Beiträge von Mine_Bue

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    Mit Drakes Einstellung zu den sog. Heiden und Wilden kann er bei mir immer gewaltig punkten: Wie recht hat er doch mit dem Satz: "Man kommt doch nicht in ein fremdes Land und bringt als Erstes seine Nachbarn um! Noch dazu, wenn man auf deren Hilfe und Unterstützung angewiesen ist!" [..]


    Lachen musste ich, als Dom Miguel Drake fragt, ob er einen Zauberspiegel hätte, mit dem er in die Schiffsbäuche sehen kann ;D So ist das, wenn man einen legendären Ruf hat, dann machen die ulkigsten Gerüchte ihre Runde. Wenn sich ein Feind ergibt und keine linken Dinger dreht, dann kann er sich bei Drake darauf verlassen, anständig behandelt zu werden. Und es ist verständlich, dass Dom Miguel ungern Schiff und Mannschaft opfert für einen Partner, mit dem sie nicht ganz freiwillig ein Bündnis eingegangen sind. Und mit Verlust der Ladung der São Filipe sieht es für den spanischen König finanziell besonders mau aus. Und sogar der Papst fängt ihn, die Spanier zu kritisieren.
    [..]


    Die kleinen Anekdoten, wie es z.B. zur Verbreitung des Tobacco oder wie der Sherry zu seinem Namen kam, finde ich immer gelungen.


    Drakes Spruch in Bezug auf die Einheimischen hat mir auch gut gefallen. Sowas sollte man sich vielleicht öfters mal ins Gedächnis rufen..


    Die Story mit dem Zauberspiegel fand ich auch köstlich. Was man nicht alles glauben wollte. Und dass man solchen wissenschaftlichen Fortschritt oder manchmal auch einfach Glück (zur richtigen Zeit am richtigen Ort) dann gleich magischen Begabungen oder Gegenständen zuordnen wollte- weil man es sich einfach nicht erklären konnte..
    Ohja, die Zweifel von Seiten des Papstes..Ich weiß da leider echt nicht mehr, wie es da historisch weiterging - ob der Papst sich da weiter eingemischt hat..Aber dass er schon erste Zweifel an den Spaniern hatte und diese auch kundtut - dass muss ja schon einiges heißen und es muss auch ein Schlag ins Gescith gewesen sein, für den spanischen König..
    Diese kleine Anekdote mit dem Sherry fand ich auch gut - wusste ich auch bisher noch nicht :) Sowas finde ich immer toll

    Spannend geht es auch in diesem Abschnitt weiter..ich habe echt so meine Schwierigkeiten, dieses Buch zur Seite zu legen :) Es lässt sich wirklich sehr flüssig lesen und man kann wunderbar in diese vergangene Zeit eintauchen
    Die Übernahme dieser feindlichen Stadt geht weiter und die Verhandlungen mit den ehemaligen Bewohnern der Stadt stehen an.. Doch velrauft dies alles nicht so friedlich, wie vielleicht erhofft und so muss erstmal von seiten der Belager gezeigt werden, dass man es ernst meint..Diese Verhandlungen fand ich recht unterhaltsam. Sehr schade finde ich es jedoch, dass Pedro dabei sterben musste. Ein wirklich toller Charakter - zu gerne hätte ich mehr gelesen. Und dann stirbt er, obwohl er ja nun mit weißer Flagge die Verhandlungen führen wollte. Da bringt es zwar auch nichts mehr, dass sein Tod nicht ungestraft bleibt und der Verantwortliche ebenfalls mit dem Leben bezahlen muss..
    Und wen gabeln wir auf den Reisen von Drake auch wieder auf? Gans..Dass der sich in Amerika ansiedeln wollte - damit hatte ich nun auch nicht gerechnet. Und Raleigh wusste es ja und sagt kein Wort. Der muss doch ebenfalls wissen, was für einen Wert Gans für England hat. Schließlich wurde er strenggeheim und dringengs aus Venedig rausgeschmuggelt und dann sowas. Und dass Walsingham nichts von seinem Aufenthlatsort wusste, dass muss ja echt was heißen...Da hat sich Gans wirklich richtig gut versteckt. Und wir erfahren auch, warum er dies gemacht hat. Dass er sich in England nicht ganz heimisch gefühlt hat, kann ich in seiner Position schon etwas nachvollziehen. Anscheinend wurde er ja nicht wirklich respektiert. Aber zum Glück kommt er wieder mit zrück nach England und verspricht, dass er sich bei Problemen direkt an Drake oder Walsingham richten wird. Die ersten Siedlungsversuche von England waren auch nicht so rosig. Aber die Siedlier haben sich ja wirklich etwas ungeschickt angestellt..Was denken die denn auch? Dass sie kommen und sie von den einheimischen verehrt werden?
    Interessant fand ich auch, dass Walsingham wusste, dass Stafford auch von den Spaniern bezahlt wird. Und super, dass er auch weiß, wie man dies ausnutzen kann :)
    Auf Lord Howard bin ich ja auch ein bisschen gespannt. Er scheint ja nicht gut auf Stafford zu sprechen zu sein - hoffentlich ist er ganz anders als er..

    Spannend geht es weiter - und auch in diesem Abschnitt tut sich so einiges..
    Achja, dass es noch Ärger mit Siafford geben wird, habe ich ja irgendwie geahnt..Aber dass er Doughty damit reinzieht und dieser zur Tat schreitet, wo er doch bisher eher auf negative Gerüchte und Provokation gesetzt hat, das hat mich ein bisschen gewundert...Aber so kommt es, wie es kommen muss. Doughty fordert Drake zum Duell heraus, wirft ihn seinen Handschuh hin. Und da Drake sich nicht blamieren will, nimmt er notgedrungenderweise dieses an. Doch zum Glück kann er Ort und Zeit bestimmen und sucht sich einen Ort aus, der ihm von Vorteil sein könnte. Und es stellt sich dann auch noch heraus, dass dies wohl alles nicht unbedingt mit Gerechtigkeit zugeht- auch ein Hinterhalt ist geplant, falls Stafford merkt, dass Doughty den kürzeren ziehen wird. Aer zum Glück ist Drake auch mit allen Wassern gewaschen und hat wohl sowas in der Richtung schon vermutet. Er hat Vorkehrungen getroffen, indem er mit seiner treuen Mannschaft diesen Ort aufgesucht hat..Dass das Duell so blutig enden wird, damit hatte ich irgendwie auch nicht gerechnet. Aber sie wurden ja bestimmt nicht ohne Grund immer mehr verboten.
    Wir erfahren auch, dass Gans verschwunden ist. Wieder so etwas, womit ich nicht gerechnet hatte und was mir so ein bisschen Sorgen bereitet. Hoffentlich hat er keinen Ärger mit der Inquistion bekommen. Wobei - dies hätte Walsingham mit Sicherheit erfahren. Und wenn nicht mal er weiß, wo er ist, dann muss das schon was heißen.
    Uiuiui, und dann diesr hinterhältige Plan/ List von seiten der Spanier. Nutzen die Gutmütigkeit aus und tun so, als ob sie unter einer Hungersnot leiden, nur damit sie England schwächen können. Sie haben dessen Nahrungsmittel, Männer und dessen Schiffe einfach mal ansich genommen..Aber dass Lizzy da auch so ein bisschen blind hereinläuft.. ::) Walsingham wusste es ja eigentlich besser, hatte auch gegenteilige Informationen - und sie vertraut auf den falschen Mann, versucht es mit Diplomatie - was leider gründlich misslingt.. Daher folgt auch schon bald der Rückschlag. Drake und seine Mannschaft setzen die Segel und die ersten Plünderungen bzw. auch kämpferischen Akte zwischen England und Spanien folgen.
    Und es freut mich auch, von dem Glück zwischen Drake und Elizabeth zu lesen. Sie hat die offizielle Erlaubnis, sich an Drake ranzumachen und dieser lässt es sich auch nur zu gerne gefallen. Die beiden scheinen glücklich miteinander zu sein und Elizabeth kommt gut mit dieser Rolle klar, weiß auch, worauf sie sich einlässt. Ich hoffe mal, dass die beiden mehr und längeres Glück als MAry und Drake haben wird..


    Interessant fand ich auch den spanischen Gesandten, der mit ansehen mußte, wie dieser Staatsfeind Nummer 1 für die Spanier geadelt wird. Er verweigerten etwas zu essen oder zu trinken, weil das wahrscheinlich von dem gestohlenen spanischen Gold bezahlt wurde. Dass die Spanien das Gold zuvor den Indios in Südamerika gestohlen haben, das scheint ja keine Rolle zu spielen. Diese Szene spiegelt für mich so schön das Denken der damaligen Zeit wieder. Die ursprüngliche Bevölkerung hat kein Recht auf Eigentum, das steht nur den Kolonialherren zu.


    das hast du gut zusammengefasst- dem kann ich wirklich nur zustimmen..Die Spanier sehen dieses Gold und die anderen Luxusgüter als ihr Eigentum an, obwohl sie es doch eigentlich auch nur anderen wegnehmen..


    [..] Und daheim in England wird er mit offenen Armen von der Königin empfangen. Ich habe keine Minute daran geglaubt, das Lizzy Drakes Auslieferung nach Spanien in Erwägung zieht. Vielmehr verpasst sie dem spanischen Botschafter wieder mal eine diplomatische Ohrfeige - obwohl sie sich eigentlich immer noch mit ihnen gutstellen muss. Nun ist Drake eigentlich am Ziel seiner und Bakers Träume, dafür muss er allerdings in nächster Zeit an Land bleiben und vor allem die Golden Hind aufgeben. Vielleicht wird es jetzt aber was mit der Revenge?


    Der Empfang auf der Golden Hind war anfangs recht turbulent ;D Dass sich Drake mit dem Abschied von seinem Schiff schwer tut, ist sehr verständlich.


    ohja, auch eine wunderbare Szene..der Empfang auf der Golden Hind war so ein bisschen zum Schmunzeln :) Aber ich bezweifle, dass Drake auf langer Sicht mit seiner Position zufrieden sein wird und dann dieser Abschied von seinem Schiff - war schon etwas traurig.

    Auch dies war wieder ein spannender Abschnitt, der nur so dahinfliegt :lesen: Ich frag mich beim lesen immer wieder, was davon wohl wahr sein könnte und was nur den Ideen des Autors entsprungen ist.. Kommt dazu vielleicht nochmal eine kleine Erklärung im Nachwort? Das finde ich persönlich bei historischen Romanen recht interessant..mit dem Leben von Drake kenne ich mich jetzt auch nicht soo aus, daher weiß ich wirklich nicht, was davon historisch belegt ist..Im Anschluss der LR werde ich mir mit Sicherheit zumindest mal den Wiki- Artikel zu Drake durchlesen..


    Die Flucht bzw. die Befreiung von Gans klappt ja doch recht gut. Irgendwie habe ich immer auf den Paukenschlag gewartet - das irgendetwas gründlich daneben geht. Der Spion hält zwar mit seinen Schnüffeleien diese Aktion am Ende etwas auf, aber dennoch klappt die Aktion im Großen und Ganzen und Gans kann befreit werden. So hätte ich mir einen jüdischen Metallurgen irgendwie nicht vorgestellt- auf den Mund ist er ja nicht gefallen. Und ich denke, dass Drake auch andere Vorstellungen von seiner Person hatte. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden gut miteinander auskommen werden.
    Auch die Verfolgungsjagd von Seiten der Venezianer, als dann der Verlust von Gans bemerkt wurde, ist spannend gestaltet und turbulent. War ja wirklich recht knapp. Und einerseits könnte Drake froh sein, dass sein Neffe nicht auf seinen Befehl gehört hat, aber andererseits sind seine Befürchtungen nicht ganz unbegründet und er rügt seinen Neffen. Ein bisschen kann ich Drakes Beweggründe schon verstehen, die Seefahrt ist auch ein raues Geschäft, aber..Können wir als Landratten und dann noch in der damaligen Zeit wohl nicht so ganz nachvollziehen ;) Und als Drake dann noch diese spanischen Worte den Venezianern an den Kopf wirft - da merkt man mal wieder, was für ein Schlitzohr er doch ist..Ob sie sich damit wirklich überlisten ließen? Dieser Foscarini ? (sorry, Namen sind nicht meins..) hat gleich gewusst, wer hinter all dem steckt..
    Dem Stafford traue ich irgendwie immer noch nicht über den Weg - ich könnte mir gut vorstellen, dass von seiner Seite noch was kommt..er scheint ja gewisse einflussreiche Leute zu kennen - hoffentlich will er Drake nicht gleich am Galgen baumeln sehen :boah:
    Und dann natürlich auch noch diese stürmische Fahrt durch Gibraltar..das hätten sich nun wirklich nicht viele Seeleute zugetraut- viel gewagt und zum Glück gewonnen- dies hätte auch daneben gehen können. Hoffentlich wird Drake nicht übermütig..das ist immer so eine Sache, wenn man immer schlauer ist als die Gegner und daher seinen Willen durchsetzen kann - irgendwann denkt er vielleicht gar nicht mehr, dass er auch mal verlieren kann..


    Schade finde ich es, dass Drake seiner Frau nicht verzeihen kann. Als sie einen Annäherungsversuch wagt, sieht er sogar dessen Liebhaber. Und stößt sie daraufhin konsequent vonsich. Auch das Ansehen, dass durch das Amt des Bürgermeisters hinzugekommen ist, macht sie auf lange Sicht nicht glücklich. Und so kommt es, dass sie sich das Leben nimmt - und dann auch noch auf See. Hat was symbolisches. Drakes größte Liebe - die See - nimmt ihm das Leben der Frau, die ihn zu sehr geliebt hat. Zum Glück kommt nicht gleich heraus, dass es Selbstmord war. Nur Drake weiß es besser..

    Du darfst deine Vermutung gerne hier äußern ;D Ich kann mich nicht entscheiden, ob er nun Wissen über Navigation hat oder über das Material der Feldschlangen.


    naja, meine Vermutung stützt sich auf die Beschreibung aus dem Personenverzeichnis..
    und irgendwer hat es glaub ich hier auch schon mal erwähnt, dass ein Metallurge ins Land geschmuggelt werden soll..
    Daher ist es doch naheliegend, dass er mit mit diversen metallchemischen Prozessen und somit auch mit Legierungen auskennt..ich würde daher mal wetten, dass er ein besonderes Veredlungs- oder Gussverfahren entwickelt hat, um Kanonen für den Schiffbau herzustellen


    Man kann also jemanden anonym denunzieren und es wird sehr ernst genommen. Das öffnet der Ungerechtigkeit ja Tür und Tor.


    Das stelle ich mir auch ganz furchtbar vor. Da muss ja nur mal einem nicht passen, welche Bestrebungen man in der Politik hat und schon kann man ihn anschwärzen..Und prompt folgt eine Untersuchung..Ob diese heimlich durchgeführt wurden sind? Das kann schonmal ganz schön dem Ruf schaden oder einem vielleicht auch ganz leicht das Leben kosten..


    [..]
    Daher habe ich auch gar keinen Gedanken daran verschwendet, dass Stafford derjenige war, der die Abkürzung vorgeschlagen hat, zumal er selbst so schwer verletzt wurde. Aber nach seiner weinseligen Aussage bin ich nun auch äußerst misstrauisch. Kurz habe ich überlegt, ob vielleicht mehr als persönliche Rache dahintersteckt und er von Burghley womöglich den Auftrag erhalten hat, Drake zu beseitigen, aber das glaube ich weniger, denn er wird die Mission, dass Drake Joachim Gans nach England bringt, nicht in Gefahr bringen, das wäre ja Hochverrat. Wenn Drake allerdings beweisen kann, dass Stafford hinter dem Anschlag steckt, dann könnte es für ihn in England eng werden, da er damit ja wirklich die ganze Mission in Gefahr brachte. [..]
    Mit seinem Plan, wie er Gans aus dem Gefängnis befreien will, und den Drake mal so eben aus dem Ärmel schüttelt, wird klar, was für ein Teufelskerl er ist: er ist ein brillanter Stratege und fürchtet dazu weder Tod noch Teufel. Daher bin ich auch überzeugt, dass er es schafft, Gans aus dem Piombi zu holen und dass er auch die Straße von Gibraltar schafft. Diese besonderen Strömungen dort waren mir bekannt von den U-Boot-Einsätzen im Zweiten Weltkrieg. Foscarini war mir sympathisch und ich würde es schade finden, wenn er nachher ein Feind von Drake wäre. Ebenso ist Standen klasse, Walsingham hat ein gutes Händchen für seine Spione.


    Also dieser Stafford wird mir immer unsympathischer - dem traue ich wirklich nicht..Und anscheinend hat auch Drake so einen leichten Verdacht, schließlich hat Stafford diese Abkürzung vorgeschlagen und somit sind sie dort wohl zuvor noch nie dort langgelaufen und urplötzlich werden sie dort in der Gasse überfallen..Ich bezweifle, dass dies ein Zufall ist.. :lupe: Was Stafford damit bezwecken wollte? Weil irgendwie zweifle ich nicht daran, dass er damit etwas zu tun hat. Und dass er dann auch noch verletzt wird, spricht irgendwie auch dafür.. Oder liege ich hier vollkommen daneben ???


    Ja, wie Drake den Plan aushegt, wie man Gans befreien könnte und selbst der Spion ist noch nicht auf diese Idee gekommen. Ehrlich gesagt war ich etwas verwundert, dass der Spion da etwas lange gebraucht hat um Drakes Plan zu durchschauen. Schließlich muss man ja als guter Spion doch gerissen und listig sein. Aber schließlich soll ja auch die Gerissenheit von Drake dargestellt werden, so sei es dem Spion verziehen :D
    Foscarini fand ich auch sympathisch. Irgendwie mochte ich seine Art. Ob wir ihn wohl wiedersehen werden?

    Ach - es ist echt nicht einfach, dieses Buch so schnell wieder aus der Hand zu legen, die Seiten fliegen quasi nur so dahin :lesen:
    Nun sind wir also zusammen mit Drake und seiner Mannschaft in Venedig angekommen. Eine echt tolle Stadt, die ich bisher noch auf meiner Unbedingt-mal-sehen- Liste habe. Schon aus diversen Büchern habe ich von dieser Stadt gelesen und immer wieder finde ich sie anhand der Beschreibungen interessant. Venedig muss eine beeindruckende Stadt sein. Und auch hier konnten mich die Beschreibungen von Venedig wieder überzeugen. Es ist auch echt interessant, wenn man so ein bisschen mitbekommt, was gerade gebaut oder ausgebessert wird oder gerade fertiggestellt wurde..Auch Drake ist von diesem oberflächlichen Prunk zunächst beeindruckt, der in Venedig ordentlich zur Schau gestellt wird. Die Bauart scheint ihm zu gefallen und auch der Kerzenlüster hat es ihm angetan. Auch bekommen wir einen Einblick in die Politik und die Intrige dieser Stadt. Es ist gar nicht so einfach, das Machtgefüge vollständig zu durchschauen bzw. vollständig zu begreifen, wer nun wo und über wen Macht hat. Kein Wunder, dass diese Stadt voller Intrige ist und gerne mal ein unerwünschter Konkurrent im Wasser verschwunden ist. Ständig musste man bestimmt jemanden schmieren, um seine Interessen durchzusetzen und dann haben auch gerne mal die Leute in den entsprechenden Postionen gewechselt - das war bestimmt nicht immer ganz einfach.
    Und dann diese Feierlichkeit, auf der der Reis ebenfalls ist. Da kann ich mir die Verwunderung von Drake schon richtig vorstellen. Und es zeigt doch nur, dass man eigentlich nur die richtigen Freunde haben muss, damit man aus solch verzwickten Situationen befreit wird. Dass man 'nur' einen gewissen Einfluss haben muss, dann kann man sich schon mal den ein oder anderen Fehltritt leisten. Das darauf folgende politische Gespräch hat mir ganz gut gefallen und ganz Unrecht hatte Drake ha eigentlich nicht. Es stimmt schon, dass jeder etwas von dem Kuchen abhaben will und dass man sich dies von Spanien/ Portugal nicht so einfach gefallen lassen wollte. Und dann bekommt natürlich auch noch ein Spanier mit, dass sich Francis Drake in Venedig aufhält. Soviel zur Unauffälligkeit..Natürlich wird auch schnell klar, dass es nicht einfach wird, wieder aus Venedig herauszukommen..Aber ich bin frohen Mutes, dass auch Drake hierfür eine Lösung hat ;D
    Die Beschreibungen zur Serienfertigung der Schiffe hat mir gut gefallen. Ansich ein simpler Gedanke, der dennoch den Protest arg beschleunigt. Dennoch benötigt man gewisse Ressourcen, um dies umzusetzen. Da bin ich echt gespannt, wie diese Entdeckung in England aufgenommen wird.
    Und mein Verdacht (nachdem ich das Personenregister gelesen habe :unschuldig: ) bestätigt sich: die wichtige Person ist Joachim Gans. Da bin ich echt mal gespannt, warum er so wichtig für England ist. Und warum Lizzy ihren Francis Drake in solch eine Gefahr bringt, um diesen Juden zu befreien. Eine kleine Vermutung habe ich auch hier wieder - mal schauen, ob sich diese bewahrheitet ;)

    Die Königin scheint ein recht eigenwilliger (moderner) Charakter zu sein. All die großen Hochzeitspläne, die man mit ihr hat, es interessiert sie nicht. Stattdessen lebt sie lieber allein und hat hin und wieder einen Mann in ihrem Bett, der ihr gefällt. Drake scheint etwas an sich zu haben, dass fasziniert und dass er die Königin auf Abstand hält, macht ihn in Elisabeths Augen bestimmt noch attraktiver. Also ich denke auch, dass das nicht nur Gold ist. Auch die Gefahr, die Abenteuer, die ihn umgeben, fasziniert die Königin.


    Mr. Stafford ist mir ja gar nicht geheuer. Er nimmt die nicht-standesgemäße Behandlung zwar hin, aber in ihm scheint es zu brodeln und dass Drake das nicht bemerkt, klingt gar nicht gut. Ich glaube, er wird Drake noch sehr zu setzen und ich bin gespannt, was dann noch alles passiert. Vor allem weil Drake ja auch schon richtig erkannt hat, dass er nicht immer die Schäfchen des Schatzmeisters "verschwinden" lassen kann. :o


    Wobei man sich ja glaub ich nicht sicher ist, ob die Königin sich den Männern hingegeben hat oder nur gerne damit gespielt hat. Robert Dudley war ja auch immer so ein heißer Kandidat - aber belegt ist glaub ich nichts..In diesem Buch wurde ja auch gemunkelt, dass Drake etwas mit Lizzy gehabt hat, weil er gerne auch mal Nachts in ihrer Kammer war. Aber diese dann nur Abenteuer ausgetauscht haben..


    Dieser Stafford ist mir auch nicht geheuer - viel zu geleckt..Den müssen wir bestimmt noch im Auge behalten. Und dass er der Meinung ist, dass er auf der Goldne Hind nicht standesgemäß behandelt wird, trägt mit Sicherheit auch nicht dazu bei, dass er Drake sympathisch findet..Ob er sich noch rächen will?


    Drakes Fahrt Richtung Venedig wird ja mal wieder ein richtiges Abenteuer. Ich hatte ja schon Sorgen um ihn, als er in der Flaute festsaß und die Berberesken ihm auflauerten. Aber er ist ein gewitzter Kapitän, der es schafft die Angreifer zu besiegen. Was muß das für ein Gefühl sein für die Galeerensklaven plötzlich die Freiheit vor Augen zu haben und die Peiniger an den Rudern beaufsichtigen zu können. Bleibt nur zu hoffen, dass die den Weg nach Hause finden.


    Ich fand auch, dass dies eine tolle Szene war. Und sie zeigt nochmal, dass es Drake faustdick hinter den Ohren hat. Er hat gewisse Kniffs auf Lager und kann seine Gegner gerne mal damit irritieren..Er ist schon ein schlaues Kerlchen, der gerne mal um die Ecke denkt.
    Und dass er die Sklaven nicht einfach so ihrem Schicksal überlassen will. Zwar bringt er damit seine Mannschaft und auch sich selber in Gefahr, indem er diese befreien will, aber dennoch ein toller Zug.

    Ein wirklich toller zweiter Abschnitt - auch dieser hat mich wieder begeistern können..so eine kleine Schwäche für das damalige Leben am königlichen Hofe - wie es vielleicht gewesen sein könnte- habe ich irgendwie..ich habe dann immer so ein bisschen das Gefühl, Mäuschchen spielen zu können und privaten und vielleicht auch bedeutenden Gespärchen lauschen zu können :popcorn: Sowas finde ich auch immer toll, die ganzen Geheimnisse, die dann meistens doch nicht immer so geheim sind, weil der Hofklatsch einfach immer viel zu gut funktioniert und einer immer durch Zufall mitören könnte..
    Im zweiten Abschnitt werden wir so ein bisschen an den Hof zu Zeiten von Königin Elizabeth I entführt..wir lernen schon ein paar diverse wichtige Charaktere kennen. Ein paar Namen waren mir bereits bekannt und sind mir durch "Palast der Meere" auch recht gut bekannt geblieben..Auch Walsingham war mir ein Begriff und ich bin schon echt auf ihn gespannt..Aber auch auf die Darstellung der Königin bin ich neugierig und hoffe, dass wir noch viele tolle Szenen von ihr mitlesen dürfen..



    Elisabeth I. gefällt mir ja irgendwie mit ihrer lockeren und forschen Art, wie sie sich von den Männern in ihrer Umgebung nicht die Wurst vom Brot nehmen lässt. Kein Wunder, dass ihr Verhalten auf jemanden wie den spanischen Diplomaten ungeheuerlich wirken muss. Mendoza bekommt ja bei ihr keinen Fuß in die Türe, so wie sie verhindert, dass er gar nicht auf sein Anliegen zu sprechen kommt. Im letzten Abschnitt waren wir überrascht, dass die gekrönten Häupter über die Piraterie ihre Geldzuflüsse steuern, aber hier erfahren wir, dass die Regierenden offiziell aber mit der Piraterie nicht in Verbindung gebracht werden sollten, da sonst Krieg droht. Wobei, wenn die Spanier ihre geraubten Edelsteine an der Königin entdecken, ist das ja ebenfalls eine Ohrfeige in das Gesicht der Spanier.


    Manchmal kommt mir Elizabeth wie ein kleines Mädchen vor. Wie es das Geschenk von Drake auspackt und sich daran erfreut. Da wirkte sie auf mich richtig naiv und vielleicht auch etwas weltfremd. Das einfache Volk muss leiden und sie lebt im Prunk. Hat vielleicht eine Schwäche für alles. was glänzt. Aber auf der anderen Seite ist sie doch nicht so naiv, wie man vielleicht zuerst vermuten könnte - schließlich muss sie ein Land regieren und sich mit politischen Ränkespielen auseinandersetzen. Ein wichtiges Thema hierbei: mögliche Heiratskandidaten. Eine tolle Szene, wie sie versucht, diese bzw. ihre Vertreter abzuwimmeln :totlach: In gewissen Dingen lässt sich die gute Lizzy halt doch nicht reinreden - und sie ist schließlich mit England verheiratet, da hat sie genung um die Ohren und will diese Macht wohl auch nicht abgeben/ teilen..



    Auf die Darstellung von Venedig bin ich auch schon sehr gespannt, eine wirklich tolle Stadt und mit Sicherheit ein starker Kontrast zum damaligen England..
    Die Darstellung von Drake finde ich auch sehr gelungen, er ist schon ein kleines Schlitzohr und versucht gerne auch mal den unkonventionellen Weg..Er überlistet gerne mal seine Kontrahenten und geht Wege, die andere sich wohl nicht trauen würden, er weiß einfach, dass er bei Lizzy gut dasteht.
    Manche nautischen Begriffe sind mir auch nicht geläufig- dies ist einfach nicht meine Welt und ich kenne mich damit einfach nicht aus..komischerweise sind meistens die Begriffe, die ich nicht kenne, nicht im Glossar, wobei leichtere Begriffe wiederum dort aufgelistet sind..? Aber bisher konnte das meinen Lesefluss eigentlich nicht stören und hat mein Verständnis jetzt auch nicht massiv gestört..diverse Begriffe ergeben sich dann doch aus dem Kontext oder es ist nicht problematisch, da mal drüber zu lesen ;)
    Das mit den Kanonen war mir persönlich so auch nicht wirklich bekannt gewesen. Ich hatte auch eher das klassische Bild vor Augen - eine Kanonenkugel gehört in eine Kanone..das es da schon anderes gab, was benutzt wurde..Bei diversen Filmen wird ja auch gerne mal all der Plunder in die Kanonen gestopft, wenn keine Kugeln mehr parat waren..
    Das mit den Sklaven und dessen Umstände auf See waren mir leider durchaus bewusst. Sowas liest man ja öfters mal in anderen historischen Romanen..Dass sie wie Vieh behandelt wurden sind oder noch schlimmer und das ein großteil der Sklaven nicht lange überlebt hat - dass sie auf einer Art Zwischendeck in ihrem eigenen Dreck leben mussten - ohne Licht und dass sie nicht aufrecht gehen konnten..und dann ganz eng beieinander..sowas mag man sich gar nicht zu genau vorstellen


    Wen Drake in Venedig aufgaben sollte - da habe ich schon eine Vermutung- ich habe mal ins Personenverzeichnis gelunst und dann die entsprechende Person bei Wiki nachgeschlagen, aber leider nicht allzu viel über diese Person gefunden..da lasse ich mich mal überraschen


    Ach und dann noch dieser Stafford - irgendwie ist der mir nicht geheuer..so ein geleckter schmieriger Kerl...

    Ich hoffe, ich erzählte jetzt keinen völligen Stuss, aber wenn ich richtig dran bin, wollte sich Heinrich seinerzeit von seiner Frau scheiden lassen, was die katholische Kirche ablehnte, daher wechselte er zum Protestantismus. Allerdings hat er sich seiner Frauen auch bekanntlicherweise auf andere Art und Weise entledigt.


    ja, da wurden doch dann scheinheilige Ursachen gesucht, damit diese Ehe annulliert werden kann, ich glaube nach Verwandtschaftsverhältnissen wurde gesucht, damit er seine geliebte Anne Boleyn heiraten kann..Das hat doch dann auch ziemlich ausgeartet..Aber wir schweifen ab :unschuldig: ^^

    Ich persönlich benötige nicht so viel Drumherum, meistens nutze ich das oft eh nicht, aber ich hab hier gerade im Wikipedia-Artikel eine Karte von Drakes Weltumsegelung gefunden. Die wird dir sicher gefallen!


    Vielen lieben Dank :) Doch ich schaue mir sowas immer sehr gerne an, besonders wenn in dem Buch ein weiterer Weg zurückgelegt wird - da kann man immer gut nachverfolgen, wo es langgeht..
    Ich habe mir die Karte auch gleich mal angeschaut.. :)

    Ja, stimmt. Das ist mir beim Lesen auch eingefallen. Aber allgemein ist es im Wasser ja nicht ganz ungefährlich, vor allem wenn man nicht mit einem so guten Kapitän wie Drake segelt.


    [..]


    Na ja, ich glaube weniger, dass es wirklich mit der Religion zusammen hängt... Also klar, es geht alles Hand in Hand und das Maria Stuart wegen ihres Glaubens von den Spaniern unterstützt würde und die Drakes Feinde sind und es deswegen für eher brenzlig wäre, wenn Elisabeth nicht mehr regiert, aber an sich denke ich, ist hier nicht entscheidend welcher "Glaube" auf dem Thron sitzt, sondern einfach welche Person und mit wem diese Person verbündet ist.


    Ja, Skorbut war doch damals eine Krankheit die bei den Seeleuten echt gefürchtet war..ich bin mir echt nicht sicher, in welcher Zeit etwa die Ursache für diese Krankheit gefunden wurde..Nicht nur die Seeschlachten konnten gefährlich für die Mannschaft sein - allein die See ist ja auch nicht immer berechenbar..mit Sicherheit kein einfaches Leben und wenn man bedenkt, wie eng die Leute aufeinander wohnen - wie schnell breitet sich da eine Krankheit aus..


    Zur Religion: Ich glaube schon, dass es wichtig war, welche Religion gerade im Lande 'die Herrschaft' hatte..nicht selten wurde man mit dem falschen Glauben ja auch mal auf dem Scheiterhaufen verbrannt..vielleicht sogar auch gefoltert, um den falschen Glauben abzusagen..
    Wenn ich mich nicht irre, dann hatte Henry VIII so seine Schwierigkeiten mit der katholischen Kirche und somit auch mit dessen Stellvertreter auf Erden..
    Ich glaube, das konnte für einen schon böse enden, wenn man den falschen Glauben hatte und nicht wenige Leute, haben ihren Glauben nicht öffentlich ausleben können, wenn sie einem anderen angehört haben

    Erstmal ein liebes Hallo in die Runde :winken:
    Zuerst möchte ich die Gestaltung des Buches loben. Im Buchladen ist mir dieses schon aufgefallen und hat mein Interesse geweckt. Auch das Personenregister und das Glossar gefallen mir. In der Welt der nautischen Begriffe bin ich persönlich nicht ganz so bewandert. Da ist es doch recht hilfreich - wobei mir manche Begriffe nicht bekannt waren, welche ich dann aber leider nicht im Glossar gefunden habe. Die Gestaltung der Klappbroschüre gefällt mir auch sehr gut - sie ist ansprechung und ich bin schon auf die dargestellten Szenen gespannt. Ein bisschen vermisse ich eine Karte. Ich weiß ja nicht, in wie weit uns Drake mit auf die Weltmeere mitnimmt, wieviele Abenteuer wir bestreiten werden - aber eine Karte mit den wesentlichen Reisewegen (welche im Buch thematisiert wären) - darüber hätte ich mich persönlich sehr gefreut. (Ich habe auch schon etwas weiter gelesen und kenne daher auch schon unser nächstes Reiseziel.)
    Loben möchte ich auf jeden Fall auch den Schreibstil. Dieser ist sehr angenehm und das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen. Ich merke gar nicht, wie schnell die Seiten nur so vorbeiziehen und die Zeit dabei vergeht - bisher gelingt es mir auch ausgezeichnet, dabei alles andere zu vergessen. Man wird in eine vergangene Zeit hineingezogen und die Darstellung von Francis Drake gefällt mir bisher auch ziemlich gut. Das letzte Mal hatte ich von ihm in "Der Palast der Meere" von Gable gelesen gehabt - daher sind mir auch diverse Namen - auch vom königlichen Hofe - schon ein bisschen bekannt.
    Inhaltlich auch ein wunderbarer Einstieg. Man wird mitten ins Geschehen geworfen und der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Kein großes Drumherumgerede sondern ein direkter Einstieg- sowas gefällt mir persönlich immer recht gut. Die ersten Charaktere werden eingeführt und wir lernen auch schon so ein bisschen Francis Drake kennen. Er kommt nach einer langen Zeit im Heimathafen wieder an - setzt seinen Fuß auf englischen Boden und kommt mit reicher Beute nach einer Weltumsegelung wieder heim. Drake und seine Mannschaft wurde wohl schon als verschollen angenommen und umso größer ist die Freude um die Heimkehr - zumindest bei den meisten Leuten in England :)
    Die Nebencharaktere wie Baker gefallen mir persönlich auch sehr gut und ich bin schon gespannt, wem wir noch so alles begegnen werden.
    Das Gespräch mit Drakes Frau Mary verläuft nicht ganz so freudig. Seine Vermutungen, dass Mary einen anderen Liebhaber hatte, werden bestätigt und Francis zieht seine Konsequenzen. Das Gespräch hat mir persönlich gut gefallen und mir kam so ein bisschen der Gedanke, dass Drake für seine Zeit recht fortschrittlich war. Wie er mit Mary umgeht. Trotzdem ist sein Stolz und wohl auch seine Ehre verletzt wurden und er weigert sich, jemals wieder mit ihr das Ehebett zu teilen. Ob er dies auch durchzieht? Weil er scheint seine Frau ja doch geliebt zu haben und Hurenhäuser scheint er nicht wirklich zu besuchen..Allgemein finde ich die Gespräche zwischen den einzelnen Charakteren bisher wirklich sehr gut :)
    In dem nächsten Abschnitt scheint es an den königlichen Hof zu gehen- da bin ich mal sehr gespannt drauf - wie dieser hier geschildert wird :lesen: