Beiträge von Mine_Bue

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    Ich kam etwas schwer in das Buch rein und erst bei Kapitel 10 oder 11 hatte es mich dann gepackt und ich habe mich an den Schreibstil gewöhnt. Er ist etwas ganz anderes als ich normalerweise lese, wie ich finde. Sehr hübsch und blumig, ich finde auch sehr weiblich. Ich finde es aber leider - ist ja mein erstes Buch von Ju - noch etwas seltsam, dass man wirklich für alltägliche Wörter wie Fürstentum, Graf, Kartoffeln etc. neue Wörter erfinden muss.
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    Sehr sympathisch sind mir die beiden Schmiede, in diese konnte ich mich gleich hineinversetzen und hoffe nun natürlich, dass wir mit ihnen weiter reisen dürfen. Hoffentlich helfen sie Maleni, sie scheinen ja zu wissen bzw. zu ahnen wer sie ist und wohin sie will. Ob sie auf sie warten? Oder beobachten sie erstmal nur? Hm, großes Rätsel! und auch das mit der Magie im Alten Reich finde ich toll, das erfreut mein Zaubererherz :P
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    Ich muss gestehen, ich hatte zu Beginn auch ein bisschen meine Probleme mit dem Schreibstil, wobei ich gar nicht genau festmachen kann, woran es eigentlich liegt. Ich würde den Stil jetzt zwar nicht als blumig bezeichnent, aber ich hatte manchmal das Gefühl, dass mein Lesefluss unterbrochen wird. Das liegt zum Teil an den Einschüben im Satz, aber auch noch an was anderem..Am Ende des Abschnittes hatte ich mich schon etwas daran gewöhnt, da hatte ich dann nicht mehr solche Schwierigkeiten wie noch zu Beginn des Buches..
    Schade finde ich, dass keine Karte vorhanden ist. Bisher habe ich den Eindruck, dass wir vielleicht die ein oder andere Ecke des Landes bereisen werden, da würd ich eine Karte doch als hilfreich und sinnvoll erachten..


    Die beiden Schmiede finde ich auch auch interessant und ich bin gespannt, welchen Einfluss sie auf die Geschichte haben werden, welche Rolle sie spielen werden. Bisher kann ich das noch nicht richtig einschätzen, aber einen gewissen Raum werden sie bestimmt einnehmen und sie scheinen auch keine normalen Schmiedearbeiter zu sein. Sie kommen viel rum und wissen einiges, auch über vergangene Zeiten und abgelegene Orte..Die beiden finde ich echt interessant und steigern nochmal zusätzlich die Spannung, weil sie etwas geheimnissvolles in die Geschichte mit einbringen


    Der sinnliche Tanz und das Spiel mit dem Herrscher, auch die Überlegungen, die bei diesem Tanz quasi im Koipf durchgespielt werden, haben mir auch sehr gut gefallen..Auf jeden Fall war es ein interessanter Einstieg und man hat als Leser gleich einen ersten Einblick in die Arbeitswelt von der Prota bekommen..
    Das mit den zwei Seelen in einem Körper hat mir auch gut gefallen - wobei ich mich manchmal frage, ob die beiden so unterschiedlich sein können..? Auch das Erscheinungsbild wird ja in gewissem Rahmen als anderes beschrieben..Auch hoffe ich, dass wir hierzu noch eine Erklärung bekommen, wie es zu den zwei Seelen gekommen ist. Aber ich bin frohen Mutes und denke, dass der Erzählstrang aus der Vergangenheit bestimmt noch eine Erklärung bieten wird.
    Die Rückblenden finde ich bisher auch sehr interessant und ich finde es gut, dass wir einen Einblick in die Geschichte der Prota erhalten..

    Hiernun auch meine Rezi:
    Der historische Roman „Der Sturm der Normannen“ von dem Autor Ulf Schiewe ist der vierte Band der Normannensaga. Die Vorgänger sind „Das Schwert des Normannen“, „Die Rache des Normannen“ und „Der Schwur des Normannen“. Auch wenn dieses Buch der vierte Teil einer Reihe ist, lässt er sich ganz gut ohne Vorkenntnisse lesen, kurze Ruckblenden geben einen guten Einblick in das bereits Geschehene. Jedoch finde ich es auf Grund der persönlichen Entwicklung der Charaktere sinnvoller, wenn man die Bücher der Reihe nach liest.


    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
    Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.


    Der Schreibstil von Ulf Schiewe ist wie gewohnt flüssig, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Schiewe schafft es gekonnt, dass Bilder von bereits vergangenen Zeiten in meinem Kopf entstehen und ich bin dabei mittendrin. Ich habe das Gefühl, dass ich mit der liebgewonnen Normannen- Bande zusammen Abenteuer erlebe und diese meistern muss. Das Buch ist abenteuerreich gestaltet und durchweg spannend geschrieben. Sowohl die Charaktere als auch der Leser hat selten Zeit mal durchzuatmen. Dennoch wirkt es nicht aufgesetzt oder zu actiongeladen. Auf mich wirkte das Buch ausbalanciert, auf verschiedenen Ebenen wird Spannung erzeugt. Natürlich geht es nicht immer harmonisch zu, es werden Intrige gesponnen und Machtkämpfe ausgefochten. Auch Kampfszenen werden eingestreut, sodass auch die ein oder andere blutige Szene erzählt wird. Jedoch wird dies gut in die Geschichte mit eingebunden und trägt zum Fortschreiten der Story bei. Positiv möchte ich auch das hilfreiche und wirklich umfangreiche Personenregister hervorheben. Dies empfand ich als recht hilfreich. Und besonders Quereinsteiger werden dies zu schätzen wissen. Auch sehr interessant und aufschlussreich empfand ich das Nachwort. Hier geht der Autor Ulf Schiewe nochmal darauf ein, was seiner Fiktion entspricht und wo er sich an die Fakten gehalten hat. Allgemein hat Schiewe diese beiden Elemente sehr gekonnt vermischt. Nicht selten habe ich mich im Verlauf des Buches gefragt, ob dies nun der Fantasie des Autors entsprungen ist oder ob es diesbezüglich Quellen gibt, die dieses Geschehen belegen. „Der Sturm der Normannen“ liest sich so, als ob das gesamte Geschehen so passiert sein könnte und dabei wirkt es in keiner Weise trocken. Nein, es ist unterhaltsam und lehrreich zugleich.
    Der Einstieg ist sehr rasant, man erlebt die Belagerung von Cosenza mit und wie Roger und Gilbert zusammen mit einer ausgewählten Gruppe diese erobern wollen. Diese ersten Seiten spiegeln gut den Inhalt und auch die Charaktere des Buches wider. „Der Sturm der Normannen“ wird aus der Sicht von dem Ich- Erzähler Gilbert dargestellt. Dadurch fühlt man sich Gilbert recht verbunden. Allgemein ist er ein sympathischer Charakter, der nicht selten tiefgründige Gedanken hat, er hat einen guten Kern und steht seinen Freunden zu Seiten. Auch ist er seiner Frau und seiner Familie treu ergeben. An seiner Seite ist der Hund Loki, der mir als Leser ebenfalls sehr ans Herz gewachsen ist. Die Charaktere der Normannen wirken auf mich alle sehr realistisch und lebhaft. Sie sind ein vielseitiger und liebenswürdiger Haufen. Jeder hat seine Eigenarten, die diese so real wirken lassen. Aber auch die anderen Charaktere wirkten auf mich alle sehr stimmig und konnten mich überzeugen. Positiv möchte ich auch die starken Frauenfiguren hervorheben. Diese sind aber, im Vergleich zu manch anderen historischen Romanen, nicht zu perfekt oder übertalentiert dargestellt. Auch sie haben ihre Fehler und wirken auf mich so, als ob sie in der damaligen Zeit wirklich so gelebt haben könnten. Dennoch versuchen sie mit ihren Mitteln die Männerwelt zu beeinflussen und somit auch das Geschehen. Dennoch hält es sich im Rahmen, aber trotzdem wird dem Leser die Stärke dieser Frauen bewusst. Das hat mir persönlich ganz gut gefallen.
    Mir ist diese raue Gruppe aus Normannen im Laufe der Bücher ans Herz gewachsen, so vieles hat man bisher zusammen erlebt und auch den einen oder anderen Verlust musste man als Leser verarbeiten. Daher war „Der Sturm der Normannen“ für mich wie ein Besuch bei liebgewonnenen Freunden und ich habe die Seiten mit diesen sehr genossen. Daher war ich sehr erschüttert, als ich gelesen habe, dass dies vorerst der letzte Band der Saga sein soll, was ich leider gar nicht nachvollziehen kann. Die Bücher lassen sich so wundervoll lesen. Und wenn man das Nachwort gelesen hat, dann ist einem klar, dass es auch noch viel zu erzählen gibt. Der spätere Verlauf verspricht Spannung und alles, was ein gutes Buch braucht. Daher hoffe ich, dass diese Reihe irgendwann fortgesetzt wird.


    Ulf Schiewe hat es mit „Der Sturm der Normannen“ erneut geschafft, mich von seinem Können zu überzeugen. Ich mag seinen Erzählstil sehr, ihm gelingt es gekonnt, den Leser in vergangene Zeiten zu entführen und zusammen mit den Charakteren Abenteuer zu bestreiten. Hierfür möchte ich 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Leser von historischen Romanen vergeben.


    Rezi- Links:
    Lovelybooks
    Wasliestdu
    Lesejury
    Amazon
    Thalia
    Literaturschock (noch nicht freigeschaltet)
    Großes Forum


    Vielen lieben Dank, dass ich bei der tollen Leserunde teilnehmen durfte und auch für das Rezensionsexemplar. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Normannen-Saga irgendwann weitergeführt wird. Aber auch ohne Normannen bleibe ich dir treu ergeben ;) Ich finde den Schreibstil einfach sooo toll..

    Ach irgendwie bin ich traurig, dass das Buch schon zu Ende ist - zu gerne hätte ich weitergelesen. Und wenn ich dann noch im Hinterkopf habe, dass dies eventuell der letzte Band der Normannensaga sein könnte :'( Ach dabei hätte die weitere Geschichte noch sooo viel Potential: Was ich im Nachwort und jetzt hier auch bei den Bemerkungen zum letzten Abschnitt gelesen habe, bietet der weitere Verlauf noch soooo viel..Da könnte man noch so viel erzählen:'(


    Mir hat das Ende des Buches ganz gut gefallen, an sich ist das Buch mehr oder minder abgeschlossen, bietet aber noch Raum für mehr, aber erstmal kann der Leser mit dem Ende leben..
    Sichelgaita hat es echt faustdick hinter den Ohren- da hat sie ja fleißig mitgeholfen, dass Gaitelgrima als Giftschlange entlarvt wird. Allgemein hatte ich so ein bisschen den Eindruck, dass sie ihre Tante vielleicht dazu ermutigt hat, für ihre Liebe Robert zu kämpfen..
    Schön finde ich auch, dass Loki überlebt hat. Ich muss gestehen, ich war wie Gilbert total betroffen, als er den plötzlichen Tod seines Hundes vor Augen hatte. (Ja ich gestehe, ich habe die letzten Seiten abgescannt und nach dem Namen Loki gesucht - weil ich es einfach nicht ertragen konnte, es nicht sofort zu wissen :-\ Da konnte ich irgendwie nicht anders..) Ob dies nun realistisch ist oder nicht - darüber kann ich getrost hinwesehen :)
    Mich konnte auch dieses Buch wieder überzeugen und ich bin aufs Neue von deiner Schreibweise in den Bann gezogen wurden, bin in eine längst vergangene Zeit eingetaucht und habe dabei alles um mich herum vergessen können :) Ich würde mich freuen, wenn wir irgendwann mehr von den Normannen lesen können, denn mir ist diese raue Bande ans Herz gewachsen.
    Schade finde ich nur, dass Rollo noch nicht seine Herzdame gefunden hat ;)
    Und gut finde ich auch, dass Roger wieder zur Vernunft gekommen ist und sich mit Robert wieder angefreundet hat. Auch dass er sich jetzt Sicilia als Ziel gesetzt hat - da gibt es bestimmt auch einiges Spannendes zu berichten :)


    Auch mir kam der Tod von Onfroi komisch vor. Ich muss sagen, auch mir kam das Verhalten des Medicuses irgendwie merkwürdig vor. Ob da alles mit rechten Dingen zuging? Der Arzt ist Gaitelgrima ja ziemlich treu ergeben (kam mir zumindest so vor) und ich kann mir schon vorstellen, dass die beiden unter einer Decke stecken. Und dann auch noch diese Bemerkung von dem einem Kerl, der auch in der Burg lebt (sorry, Name entfallen..): Der meinte ja, dass er lieber eine kundige Kräuterfrau an Onfrois Seite gehabt hätte..Und dass Ärzte es nur noch verschlimmbessern würden..


    Und gleich nach dem Tod von Onfroi erfolgt die Belagerung. Das war ja abzusehen, dass nach dem Ableben ein Konkurrenzkampf entstehen würde. Und dass die Gegner ihre Truppen scharren, da war mir sofort klar, was die im Sinn haben. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Gilbert nicht auch auf diesen Gedanken gekommen ist. Sonst kann er doch auch taktisch denken..?
    Ich habe mich auch gefreut, dass Gerlaine wieder schwanger ist und hoffe ja nur, dass alles gut gehen wird :)
    Für Rollo und Maria - da wäre ich auch dafür. Rollo ist ja nicht abgeneigt, Maria ja schon. Ich denke mal, dass Rollo während der Belagerung Maria retten wird und die beiden dann doch noch zusammen finden werden - solang es nicht kitschig wird, bin ich dafür :)


    Und hab ich schon erwähnt, dass Loki toll ist? ;)


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    Es könnte natürlich daran liegen, dass sie sich so ein Blanko-Versprechen von Robert geholt hat. Wofür auch immer. Aber sie pokert hoch. Ich habe irgendwie die Vermutung (wahrscheinlich lese ich zu viele Krimis), dass sie an Onfrois Krankheit schuld sein könnte. Ich denke da an "Arsen mit Spitzenhäubchen". ;D Wenn sie plant, ihren ungeliebten Ehemann zu beseitigen, dann wäre es ja egal, dass sie ihn erzürnt.
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    Auf diesen Gefallen, den sie einfordert, bin ich auch schon sehr gespannt ;D
    Mir kam der selbe Gedanke, dass Gaitelgrima vielleicht nicht ganz unscvhuldig ist und Onfroi loswerden möchte, damit Platz für Robert ist..


    Gaitelgrima hat ja wirklich einiges auf sich genommen, damit Robert frei kommt. Und Onfroi ist nicht dumm, er wird sich denken können, dass seine Frau eventuell die Finger mit im Spiel hat und daraus seine Schlüsse ziehen. Ob dies ein gutes Ende nehmen wird oder hat dies alles nur noch schlimmer gemacht? Und dann der Kuss zwischen Robert und Gaitelgrima- ich muss sagen, ich war etwas von Robert schockiert. Irgendwie hatte ich ihn so nicht eingeschätzt, dass er die Gunst dieser Frau in solch einem Moment ausnutzt und doch ein bisschen mit ihren Gefühlen spielt - denn ich glaube nicht, dass er die Gefühle von Gaitelgrime erwidert.. >:( Das Gespräch mit Gaitelgrimas Nichte - wirklich interessant. Und ich bin gespannt, welche Rolle sie noch spielen wird und auch was die Pläne von Gaitelgrima sein könnten..
    Auch muss ich sagen, dass ich es von Robert nicht so toll fand, dass er Gilbert und seine Kameraden einfach in dieser Stadt zurücklässt. Robert muss doch klar sein, welche Gefahr dies für Gilbert und seine Truppe ist- dass er sie zum Fraß vorwirft... :o


    Das Onfroi tatsächlich krank ist, überrascht mich nicht - nur ist ja die Frage, wie krank er ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich selber nicht bewusst ist, wie krank er ist. Dass Onfroi dies auf die leichte Schulter nehmen wird und dass ihn dies zum Verhängnis werden könnte..


    Gilbert reist mit seinen Männern also nach Salerno..Er versucht, die Lage etwas zu erkunden. Auch will er etwas die Wogen glätten..Aber der Prinz von Salerno ist nicht gut auf die Normannen zu sprechen. Für ihn ist Normanne wohl gleich Normanne..Ob Gilbert sich damit einen Gefallen getan hat? Wie wird Robert die Nachricht aufnehmen, dass Gilbert dort Gespräche geführt hat und das unter falschem Vorwand..?


    Ich bin ja kein Fan von mystischen Dingen in historischen Romanen, aber zu Gerlaine passt es einfach. Deshalb finde ich auch, dass es so gar nicht zu ihr passt, dass sie sich taufen lassen will. Ich fände es schöner, sie würde weiterhin dem alten Glauben anhängen. In der katholischen Kirche wird so etwas wie Visionen gar nicht gerne gesehen. Und es ist auch gar nichts mehr wert.
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    Überhaupt, die Dame ist doch sehr leichtsinnig. Wie sie ihren Schwager anhimmelt, das merken ja doch alle. Das dass Ärger gibt, ist doch klar. Ich hätte ihr da mehr Fingerspitzengefühl zugetraut, dass sie sich besser verstellt.


    Ich bin von solchen übersinnlichen oder auch mystischen Dingen in Histos aauch nicht überzeugt - für mich passt das irgendwie nicht so- aber ich finde, dass es sich hier noch im Rahmen hält und sich auch gut in die Geschichte einfügt und auch nicht die Überhand nimmt..Aber die Frage mit der Religion bzw. dem Wechsel zur christlichen Kirche, dies habe ich mich auch schon gefragt. Ich glaube nicht, dass die Kirche begeistert ist, dass Gerlaine solche Visionen hat..


    In Bezug auf Gaitelgrima: Es scheint ja recht offensichtlich zu sein, einige Charas haben es bemerkt..Eigentlich habe ich sie immer rect clever eingeschätzt und kann mir gar nicht vorstellen, dass sie nicht bemerkt, dass anderen diese Tandelei aufgefallen ist..


    Oh je, ich glaube, dieser Pietro könnte noch Ärger machen! ich finde es zwar gut, dass Gilbert ihn beim Zweikampf nicht getötet hat, aber ich glaube auch, dass Pietro nun nur noch wütender auf ihn wird. Sowieso liegt hier wohl noch sehr viel Ärger in der Luft!


    Dieser Pietro und auch seine ganze Familie machen bestimmt noch eine Menge Ärger - die sind ja wahrlich auf Ärger aus und wollen einen Machtwechsel herbeiführen..Ich denke auch, dass da noch etwas kommen wird..


    Ob Robert wirklich in den Kerker geworfen wird? Oder können sie es noch abwenden? Immerhin sind die beiden Streithähne Brüder, wobei das wohl nichts zu sagen hat. Vielleicht sogar im Gegenteil.


    Der Streit zwischen den beiden Brüdern ist ja wirklich eskaliert - manchmal sagt man im Streit (und dann auch noch unter Alkoholeinfluss) Sachen, die man später bereut..aber einmal gesagt..Ich denke, dass dieser Zwist nicht allzu schnell aus der Welt geschaffen wird und was Onfroi Robert vorgeworfen hat - ich kann mir gut vorstellen, dass er im Kerker landet und das Onfroi ihn ein paar Tage dort schmorren lässt..



    Ist Onfroi wirklich ernsthaft krank, oder sind es nur die Sorgen, die ihn krank erscheinen lassen?
    Dass er wütend darüber ist, dass seine Frau für seinen Bruder schwärmt, kann ich nachvollziehen. Das würde mir an seiner Stelle natürlich auch nicht gefallen.
    Aber hier muss man Robert ja zugute halten, dass er diese Schwärmerei nicht ausnutzt.


    In Bezug auf Onfroi und ob er krank ist, da frage ich mich auch, in wie weit die Gerüchte wahr sind. Meistens ist ja doch immer ein Funken Wahrheit enthalten - dann würde aber immer noch die Frage im Raum stehen, wie ernst es mit seiner Krankheit ist und ob er wirklich das Sumpffieber hat..
    Dass ihm die Schwärmereien zwischen seiner Frau und seinem Bruder nicht gefallen, ist gut nachvollziehbar. Es ist ja schon etwas auffällig, dass Gaitelgrima für Robert schwärmt. Aber gut finde ich, dass Robert seiner Frau treu bleibt und auch die Schwärmerei nicht ausnutzt...

    Erstmal ein liebes Hallo in die Runde :winken: Und ich wünsche euch allen noch ein gesundes neues Jahr :)


    Leider steige ich etwas verspätet ein - wir hatten zu Weihnachten Besuch und da bin ich überhaupt nicht zum posten gekommen, das tut mir wirklich leid. Ich versuche, dies so schnell wie möglich aufzuholen.


    Der Einstieg ist mir auf jeden Fall leicht gefallen. Man fühlt sich sofort wieder heimisch und ich mag die Normannen einfach. Mir ist dieser raue Haufen einfach ans Herz gewachsen und man fiebert bei jeder Schlachtenszene einfach mit und hofft, dass alle Normannen es einigermaßen heil überstehen.
    Die Eroberung der Stadt mit der List (Kloake) hat mir echt gut gefallen- auch dass nicht alles ganz reibungslos abgelaufen ist und dass es die ein oder ander Hürde zu meistern gab. Auch dass Loki diesen geheimen Zugang gefunden hat, hat mir gut gefallen. Ich bin sowieso ein Freund Loki :)


    Mit der Entwicklung von Gerlaine habe ich bisher noch keinerlei Probleme. Sie ist Mutter geworden und hat eine wirklich schwere Zeit überstanden - sowas kann einen Menschen schon verändern und auch die Mutterrolle lässt eine Frau wachsen. Auch hoffe ich für die beiden, dass der kleine Ivo vielleicht irgendwann nochmal ein Geschwisterchen bekommen wird. Auch verstehe ich, dass sich Gerlaine Sorgen macht. Klar, auf der anderen Seite wusste sie, worauf sie sich einlässt, trotzdem muss Gilbert ja keine allzu großen Risiken eingehen..


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    Irgendwie erwarte ich immer, die Leute sind damals alle an Tetanus gestorben. Erst durch die Kloake, dann Schnittverletzungen => Das wars :)


    Das Schicksal des Bauerns fand ich auch traurig (was aber als Nebenfigur zu erwarten war. Fehlte eigentlich nur noch, dass er ein rotes Hemd anhatte :). Das ist mit der schlechten medizinischen Versorgung wohl das, was mich am meisten an den alten Zeiten stört, die fehlende zentrale Autorität bzw. Sicherheit, die wir heute (hier) haben. Es ist einfach nicht zu erwarten, dass heute mittag irgendwelche Gewalttäter um die Ecke kommen und dir den Garaus machen.


    Das Schicksal des Bauerns fand ich auch sehr schade. Da hat der arme Kerl alles getan, um seine Familie zu retten, hat sogar diese Stadt verraten und dann stirbt er dabei und keinen kümmert er wirklich - zumindest nicht in diesem Moment :(


    Das mit der medizinischen Versorgung zur damaligen Zeit..Da bin ich echt froh, dass das heute besser ist - wenn man dann ständig an irgendwelchen Schlachten beteiligt ist, kann es leicht passieren, dass man sich verletzt und dann hilft oftmals auch nichts mehr - da kann man schonmal leicht an Wundbrand sterben..Aber in wie weit die Normannen mit ihrem medizinischen Fortschritt waren, weiß ich jetzt um ehrlich zu sein auch nicht wirklich

    Der neue historische Roman von dem Autor Mac P. Lorne mit dem Titel „Der Pirat“ erzählt das turbulente Leben des Freibeuters Francis Drake. Dieses Werk ist ein eigenständiger Roman und lässt sich gut ohne Vorkenntnisse aus der Epoche lesen.


    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
    Er war ein Abenteurer, Weltumsegler, Raubritter der Meere und Spaniens größter Alptraum: Francis Drake, Pirat Ihrer Majestät Königin Elisabeth I., 1581 zum Ritter geschlagen. Mac P. Lorne lässt neben dem Mythos auch den Menschen Drake lebendig werden, den engagierten Bürgermeister und betrogenen Ehemann, der Frauen gegenüber eher schüchtern gewesen sein soll. Und er lässt uns mit hinaus segeln aufs ungezähmte, freie Meer, Spione befreien, Santo Domingo erobern und schließlich die Spanische Armada mit neuartigen Kanonen in ihr nasses Grab versenken. Hei-ho, Piraten, Leinen los und Kurs auf den Horizont!


    Die Gestaltung des historischen Romans möchte ich an erster Stelle positiv hervorheben. Die Gestaltung des Klappentextes sticht aus der breiten Masse an historischen Büchern hervor, hier sind zwei Szenen aus dem Buch dargestellt. Auch sind ein Personenregister, eine Zeittafel und ein Glossar beigefügt wurden, welche allesamt sehr hilfreich sind.
    Der Schreibstil von dem Autor Mac P. Lorne ist sehr angenehm und bildhaft, sodass sich „Der Pirat“ flüssig lesen lässt. Auch hilft der direkte Einstieg dabei, dass man sofort mitten im Geschehen ist und einen ersten Eindruck von dem Protagonisten Francis Drake erhält. Man hat das Gefühl, dass man in die damalige Zeit zurückversetzt wurde. Auch ist das Buch permanent spannend, enthält einige unvorhersehbare Wendungen und nicht selten muss man mit den Charakteren mitfiebern und bestreitet zusammen mit ihnen ereignisvolle Abenteuer. Auf jeder Seite kann man sich von der vielseitigen Recherchearbeit des Autors überzeugen. Lorne hat im Vorfeld zu seinem Roman umfangreich über die damalige Zeit und dessen Neuerungen recherchiert und hat dies gekonnt in seinen historischen Roman eingearbeitet. So lernt man als Leser einiges über die damaligen Zeiten, ohne dass dies einem bewusst wird, da diese fließend in die Geschichte eingebettet wurden sind. Lorne hat die Fakten und Fiktion gekonnt miteinander vermischt. Diesbezüglich wird nochmal im Nachwort eingegangen, sodass man einen Eindruck erhält, welche Gegebenheiten der Fantasie des Autors entspringen und welche historisch belegt sind.
    Der Protagonist dieses Romans ist der Freibeuter Francis Drake, welcher im Namen der englischen Königin Elisabeth I segelt und hierbei einiges Raubgut in die Schatzkammern der Krone einbringt. So ist es nicht verwunderlich, dass Drake bei der Königin ein hohes Ansehen hat und sich einige Freiheiten erlauben darf, die sich wohl sonst keiner erlauben dürfte. Von den Spaniern wird Drake gefürchtet – und dies nicht ohne Grund. Nicht selten hat er dessen Schiffe gekapert und die Schätze an sich genommen. In „Der Pirat“ wird Francis Drake als Draufgänger beschrieben, welcher von sich recht überzeugt ist. Doch die Erfolge geben ihm recht und so kann er sich einige Freiheiten erlauben. Nicht selten macht ihn genau dies nicht immer bei seinen Mitmenschen beliebt. Aber Drake ist auch listig und kann durch diese Eigenschaft und seinen Verstand den einen oder anderen Sieg erringen. Er liebt das Abenteuer und geht diesbezüglich auch mal Gefahren ein. Doch nicht selten ist das Glück auf seiner Seite. Hierbei ist er als Kapitän bei seiner Mannschaft allgemein recht beliebt, denn diese behandelt er nicht von oben herab – verhält sich in vielen Situationen eher gleichgestellt und packt auch selber mal mit an. Hierbei lässt er sich nicht verbiegen und zeigt dies auch Personen gegenüber, welche höher gestellt sind als er selbst. Dies erweckt den Eindruck, dass Drake recht bodenständig geblieben ist. Er ist stolz auf seinen Erfolg, welchen er sich selber erarbeitet hat, denn Drake stammt aus recht ärmlichen Verhältnissen. Auf seinem Schiff hat er das letzte Wort und behandelt auch Adlige wie jeden anderen. Sehr zum Leidwesen der Adligen. Sehr gefallen hat mir sei Umgang mit Sklaven. Diese behandelt er wohlwollend und versucht nicht selten, diese aus ihrem leidvollen Sklavenleben zu befreien. Sein engster Freund und sein treuster Diener namens Diego ist ein ehemaliger Sklave, welcher ihm treu zur Seite steht. Aber auch die vielseitigen Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Sei es der Mathematiker und Schiffsbauer Baker, der Jude Gans, Walsingham – welcher überall seine Spione zu haben scheint oder auch die Darstellung der englischen Königin Elisabeth I. Sie wirkten allesamt sehr realistisch, hatten ihre Ecken und Kanten. Gerne hätte ich auch mal mehr über die Nebencharaktere gelesen.
    Positiv möchte ich auch die Beschreibungen hervorheben. Hier möchte ich einerseits die Darstellung der Stadt Venedig betonen. Diese war sehr bildhaft, sodass ich beim Lesen ein recht klares Bild von dieser Stadt vor meinem geistigen Auge hatte. Wie Drake sich in dieser Stadt gefühlt haben muss, kommt dabei deutlich zum Ausdruck. Andererseits möchte ich die bildhaft dargestellten Kampfszenen positiv erwähnen. Diese haben mir wirklich wunderbar gefallen und obwohl ich mich mit der Seefahrt nicht auskenne, konnte ich mir die Seeschlachten sehr gut vorstellen, weil sie so detailliert beschrieben wurden sind. Sie wirkten auch mich allesamt sehr realistisch. Auch bekommt man einen Einblick in die damalige politische Situation. Die Vormachtstellung von Spanien in der Neuen Welt wird thematisiert. Auch welche Folgen diese Vormachtstellung für andere Länder hatte und wie um diese gekämpft wurde. Ebenfalls wird der Kampf zwischen Katholizismus und Protestantismus in die Geschichte mit eingeflochten. Dies hat mir auch gut gefallen.
    Leider wurden nicht alle nautischen Begriffe im Glossar erklärt. Wenn man als Leser jedoch etwas Mut zur Lücke hat und sich davon nicht abschrecken lässt, hat man dennoch ein großen Lesespaß mit diesem historischen Roman. Die nicht erklärten Begriffe aus der Seefahrt mildern den Lesegenuss nicht im Geringsten.


    Mit „Der Pirat“ hat der Autor Mac P. Lorne einen fulminanten historischen Roman geschrieben, in dessen Mittelpunkt der Freibeuter Francis Drake steht. Dieser hat sich sehr flüssig lesen lassen, gefüllt mit interessanten und vielseitigen Charakteren und man merkt jeder Seite die detaillierte Recherchearbeit an. Hierfür möchte ich 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber von historischen Romanen vergeben.


    Rezi- Links:
    Amazon (https://www.amazon.de/gp/custo…l?ie=UTF8&ASIN=3426517485)
    Lovelybooks (http://www.lovelybooks.de/auto…0-w/rezension/1279513492/)
    Wasliestdu (http://wasliestdu.de/rezension/der-pirat)
    Lesejury (https://www.lesejury.de/mac-p-…1&tab=reviews&s=2#reviews)
    Literaturschock - großes Forum (https://literaturschock.de/lit….php?thread/40903.new#new)
    Thalia (noch nicht freigeschaltet)


    Vielen lieben Dank, dass ich dieses wundervolle Buch im Rahmen dieser Leserunde mitlesen durfte - das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen :)


    Spanien und sein König vertrauen darauf, dass Gott ihnen beistehen wird. Außerdem sind sie von der Schlagkraft ihrer großen Flotte überzeugt. Obendrein werden Informationen, die dem entgegensprechen, bewusst zurückgehalten.


    Ja, das war schon hinterhältig, dass man bewusst solche Informationen zurückgehalten hat. Nur damit die Männer in den Krieg ziehen und ihr Leben aufs Spiel setzen - obwohl man es eigentlich besser wusste und man teilweise vielleicht auch mit einer Niederlage gerechnet hat. Aber man wollte einfahc keinen Rückzieher machen oder konnte vielleicht auch nicht mehr.. Das war den einfachen Männern gegenüber schon unfair und für den Sieg zu beten bringt da ja wohl auch nicht viel.. ::)


    Ja Pedro de Valdes scheint auch nicht auf den Kopf gefallen zu sein und scheint auch einiges zu bieten zu haben.. Ja und auch ich habe mich gefragt, was diese Nacht-und-Nebel- Aktion sollte und woher Drake schon wieder wusste, wo er die Kriegskasse zu suchen hat - aber war ja klar, dass Walsingham dahinter steckt - wo er immer seine ganzen Informationen her hatte - er muss ja wirklich überall jemanden eingeschleust haben..
    Ja, was wohl gewesen wäre, wäre Pedro nicht auf die Finte von Drake hereingefallen und hätte das Schiff von Drake gekapert - wie wäre dann wohl einiges gelaufen..Pedro wäre vielleicht der große Held gewesen..Und für England wäre alles anders gelaufen..Aber wer weiß das schon? ???


    Die Ansprache der Königin und auch wie sie sich unter das Volk gemischt hat - war schon echt eine tolle Szene - die mir wirklich richtig gut gefallen hat.

    Leider komme ich erst jetzt dazu, etwas zum letzen Abschnitt zu posten - ich hatte am Wochenende leider keine Zeit dafür - ausgelesen hatte ich das Buch schon vor ein paar Tagen. Auch der letzte Abschnitt hat mir persönlich wieder richtig gut gefallen.
    Inhaltlich geht es noch mal hoch her - die kriegerischen Auseinandersetzungen auf See zwischen England und Spanien lassen sich wirklich gut lesen. Spanien scheint sich ja ordentlich zu überschätzen bzw. England zu unterschätzen. Sie sind wohl allgemein nicht sher fortschrittlich, setzen lieber auf altbewährtes - schließlich hat sich diese Art von großen Schiffen schon einmal bewährt gehabt und einen Sieg auf See hervorgebracht. Dafür sind diese aber nicht so wendig und auch ihre Kanonen sind nicht die neusten. Im Gegensatz zu England - diese haben auf Fortschritt gesetzt und sind damit eindeutig im Vorteil. England hat einige schlaue Köpfe in Petto und weiß auch, diese zu nutzen. Ich kann mir bei Spanien auch sehr gut vorstellen, dass damals der Fortschritt nicht so geduldet oder unterstützt wurde. Wenn der König so katholisch war - da wurden Neuerungen und Forschung gerne mal als Teufelswerk angesehen.
    Ich finde es auch gut, dass wir im letzten Abschnitt auch nochmal lesen durften, dass es in Drakes Leben nicht immer nur Bergauf ging. Auch er musste Niederlagen einstecken und sein Abgang hätte er sich mit Sicherheit anders vorgestellt. Dafür scheint er noch ein paar tolle Jahre mit seiner damaligen Frau gehabt zu haben, auch wenn sie das Kind verloren haben - schade.


    Interessant fand ich auch das Nachwort. Sowas lese ich auch immer sehr gerne bei historischen Romanen und bin immer sehr gespannt, was davon wohl eher der Fantasie des Autors entspricht.