Beiträge von dion

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    So, meine Rezi ist nach gefühlt 100x umschreiben jetzt auch online. Irgendwie bin ich nicht ganz glücklich, aber mehr kriege ich gerade irgendwie nicht hin *menno*


    Inhalt:
    In Arbora tobt das blaue Feuer. Jeder, ob Mensch ob Tier, kommt in den Flammen um, die der Erzpriester Lucio Tormeno entfacht hat. Noch lange danach soll die Stadt verlassen liegen, bis 53 Jahre später ein Erbe Tormenos wieder einen Fuß auf die Ruinen der einst prachtvollen Stadt setzt und sich einem Feind gegenüber sieht, der Rache geschworen hat.


    53 Jahre nach der Vernichtung Arbora: Milan Tormeno ist es Leid von seinem Vater behandelt zu werden wie ein kleines Kind. Mit seinen 16 Jahren hat er mehr Zeit damit verbracht sich auf seine Ausbildung im Roten Kloster vorzubereiten, als wirklich zu leben.
    Sein Vater, Nandus Tormeno, sieht in seinem jüngsten Sohn die letzte Chance, dass ein Nachfahre seines Blutes die großen Geheimnisse des Klosters erfährt und ihm das Wissen bringt, das er selbst nicht erreichen konnte.
    Gemäß einer alten Prophezeiung werden sich die Mären erheben um die Rückkehr der weißen Königin einzuleiten. Nandus weiß, dass die Zeit nun gekommen ist, denn wie vorhergesagt, verschwinden Sterne aus dem Firmament. Nandus weiß zu wenig um die Veränderungen einschätzen zu können. Mit Milans Hilfe will er die Geheimnisse lüften, doch dazu muss Milan seine Ausbildung ernst nehmen und mit harter Hand auf den richtigen Weg geführt werden.


    Milan hasst seinen Vater. Der ewig eisige Ton, die Disziplin, die ihm abverlangt wird und das ständige aufzeigen seiner Fehler hat ihn dazu gebracht sich an seinem Vater zu rächen. Nichts ist Nandus wichtiger als sein guter Ruf und genau den will Milan ihm nehmen.
    Von klein auf hat er die Mären geliebt, die ihm seine Mutter erzählt hat und auch die vielen Bücher beflügeln seine Fantasie. Während sein Vater all dies mit einem strengen Blick abtut, macht sich Milan den Glauben an die Märengestalten zu Nutze. Als Krähenmann verkleidet stiehlt er, vor den Augen unzähliger Gläubiger das größte Heiligtum, die Silberscheibe, aus dem Oktagon seines Vaters.
    Beim Kampf mit seinem Vater wird Milan verwundet, kann dennoch fliehen. Nandus ist außer sich und setzt alles daran den Dieb zu finden.
    Aber Milan bekommt Hilfe von einer rothaarigen Schönheit, die ihn zusammenflickt und ihm dabei hilft seine Tat zu verschleiern.


    Felicia, Schwertherzogin der Rose, treibt mit ihrem Begleiter Rainulf schon länger ihr Unwesen in der Stadt. Sie weiß, dass ein Angriff auf ihre Heimat, den Schwertwald, geplant ist und versucht an die Dokumente zu kommen um ihr Volk frühzeitig zu wappnen.
    Als ihr unverhofft Milan vor die Füße stolpert, nimmt sie sich seiner an - nicht uneigennützig natürlich.
    Während die Rebellen aus dem Schwertwald versuchen ihr Land zu schützen, versucht Nandus die Bevölkerung daran zu hindern, einer Mär auf den Leim zu gehen.
    Den Krähenmann gibt es nicht! Aber als in der Stadt, gemäß der Geschichten, immer mehr Kinder verschwinden, kann Nandus die Gerüchte nicht mehr aufhalten.
    Eine uralte Macht erhebt sich - und die Märengestalten sind nur die Vorhut. All das weiß Nandus und doch will er versuchen es zu verhindern. Er muss Milan dazu bringen ihm zu gehorchen, denn auch Nandus merkt, dass mehr in seinem Sohn steckt, als man auf den ersten Blick glauben mag.


    Meinung:
    'Der Verfluchte' ist der erste Teil einer Trilogie um Milan und das Land Azuhr. Im Prolog erfährt man, wie es dazu gekommen ist, dass Arbora eine Geisterstadt geworden ist. Im ersten Kapitel baut sich dann die gegenwärtige Geschichte auf und man lernt die verschiedenen Charaktere kennen. Das ist ganz nett gemacht mit den Kapitelüberschriften, die den jeweiligen Tag und die Tageszeit angeben. Allerdings war ich irgendwann so drin im Sog, dass mich die Überschriften Null interessiert haben. Hauptsache es ging weiter.


    Obwohl ich Bernhard Hennen schon mehrfach begegnet bin und so einige Bücher im Schrank habe, ist dies mein erstes gelesenes Buch von ihm. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Es ist wirklich richtig gut geschrieben. Jede Figur und jeder Ort erscheinen quasi plastisch vor dem inneren Auge und auch wenn am Anfang die Rollen noch leicht in Gut und Böse zu unterteilen sind, verschwimmen die Grenzen hier nach einer Weile und lassen einen manchmal grübelnd zurück.


    Auch wenn es sich hierbei um den ersten Teil handelt, hat der Autor - schon aus persönlicher Antipathie - auf einen Cliffhanger verzichtet. Jey! Das Ende des ersten Buches ist rund und auch wenn es nicht lange dauert, bis der zweite Band erscheint (schon im Herbst wird es soweit sein), kann man vorerst mit der Geschichte abschließen.


    Was dem Buch eindeutig fehlt ist ein Personenregister. Ich habe sowieso ein grusliges Namensgedächtnis und bei den vielen verschiedenen Figuren, bin ich dann doch ab und an ins Schwimmen gekommen. Dafür findet man im Umschlag eine Karte und die verschiedenen Wappen, die im Verlauf des Buches wichtig sind.


    Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band und hoffe, dass die Geschichte weiterhin so spannend ist.


    Links:
    Ist gerade hier online gegangen: http://www.buchjunkies-blog.de/?action=review&reviewId=2227
    Wird heute noch online gehen bei Amazon, Goodreads, BücherTreff, Lovelybooks ... ich glaub bei mehr bin ich nicht ^^

    Aaaaaalso - dann wollen wir mal.


    Juliano hat echt Glück. Es gibt halt auch unter den Rebellen noch Leute mit Ehre und Verstand und die haben sich hier zusammengefunden.
    Ich hoffe wirklich, dass Lucille nie die Hand an Rainulf und Rutger legen kann.
    Generell war mir Lucille total unsympathisch und übertrieben tyrannisch. Einen Standpunkt klar machen - okay, aber die Kirche könnte man hier auch mal im Dorf lassen.


    Nok ... puh. Irgendwie mag ich sie im Moment nicht so wirklich. Sie ist irgendwie kein wichtiger Charakter geworden und sehr undurchsichtig. Allerdings ist es ein Unterschied ob es undurchsichtig langweilig oder undurchsichtig mystisch ist. Im Moment ist sie für mich ersteres.
    Bin gespannt ob sich das noch ändert ...


    Der Krähenmann ist wirklich eine Mär für sich. Er ist grundsätzlich nicht böse, nur traurig und verletzt (also seelisch) und hat sich selbst einen Plan ausgedacht, wie er wieder zu seiner Liebe kommt. Das finde ich irgendwie süß. Und den Kindern tut er nichts - das finde ich auch gut. Seine Aussage, er nimmt nur Kinder, denen es bei ihm besser geht, finde ich grandios!
    Ob die Eltern nach deren Rückkehr merken, was sie an ihren Kindern hatten? Wäre denen ja zu wünschen.


    Nandus. Ist immer mehr ein Charakter der spannend ist und wohl noch einiges zu tun hat. Er zeigt ja immerhin Gefühle für Milan, als er sich die Worte der Hexe noch einmal durch den Kopf gehen lässt!
    Aber ich glaube das bringt beide nicht weiter. Ich würde es ja gut finden, wenn am Ende die beiden zusammen auf einer Seite stehen und kämpfen.


    Nun zum Titel - ich sehe Milan nicht als 'verflucht'. Warum, weil er ein Fleischweber ist? Aber das weiß er ja Zeit seines Lebens gar nicht, bis Nok ihm das offenbart. Oder war es Felicia? *grübels*
    Wie auch immer ... ich würde ihn eher als auserwählt sehen. Es hat ja - vielleicht - nicht nur Nachteile (siehe der Versuch Felicia in eine Mär zu kleiden, damit sie wieder aufersteht).


    Gideon - ach, was ein putziges Ding. Ich liebe ja die Nebencharaktere meist viel mehr als die eigentlichen Hauptakteure =o)
    Gideon ist zwar ein bisschen einfälltig, aber er hat das Herz am richtigen Fleck. Und ich bin sehr gespannt was es mit der weißen Königin auf sich hat.
    Was meint er damit, dass sie in seinem Kopf und damit immer im Wald ist? *grübels*


    Diese Silberscheibe ist schon sehr mysteriös :D Fälschung oder nicht? und was kann sie? warum spricht sie? Hoffentlich wird es noch in diesem Band aufgedeckt!


    Es ist ja nur noch ein Abschnitt... :o


    Na nu aber hurtig ;)


    Die Silberscheibe ist schon spannend - vor allem, wenn die Kerbe in der jetzt fehlt. Hat Nandus dann gelogen, als er meinte, es wäre eh eine Fälschung?
    Oder ist das Original gestohlen worden und eine andere - aus einem anderen Oktav - eingesetzt worden? ???


    Mit Wolfhard von Urschlingen betritt ein weiterer spannender Charakter die Bühne. Spannend auch deswegen, weil er nicht aus Überzeugung kämpft, sondern für diejenigen, die ihm das beste Angebot unterbreiten. Und er ist mit seiner recht großen Schar eine Größe, mit der man rechnen muss.


    Ein Charakter den ich irgendwie mag - bisher jedenfalls. Er hat seine Prinzipien, ist sich aber auch für nichts zu Schade.

    Ach ja, Arbora. Die vielen Geister dort sind aber glaube nicht erst jetzt wieder da. Ich dachte dass es früher schon hieß, dass einige Menschen dort hin sind um was zu finden und nie zurückgekehrt sind.
    Da dort aber auch niemand wohnt, scheinen die jetzt nicht zwingend erfolgreich gewesen zu sein.


    Also glaube ich, dass zwar Matteo erst durch Nandus erscheinen dort wieder aufersteht, aber die Geister - gerade auch das Mädchen - dort schon länger spuken.

    Wieder ein Abschnitt in dem viel passiert.


    Als Matteo scheint ja gerade erst aus seinem Grab auferstanden zu sein. Sonst hätte er sich ja erinnern können, was in den letzten Jahren so war, oder?
    Aber kommt das nur weil die Mären sich erheben oder bei ihm speziell weil ein Nachfahre Lucios wieder in der Stadt ist? Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen ... er hat schließlich Rache geschworen.


    Milan wird von Rainulf gerettet - ich gestehe, ich bin da auch froh drüber, dass es nicht Kang war. Nok ist mir irgendwie nicht geheuer. Ich glaube nicht, dass sie ihm was böses will. Sie wil ihn aber - wie alle anderen auch - nur für ihre Sache benutzen. Das finde ich nicht gut. Ich denke Milan muss generell endlich mal entscheiden was er selbst eigentlich will.
    Auch die Herzöge wollen ihn benutzen. Erst als Druckmittel gegen Nandus - aber was, wenn das nicht reicht? Werden sie ihn dann einfach umbringen? Oder kann Rainulf da noch was machen?


    Hach, Gideon. Fand ich irgendwie süß. Ein bissl naiv und irgendwie tat er mir einfach nur leid. Ich hoffe es geht ihm soweit gut und er kann sich noch mal revanchieren.


    @Bernhard
    Also das mit den Nachttöpfen und Juliano ist ja nun mal echt eklig :angst:
    Damit den Schild zu beschmieren - okay, aber ihn zwingen das zu essen? Bääääääägs!


    Nandus. Wäre er kein Vater in diesem Buch, wäre er der perfekte Fantasyheld. Ein Mann ohne Angst, der sich in jeden Kampf wirft und nicht zimperlich ist. Da man aber weiß, wie er mit seinen Söhnen umgeht, ist das immer so ein bissl mit schalem Beigeschmack.
    Vielleicht rauft er sich mit Milan ja irgendwann doch noch zusammen ... es wäre beiden zu wünschen.

    Ich fand ihn nicht dumm, sonder sehr tapfer. Zu wissen, dass er den Krähenmann nicht aufhalten kann und sich dennoch für die Kinder seiner Stadt einzusetzen ... In meinen Augen wäre das die Aufgabe von Nandus gewesen, um den Brückentroll hat er sich ja auch "gekümmert".


    Da wurde er aber auch unmittelbar angegriffen. Der Krähenmann hat ihn ja nicht angegriffen. Er treibt sein Unwesen in der Stadt und Nandus ist eher der Meinung, es gibt ihn nicht. Zumindest am Anfang.


    Für mich ist die Geschichte zwischen der Silbernen und dem Krähenmann einer der großen Aufhänger ... Außerdem: Wenn der Krähenmann eher eine Randgeschichte ist, warum ist dann eine Krähe auf dem Cover? Rein aus optischen Gründen?


    Manche machen sowas, weil es einfach hübsch ist. Aber ich hoffe doch sehr, dass der Krähenmann eine wichtigere Rolle hat als nur Lorenzo zu verletzten und 3 Kinder zu mopsen.
    Dann wäre es irreführend und es beginnt ja schon damit, dass Milan sich als Krähenmann verkleidet ... ich hoffe wirklich sehr, dass da mehr hinter steckt und er eine Schlüsselrolle in der gesamten Geschichte hat.


    Also ich denke, das sind zwei verschiedene Dinge.
    Den Seemann hat er als Fleischweber selbst "erschaffen". Das kann er ja vielleicht noch lernen, wie das willentlich geht.
    Die Mären entstehen aber wohl, weil die Zeit gekommen ist. Also weil die Prophezeiung nach und nach eintritt. Von wegen Himmelskonstellationen, drei Fleischwebern usw. Das ist zum Teil auch sein "Verdienst" aber nicht nur, denke ich. Vielleicht erstehen die Toten auf, weil Nandus in der abgebrannten Stadt aufgetaucht ist. Also auch eine Art Fleischweben. Nur halt bei den Toten?


    Ja, so ungefähr denke ich mir das auch.

    Ich glaube auf gar keinen Fall, dass er Milan gebrochen hat ! Vielleicht kurzfristig ausgenockt, bzw. angeschlagen...
    Ich denke da eher an : Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitermachen - und zwar mehr als zuvor. Er wird nichts unversucht lassen, seinen Vater zu schaden.


    Ja nee - war vielleicht falsch ausgedrückt ^^
    Eher im Augenblick. Ich denke auch nicht, dass er komplett durch ist, aber vielleicht ... emotional gelähmt? :)


    Also, wenn sich das als Grund herausstellen sollte, wäre ich sehr enttäuscht... wenn man sowas so aufbaut und dann eine Familiengeschichte aus dem Fantasyroman macht, wäre das für mich fatal für das Lesevergnügen.


    Das wäre aus meiner Sicht nicht ausreichend. Da muss mehr vorgefallen sein. Ich denke da eher so in Bahnen wie der Falce von seiner Familie.
    Vielleicht hatte Nandus einst eine Frau, die anders war oder auch von woanders. Aus dem Schwertwald zum Beispiel. Und das er sie durch irgendetwas verloren hat. Etwas, woran er eine Teilschuld trägt, aber nicht, dass er sie gemordet hätte oder sowas.