an das andere und die jungen Männer, die da rauskommen (wie auch ihre weibliche Begleitung) sind echt nicht von diesr Welt. Ich komme mir dann immer wie im falschen Film vor. Ich würde aber nicht sagen, dass Tätowierungen ein Hindernis sind - die kommen bei Traditionsbewussten (um es mal "mild" auszudrücken) genauso vor! Und ich muss es wissen, ich habe in diesem Sommer die Verbindungsstudenten in fast jedem Outfit (bzw. fast ohne welches) beobachten dürfen!

    Da hast du recht. Aber bei den Freunden meiner Tochter würde auch die politische Haltung nicht so recht passen. :)

    Artepsponk: Ah, jetzt habe ich es gegoogelt, alles klar. Dann hoffe, dass du es dort findest. Könnte auch mal dorthin fahren, das ist gar nicht weit von mir.


    Bruni: Ja, 1994 wurde der allerletzte Rest des Gesetzes abgeschafft, bei dem es noch um die Strafbarkeit ging, wenn einer der Männer unter 18 und der andere über 21 war.


    Artepsponk: Visitenkarten sind eine sehr alte Erfindung. Der englische Wikipedia-Artikel ist leider viel ausführlicher als der deutsche: https://en.wikipedia.org/wiki/Visiting_card. Wenn du z.B. Jane Austen liest, stößt du immer wieder auf die Karten und die Etikette, die damit verbunden war: https://janeaustensworld.wordpress.com/tag/visiting-cards/. Man kündigte damit an, dass man sich in der Stadt aufhielt, gab sie ab, um seinen Besuch anzukündigen, manchmal verzeichneten Damen sogar darauf, an welchem Tag zu Hause anzutreffen waren. Das ist heute natürlich alles viel unkomplizierter.

    Meine Tochter wohnt in Bonn und erzählte auch, dass es für Studenten ziemlich leicht sei, ein schönes, bezahlbares WG-Zimmer zu finden. Vorausgesetzt, man lässt sich auf diese "Traditionen" ein. Ihre männlichen Freunde sind eher tätowiert und somit keine Kandidaten für Burschenschaften. ;)


    Das mit Margaret hast du schön gesagt, Bruni. So habe ich mir das auch gedacht. Eine noch junge Ehe, die plötzlich verschiedene Belastungen aushalten muss und ihnen nicht standhält. Margarets Situation ist natürlich auch ganz anders als die einer Frau von heute. Unsereins würde sich notfalls Kind und Kreditkarte schnappen und die Heimreise buchen. Aber das war in einer Zeit, da Frauen ganz von ihren Ehemännern abhängig waren, nicht möglich.


    Ich glaube auch das Rudy und der Professor ein heimliches Paar sind. Gut das sich die Zeit verändert hat, und zumindest hier in Deutschland, jeder seine Liebe öffentlich zeigen kann. Aber denke man an Russland, dann kann man sich vorstellen wie es Rudy und dem Professor gegangen wäre. Stand Homosexualität eigentlich damals noch unter Strafe?

    Jein. Im Rheinland galt damals noch der Code Civil, auch Code Napoléon genannt, das französische Gesetzbuch, ein Relikt der Besetzung des Rheinlands durch die französischen Truppen. In Frankreich hatte man die Strafe für homosexuelle Aktivitäten bereits 1791 abgeschafft. Nach der deutschen Reichsgründung 1871 wurde die Strafbarkeit im § 175 wieder eingeführt. In manchen Gegenden galt der Code Civil sogar bis 1900. Danach aber existierte der § 175 im ganzen deutschen Reich und wurde erst 1994 vollständig abgeschafft.

    Hallo kessi69 , danke für deine ausführlichen Anmerkungen und Fragen. :)


    Das mit den Sehenswürdigkeiten hat Spaß gemacht. Die Remigius-Kirche ist genau gegenüber vom Haus, in dem meine Tochter wohnt. Darum habe ich den Laden von Onkel Rudy auch in die Brüdergasse verlegt. Die Häuser dort sind nach dem Krieg erbaut worden, also könnten sie damals so ausgesehen haben, wie ich sie mir vorstelle.


    Zu den Mumien: Ich habe an die Kreuzbergkirche geschrieben, aber leider keine Antwort erhalten. Warum, weiß ich nicht, es ist ja nichts Schlimmes daran. Als ich in der Kirche war, habe ich allerdings eine große Steinplatte im Boden gesehen, unter der sich wohl die Gruft befindet. Man kann sie aber anscheinend nicht mehr besichtigen. Vielleicht zu morbide, oder man will die Totenruhe nicht stören.

    Spannend finde ich auch die Details, die wir über das Fotografieren damals erfahren. Die Fotografen mussten damals wirklich verstehen, wie das mit den Belichtungszeiten usw. funktionierte. Da war nichts mit Speicherkarten und direktem Ansehen der Fotos.

    Und die Motive mussten ewig stillhalten. Also bei Bergen, okay, die schaffen das ganz gut sich nicht schnell zu bewegen. :totlach: Aber bei Menschen war das schon echt schwierig.

    Ich fand es auch faszinierend, wie aufwändig das war und dass dennoch die ganze Ausrüstung durch die Welt geschleppt wurde. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die technische Seite von Stahlstich, Kupferstich und Fotografie wirklich kompliziert finde. Aber spannend, wie man sich in einer Zeit, da Reisen viel unerschwinglicher waren als heute, mit Bildern die Welt erschließen konnte.

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