Beiträge von TochterAlice

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    Wir sind in den 70ern, da waren nicht wenige Richter noch ganz andere Zeiten gewohnt. X( Und ja, die damaligen Zeiten waren so, dass man einer kirchlichen Einrichtung mehr Vertrauen entgegenbrachte als deren Zöglingen.

    Ja, da hast Du Recht und es ist mir auch klar, aber es auf so schockierende Weise (die sicher keine Seltenheit war) präsentiert zu bekommen, entsetzt mich dann doch!

    Aber manchmal sind die Augen größer als der Hunger :) da kann man sich schon mal als Kind ein wenig zu viel auffüllen :totlach:

    Nicht nur bei Kindern - auch mir geht das manchmal so und ich bin heilfroh, dass ich schon seit Jahrzehnten selbst bestimmen kann, was ich stehen lasse und was nicht!

    Hier meine Rezension zu einem Buch, das mich wieder einmal sehr begeistert hat. Ich danke Dir, Mechtild für die Begleitung dieser wie immer unschlagbar eindringlichen und wertvollen Leserunde, gagamaus für die Organisation und allen Mitleserinnen für den spannenden Austausch!


    Hart und entbehrungsreich

    war das Leben in der Eifel unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg für Familie Schöning, die unmittelbar an der deutsch-belgischen Grenze lebt. Der Vater ist nicht mehr derselbe, nachdem er aus dem Krieg zurückgekehrt ist, er ist arbeitsunfähig, wendet sich Gott und vor allem der Kirche zu und kümmert sich überhaupt nicht mehr um seine Frau und die vier Kinder.


    Nach dem baldigen Tod der Frau und Mutter würde er die vier Kinder am liebsten ins Heim abschieben, doch Hennie, die Älteste, wehrt sich mit Händen und Füßen - zunächst erfolgreich, bringt sie doch gutes Geld nach Hause, das der Vater freilich zu einem großen Teil vertrinkt. Offiziell arbeitet Hennie in der Küche der örtlichen Gaststätte, aber was sie in Wirklichkeit tut, darf keiner erfahren: sie ist nämlich zum Teil der örtlichen Schmugglerbande geworden, die nächtens rübermacht nach Belgien, um dann mit in Deutschland immer noch kostbaren Waren zurückzukehren.


    Doch eines Nachts gibt es ein Blutbad - die Folge ist, dass Hennie in eine Besserungsanstalt und ihre Brüder in ein katholisches Heim eingewiesen werden.


    Beide Anstalten sind nicht gerade Tempel der Warmherzigkeit, ganz im Gegenteil und bei Schilderungen der Handlungen kirchlicher Würdenträger, die so gar nicht in Würde agieren, fühlt man sich an die Schilderungen aus Irland, wo die katholische KIrche allmächtig war, erinnert.

    Ein schönes und doch kein schönes Buch - das ist "Grenzgänger" von Mechthild Borrmann. Schön ist es natürlich in der Hinsicht, als dass die Autorin eine grandiose Schriftstellerin ist, die anspruchsvoll, gleichzeitig packend, spannend und mitreißend von der ersten bis zur letzten Zeile zu erzählen vermag und dabei einmal mehr großartige Recherchearbeit geleistet hat. Unschön, doch umso wichtiger ist das Thema: ein historisches Setting, in das die Handlung - also die Geschichte um Hennie - eingebettet ist.


    Ich als großer Fan der Autorin habe alle ihre bisherigen Spannungsromane gelesen, um nicht zu sagen, verschlungen - am meisten gefiel mir bisher "Der Geiger", in dem es um den sowjetischen Gulag geht, doch dieses so traurige wie faszinierende Buch steht dem in Nichts nach. Obwohl ich mich in der deutschen Nachkriegszeit, einer aus meiner Sicht sehr interessanten Epoche, recht gut auskenne, wurden mir hier Eindrücke vermittelt, die nicht unbedingt neu waren, mich aber die Geschichte so plastisch und gleichzeitig so schmerzlich wie noch nie erleben ließen.


    Und so traurig das Thema auch ist - Mechthild Borrmann schreibt stets mit einer ihr eigenen Zuversicht, auch mit einem gewissen Pragmatismus, der den Leser nach vorne schauen, ihn - mit gewissen Vorbehalten natürlich - optimistisch bleiben lässt. Obwohl es mir nach dieser Lektüre ganz ehrlich gesagt schwerfällt, noch an das Gute im Menschen zu glauben, trotz der wenigen starken und positiven Charaktere, die die Autorin auch in diesem Buch wieder agieren lässt - allerdings neben einigen andern, die ich nicht anders als teuflisch und von Grund auf Böse bezeichnen kann. Ein spannendes, aber auch kluges und wertvolles Buch, das ich von Herzen weiterempfehle!

    :buchtipp:

    Ehrlich gesagt, "gefällt" mir die Vorstellung, dass Thomas sie gestoßen hat, auch gut. Und so würde ich es auch interpretieren, wie er ihren Sturz erlebt hat, da war er ihr sehr nahe gestanden, denke ich.

    Ich glaube, er hat sie nicht bewusst gestoßen. Irgend etwas ist mit ihm passiert.

    Und ich weiß nicht, ob Thomas einen Mord so wegschieben könnte.

    Er scheint ja dann in Paris ein gutes und erfolgreiches Leben geführt zu haben, ein Leben ohne Vergangenheit und ohne grausame Albträume.

    Ich denke, er sah das alles wirklich so vor sich, wie es im Roman beschrieben wird. Wie eine Art surrealen Traum, wo Thomas gar nicht wirklich sagen kann, was geschehen ist. Ja, er selbst konnte sich befreien, aber die arme Hennie landete im Gefängnis!

    Aber egal ob Mord oder Unfall: es ist wenigsten ein klein wenig Gerechtigkeit nach meinem Empfinden in dieser ganzen traurigen Geschichte

    Gerecht war es aus meiner Sicht nicht, weil eine Unschuldige in den Knast musste. Davon hatte Thomas ja überhaupt nichts geahnt.

    Wie furchtbar, dass Hennie und Fried sich gegenseitig verdächtigt haben! Eine sehr traurige Szene, die wieder einmal gezeigt hat, wie gut es der Umgebung ihrer Kindheit gelungen ist, einen Keil zwischen sie zu treiben. Und das auch noch, wo sie die beiden einzigen Übriggebliebenen von insgesamt vier Geschwistern bzw. von einer sechsköpfigen Familie sind.


    Ob Schwester Angelika gestürzt ist? Könnte ich mir gut vorstellen, denn sie war ja inzwischen schon älter und sicher auch nicht so sehr daran gewöhnt, sich an dicht bevölkerten Plätzen wie Bahngleisen zu bewegen. Ich glaube allerdings auch nicht, dass sie ein schlechtes Gewissen hat - dazu hat es ihr ihr Umfeld immer zu leicht gemacht, alles rechtfertigen zu können. Oder war es doch Thomas in einer Affekthandlung - irgendwie ist das schon am naheliegendsten, aber andererseits: es muss nicht sein. Es kann tatsächlich auch so gewesen sein, dass er es erst mitbekommen hat, als die Schwester schon gestürzt war.


    Es wäre sicher hilfreich gewesen, wenn Thomas bei dem Prozess seine Beobachtungen hätte einbringen können, aber es war auch sehr verständlich, dass er die Flucht ergriff, so traumatisiert, wie er war. Andererseits: es gab ja genug Punkte, die Hennie entlasteten. Ich hoffe, sie wäre in heutigen Zeiten zumindest aus Mangel an Beweisen frei gesprochen worden, wenn man sie schon nicht hätte komplett von der Schuld befreien können. Aber ich bin mir da gar nicht so sicher, denn auch heutzutage werden viele sinnlose, ungerechte und vollkommen falsche Urteile gesprochen - finde jedenfalls ich.


    Dass Hennie insgesamt fünf Jahre im Knast verbringen musste, ist so unfair und komplett verlorene Lebenszeit. Aber es zeigt mal wieder, wie ungerecht vieles im Leben ist. Ich fand es auch ungeheuerlich, dass die Beobachtungen der Arztes so wenig gewichtet wurden. Dann am Ende im Epilog der lapidare Satz, dass beim Abbruch des Kinderheims eine Mädchenleiche bzw. deren Überreste gefunden wurden. Ob da jemals alle Puzzlesteine zusammengefügt wurden? Ich glaube fast nicht daran.

    Mathias ist wie Henni, so stark und tapfer. Ich hatte den Eindruck, dass die Schwestern ihn im Heim nicht hätten brechen können, wenn nicht der Vater gewesen wäre, der ihm die letzte Hoffnung genommen hätte. Er dachte, der Vater wäre der einzige Erwachsene, der zu ihm stände, wenn es drauf ankam.

    Ja, das war wirklich furchtbar, eigentlich war das wie ein Mord - eine wahrlich kriminelle Handlung und niemand hat etwas gemacht! Wie furchtbar!

    Aber vor allem für Thomas sehr schwer. Er ist der, der am meisten traumatisiert ist aus seiner Kindheit. Ob er wirklich "debil" ist. Was für eine widerwärtige Bezeichnung für so einen empfindsamen Menschen. Als er erkennt, dass die Nonne ihn ein Leben lang über seine Mutter belogen hat, da zerbricht seine Welt, wie sie bis jetzt war.

    Ich finde auch: wie kann der Richter es wagen, Thomas als debil zu bezeichnen und seine Ausbildung in Frage zu stellen. Dafür gibt es doch Beweise, also das Zeugnis und er müsste es betrachten, wenn er nicht einmal Fried glaubt, der es auch bezeugt. Wahrscheinlich war der gekauft oder zumindest mit im Klüngel.

    Wie Thomas vor Gericht behandelt wird, finde ich auch unter aller S.... Dem Richter muss doch klar gewesen sein, wie durcheinander Thomas ist. Wenn er ihn etwas feinfühliger behandelt hätte, wäre die Sache vielleicht anders ausgegangen. Thomas ist sein Leben lang belogen worden und wird jetzt der Lüge bezichtigt! Ich kann gut nachvollziehen, dass er zusammenbricht.

    Ich glaube, der Richter wusste schon im Vorfeld, wie er urteilen wird - das finde ich ganz besonders tragisch!

    Ich bin ganz stolz, dass meine Vermutung bezüglich Jürgen Loose weitestgehend stimmte. Er war wirklich der Sohn des Grenzers und gottseidank ein sehr gerechter und aufrechter Mensch - als für ihn klar wurde, dass Hennie keine Schuld traf, bemühte er sich wirklich um Gerechtigkeit und organisiert sogar Frau Castrup als Zeugin. Ich kann mir vorstellen, dass aus ihm später ein sehr guter Anwalt wird.


    Diese Castrup-Episode war wirklich so etwas wie ein heller Sonnenstrahl in Hennies Geschichte - endlich Menschen mit einem gesunden Urteilsvermögen, die Hennie so nehmen, wie sie ist und ihre zahlreichen Qualitäten zu schätzen lernen und diese auch würdigen und belohnen. Wie schön, dass sie sozusagen zum Familienmitglied wurde!


    Leider hat Hennies Vater nicht nur die Kinder ignoriert, sondern auch viel Unheil angerichtet: durch Lügen wurden Hennie und Fried jahre-, eigentlich sogar jahrzehntelang voneinander fern gehalten. Und als sie sich dann wieder trafen, wurde es wieder heftig, durch diese Klage von Hennie.


    Wo sie ja offenbar gar nicht als Schuldige, sondern als Klägerin auftritt. Die beiden Toten sind jedenfalls nicht Matthias und Johanna, sondern die kommen noch und offenbar ist eine diese fiese Nonne.


    Auch unglaublich fand ich bei Elsa, dass sie erst durch den neuen Geistlichen "richtigen" Glauben kennenlernt. Das waren ja Zustände dort wie in Irland, wo die Katholische Kirche alles machen darf bzw. damals durfte. In Köln ist es jetzt nicht viel besser, aber in der Nachkriegszeit hatten die ein Glück, dadurch das Kardinal Frings am Ruder war - eine echte Kraat, der nur an seine Mitmenschen dachte und Mundraub quasi legitimierte. Das nannte man dann "fringsen". Meine evangelische Mutter ist sogar mit uns in den Dom gegangen, als er dort aufgebart lag und die Kölner einige Tage von ihm Abschied nehmen konnten. Sie wollte uns einen wirklich guten Menschen zeigen - das war auch das einzige Mal, dass sowas geschah, denn so viele gibt es ja nicht davon.

    Ich habe noch was überlegt: wenn wirklich Ludwig Merk - der ja offenbar ein - zumindest für die Zeit - sensibler und feinfühliger Mann war und vor allem selbst sehr stark gelitten hatte unter dem Mobbing (denn anders kann man das kaum nennen) in Velda, der Vater von Jürgen Loose ist, dann hat er möglicherweise eine Art Samen in ihm gepflanzt. Bspw. in die Richtung, dass er den Vorfall, unter dem dann ja auch seine Familie gelitten hat, weiter verfolgt und möglichst klärt. Vielleicht war das ja sogar eine Art Auftrag.


    Und das Jürgen Loose heißt und nicht Merk, das kann ja vielerlei Gründe haben. Vielleicht musste sie sogar eine Namensänderung beantragen wegen des Druckes von außen.


    Das sind jetzt allerdings nur Mutmaßungen von mir, die können auch in die vollkommen falsche Richtung gehen!

    "Da war sie fünfzehn Jahre alt und fest davon überzeugt, dass das Leben es gut mit ihr meinte.! (Seite 115)


    Es sind Sätze wie dieser, die ein beklemmendes Gefühl hinterlassen.


    Hatte Henni je eine wirkliche Chance?

    Dieser Satz hat mich auch nicht mehr losgelassen.

    Ich glaube, das Gertrud Regine totgeschlagen hat, vielleicht nicht mal mit Absicht, aber ich glaube nicht. dass es ihr den Schlaf geraubt hat. Ich kann hier nicht schreiben, was ich von ihr halte. Ich frage mich nur, warum, warum, ist sie Erzieherin geworden??????

    Ich denke mal, dass Menschen, die so drauf waren wie Gertrud, ein paar Jahre vorher in KZs gearbeitet haben und das mit Genuss - was für uns unvorstellbar ist, war für sie ein Vergnügen: ihre Macht gegenüber den Schwachen auszuleben.

    Ich glaube Ludwig Merk, dass er nicht vorhatte, Johanna zu töten. Für ihn muss das ja auch furchtbar gewesen sein. Ich finde es sehr mutig von ihm, Henni zu besuchen. Er hat ihr in gewisser Weise geholfen, indem er ihr genau das gesagt hat, was sie gebraucht hat: „Man kann nicht hinter den Punkt zurück, den man ungeschehen machen möchte. Man kann nur weiter gehen.“ Diesen Schubs hat sie gebraucht, um endlich mit diesem Punkt abschließen zu können.

    Da stimme ich Dir zu! Ich glaube auch, dass er ihr geholfen hat. Aber der Besuch mag auch für ihn selbst sehr wichtig gewesen sein.

    Das sind ja wirklich grauenvolle Ereignisse am Hohen Venn - dass Johanna erschossen wird, ist furchtbar, aber dass es diesem grauenvollen Pfarrer gelingt, tatsächlich die Kinder loszuwerden und zwar auf eine Art, die für ihr weiteres Leben unglaubliche Folgen hat, das ist wirklich schlimm.


    Der Vater ist leider eine richtige Lusche - offenbar hat er als Folge des Krieges alle seine guten Eigenschaften und seine Kraft eingebüßt, er sieht sich gar nicht mehr als zuständig für seine Kinder: so mein Gefühl. Am meisten schockiert hat mich ja, dass er Hennie überhaupt nicht in der Besserungsanstalt besucht hat und noch mehr, dass er sie nicht einmal für ein paar Tage zurücknehmen wollte. Dabei hat er doch von dem von ihr erschmuggelten Geld gut gelebt! Aber das hat er - möglicherweise mithilfe des sauberen Herrn Pfarrers schnell aus seinem Gedächtnis verbannt.


    Ich befürchte, dass diese Praktiken sowohl im Heim als auch in der Besserungsanstalt durchaus von Mechthild genau so recherchiert wurden und damit leider auf der Wahrheit beruhen. Noch Ende der 1960er war mein Mann als Siebenjähriger für neun Wochen in Kur und da wurden die Kinder ähnlich behandelt, auch wenn durchaus Eltern vorhanden waren. Doch denen wurde verboten, die - noch kleinen - Kinder zu besuchen, obwohl sie über Weihnachten da waren und die Päckchen wurden konfisziert und der Inhalt nur teilweise rausgerückt bzw. irgendwie umverteilt. Bücher mussten abgegeben werden, damit alle Kinder sie gebrauchen konnten (also quasi, um den Bestand des Kurheims zu erweitern). Das Essen war ganz schlimm, die Kinder haben es oft erbrochen und von einigen anderen haben wir gehört, dass sie dazu gezwungen wurden, das dann zu essen. Die Nonnen haben den Kindern so glaubhaft erzählt, dass sie im gelobten Land sind, dass mein Mann nach seiner Rückkehr seinen Eltern berichtete, dass sie zeitweilig nach Israel gefahren waren (mein Schwiegervater hat sogar dort angerufen, um das zu klären, weil der Bericht so glaubwürdig war). Am letzten Abend hat mein Mann irgendwas Verbotenes gemacht und dann haben sie gesagt, er darf nicht wie alle anderen nach Hause fahren. Am Morgen stand er dann mit allen anderen zusammen da und eine Nonne sagte "Du bleibst hier" und er weigerte sich standhaft und bekam Hilfe von einer Krankenschwester. Und wenn er gekuscht hätte? Was dann? Es ist einfach unglaublich!


    Ich finde, Hennie hat nichts, aber auch gar nichts falsch gemacht und einfach unter den damaligen Sitten und Bräuchen leiden müssen, die Arme.


    Ich stimme Euch zu, dass Jürgen sicher persönlich involviert ist durch seine Familie. In mir hat sich der Eindruck gefestigt, dass er der Sohn von dem Zollbeamten Ludwig Merk, der selbst schoss und aus Versehen Johanna traf und später dann das Dorf verlassen musste, sein könnte.

    @Tochter Alice: Der Vater findet nach den zwei Jahren - die er nur mit einer fast unmenschlichen Selbstkontrolle überstanden hat - nicht mehr ins Leben zurück. Sein letzter Halt ist der Glaube. Und das könnte natürlich was Gutes sein, wenn er sich nicht so komplett ausliefern würde. Er hat zwei Jahre lang Entscheidung auf Leben und Tod getroffen, jetzt gibt er jegliche Form von Entscheidung ab.

    Genauso hatte ich es auch gesehen - etwas Gutes, das sich leider durch die Art, wie es praktiziert wird, zu etwas sehr Negativen für die gesamte Familie entwickelt!

    Ich finde, das ist eine ziemliche Untertreibung. Aus meiner Sicht sieht es so aus, als ob er in die eigene Tasche wirtschaftet, wie auch immer. Und damit hat er die Kirche bestohlen, auch wenn sich das möglicherweise aus seiner Sicht anders darstellt. Aber da die Summe ganz offensichtlich fest für die Bezahlung eines Küsters vorgesehen war, ist es zumindest Veruntreuung. Und es scheint ja, als ob Hennie mit dieser Meinung nicht alleine dasteht.

    Ich finde, Beten kann helfen. Also ist es legitim, dass er das tut. Aber nicht die ganze Zeit und nicht ausschließlich, denn es gibt ja Menschen um ihn herum, die noch leben und die ihn brauchen!

    der Pastor scheint eh ein Paradebeispiel für einen korrupten, fiesen und nur auf seinen Vorteil bedachten gottesdiener zu sein.

    Klar kann beten helfen, aber doch nicht wenn ganz andere Hilfe dringend gebraucht wird.

    Ja, der Pastor ist ein ganz besonderes Prachtexemplar seiner Zunft :teufel:. Ich könnte mir vorstellen, dass wir von ihm noch einiges erwarten können.


    Mit dem Beten hast Du mich möglicherweise mißverstanden. Es kann für den Einzelnen auch im dem Sinne helfen, dass es eine Kraftquelle ist (wobei das bei dem Vater ganz offenbar nicht so ist). Von daher kann es subjektiv eine zentrale Bedeutung haben. Aber natürlich kann man als Witwer und Vater mehrerer Kinder dem nicht sein Leben widmen, wenn gerade alles um einen zusammenbricht!

    Und der Pastor ist auch keine Hilfe, der will nur Geld sparen.

    Ich finde, das ist eine ziemliche Untertreibung. Aus meiner Sicht sieht es so aus, als ob er in die eigene Tasche wirtschaftet, wie auch immer. Und damit hat er die Kirche bestohlen, auch wenn sich das möglicherweise aus seiner Sicht anders darstellt. Aber da die Summe ganz offensichtlich fest für die Bezahlung eines Küsters vorgesehen war, ist es zumindest Veruntreuung. Und es scheint ja, als ob Hennie mit dieser Meinung nicht alleine dasteht.

    Als Hennis Mutter stirbt und Herbert in die Kirche rennt um zu beten, steht bei mir am Rand: Echt jetzt?

    Ich finde, Beten kann helfen. Also ist es legitim, dass er das tut. Aber nicht die ganze Zeit und nicht ausschließlich, denn es gibt ja Menschen um ihn herum, die noch leben und die ihn brauchen!

    Ich bilde mir ein, etwas von zwei Mordopfern gelesen zu haben. Ich weiß allerdings nicht, ob der Brand bzw die Brandstiftung 2 Todesopfer gefordert hat oder ob da zwei andere Morde gemeint sind.

    Ich bin auch Dr Meinung von zwei Opfern gelesen zu haben, darum war ich etwas verwirrt, als am nächsten Tag nur der Vater von Henni gefunden wurde.

    Es ging mir bei meienr Aussage gar nicht um die Anzahl der Opfer, nur um die Vermutung, wen es da getroffen hat (eben Hennies Bruder)

    Elsa hingegen berichtet bis jetzt aus der Position der Beobachterin, was alles vor und dann rund um den Tod von Hennis Mutter passiert ist. Sie ist die subjektive Beobachterin, die Partei ergreift.

    Und gerade das finde ich so sympathisch. Sie steht voll und ganz hinter Henni!

    Henni - die eigentliche Hauptperson. Kämpferisch und mutig wird sie beschrieben, ein junges Mädchen, das sagt was sie denkt. Immer und ohne Rücksicht auf Verluste. Ihre Vorstellung im Prolog hat mir extrem gut gefallen.

    Ja, mir ging es genauso, eine sehr tapfere Person. Da sie so emotional ist, kann das schnell gefährlich werden!

    Es ist fürchterlich spannend, wenn die einzelnen Kapitel zu Puzzleteilchen werden und wir so nach und nach immer mehr Fakten und Aspekte erfahren.

    Genau, und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil!

Anstehende Termine

  1. Freitag, 15. März 2019, 21:43 - Freitag, 29. März 2019, 22:43

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  2. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

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