Beiträge von Piranhapudel

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    Aaaaah, es ist so spannend! Und Fee wird immer mutiger, das freut mich einerseits für sie, andererseits kommt sie deshalb in allerhand knifflige und gefährliche Situationen.


    Ich frage mich gerade, was Danes damit bezwecken möchte, dass er Fee an ihre Mutter verrät. Ich habe fast den Verdacht, dass er glaubt Fee damit zu beschützen, damit sie nicht von Cassandra und Claudius geschnappt wird. Dass er damit allerdings Fayra gefährdet, kann er natürlich nicht wissen. Hoffentlich wird Danes noch erfahren, wer hier die wirklich Schuldigen sind und wer das Harpyenherz hat. Aber es war ja fast klar, dass Nelly und die anderen schon längst einen Plan haben, Fee da rauszuholen. Ich geh fest davon aus, dass es klappt. Was aber passiert, wenn Fee noch mal ausbüchst? Ihre Mutter wird sicher noch viel enttäuschter sein als jetzt schon und ihr Vater, der ja noch zu ihr steht, wahrscheinlich auch. Es verwirrt mich sowieso, dass Silke so verdammt kritisch geworden ist. Vielleicht erinnert es sie aber auch an ihre eigene Kindheit dort und sie macht sich Sorgen, weil ihr deshalb klar ist, wie gefährlich es werden kann?


    Fayras Bruder ist also zugleich ein Phönia und ein Wandler? Kein Wunder, dass er sich lieber verstecken will, wenn Wandlern in dieser Gesellschaft so feindselig begegnet wird. Ich habe die ganze Zeit fest daran geglaubt, dass gerade er Fee Glauben schenken wird. Und so hat er mit geholfen, dass auch Fayras und seine Mutter Fee glaubt.


    Junis scheint also wirklich aus Syrien geflohen zu sein. Ich finde es nach wie vor wunderschön, dass seine Geschichte wie selbstverständlich im Roman ist. Das ist eine tolle politische Botschaft, die da einfach so ist. <3



    Ich hatte sogar das Gefühl, dass Fee fast bereit gewesen wäre, die richtige Wahrheit zu erzählen. Was ich mich frage, müsste Fees Mutter Mr. Danes nicht auch aus ihrer Kindheit kennen, wenn er schon immer das Tor bewacht hat und auch Luna ihn kennt? Er müsste ihre Mutter doch auch mal aus dem Park vertrieben haben, oder war das erst später und Luna ist altermäßig zwischen Fee und ihrer Mutter und Danes kam erst danach?


    Ich bin mir nicht komplett sicher, aber haben Fee und ihre Mutter nicht mal über Danes gesprochen? Dass er schon immer so griesgrämig gegenüber Kindern war? Oder waren das doch nur Fee und Luna?
    Ich dachte auch, dass Fee ganz kurz davor war, von Fayras Mutter/Alice zu erzählen, doch sie wurde ja sofort von Silke abgewürgt. Die wollte offenbar nur die Bestätigung hören, dass Fee wirklich in der Nacht im Haus war, und damit war die Geschichte für sie komplett. Nun gibt es ja noch einen Abschnitt und ich hoffe sehr auf eine Begegnung zwischen Sinta und Alice. :)

    Sooo ein langer Abschnitt, aber trotzdem so schnell gelesen. Wow, hier sind so viele Dinge bereits ans Licht gekommen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wir wissen jetzt also, was das "Herz der Phönixtochter" aus dem Titel ist. Dann gibt es eine Welt voller Elementarwesen, die offenbar harmonisch nebeneinander leben. Es klang jedenfalls so, als Fayra erzählt hat, dass sie sich immerhin alle bewusst sind, dass sie nur *miteinander* existieren können. Ob wir auch noch anderen Wesen begegnen werden? Oder sogar mit in Fayras Reich gehen? Vielleicht wird sie auch von den dreien nur zu einem Tor gebracht?


    Jetzt wissen wir auch, warum Fayra so abfällig über Menschen gesprochen hat und wer da eigentlich mit wem Krieg hat. Und warum Fayra zu Fee eher Vertrauen gefunden hat als zu Nelly, aber insgesamt doch vorsichtig war und erst mal gelogen hat. Fees Narbe hat sie ja an ihr eigenes Geburtsmal erinnert, das ja auf ihre Abstammung hinweist. Mittlerweile bin ich noch viel gespannter darauf, was da mit Fee passiert ist. Gab es diesen Unfall wirklich oder ist das bei Fee auch ein Geburtsmal? Die Fotos, die Fee von ihrer Mutter gefunden hat, geben mir zu denken. Was ist, wenn sie dort so blass aussieht, weil sie — ähnlich wie Fayra jetzt — in dieser Welt an Kraft verloren hat? Ich mache mir sowieso Sorgen um Silke, die ist im Leo Mansion so schön aufgeblüht. Vielleicht hatte das ja nicht nur was mit dem Sternenwunsch zu tun, sondern mit den Toren? Sowieso, das Buch ist total spannend!



    Junis ist auch so eine berührende Figur! Ich vermute, dass er ein illegaler Flüchtling ist, wahrscheinlich aus Syrien. Doch ist das nebensächlich, - jedenfalls hat er viel, wenn nicht gar alles über das Leben verstanden! Das hat ihn nicht bitter gemacht sondern vielmehr einfühlsam und gütig, obwohl er noch so jung ist und auch durchaus schroff auftreten kann.


    An so was habe ich auch schon gedacht. Ich fände es sehr schön, wenn mit seiner Figur auch noch so eine schöne Botschaft in dieser Geschichte versteckt ist. Ein geflüchteter Junge, der alles tut, um den drei Mädchen zu helfen.

    Unsere kleine, mutige Fee! Und vor allem unsere geschickte und gewitzte Fee, die alles viel schneller kapiert als ich. Als sie bei Luna im Haus war, kam ich mit dem Denken zumindest kaum hinterher. Und da war sie schon wieder weg und auf dem Weg den Schlüssel einzusetzen. Und dann… ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich das alles schon verarbeitet habe. Diese Menschen hinter der Tür scheinen Wächter zu sein und solche Tore zu beobachten/schützen/kontrollieren, wie Naara sie beschrieben hat. Und ählnich wie Naara haben diese Wächter abfällig über Menschen gesprochen und mit irgendwem liegen sie im Krieg. Ich schätze.. mit den Wesen in der anderen Welt?


    Hach, die beiden Freundschaften, das war ein ganz schönes emotionales Auf und Ab für mich. Zum Glück haben sich alle vor Ende des Abschnitts noch versöhnen können. Bei Fee und Nelly habe ich auch gar nichts anderes erwartet, ein Herz und eine Seele, die beiden können doch gar keine 24 Stunden aufeinander sauer sein. :) Diese Beziehung funktioniert also wieder, die zwischen Fee und Naara offenbar auch… aber was ist mit Fees Eltern? Fee lügt die beiden ja ordentlich an und das kann doch gar nicht mehr lange gutgehen.


    Die Träume, die Fee hat, die vielleicht gar keine Träume sind, sondern Reisen in Naaras Welt, finde ich sehr magisch. Die Atmosphäre dort ist ganz anders und ich freue mich sehr auf die nächste Begegnung mit dem Jungen mit der Laute.



    Ich finde es seltsam, dass Naara zu verblassen scheint. Sie muss also wirklich dringend wieder in ihre Welt zurück. Die arme...


    Aber mit Teelichtern bzw. Feuer scheint sie sich zumindest kurzzeitig wieder aufladen zu können, wenn ich das richtig verstanden habe?



    Für mich ist sie auch als Erwachsene noch das kleine Mädchen, das von dem Herrenhaus angezogen wurde, wie das auch bei Fees Mutter der Fall war - und immer noch ist.
    Einst wurde sie, ihrer Zeichnung nach zu urteilen, von Danes verjagt, wahrscheinlich immer wieder, bis sie sich nicht mehr traute, darum herum zu schleichen. Vielleicht hat sie mal einen Blick in die Parallelwelt geworfen? Und kann sie nun nicht mehr vergessen? Ich glaube jedenfalls nicht, dass sie Böses im Sinn oder gar mit der Firma zu tun hat. Die Uniform kann sonstwie in ihren Besitz gelangt sein...


    Das erklärt dann auch Lavernes Aussichtsposten im Haus mit dem Fenster und den Spiegeln. Und vielleicht auch, warum sie so böse darüber spricht. Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Sehnsucht, ohne dass sie zum Haus und in den Park gehen darf, nicht einfach ist.



    Höre gerade "Player One" eine Geschichte von einem Jungen aus der Zukunft, der (wie fast alle anderen) nur noch in einer Phantasiewelt lebt. In einer Computer Simulation. Eine tolle Geschichte über die 80er und Computerspiele.


    Hihi, Rhea, dieses Buch hab ich 1x gelesen und schon 2x gehört. Es ließ mich einfach überhaupt nicht los und ich wollte dann beim zweiten und dritten Durchgang noch mehr Anspielungen auf alte Filme und Spiele entdecken.

    Wow! Endlich kann ich weiter lesen und hier ging es ja richtig rasant weiter. Genial! Da haben wir unsere namengebende Fayr.. ich meine natürlich Naara. Ich ärgere mich gerade ein wenig, dass Fee nicht auch nach der Bedeutung dieser beiden Namen gefragt hat, das wäre sicherlich sehr aufschlussreich. Was mir total gut gefällt: Fee und Fayra, Naara und Nelly, F und N. Dabei könnten Naara und Nelly kaum unterschiedlicher sein.. obwohl, wirklich? Beide sind sie zumindest ziemlich schnell aufbrausend, was hier jetzt dazu führte, dass sie ständig aneinander gerieten.


    Wenn Fees Mutter wirklich auch was mit der Welt, aus der Naara kommt, zu tun hat, ist ihr sicher auch bekannt, welche Bedeutung Namen dort haben. Ich frag mich an dieser Stelle, ob sie mehr über die Existenz von Feen weiss oder ob sie sich vielleicht wünscht, das welche existieren. Oder dass ihre Tochter eben ihre Fee ist. :)


    Ich kann mir absolut nicht vorstellen, was es mit Naara auf sich hat, ob sie wirklich alles vergessen hat, was sie vorgibt vergessen zu haben, und woher genau sie kommt und warum sie fliehen musste. Dass sie nicht aus dieser Welt ist, scheint ja schon recht offensichtlich zu sein. Und ihre Feuerfähigkeiten? Aaaah, ich bin so gespannt!


    Ich mag diese tiefe Ebene, die durch die Freundschaften der drei Mädchen in die Geschichte gebracht wird. Fee und Nelly waren wohl immer schon ein Herz und eine Seele — und wenn da plötzlich eine dritte Person hineinschlittert und eine Person überhaupt nicht die Verbindung der anderen beiden nachvollziehen kann? Hoffentlich wird die Freundschaft von Fee und Nelly keinen Knacks bekommen! Hoffentlich kann Naara irgendwann beiden Mädchen vertrauen!



    Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass Naara lügt und sie sich doch an alles erinnern kann, nur aus irgendeinem Grund nicht die Wahrheit sagen möchte.


    Der Verdacht kam mir auch schon. Naara erzählt häufig auch komplexere Sachen, aber wenn dann eine Nachfrage kommt, kann sie sich plötzlich an gar nichts mehr erinnern?



    Ja, ich finde auch das schimmert jetzt schon durch, dass es da zu Problemen kommen wird. Fee kann Nelly ja auch gar nicht richtig erklären, warum sie sich so zu Naara hingezogen fühlt. Ich könnte mir da einen Schlüsselmoment vorstellen, in dem Nelley vielleicht sogar Naara irgendwann vor Wut und Enttäuschung, verrät!?


    Diese Befürchtung kam mir auch schon kurz… Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nelly das aus Böswilligkeit tun würde, sondern vielleicht eher aus Verzweiflung, weil sie Angst hat, dass Fee ihr wegen Naara entgleitet. Hoffentlich muss es nicht so weit kommen.

    Ich war natürlich auch auf dem Spielplatz, Bolzplatz, Schlitten fahren, im Schwimmbad oder bin durch die Felder geschlichen (bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen), aber im Nachhinein würde ich schon schätzen, dass ich insgesamt häufiger im Haus irgendwas gespielt habe. Auch oft mit meinen Freundinnen. Manchmal saßen wir zu zweit bei mir im Zimmer und haben jeweils ein Buch gelesen (das war immer sooooo gemütlich!) oder wir haben irgendwas an der Konsole oder am Computer gespielt, entweder zusammen oder die eine hat der anderen zugeschaut. Oder Brettspiele. Meine Eltern waren da offenbar nicht so hinterher, dass ich unbedingt raus muss. Fanden aber lesen besser als zocken und in der Jugend gab es dann natürlich Internet nur bis soundsoviel Uhr. :D

    Hallo! :winken:
    Ich komme jetzt endlich dazu meine ersten Eindrücke aufzuschreiben. Gelesen habe ich den Abschnitt schon am letzten Wochenende (nicht das, das gestern aufgehört hat) und seitdem hatte ich keinen einzigen freien Abend *heul*. Nicht sofort meine Gedanken zum ersten Abschnitt teilen zu können ist das eine, aber dann auch nicht weiter lesen zu können - Hilfe. Dafür schaffe ich es heute hoffentlich mehrere Abschnitte gelesen. <3


    Wie es bisher immer bei Ninas Büchern war: Die Atmosphäre hat mich sofort mitgerissen, weil sie was besonderes und neues ist. Das alte Haus - hui! Das schreit doch: "Ich habe Geheimnisse! Sucht sie!" Ich bin mir auch schon relativ sicher, dass Fees Mutter viele dieser Geheimnisse kennt, und bin gespannt, ob sie den beiden Mädchen helfen wird die herauszufinden oder ob die beiden das weiterhin selbst machen. Ich bin übrigens 28 und grusle mich (noch) nicht. Wahrscheinlich wäre es ganz anders, wenn ich dort persönlich mitten in den altern Gemäuern wäre, aber lesend auf der Couch bin ich bisher ganz verzückt.



    Toll finde ich ihre beste Freundin Nelly, die ein gutes Gegengewicht zu ihr zu sein scheint und ihr Mut verleiht und dabei auch die seltsamsten Geschichten glaubt, ohne Fee in Frage zu stellen.


    So gehts mir auch! Nelly ist mir genauso wie Fee sehr sympathisch und die beiden Mädchen ergänzen sich gut. Außerdem scheinen sie so ein schönes Urvertrauen ineinander zu haben.



    Der Hausmeister kommt mir irgendwie rätselhaft vor, wie er die Asche zusammengefegt hat und dann geweint hat. Ich glaube er hat etwas mit der Welt zutun aus der auch Fayra kommt und dieser Park .. Der kommt mir auch sehr magisch vor.


    Diesen Gedanken hatte ich auch. Vielleicht passt er auf den Zugang zu dieser Welt auf und beschützt deshalb die Tür zum Park so konsequent?



    Das Buch hatte mich schon, als ich es ausgepackt hatte. Ein wunderschönes Cover und hübsch illustriert. Die Karte des Hauses, inklusive Park in der inneren Umschlagseite haben mir bei den Beschreibungen und Erkundungstouren von Fee und Nelly schon mal gute Dienste geleistet.


    Die Karte ist so schön und liebevoll gestaltet, ich musste beim Lesen immer wieder nach vorn blättern und sie anschauen. Ich bin schon gespannt, was es mit dem Labyrinth auf sich hat.



    Ich finde, das eine schließt das andere nicht aus. Mein Sohn hat (durch mich angeregt, weil ich gleich nach der Wende einen Computer gekauft habe und darauf dann Adventures gespielt, noch ohne wirkliche Graphik) viel gespielt und er hat viel gelesen. Es gibt viele Spiele, die die Phantasie anregen. Es kommt also an, wie man spielt und was.


    Ich kann das von Rhea bestätigen. Ich war zwar auch mal draußen, aber Abenteuer in Form von Videospielen mochte ich viel lieber. Das hat mein Leben auf eine Weise geprägt, die ich gar nicht missen möchte. Aber mal schauen, was Fee und Nelly erleben werden, das wird sicher ein Abenteuer mit einem ganz besonders magischen Duft. :)

    Hallo Menschen :winken:
    Das hier war nach etwa einem Jahr wieder meine erste Leserunde. In der Zwischenzeit hatte es nicht so richtig gepasst, neuer Job, neue Umstände und so weiter, ich hab es aber vermisst. Und bei dieser Runde hab ich auch sofort bemerkt, wie toll das ist und wie viel Spaß ich daran habe. Danke euch für die vielen Eindrücke und Diskussionen.




    Hier meine Rezension:


    Bernd Perplies kann Drachen. Nach drei Büchern um und mit Drachen, die ich von ihm gelesen habe, wage ich das gern zu behaupten – für den ersten Teil vom Imperium der Drachen gab es schließlich auch den Deutschen Phantastik Preis 2015 – und ich freue mich gleichzeitig, dass noch weitere Bücher auf mich warten. Bei Fischer TOR erschien nun der Auftakt zur Drachenjäger-Reihe, in dessen Klappentext von Drachen, Flugschiffen, fanatischen Jägern und einem Wolkenmeer die Rede ist. Ich war aufgeregt und zwar, wie sich beim Lesen herausstellte, zurecht.


    Der Rahmen dieser Geschichte ergibt sich aus einem Schicksalsschlag, den Kapitän Adaron vor fast 20 Jahren erlitten hat. Der Urdrache Garganthuan hat Adarons Gefährtin und viele seiner Freunde getötet, nur er selbst und Ialrist, ein Vogelmensch, konnten dem Kampf entkommen. Fast forward zur Gegenwart: Lian lebt in Skargakar, direkt an der Küste zum Wolkenmeer, und muss dringend auf einem Flugschiff anheuern. Natürlich handelt es sich dabei ausgerechnet um Adarons Schiff, die Carryola. Von da an begleiten wir Lian und den Rest der vielfältigen Besatzung durch viele Abenteuer, rasche Gebiets- und Szenenwechsel durch das Wolkenmeer und seine Insel und Völker.


    Das Wolkenmeer befindet sich in einer Welt, die Leser*innen von Bernd Perplies Werken bereits kennen, nur eben in einer bisher unbekannten Ecke. Völlig neue Charaktere und Völker erwarten uns allerdings beim Drachenjäger, Vorkenntnisse aus anderen Büchern sind also nicht erforderlich. Ich denke allerdings, dass es sicher wäre zu warnen: Nach der Lektüre dieser Geschichte werdet ihr noch mehr von dieser Welt lesen wollen.


    Lian ist von Beginn an ein reflektierter Protagonist, der im Laufe der Geschichte immer mehr seine eigene Meinung entwickelt und dadurch stets nachfühlbare Entscheidungen trifft. Nicht nur Lian selbst ist vielschichtig, sondern auch die weiteren Charaktere und insbesondere die Crew der Carryola vermögen zu überzeugen und zu unterhalten. Einige sehr unterschiedliche Nebenfiguren mit den verschiedensten Zielen und Eigenschaften begleiten Lian und den fanatischen Kapitän Adaron (der eben wegen seines Fanatismus zu den interessantesten Charakteren gehört) durch die Geschichte und bilden ein tolles Team auf dem Flugschiff. Überhaupt – die Reise! Wir befinden uns hier zum größten Teil des Buches im Wolkenmeer, um uns herum, wage ich dreist zu behaupten, unendliche Weiten und natürlich Wolken, Wolken, Wolken. Außerdem das ein oder andere Flugschiff, der ein oder andere Drache und die ein oder andere schwebende Insel. Warum sie da schweben und warum die Flugschiffe nicht herunterfallen? Bernd Perplies hat sich dafür übrigens auch eine schöne und neue Möglichkeit einfallen lassen. All diese Gegenden, die wir hier kennenlernen, werden anschaulich beschrieben; durch viele rasche Szenenwechsel musste ich die meisten Gebiete jedoch leider zu schnell wieder verlassen, um sie komplett fühlen zu können. Andererseits entsteht hierdurch eine tolle und schnelle Dynamik, die Leser*innen durch viele unterhaltsame Seiten und unerwartete Wendungen fliegen lässt. Fast im wahrsten Sinne des Wortes.


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    Ich hab es gestern kurz vorm Einschlafen noch geschafft fertig zu lesen -- und konnte dann nicht einschlafen. :D Das Ende hat mich dann doch ganz schön mitgenommen und aufgewühlt. Es kam unerwartet, nach einigem Nachdenken war es dann aber doch gar nicht so unerwartet. Dass Garganthuan am Ende überlebt, damit habe ich nicht wirklich gerechnet, und Adaron..? Nun, er hat 20 Jahre lang seinen Hass geschürt, ist immer fanatischer geworden und was wäre nach Garganthuans Tod gekommen? Hätte er je wieder in ein Leben auf dem Festland zurückkehren können, wenn es dieses Langzeitziel nicht mehr gibt? Das kann ich mich echt nicht vorstellen. Selbst wenn er weiter mit der Carryola unterwegs gewesen wäre, als "normaler" Drachenjäger, was wäre dann seine Motivation gewesen? Geld hat ihn vorher nur interessiert, um das Schiff mächtiger zu machen, ich denke nicht, dass sich das jetzt geändert hätte. Aber diese Überlegungen sind sowieso nicht mehr so relevant, weil er ja Garganthuans Schicksal teilt.


    Wiiiie zum Teufel hat Adaron das Geheimnis von Kris herausgefunden?! Ein spontanter Gedanke war, dass er die ausgetauschten Blicke der beiden bemerkt hat. Zum Glück haben immerhin Kris und Lian überlebt, meine Erleichterung wegen Ialrist war auch grenzenlos. Auch wenn mich seine trockene Analyse ("Hoffentlich hab ich diesmal den Richtigen gerettet") geschockt, aber auch sehr berührt hat. Ich denke trotzem, dass er Adaron sehr geliebt hat und ihm ein guter Gefährte war, das muss aber nicht heißen, dass er die Blutspur, die von Adaron hinterlassen wurde, ewig ignorieren muss.



    Das hoffe ich doch! Ich vermute, dass es im zweiten Teil Antworten auf Kesrondaia und das ganze Magie-Zeugs geben wird, da darf doch der Drachenspeer nicht fehlen...


    Ich hatte beim Lesen auch den Gedanken "Aber aber aber... der Speer! Komm wieder!" :D Ich hoffe auch, dass wir im nächsten Band viel darüber erfahren werden, der taucht schon noch wieder auf.



    Den Tod von Karnosk fand ich sehr skurril, Adaron scheint ihn ja aufgrund des herrenlosen Schiffs gleich umgebracht zu haben, statt ihn langsam und qualvoll an die Echsen zu verfüttern...


    Ich finde, dass man an dieser Stelle sehr gut sehen konnte, dass Garganthuan für Adaron einfach das Wichtigste überhaupt ist. Da konnte er sich kaum mit so einer Kleinigkeit aufhalten, auch wenn er vorher erzählte, wie schlimm dieser Verrat war.

    Och Lian! Jetzt habe ich etwas Angst um ihn. Nicht so sehr, weil am Ende dieses Abschnitts die Drak aufgetaucht sind (aber deshalb auch natürlich), sondern eher wegen Kesrondaia und der Vision. Als Lian auf dem großen Roten war, schien das genau das Moment gewesen zu sein, den sie angekündigt hatte, und Lian hat sich genau gegenteilig verhalten. Aber ich kann natürlich den Druck verstehen, dem er dort auf dem Kopf ausgesetzt war. Und mal ehrlich, hätte er nicht zugestochen, hätte es jemand anderes getan. Zudem wissen wir auch nicht, was genau Kesrondaia bezwecken wollte und welches langfristige Ziel sie verfolgt. Aber dass man nicht um des Jagens willen diese Drachen abschlachten sollte, in der Diskussion waren wir ja schon mal.


    Ich bin zudem richtig froh, dass Lian das silberne Wasser gezeigt hat. In dem Moment, als er es nicht abgeben wollte, hat man ja sofort gesehen, dass diese Sucht bereits da ist. So in der Art: 1x davon gekostet und schon kommt man schwer davon los? Bis auf weiteres ist es jetzt weg, das ist bestimmt gut für Lian, aber vielleicht taucht es noch mal auf? Oder Kesrondaia findet eine andere Möglichkeit mit ihm zu sprechen.



    Gilt die Magie eigentlich für jeden Träger, oder muss das auch vererbt werden? Also, würden die Runen auch leuchten, wenn ihn zum Beispiel Ialrist oder Kris führen würde?


    Ich habe mich auch gefragt, ob Ialrist ihm vielleicht den Speer aus der Hand gerissen hätte, wenn Lian am Ende doch nicht zugestoßen hätte. Und dann eben, ob das überhaupt was gebracht hätte?



    Hmm, den Punkt, dass wohl nur die wenigsten Mitglieder der Carryola zum Spaß Drachen töten, muss ich wohl angesichts der Drak revidieren. Was für Vollidioten, sowas macht richtig wütend!


    Und mich erst! Ich hätte am liebsten das Buch an die Wand geworfen :D Nein Quatsch, das Buch kann ja am wenigsten dafür und diese Szene fand ich leider durchaus realistisch...



    Ich finde schon, dass ein Nebeneinander oder Miteinander möglich ist zB haben auch Smett und jetzt auch irgendwie auch Lian einen Drachen. Und neben Corantha wird es vielleicht noch mehr Drachenreiter geben? Die Schonzeiten und das Jadgverbot für Jungdrachen müssen ja auch irgendeinen Sinn haben, da scheint sich irgendjemand zumindest Gedanken gemacht haben wie man die Drachen nicht ausrottet.


    ...wie man sie nicht ausrottet, damit man sie weiter jagen und verkaufen kann. Irgendwie glaube ich wenig, dass es sich da um Mitleid handelt. Aber das Thema hatten wir ja am Anfang schon mal: Skargarkar kann eben als Stadt nur durch die Jagd auf Drachen bestehen und die Menschen dort ernähren und kleiden etc.


    Bezüglich Kesrondaia, Questoi und den Verknüpfungen zu Bernds anderen Büchern: Ich habe gerade das riesige Bedürfnis noch mal durch diese Bücher zu blättern, bis ich die Namen wiederfinde. Wenn ich wieder Zuhause bin, mache ich das auf jeden Fall und bis dahin hab ich dieses Buch sicher auch durch, dann kann ich mich immerhin nicht spoilern. :D

    Haha ja, das mit der Liebesgeschichte hab ich natürlich mitbekommen, aber wurde ja direkt wieder geklärt. :D


    Was problematisch werden könnte, liegt gar nicht so sehr daran, dass Kris eine Frau ist, könnte ich mir vorstellen, sondern dass Adaron angelogen wurde. Egal, um welches Thema es geht. Ich kann mir denken, dass er darüber sehr wütend wäre.

    So, ich war übers Wochenende unterwegs und schwupps, muss ich hier wohl einiges aufholen. Aber ich merke das beim Lesen ja selbst bei jedem Abschnitt: Die sind immer so schnell vorbei und ich will sofort mehr. Und irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich jeden Abschnitt erst mal ähnlich kommentiere, und zwar damit, dass wir Gebiet XY leider schon wieder so schnell verlassen mussten. :D Hier war es ja auch so. Lian war ganz unten (obwohl... wir wissen nicht, ob es *ganz* unten war) und zack - wieder oben. Aber zugegeben, so viel lohnenswertes gab es dort unseres Wissens gar nicht. Das Schiff, die Monster. Ich musste übrigens auch direkt daran denken, dass es vielleicht die mutierte Besatzung war. Oder dass die Monster die Besatzung gefressen haben.


    Ein Glück, dass Lian da schnell weggekommen ist - und dann "vom Regen in die Traufe" perfekt umgesetzt hat. ich frag mich, was den Vogelmenschen angetan wurde, dass sie sich so feindselig verhalten? Oder war es eine politische Entwicklung auf dieser Insel? Aber durch diese Entwicklung ist es toll, dass Kris sich nun zur Geschichte gesellt hat. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ihr Geheimnis lange geheim bleiben wird. Gar nicht mal so sehr aufs Blut bezogen, aber die leben doch auf diesem Schiff alle so nah beieinander, dass es bestimmt irgendwann auffliegt. Ich bin schon mal beruhigt, dass sie ja bereits eine Frau an Bord haben und dass da kein Aberglaube rumfliegt, dass Frauen an Bord Unheil verheißen würden.



    Ich fand die Szene in der Kombüse als Adaron reinkam sehr gut geschrieben. Man hat richtig gefühlt wie es plötzlich still wurde und Adaron Kris und Lian gemustert hat.


    Genau so ging es mir auch! Mir ist richtig kalt geworden, weil ich so viel Angst um Kris hatte. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich noch gar nicht daran gedacht, dass Adaron ja auch noch sein Einverständnis geben muss und das eventuell nicht tun könnte, weil alles so rasch ging.



    Ich denke mit der Schätzung auf 11 oder 12 laut Beschreibung liegst du gar nicht falsch - hätte es nicht geschrieben gestanden, dass sie älter ist als sie aussieht und Lian dann ja auch merkt, dass sie älter ist bei genauerer Betrachtung, hätte ich Kris als Junge auch für 10-12 gehalten :)


    Hihi, mit der Verwirrung um Kris' Alter hat sie doch genau das erreicht, was sie erreichen wollte, oder? ;) Sie hat sich jünger wirken lassen als sie tatsächlich ist. Was ihr auf der Insel und bisher auch auf dem Schiff gelungen ist. Je nachdem, wie Frauen in den verschiedenen Gesellschaften behandelt werden (mir fällt gerade auf, dass wir das ja noch gar nicht so genau wissen, oder?), war das anscheinend ein Vorteil.

    Gerade noch haben wir uns alle darüber gefreut, dass Canzo mit Lian ins Wolkenmeer aufgebrochen ist, und schon ist er wieder weg? :( Ich schließe mich euch da an, es ist wirklich sehr traurig. Das war aber auch ein Pech, dass noch ein zweiter Drache aufgetaucht ist. Er wird mir fehlen! Schade, dass wir quasi bereits die Leiche gesehen haben, sonst hätte ich jetzt Hoffnung, dass Lian und er sich unten wiedersehen werden. Als Lian unten angekommen ist, musste ich übrigens direkt an Zangarmarsh aus World of Warcraft denken. Das Gebiet mochte ich damals sehr. :) Aber so wie es aussieht, wird Lian auch dort nicht allzu lange bleiben, was meint ihr? Falls sich an dem Schiff, das er am Ende findet, noch Kristalle befinden, aber nur die Steuerkästen geschlossen sind, kann er da ja vielleicht noch was reparieren und wieder in die Lüfte fahren. Ich denke auch nicht, dass wir (und Lian) Adaron zum letzten Mal gesehen haben. Wir haben ja auch ziemlich viel neues über ihn erfahren, über seine Wut und seinen Fanatismus (und was aus dem Arm geworden ist...). Ich bin echt gespannt, wie sehr sich das noch vertiefen wird.



    Ist das wirklich der Grund des Wolkenmeeres oder auch einfach eine Stein-Scholle, die da irgendwo treibt?


    Dass es auch nur ein schwebender Stein ist, daran habe ich noch gar nicht gedacht.



    Es erwähnt Wesen und Orte, die auch in IdD vorkommen, ja. Aber mehr als dass beide Romane in der gleichen Welt spielen, sagt das erstmal nicht aus.


    Ich hab mich trotzdem sehr über diese Verbindung gefreut. :)


    Das ist ein wirklich guter Gedanke - ich bin ja auch der Ansicht, dass es eine Beziehung zwischen Lonjar und Hanon'ka geben muss. Zumindest ist er für mich das einzige Bindeglied, das mir einfällt. Adaron oder Ialrist würde ich nicht unbedingt mit reinnehmen - eher noch Danark, der Typ, der Lian beim Essen ausquetschen will. Aber ja: Hanon'ka kannte Lonjar. Davon bin ich fast überzeugt. Ansonsten ergibt sein Verhalten für mich wenig Sinn.


    Das ist ein ECHT interessanter Gedanke. Jetzt da ihr es sagt, finde ich das plötzlich total logisch, aber selbst bin ich noch nicht drauf gekommen. Ich hatte zwar schon den Gedanken, dass Hanon'ka Lian in Richtung Drachenjäger "fördern" will, aber anscheinend war mein Gehirn noch nicht sortiert genug. Bei Danark hatte ich fast das Gefühl, als hätte er Lonjars Waffe wiedererkannt.

    Yeah, Canzo und Lian haben sich gemeinsam auf Drachenjagd gemacht! Dass wir Skargarkar so schnell wieder verlassen müssen, hab ich befürchtet, und bei Canzo dachte ich das eigentlich auch, deshalb ist es umso cooler, dass er jetzt dabei ist. Er ist ein toller Freund für Lian und ein unterhaltsamer Charakter.


    Insgesamt ging es ja echt schnell zur Sache und die beiden hatten keinen festen Boden mehr unter den Füßen. Ein paar Dinge sind mir dabei aufgefallen: Dafür, dass die Carryola so einen schlimmen Ruf hat und sich so schlecht neue Besatzung finden lässt, erschien mir die Stimmung auf dem Flugschiff selbst als recht angenehm und harmonisch. Klar gab es einige Seitenhiebe in Richtung Adaron und daraus könnten sich durchaus Feindseligkeiten ergeben, bisher hab ich das aber noch nicht gespürt. Die Besatzung scheint ihn zu respektieren und auch respektvollen Abstand zu halten. Und Hanon'ka bekommt das als Erster auch gut hin. Wer weiß, wahrscheinlich schweißen gefährliche Situationen auch einfach richtig gut zusammen und davon hatten die meisten an Bord sicherlich schon genügend.


    Und das zweite, das mir aufgefallen ist: Warum wird Lian sofort als neuer Drachenjäger auserwählt? Liegt es wirklich nur daran, dass er den Speer seines Vaters dabei hat? Aber eine Waffe zu besitzen sagt ja echt noch nichts über Lians Fähigkeiten aus. Mich beschlich beim Lesen der Verdacht, dass doch schon jemand weiß, wer sein Vater war. Jemand hat Lian ja auch schon etwas ausgefragt. Vielleicht steckt auch Hanon'ka dahinter?



    Alles darüber hinaus kannst du leider nicht verstehen, weil die Figur [... ] ein Insider für Perplies-Kenner ist. ;)


    Bei mir ist da im Kopf auch direkt was angesprungen, als ich den Namen gelesen habe. Weil ich aber mit Namen so schlecht bin, rattert es immer noch. Ich musste erst mal an die Quano aus Imperium der Drachen denken. Aber das kann natürlich auch an dem "Qu" liegen. :D



    Also mir war das mit dem Anheuern klar, mich hat es eher gewundert, dass sie wirklich noch 2 weitere Kandidaten gefunden haben. Scheinbar müssen sie auf ganz junge Abenteurer hoffen, die noch nichts oder nicht viel von der Carryola und ihrem Kapitän gehört haben.


    Oder noch nicht genug von der Carryola gehört haben. :D Dass niemand anderes aus der Taverne anheuern wollte und dann auch noch die Warnung von Questoi, das hätte eigentlich schon einige Alarmglöckchen schrillen lassen müssen. Andererseits hatte Lian ja auch echt Zeitnot.



    Canzo ist für mich ein Sam, der mit seinem Frodo geht - und ich hoffe sehr, dass er heil zurückkehrt und dann die Frau seiner Träume wirklich auf ihn wartet!


    Oah, jetzt da du es sagst, seh ich die Parallelen auch! Wie schön, jetzt schließe ich Canzo noch gleich ein wenig mehr ins Herz.



    Ich frage mich allerdings auch warum das Schiff so unheil-verschrieen ist. Klar, Adaron ist ein Fanatiker in seinem Rachebedürfnis, aber er lässt auch auf "normale" Drachen Jagd machen, Todesfälle sind bei diesem Beruf nun wahrscheinlich auch auf anderen Schiffen nicht völlig außergewöhnlich und die Carryola ist immerhin besser ausgerüstet als die meisten anderen, scheint mir.


    Gegen die noch nicht so gefährlichen Drachen, die auch von anderen Schiffen gejagt werden, haben sie mit der Ausrüstung der Carryola garantiert viel bessere Chancen. Aber wer weiß, vielleicht werden sie bald in die Todesbreiten vorstoßen, da geht es gefährlicher zu.