Beiträge von Loomis

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    Mein Fazit wird etwas kürzer ausfallen:


    Bei "Die sieben Heere" (Teil 1) war ich das erste mal bei einem Tobias-O.-Meißner-Fantasybuch nicht so hundertprozentig zufrieden, das Buch war gut, aber manche Protagonisten kamen mir zu superheldenhaft vor und die ganze Zeit wartete ich noch auf eine Wendung die nicht kam.


    Dass ich dennoch beim zweiten Teil wieder mitlese war aber natürlich Ehrensache. Und es hat sich gelohnt. Mir gefiel der zweite Teil viel besser als der (dennoch gute) erste Teil und somit bin ich froh, dran geblieben zu sein.
    In Teil zwei hat sich die Story meiner Meinung nach einfach griffiger und glaubwürdiger dargestellt, als im ersten Band. Somit freue ich mich auch auf den dritten und abschließenden Teil.


    Wem also Teil 1 gefallen hat, der kommt um Teil 2 natürlich sowieso nicht drum herum, aber auch wer nach Teil 1 noch etwas skeptisch blieb sollte Teil 2 eine Chance geben. Das Buch ist einfach sehr gut. 8)

    Nochmal eine Frage zum Golkonda-Verlag, auch wenn ich denke, dass das auch noch offen ist:
    Weißt Du vielleicht, ob "Herrin der Schatten" von Karl Edward Wagner noch kommen wird? War ja auf Herbst 2016 angekündigt aber ist bisher nicht erschienen.


    http://golkonda-verlag.de/cms/…tent.php?idcat=157&lang=1


    Liegt wohl auch daran, dass der Verlag verkauft wird, aber ich hoffe, es erscheint dennoch.


    P.S.: Habe jetzt endlich auch Hiobs Spiel 3 gekauft, nachdem ich damals bei der Leserunde verhindert war.

    Damals steckte ich noch in der Arbeit an Band 2. Die Veröffentlichung von Band 2 hat sich jedoch dann aufgrund interner Programmplanungen um ein halbes Jahr verzögert, sodass ich jetzt schon mit Band 3 fertig bin, während wir Band 2 lesen. (Aber, wie oben erwähnt, das Lektorat ist noch im Gange, es ist also alles noch taufrisch...)

    :baden:: Tobias


    Das habe ich deshalb gefragt, weil mich interessiert, ob Du an Band 2 etwas anders gemacht hast, als Du es vor der damaligen Leserunde noch vor hattest.


    Mir hat der zweite Band jedenfalls genauso gut gefallen wie der erste Band


    Mir nicht.


    Ich fand den zweiten viel besser! :D ;)

    Uf, was für ein Finale! Gwaum war ja ein richtiger Haudegen, sozusagen ein Level-End-Boss! Heftig, dass es nun Guyteron und Clarde erwischt hat, allerdings musste das ja fast schon irgendwann so kommen, da die beiden keinen Kampf auslassen wollten und immer vorne mit dabei waren. Vielleicht ist Clarde ja nun bei ihrem Ranien. Aber was wird nun aus dem armen Folster? Hat man eigentlich irgendwann erfahren, ob er wieder bei Bewusstsein ist? Ich glaube nicht, oder? Dann weiß er wohl noch gar nicht, was mit seinem Sohn geschehen ist und nun hat er auch noch seine Frau verloren.


    Als Varlie in den Kampf verwickelt war, dachte ich schon, ihr letztes Stündlein hat geschlagen. Auch wenn es mir um Guyteron und Clarde leid tut, der Verlust Varlies hätte mich schwerer getroffen.


    Nun ist Tautun also wieder aufgetaucht: Aber es hat dem Buch gut getan, dass er eine Weile außer Gefecht war. Dass er übrigens kein Interesse an Okimé zu haben scheint finde ich gut. Das wäre sonst ja zu vorhersehbar gewesen. ;)


    Jetzt bin ich schon gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickelt: Wird Baresin wirklich nach Marmandeh gehen? Wir Okimé alle ins Unglück stürzen? Was wird aus der Dreiecksbeziehung Tautun-Varlie-Sinion?


    Tobias:
    Der dritte Band ist ja nun schon geschrieben. Wie war das damals, war der zweite Band auch schon fertig, als die Leserunde zum ersten stattfand?

    Tobias, mal eine Frage: Hagetmau, einige andere Dörfer des Buches sowie Aquitanien und Navarra gibt es ja in Echt. Kam aus diesen Dörfern/Gebieten eigentlich schon Rückmeldung, weil sie nun in einem Roman vorkommen? Gerade Hagetmau mit heute nichteinmal 5000 Einwohnern wird wohl nicht allzuoft die Hauptrolle in einem Roman spielen.

    Vuilleth ist tot. So überraschend das für mich nun kam, schließlich war er ja noch kaum richtig in der Geschichte angekommen, so logisch klingt das im Nachhinein: Für einen kolossalen Sieg muss der Semane sein Leben geben. Wird das Leben eines Semanen von Abelion gefordert, damit er dem Massaker an anderen Menschen zustimmt? Löscht der Krieg so die Magie aus? Falls die Akitanier gewinnen, dann zu dem Preis, dass es keine Semanen mehr geben wird? Welche Auswirkungen hätte das dann auf das Volk. Genauso verlieren die Nafarroaner einen Gryphen nach dem anderen. Werden die bisher "Fabelwesen" genannten Tiere dann wirklich nur noch in der Geschichte und irgendwann in Geschichten vorkommen?


    Alarcoa will die Fehler seiner Vorgänger nicht wiederholen und setzt deshalb auf eine geballte Streitkraft, die sich nicht aufteilen darf. Ironie (seines) Schicksals, dass das genau diesmal der Fehler ist. Aber wer kann denn auch mit einer derart gestalteten und derart mächtigen Falle rechnen, die der Sumpf bereithält?


    Baresin wird immer erwachsener, nachdem "Verantwortung" bisher zwar schon das Bestimmen beinhaltete und danach das auskosten der Erfolge, wird im nun bewusst, dass es echte Verantwortung erst dann ist, wenn man auch Verluste erlebt hat. Daran hat er doch erstmal zu knabbern, als Anführer Leute aus dem eigenen Land, ja aus dem eigenen Dorf in den Tod geschickt zu haben ist nicht einfach und so nähern sich Baresin und Rauthne, die diese Erkenntnis ja schon früher hatte, wieder einander an.


    Und natürlich: Moorcock's Elric... 8)


    Hat eigentlich mal jemand versucht, Moorcocks "Jerry Cornelius" zu lesen? Das ist vielleicht anstrengend! Wie von einem Zufallsgenerator geschrieben. :-\


    "Jerry Cornelius" noch nicht. Das machte auf mich schon so einen LSD-Trip-Eindruck. ;D
    Aber ansonsten habe ich echt viel von Moorcock durch: Elric, Corum, Hawkmoon, Oswald Bastable, Erekose...
    Kleiner Geheimtipp ist "The White Wolf's Son" von 2005. Das fand ich nochmal richtig gut.


    Bezeichnend wie Baresin es schafft Aufgaben, für die er selber keinen Lösung oder nicht mag hat an andere in diesem Fall Sinion weiter zugeben oder?


    Wobei man zugeben muss, dass es bislang ganz gut so funktioniert. Ein gewisses Talent zur Führung und den richtigen Leuten die Aufgaben zuzuteilen scheint er ja schon zu haben.

    Nun wird also doch der Plan von Vuilleth umgesetzt, auch wenn Baresin weiterhin nicht weiß, ob er ihm trauen kann. Besonders ironisch fand ich, dass Sinion Baresin helfen musste, den Vuilleths Plan den Leuten von Hagetmau und den anderen Dörfern verständlich zu machen, weil sie einfach keine Draht zu Vuilleths seltsamer Ausdrucksweise gefunden haben. Ausgerechnet Sinion, musste doch früher Baresin Sinions Pläne dem Dorf klarmachen, weil er selbst sich nicht so gut ausdrücken konnte.


    Eines der bisherigen Highlights der zwei Bücher war Nendleces Flug auf Citlali. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und es hat mich auch gefreut, dass für Nendlece damit ein Traum in Erfüllung ging.


    Direkt danach kam aber dann ein Schlag in die Magengrube, als Wever die Töchter von Tursan befreit und dabei feststellen muss, dass zwei schon tot und die anderen schwer misshandelt und missbraucht sind. :'(


    Es bleibt aber kaum Zeit zu trauern, denn schon erscheint das Heer der Naffaroaner am Horizont. Wird Vuilleths Plan aufgehen oder nicht? Oder ist es doch keine Falle für die Naffaroaner sondern für die Hagetmauer? :o

    Was mir aufgefallen ist: Während in Akitanien die Rollen recht gleichmäßig auf Männer und Frauen aufgeteilt sind (es gibt Byrgher und Byrgherinnen, Kämpfer und Kämpferinnen usw.) scheint es in der Armee der Naffaroaner nur Männer zu geben. Überhaupt wurde konkret nur eine Frau aus Naffaroa benannt: Die Königin.


    Wobei ich da auch selbst schon wieder relativieren muss: In der Soldarengruppe von Guyteron gab es auch nur Männer (jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, etwas gegenteiliges gelesen zu haben). Und die akitanischen Kämpfer und Kämpferinnen sind ja auch erst aus der Not heraus zu solchen geworden...


    Was meint ihr dazu?

    Nun ging also so einiges schief. Ja, die Hagetmauer und Verbündete gingen wieder als Sieger aus dem Kämpfen hervor, aber das unter ordentlichen Verlusten und vor allem auch noch unter dem Tod von unschuldigen Akitaniern in Demarsan.
    Dass dann nicht einmal wie geplant ein Gryphenreiter festgenommen werden konnte, war da noch der kleinere Fehlschlag.
    Ja, Scobarde wurde gefangen genommen, aber ich glaube nicht, dass der noch eine große Hilfe sein wird.
    Guyteron ist ja ziemlich Rücksichtslos. Brennt einfach die Ratshalle von Loubouer nieder. So macht man sich keine Freunde...


    Von Nando Alarcoa hätte ich mehr erwartet, als dass er nur flieht, aber vielleicht war er noch nicht lange genug in Demarsan, um sich besser vorzubereiten. Da er ja aber entkommen ist, kann er (und wird sicherlich) noch eine Rolle spielen.


    Nendlece nun nach Urgons zu schicken... Na ja, da bin ich skeptisch, dass die Urgonser da keinen Verdacht schöpfen.