Beiträge von dion

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    Hej, wenn ich das erreiche mit dem Roman, dass sich der ein oder andere Leser vielleicht mehr mit der eigenen Familiengeschichte befaßt und noch rechtzeitig seine Fragen stellt – das allein wäre ja schon klasse!
    Freut mich auch sehr, dass Dir (dion) die "kleine Erotikeinlage" gefallen hat. Ich erinnere mich, wie ich mit der Lektorin darüber diskutiert habe, sie fand sie zu gewagt, weil doch häufig auch Ältere solche Romane lesen und ich entgegnete, dass gerade die Älteren (zu denen ich ja wohl auch schon gehöre, auch wenn ich mich nicht so fühle) mir beim Thema Sex von Jugend an lockerer oder freier vorkommen als manche Youngster von heute. Hab die Szene dann nur ein kleines bisschen entschärft und drin gelassen. :) Für mich gehörte das einfach mit zur Emanzipation des braven katholischen Mädchens vom Lande... ;)


    Na wie gut, dass du deine Lektorin überstimmt hast ^^ Es macht Marie noch etwas menschlicher und schließlich war sie mit Rudolf ja schon etwas intim.
    Ich glaube nicht das die ältere Generation (ab wann fängt die denn an??) sich über so etwas echauffiert.
    Da lesen viele diese tollen Schnulzenheftchen, darin geht es ja auch heiß her ^^

    Soooo - ich bin schon ein paar Tage mit dem Abschnitt durch, aber ihr kennt das sicher - keine Zeit.


    Ihr habt ja zum Inhalt schon alles geschrieben, damit halte ich mich also nicht mehr auf.
    Mein Eindruck zu diesem Abschnitt: Wann kann ich weiterlesen? ^^


    Marie macht so langsam ihren Weg. Sie hört auf im Beautysalon zu arbeiten um sich voll und ganz auf ihre Kuchen zu konzentrieren. Als es hieß sie bekommt einen größeren Ofen musste ich sehnsüchtig an die Zukunft denken. Ich hoffe auch auf einen größeren - oder aber zwei normale - Backofen. Das wäre oft sehr hilfreich.
    Inzwischen scheint sie sich ja auch mit dem Rezept komplett erprobt zu haben und zu wissen wie er sich in Amerika am geeignetsten backen lässt.
    Auf die Andeutung mit dem Wasserbad habe ich gewartet - ich backe meinen auch immer im Wasserbad =o)


    Als ihr ehemaliger Chef ihr das Rezept abkaufen will, dachte ich mir 'Holla, hier ist ja was los.' Aber irgendwann muss man ja mal angefangen haben auch Kuchen einzufrösteln. Sehr putzig fand ich dass er sich schon soviele Gedanken gemacht hat und verschiedene Kuchen ausprobiert hat ^^
    So ein Wohlstandsbäuchlein kommt ja auch nicht von allein.
    Mir war allerdings klar, das Marie das Rezept nicht verkaufen wird. Dafür ist sie einfach zu ... bodenständig ist das falsche Wort ... sie hat halt einfach ihr Werte und die hält sie. Es geht ihr nie ums große Geld. Sie will ja nur genug Geld haben, damit sie mir ihrem Rudolf vereint sein kann.
    Womit wir zum nächsten Punkt kommen - Rudolf. Seine Briefe sind teilweise ja schon sehr süß. Dass er immer mal wieder durchblicken lässt in welche Richtung seine politischen Ansichten gehen, kann ich im persönlich nicht verübeln.
    Wir wisse heute schließlich: entweder du bist mitgelaufen und hast die Hand erhoben oder du musstest sterben. Welche Wahl hatte er also?


    Ich glaube aber auch, dass er und Marie auf Dauer nicht zusammen passen. Wie schon anfangs erwähnt - er ist ihre erste Liebe und die macht bekanntlich blind ^^


    Ob sie jetzt mit dem weltgewandten Walter was anfängt ... hm. Ich könnte es mir gut vorstellen, aber nicht weil sie sich blauäugig auf ihn einlässt, sondern eher, dass sie eine andere Seite von ihm kennenlernt und sie sich darüber finden. Schön wäre es ja. Im Augenblick gibt es ja keinen anderen potenziellen Ehemann ^^


    Die kleine 'Erotikeinlage' fand ich übrigens sehr menschlich ^^ Schließlich ist Marie erwachsen und verliebt. Da hat frau auch mal Gelüste ;o) Charmant gelöst.


    Ich bin nun total gespannt wie es weitergeht. Inzwischen habe ich in den nächsten Abschnitt gelesen und da geht es ja etwas mit Rona weiter. Das muss so langsam ja auch mal anfangen.


    Eine Anmerkung noch in eigener Sache: Durch das Lesen dieses Buches mache ich mir das erste Mal so richtig Gedanken, ob es etwas gibt, was ich meine Großeltern unbedingt noch fragen muss. Zwar besitzen wir eine Familienchronik, die mein Großonkel liebevoll zusammengeschrieben hat, aber mein Opa hat die Übersiedlung nach Deutschland ja vielleicht ganz anders empfunden.
    Wenn ich mal eine ruhige Minute habe, werde ich mir wohl Fragen aufschreiben und meinen Opa besuchen fahren.
    Es ist doch irgendwie wichtig, dass man auch weiß wie seine Wurzeln zustande gekommen sind.

    Und schnell zu Abschnitt Zwei ^^


    Marie ist also auf großer Fahrt. Der Abschied fällt gemischt aus - kann ich ihr nicht verübeln.


    Dann die Reise an sich. Also ich liebe ja das Meer =o) Aber ob ich solch eine Fahrt machen würde weiß ich nicht. Ich hätte Angst es würde mir gehen wie der armen Wally ^^
    Da musste ich doch sehr schmunzeln. Keck wie sonst was und dann am ersten Tag kränkeln ;o)
    Aber Wally ist schon süß. Sehr sympathisches Wesen, mit der würde ich auch gut auskommen. Es sei denn sie berlinert zuviel ... das find ich gruselig (und das obwohl ich selbst in der Hauptstadt wohne). Ich frage mich nun wie sie es zu einer berühmten Dame schafft die dann Marie das Parfum kreiert =o)


    Marie ergeht es auf der Überfahrt nicht gut. Sie hat Sehnsucht nach daheim - aber in erster Linie nach Rudolf. Verständlich. Sie werden sich wohl die nächsten Wochen und Monate nur schreiben können.
    Als Marie dann Miss Liberty erblickt bekomme ich eine Gänsehaut. Ich bin ja was Geschichte angeht eh ne Niete und wusste daher nicht, dass die Dame ein Geschenk der Franzosen ist.
    Warum aber steht sie auf kaputten Ketten? Das erzählt ja Maries Bruder (ich weiß grad nicht welcher von beiden).


    Die Wiedervereinigung zwischen den Geschwistern ist toll =o) Die zwei Männer freuen sich sehr ihre kleine Schwester zu sehen und sind ganz erpicht darauf ihr zu zeigen wo sie leben.
    Nun, nicht gerade in der schönsten Gegend, aber immerhin haben sie ein gemütliches Heim. Als die beiden Marie von ihrem Heißwasserboiler und dem WasserWC berichten musste ich echt schmunzeln ^^
    Für uns so selbstverständlich ...


    Das 'Café' war dann doch eher ... ernüchternd. Aber sie bietet sofort an zu helfen und wenn ich lesen darf das Essensreste vom Teller gekratzt werden und der Teller dann gleich wieder benuzt wird für den nächsten Gast, ist eine weibliche Hand ganz dringend nötig!
    Ich fand es ganz toll, das Marie sich Arbeit besorgen wollte und dann auch Arbeit bekommen hat. Auch ich war verwundert als es hieß sie könne in einer Tiefkühlfirma arbeiten.
    Aber dank Wiki weiß ich nun auch, dass erst ab 1911 die ersten Kühlschränke so richtig aufkamen und somit passt es natürlich, dass Marie gut 20 Jahre später auch in einer Fabrik für Tiefkühlnahrung arbeitet.


    Die Entwicklung von Rudolf beobachte ich mit Sorge. Er scheint sich mit Hitlers 'Neuerungen' anzufreunden und das ist dann doch kein guter Ausgangspunkt. Der Ring war dann aber doch wieder herzerwärmend.


    Man merkt schon, dass Marie noch immer das Kind ihrer Eltern ist. Beim Streik in der Fabrik macht sie nur widerwillig mit. Sie fügt sich lieber ein und bleibt bei dem was sie hat. Eine rühmliche Angewohnheit, weil man ja nicht nach mehr greifen soll als einem ausreicht. Auch ist sie noch nicht lange in der Fabrik, das könnte sonst böse für sie enden.
    Der Bruder ihrer Kollegin Lore muss es ja am eigenen Leib erfahren O.o


    Als Marie des Nächtens durch die dunklen Straßen läuft und dann auf fremde Männer trifft war so der Grundgedanke 'Man Marie!' Aber es ist ja noch mal gut gegangen =o)
    Das ihre Brüder alles andere als begeistert sind kann ich durchaus nachvollziehen. Sie ist einfach zu sehr an die ruhige und auch sichere Gegend ihrer Heimat gewöhnt. Ich glaube für ein Mädchen vom Lande ist es schwierig sich in einer Großstadt zurecht zu finden.


    So kommt Marie also in New York an.


    Oh ja, die 'Bremen' war wirklich beeindruckend. Erschreckend, dass solch ein riesiges Schiff durch ein (vielleicht) kleines Feuerchen komplett zerstört worden ist. Aber Feuer und Eis waren noch nie Freunde der Schifffahrt =o/


    Süß fand ich den Verein in dem sich alle da so treffen ^^ Multikulti wenn man es so nennen kann. Aber ich denke auch, es ist so eine Art Heimat in einem neuen Land.


    Also ich klemme mir die Decke immer unter die Füße, damit sie nicht kalt werden, aber nicht in den Bettrahmen ^^
    Das Feststopfen der Decke um den Körper kenne ich noch von Kindertagen. Da fühlte man sich ganz kuschlig in seinem kleinen Kokon =o)


    *hüstel*
    Ich habe wohl den Beitrag über Rona und ihren Unholden zu früh gepostet. Sorry!!!
    Habe gestern beide Abschnitte gelesen und das verschwamm dann irgendwie =o/


    Heute Abend geht es mit dem nächsten Abschnitt weiter =o)


    Rest:


    Was lernen wir über Rona? Das sie gerade ganz arm dran ist. Erst der 'nette' Rauswurf aus dem Job und dann noch ihr fremdgehender Lebensgefährte. Die Ärmste hat es dick erwischt.
    Als Robert ihr allen ernstes die Schuld für den Seitensprung in die Schuhe schieben wollte, hätte ich ihm gern eine gelangt. Schließlich hat sie nicht gesagt 'Ach übrigens, ich möchte gern das du mit Magdalena schläfst.' Hallo?
    Auf solche Ideen können nur Männer kommen *ts*
    Ronas Reaktion fand ich gut. Ich wäre wohl etwas kratzbürstiger gewesen ^^
    Ich hoffe ganz doll, dass sie mit Maries Hilfe zu sich selbst findet und somit auch einen Weg aus diesem Dilemma wieder heraus zukommen. Und ich hoffe, dass sie nicht zurück kehrt zu diesem Knilch.

    Moins =o)


    Ich bin leider nicht früher zum Beginn des Buches gekommen, aber nun habe auch ich den ersten Abschnitt gelesen.


    Als erstes - der Schreibstil ist wirklich gut. Die Sätze lassen sich prima weglesen und sind klar konstruiert. Keine Verschachtelungen und keine unnötige Zeichensetzung. Ganz toll =o)


    Nun ja, es kommt wie es kommen muss - Marie und Rudolf verlieben sich. Ich fand es ja wirklich sehr süß beschrieben wie sie gemeinsam auf dem Eis tanzen und sich 'beinahe unzüchtig' berühren ^^
    War halt eine andere Zeit. Ich weiß nicht ob es euch auch so geht, aber ich habe immer ein wenig das Gefühl, dass die Wortwahl und der Schreibstil ein wenig ins gesetztere wechseln, wenn es um die Vergangenheit geht. Mag ich!
    Die Liebe zwischen Marie und Rudolf darf nicht sein. Der Vater wünscht sich etwas besseres für seine einzige dagebliebene Tochter und so ein Lehrer hat keine Ahnung von körperlicher Arbeit.
    Es kann natürlich sein, dass die Einschätzung des Vaters hier völlig falsch ist, aber ich denke auch, dass Rudolf niemand ist der sich um den Torf kümmern wird. Dafür liebt er seinen Beruf zu sehr.


    Als der Vater Marie wegschickt habe ich mir so gedacht 'Oha, der arme Bruder.' Weil - ganz ehrlich, es war Maries erste Liebe. Ein neues Land bringt Ablenkung und vielleicht auch eine neue Liebe. Ihr Bruder aber hat sich im Geiste schon häuslich in Amerika eingelebt und muss in der Heimat bleiben.
    Hat er einen Groll gegen seine Schwester? Begeistert war er sicherlich nicht. Vielleicht hat er ihr auch die Schuld gegeben ... hätte sie nicht mit dem Lehrer angebändelt, wäre er nach Amerika gegangen.


    Wie Rudolf reagiert fand ich dann doch etwas ... interessant. Klar, er war nicht begeistert, aber die 'Lösung' mit dem Kind klang mir nicht nach verantwortungsbewusstem Mann.
    Gerade weil er ja auch weiß, dass Marie sehr gläubig ist und streng erzogen worden ist.


    Ich bin wirklich gespannt nach diesem Abschnitt, wie es mit Rudolf und Marie weiter geht. Wird er wirklich nach Amerika kommen und sie holen?
    Wenn man den Beginn so liest, würde ich eher annehmen, dass Marie nicht noch einmal in Deutschland gelebt hat.


    Wir lernen im ersten Abschnitt viele Leute kennen - als erstes natürlich Marie in der Gegenwart. Sie schaut auf ein ereignisreiches Leben zurück und feiert bald ihren 80sten Geburtstag.
    Danach gibt es einen Abstecher in die Vergangenheit und wir lernen Maries Familie und ihre Arbeit kennen. Sie ist noch recht jung und arbeitet als Hilfslehrerin an einer Dorfschule. Dort lehrt sie Handarbeit. Was die Frau von damals also können musste.
    War es damals so unüblich, dass Frauen gearbeitet haben außer auf dem Feld und im Haushalt? Es klingt beinahe so, als würde es an der Schule nur den Rektor, einen Lehrer und den jungen Rudolf geben neben ihr. Also keine Frauen.
    Wann kam das wohl auf? *grübels*


    So, das war mein Eindruck zum ersten Abschnitt.


    Ich habe mir natürlich eure Sachen alle durchgelesen, aber mir fällt gerade nix ein worauf ich direkt antworten könnte *hm*
    Maries Eltern kann ich auf der einen Seite verstehen. Ihr Vater will, dass sie keine Schande über die Familie bringt und die Denkweisen waren damals nun anders als heute.
    Ich denke auch, er hat ein wenig Angst, dass es ihr und vielleicht damit auch ihm und dem Rest der Familie so ergehen könnte wie Frieda (hier hoffe ich ganz doll auf einen glücklichen Ausgang auch wegen des Krieges =o/ ). Wenn der Nachwuchs nicht so gedeiht wie die Eltern es sich wünschen und es anderen sauer aufstößt, fällt es ja immer auf die Eltern zurück ...
    Ihre Mutter tat mir ein wenig Leid, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie etwas forscher ist. Sie arbeitet hart und hat immerhin 10 Kinder in die Welt gesetzt. Trotzdem ist sie eher weich und sehr ruhig.


    Nun schauen wir mal wie es weiter geht =o)

    Hallo ihr Lieben,


    ich glaube bei der Leserunde wird viel gebacken. Ich backe ja für mein Leben gern - weshalb ich mich mit den Bildern mal anschließe. Allerdings gab es bei uns etwas herzhaftes ^^


    Nürnberger Quiche:
    http://naschwerkstatt.buchjunk…ction=review&reviewId=151
    Als direktes Bild habe ich es leider nicht einfügbar hier ...


    Gestern habe ich mit dem Buch so richtig angefangen und bin jetzt mit Abschnitt zwei fertig. Bin total gespannt wie es weitergeht und wann das erste richtige Gebäck vorkommt. Bisher hat sie einmal den Cheese Cake gebacken. Theoretisch müsste da ja noch mehr kommen ... hoffe ich mal so ^^


    Fragen habe ich noch nicht - vielleicht kommen noch welche =o)


    *winkz*

    Dann poste ich hier auch mal meine schon vorbereitete Rezension:


    Inhalt:
    Nesta ferch Rhys muss im Alter von acht Jahren miterleben, wie Freinc ihr Elternhaus überfallen. In der Kirche des Anwesen wird sie Zeuge, wie ihre Mutter mit letzter Kraft einen Mann ermordet, der sich an ihr vergehen will. Kurz darauf wird sie ermordet.
    Den Überfall überleben genau zwei Menschen - Nesta und ihr kleiner Bruder Hywel, der zu diesem Zeitpunkt gerade 5 Jahre alt ist.
    Noch bevor die beiden getrennt werden, erlebt sie mit, wie ihrem kleinen Bruder die rechte Hand abgeschlagen wird. Das ist das letzte Mal, dass sie ihn sieht.


    Die nächsten Jahre verbringt sie als Gefangene des Hauses de Montgomery auf Burg Shrewsbury. Einzig ihr königliches Blut hält sie dort am Leben. Sie wird in die Tugenden einer Dame eingeweiht, was ihr völlig sinnlos erscheint. Sie wird nie einen gutbetuchten Mann finden und so zieht sie sich durch ihre aufmüpfige Art häufig den Zorn von Madame de Mabile zu, der Haushälterin der Burg. Als Strafe wird Nesta zu Küchendienst verdonnert, den sie weit lieber macht als sich mit dem Stickrahmen zu beschäftigen.


    Ihr eintöniges Leben wird je auf den Kopf gestellt, als der eigentliche Hausherr getötet wird und Arnulf de Montgomery den Sitz des Hauses besteigt. Er hat einen Narren an Nesta gefressen, die ihrerseits panische Angst vor ihm hat.
    Bevor sich aber Nestas schlimmster Albtraum bewahrheiten kann - die Frau an Arnulf de Montgomerys Seite zu werden - kündigt sich der König samt Gefolge an.
    Durch ihre typische tollpatschige Art fällt sie beinahe dem Bruder des Königs, Henry, in die Arme. Ein Blick in seine strahlenden Augen und um Nesta ist es geschehen.
    Auch sie bleibt dem königlichen Gefolge nicht verborgen und so wird Nesta mehr und mehr aus dem Hintergrund geholt und ihrem Blute würdig behandelt. Sehr zum Missfallen des Hausherren.


    Als Henry ihr den Vorschlag macht, mit an den englischen Hof zu kommen, glaubt Nesta an eine wundervolle Zukunft. Doch auch am englischen Königshof ist nicht alles Gold was glänzt.
    Während Nesta Henry immer weiter verfällt, plant dieser seine Hochzeit mit einer anderen. So bricht er Nesta das erste Mal das Herz. Und auch wenn sie weiß, dass er aus politischen Gründen gar nicht anders kann, schmerzt es doch sehr.
    Einzig ihre Freundin Ansfride ist ihr in dieser Zeit ein Trost. Sie macht Nesta schnell klar, dass die Henry nie für sich allein haben wird. Lediglich als Mätresse hat sie eine Chance an seinem Leben teilhaben zu können, doch Nesta wehrt sich dagegen. Noch.


    Es dauert gar nicht lange, da ist Henrys Gemahlin schwanger und sein Ehebett leer. Er lässt mitten in der Nacht nach Nesta schicken und obwohl ihr klar ist, dass dies ein gestohlenes Glück ist, geht sie darauf ein und teilt sein Bett. Diese nächtlichen Stunden sind die einzigen wofür sie am Hof lebt auch wenn es ihr unangenehm ist so unter dem Blick er Königin zu leben.
    Um ein wenig allein mit Nesta zu sein und auch um ihr eine Freude zu bereiten, bricht er mit ihr nach Wales auf. Endlich ist Nesta wieder in ihrer Heimat und sofort blüht sie auf. Ihre Zeit mit Henry, weit ab der strengen Blicke des Hofstaates, ist die bisher schönste ihres Lebens. Als sie dann auch noch schwanger wird, scheint sie vor Glück zu platzen.
    Sie glaubt jetzt würde alles gut werden, sie, ihr ungeborenes Kind und Henry würden eine kleine Familie werden, doch Henry hat anderes mit dem Kind geplant und bricht Nesta ein zweites Mal das Herz. Sie erkennt den Mann, den sie liebt nicht wieder und wendet sich von ihm ab.
    Nicht nur um ihr seine Macht zu demonstrieren, vor allem aus politischen Gründen, beschließt er sie an jemanden zu verheiraten - ausgerechnet an den Mann, der sie 8 Jahre zuvor aus ihrem Heim wegholte. Für Nesta bricht die Welt zusammen.


    Meinung:
    Sabrina Qunaj hat einen unglaublich mitreißenden Schreibstil. Es geht einfach nicht, mal 'kurz' in dieses Buch zu lesen. Ehe man sich's versieht, steckt man schon mitten in der Geschichte und ist gebannt von Nestas Schicksal.
    Die Figuren sind so gut beschrieben, dass man sie sich ohne weiteres vorstellen kann. Auch das Personenregister im vorderen Teil des Buches hilft ungemein. Da es sich hierbei um ein historisches Werk handelt, dass seinen Ursprung in Wales hat, sind die Namen nicht immer leicht zu erfassen. Auch dafür hat Sabrina Qunaj eine Lösung. Noch bevor es mit dem Personenregister beginnt, zeigt sie auf, wie die walisischen Namen ausgesprochen werden.
    Eine Karte hilft ebenfalls bei der Orientierung. Sehr hilfreich, gerade für Menschen wie mich, die in Geschichte und Geografie immer eine Niete waren ^^


    Die Autorin hat sich bei der Recherche viel Mühe gegeben. In der Leserunde zu ihrem Buch hatte sie zu beinahe jeder Frage eine Antwort oder aber verwies auf einen Artikel. Wer es also auf authentische Romane abgesehen hat, kommt bei Die Tochter des letzten Königs voll auf seine Kosten.


    Die Charaktere wurden sehr plastisch beschrieben und jede Figur erhob sich aus den Seiten. Das man manchmal wegen der vielen verschiedenen Menschen verwirrt war, war denke ich normal ^^ Und ich bin bei sowas eh schnell verloren.
    Nesta ist natürlich die Heldin der Geschichte und doch hätte ich sie manches Mal schütteln mögen. Ja, sie war noch ein Kind und naiv, aber auf den Rat einer Freundin sollte man einfach mal hören.
    Dennoch waren ihre Beweggründe immer gut geschildert, so dass man es dann doch irgendwie nachvollziehen konnte.


    Nestas Zeit war eine Zeit des Krieges. Die Freinc unter Henry wollten das Land für sich erobern - die Waliser wollten es verteidigen. Mitten drin stand sie, geborene Waliserin, aber doch mehr Normannin als mancher glauben mochte. Ihr innerer Kampf beeinflusste nicht nur ihr Handeln, denn oftmals wurde sie von Henry und später auch von ihrem Gemahl um Rat gefragt. Das machte aus ihr eine wichtige Person an beiden Fronten.
    Ihr Temperament war ihr mit Sicherheit nicht immer dienlich, aber es macht sie zu einer Kriegerin. Sie stand stets ein für ihr Volk und ihre Familie und das kann man nicht ohne Rückgrat.


    Das Ende des Buches ist sehr gut gewählt, denn es lässt Platz für eigene Gedanken und Träume. Sehr viel aus dem Leben von Nesta und ihrer Familie ist nicht überliefert und so musste sich Sabrina Qunaj ganz schön in die Tiefe wühlen um die Geschichte plausibel zusammen zu tragen, über die Teile der Geschichte die gänzlich fehlen. Das ist ihr hervorragend gelungen =o)


    Ich habe lange keinen historischen Roman mehr gelesen und habe es sehr genossen. Die Autorin befasst sich in ihrem nächsten Roman - Das Blut der Rebellin (keine Rezension) - mit den Nachfahren Nestas. Das Buch soll am 16. März 2015 erscheinen - und steht schon auf meinem Wunschzettel ^^


    => Diese Rezension geht am 26.07.2014 hier online: http://buchjunkies-blog.de
    Heute hier: http://www.lovelybooks.de/auto…on/1103077624/1103080363/
    und bei Amazon habe ich sie auch eingestellt, aber das dauert ja immer etwas, bis die dann kommt.


    Ich fand die Leserunde toll, auch wenn ich nicht ganz so viel Zeit hatte am Anfang um dran zu bleiben =o)

    Ich konnte gestern Abend dann doch nicht mehr an mich halten und habe bis genau 23:59 Uhr gelesen ^^
    Inklusive Nachwort natürlich.


    Aber nicht ganz so schnell.


    Der Schatten von Nestas Entführung trübt noch immer die Ehe der beiden. Was es um so schlimmer macht, da Gerald diesen Windhund einfach nicht zu fassen kriegt.
    Als er schlussendlich dann doch gefasst und vor den König gebracht wird, kriecht Owain zu Kreuze und Henry vergibt ihm.
    Unglaublich!!!
    Er gibt ihm Land und setzt ihn als Verwalte ein *ts* >:(


    In der Zwischenzeit erhält Nesta Besuch aus Irland - ihr Bruder. Ein freudiges Wiedersehen, zumal er nicht vor hat gegen den König in den Krieg zu ziehen und mehr oder weniger nur auf Durchreise ist. Aber der König hat schon von ihm gehört und will ihn festnehmen lassen. So haben Nesta und ihr Bruder nur wenig Zeit miteinander.
    Gerald erweist sich einmal mehr als guter Mensch und warnt Nesta. Sie soll ihren Bruder samt seinen Kindern fortschicken. Das ist wiederum Verrat an der Krone, doch Gerald hofft, dass Henry es nicht ganz so genau nimmt.


    Gerald wird auf Nestas Bruder angesetzt und soll ihn töten. Das kann er nicht - schon gar nicht mit Owain an seiner Seite. Nun - Gerald fackelt nicht lange und nimmt sich seine so lange gepflegte Rache - er tötet Owain. Hurra!
    Endlich, endlich, endlich.
    Nun muss Gerald allerdings zum Hof um sich bei Henry für seine Tat zu entschuldigen und ihm erneut seinen Eid zu leisten. Henry ist alles andere als glücklich über diesen Racheakt, doch ganz so ein Unmensch scheint er dann doch nicht zu sein. Er vergibt Gerald und zu Nestas großer Überraschung wird ihr ältester Sohn, Harri, in Gerald Obhut übergeben, damit er ihn ausbilden kann.


    Ente ^^


    Naja, nicht ganz. Was aus Elizabeth geworden ist, fand ich schade. Sie war so eine süße Person, aber ich denke auch der Hof hat sie vergiftet. Und ja, sie war noch sehr jung als sie Ehefrau wurde. Neun Kinder sind wahrlich genug. Da steht ihr etwas Spaß zu - allerdings hätte ich es mir diskreter von ihr gewünscht.
    Henry ist wie eh und je kein Kostverächter und immernoch hinter jungen Betthasen hinterher. Manche Menschen ändern sich wohl nie.


    Das Henry Harri an Gerald übergibt ist denke ich kein Akt von Güte. Gerald ist ein erfahrener und truer Ritter des Königs und es könnte keinen besseren zur Ausbildung geben. Das er so wieder in Nestas Nähe ist, ist ihm wahrscheinlich relativ egal. Zumindest würde ich ihn so einschätzen.


    Ich kann mit diesem Ende sehr gut leben, auch wenn ich im Nachwort natürlich auch gelesen habe, dass de Frieden nicht lange anhält =o/

    Verdammt - den Rest des Buches werde ich heute wohl nicht mehr schaffen *grmpf*


    Okay, weiter gehts. Nesta ist mit dem Feind auf der Flucht. Schon bald merkt sie, dass viele auf der Suche nach ihr sind und Gerald beinahe das ganze Königreich mobilisiert hat. Das hat mir wirklich Hoffnung gegeben.
    Als klar ist, das Nesta schwanger ist, dachte ich mir 'Au weia'. Ich denke es war gut, dass sie das Kind verloren hat. Sicherlich ein schrecklicher Moment für sie, aber man weiß nie wie es sonst weiter gegangen wäre.


    Der Rotmalin zieht seine Kreise über den Fliehenden und schrenkt Nesta somit Hoffnung.
    Als ihre Kinder erkranken kann sie Owain endlich dazu bringen sie frei zu lassen - als Gegenleistung bleibt sie bei ihm.
    Es dauert nicht lange und Nesta erkrankt. Und endlich wird sie gerettet! Gerald hat es geschafft - auch dank des Vogels - seine Frau zu finden.
    Leider wird für Nesta nicht alles besser.


    Sie wird in die Burg de Clares gebracht um wieder zu Kräften zu kommen. Dort erfährt sie allerdings viel Kälte und kann es sich nicht erklären. Erst nach und nach erfährt man, dass Lügen über sie verbreitet wurden und die Menschen so dumm waren sie zu glauben.


    Ich mein, warum bitte schön sollte Nesta freiwillig mit diesen Kerl mitgehen und ihre Kinder zurücklassen? Ein bisschen gesunder Menschenverstand wäre schön gewesen.


    Auch Gerald ist ihr gegenüber abweisend und als sie dann von seinem Fehltritt erfährt bricht eine Welt für sie zusammen.
    Ganz ehrlich? Wattn Idiot! Da wird die Frau seines Herzens entführt - mit ihr fast alle seine Kinder nud der hat nichts besseres zu tun als sich jemand anderes ins Bett zu holen?
    Ich bin schwer enttäuscht von ihm.
    Ich weiß auch nicht ob ich Nestas Entscheidung, Ethil zurück zu holen gut heißen kann. Sie erscheint dadurch etwas zu gütig. Jede Frau wäre doch erst einmal sauer - und das nicht nur auf den Mann, auch auf die dazugehörige Frau. Sie hätte sich schließlich nicht in sein Bett begeben müssen.
    Verzweiflung und Trauer hin oder her. Nee, find ich nicht gut.


    Beruhigt hat mich, dass sich Nestas Bruder nicht in den Kampf seines Vetters einmischt. Ihm wäre das Ganze wohl auch zu heiß.


    So, es geht dem Ende entgegen ... mal sehen was da noch kommt.

    Wuah - shocking!


    Was für ein Abschnitt. Ich dachte schon - mensch, endlich mal nur tolle Dinge und dann so ein Ende.


    Aber von vorn.


    Gerald kommt nach Hause und streitet sich gleich wieder mit der Dorfbevölkerung ^^ So ist er eben. Aber seine Holde ist nicht weit und als er erkennt, dass sie - schon recht lange - schwanger ist, freut er sich wie ein kleiner Junge.
    Übrigens voll süß!


    Endlich klappt es zwischen den Beiden. Zwar braucht Nesta noch ein wenig um sich ihrer Gefühle sicher zu sein, aber als sie einen Sohn bekommt, ist Gerald kaum noch zu halten. Er überschüttet das kleine Wesen mit Liebe und auch Nesta sehnt sich nun endlich nach diesen Gefühlen.
    Zum Beltane-Fest überkommt sie die Leidenschaft - mitten im Wald *ts* - und fortan sind sie ein glückliches Paar. Das merken auch die Menschen in der Burg und in Dorf.
    Quasi ein happy end ^^


    Nachdem Gerald ihr bereits berichtet, dass er in eine andere Burg umziehen wird, beginnt für Nesta eine glückliche Zeit. Denn ihre neue Heimat ist nicht weit von ihrem ersten Sohn entfernt und sie wird ihn besuchen können.
    Das erste Treffen der Beiden steht bevor und Nesta ist mehr als nervös. Ihr Sohn Harri ist inzwischen zweieinhalb Jahre alt und er wird sie nicht erkennen.
    Als er vor sie geführt wird, kann sie ihre Gefühle nur schwer verbergen. Harri hat Angst, denn Nesta ist im fremd.
    Aber sie haben zukünftig viel Zeit sich kennen zu lernen.


    Gerald muss schon bald wieder los sich um den plündernden Hywel kümmern und endlich kann er ihn besiegen - daran ist sein bester Mann nicht unschuldig.


    Doch der Frieden wehrt nicht lange - Owain, Nestas Vetter aus Powys besucht die Burg und macht seine Aufwartung. Er macht klar, dass er Wales von Freinc säubern will und Nesta sein höchstes Begehr ist. Nesta hat Angst und diese ist begründet.
    Nur kurz darauf wird die Burg angegriffen und Nesta sieht ihren schlimmsten Albtraum wahr werden. Mit Mühe und Not kann sie Gerald dazu überreden zu fliehen, denn Owain will ihn tot sehen. Ihr wird er nichts antun - so glaubt sie.


    Als Gerald dann - etwas unwürdig - durch den Abtritt flieht, stürmen Owain und seine Männer die Burg. Nesta versucht ihm ins Gewissen zu reden, hat aber keine Chance.
    Mit Mühe und Not kann sie ihn dazu bringen den Kindern nichts zu tun und als Owain ihr durch eine Vergewaltigung seine Macht demonstrieren will, sind die Kinder nicht im Raum.
    Nesta will nur eins - am Leben bleiben für ihre Kinder und ihren Mann. Ihr jüngster Sohn, David wird mit Ethil in der Burg zurückgelassen um dem 'feigen' Burgherren zu berichten was passiert ist.
    Alle anderen müssen mit Owain mit.


    Manno - musste das sein? Ich hätte mal einen Abschnitt ohne Schock ganz toll gefunden *seufz*
    Aber ja, es war zu lange ruhig und irgendwie muss die Geschichte ja ihren Weg finden.


    Als ich von Gerald und Nestas Glück gelesen habe, musste ich nur lächeln. ENDLICH!
    Ich fand es auch besonders schön, dass Harri in die Familie integriert wird und seine Geschwister oft zu sehen bekommt.
    Und dann kam das Grauen. Boah, diesem Owain hätte ich gern schon bei seinem offiziellen Besuch ein langes Brotmesser ins Herz gerammt. Es war klar, er plant etwas schlimmes und das es dann auch so kam war grausam.
    Ich bewundere Nestas Verhalten, als ihr Vetter sich an ihr vergeht und ich hoffe wirklich, es bleibt ohne Folgen für sie. Womit wir übrigens wieder bei der Amputation wären ...


    Ich warte nun auf eine Rache von Gerald, denn nichts anderes hat dieser *Sternchen*sohn verdient.

    Dann will ich mich auch mal zu dem Abschnitt äußern.


    Nestas Ankunft in ihrer alten/neuen Heimat ist herzlicher als es sich jeder erträumt hatte. Die Menschen wollen ihr einen schönen Empfang bereiten, weil sie endlich eine der ihren wieder in ihrer Mitte haben. Das fand ich sehr schön =o)
    Die zwei Mädels von Gerald fand ich auch sehr süß. Klar freuen sie sich, das ihr Vater wieder nach Hause kommt - da vergisst man auch gern mal das Benehmen ^^


    Sehr schön fand ich, dass sowohl die Mädchen als auch Nesta sich für Vögel begeistern können. Das könnte ihnen gut dabei helfen sich anzunähern.


    Nun kommt es auch zum Vollzug der Ehe. Ja, ich kann Nestas Gefühle verstehen. Sie wurde bisher erst von einem Mann berührt und das auch zärtlich. Dieser Mann hat sie enttäuscht, verraten und ihr das Herz gebrochen. Wie soll sie es da also bei ihrem Feind zulassen wollen?
    Dass er den Akt dennoch vollzogen hat, war aber auch klar und logisch. Hätte er nachgegeben, hätte er vor ihr gänzlich verloren und sie hat schließlich gesagt er möge es endlich hinter sich bringen. Das er enttäuscht war, kann ich auch gut verstehen. Er wünscht sich mit Sicherheit eine liebevolle Ehe und wollte ihr auch den Beischlaf so angenehm wie möglich gestalten. Wenn sie sich dagegen wehrt, ist sie selbst Schuld.


    Widersprüchlich waren danach ihre Gedankengänge. Sie erträgt es nicht von ihm ignoriert zu werden, hat ihm aber genau das zu verstehen gegeben. Was erwartet sie denn?
    Hätte sie mit ihm gesprochen, wäre es wohl nie soweit gekommen und das sie mit ihm sprechen kann, weiß sie ja bereits. Die Chance dazu hatte sie.


    Nun ja, sie mischt sich in die politischen Geschäfte ihres Mannes ein und das ist auch ganz gut so. Ich glaube ohne ihr Zutun hätte dieses Treffen einen ganz anderen Ausgang gehabt.
    Auch weiß nun jeder, dass sie zu ihrem Gemahl steht - und trotzdem Waliserin ist. Das verunsichert die Menschen und vor allem auch die Gefolgsleute von Hywel.
    Sein Vertrauter - Gwgan - scheint mir kein schlechter Mensch zu sein. Ich glaube er ist des Kämpfens müde und will eigentlich seinen Frieden. Wie so viele andere auch.


    Als Gerald die Burg erneut verlässt um in den Regionen aufzuräumen und vielleicht doch Hywel im Kampf zu stellen, bemerkt Nesta, dass sie von der einen Nacht schwanger ist. Sie will es ihrem Ehemann nicht mitteilen lassen, aus Angst er könnte dadurch angreifbar werden. Und auch, weil sie Angst hat er würde denken das Kind wäre nicht von ihm.
    Man könnte es ihm nicht verübeln. Ich frage mich nur, ob es wirklich clever ist von ihr, es ihm nicht mitzuteilen. Nachher denkt er, sie will es ihm verheimlichen und hofft er möge nicht mehr zurückkommen und im Kampf fallen ohne zu wissen, das er erneut Vater wird.


    Schlussendlich entdeckt sie die Nachricht, in der Gerald mitgeteilt wird, dass die Vormundschaft über den kleinen Henry nicht abgetreten wird.
    Das sollte Nesta nun wirklich zum Nachdenken bringen und vielleicht lässt sie sich dann eher auf diese Ehe ein.


    Durch diese Nachricht - und eigentlich auch schon vorher - sollte Nesta auch wissen, dass er ihr ihre Kinder nie wegnehmen würde. Wozu auch? Schließlich hat er seine beiden Töchter auch bei sich. Er hätte sie genauso gut in ein Kloster oder zu einer anderen Frau geben können.
    Ich glaube er hält etwas auf die Familie und er wird mir eigentlich immer sympathischer.


    Ich finde es wieder interessant zu erfahren, wie damals mit Dingen umgegangen wurde. Das man mit Asche reinigt, ist ja schon aus frühester Zeit bekannt, aber das der Haushalt 3 Mal in Jahr neu eingekleidet wird, finde ich gut. In anderen Büchern denkt man sich immer - wie kommen die eigentlich je an neue Kleidung? Die Kleider der Hausherren werden sie wohl nicht auftragen und Geld verdienen sie ja auch keines um sich Stoffe zu kaufen.
    Schön, dass man es so mal erfährt - zumindest wie es die Waliser halten =o)


    Das Nesta im Haushalt hilft war für mich irgendwie klar. Sie ist niemand, der sich bedienen lässt und sie muss sich ja auch irgendwie beschäftigen. Sie war bisher auch nie jemand, der sich alles zutragen ließ und keinen Finger gerührt hat. Und ich finde es auch gut, dass sie von ihren Stieftöchtern erwartet, dass diese im Haushalt helfen. Schließlich kann man einen Haushalt viel besser führen, wenn man weiß, was da alles dran hängt.


    So, ich begebe mich jetzt wieder auf die Couch und versuche mich bei der Hitze keinen Milimieter zu viel zu bewegen :schwitzen:

    Ich denke, darauf hat Henry keinen Gedanken verschwendet, das war schließlich schon immer so, daß die Kinder der hohen Herrschaften von Ammen übernommen werden ::)


    Wann genau hat man damit eigentlich angefangen? Weil viel früher, wurden die Kinder ja von ihren Eltern großgezogen ...