Beiträge von mpeinkofer

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    Mir ging es da leider wie Dir. Ich konnte irgendwie die Karten nicht zusammenbringen und keine Verbindung herstellen, auch nicht unter Berücksichtigung der Himmelsrichtungen. Die haben mich eher noch mehr verwirrt. Das finde ich irgendwie schade, denn ich gehöre durchaus zu denen, die mal auf einer Karte nachschlagen und den Weg verfolgen wollen. Aber verfolgen kann man da wohl nichts oder die beiden Hauptfiguren treffen sich in diesem Band gar nicht und es sind zwei Parallelgeschichten, die erst viel später zusammen treffen. Wäre ja auch möglich.


    Kurze Anmerkungen zu den Karten: Die eine zeigt den Nordwesten, die andere den Südosten von Astray, also gewissermaßen die linke obere und die rechte untere Hälfte der Gesamtkarte. Eine solche gibt es zwar, aber aufgrund der doch recht großen Ausdehnungen von Astray hielt ich es für besser, den Maßstab zu vergrößern und so mehr Details zeigen zu können. Das hat jedoch den Nachteil, dass manche Orte wie z.B. das Inselreich von Archos hier noch nicht enthalten sind. Die Idee war, dass sich ganz Archos im Lauf der Saga langsam erschließen soll. Als Orientierung kann aber der Abyss dienen, der auf beiden Karten eingezeichnet ist und der längs durch den Kontinent verläuft.


    Und dann stell das eigene Licht nicht unter einen Scheffel. Martin hat großes geleistet, aber die Welt wartet Jahre auf Band 6 und 7. Er beschäftigt Ghostwriter und so schön es war, sich stetig um die geliebten Charaktere zu sorgen, umso nerviger wurde es mit der Dauer...


    Danke, das ist sehr nett. Ich glaube, in der Fantasy (wie auch in anderen Genres) gibt es alle paar Jahre so ein richtig fettes Ding, dass das Genre dann für eine gewisse Zeit prägt und auch Archetypen schafft. HdR ist natürlich die Mutti aller Fantasy-Epen, aber ich denke schon, dass auch GoT in diese Kategorie gehört. Was die Bände 6 und 7 angeht - da hat sich natürlich ein immenser Erwartungsdruck für den Kollegen aufgebaut, und dem gerecht zu werden, ist auch nicht ganz einfach. Der Fluch des Erfolgs ... ist aber schon ein Luxusproblem :)
    Richtig ist aber auch, dass man die Regeln nicht unbegrenzt brechen kann, irgendwann wird das für den Leser auch langweilig. Und wenn er sich dann erst gar nicht mehr mit Charakteren identifizieren mag, weil sie früher oder später ohnehin aus der Handlung gekillt werden, ist das auch nicht wünschenswert.


    Da erging es mir ähnlich. Aber eher bei den Unsichtbaren.... bei der Münze fehlte nur ein "Valar Morgulis"


    :) Eigentlich war die Münze eher ein Verweis auf "Moby Dick" ... Dass der Eunuch Glatze hat (nicht nur hier, sondern auch in anderen Romanen/Filmen) liegt an den physischen Folgen, die eine Kastration haben kann. Assoziationen zu GoT waren an diesen Stellen eigentlich nicht beabsichtigt, würde ich mir aus Respekt vor George R.R. Martin auch nicht anmaßen.

    Welche Stelle genau? Tatsächlich sind einige Zitate und Anspielungen im Roman, u.a. auch auf Charles Dickens (wer findet sie?) und das Nibelungenlied.
    Den "Kleinen Muck" betreffend - hatte als Kind ein Bilderbuch, dessen Illus sich irgendwie festgesetzt haben. Habt Ihr auch sowas? Bilder, die Ihr als Kinder gelesen/angesehen habt und die Euch noch immer "verfolgen"?

    Am besten der Reihe nach:
    Mein absolutes Buchhighlight 2016 war sowohl ein must read als auch ein must look at ... Ein Bildband/Sachbuch über die Entstehung der Walt Disney Studios (schöner Untertitel: A Lot to Remember), der auch tiefen Einblick darüber gibt, wie der Meister der Maus das Studio auf- und ausgebaut hat. Daraus ist auch zu ersehen, was für ein Visionär dieser Mann - bei aller Kritik - gewesen ist. Unglaublich kreativ und seiner Zeit oft weit voraus, das verdient Bewunderung.
    Kontrastprogramm lese ich in Schreibphasen nicht - eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall, ich hülle mich gewissermaßen in ein Genre ein. Hätte da auch Sorge, dass zuviel vom Sprachduktus eines SF-Romans in meine Fantasy einfließt (oder zuviel Kinderbuch ins Erwachsenenbuch und umgekehrt). Gelegentlich folge ich auch Assoziationsketten und lese dann Bücher (oder gucke Filme), die in Stil und Inhalt zum aktuellen Thema passen, auch wenn sie nicht direkt zum Genre gehören. Während der Arbeit an den "Orks" habe ich z.B. Filme von Laurel & Hardy gesehen. Manche behaupten auch, ein paar zuviel ;)
    Musik beim Schreiben ist absolutes Muss! Allerdings weniger Metal, sondern meist (orchestrale) Soundtracks. Oft stelle ich mir bereits im Vorfeld einen eigenen Score für das neue Projekt zusammen oder erstelle Playlists für bestimmte Szenen/Kapitel, von denen ich weiß, dass sie vorkommen (ich plotte vorher). Die Komponisten, deren Werke die Entstehung von "Tote Helden" begleitet haben, waren Basil Poledouris, Michael Giacchino, Jerry Goldsmith, Howard Shore sowie der große John Williams (allerdings nicht Star Wars, da einfach zu stark mit einer weit, weit entfernten Galaxis verbunden).

    Ich lasse Euch mal weiter im Dunkeln tappen - alles andere wäre ja auch gemein. Aber es ist für mich wirklich interessant zu sehen, wie die gestreuten Hinweise wirken und was Ihr daraus macht. Was die - durchaus auch kürzeren - Kapitel betrifft, so denke ich gerne in Szenen, ein wenig wie beim Film. Und ich pflege meine Rollen auch zu besetzen - Lorry wurde in meinem "Dreamcast" von Warwick Davis gespielt. Die Star Wars-Leute haben ihn mir netterweise ausgeliehen ;)

    Oh, das ist nicht schön :'( Wenn Fehler im fertigen Buch stehen bleiben, ärgert mich das immer sehr. Es ist zwar die Regel als Autor, dass man das gedruckte Exemplar auspackt, aufschlägt und sofort einen Fehler findet, aber danach sollten eigentlich nicht mehr viele kommen ... Von den beiden Korrekturgängen abgesehen, die ich durchführe (zugegeben, eingeschränkt durch eine gewisse "Betriebsblindheit", die man bei eigenen Texten hat) kommt dann ja das Lektorat und die Korrektur durch den Verlag, und es ist tatsächlich so, dass Piper seine Aufgabe hier sehr ernst nimmt und gewissenhaft arbeitet.
    Von daher wäre ich für eine Liste dankbar - das bitte aber nicht als "Arbeitsauftrag" verstehen. Möchte nicht, dass das Lesevergnügen, das Ihr hoffentlich haben werdet, darunter leidet.

    Ganz herzlichen Dank für all Eure Beiträge - es freut mich wirklich sehr, dass Euch der Roman so gut gefallen und Euch auch ein paarmal überrascht hat. Dafür brütet man ja im stillen Kämmerlein :) Vielleicht wollt Ihr den Roman ja weiterempfehlen - würde mich jedenfalls freuen, wenn wir uns hier mal wieder zu einer gemütlichen Leserunde treffen! Ihr/Euer Michael Peinkofer :winken:

    Herzlichen Dank für Deine Beiträge! Es freut mich, dass Dir der Roman so gut gefallen hat - wenn ein Buch den Leser noch über das letzte Kapitel hinaus beschäftigt (im positiven Sinn), ist das für einen Autor eigentlich das größte Lob!

    Sir Walthers Bibliothek in Abbotsford ist tatsächlich ein Schmuckstück - und sie kann besichtigt werden! Abbotsford wurde weitgehend im Originalzustand belassen, und man kann dort nicht nur die Bibliothek, sondern z.B. auch Sir Walthers altes Arbeitszimmer besichtigen. Dort war es übrigens, wo ich zum ersten mal die Idee hatte, einen Roman mit Walter Scott als Helden zu schreiben. Also gewissermaßen die Geburtsstunde der "Bruderschaft der Runen".