Beiträge von buchregal123

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    Der Taxikollege erwähnt ja die Kopfschmerzen Otto Lehmanns, aber das klingt bei weitem nicht nach einem aggressiven Hirntumor, oder?

    Doch das kann durchaus so sein. Meine Eltern sind vor vielen Jahren in Urlaub gefahren und zwei Tage später bekam meine Mutter wahnsinnige Kopfschmerzen und Sprachausfälle. Die Anzeichen, die vorher schon da waren, hat niemand von uns bemerkt. Auch da gab es Kopfschmerzen, aber wenig. Es waren vor allem schwache Gedächtnisprobleme. Die Diagnose war dann: Schnellwachsender Gehirntumor, nicht zu entfernen, nur zu verkleinern und damit evtl. Verlängerung der Lebenszeit.

    Aber geht er nun zum LKA oder hat er den Biss, geht erneut in Gennats Büro und holt sich die Akte zurück? Ich bin gespannt!

    Bei dem Fall ist doch nicht viel geschehen seitens der Polizeit. Die Fakten dürften Gereon doch alle geläufig sein.

    Nebe, der später die Einsatzgruppe B kommandiert hat und verantwortlich für Massaker an Juden, Deportation und Ermordung von Sinti und Roma, Menschenversuche in Konzentrationslager, usw. war - ausgerechnet zu diesem Massenmörder und Menschenquäler geht Gereon Rath jetzt?

    Das kann Gereon zu dem Zeitpunkt ja alles nicht ahnen.

    Und wie konnte sich nur dieser Gruß durchsetzen. Der wäre mir so was von zu wider gewesen.

    Ich glaube, dass sich so etwas schnell durchsetzen kann. Hitlers Schlägertruppen haben ja ziemlich hart durchgegriffen. Wenn dann auch noch im Job, im Amt usw. dieses Männchenmachen erwartet wird, macht man es vielleicht, um nicht weiter aufzufallen.

    Vermutlich hätte ich mir an Gereons Stelle in die Hose gemacht, andererseits hätte ich mir gewünscht, dass er wenigstens kurz seinen Blick über die Unterlagen streifen lässt...

    Da merke ich bei mir immer, dass ich in einer anderen Zeit lebe, weil jedes Mal denke: Mach doch eine Kopie. Gleich danach: Mann, bis du blöd.

    Marlow geht es vor allem um Macht und die Sicherung seiner Interessen. Daher gehe ich davon aus, dass er noch immer nich viel für die Nazis übrig hat, für sich aber erkannt hat, dass er von Vorteil sein könnte, wenn er Mitglied in diesem Verein ist...

    Marlow geht es nur um seine Geschäfte und wie er die ohne Schwierigkeiten weiter tätigen kann.

    Ich muss gestehen, dass ich mir nie Gedanken über die Hygiene in den damaligen Zeiten gemacht habe. Aber klar, wenn die Leute damals noch Etagentoiletten hatten: wo sollte die Wanne/ der Waschzuber in solch beengten Verhältnissen sein? Da ist man sicherlich - wenn man es sich leisten konnte - ab und an mal ins Badehaus.

    Mein Vater war in englischer Kriegsgefangenschaft und kam ins Rheinland, weil Arbeitskräfte für den Wiederaufbau benötigt wurden. Er hatte nicht viel als das, was er auf dem Leib trug. Der Anzug war seine Uniform ohne den Marine-Schnickschnack. Dazu hatte er noch eine Decke (von der Marine), die noch jahrelang bei uns benutzt wurde. Sie war kratzig und bretthart, aber unverwüstlich. Gewohnt hat er in Untermiete in einer Dachkammer und gebadet wurde in der Badeanstalt, die seltsamerweise fast nicht beschädigt war, obwohl rundherum alles zerbombt war. Sogar ich (Baujahr 1953), weiß noch, wie es da später noch aussah. In dieser Badeanstalt habe ich dann irgendwann sogar schwimmen gelernt.

    Übrigens ist Fritze einer der Personen, die mich dazu anregen, mich immer wieder bei der Lektüre zu fragen, wie ich wohl gedacht und gehandelt hätte. Eine müßige Frage, schon klar - aber stellt Ihr sie Euch auch?

    Ich stelle sie mir nicht nur bei diesem Buch, sondern habe sie mir bei einer ganzen Reihe Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, gestellt. Aber es ist nun mal so, man kann noch so viel darüber nachdenken "was wäre, wenn...", wissen tut man es doch nur in der jeweiligen Situation.

    Wie clever Charly ist, zeigt auch, dass ihr durchaus der Gedanke kommt, dass es gar keine Erbschaft eines Onkels Josef gab, sondern dass ihr Mann ebenfalls Geld von Marlow erhalten hat.

    Ihr kann man halt nichts vormachen und sie kennt ihren Mann nun auch schon eine ganze Weile.

    Aber lachen musste ich dann doch, als Luise beschließt, im Auto ihres Schwiegersohns mit nach Nürnberg zu reisen, ja, ich gebe zu, ich habe etwas Schadenfreude empfunden

    Ja, Schadenfreude war da, aber dann hatte ich auch ein wenig Mitleid mit ihm.

    Das habe ich mich auch gefragt, ich fand Rademann ebenfalls etwas art zutraulich. Und dann noch dieses Aushorchen über die Pflegeeltern.

    Ich meine, er wäre auch im letzten Band schon übergriffig gewesen.

    Volker bringt diesemal ziemlich oft Auszüge aus Zeitungen o.ä., die die ganze Perversion des Regimes aufzeigen. Die Strümer-Artikel, die Reden, die Gesänge. Alles krank.

    Alles passiert sehr öffentlich, aber ob die auch öffentlich verkündet haben: Wir kassieren die Juden jetzt ein und karren sie mit der Bahn in die Gaskammern? Das war dann nicht mehr so öffentlich, denke ich. Nur hätte man ja stutzig werden müssen, wenn die Leute alle verschwinden. Aber darüber wollte man nicht nachdenken bzw. davon wollte man nichts wissen.

    Sieht man am Fritzchen. Der scheint aufzublühen und den ganzen Schmarrn zu inhalieren. Beängstigend. Sogar Gereon wird kurz mitgerissen und brüllt wie die anderen Heil.

    Dass Gereon plötzlich so euphorisch war, hat mich wirklich erschüttert. Herdentrieb - auch wenn ihm nachträglich schlecht wurde.

    Die beiden müssen jetzt zusammen halten und zusammen recherchieren. Und sich gegenseitig Rückendeckung geben. Mit Böhm zusammen. Sonst kommen sie unter die Räder der Nazis.

    Zusammenhalten - irgendwie schon. Rückendeckung - vielleicht. Aber erst einmal muss die Geheimniskrämerei aufhören.

    Marlow ist ja ein ambivalenter Charakter, finde ich. Zumindest in den Vorgängerbüchern war er immer nicht nur Ganove und böse sondern auch irgendwie sympathisch, wenn er Gereon hilft. Aber er ist sehr gefährlich.

    Er hat Gereon aber immer nur geholfen, um ihn noch sicherer in seine Fänge zu bekommen. Das war keine Freundlichkeit, sondern nur Eigennutz.

    Das hat etwas Versöhnliches! Irgendwie tut mir der Chinese auch ein bisschen leid. Ich gönne ihm einen Neuanfang.

    Mir tut er nicht wirklich leid. Er war Marlow ein ergebener und kaltschnäuziger Handlanger.

    Ebenfalls hat mich gefreut, das Charly zu Emigrationszwecken Schweden in Betracht zieht. Das könnte für sie und vielleicht auch einige andere eine Perspektive werden. Nur bei Rath sehe ich da schwarz. Ich kann mir nicht vorstellen das er mal bereit sein wird Deutschland zu verlassen.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Rath Deutschland verlassen würde. Vielleicht bleibt ihm aber irgendwann gar nichts anderes übrig, wenn er überleben will. Aber er liebt Charly und will sie schützen. Wenn sie also in Gefahr gerät, wer weiß...

    Ich hoffe nur, er nutzt seinen Urlaub auch wirklich um Fritz zu treffen und bleibt nicht in der Suche nach den Spionage-Dokumenten von Brunner hängen.

    Rath wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Antreiben tut ihn aber nicht Fritze, sondern seine Neugier. Aber er braucht ja auch eine Alibi für seine Schnüffelei.

    Böhms Sorge um Charly wegen ihrer Zeugenaussage in der Akte Bruck kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wer - außer Böhm - interessiert sich denn überhaupt noch für den Fall? Das liegt doch schon viele Jahre zurück.

    Da hat jemand rücksichtslos aufgeräumt und der hat bestimmt ein Auge auf die Sache (und vielleicht auch auf Böhm), ob da nicht doch noch was geschieht. Die Gefahr ist vielleicht im Moment nicht so hoch, aber auszuschließen ist sie nicht. Auch den Gennat den Fall abgeschlossen hat, der Mann ist nicht dumm und behält das bestimmt im Hinterkopf.

    Was ist denn ein "Stürmerkasten"?

    Das musste ich auch erst mal googeln, obwohl mir dieses Blatt "Stürmer" früher schon untergekommen war. Aber da stand ich einfach auf der Leitung. Gagamaus hat ja die Antwort schon geliefert.

    Der kleine Traum von einer intakten Familie ist ausgeträumt. Rademann hat sein Zeil erreicht und die Peters musste ihre Position auch noch deutlich machen, indem sie mit zwei Polizisten auftaucht. Raths sind halt „politisch unzuverlässig“. Die vier Tage zwischen Bescheid und Abholung müssen trotz der Unternehmungen die Hölle gewesen sein und nun dürfen sie noch nicht einmal mehr Kontakt haben, sonst droht Heimunterbringung. Das scheint der Peters alles viel Freude zu machen. Wie schäbig!


    Die Schlagzeile im Berliner Tagblatt verbreitet, was Göring sich da ausgedacht hat. Marlow wird zum Attentäter, der auf der Flucht ist. Sein Gehilfe wurde erschossen. Charly beweist wieder einmal, wie intelligent sie ist. Ihre Wut löst auch welche bei Gereon aus und die beiden vergessen bei dem Streit jede Vorsicht. Sie wurden tatsächlich abgehört und somit gerät Gereon vom Regen in die Traufe. Nun ist er Marlow los, dafür hat ihn Tornow in der Hand. Wie sagt der so schön „Wissen ist Macht“.


    Gennat kennt seine Pappenheimer und hat Gereon auch mal wieder im Verdacht, aber der schweigt beharrlich.


    Marlow hatte schon früher vorgesorgt, so dass ihm die Flucht zwar teuer zu stehen kommt, aber immerhin möglich ist. Er ist aber auf Rache aus und weiß, wem er den Schlamassel zu verdanken hat. Doch ausgerechnet der Mann der Döring kommt ihm dazwischen und rettet damit Gereon das Leben, da Döring aus dem Bericht der neuen Detektei falsche Schlüsse gezogen hat. Ich finde es gut, dass Frau Döring es geschafft hat, wenn auch vielleicht nur für den Moment.


    Es hat mir gefallen, dass Marlow, der sich selbst für intelligent hält und denkt, dass er alles unter Kontrolle hat, Gereon unterschätzt hat.


    Zum Schluss erfahren wird dann noch, wie Marlow die Gunst der Stunde nutzt und sein kriminelles Imperium aufbauen konnte. Es erklärt auch, warum Adolf Winkler sterben musste. Er war einfach den Geschäftsinteressen im Weg, die unter dem Roten Hugo möglich waren.


    Und nun heißt es wieder warten…

    Und am Ende dieses Abschnitts erfahren wir, dass Larsen damals Morphin aus Krankenhausbeständen entwendet hat, um seiner Geliebten zu helfen - zu dem Zeitpunkt hat er jedenfalls damit noch nicht gehandelt, falls er überhaupt damit gehandelt hat und das nicht nur ein Gerücht ist, weil niemand die Wahrheit dahinterkennt.

    Ich glaube schon, dass er hinter dem Drogenhandel steckt. Allerdings ist er skrupellos und intelligent genug, dass er nur die Fäden zieht und andere die Arbeit machen lässt.

    Hat Marlow am Ende dieses Abschnitts das Herrenhaus abgefackelt?

    Ja! Hat er - ein gefährlicher Mann.

    Ich hoffe aber sehr, dass sie Gereon gegenüber wirklich dicht hält, der muss echt nicht alles wissen. Von wegen Erbschaft seines Onkels Josef ...

    Ich finde diese Heimlichkeiten dennoch falsch. Stückweise ist noch immer etwas herausgekommen und es tut dem Vertrauen zum anderen nicht gut, wenn so etwas passiert, weil es sich einfach nicht mehr verheimlichen lässt.


    Ich schätze Gereon so ein, dass er zwar Charlys Aktivitäten verhindern möchte (was sie nicht interessiert), dass er aber alles tut, um sie zu schützen.

    Husen taucht auch mal wieder auf: für ihn wird der Wind in Deutschland auch immer rauher werden und es wäre besser, er würde sich ebenfalls so schnell wie möglich aus dem Land absetzen. Der ihm zustehende Sold wird er nie wiedersehen und er sollte zusehen, dass er sein Leben behalten wird.

    Ich bewundere den Mann. Dem muss bewusst sein, dass er den Sold nie bekommt und das es gefährlich ist, aber er gibt den Gedanken an das Recht nicht auf.

    Das mit dem Tumor lässt mir keine Ruhe, hat Wrede bei dem Tumor irgendwie "nachgeholfen"? Ist so etwas möglich?

    Ich glaube nicht, dass da irgendwas gedreht wurde. Ich glaube nur, dass eine Notsituation ausgenutzt wurde. Wenn man überlegt, mit welchen Dingen die Menschen im Krieg und in den Fabriken in Berührung kamen, kann es sein, dass bestimmte Krankheiten gehäuft vorkommen. Arbeitsschutz gab es noch nicht. Nur wurde diese Situation hier schamlos ausgenutzt für eigene Zwecke.

    Einerseits kann ich ihn verstehen, dass er sich beruflich verändern will, nachdem er seit einem Jahr kaltgestellt ist und ihm die Arbeit keinen Spaß mehr macht. Anderseits hat er sich das ja selbst zuzuschreiben.

    Natürlich hat er sich das selbst zuzuschreiben. Aber ich glaube auch, dass die Verhältnisse auch auf seinen neuen Job Einfluss haben und er dort auch nicht lange Spaß hat.

    Warum sonst hätte Gennat die die Akte zurück haben wollen, wenn er den Fall für abschlossen hält?

    Böhm ist was aufgefallen, so dass er alte Akten haben will. Vielleicht ist Gennat bei Glioblastom auch stutzig geworden. Das traue ich dem alten Fuchs ohne Weiteres zu.

    Gereon kommen immer mehr Zweifel, ob er richtig gehandelt hat, als er sich zum LKA beworben hat. Er fühlt sich gefangen, Alleingänge sind nicht mehr drin und sogar die Pausen und abends kann er nicht verbringen, wie er möchte. Ich ahnte es.


    Als Gereon Gehrke in der Kantine sieht und Fragen stellt, reagiert der ungehalten. Ich dachte mir gleich, dass Gehrke irgendjemanden informiert. Also doch nicht schlampig, sondern auf Anweisung gehandelt.


    Marlow verschleppt Gereon unter den Augen des SD von der Straße, um ihm zu drohen. Er fühlt sich so sicher, mit all seinen Beziehungen, dass so ein kleiner Kriminalbeamter wie Gereon ihm nichts anhaben kann. Er braucht Gereon nicht mehr. Kein eleganter Abgang, den Gereon nach dem Gespräch hinlegt.


    Natürlich schweigt er sich wieder einmal darüber aus, auch wenn da ein „konspiratives Treffen“ in der Wohnung Rath stattfindet. Gespräche nur noch mit Musik, aber kann das ein Abhören wirklich verhindern? Ich finde es gruselig, wenn man in der eigenen Wohnung nicht mehr sagen kann, was man möchte. Aber Gereon hat einen Plan, den er nicht weiter erläutert.

    Böhm wird auf dem Heimweg durchsucht, aber seine Akten sind für den SD uninteressant.


    Gereons Plan ist perfide, aber wirkungsvoll. Warszawski wird eingeschaltet, die Akten erweitert und dann verschickt. Dem SD wird ein Kirchgang vorgespielt. Ich habe mich ja gefragt, wer so vertrauensvoll ist, dass er die Akten per Post bekommt. Nun wissen wir es – Pomme, der mehreren Chefs gewogen ist, aber am meisten seinem alten Chef Göring. Lange gesucht und nun flattern die Akten einfach so in seinen Briefkasten. Da hätte jemand auch mal misstrauisch werden müssen, doch die Freude, dass sie nun endlich da sind, ist wohl größer.


    Böhm und Charly geben nicht auf. Kluger Gedanke von Charly nach Greifswald noch einmal nach Marlow zu fahren. Dort gehen alle davon aus, dass auch Magnus bei dem Brand umgekommen ist, was vom Arzt bestätigt wurde. Welchem Arzt? Wrede natürlich!


    Charly hat auch wieder Geheimnisse Gereon gegenüber, sie erzählt ihm nicht, dass sie in Marlow war.


    Böhm und Charly wollen Alexander Wrede noch einmal sprechen, aber der ist laut Hinweis an der Tür immer noch zum Parteitag. Böhm und Charly ahnen Böses und so ist es auch. Wrede wurde schon vor Wochen ausgeschaltet, und seine Helferin gleich mit. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr muss gehen. Marlow geht kein Risiko ein.


    Böhm informiert Gennat, der sogar selbst am Tatort auftaucht. Nun ist eine Beichte fällig, auch von Gereon. Das Meiste wird berichtet, aber nicht alles.


    Marlow und Liang geraten in eine Falle. Gereons Idee zeigt Wirkung. Liang ist tot und Marlow kann fliehen. Wenn es mit ihm zu Ende gewesen wäre, wäre ja auch zu schade, denn dieser Gegenspieler begleitet uns schon die ganze Zeit. Auch wenn er nicht sympathisch ist, würde er mir fehlen. Göring ist genauso kaltschnäuzig wie Marlow.

    Kaum hat sich Gereon von Fritze verabschiedet, ist bei Fritze die Luft raus. Er will nach Berlin und endlich mal wieder alleine sein. Görings Rede zum Thema Juden und Rassenreinhaltung macht ihn nachdenklich, daher habe ich noch Hoffnung für ihn. Aber ihm gefällt auch das ganze Tamtam. Schwierig für einen Jungen in seinem Alter.


    Gereon und Charly haben endlich mal geredet und es ist alles zur Sprache gekommen bis auf Brunners Akten. Also ganz offen war Gereon wieder einmal nicht.


    Böhm hat Charly die Akten gegeben, er hatte wohl keine Wahl mehr. Alle, die irgendwie mit der Sache damals zu tun hatten, sind tot - bis auf Amelung. Es war eine sehr schlampige Ermittlung von Gehrke. War er korrupt oder hatte er einfach keine Lust. Charly findet tatsächlich heraus, wer die Explosion ausgelöst hat.


    Ich hatte mich schon gefragt, wo Gereon die Akten versteckt hat. Schlau mit dem postlagernden Versand und ihm fällt sogar die Laube von Pastor Warszawski ein, um da in Ruhe hineinschauen zu können und sie nicht zu Hause zu haben. Was für ein Glück! Erst taucht Gräf auf und versucht etwas herauszufinden, dann wird Rath zum Verhör gebracht und währenddessen durchsucht man seine Wohnung. Wieder ein Gespräch im Hause Rath. Sie sind zwar vorsichtig, aber sie sie auch vorsichtig genug?


    Charly ist aufgebracht. Zurecht. Gereon hat wieder mal was zurückgehalten und sie sitzt da mit der Jugendamts-Tante und muss die Durchsuchung miterleben. Nun sind also die Karten auf dem Tisch und Marlow ist verantwortlich. Er hat seinen Handlanger machen lassen.


    Gereon hat nun immer einen Aufpasser auf den Fersen, aber er weiß es wenigstens. Da wird auf der Pfaueninsel dann ein bisschen Katz und Maus gespielt.


    Dass Rademann etwas gegen Charly und Gereon hat, wussten wir ja, aber sein Plan ist viel weitreichender. Armer Fritze!

    Hat Marlow eine Tochter?

    Nichts dass ich wüsste.

    Der Arzt attestiert einen unheilbaren Gehirntumor (wobei ich eher vermute, dass das nicht stimmt, sondern den Leuten nur gesagt werden, damit sie mit dem Leben abgeschlossen haben) und dann tun die Kranken, was man von ihnen will. Der Taxifahrer hat als Gegenleistung seine Frau abgesichert.

    Aber der Taxifahrer, der im letzten Moment auftaucht, hat doch was von Kopfschmerzen gesagt (oder so ähnlich bestätigt), daher gehe ich mal davon aus, dass Lehmann wirklich krank war. Er wollte dann das Beste für die Familie.

    Aber was war im ersten Fall die Gegenleistung? Und was spielt Charlies Vater für eine Rolle.

    Was bei Bruck die Gegenleistung war, weiß ich nicht oder nicht mehr - wird aber ähnlich gelaufen sein.

    Charlys Vater hat eingegriffen und jemanden vor Bruck geschützt. Das war aber nicht der Plan gewesen, da sollte jemand sterben. Dann wurde er in die Falle gelockt.


    Es gibt also wieder jede Menge Geheimnisse bei Familie Rath.

    War das je anders?

    Will er ihn nur über die Pflegeeltern ausquetschen und zum Denunzieren verleiten oder ist da noch was anderes im Busch?

    Er ist ziemlich übergriffig. Ich glaube, dass er auf irgendeine fiese Art, den Raths eins auswischen will.

    Das der Junge nur der "Oma" schreibt aber den Raths gar nicht, finde ich schon arg piefig von ihm.

    Er ist aber sauer, dass Charly ihn in dieser Sache nicht versteht und auch nicht unterstützt.

    Observation? Ja, die war Klasse

    Wie kommt denn da "Obduktion" hin. Da waren zu viele Gedanken in meinem Kopf, denn ein Anruf kurz vorher hat mich etwas durcheinander gebracht.

    Rath wird endlich versetzt in das LKA. Ich frage mich, welche Rolle da seine Nachforschungen im Fall Lehmann, der ja eigentlich ein Fall Brunner ist, gespielt haben. Wollte ihn da vielleicht irgendjemand weglotsen?

    Nein, Rath hat sich vor einiger Zeit schon dort beworben, denn er sieht in seiner alten Abteilung für sich kein Vorwärtskommen, da ihn Gennat nach dem letzten Fall ziemlich kaltgestellt hat.

    Die Diagnose Glioblastom? Welche Rolle spielt dieser Dr. Wrede?


    Interessant ist ja, dass genau dieser Doktor Wrede 1918 sein Auto Magnus gegeben hat, damit dieser Chen Lu immer wieder besuchen konnte.

    ... und schon haben wir die Verbindung.

    Ich frage mich aber, wer der Drahtzieher dieses Selbstmordattentats war. Haben wir diesbezüglich schon Hinweise bekommen? Ich bin da momentan reichlich ahnungslos.

    Ich habe bisher geschwankt zwischen SD und Marlow, denke aber, dass Marlow seinen Handlanger Liang hier eingesetzt hat.

    Gereon und Luise auf der langen Fahrt im Auto. Ich kann Gereons Begeisterung spüren, aber hat er sich selbst eingebrockt und seine Schwiegermutter noch nicht mal ans Reden gebracht, jedenfalls nicht zu dem Thema, das ihn interessiert.


    Es war ja ein wenig naiv von Gereon nach Nürnberg aufzubrechen und davon auszugehen, dass er bei dem Trubel noch irgendwo in einem Hotel oder Gasthof unterkommt. Aber er hat Glück, dass ihn Hauptwachtmeister Draxler aufnimmt.


    Doch wenn man einen Einbruch plant, ist es nicht so toll, wenn die zuständige Polizei einem so im Nacken sitzt. So konnte er sich zwar zweimal aus dem Haus schleichen, aber wird dann doch erwischt. Sehr verdächtig! Findet Draxler dann auch, als Gereon schon fast auf dem Heimweg ist. Er muss doch tatsächlich alles durchsuchen lassen und Draxler findet nichts. Wo sind die Akten? Gereons Gefühle beim Lesen der Akten sind ziemlich zwiespältig, er weiß immer noch nicht, ob es die Pest ist, sich damit zu beschäftigen oder nicht. Es ist aber interessant, wieviel Killefit da über Göring protokolliert wurde. Göring weiß, dass er überwacht wurde und Sowa weiß, dass er einen Spitzel in seinen Reihen hat. Wahnsinn.


    Gereon lässt sich von einer Art Gruppendynamik mitreißen und jubelt dem Führer zu. Dann ekelt er sich vor sich selbst. Dies lässt mich ein wenig ahnen, wie es dazu kommen konnte, dass alle so vom Führer begeistert sind, wenn sogar ein Gereon Rath mitgerissen wird.


    Für Fritze war es bestimmt gut, dass er jemanden von der Familie gesehen hat. Aber ich bin überzeugt, das Jugendamt macht noch Schwierigkeiten, auch bei einem Jungen der linientreu ist, aber blöderweise die Pflegeeltern so gar nicht.

    Charlys Verhältnis zu Guido ist inzwischen auch belastet. Er hält sie zwar, aber die Unterstützung lässt nach. Trotzdem kümmert sich Charly weiter um den Fall Liang und fährt nach Marlow raus. Auch da ist es ein offenes Geheimnis, wer der chinesische Junge ist.


    Göring und Marlow machen gemeinsame Sache und bereichern sich an der Notsituation der Juden. Dass Marlow skrupellos ist, wussten wir, dass aber auch Göring mitmischt, hätte ich nicht gedacht, aber sein Lebensstil ist kostspielig. Wie skrupellos Marlow ist, zeigt ja auch, als er von Bülow tötet.


    Dann ist Gereon zurück und Charly ist sauer. Dass für sie das Thema nicht vom Tisch ist und weitere Fragen kommen, hätte Gereon klar sein müssen. Er weiß doch, dass er Charly nichts vormachen kann. So ist der schöne Abend im Delphi auch recht schnell beendet, denn es brodelt mächtig in Charlotte Ritter. Alles das, was sie unter dem Deckel gehalten hat, kocht nun über. Das zeigt auch, wie rabiat sie vorgeht, als sie den Schlüssel, den Böhm ausnahmsweise mitgenommen hat, nicht findet. Endlich wollen Gereon und sie reden. Aber vielleicht wäre es gut, Böhm gleich dazu zu nehmen. Doch Gereon hat ja etwas herausgefunden, was niemand wissen darf. Ich bin gespannt, wie viel er Charly wirklich erzählt.


    Um Irene Schmeling mache ich mir Sorgen. Ihre Verabredung mit einem Unbekannten an einer solch einsamen Stelle ist dumm.

    Besonders gruselig - aber sehr wichtig für das Verständnis dieser Zeit - sind Auszüge aus Gesetzen und Vorschriften. So etwa zur Reinhaltung des deutschen Blutes. Gruselig.

    Schon mal "Mein Kampf" gelesen? Ebenfalls gruselig! Obwohl es schon zig Jahre her ist, dass ich das gelesen habe.

    Frau Schmeling ist umgezogen.

    Es war wohl Frau Lehmann. Irene Schmeling ist die Freundin von Brunner.

    Auch wenn die Selbsttötung schon krass ist.

    Wenn Lehmann es gewusst hat und nur noch eine ganz kleine Lebenserwartung, kann ich ihn sogar verstehen, wenn er auf diese Art und Weise für seine Familie sorgen wollte. Ich hätte allerdings Angst, dass etwas schief geht und ich nachher schwer verletzt wäre.

    Auch wenn Gennat scheinbar beleidigt ist und ihn nicht richtig verabschiedet.

    Schon ihm letzten Buch war Gennat von Gereon Verhalten enttäuscht. Er hat ihm das nicht verziehen und ihn kaltgestellt.

    Ich bin gespannt, ob er sich beim LKA wohl fühlt. So was ist ja immer ein Abenteuer. (Habe selbst erst die Abteilung gewechselt und kann mit Gereon mitfühlen.) Ich hoffe mal, die Kollegen sind nett und nicht alle solche Nazis wie der neue Chef.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass er da mit seinen seltsamen Alleingängen durchkommt. Er wird es bestimmt irgendwand bereuen.

    Aber warum geht sie so ungern nach Hause ... sie ist doch noch so frisch verheiratet, da freut man sich doch auch mal auf den Mann, zu mal sie ja sturmfrei haben!

    Da sind aber eine Menge Heimlichkeiten auf beiden Seiten. Da beide nicht das Gespräch suchen und auch unterschiedliche Meinungen haben (Charly sehr offen gegen die Nazis, Gereon mit seiner Einstellung "so schlimm ist das nicht und geht bald vorbei"), ist da unterschwellig eine merkwürdige Stimmung. Da sind meist nur die Versöhnungen ungetrübt.

    Hier wird offen zugegeben, dass das Thema Zweiter Weltkrieg und Judenverfolgung totgeschwiegen wurde. Viele sahen sich selbst als Opfer und wollten von irgendwelchen Greueltaten nichts mehr hören.

    Viele hatten aber auch so viel Schreckliches erlebt und waren traumatisiert, dass sie einfach alles hinter sich lassen wollten. Sie wollten nur noch nach vorne schauen.

    Ja, und genau hier mache ich mir ein bisschen Sorgen um diese kleine Familie ... Fritzi ist noch sehr jung und gerade in dem Alter, in dem man sich sehr leicht beeinflussen lässt ... ich spreche aus Erfahrung, was hat man in der Jugend doch für einen Quatsch gemacht und unsterblich war man sowieso!

    Aber nicht nur die Beeinflussung ist gefährlich, er ist bestimmt bei Befragungen noch nicht so gewieft, dass er eventuell Gefahren erkennen kann und die falschen Antworten gibt. Ihm fehlt ja noch Lebenserfahrung, auch wenn das Leben auf der Straße ihm einiges an Vorsicht mitgegeben hat.

    Die Witwe Lehmann hat an dem einen Tag noch Zukunftsängste, da der Mann nicht mehr für das Auskommen sorgen kann, und schon kurz darauf wohnt sie in einem viel besseren Viertel und der Umzug ist Hals über Kopf passiert. Das macht auch Gereon nachdenklich, als er ihr das Foto von Brunner gezeigt hat. Aber ich glaube, dass seine Gedankengänge in die falsche Richtung gehen. Der SD hat doch großes Interesse, dass Brunners Aktion geheim bleibt.


    Welcher Dicke trifft sich denn da mit Göring, versorgt ihn anscheinend mit Drogen, hat jemanden bei der Polizei, beim SD und weiß wo demnächst eine Fabrik zum Kauf steht? Marlow? Göring wusste von Brunner – da hat wohl jeder überall seine Spitzel.


    Gereon und sein neuer Job! Da ist nichts mehr mit unterwegs seine eigenen Süppchen kochen, sondern es heißt schön am Schreibtisch Akten sichten. Er hat sich da bestimmt keinen Gefallen getan, auch wenn ein Aufstieg lockt. Selbst die Mittagspause muss er mit den Kollegen verbringen. Dabei wird der Fall Lehmann durch die Aussage des Taxifahrers für ihn wieder interessant.


    Er hat aber mal wieder eine ungewöhnliche Idee, die Aufklärung bringt in dem Fall der Munitionsfabrik. Kleine Ursache, große Wirkung. Nur weil gespart wird an so simplen Dingen wie Handschuhe, kommt es zu dieser Kettenreaktion mit so vielen Toten.


    Gereon besorgt die Akten für Böhm und trifft sich mit ihm. Böhm ist wirklich um Charlotte besorgt und dieser Dreh mit dem abgekürzten Vornamen ist gut. Gereon ist erstaunt, dass sein Schwiegervater Gefängniswärter war. Beim Ehepaar Ritter hat jeder seine Geheimnisse! Wir haben es ja schon immer gesagt, da müsste mal miteinander geredet werden. Gereon ist so besorgt, dass er sogar Greta aufsucht, die aber als gute Freundin von Charly nicht reden will.


    Ist aber dumm gelaufen, dass die Akten Charly zufällig in die Finger gerieten. Die ist nicht dumm und wird schon noch dahinterkommen, um was es geht. Sie hält sich noch zurück, aber irgendwann wird sie in die Schreibtischschublade schauen (die jetzt leer ist), genauso wie sie am Ende auch in den Umschlag von Liang geschaut hat. Der weiß gar nicht, dass Marlow ihm sehr eng verbunden ist. Auch Charly hätte mit der Nachricht wohl nicht gerechnet, als sie in Tsingtau angerufen hat.


    Charlys Milchflaschen-Obduktion fand ich irgendwie lustig. Der ehrenwerte Nachbar! Als ich das gelesen habe, musste ich erstmal suchen, was ein Stürmerkasten ist.


    Fritze hat nicht nach Hause geschrieben, aber intensiv zu seiner „Oma“. Die fühlt sich von seinem Enthusiasmus angesteckt und will auch nach Nürnberg.


    Lustig finde ich aber auch die Fahrt von Gereon mit seiner Schwiegermutter nach Nürnberg. Das hatte er sich anders vorgestellt. Auch von ihr erfährt er nicht allzu viel über das, was in Moabit geschehen ist. Luise glaubt der Gefängnisleitung und zweifelt an ihrem Mann. Traurig!


    Ich bin gespannt, wie Gereon in Schwalbach noch an die Akten kommen will. Bisher läuft das ja nicht so gut.


    Marlow hat gedacht, er hätte alles im Griff, aber das Ansinnen von Sowa ist schon ziemlich heftig.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  2. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  3. Montag, 12. November 2018, 16:11 - Montag, 26. November 2018, 17:11

    Editing Expertise

  4. Freitag, 16. November 2018, 21:43 - Samstag, 1. Dezember 2018, 22:43

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