Beiträge von gagamaus

    Ich denke zwar, dass du Recht hast, aber mir würde er besser gefallen an ihrer Seite. Das sind zwei auf Augenhöhe und mit ihm kann sie sich fallen lassen und wird aufgefangen. Sie kann ihm alles sagen (auch wenn sie es blöder Weise nicht immer tut) und sie kann mit ihm lachen und weinen. Was will man mehr. Ich würde Blanc lieben.

    Ehrlich gesagt, bei Blanc knistert es mir zu wenig. Wie ich es überhaupt seltsam finde, dass sie sich so gerne die Köpfe blutig schlagen. Zum Stressabbau oder wozu auch immer. Finde ich seltsam. Da liegt mir das Geseufze mit Robin eher. Aber ganz unrecht hast du freilich auch nicht. Es ist schon eine ziemlich sexuelle Anziehung auch dahinter. Aber nicht nur. Ich habe schon das Gefühl, da ist mehr dran. Und das mit der Augenhöhe sehe ich tatsächlich anders. Da beide gleich stark aufeinander abfahren ist da durchaus eine Augenhöhe. Und auch wenn Robin äußerlich der "Mächtigere" scheint, so fühlt er sich doch ihren Kräften gegenüber als der Schwächere. Das ist ausgleichende Gerechtigkeit. Und im Zeiten von Megan und Harry denke ich - es ist alles möglich. 8o

    Ich werde jetzt mal darüber nachdenken, ob ich einen Teil von dem hier noch in einem Vorwort formuliere und das zumindest beim E-Book (also auch in der Leseprobe) voranstelle. Andererseits käme es mir aber seltsam vor, weil so etwas schnell wie eine "Rechtfertigung" klingt und dann außerdem einen nicht unerheblichen Teil der Leseprobe ausmachen würde. Aber mal schauen ;-)
    Ich habe auch während der Leserunde immer wieder überlegt, ob ich (sowas wie das hier) schon mittendrin schreibe, aber auch dann hätte ich das Gefühl gehabt, mich jetzt irgendwie zu "rechtfertigen". Da ich die Geschichte (so wie sie ist) aber sehr gerne habe und sie bewusst auch nicht ändern wollte, möchte ich mich auch ungerne dafür rechtfertigen. (Manchmal steht einem ja auch der Stolz im Weg, ne :D )
    Deshalb kommt diese kleine Rede also erst hier ;-) Ich hoffe, ihr verzeiht es mir.

    Liebe Daniela, ich finde ja prinzipiell NICHT das Autoren sich rechtfertigen müssen für das, was sie geschrieben haben. (Es sei denn es handelt sich um Unwahrheiten oder hanebüchen Unrealistisches, aber das ist ja in einem Fantasyroman sowieso zu vernachlässigen.) Es ist also für mich okay, dass Du die Geschichte so und nicht anders geschrieben hast. Das ist nicht nur Dein gutes Recht, sondern ich finde, so sollte jede Autorin mit ihrer Arbeit verfahren, denn nur das macht sie ja glaubwürdig. Und dass das Nachwort wohl ein Nachwort bleibt, natürlich auch. Ich kann aber nicht umhin für mich nach Erklärungen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen warum ich Schwierigkeiten mit dem Buch hatte und wie man diese vielleicht im Hinblick auf zukünftige Leser umschiffen könnte. Dies tue ich zum einen, weil es ja auch Sinn und Zweck einer Leserunde ist, dem Autor Rückmeldung zu geben und darüber auch kontrovers zu diskutieren. Zum anderen soll das Buch ja möglichst vielen Leser gefallen - das ist ja doch die Intention, wenn man eine Geschichte in die Freiheit entlässt, denke ich.


    Mein Vorschlag für ein erklärendes Vorwort resultiert vor allem daraus, dass sich bei mir persönlich ein gewisser Lesefrust festgesetzt hatte (so ab der Mitte des Buches) und ich gebe auch zu, dass ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen hätte, wenn ich es nicht in der Leserunde und mit Dir gelesen hätte. Deine Erklärungen, warum der erste Band so und nicht anders wurde, ist einerseits einleuchtend, aber mir fehlt leider etwas der Anreiz für den zweiten Band. Deine Erklärungen machen jetzt natürlich sehr neugierig (mehr Fantasy 8o neue geheimnisvolle Charaktere :love:) aber das wissen ja die anderen Leser nicht. Und wäre ich ein solcher, dann würde ich denken, die Geschichte geht so ähnlich weiter und dann würde ich wohl nicht zum zweiten Band greifen.


    An diesem Buch sieht man, wie interessant und kniffelig eine Leserunde ist. Wir analysieren das Buch ziemlich genau und klopfen seine Stärken und Schwächen ab. Das ist sicherlich nicht immer einfach oder gar vergnüglich für Dich als Autorin. Deshalb finde ich, dass eine Leserunde immer mutig von den AutorINNEN ist und wir Leser pfleglich mit ihnen (Dir) umgehen sollten. Aber auch ehrlich zu sein gehört für mich dazu. Also nix für ungut, Daniela. Wie schon gesagt... manchmal passen Buch und Leser einfach nicht zusammen.

    Dann würde ich sagen, mich störte schon, dass Rea es ihm vorgeschlagen hat. Denn eigentlich wollte sie ja eher, dass er sagt, oh nein, dich kann und will ich nie vergessen. ;)

    Ich hatte es so verstanden, dass sie vor allem die Geschichte mit dem König meinte, er ein uneheliches Kind ist und sein Vater ihn ermorden wollte. Dass sie dabei auch an sich und ihre Beziehung gedacht hat, glaube ich fast nicht. Aber vielleicht habe ich das auch verdrängt oder falsch verstanden?!

    Da frage ich mich, wie man dieses Auslöschen von Infos so selektieren kann, dass das eine vergessen wird, aber der Rest bleibt. Kann aber sein, dass Du da recht hast. Aber Robin hat es so wie ich dann falsch verstanden.

    Ich kann es natürlich auch verstehen, dass man seine Liebe vergessen will, aber dennoch macht man es sich damit sehr einfach. Und gerade das von der Person zu verlangen, die selbst dabei ist zu vergessen... Ich weiß ja nicht, irgendwie stört mich da was.

    Dann würde ich sagen, mich störte schon, dass Rea es ihm vorgeschlagen hat. Denn eigentlich wollte sie ja eher, dass er sagt, oh nein, dich kann und will ich nie vergessen. ;)

    So langsam nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf (schwer wegzulegen, das Buch ^^)


    Rea und Robin, da geht noch was, ganz sicher. Sie ist ja sowieso rettungslos verliebt in ihn - auch wenn sie andere küsst, so ist das doch eher, um runterzufahren durch Menschengefühle als aus Liebe. Und auch bei Blanc bin ich inzwischen überzeugt, sie ist für ihn nur eine sehr gute Freundin und er hat ganz andere Präferenzen.


    Avila ich kann verstehen, dass er vergessen will. Ich spreche aus persönlicher Erfahrung. Wenn man eine große Liebe aufgeben muss, dann wünscht man sich irgendwann sehnlichst, erst mal alles vergessen zu können. Weil der Schmerz der Trennung einfach zu groß ist. Robin ist mir hier tatsächlich sehr nahe. Er schwankt zwischen seinem Verantwortungsgefühl und der - seiner Meinung nach - Aussichtslosigkeit seiner Liebe und den heftigen Gefühlen für Rea. Und er verbirgt alles unter einer harten Schale. Hach, genau mein Fall so ein kleines Drama (jetzt, da ich Blanc ad acta gelegt habe als möglichen Gefährten von Rea.)


    LizzyCurse der Vergleich mit den Musketieren gefällt mir sehr gut. Der passt perfekt. Da gab es doch auch eine garstige Königin/Mätresse, oder? Madam Hiver ist eine tolle Schurkin - auch wenn ich denke, da steckt noch mehr dahinter. Etwas, was wir noch nicht ahnen. Ähnlich wie bei den englischen Königseltern. Da hat Christine sicher noch einen doppelten Boden eingebaut. ;)


    Das das schwarze Tier in ihr eigentlich das Geistesfieber ist, beruhigt mich. Eine gute Erklärung. Auch Depressionen u.ä. werden ja oft so Dargestellt. Bei uns in Bayern sagte man früher "Die Druut sitzt ihr nachts auf der Brust", wenn den Menschen etwas bedrückte oder er Ängste hatte. So stelle ich mir das Tier von Rea auch vor. Etwas was sie bedrängt und ihr die Luft zum Atmen nimmt - aber nicht echt ist.

    Seit seiner Kindheit plagen Nico Träume von brennenden Menschen und zeitweise hat er Wahnvorstellungen und sieht Dinge und Personen, die es real gar nicht geben kann. Schon in seiner Kindheit wird ihm eine Art Schizophrenie und eine Borderline-Störung attestiert. Aber ist er tatsächlich krank oder steckt etwas ganz anders dahinter? Denn in seinem Dorf wurden vor vielen Jahren Hexen verbrannt und es scheint fast, als würde diese ferne Vergangenheit in Nico aber auch in den rebellischen Mädchen Leany wieder aufleben. Können die beiden einander helfen oder sind sie, im Gegenteil, gefährlich für den anderen?


    Mit „Kinder der Hexen“ startet die Verloren-Trilogie von Daniela Winterfeld. Wie man aus dem tollen Nachwort erfährt, handelt es sich um ein Herzensprojekt von ihr, was es mir nicht leichter macht, eine Rezension zu schreiben, denn leider habe ich mich etwas schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Dies lag nicht am Schreibstil, denn der ist, wie von ihr gewohnt, Bilder und Gefühle in Worten malend, mit Liebe zum Detail und zu den Darstellern. Deshalb kommt einem vor allem Nico schnell näher und man leidet mit ihm und fühlt seine Unsicherheit und seine Nöte. Und auch Cairenn, eine der beiden Hauptdarstellerinnen ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre ehrliche, mutige und lebenskluge Art macht sie schnell zu einer Heldin. Aber eigentlich ist es ihre Schwester Leany, die Nico noch mehr fasziniert, die ihm irgendwie ähnlich ist, die ihn berührt. Zwischen den beiden entspinnt sich eine übergroße Anziehungskraft und eine Art Hassliebe, die vor allem Nico an den Rand seiner geistigen Gesundheit bringt. Eine große Bedrohung von außen durch einen rabiaten Mitschüler sorgt zusätzlich für Spannung aber auch Dramatik in der Geschichte.


    Das Buch ist im Fantasy-Genre eingeordnet, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich es da im Augenblick etwas fehl am Platze finde, denn die Fantasyelemente sind, wenn überhaupt, so doch für mich zu vernachlässigen. Man kann vieles auch auf „normalem“ Wege erklären bzw. es ist halt etwas mystisch – aber für mich in keiner Weise Fantasy, wie man sie kennt. Dadurch wird das Buch auch schwer einzuordnen und ich glaube, ich hatte von vorne herein falsche Vorstellungen, was da auf mich für eine Story zukommen würde. Vielleicht ändert sich das in den beiden Folgebänden noch, das kann ich natürlich nicht beurteilen.


    Die größten Probleme hatte ich zum einen damit, dass mir sehr häufig nicht ganz klar war, in welchem Zustand Nico und Leany sich gerade befinden. Soll heißen, ob sie träumen, oder in der Realität sind, ob es Gegenwart oder Vergangenheit oder gar die Zukunft ist, die sich hier widerspiegelt. Das hat mich zusehends verwirrt und die wenigen Erklärungen kommen erst ziemlich spät und lassen sehr viele Fragen offen.

    Zum anderen ist es ein großes Hin und Her zwischen Nico und Leany und Cairenn und das hat mich zeitweise etwas genervt. Vor allem Leanys Art ist lange unverständlich. Auch hierfür gibt es natürlich realistische Begründungen. Aber auch die waren, für meinen Geschmack, ein bisschen zu spät, da hatte sich bei mir leider schon eine gewisse Ungeduld festgesetzt.


    Mein Fazit ist, dass ich bis jetzt nicht in die Geschichte hineingefunden habe, obwohl mir die Protas sympathisch waren. Das Ende lässt mich verwirrt zurück, weil es mir zu viele lose Enden hat und ich keinen blassen Schimmer habe, wie das weitergehen soll und wo es hinführt. Vielleicht war ich als Fan von High- und Urban-Fantasy auch einfach nicht die passende Zielgruppe.


    Liebe Daniela, Du weißt, wie sehr mir das letzte Buch von Dir gefallen hat. Deshalb habe ich diese Rezi nur schweren Herzens so formuliert. Ich möchte mich bedanken, dass Du Dein Herzensprojekt mit uns in einer Leserunde teilst/geteilt hast und wie geduldig Du mit uns warst. Ich hätte mir ja, wie schon erwähnt, gewünscht, dass ein Teil des erhellenden Nachwortes schon als Vorwort gekommen wäre, dann wäre meine Erwartungshaltung vielleicht eine andere gewesen. Manchmal sind Buch und Leser einfach nicht kompatibel.

    Was mir gerade noch eingefallen ist: unsere Frage bzgl der Tiere vom letzten Mal hat sich ja nun geklärt! :)

    Stimmt. Wir wollten ja wissen, ob das Fell verhindert, dass die Magdalenen die Empfindungen von Tieren spüren. Und ob sie überhaupt etwas fühlen bei Tieren. Beides beantwortet. :)

    Für mich gibt es da eigentlich nur eine Erklärung, nämlich das auch Frankreich nicht ganz so frei mit der Gabe umgeht, wie es zunächst den Anscheinerweckt. Eventuell werden Magdalenen nicht offiziell benachteiligt, sondern inoffiziell und Ninon hat ja offensichtlich große Zukunftspläne ...

    Auch wenn Magdalenen nicht verfolgt werden und frei und selbstverständllich ihre Gabe haben dürfen, so gibt es sicher Bereiche, wo diese Gabe nicht so gerne gesehen wird. Ich würde z.B., wenn ich Chef des Geheimdienstes oder König wäre nicht wollen, dass Magdalenen in meinem Gehirn lesen, weil sie ja Geheimnisse rausfinden und verraten könnten. Also überhaupt, wenn jemand etwas zu verbergen hat - und tatsächlich kann das ja auch sein, dass ein Mann seine Frau betrügt oder Geld unterschlägt usw. - dann will er sicher nicht, dass eine Magdalene das rausfindet. Also Ganz unverständlich ist es nicht, denn unter den Magdalenen wird es sicher genau so viele gute als auch schlechte Menschen geben wie im Rest der Bevölkerung. Man kann mit allem Schindluder treiben.

    Dem Roi nicht zu erzählen, dass die eigene Schwester eine Magdalena ist, das ging ja schon von der Mutter aus. Nicht erst von Ninon. Da steckt vielleicht noch etwas anderes dahinter.

    Ich war überrascht, dass Reas Bruder so heftig reagiert hat, als klar wurde, der Prinz kommt. (Ich hoffe, ich werde da nichts durcheinander, hab dank Jetlag grad viel Glitzerknete im Kopf😂) Als müsste Rea sich dafür rechtfertigen, ich denke, sie ist alt genug, solche Dinge zu entscheiden. Zumal sie ja nicht mal was dafür kann.

    Naja, Rea war ja auch ihrem Bruder gegenüber nie hundertprozent ehrlich. Wie sehr sie in ihn verliebt ist - noch immer - das weiß er nicht. Aber wie sehr der Prinz sie verletzt hat - also auch körperlich durch das Auspeitschen und seelisch durch die Trennung - das weiß er und möchte nicht, dass das nochmal passiert.

    Obgleich zwischen Blanc, Rene und dem Comte eine gewisse Spannung zu spüren ist *lach* Ich glaube, im Laufe des Buches werden noch ein paar Knoten platzen - und ich richte mein besonderes Interesse auf dieses "Dreieck".

    Irgendwie siehe ich es sogar als "Viereck", denn auch Rea hat auf Blanc doch eine Wirkung. Ich bin ja ein Blanc-Fan und gespannt, was sich da noch tut.

    Zunächst mal Rea in einer so freien und ungezwungenen Ungebung zu erleben, hat mich sehr gefreut. Da kann sie endlich aufblühen und zu dem reifen, was sue sein möchte (jedenfalls kommt es im ersten Abschnitt so rüber) - und das hat sie auch dringend nötig nach den Ereignissen vom ersten Band.

    Das Gefühl hatte ich ja nicht wirklich. Okay. Sie darf jetzt Haut offen berühren und Gedanken lesen. Aber ihre eigenen Gedanken und Gefühle muss sie immer noch verbergen. Sogar vor Ninon. Vielleicht kann sie auch einfach nicht anders. Was man sein Leben lang gemacht hat, kann man nicht so einfach ablegen.

    Ich finde es erst mal super, dass es so nahtlos weitergeht. Also keine Zeitbrüche. Da macht es keine Probleme sich gleich wieder einzufinden in der Geschichte.


    Es fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie Rea's Familie an, wenn all zusammen leckere Schmorzwiebeln essen. ^^ Wobei ich überrascht bin, dass niemand sie und ihren Bruder unterstützt und sie immer noch arm wie die Kirchenmäuse zu sein scheinen. Und in Paris scheint alles ziemlich teuer zu sein. Und ziemlich frivol und oberflächlich auch. Schöne Kleider und Bänderfirlefanz scheinen wahnsinnig wichtig zu sein. Immerhin darf jeder Haut zeigen und Haut berühren. Interessant ist, dass es aber auch Gegner dieser Offenheit gibt. Vor allem Gegner der Magdalenen. Aber so einfach werden die sich nicht aus der Gesellschaft verdrängen lassen. Wenn Magdalenen offen ihre Kräfte zur Heilung einsetzen dürfen und die Grußformen von einem offenen Geist spricht, dann ist das doch in der Gesellschaft schon ziemlich verankert. Wobei natürlich eine Hochzeit mit England neue Sitten bringen würde. Das der Prinz und Ninon heiraten ist sicher Utopie und es ist putzig, wie eifersüchtig Rea ist. Aber dass sei vor allen - sogar vor dem Bruder - verbergen muss, dass sie den Prinzen immer noch liebt, finde ich traurig. Wieder hat sie nur Geheimnisse und wieder ist sie nicht wirklcih frei für ihre Gefühle - egal welche.


    Der König ist gruselig. Der könnte gefährlich werden mit seiner egozentrischen herrischen Art. Aber noch bedrohlicher ist Madame Hiver. Warum trägt die soviel Stoff am Körper? Hat sie Angst vor Magdalenen oder ist sie selber eine?

    Dass Nico und Leany sich näherkommen und es zulassen, ist schön. Ich glaube ja nicht, dass er sie wirklich vergewaltigt hat. Andererseits zieht Cairenn damit gegen Linus Eltern ins Felde und er widerspricht nicht.

    Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, sagt Leany zu Nico, dass er es nicht getan hat?

    Sie sagt: Ich glaube du hast es nicht getan. Ich kann mich nicht mehr erinnern.;)

    Noch immer Verwirrung meinerseits aber auch ein paar Szenen, die wichtig waren.

    Dass Nico und Leany sich näherkommen und es zulassen, ist schön. Ich glaube ja nicht, dass er sie wirklich vergewaltigt hat. Andererseits zieht Cairenn damit gegen Linus Eltern ins Felde und er widerspricht nicht. Das war überhaupt eine meiner Lieblingsszenen in diesem Abschnitt. Wie diesem Schwein mal der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Auch wenn der Nachsatz, er hätte sein Leben lang für Rache Zeit, zum Fürchten ist. Das denken auch Nico und Leany. Dennoch hätten sie nicht so heftig abweisend zu Cairenn sein müssen, weil sie das für sie getan hat. Denn die Alternative, dass Linus ungehindert weiter machen könnte mit all seinen Taten, wäre auch nicht besser. Und ein paar Jahre ohne den Kerl sind besser, als dass es einfach so weitergeht. Man darf nicht immer vor den Konsequenzen Angst haben. Man muss sich wehren und hoffen, dass man in der Zukunft auch eine Möglichkeit zur Gegenwehr findet.

    Als Bösewichte sind Linus und seine Freundin jedenfalls wirklich gut, äh, böse gemacht. :o

    Am Schluss nähern sich die beiden einander und ihrer Vergangenheit. Nicht der Vater hat sie vergewaltigt - Gott sei Dank - sondern der Lehrer. Der Lehrer war ein Schwein. Gut, dass er sich erhängt hat. Aber der Vater, es scheint fast, als hätte er nicht anders gekonnt, weil Leany alle Männer/Menschen in ihren Bann zieht. Eine schlimme Vorstellung. Vor allem, dass der eigene Vater sich wegen ihr umgebracht hat. Was für eine Tragödie. Kann man das verarbeiten? Wohl eher nicht. Ein Wunder, dass Leany dennoch so gut funktioniert. Warum sie so garstig und abweisend ist, ist jetzt klar. Sie tut das mit Absicht, stößt alle weg, weil sie Angst hat, sie könnten sterben, wenn sie sie lieben. Auch das eine fürchterliche Bürde. Wobei ich denke, dass sie da falsch liegt. Das sind unglückliche Zufälle.


    Wie die beiden mental zusammenhängen ist unheimlich und verwirrend. Sie können im Geiste miteinander sprechen - oder zumindest ihre Gedanken erahnen? Sie können sich böse Träume gegenseitig nehmen. Die Frage, ob sie zusammen stärker sind, würde ich mit ja beantworten. Ob sie sterben, wenn sie sich wirklich zusammentun? Da bin ich unentschlossen. Vielleicht ist das auch eine Erfahrung der Vergangenheit, die sie auf sich projizieren.


    Alles sehr komplex und verwoben. So richtig steige ich nicht durch. ;)

    Bevor ich mich den letzten zwei Abschnitten widme, die ich in einem Rutsch lesen musste, muss ich jetzt mal was zum Nachwort sagen. Teile davon hätte ich mir als Vorwort gewünscht, denn dann wäre ich an diese Geschichte mit einer anderen Erwartung herangegangen. Und auch wenn das ärgerlich ist, der Leser - also ich zumindest - tickt schon so, dass Erwartungen, die nicht erfüllt werden, oder besser Erwartungen auf deren Eintreffen man ständig wartet, das Leseerlebnis gewaltig stören können. So ging es mir auf jeden Fall mit deiner Geschichte, liebe Daniela. Das liegt nicht an Dir. Denn als Autor kennst Du ja alle Geheimnisse und schreibst aus einer Warte des Wissens heraus. Ich als Leser hatte jedoch meine Probleme mit der Geschichte, vielleicht, weil ich mich nicht richtig darauf einlassen konnte aber auch, weil ich ständig auf die "gewohnten" Fantasyelemente gewartet habe.

    Ich würde deine Geschichte nicht unbedingt mit Harry Potter vergleichen, denn deren Zauberei ist uns ja aus Büchern und Filmen irgendwie schon bekannt. Also Zauberstab, Zaubertränke u.ä. Deine Geschichte ist neu und die Protagonisten suchen wie der Leser nach Erklärungen. Das hat mich oft ziemlich verwirrt. Das Verwischen zwischen Traumwelt und Realität, zwischen Zukunftsvision und Erinnerung an Vergangenes war mir etwas zu stark vermischt. Ich habe da zeitweise den Faden verloren. Auch meine Ratlosigkeit, wer denn die beiden jungen Menschen nun sind, hat sich nicht ganz geklärt. Sind sie Nachfahren der Hexen? Bei Leany und ihrer Mutter könnte ich mir das noch vorstellen. Aber bei Nico? Oder sind sie Niall und Sirscha, wesen aus einer anderen Zeit/Welt? Da bin ich noch nicht wirklich weiter gekommen. Ja, es ist eine Trilogie, ich weiß. Da müssen noch Fragen offen bleiben. Aber sind schon ziemlich viele Fragen.


    Nochmal zum Nachwort: Das finde ich Klasse. Da erfährt man viel über die Geschichte, wie sie entstanden ist, wie wichtig sie für Dich, Daniela, ist, wie viele Hürden sie bis zu diesem ersten Buch nehmen musste. Das finde ich spannend und bewundernswert.

    Auch ich finde das Cover wunderschön - und könnte Hilfe bei der Rechtschreibung brauchen. :)

    Dieses Übersinnliche, das hier kritisiert wurde, ist mir irgendwie noch gar nicht so krass aufgefallen. Das klingt vllt komisch, aber irgendwie erwarte ich nach wie vor, dass es für alles eine logische Erklärung gibt. Natürlich kann die auch Fantasy-Elemente haben, aber an eine parallelwelt oder so habe ich bislang mich gar nicht gedacht 🤔

    Also bestimmt spielt auch die Erwartungshaltung eine Rolle, da das Buch ja lt. Verlag im Fantasy-Genre angesiedelt ist. Aber ich kann mir inzwischen nicht mehr alles logisch erklären, habe schon das Gefühl, dass die Hauptdarsteller von etwas beeinflusst werden, was über das Logische hinausgeht.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 6. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

    Dani79

  2. Dienstag, 10. Juli 2018, 21:40 - Dienstag, 24. Juli 2018, 22:40

    odenwaldcollies

  3. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 29. Juli 2018

    Caren

  4. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 22. Juli 2018

    odenwaldcollies