Beiträge von Zank

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Vielleicht ist dieses Extreme, was du beschreibst, dem Genre "geschuldet"? Es ist ja ein Jugendbuch und vielleicht wird es dann für die jüngeren Leser extra ein wenig intensiver dargestellt, wenn es bergaufgeht?

    Möglich. Ich denke auch, in Büchern wird sowas oft verkürzt dargestellt, einfach weil diese normalerweise über kürzere Zeiträume spielen und den Protagonisten nicht jahrelang begleiten. Und man braucht ja eine Geschichte. Dass sich nichts verbessert oder verändert, erlebt man ja im realen Leben genug ;)

    Meine Rezension:


    Seit Hannahs Zwillingsschwester gestorben ist, kann die 17Jährige nicht mehr sprechen. Ihre Eltern sind zu sehr in ihrer eigenen Trauer gefangen und wollen sie deshalb auf ein Internat schicken. Im dazugehörigen Sommercamp lernt Hannah unter anderem Levi kennnen...


    Ava Reeds Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen. Sie schafft es, den Leser an die beschriebenen Orte zu versetzen, um das Camp zusammen mit Hannah kennenzulernen. Gestört haben mich allerdings vor allem auf den ersten 60 Seiten die zahllosen Plattitüden - ein Kalenderspruch zum Thema Trauer reiht sich an den nächsten. Zusätzlich wird auch noch jedem Kapitel ein solcher Spruch vorangestellt, so dass diese in der Masse einfach zu viel des Guten waren.


    Auch konnte ich leider nicht mit Hannah mitfühlen. Wie ihre Schwester nun tatsächlich gestorben ist, wird erst am Ende des Buches enthüllt, so dass man zwar ihre Gefühle geschildert bekommt, aber den Grund dafür nicht richtig nachvollziehen kann. Die Nebenfiguren bleiben relativ blass, da sich die Geschichte auf Hannah konzentriert. Das Buch ist sehr leise erzählt und kommt ohne viel Handlung aus. Die Dinge, die passieren, waren jedoch wie das Ende allesamt vorhersehbar.


    Auch wenn damit mein persönlicher Lesegeschmack nicht getroffen wurde und ich mich teilweise gelangweilt habe, wird das Buch sicher seine Leserinnen finden. Das Camp und seine Bewohner haben mir gut gefallen und man kann sich alles bildlich vorstellen. Auch regt "Die Stille meiner Worte" zum Nachdenken darüber an, wie schnell man eine geliebte Person verlieren kann und wie wertvoll Freunde sind.


    Ich vergebe deshalb 3 Ratten.





    Meine Links:


    Literaturschock-Forum

    Literaturschock-Hauptseite

    Lovelybooks

    Was liest du?

    Mayersche.de (veröffentlicht am 25.05.2018 als Zank)

    Thalia.de (veröffentlicht am 25.05.2018 als Zank, Titel: "Worte sind Kinder der Ewigkeit")


    Bei Amazon ist ein Rezensieren nicht möglich:

    Zitat

    Leider können wir Ihre Bewertung dieses Artikels nicht annehmen.

    Bei diesem Produkt bestehen derzeit Beschränkungen für die Übermittlung von Rezensionen. Das kann daran liegen, dass wir unübliche Rezensionen festgestellt haben, oder um weiterhin das bestmögliche Einkaufserlebnis zu gewährleisten.




    Auch wenn das Buch nicht ganz meins war, möchte ich mich noch einmal für das Freiexemplar beim Verlag bedanken. Außerdem für die interessante Runde mit euch :*

    Ich glaube nicht, dass Hannah jetzt schon vollkommen geheilt ist und Sarah auch nicht. Sie haben sich jemandem anvertraut, aber von Heilung würde ich nur vorsichtig (wenn überhaupt) sprechen.

    Da habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Geheilt sind sie defintiv noch nicht, das stimmt. Aber die Fortschritte waren so extrem, dass es im Vergleich zu vorher schon deutliche Unterschiede gibt.

    Ach so. Das sind dann die Gedanken, von denen ich glaube, dass die für Hannah (vielleicht auch nur unterbewusst) so unwichtig wirken, dass sie sie nicht unbedingt aussprechen will - selbst wenn sie könnte.

    Ich empfinde diese Sprüche nicht als zu viel, im Gegenteil

    Die Sprüche über den Kapiteln habe ich gar nicht mehr gelesen. Dann ging es ^^

    Für Ben hätte es wahrscheinlich heftige Konsequenzen gehabt, wenn den beiden etwas passiert wäre.

    Und genau deshalb hätte er Levi niemals das Auto geben dürfen. Aber dass hier grob fahrlässig gehandelt wird, hat sich ja auch schon beim Camp gezeigt. Klar, es ist nur ein Buch und deshalb ist natürlich alles gut ausgegangen. In der Realität funktioniert sowas aber mit Sicherheit nur ein paar Mal bis dann wirklich etwas passiert.

    Anfangs habe ich gedacht, die Familie ist umgezogen, um an dem alten Wohnort nicht mehr an Izzy erinnert zu werden. Sie sind aber schlicht und einfach umgezogen, weil das Haus nicht mehr bewohnbar war.

    Ich denke, es war eine Mischung aus beidem. Man hätte das alte Haus sicherlich wieder herrichten können; sie haben es am Ende ja auch verkauft. Aber ich kann verstehen, dass die Familie einen Neuanfang braucht und ihre Erinnerungen an Izzy nehmen sie ja trotzdem mit.

    Das war die Kerze, mit der sie auch die letzten Briefe an Izzy verbrannt hat, oder?

    Ja genau. Und die Kerze ähnelt gleichzeitig der Kerze, die damals den Brand ausgelöst hat. Sehr symbolträchtig also.

    Ich bin auch durch und muss das Buch jetzt erst einmal sacken lassen.

    Irgendwie hatte ich mir "mehr" erhofft, ohne genau sagen zu können, was. Vielleicht einfach weniger Vorhersehbarkeit.


    Der letzte Abschnitt war nett. Levi ist ein guter Kerl und Ben auch. Die Beziehung zwischen Hannah und Levi fand ich wirklich schön - aber dass er ihr dann gleich sagt, dass er sie liebt, hat mich gestört. Warum nicht erst einmal Freunde sein? Warum musste alles so überstürzt gehen? Vor allem war die Aussage für die Geschichte so unnötig. Man hätte den Satz auch genauso gut weglassen können oder durch ein "Du bist mir wichtig" oder so ersetzen können.


    Dass Levi und Hannah zu ihrem alten Haus fahren und dann die Erinnerungen an den Brand wieder hochkommen, hat mich extrem an ein anderes Buch erinnern, dass ich vor kurzem gelesen habe. Und zwar "Und wenn die Welt verbrennt" von Ulla Scheler. Die Parallelen sind auf jeden Fall da (ich setze sie mal in den Spoiler, falls jemand das Buch noch lesen will. Mir hat es gut gefallen. ;)):



    Unabhängig davon, dass ich ein Deja-vu wegen des Scheler-Buches hatte, war ich wirklich enttäuscht von der "Auflösung". Es war eine brennende Kerze, so wie ich es schon seit Beginn des Buches vermutet hatte. Ich hatte so gehofft, wenigstens diesen Teil des Buches nicht vorausgeahnt zu haben.


    Zur Versöhnung mit den Eltern kann ich nur sagen: Wieso haben sie Hannah das nicht schon alles vorher gesagt? Dass sie ihr keine Vorwürfe machen. Das hätte Hannah schon vor Monaten gebraucht!

    Allerdings könnte es nun für meinen Geschmack auch mal ein wenig mehr Pepp oder Schwung geben, da ich die Geschehnisse bisher zwar gefühlvoll und süß, aber auch ein wenig vorhersehbar oder typisch fand. Man hat einfach schon im Vorfeld ahnen können, dass es eben z.B. Levi ist der durch den Wald streift oder dass die Betreuer von Mo wissen. Auch dass er sie finden würde war irgendwie klar...ich warte ein wenig auf Überraschunden oder irgendwelche dramatischen oder gefährlichen Geschehnisse, mit denen man nicht rechnet..

    Das trifft es für mich auch sehr gut. Ich lese auch gerne mal eine "leise" Geschichte, aber irgendwie ist hier für meinen Geschmack im Moment doch zu wenig Unvorhergesehenes los. Inzwischen glaube ich aber auch nicht mehr, dass sich da noch groß was entwickeln wird. Außer der Aufklärung, was denn nun mit Izzy passiert ist. Allerdings fürchte ich, dass es eine recht langweilige Sache (wie Kerze brennen gelassen) sein wird, damit man als Leser auch ja nicht auf die Idee kommt, Hannah vielleicht doch die Schuld zu geben. ;)

    Anscheinend ist Levis Familie ziemlich kaputt. Ist Tom sein Bruder? Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass beide drogenabhängig waren. Und Ben einfach ganz gesund ist, aber vernachlässigt wurde.

    Ja, Tom ist Levis Bruder. Die Mutter der beiden war drogenabhängig und hat Tom mit reingezogen. Und ich nehme mal an, du meinst Levi, nicht Ben, den Schulleiter, oder? ;)


    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat er die Verlängerung schon längst bekommen und muss nun endgültig gehen, ob er will oder nicht.

    So habe ich das auch verstanden. Anfangs hat mich das etwas gewundert, weil ich dachte, dass das Camp nur einen Teil des Buches ausmachen wird und der Hauptteil im Internat spielt. Dann wäre Levi nicht dabei gewesen. Aber jetzt scheint es ja so, als würde sich die Handlung aufs Camp konzentrieren. Wenn Levi und Hannah sich anfreunden, kann er sie dann später sicherlich immer mal besuchen kommen.

    Zum Thema "Gedanken loswerden": Hannah wird ihre Gedanken ja los - indem sie an Izzy schreibt. Sie erhält nur keine Antwort, aber sie kann durchaus formulieren, was ihr auf der Seele liegt. Ich schätze, da schwingt auch ein bisschen das Gefühl mit, dass alles (die Außenwelt, die anderen Menschen) nach Izzys Tod irgendwie gleichgültig scheinen und dass für Hannah nur noch Izzy (und der Verlust) wichtig sind. Deshalb will sie sich auch nur ihrer toten Schwester mitteilen.

    aber dann dachte ich mir: was, wenn sie z.B. von oben bis unten tattowiert ist und ihre Eltern es vielleicht nicht wollten bzw. sie dafür schlecht behandelt haben und sie nun "konditioniert" ist, dass sie Strafe/Konsequenzen erwartet, wenn jemand ihre Arme/ihren Hals sieht..?

    Irgendwie eine coole Idee :totlach: Allerdings bei einer ca. 16-Jährigen nicht ganz so wahrscheinlich, würde ich sagen. Aber bei Problemkindern weiß man natürlich nie.

    Die Schicksale der anderen ging mir auch sehr nah.

    Die Geschichten sind schlimm, aber mitfühlen kann ich auch hier leider nicht. Sarah tut mir noch am ehesten leid.



    (Das mit den Zitaten klappt bei mir am Handy nicht so gut, deshalb jetzt so:)

    Zitat

    Hach, diese Lagerfeuer-Romantik. Ich hab es früher geliebt am Lagerfeuer zu sitzen und dort zu schlafen.

    Lagerfeuer mag ich auch total gerne. Wir fahren einmal im Jahr mit unserem Verein für ein Wochenende zelten und das gemütliche Beisammensein am Feuer ist immer das schönste.


    Zitat

    Die 2 tun sich einfach gegenseitig gut und das ist schön so. Eine Liebesgeschichte hätte ich persönlich an dieser Stelle auch total unpassend empfunden, denn manchmal braucht es zwar jede Menge Gefühle für den Anderen, aber keine Sexualität. Ich denke, dass solche "kaputten Menschen" auch erst mal nicht Beziehungsfähig sind.

    Stimmt. Die freundschaftliche Annäherung der beiden finde ich auch gut. Allerdings ist das Buch noch nicht zu Ende und ein paar Andeutungen gab es, dass da vielleicht noch Liebe draus werden könnte..


    Zitat

    Seid ihr euch sicher, dass Hannah den Brand verschuldet hat?

    JanaBabsi hat das oben schon schön zusammengefasst. Es war mit Sicherheit ein Unfall (also keine Schuld im Sinne von 'Absicht"), aber Hannah hat ihn verursacht. Und sei es nur, dass sie eine Kerze hat brennen lassen und dabei eingeschlafen ist. Oder vielleicht war etwas im Ofen?


    Zitat

    Wieder kommen einige „philosophische“ Sprüche vor. Ich finde sie allesamt passend.

    Zur Situation passend ja. Trotzdem war es mir wieder zu viel. Vielleicht bin ich da einfach etwas komisch rotwerd

    Ich tue mich immer noch etwas schwer mit diesem Buch, obwohl es durchaus Situationen gibt, die mir sehr gut gefallen.


    Levi tut Hannah gut. Diese Belanglosigkeiten, über die er am Anfang spricht, schaffen eine Vertrautheit und lenken sie von ihrer Trauer ab. Einerseits fand ich es ganz süß, wie sie ihm auf die Hand geschrieben hat. Andererseits ging mir das alles viel zu schnell. In diesem Abschnitt entwickelt sich Hanna so sehr weiter, dass es auf mich unglaubwürdig und überstürzt wirkt. Am Ende kommuniziert sie nicht nur durch Nicken, sondern zeigt ihm auch gleich noch ihre Narben. Es hat zwar gut in die Situation gepasst, nachdem er ihr sein Herz ausgeschüttet hat, aber wie im Buch auch gesagt wurde, brauchen viele auf St. Anna über ein Jahr um sich zu öffnen und das Hanna und Sarah jetzt quasi blitzgeheilt werden, hat mich gestört.


    Auch finde ich es etwas schade, dass wir über die anderen Personen fast nichts erfahren. Okay, Lina musste betteln und klauen und Sarah wurde misshandelt und missbraucht, aber das wird alles so häppchenweise nebenbei erzählt.


    Interessant finde ich, dass Izzy durch einen Brand gestorben ist und das Haar trotzdem die Briefe an sie verbrennt. Oder vielleicht gerade deshalb? Es hätte auch gut sein können, dass Hanna nach dem Erlebnis Angst vor Feuer hat.


    Als Pia Levi und Hannah erwischt und sagt: "ihr braucht nicht auch noch ein...", da kam mir nicht "gebrochenes Herz" in den Sinn, sondern "Kind". Ich finde es in dem Zusammenhang sowieso grob fahrlässig, dass die beiden Betreuerinnen ein minderjähriges Mädchen mit einem Typen über Nacht alleine lassen. Das wäre glaube ich nicht mal erlaubt, wenn er offiziell auch Betreuer wäre. Nicht umsonst mussten wir früher bei jeder Klassenfahrt noch eine Betreuerin für die Mädchen mitnehmen und durften nicht mit zwei männlichen Lehrern fahren.

    Unabhängig von der Formulierung merkt man aber in der Regel schon, wie es gemeint ist. Wenn z.B. meine beste Freundin fragt "Wie geht's dir?", dann kann ich durchaus mit "Ach, nicht so gut. Ich habe gestern das-und-das erlebt.." antworten. Einfach weil man sich so nahe steht und weiß, dass es den anderen wirklich interessiert. Von einem "Fremden" wie hier Levi sind solche ehrlich interessierten Fragen allerdings schon etwas besonderes. Ich denke, für Hannah ist es ein großes Glück (auch wenn sie das noch nicht so sieht), dass sie in dieses Camp und auf dieses Internat gehen darf. Nicht nur Levi, sondern auch die Betreuerinnen und Sarah kümmern sich toll um sie und gehen auf sie ein. Was man von ihren Eltern daheim leider nicht behaupten konnte.

    Ich mag übrigens auch die Kapitel-Überschriften

    Die mag ich auch sehr, auch wenn sie mich zeitweise an philosophische Kalendersprüche erinnern. Irgendwann habe ich diese Aussagen auch mal alle in so einen Buch gelesen.

    Danke, genau das war auch mein Gedanke. So schön die Sprüche sein mögen - man kennt sie einfach schon. Bei Kapitelüberschriften finde ich das nicht ganz so schlimm, aber vor allem im ersten Abschnitt wimmelten auch die Gedanken von Hannah von solchen Plattitüden. Ich bin ganz froh, dass das jetzt etwas abgenommen hat und ich glaube, das war auch mit ein Grund, warum ich mich nicht richtig in sie einfühlen konnte.


    Versteht mich nicht falsch, ich habe auch eine riesige Word-Datei mit einer Sprüchesammlung und magt aussagekräftige Zitate für alle Lebenslagen eigentlich gerne, aber hier ist mir das irgendwie zu viel und dadurch wirkt das Buch leider auf mich nicht ganz so authentisch.

    Ich ich habe das Gefühl, Levi fühlt sich irgendwie mit Hannah verbunden, obwohl er sie eigentlich noch gar nicht kennt. Er wirkt auch sehr einfühlsam und ich fand es sehr schön, wie er ihr am Ende des Kapitels so viel Zeit lässt und seine Vorstellung einfach noch mal wiederholt. Wie er sich in der Hütte um Hannah gekümmert hat, war auch ganz süß. Allerdings hat mich dieses "weglaufen, im Regen in der Hütte sitzen, gefunden werden, ins Krankenhaus kommen.." gelangweilt. Das war leider alles sehr vorhersehbar und generell konnte mich der Abschnitt nicht wirklich mitnehmen.


    Wie wir schon geahnt haben, wussten die Betreuer von Mo. Apropos Betreuer, ich fand es etwas merkwürdig, das Levi ganz alleine durch den Wald läuft. Sollten die nicht bei so einer Suchaktion eher im Team unterwegs sein? Gibt es da wirklich nur zwei Betreuer und einen "Gast", die zuständig sind??


    Hannah scheint starke Schuldgefühle zu haben. Ich hoffe im nächsten Abschnitt erfahren wir mehr über das, was ihre Schwester zugestoßen ist. Am meisten hat mich der Flashback berührt, indem sie sagt "Ich kämpfe mit Hannah" <3 Das war so eine süße Szene!

    Zum Weinen fand ich, wie Hannah in den Bus gestiegen ist, ohne sich von ihren Eltern zu verabschieden. Sie fühlt sich ungeliebt und weggeschickt. Nachvollziehbar, aber die Eltern meinen es bestimmt gut mir ihr und wollen ihr helfen.

    Ich kann Hannah da aber komplett verstehen und hätte mich an ihrer Stelle auch nicht verabschiedet. Sprechen kann sie ja eh nicht und die Eltern zu umarmen, die sie ohne ihr die Wahl zu lassen oder mit ihr darüber zu sprechen, einfach wegschicken, fände ich auch falsch. Ich an Hannahs Stelle wäre superwütend und superverletzt.

    Hannah ist beinahe ertrunken? So habe ich die Geschichte verstanden, die ihr im Traum in den Sinn kommt. Da ist Izzy davongekommen, weil sie schwimmen kann.

    Hannah ist fast ertrunken, weil Izzy sie in den Pool geschubst hat. Zu dem Zeitpunkt konnten beide noch nicht schwimmen und die Mutter hat Hannah gerettet. Izzy hat erst später schwimmen gelernt. Hannah nie.

    Ach, was mir da gerade noch einfällt: Gibt es wirklich solche Fälle wie Hannahs? Also dass jemand nach dem Verlust eines geliebten Menschen nicht mehr spricht/sprechen kann/möchte? Weiß darüber jemand etwas? Hat dies einen Namen/eine Bezeichnung? Vielleicht ist es eine Art Posttraumatisches Syndrom?

    Gibt es tatsächlich, das nennt sich laut Wikipedia Mutismus:

    Zitat

    Mutismus (lat. mutitas „Stummheit“, mutus „stumm“; psychogenes Schweigen) ist eine Kommunikationsstörung, wobei keine Defekte der Sprechorgane und des Gehörs vorliegen.

    [...]

    Der totale Mutismus [...] Die betroffene Person kann in keiner Situation mit anderen Personen verbal kommunizieren. Der totale Mutismus kann durch Schockerlebnisse ausgelöst werden.


    Ich kenne übrigens auch jemanden, der sich geritzt hat - sie hat das an den Oberarmen und an den Oberschenkeln gemacht. Die Narben wären mit T-Shirt und knielangen Shorts überhaupt nicht aufgefallen.

    Ich auch und bei ihr waren es "ganz klassisch" die Unterarme. Aber da gibt es ja viele Möglichkeiten und ich bin sehr froh, dass ich nie in so einer Situation war und genauso froh, dass sie damals davon loskam und dass es ihr heute richtig gut geht :)


    wurde schon mal ein Smartphone in Verbindung mit Hannah erwähnt??

    Im ganzen Buch gab es noch keine Smartphones, oder? Vielleicht dürfen die im Internat keine haben?