Beiträge von Mine_Bue

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    Hier nun auch endlich meine Rezi:
    Das neue Werk aus der Feder von Tobias O. Meißner „Sieben Heere“ ist der Auftakt zu einer fantastischen Reihe über die Bewohner des Dorfes Hagetmau.


    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
    Der letzte aller Kriege hat begonnen…
    Es ist die dunkelste Stunde des Reiches Akitanien. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten Kriegern, halten Einzug ins Land undbesetzen Städte und Dörfer. Den Bewohnern bleibt nur eine Wahl zwischen bedingungsloser Unterwerfung oder qualvollem Tod. Doch aus Verzweiflung können ungeahnte Kräfte entstehen. Eine einzelne vom Feind besetzte Siedlung erwacht aus seiner Ohnmacht und entwirft einen Plan, der das Kräfteverhältnis in diesem Krieg für immer verändern könnte.


    Der Schreibstil von Tobias O. Meißner ist recht angenehm und klar formuliert. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und auch die kurzen Kapitel, welche oftmals einen Perspektivewechsel mit sich führten, haben zur zusätzlichen Spannung verholfen. Zu Beginn des Buches musste ich mich erst mal an die Wortneuschöpfungen des Autors gewöhnen – wie z.B. Soldaren anstatt Soldaten – dies ging aber relativ schnell und haben dann auch nicht mehr zum Abbruch des Leseflusses geführt.
    In „Sieben Heere“ wird die feindliche, aber friedliche Übernahme des Dorfes Hagetmau durch Soldaren des Landes Nafarroa beschrieben. Man erhält hierbei einen sehr gut beschriebenen Einblick in die einzelnen Vorgänge – was die Dorfbewohner denken, welche Sorgen sie haben, aber auch die Soldaren werden beleuchtet. Es entsteht ein Konflikt – wie wird das Dorf mit der Belagerung umgehen? Wie reagieren sie auf die feindlichen Soldaren, die ihnen bisher keine Gewalt oder ähnliches angedroht haben. Durch den recht vielseitigen Wechsel der Perspektiven erhält man in beide Parteien einen Einblick, kann dessen Denkweise besser nachvollziehen und erhält Informationen über ihr Handeln. Dies hat zur Folge, dass man mit beiden gegnerischen Parteien bangt, sich um sie fürchtet und man als Leser nicht weiß, auf welcher Seite man eigentlich steht. Das hat mir so ausgezeichnet an diesem Werk gefallen, dass keine typische Schwarz-Weiß- Malerei betrieben wird. Man fühlt mit beiden Seiten mit. Sowohl die Dorfbewohner als auch die Soldaren erhalten ein Gesicht oder eine Vergangenheit. Sie sind keine graue Masse, man leidet mit ihnen und ist gespannt, wie es ihnen auf den nächsten Seiten ergehen wird. Dies hat für mich aber auch zur Folge gehabt, dass ich mich keiner Seite geschweige denn einem einzelnen Charakter richtig zugehörig fühlte. Meine Sympathien waren verstreut, haben sich teilweise auch verschoben – einen richtigen Lieblingscharakter, mit dem ich ganz fest mit gefiebert hatte, hatte ich leider nicht. Ich wusste als Leser nicht, welchen Ausgang ich mir eigentlich für den Ausgang des Buches wünsche, wem ich eher einen Erfolg gegönnt habe. Somit konnte ich keine direkte Beziehung zu den Charakteren aufbauen und das fand ich etwas schade, denn irgendwie hat mir das gefehlt. Die handelnden Personen allgemein sind recht vielseitig und vielschichtig aufgebaut. Besonders hat mir die Entwicklung einiger Charaktere im Verlauf der Belagerung gefallen. So hat sich der ein oder andere Dorfbewohner im Verlauf der Geschichte ganz schön gewandelt. Ist z.B. vom stotternden und scheuen Jungen zu einem selbstsicheren und kühlen Kopf geworden, welcher die Dorfbewohner mit seinen strategischen Überlegungen lenkt.
    Interessant fand ich auch die ausgeführten Diskussionen unter den Dorfbewohnern, wenn beredet werden musste, wie man sich nun zu verhalten hat – wenn schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden mussten. Das Für und Wider wurde abgewogen und auf beiden Seiten wurden Ideen und Überlegungen angebracht. Somit erhält man als Leser einen Einblick, warum die Dorfbewohner so gehandelt haben und nicht anders.
    Schließlich kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen und im späteren Verlauf des Buches wird dieses immer blutiger und brutaler. Diese Szenen werden recht detailliert erzählt, es ist also nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Aber andererseits finde ich es gut, dass der Krieg nun mal auch so brutal und blutig dargestellt wird, wie er nun mal ist, dass beschrieben wird, wie die Halswirbel brechen und dass man damit ein Menschenleben auslöscht und somit auch, welche Konsequenzen das mit sich bringt. Die Gewaltszenen werden nicht verharmlost.
    Oftmals hatte ich bei diesem Werk das Gefühl, dass es stark sozialkritische Tendenzen hat. Oftmals schwingt ein Unterton mit, welcher Gesellschaftskritik ausübt. Und damit hatte ich persönlich so ein bisschen meine Probleme. Das liegt aber daran, dass ich anhand des Klappentextes einfach ein vollkommen anderes Werk erwartet habe. Ich hatte mir ein fantastisches Epos mit Schlachten erhofft. Stattdessen habe ich ein sozialkritisches Werk erhalten, welches eher in einer fantastisch angehauchten Welt spielt. Der Klappentext setzt falsche Hoffnungen in das Werk und hat mir persönlich etwas den Lesespaß genommen. Dieses Buch ist wirklich nicht schlecht, das steht für mich außer Frage – bloß habe ich einen Fantasy- Roman erwartet, welchen ich leider nicht wirklich erhalten habe.


    Mit „Sieben Heere“ hat Tobias O. Meißner ein sozialkritisches Werk in einer fantastisch angehauchten Welt erschaffen, welches seinen Schwerpunkt auf die charakterliche Entwicklung legt. Aber auch, was passieren könnte, wenn ein Dorf einer feindlichen Belagerung durch Soldaren des Nachbarlandes ausgesetzt wird. Eine recht interessante Fallstudie, doch aufgrund der falschen Erwartungen an das Buch kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben.



    Diese werde ich auch auf folgenden Seiten veröffentlichen
    Lovelybooks (http://www.lovelybooks.de/auto…9-w/rezension/1215383420/)
    Amazon (https://www.amazon.de/review/R…710ZEP/ref=cm_cr_rdp_perm)
    Wasliestdu (http://wasliestdu.de/rezension/sieben-heere)
    Literaturschock - noch nicht freigeschaltet


    Vielen Dank für diese wirklich diskussionsreiche Leserunde, welche ich sehr informativ und unterhaltsam empfunden habe. Leider konnte mich das Buch nicht 100%ig überzeugen. :(

    Auch dieser letzte Abschnitt war wieder sehr bewegend und das Kampfgeschehen wird schon gut beschrieben. Ich finde es schon gut, dass solche kriegerischen Auseinandersetzungen - teilweise werden die Soldaren ja regelrecht abgeschlachtet und sich selbst überlassen - nicht beschönigt werden. Sie führen dazu, dass alles total bedrückend ist, man fühlt sich als Leser unwohl, wenn man liest, wie die jeweiligen Soldaren sterben und wie die Dorfbewohner - sei es Frau, Mann, Kind oder Hund - so in ihren Aufgaben aufgehen und sich teilweise immer mehr in den Kampf einfügen. Wie sie beherzter eingreifen - die Scheu sich gelegt hat. Man bekommt das Gefühl, dass alle in ihrer Aufgabe immer mehr aufgehen und es ihnen nicht so viel ausmacht, diese Soldaren zu töten.
    Alleine die ganzen Vorbereitungen, die getroffen wurden sind - wieviel Mühe darin steckt..Die Zweifel, die noch zu Beginn der Diskussion entstanden sind, sind schnell vergessen und jeder fügt sich seiner persönlichen Aufgabe - das ganze Dorf zieht mit. Einerseits ist diesser Zusammenhalt echt etwas gutes, andererseits..Ich finde es toll, wie mit den Gefühlen der Leser gespielt wird - man ist sich nicht sicher, wem die Sympathien jetzt eigentlich gelten söllten..Man sieht beide Seiten und es ist echt nicht einfach..


    Im Allgemeinen hat mir das Buch gut gefallen, auch die Sprache fand ich ansprechend - aber leider konnte mich das Buch nicht 100%ig überzeugen. Das liegt vielleicht einfach daran, dass ich mit falschen Erwartungen an das Werk herangegangen bin. Irgendwie hatte ich mehr einen Fantasy- Roman, gefüllt mit Schlahtszenen, erwartet. Im Mittelpunkt liegt an sicher nicht die fantastische Welt und dessen Einwohner, sondern eher um die Besatzung des Dorfes und wie diese auf die Dorfbewohner wirkt, wie diese sich verhalten und welche Folgen das hat...
    Mir tut es wirklich leid, dass ich nicht himmelhochjauchzend bin :-[

    So langsam sammelt sich das Dorf und versucht, die Ereignisse zu verarbeiten. Die Ratshalle soll neu aufgebaut werden und auch der angekündigte Markt wird organisiert. Alles fängt etwas schleppend an, doch so langsam nimmt alles Fahrt auf und die anderen Bewohner aus den benachbarten Dörfern sind verwundert, warum in Hagetmau keine Soldaren sind. Mitten bei dem Markt kommt ein Kundschafter - beschaut die Brandstelle der Halle, sucht im Stall und stellt Fragen nach dem Gryphen - ein Kind verplappert sich und auch die Frage nach der verbrannten Leiche, welche angeblich dem Feuer zum Opfer fiel, fällt..Baresin bemerkt, dass sein Plan nicht ganz so perfekt ist, wie zuerst angenommen - es gibt viele kleine Schwachstellen..
    und nach dem Markt erfährt Hagetmau durch den Weinverkäufer Escradin, dass Hagetmau von vielen Soldaren (140) belagert werden soll - Nafarroa ist schon ganz schon misstrauisch, wenn sie solch eine Macht gegen ein Dorf einsetzen wollen. Ich fand die Diskussion im Wirtshaus echt interessant - wie das für und wider besprochen wurde, wie man sich nun verhalten soll. Und irgendwer hat es richtig angeführt - ich glaube es war Varlie - diese Soldaren hatten Angehörige, sei es Frau, Kinder oder Freunde, die nach dessen Verbleib fragen - und solche offenene Fragen wollen beantwortet werden. Da kann man nicht einfach den Kopf in den Sand stecken. In dieser Nacht wurde der Stein ins Rollen gebracht und kann nun nicht mehr aufgehalten werden. Überrascht war ich über das Eingreifen von Clarde. Ich hätte nicht vermutet, dass sie sich wieder aufrafft und war doch etwas skeptisch. Wie sie Escradin verteidigt und sich eigentlich für einen Krieg ausspricht. Will sie nur, dass der Tod ihres Sohnes nicht sinnlos war oder steckt da mehr dahinter? Ich habe so ein bisschen meine Zweifel, kann aber nicht genau festmachen, woran das liegt.
    Auch erfahren wir nun etwas über die Vergangenheit bzw. die Kindheit von Tautun. Was ihm das Dorf angetan hat - echt grausam. :tststs: Das der arme Kleine mit seinen verwesenden Eltern in dem Haus ausharren musste und wie ein Tier behandelt wurde..und Rauthne scheint auch ein schlechtes Gewissen zu haben..Wer weiß, was passiert wäre, wenn Mardein nicht eingegriffen hätte..Aber auch ich frage mich, warum er nicht alle Zelte abbricht und nicht sein Glück in der Ferne ergreift - vielleicht als Sodar ;) Aber so ist es natürlich viel bequemer..auch wenn der Hass ihn innerlich zerfrisst..
    Sinion wird auch immer Selbstsicherer - er stottert kaum noch..Er scheint in seiner Aufgabe aufzugehen - aber ob er auch mögliche Konsequenzen überblicken kann? Ob er die Folgen auch richtig versteht - dass es sich hier um Menschenleben - vielleicht einen Krieg zwischen den Reichen handelt ???
    Ob die Idee des Dorfes Hagetmau aufgeht? Ein bisschen Größenwahnsinn steckt aber auch dahinter - ein Dorf gegen den Rest der Welt..naja, nicht ganz ;)

    Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass in diesem Abschnitt nun die restlichen Soldaren alle niedergemacht werden..Hier passiert auch wieder recht viel und ich bin jetzt schon gespannt, wie es wohl weitergehen wird..
    In diesem Abschnitt wird Rauthne befreit und sie scheint recht schockiert von dem Vorhaben der Dorfbewohner zu sein. Auch sagt sie eigentlich, dass sie in dieser Nacht ihr Dorf verloren hat - als ob sie es nicht verstehen kann, warum dieses Dorf so gehandelt hat..Ich kann es schon verstehen und auch ihre Distanziertheit ist für mich nachvollziehbar. Sie scheint eher den großen Rahmen im Sinne zu haben - kann mögliche Konsequenzen vielleicht überlegen, als das hitzige Dorf, dass scheinbar in der Vernichtung der Soldaren aufgeht.
    Von Mardeins Fähigkeiten war ich echt überrascht. Klar, wir haben schon mal gelesen, dass er so eine Hyäne zum explodieren gebracht hat, aber bei mir ist das ziemlich in Vergessenheit geraten :-[ Und das er dann den Capitar einfach so explodieren lässt, ich war da schon etwas schockiert. Klar, dieser hat ihm mit Folter und einem scherzhaften Tod gedroht, aber dennoch war ich schockiert gewesen. Und dann diese Feuerbrunst. Die Soldaren verbrennen eigentlich sogur wie alle und verbrennen dabei zu einem formlosen Klumpen organischem Materials.. Dass Mardein da noch lebendig herauskommt - damit hätte ich nun auch nicht gerechnet gehabt. Das Feuer scheint ihm nichts auszumachen, nur mit dem Rauch hat er so seine Schwierigkeiten ;) Ich habe seine Macht auch total unterschätzt..
    Ich muss sagen, mit Baresin tue ich mich immer noch sehr schwer - wir werden wohl keine Freunde mehr sein. Einerseits scheint er seine Reden gut schwingen zu können und kann auch die Schwingungen, die vom Dorf und der Masse ausgehen, gut interpretieren und diese dementsprechend lenken, aber seine Art und Weise..Sinion benutzt er quasi als Hirn und Tautun für Drecksarbeiten - aber die Lorbeeren sackt er ein..Ob das ein guter Anführer werden könnte? Und wie er über seine Mutter denkt..Klar, er hat jetzt 'Blut' geleckt - erfreut sich an seiner derzeitigen Stellung, dass man ihn um Rat fragt und dass er Befehle gibt, aber ob er die beste Wahl wäre? Ich vage es zu bezweifeln,..
    Sinion gefällt mir dagegen schon besser oder auch Varlie. Mit ihnen kann ich mich eher anfreunden..
    Und Tautun - wie er danach seelenruhig in seiner Hütte schlafen kann..klar, er scheint körperlich total am Ende zu sein, dennoch - mir kam es merkwürdig vor..
    Und natürlich kommt es zur Diskussion wegen dem Gryphen. Da bin ich echt gespannt, wie man dieses Problem lösen wird. Allgemein stellt sich natürlich die Frage, wie es nun weitergehen wird..Ich bin gespannt..


    Mir erging es im Bezug auf die Soldaren ähnlich wie dir. An der Stelle, als die Dorfbewohner einfach auf den hilflosen Soldaren eingetreten, -geschlagen,.. haben - da hatte ich für diese Dorfbewohner keine Sympathie übrig..erst hilft ihm ein Dofbewohner, der von der allgemeinen Lage noch nicht ganz Bescheid wusste und dann gehen sie auf den Soldaren los und lassen all ihre Wut an ihm aus? Und er muss daran leiden, dass das Dorf ihre Aggressionen bewältigt, teilweise auch, weil falsche Geschichten erzählt wurden sind..teilweise sind mir die Dorfbewohner schon fast unsympathisch geworden..einerseits verteidigen sie ihr eigenes Dorf/ ihr Reich, aber andererseits ist ihre Vorgehensweise..ich bin echt zwiegespalten..


    Bei dem Capitar ging es mir ähnlich. Ich war ebenfalls überrascht, dass er doch recht hilflos gewirkt hat. Aber dann hatte ich mir die Vergleiche mit Baresin durchgelesen und konnte es etwas mehr nachvollziehen. Bisher hat er auf mich nicht den Eindruck gemacht gehabt, dass er noch ganz tauffrisch ist und in keinster Weise Erfahrungen haben könnte..Er war wohl doch total überrascht gewesen und ihm hat es gefehlt, erstmal alles zu sortieren und sich zu besprechen und somit sich zu sammeln..


    Ohja, wie es mit dem Gryphen weitergeht - da bin ich auch schon gespannt. Bis jetzt glaube ich leider nicht, dass er wirklich überleben wird. Die Dorfbewohner riskieren doch nicht alles und lassen sich am Ende den Plan wegen eines Gryphen vermasseln. Die Mehrheit wird vielleicht dafür sein, dass man auch ihn beseitigt..Aber wer weiß, vielleicht kommt es ja ganz anders, als ich vermute ;)

    In diesem Abschnitt steigt die Brutalität stark an. Ich persönlich finde es aber gut, dass man als Leser auf eine bestimmte Art einen Einblick bekommt, dass die Soldaren auch ein bisheriges Leben hatten. Auch wird das Morden recht plastisch beschrieben. In gewisser Weise finde ich das in Ordnung, denn jemanden zu ermorden sollte niemals einfach sein oder sogar verschönigt dargestellt werden - es sollte schwer sein, so eine Entscheidung zu treffen und als Leser muss einem da das Herz bluten.
    Für die Soldaren wird Mitgefühl geweckt. Eigentlich erledigen sie ja nur ihren Auftrag und benehmen sich bisher zumindest recht dizipliniert. Sie gehen recht gut mit den Bewohnern Hagetmaus um, wollen Varlie sogar helfen oder nutzen ihre angebliche Betrunkenheit nicht aus - nein, sie überlegen, sie nach Hause zu begleiten..Mir gefällt es, dass es nicht so scharz-oder-weiß dargestellt wird.
    Bei Tautun habe ich manchmal das Gefühl, dass er regelrecht im Blutrausch ist. Eigentlich scheint er bisher keine wirklichen Bedenken zu haben - er macht auf mich zumindest nicht diesen Eindruck, als ob er irgendwas bereuen würde..Auch sein Umgang mit Sinion (bei der Ermordung der Soldaren vor demm Haus eines Bewohners des Dorfes) fand ich etwas..Irgendwie kann er es nicht richtig verstehen, dass Sinion zweifel hat und vielleicht nicht so versessen aufs Morden ist - Tautun entwickelt sich immer mehr zum kaltblütigen Mörder..Auch Varlie fällt dies auf und sie distanziert sich von ihm. Auch hat sie überlegt, Tautun zu ermorden, damit diese Serienmorde ein Ende hätten..Am liebsten würde sie aufhören, denkt dann aber an ihre Schwester - die ihr Kraft gibt, all dies durchzustehen..Varlie hat sich weiterentwickelt. Ihre Naivität ist wie weggeblasen, seitdem sie die Konsequenzen erkannt hat und aktiv an all dem beteiligt ist..
    Auch wird der Capitar misstrauisch - wo seine Männer bleiben. Jetzt will er selber nachsehen. Auch geht er davon aus, dass seine Soldaren einfach nur dem Alkohol zu sehr zugesagt haben. Ob das gut gehen wird? Wird er die richtigen Schlussfolgerungen machen? Wenn ja, wie wird er handeln..Da bin ich echt gespannt..
    Und dann: Was war das, was Baresin im Wald gesehen hat? Ich bin mir da echt unschlüssig..Ganz schlimm sind mir seine egoistischen Gedanken aufgestoßen..Ich muss sagen, Baresin würde ich kein Dorf anvertrauen - er denkt doch nur an sich, will nur gut dastehen und heil aus der Sache rauskommen..der würde mit Sicherheit auch seine eigenen Leute verraten, nur um seine eigene Haut zu retten und würde alles mögliche behaupten..
    Und es war zu erwarten: Auf Seiten der Dörfler gibt es die ersten Verluste..Ich bin auch gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird..Einige vermuten ja, dass dies eine Entzweiung mit sich bringen könnte..Auch wissen ja die schlafenden Dorfbewohner eigentlich nicht, was hier so vor sich geht..
    Es gibt einige spannende Ansätze- wie es wohl weitergehen wird 8) :lesen:

    Ja, das macht es wirklich schwer zu begreifen. Wenn sich die Soldaren wie Drecksäcke benehmen würden, dann hätte man weniger Mitgefühl mit ihnen, aber so erinnert das Ganze wirklich an ein reines Abschlachten.


    Ja, dadurch,dass die Soldaren so ein gutes Benehmen an den Tag legen und Varlie sogar helfen wollen - da bekommt man als Leser ein richtig schlechtes Gewissen. Die Soldaren erfüllen eigentlich nur ihren Job und gehen eigentlich umsichtig mit den Dorfbewohnern um - klar, es ist eine Belagerung - aber trotzdem tun mir die Soldaren irgendwie leid...


    [..]


    Aber wirklich frei sind sie danach nicht: es würde dann zwar erstmal keine Besatzer geben, aber dafür würde die Panik und Angst und die Ungewissheit im Dorf Einzug halten, wann weitere nafarroanische Heere nachkommen, um nach dem Rechten zu sehen. Wenn die Krone wirklich fällt, will das Dorf dann bis an sein Ende nafarroanische Soldaren töten? Der Alltag, wie er bisher bekannt ist, wäre Vergangenheit, die Menschen könnten vor Furcht aus Überfällen nicht mehr ihrem Tageswerk nachgehen, der Handel mit anderen Dörfern fällt weg usw.


    Wenn die Krone allerdings Akitanien zurückerobern kann, dann könnten die Hagetmauer zu Helden werden. Aber zu welchem Preis? Unter den Dorfbewohnern gibt es nun auch die ersten Toten, welche bei den Angehörigen psychische Belastungen hervorrufen werden. Und was werden diejenigen dann tun? Was wird z.B. Clarde tun, wenn sie aus ihrem Schmerz um Sohn und evtl. Mann wieder auftaucht? Gibt sie die Schuld am Tod ihrer Familie den fremden Soldaren oder aber Tautun? Wenn sie Tautun als den Schuldigen sieht, könnte sie vielleicht versuchen, ihn an die Nafarroaner zu verraten oder ihn selbst umzubringen. Selbst Varlie kam kurz der Gedanke, Tautun zu töten, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Ich habe es im letzten Abschnitt bereits geschrieben, dass ich mir vorstellen kann, dass das Töten der Soldaren das Dorf spalten könnte, dass Misstrauen und Furcht regieren und man bereit ist, Mitbewohner zu verraten, um die eigene Haut zu retten.


    Das ist ein echt interessanter Gedanke. Bei diesem Abschnitt habe ich auch überlegt, was die Dörfler machen wollen, wenn ihr bisheriger Plan Erfolg haben söllte. Wollen sie wirklich so tun, als ob die ganzen Soldaren nie angekommen wären.Klar, der Wald hat so seine eigenen Gefahren, aber dass nicht einer überlebt haben soll..?Und wenn herauskommt, dass Hagetmau nicht besetzt wurden ist - dann kommen bestimmt weitere Soldaren - vielleicht auch aus dem Nachabrdorf und was wollen sie dann machen ???


    Dass Akitania die Korne zurückerobern wird - damit rechne ich eigentlich nicht wirklich. Es wird ja betont, was für ein friedliches Völkchen diese sind - ohne irgendwelche Soldaten - eigentlich hilflos den Gegnern ausgesetzt. Im Gegensatz dazu hat Naffaroa ja doch einiges an Soldaren und somit Streitkraft zu bieten.. Aber vielleicht kann dies eine Bürgerlawine freisetzen?? Ich bin echt gespannt..

    Leider hänge ich etwas hinterher - das liegt aber nicht am Buch, sondern eher an mir - derzeit geht mir einfach viel zu viel anderes durch den Kopf, sodass ich mich nicht richtig aufs Lesen konzentrieren kann..
    Nachdem ich den zweiten Abschnitt nun auch gelesen habe, bin ich mir leider immer noch nicht ganz sicher, was ich bisher von dem Buch halten soll. Es liest sich ganz nett, aber bisher hat es es noch nicht geschafft, mich vom Hocker zu hauen - irgendwie fehlt das gewisse Etwas und die Charas sind mir noch nicht ans Herz gewachsen. Aber das kann ja alles noch kommen, schließlich sind wir erst am Anfang des Buches und es passiert bestimmt noch einiges :)
    So langsam kommt die Geschichte in Fahrt - ich muss sagen, ich bin froh, dass mal ein bisschen was passiert und das Dorft gezwungen ist, etwas zu unternehmen und nicht nur einfach die Lage toleriert. Klar, für die Dorfbewohner ist dies eine missliche Lage, aber als Leser habe ich genau auf soetwas gewartet.. :unschuldig:
    In diesem Abschnitt erfahren wir, dass nicht nur Hagetmau belagert wird - auch wenn es den anderen Dörfern teilweise anders ergangen ist. Sie wurden teilweise gewaltsam erobert und nun besetzt. Ich finde es gut, dass wir nun wissen, dass dieser Umschwung wohl in der ganzen Region angesetzt wurden ist und wir wissen nun auch, wieso. Das andere Reich scheint ziemlich arm an Nahrungsmitteln zu sein, Dürreperioden hat es gegeben und die Bevölkerung muss leiden. Daher wollen sie etwas vom Speck des anderen Landes abhaben und besetzten einfach mal das friedliche Völkchen von nebenan. Auch ist es interessant, dem Capitar seine Gedanken teilweise mitzuverfolgen. Wie er über die Besatzung denkt - wie es mit den Dörflern weitergehen soll und was er von der Religion hält, wo er sich auch selber in ein paar Jahren sieht. Ihm ist dieses Dorf und dessen Bewohner eigentlich ziemlich egal - für ihn gilt nur der eigene Erfolg. Aber an sich ist das ja absehbar, dass er ein größeres Ziel verfolgt. Ich bin echt gespannt, wie er mit der weiteren Entwicklung umgehen wird - wann und wie wird er reagieren, wenn seine Soldaren langsam aber sicher ums Leben kommen? (Falls der Plan der Dörfler nicht sofort scheitern wird..)
    Tautun erschlägt also zwei Soldaren in der Schenke. In diesem Moment habe ich mich auch gefragt, warum keiner was unternommen hat. Spätestens als der erste Soldar tot war, hätte man doch wissen können, dass die Situation eskaliert. Aber da war es natürlich schon zu spät. Aber wie würde man wohl selber in solch einer Situation reagieren ???
    Positiv hervorgetan hat sich meiner Meinung nach Sinion. Er entwickelt ein strategisches Gespür und kommt allgemein gut mit der neuen Situation klar - kann sich in diese hineindenken und entwickelt Pläne. Auf seine weitere Entwicklung bin ich echt gespannt.
    Bei Baresin bin ich mir noch unsicher, was ich von ihm halten soll. Bisher kommt er mir wie ein verzogender Bengel vor, der nur gute Ratschläge geben kann - aber mehr auch nicht. Vielleicht ändert sich das ja noch und er wächst mit seinen Aufgaben?
    Die Diskussion in der Schenke, wie sich das Dorf nun nach dem Todschlag verhalten soll, hat mir gut gefallen. Es hat zum nachdenken angeregt und hat gut die Möglichkeiten abgedeckt - welche Gefahren nun bestehen könnten.


    [..]


    Letztes Thema, Tautus. Ich habe ihn ja vorher beim Cover schon kurz angesprochen. Bisher erscheint er wie ein Chaot, unsympathisch und möglicherweise wie der Katalysator, der die starre Situation zerstört und eine unkontrollierbare Kettenreaktion los tritt. Auf ihn bin ich im Augenblick am Meisten gespannt und bin neugierig, ob und welche Rolle Tobias ihm zugedacht hat. ;D


    ah, so hieß der Rebell des Dorfes, den ich auch meinte..
    auf seinen Auftritt bin ich auch schon gespannt und hoffe, dass wir nicht allzu lange darauf warten müssen..



    auch bin ich allgemein gespannt, in welche Richtung das Buch gehen wird? Lernen wir mehr von der Welt kennen oder werden wir uns hauptsächlich in diesem Dorf Hagetmau bewegen - vielleicht noch angrenzende Dörfer?


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    Womit ich auch jetzt noch ein Problem habe sind die "Soldaren". Als ich das Wort zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich noch es wäre ein Druckfehler, nach mehrmaligen Lesen, ist mir schon klar geworden, dass das "R" da auch ganz richtig ist, allerdings kann ich mich mit dem Wort nicht anfreunden, ich stutze immer noch, wenn ich es lese. Wie gesagt an alle anderen Namen oder Begriffe hab ich mich gewöhnen können nur die Soldaren bereiten mir immer noch Magenschmerzen.
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    Zuerst dachte ich auch, dass dies ein Druckfehler ist und es bestimmt Soldaten heißen soll. Aber dann habe ich das Wort Soldaren öfters gelesen und dann ist mir auch klar geworden, dass es Absicht ist. Ich stolper derzeit auch immer noch etwas darüber, aber ich denke, damit kann ich mich im Laufe des Buches anfreunden.
    Bloß den Sinn dieser Wortneuschöpfung habe ich noch nicht ganz verstanden.. ???

    Erstmal ein liebes Hallo in die (Lese-)Runde :winken:
    Hier ist ja auch schon einiges los.. :) Nun kann ich auch endlich einsteigen..
    Dies ist mein erstes Buch von Tobias, daher kann ich ganz unvoreingenommen an dieses Werk herangehen und bin schon sehr gespannt, was mich erwarten wird..
    Zuerst möchte ich mich zum Cover äußern. Mir persönlich hat es gefallen und mi9ch gleich neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht. Nachdem ich den ersten Abschnitt gelesen habe, frage ich mich natürlich wer der Mann auf dem Cover sein könnte. Ich muss gestehen, ich mag es, wenn das Cover einen Bezug zum Inhalt hat.
    Der Schreibstil war für mich recht angenehm. Der erste Abschnitt hat sich gut lesen lassen und ich bin auch gut und schnell in das Buch und die dortige Situation hereingekommen. Eigentlich hatte ich keine Angangsprobleme und hatte gleich zu Beginn, direkt mitten im Geschehen zu sein. Ohne viele Erklärungen hatte ich als Leser eigentlich die wesentlichen Grundzüge der Lage erfasst und habe mich damit zurechtgefunden. Das hat mir echt gut gefallen. (Leider lese ich derzeit ein anderes Buch parallel, wo dies ganz anders ist - solche Anfangsschwierigkeiten können bei mir auch schon mal zur Leseflaute führen...)
    Bisher gefallen mir die Charas auch sehr gut. Für mich sind die Charaktere/ Protagonisten wichtig für meine Sympathien einem Buch gegenüber. Es gibt einige starke Charaktere, bei denen ich mich schon freue, mehr über diese zu lesen und auch zu erfahren, wie diese sich weiterentwickeln. Da will ich auch mal gleich vorwegnehmen: Ich habe ein schlimmes Namensgedächnis..also nicht wundern, wenn ich da mal was durcheinander schmeiße, wenn ich gerade mal meinen Notizzettel nicht finden söllte :-[
    Mir gefallen die beiden Schwestern Varlie und Nendlece sehr gut. Sie scheinen starke Mädchen zu sein, reif und haben ihren eigenen Kopf - und stecken diesen nicht gleich in den Sand. Die beiden wirken auf mich ziemlich klug und haben die Situation eher erfasst als manch älterer Dorfbewohner, der es nicht wahrhaben wollte, dass ein kleines Mädchen feindliche Soldaren im Wald entdecken würde..Varlie ist schon ein bisschen frech und lässt sich nicht den Mund verbieten, aber das gefällt mir eigentlich bei ihr. Aber diese Eigenschaft kann ihr noch zum Verhängnis werden. Auch ihre Schwester Nendlece ist mir sympathisch. Als sie in den Stall zu dem Gryph geht - da hatte ich schon Bammel, dass die Soldaren ihr etwas antun. Und als die dann auch noch so fies gelacht haben..aber zum Glück verlief alles gut. Wobei ich dem Soldaren Juyan (?) nicht so richtig traue. Mir kommt er etwas scheinheilig vor..
    Die Beschreibungen zu dem Gryph fand ich wunderbar. Ich hoffe so sehr, dass wir noch mehr über dieses Wesen zu lesen bekommen..
    Auch Mardein gefällt mir sehr gut. Besonders bei ihm denke ich, dass wir noch ein paar Überraschungen erwarten könnten. Er hat auf jeden Fall Potential und hat die Situation wohl wesentlich besser verstanden als die Byrgherin des Dörfes. Sie wirkt auch mich nicht sehr machtvoll - sie ist eher mit der ganzen Situation überfordert und kann sich mit der neuen Lage nicht richtig anfreunden und diese bewältigen. Da ist Mardein schon listiger und kann damit besser umgehen.
    Wo ich mich frage: Wo ist eigentlich des Rebell des Dorfes? Wann wird er seinen Auftritt bekommen? Und welche Rolle wird er einnehmen? Warum setzt das Dorf Hoffnung in ihn - nur weil er eine Waffe besitzt?
    Und dann natürlich noch diese 'friedliche' Belagerung und Eroberung des Dorfes. Ist mal was ganz anderes. Ob die Taktik aufgehen wird? Misstrauen ist auf jedem Fall in dem dorf vorhanden..Sie wissen bloß nicht, wie sie damit umgehen sollen und wie sie handeln sollen. Noch sind sie recht kopflos. Aber auch das kann sich noch ändern. Ob sie sich einfach damit zufriedengeben, wie ihre jetzige Situation ist? Ist das denn so einfach, kann man das einfach - so von heute auf morgen? Klar, sie haben den Soldaren nichts entgegenzusetzen, aber trotzdem muss man ja in den Köpfen einen Schalter umlegen..

    Hier nun auch endlich meine Rezi:


    Der Fantasy- Roman von Aileen P. Roberts namens „Das Lied der Elfen - Weltenmagie“ ist das finale Buch der Weltenmagie - Trilogie. Es ist sinnvoll, wenn man bereits die vorherigen Teile gelesen hat, da der Abschluss dieser Reihe direkt an das bisherige Geschehen anknüpft.


    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
    Sie sind aufgebrochen, um die verlorene Welt der Elfen wiederzufinden – doch was für Leána, Kayne und den Drachen Robaryon als mutiges Abenteuer begann, wird zum Kampf auf Leben und Tod. Denn die Elfenwelt Sharevyon liegt in Trümmern und wird beherrscht von den Mysharen, einem Volk, das von der Magie fremder Welten lebt. An der Seite der wenigen freien Elfen Sharevyons kämpfen Leána und ihre Freunde gegen die grausamen Besatzer. Die Mysharen müssen um jeden Preis daran gehindert werden, eines der magischen Portale zu durchschreiten und auch andere Welten zu unterwerfen. Und so nimmt ein verzweifelter Plan Gestalt an, für dessen Gelingen auch Leána, Kayne und Rob mit ihrem Leben zu zahlen bereit sind.


    Zuerst möchte ich die Gestaltung des Buches loben. Mich persönlich hat es sofort angesprochen. Hilfreich sind auch die Karten der Welten Sharevyon und Albany. Gerne habe ich mich mit Hilfe dieser Karten orientiert. Ein umfangreiches Personenregister ist ebenfalls beigefügt wurden.
    Positiv möchte ich die Gestaltung der Welten hervorheben. Diese wirkten durchaus lebendig und fantastisch zugleich. Die darin wandelnden Kreaturen sind gut dargestellt worden und waren ansprechend und vielseitig. Der Schreibstil von der Autorin Aileen P. Roberts hat mir auch diesmal wieder zugesagt. Er ist einfach gehalten und das Buch lässt sich flüssig lesen. Roberts schafft es, ihre Leser in fremde Welten zu entführen. Man möchte „Das Lied der Elfen“ am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch habe ich das Buch als durchweg spannend empfunden, viele unerwartete Wendungen wurden in die Story eingebaut und durch den Perspektivenwechsel und den damit verbundenen Weltenwechsel konnte zusätzliche Spannung aufgebaut werden. In den Welten Sharevyon und Albany brodelt es – in beiden lauert die Gefahr. In Sharevyon sind es die Mysharen, die die Welt und die darin existierende Magie zerstören und in Albany droht ein Zwergenkrieg auszubrechen, auch der Bärtige treibt weiterhin sein Unwesen und sorgt für Unruhen und weitere Morde an den Nebelhexen. Man muss um die Protagonisten bis zur letzten Seite bangen. Wer ist der Bärtige? Droht der Welt Albany eine kriegerische Zeit? Und wie kann man die Mysharen besiegen? Ist Sharevyon noch zu retten? All das sind Beispiele für die Fragen, welche die Geschichte voranbringen. Auch die charakterlichen Entwicklungen haben dieses Buch für mich interessant gemacht. Z.B. hat sich Prinz Toran im Vergleich zu den vorherigen Bänden enorm entwickelt. Er wirkt viel reifer und scheint sich mit seiner Aufgabe als Prinz abgefunden zu haben, er hat seine Rolle in der Welt akzeptiert. Auch Kaynes Entwicklung fand ich gelungen. Er wirkte erwachsener, bedachter und war nicht mehr nur auf der Suche nach einem Abenteuer. Kayne versucht, einen Platz in der Welt zu finden und versucht, sich ebenfalls mit seinem Schicksal anzufreunden. Mein persönlicher Lieblingscharakter ist jedoch die Dunkelelfenkriegerin Jel. Ich fand ihren Charakter sehr interessant und vielseitig. Besonders zu Ende der Geschichte bekommt sie nochmal einen sehr starken Auftritt, welcher mir sehr gefallen hat.
    Leider hat mir persönlich die Entwicklung von Leána weniger zugesagt. Zu Beginn der Trilogie wirkte sie auf mich noch so fröhlich und quirlig, voller Lebenslust. In „Das Lied der Elfen“ wirkte sie auf mich eher passiv. Sie ist viel zu sehr mit ihrem Gefühlschaos beschäftigt und das, obwohl die Welt Sharevyon vor dem Untergang steht und eine Rettung der Gefährten sehr ungewiss ist. Nein, sie beschäftigt sich eher mit ihren Gefühlen und ihren Beziehungen zu Rob und Kayne. Auch ihre Art, wie sie damit umgegangen ist, empfand ich eher als unentschlossen und passiv – mich hat es leider irgendwann genervt. Auch die Schlusstakte in Bezug auf Leána haben mir das Ende etwas vermiest. Aber das ist Geschmackssache. Meinen hat es leider nicht getroffen.


    Alles in allem war es ein Fantasy-Roman mit einem sehr angenehmen Schreibstil, welcher mir einige tolle Lesestunden beschert hat. Ich fühlte mich gut unterhalten und möchte dafür 4 Sterne vergeben.



    Die werde ich auch natürlich auch noch streuen:
    Amazon (http://www.amazon.de/product-r…=1&filterByStar=four_star)
    Lovelybooks (http://www.lovelybooks.de/auto…8-w/rezension/1203218008/)
    wasliestdu (http://wasliestdu.de/rezension/das-lied-der-elfen)
    literaturschock (noch nicht freigeschaltet)


    Vielen lieben Dank, dass ich dieses Buch wieder in der LR mitlesen durfte. Sie hat mir sehr viel Spaß gemacht und auch wenn ich am Ende etwas hinterherhing, so fand ich die Diskussion sehr interessant.

    Hier nun auch - leider total verspätet - meine Rezi:


    Die Tesla-Punk-Dystopie von Ann- Kathrin Karschnick namens „Phoenix – Kinder der Glut“ ist der dritte Teil einer Trilogie. Um die Handlungen zu verstehen, ist es meiner Meinung nach dringend notwendig, dass man die vorherigen Bände gelesen hat.


    Inhaltsangabe (Quelle: Amazon):
    Um die Menschen von der Schreckensherrschaft der Saiwalo zu befreien, hat Tavi hat alles geopfert - ihre Liebe, ihre Freunde und auch sich selbst unzählige Male. Ganz auf sich allein gestellt, kehrt sie nach Hamburg zurück und begegnet ihrer eigenen Vergangenheit. Im fulminanten Abschluss der Teslapunk-Trilogie stellt sie sich dem größten Feind dieses Planeten. Doch wie besiegt man einen Gegner, der so mächtig ist? Und wie kontrolliert man seine Gefühle, wenn man in der Lage ist, die gesamte Menschenwelt zu vernichten?


    Ansprechend finde ich auch dieses mal wieder das Cover. Es ist in grün gehalten und es ist wieder die Phoenix Tavi abgebildet. Aufgrund der Gestaltung des Buches, kann man leicht die Zugehörigkeit zu der Phoenix- Reihe erkennen.
    Wie bereits erwähnt, ist „Phoenix – Kinder der Glut“ der finale Band der Trilogie rund um die Phoenix Tavi und ihren Begleiter Leon. Der letzte Teil schließt nahtlos an die vorherige Geschichte an, daher ist es meiner Ansicht nach erforderlich, dass man bereits die Bücher „Phoenix- Tochter der Asche“ und „Phoenix – Erbe des Feuers“ gelesen hat. Auch der Abschluss der Reihe ist wieder spannend geschrieben. Der angenehme Schreibstil ist gewohnt flüssig zu lesen und man ist direkt mitten im Geschehen. Auch werden kleine Rückblenden eingeflochten, die ich als hilfreich empfunden habe. Ich konnte eine Veränderung der Atmosphäre im Vergleich zu den vorherigen Büchern spüren. Dieses Mal wirkt diese viel rebellischer, die anstehenden Aufstände kann man quasi spüren, sie wirken greifbar. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Rebellion in der Luft liegt – die Veränderungen, welche in der Welt passieren, sind deutlich zu erkennen – eine Aufbruchsstimmung liegt vor. So ist es nicht verwunderlich, dass auch dieses Buch wieder actiongeladen ist und einige Befreiungsaktionen werden in die Geschichte eingeflochten. Durch unvorhersehbare Wendungen wird die Spannung permanent aufrecht erhalten.
    Auch im finalen Band kann man wieder einiges über die liebgewonnenen Charaktere lese. So fiebert man mit der emotionalen Tavi mit. Die Phoenix muss auch in diesem Teil wieder einiges erleiden und geht oftmals mit dem Kopf durch die Wand. Wenn es um ihren Schützling Nathan geht, dann ist jeder gut gemeinte Rat zu viel und sie lässt sich einfach nicht in ihre Beziehung zu ihm herein reden und reagiert oftmals ziemlich emotional. Was mir auch gut gefallen hat: Im Prolog können wir die Entstehung der Phoenix lesen. Ihr Partner Leon, der ein Cupido ist, kann leider immer noch nicht allzu gut seine Fähigkeiten einsetzten. Er wirkt auf mich viel reifer und ausgeglichener, ich habe das Gefühl, dass er sich mit seiner Rolle im Kampf gegen die Saiwalo angefreundet hat. Er hat an seiner Seite den Eisriesen Jörenson. Dieser besticht durch seine sympathische und bedachte Art. Auch der Phoenix Eleazar ist wieder mit dabei und ich finde es gut, dass wir ein bisschen was über ihn erfahren. Gerne hätte ich mehr über diese Kreatur gelesen. Und auch die Hexe Katharina spielt wieder eine zentrale Rolle. Ich kann es durchaus verstehen, dass sie mit ihren mystischen Vorhersagen, die man einfach nicht richtig interpretieren kann, die Protagonisten ordentlich zur Weißglut bringt. Aber auch über Katharina erfahren wir etwas aus ihrer Vergangenheit.
    Und in diesem Teil werden einige Fragen aus den vorherigen Büchern in Bezug auf die Saiwalo und Geisterwächter aufgegriffen und erklärt. Auch das actionreiche Finale hat mir zugesagt und ist realistisch beschrieben wurden. Man fiebert mit seinen Lieblingen mit und die Auflösung des Konfliktes mit den Saiwalo konnte mich überzeugen.


    Alles in allem konnte mich der finale Band der Trilogie gut unterhalten. Ein wirklich gekonnter Abschluss der Reihe. Jedoch muss ich mit Bedauern sagen, dass mich die vorherigen Bücher mehr packen konnten. Trotzdem ein gelungenes Buch und eine tolle Auflösung des Konfliktes. Hierfür möchte ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung geben.


    Diese werde ich auch noch auf folgenden Seiten veröffentlichen:
    Lovelybooks (http://www.lovelybooks.de/auto…1-w/rezension/1202658932/)
    wasliestdu (http://wasliestdu.de/rezension/phoenix-kinder-der-glut)
    Amazon (http://www.amazon.de/product-r…ar=four_star&pageNumber=1)


    Vielen lieben Dank, dass ich dieses tolle Buch innerhalb dieser Leserunde mitlesen durfte - es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht und mich konnte auch der finale Phoenix- Band berzeugen. Jetzt bin ich echt auf weitere Projekte gespannt ;)

    Ich habe nun auch das Buch fertig gelesen und insgesamt hat es mir recht gut gefallen, auch wenn mir Leana auch in diesem Abschnitt etwas auf den Keks ging..Und wie bereits erwähnt, bin ich wegen der Schwangerschaft Leanas auch nicht so glücklich..Für mich war das Ende doch nicht sooo perfekt..
    Aber erstmal der Reihe nach..Als Sared in dem Arbeitszimmer von Kaya ist und die dann auch noch durch den Geheimgang kommt und Kaya vertraut sich Sared an - da wusste ich eigentlich, jetzt ist es aus mit ihr. Und so kommt es ja auch. Aber ich wunder mich schon, dass sie sich ihm so blind anvertraut. Klar, er ist der Hauptmann, trotzdem war er ein Verdächtiger und wer weiß, ob Petres wirklich der Täter war? Eineindeutige Beweise gab es für seine Schuld ja auch nicht und auch keine Anhörung..Da gesteht sie Sared einfach wichtige Details und bekommt dafür gleich die Quittung..Sared ist nun also vorgewarnt und will auch die anderen aus dem Weg räumen, die wussten, dass Kayas Tod nur vorgetäuscht war..Er greift Jel und Toran an- wobei er Jel hinterhältig angreift und sich dann Toran zur Brust nimmt. Auch ihm macht er ein Geständnis. Er merkt jedoch aber nicht, dass Toran noch am Leben ist und auch Jel kann davon kommen und so kommt es, dass Jel Toran einigermaßen in Sicherheit bringen kann und diesen dann verpflegen lässt. Auf einmal wird Sared ganz schön nachlässig - denkt er, dass er sich in Sicherheit wiegen kann? Und dann gibt er sich immer so zu erkennen in den letzten Momenten und dann geht er nicht auf Nummer sicher, in Bezug auf Torans Tod? Nur, weil Jel verschwunden war?
    Wie Jel dann Sared überwältigt und ihn zur Rede stellt :geil: Ich musste einfach feiern..Keiner wagt es, sich ihr in den Weg zu stellen und schließlich wird die Schuld von Sared bewiesen, seine Anhänger werden gefangen genommen und Sared bekommt seine Hinrichtung. Die Reaktion von Jel, als Sared offenbart, dass es keinen Fluch gibt..noch so ein herrlicher Moment..Jel war in diesem Abschnitt einfach nur klasse.. ;D
    Ich finde es auch toll, dass Siah auch nochmal ihre kleine Rolle bekommt und schließlich zur Aufklärung beitragen kann. Auch findet sie dann später ihre Ruhe :)
    Und dann taucht Rob noch in der Geistergestalt auf..Ich finde es gut, dass er auch nochmal theamtisiert wird, auch dass er schon früher überlegt hat, ob er sich opfern söllte und er ist ja auch glücklich, jetzt da Melina (hieß sie so?) an seiner Seite ist - die beiden sind glücklich und vereint. Aber das mit der Schwangerschaft und dass Kayne auf seine Tochter aufpassen soll. Da dachte ich mir noch, ok - an sich ein netter Gedanke, damit kann ich leben. Aber dann: Auch Kayne hat eine Tochter gezeugt. Das ist mir dann doch etwas zu viel des guten..
    Aber an sich hatte ich schon damit gerechnet, dass Rob sich opfern wird - dass er ein Portal direkt nach Albany erzeugt, das hat mich dann doch etwas überrascht :)
    Toll fand ich auch die Art, wie Lilith Kayne rettet und auch, dass die Meereselfen es auch teilwesie geschafft haben, in die andere Welt zu gelangen. Und mir gefällt es auch, dass Kayne nun seine Ausbildung absolvieren möchte - auch wenn er kritisch dabei beäugt wird..


    Ich bin echt froh, dass ich mit meiner Meinung in Bezug auf Leana nicht alleine dastehe..mir ging sie in den letzten Abschnitten auch etwas auf den Wecker und ihr Gejammer und diese Unsicherheit und Unentschlossenheit..Und dann ihre Reaktion auf Kaynes Worte, dass er sich nicht gleich in eine Beziehung stürzen will - so Hals über Kopf..Ich muss sagen, ich konnte Kayne schon verstehen - für ihn ist das etwas völlig neues, er muss erstmal mit sich selbst im Klaren sein und kann nicht gleich alles wichtige für ihn sein lassen, nur um sich in ein erotisches Abenteuer zu stürzen..so wäre das bestimmt nicht gut gegangen zwischen den beiden - und Leana denkt nur daran, dass sie jetzt Rob dafür verlassen hat und Kayne sie doch nicht haben will ::)
    Die Rache von Jel fand ich auch einfach göttlich - wie sie wutbrausend da steht und Sared fertig macht, keiner traut sich in ihre Nähe.. :totlach: Und dann ihr Fluch, den sie bei der Hinrichtung von Sared gesprochen hat - wirklich richtig gut..
    Und ich muss auch sagen, dass ich auch zu der Fraktion gehöre, die die Schwangerschaft (und dann auch noch von beiden) nicht ganz so glücklich aufnimmt..ich bin auch schon am Überlegen, ob Leana nach der Vereinigung mit Kayne vllt doch noch das Lager mit Rob geteilt hat - er und seine Andeutungen mit dem Baden gehen..Bin mir da aber leider auch nicht mehr so ganz sicher..trotzdem war mir das dann mit der doppelten Schwangerschaft einfach zu viel..Als Leana nach der gezwungenen Vereinigung mit Kayne betont hat, dass sie Liliths Kräuter nimmt, um einer Schwangerschaft vorzubeugen - da hatte ich schon ein ungutes Gefühl...