Beiträge von dion

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    Außerdem habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder Erfahrungen mit enttäuschten Lesern gemacht, die glaubten das Buch würde noch dreißig Seiten weiter gehen und sich dann am Beginn des Registers fanden ... Und moserten, es hätte kein richtiges Ende gegeben. In meinen Augen meist ungerechtfertigt.


    Na das ist ja doof. Dann sollten solche Leute lieber keine Bücher lesen, in denen solche Register nötig sind.
    Gerade bei Fantasy- und historischen Romanen finde ich ein Register ein Muss.


    Ich denke mal, dass die relevante Person später der Sohn des Erzmagiers sein wird. Wobei 53 Jahre später... da ist selbst er eher ein Greis. :-\


    Jein - laut Klappentext (oder heißt es Klapptext? *grübels), ist die Hauptperson der Sohn von Nandus. Also somit der Enkel von Lucio. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Nandus vielleicht so um die ... 12 war, dann wäre er in der eigentlichen Geschichte 65. Nun ist die Frage: Wie alt werden die Menschen in dieser Welt? Eher wie die Menschen im Mittelalter? Dann wäre er lange tot - oder wie wir heute, dann wäre er ein Rentier.
    Somit müsste dann wiederum sein Sohn - ich würde mal auf das übliche Alter in solchen Geschichten tippen - 20 sein. Ist 45 zu spät um einen Sohn zu kriegen? Ich denke nicht. Die Mutter könnte ja jünger sein *spekulier*


    Oder aber, die Menschen in diesem Buch würden älter werden, dann wäre das wiederum kein Problem.


    Glaubt ihr wirklich, dass Matteo überlebt hat? Ich hatte es ja fast so verstanden, dass er durch Camilla ebenfalls angesteckt wurde und wenn er überlebt hätte, wäre er doch ein jemand, der die Pest weiter verbreitet hätte...


    Es sei denn, er hätte sich noch nicht angesteckt oder wäre jemand, bei dem es nicht ausbricht.


    Ich bin jetzt mal fies und würde mir beinahe wünschen, dass er überlebt hat und seinen Hass an seine Nachkommen weitergegeben hat - weil wer wäre sonst der Bösewicht?
    Schließlich hat er so schön Rache geschworen ;)

    Hallöchen zusammen.


    So, ich bin nun gestern auch durch den Prolog durch und will meinen Senf dazu geben =o)


    Es ist tatsächlich das erste Buch von Bernhard, das ich lese - dabei habe ich massig im Schrank stehen ;o) Aber das wird sich auch ändern, denn ich weiß ja jetzt, dass sein Schreibstil wirklich gut ist *puh*
    Nichts ist fieser, als wenn einem ein Autor sympathisch ist und dann kommt man mit der Schreibart nicht klar *gräusel*


    Die Aufmachung vom Buch (einfache Ausgabe) finde ich schon mal sehr schick und bin auch ganz angetan, dass sich meine Finger bisher noch nicht blau verfärben. Ich hoffe das bleibt so.
    Die Karte innen finde ich super, was mich allerdings auch stört, ist, dass es kein Personenregister gibt. Gerade bei solchen umfangreichen Büchern ist das sehr hilfreich. Zumal mein Gedächtnis große Ähnlichkeit mit einer Filtervorrichtung in der Küche hat.


    Aber fangen wir an. Lucio war mir sofort sympathisch. Daran hat sich auch nichts geändert im Laufe des Abschnittes. Ja, seine Entscheidung war ... nennen wir es krass ... aber er hat im Großen gehandelt. Vermutlich wird genau das von einem Erzpriester verlangt. Ich kenne mich mit Kirchendingen nicht sonderlich gut aus, aber sollte ein Priester nicht etwas weniger grausam sein? Die Aktion mit dem Hafenmeister war schon ... makaber. Und warum sollte dieser wiederum weder schreiben noch sprechen können? Am Ende sollten doch eh alle sterben *grübels*


    Ilja scheidet ja gewissermaßen die Geister. Ich habe ihn als jungen Waffenknecht wahrgenommen und daher seine Reaktionen sowohl auf die Misshandlung von Elisa als auch auf die Verbarikadierung der Stadt als Impulsivität abgetan. Vermutlich genoß er auch einfach die Leichtigkeit der Kinder während der gemeinsamen Zeit, weshalb er seinen Befehl missachtet hat und sie aus der Stadt bringen wollte.
    Sehr traurig, dass es nicht geklappt hat :(
    Ich mochte ihn und hätte ihm ein besseres Ende gewünscht, aber offenbar sollten wir gleich mal richtig eingestimmt werden in die Geschichte - wer weiß was noch alles passiert ;o)


    Matteo - ein Idiot! Natürlich wusste er von der verseuchten Ware, hatte aber unter Umständen nicht genug Hirn um zu schlussfolgern, dass er sich damit den schwarzen Tod in die Stadt holt. Ich glaube, soweit hat er gar nicht gedacht.
    Und - wie auch odenwaldcollies - bin ich mir nicht sicher, dass Matteo die Botschaft Lucios (warum muss ich immer an Malfoy denken? *grübels*) verstanden hat. Sonst hätte er vermutlich anders reagiert.


    Karol ist so der typische Anführer. Er schreckt vor nichts zurück, ist immer vorn mit dabei und lässt im Krampf für andere sein Leben. Das zeichnet ihn aus und hat Respekt verdient.


    Die anderen Charaktere sind für mich eher blass geblieben. Elisa kommt als Nebencharakter vor, genauso wie der Hafenmeister und die Dirne. Alle haben ihre Rolle, aber keine so große, als dass ich mir um sie besondere Gedanken gemacht habe.
    Die Kette, die Matteo in Gang gesetzt hat, war natürlich klar. Der Seemann, mit dem Camilla am Abend zuvor verkehrt hatte, war sicherlich vom Schiff 'Magdalena' und ebenfalls ein Träger der Pest. Somit wäre es am Ende wieder bei Matteo gelandet. So schließt sich der Kreis.


    Ein wenig irritierend finde ich die Kapitelüberschriften. Ich kann wenig mit der Zeitrechnung anfangen, wenn ich selbst keinen Überblick habe über die Zeitschiene.
    @Bernhard
    Gibt es hierzu vielleicht irgendwo eine Aufzeichnung?


    Sonst bin ich immer durch Bücher durchgerannt - also durch die Abschnitte, aber hier mache ich es mir lieber gemütlich und genieße den Augenblick :)

    Nabend.


    So, ich will dann auch mal meine Rezension nachschieben:


    Inhalt:
    Martha ist Inhaberin und Betreiberin eines der schnuckeligsten Kinos in Köln. 'Das Lichtspielhaus' hat sie vom vorherigen Besitzer geerbt, zusammen mit allem was dazu gehört. Die nicht zu verachtende Summe zur Reparatur und Instandhaltung hat sie inzwischen entsprechend eingesetzt und auch wenn sie das Kino über alles liebt, wirkt es doch immer ein wenig grau.
    Viele Filmposter aus vergangenen Zeiten und auch der gemütliche Kinosaal strahlen nicht mehr im Glanz alter Tage. Auch wenn sie es versuchte, es waren doch immer dieselben Menschen, die zu Besuch kamen. In erster Linie Kritiker und Presseleute, sobald sie wieder einen besonderen Film herausholte und ins Wochenprogramm gab.


    In Marthas Liebesleben ist es beinahe ähnlich grau. Seit sie von ihrer großen Liebe Tom verletzt und verlassen wurde, hatte kein Mann mehr Platz in ihrem Herzen gefunden. Den Glauben an die große Liebe hat sie eh nicht und Happy Ends gibt es sowieso nur auf der Leinwand oder im Kitschroman.
    Susanna, Marthas Freundin und einzige Angestellte, hingegen hat den Mann fürs Leben gefunden und ist auf dem besten Wege eine wundervolle Mama zu werden. Leider kann sie nun nicht mehr für Martha arbeiten und ganz alleine kann diese den Betrieb auch nicht stemmen. Nach einem nächtlichen Überfall ist sie zudem ängstlich, gerade in den Abendstunden allein im Kino zu sein. Was sie braucht ist ein Mitarbeiter mit Türsteherqualitäten.
    Aus einer Laune heraus hängen die beiden einen Zettel im Café aus mit Telefonnummern. Als Martha zur Einsicht gelangt, dass man so keine qualifizierten Mitarbeiter finden kann, ist es allerdings zu spät.


    Erik, unverbesserlicher Optimist und Nachwuchsdrehbuchschreiber, hat sich bereits die Nummer notiert. Bis zur Fertigstellung seines ersten Filmes ist es noch ein langer Weg und er braucht dringend einen Job für den Übergang. Was wäre da besser als eine Anstellung in einem Kino?
    Erik wählt die Nummer und landet wenig später bei Martha. Er versucht sich Best möglichst zu verkaufen und nach einem kurzen Vorstellungsgespräch ist er auch schon eingestellt. Das hierbei auch seine Statur eine gewisse Rolle spielt lässt seine neue Chefin unter den Tisch fallen. Es ist ja nur für den Übergang, bis sich jemand geeigneteres finden lässt.
    Dass bei Martha und Erik grundverschiedene Welten aufeinander prallen ist vor allem Susanna klar, aber sie glaubt das Eriks unerschütterliche gute Laune genau das ist was sowohl Martha als auch ihr Kino brauchen.


    Nach nur wenigen Tagen ist Martha von Erik genervt und fragt sich, wie man so naiv durchs Leben gehen kann. Und doch fühlt sie sich in seiner Nähe sicher. Als sie bei einem gemeinsamen Einkauf der Vorräte geradewegs Marthas Ex Tom und seiner ziemlich schwangeren Neuen in die Arme laufen kommt Martha eine blöde Idee, die sie schon bald in Teufels Küche bringt. Aber ist es nicht genau das, was Martha braucht? Ein wenig mehr Leben in ihrem tristen Alltag? Dafür ist Erik in jedem Fall die richtige Person.
    Aber auch Stefan, ihr Stammkritiker, versucht Martha für sich zu begeistern.


    Ein Kino, zwei Männer und eine Frau - kann es hier ein Happy End geben?


    Meinung:
    Ich habe Marie Adams im letzten Jahr auf der lit.Love kennengelernt. Da ich bislang nicht dazu gekommen bin mir ein Buch von ihr vor die Nase zu halten, habe ich mich für die Leserunde angemeldet und war gespannt. Ich persönlich liebe ja Filme - sofern sie gut gemacht sind. Der Plot versprach spannend zu werden und das Cover animierte zum nächsten Kinobesuch doch mal eine Portion Popcorn zu kaufen.
    Allerdings ist Martha alles andere als begeistert von Popcorn und das hat einen guten Grund. In ihrem Kino gibt es weder eine Popcornmaschine noch Popcornkino. Dafür sucht sie sich altbewährte Klassiker raus und lockt damit vor allem ältere Generationen ins Kino.
    In meiner Stadt gibt es vor allem natürlich die großen Kinos mit Blockbuster-Programm, aber auch ein paar Nischenkinos. So laufe ich jedem Tag an einem vorbei und seit ich dieses Buch gelesen habe, schaue ich intensiver auf die Programmankündigung. Ob es dort auch kein Popcorn gibt? ;o)


    Marie Adams beschreibt das Kino ziemlich gut und man meint beinahe den leicht staubigen Geruch in der Nase zu haben. Allerdings konnte mich die Autorin überhaupt nicht mit ihren Charakteren begeistern. Susanna ist eine glückliche junge Frau mit Träumen und ausgerechnet sie verlässt Martha, die in ihrer negativen Einstellung allem und jeden gegenüber einfach nur unsympathisch ist. Sie sucht beinahe ständig nach dem Haar in der Suppe und wenn sie keines findet, dann fügt sie es eben selbst ein. Obwohl Martha gerade 30 Jahre alte ist, macht sie den Anschein einer alten, verbitterten Frau die vom Leben gezeichnet ist.
    Natürlich spielt hier auch ihre Vergangenheit mit Tom eine große Rolle, aber man könnte meinen, sie ist in der Zeit hängen geblieben.


    Und dann ist da Erik. Ein Luftikus, Sonnenschein und beinahe übertriebener Optimist. Erik glaubt fest an die Liebe, an das Leben und an seinen Erfolg als Drehbuchautor. Seine gute Laune tut beinahe weh und fast konnte ich Martha verstehen, dass sie ihn als kindlich und naiv abstempelt. Aber mit der Zeit lernt man Erik besser kennen und fiebert mit, wie es bei ihm weitergeht. Das aus den beiden ein Paar wird ist so ausgeschlossen wie eine Hochzeit im Vatikan.
    Die meisten Charaktere machen während der Geschichte eine gewisse Entwicklung durch - Martha nicht. Das nimmt leider sehr die Freude am Buch.


    Da die Autorin während der Leserunde dabei war und bereits erwähnte, dass sie das erste Mal eine eher knifflige Hauptprotagonistin in einem Roman verwurstelt hat, werde ich mich an einem anderen Buch aus ihrer Feder versuchen. Eines weiß ich nach diesem Buch - ich brauch einen Hauptcharakter den ich leiden kann. Und wenn es nicht am Anfang ist, dann doch wenigstens nach dem ersten Drittel.


    Die Rezension ist heute auf dem Blog online gegangen:
    http://www.buchjunkies-blog.de/?action=review&reviewId=2216


    Am Wochenende werde ich sie noch auf Lovelybooks, Amazon, Goodreads und im BücherTreff online bringen.


    Daniela
    Und ein anderes Buch lese ich auf alle Fälle von dir noch und freue mich auf eine sympathische Heldin :)


    Ganz lieben Dank für die Leserunde :bussi:


    Die schon befürchtete komplette Verwandlung der Person Martha ist leider eingetreten.
    Quasi über Nacht ist das geschehen. Sie ging mit all ihren Seltsamkeiten und Unbeholfenheiten, ihrer Abneigung gegen Fröhlichkeit und Optimismus abends zu Bett - und stand als völlig neue Martha, gehäutet sozusagen, am nächsten Morgen auf. Nein, so geht das wirklich nicht!
    So habe ich also immer wieder zurückgeblättert, um nach dem entscheidenden Punkt zu suchen, an dem die wundersame Wandlung begann, aber ich habe ihn nicht gefunden. Martha ist und bleibt nicht zu verstehen!
    Ich gebe es also auf, mir darüber den Kopf zu zerbrechen und stelle fest, dass ich den Roman offensichtlich nicht verstanden habe und nicht weiß, was die Autorin damit sagen wollte.


    Also der Knackpunkt war hier denke ich die Filmpremiere. Sie hat gesehen, was Erik mit seinem unerschütterlichen Optimismus erreicht hat.


    Dass sie aber in Herzensgüte plötzlich ihrem Ex und seiner kleinen Familie alles Gute wünscht ist ... mir fehlen die Worte. Ich habe auch schon einige gescheiterte Beziehungen durch und keine ist in Freundschaft auseinander gegangen, aber keine hatte so einen Abgang wie ihre Liebe zu Tom. Trotzdem halte ich es eher so - mir doch egal. Die leben ihr Leben, ich lebe mein Leben.
    Das sie Tom abgrundtief verabscheut, weil er sich einfach mal wie ein Arschloch verhalten hat, ist eine völlig natürliche Gefühlsregung und nur durch einen Film, ändert man diese nicht so einfach. Vor allem nicht bei solch einer Vorgeschichte.
    Klar kann sie über ihn nun endlich mal hinweg sein, aber viel weiter würde ich hier nicht gehen. Meine persönliche Meinung.


    Mein Problem ist hier eigentlich - ich finde die Idee des Buches wirklich gut und die Szenerie sagt mir auch total zu, leider machen die Protagonisten alles kaputt =o(

    Das beruhigt mich jetzt schon! Aber da ich eh immer ein Buch dabei habe, wäre es nicht langweilig geworden :D


    Wir schon, aber das sind ja Filmemacher und -gucker. Ob die auch lesen?


    Glaubt ihr wirklich, dass diese Beziehung eine Chance hat? Zwei Personen, die so grundverschieden sind? Und Martha, die sich im Negativen so wohl fühlt? Nein... das geht schief! Man ändert sich auch im größten Glück nicht so vollkommen und dauerhaft!
    Aber das werden wir nicht erfahren...
    :winken:


    Hm, ich kann es mir nicht vorstellen. Ja, Menschen können sich verändern - in gewissen Dingen auch von Jetzt auf Gleich komplett zum Beispiel konsequente Zigarettenaufgeber. Aber in seinem Wesen so komplett, kann ich es mir nicht vorstellen.
    Ich bin seit ich denken kann ein Realist mit Hang zum Pessimist. Joah, is halt so. Hat auch positive Seiten ;o)
    Aber ich könnte nicht sofort zum Optimist umschwenken ohne Rückschläge. Das geht nicht. Dafür müsste der Mensch sein Innerstes verstellen und eigentlich ist sowas ja ein Lernprozess.


    Also, nein, wenn es nur halbwegs realistisch wäre, hält die Beziehung nicht auf Dauer.


    Was den Ort des Dates angeht... ich hätte einsam und verlassen im Kino gewartet :totlach:


    Ich auch :totlach:


    Ich habe das Buch dann heute beendet und ja, es war klar, dass sich am Ende alles fügen wird, aber selbst mir - die ich ein Happy End zwingend brauche - war das too much.


    Während ja die ersten Abschnitte recht zeitnah liefen, scheint im letzten jetzt ja wenigstens ein halbes Jahr zu vergehen. Oder wie kommen wir vom Frühsommer plötzlich zum Spätsommer?


    Ich freue mich für Erik, dass sein Film offenbar so gut angekommen ist. Sein unerschütterlicher Optimismus ist am Ende fast ansteckend und obwohl es so sein muss, hätte ich ihm wohl eher eine Frau wie Eva oder Susanna gewünscht, statt das Trauerklößchen Martha.


    Stefan geht mir die ganze Zeit irgendwie auf die Nerven. Er ist sowas von Anti, dass er und Martha prima zusammen passen. Aber da das Ende ja anders lauten musste, folgte hier ein Schluss. Seine Bemerkungen sind immer ein Ticken zu viel Ablehnung. Müssen Kritiker so sein?


    Ich kann Martha sogar glauben, dass sie merkt, das Stefan nicht gut für sie ist und Erik schon, aber es war irgendwie zu plötzlich. Realistisch wäre es wohl gewesen, wenn sie sich mit ihm verabredet hätte, auf neutralem Boden um sich einfach mal auszusprechen. Danach hätten sie immernoch einen Neuanfang wagen können. Aber dass sie am Ende am Familientisch sitzt .... ja nee.


    Dorothea und Martha könnten ideal verwandt sein. Beide sind sie doch sehr abgestumpft, was die Liebe angeht.
    Ich bin ja nun erst kurz verheiratet, aber schon eine halbe Ewigkeit mit dem selben Mann liiert. Klar kommt irgendwann ein bissl Routine auf, aber daran kann man ja was ändern. Und das ziemlich fix. Das Dorothea das erst auffällt, als Erik und Martha zueinander finden, ist zu viel. Allein die Ehe ihrer Eltern und die Einstellung ihrer Schwester und ihres Bruders zur Liebe, hätten hier schon früher Früchte tragen müssen.
    Gerade weil sie ja doch häufiger aufeinander hocken.


    Ende gut, alles gut. Aber mir war es - wie auch ysa & Caren einfach zu viel des Guten.


    Ich mag Eva sehr gerne. Sie scheint mit dem richtigen Herzblut dabei zu sein und ist trotz Stress mit den Kindern ein Goldstück.
    Und dann war da noch Agathe. Martha hat sich also dazu entschlossen sie zu bezahlen. Na gut, wenn sie meint. Ich kann mir aber auch Agathes Interesse an ihrem Vater so plötzlich nicht erklären. Sie hätte doch schon früher mal nach dem Grab schauen / fragen können.


    Alles in allem wurden hier alle Fäden zu einem Knoten geführt. Um das für den Leser nachvollziehbarer zu machen, hätte es wohl schon im Abschnitt davor anfangen müssen. So ist es eine übereilte Aktion von allen Beteiligten.


    Immerhin musste die Popcornmaschine nicht zurück ;)

    Wobei ich mich frage, wie denn das Fügen aussehen könnte ohne komplett unglaubwürdig zu sein! Dass Martha plötzlich aus ihrer lebenslangen alten Haut schlüpft und plötzlich ein buntschillernder Schmetterling aus ihr wird? Dass aus einem Sauertopf ein lebensbejahender Optimist wird? Nie im Leben würde ich das abnehmen! Ich fürchte ( ständig "fürchte" ich etwas bei diesem Roman, - das wird schon langsam langweilig...), dass nichts mehr die Geschichte retten kann - außer ein folgerichtiges, richtig mieses Ende! ;)


    Ja, das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber vielleicht wäre ja zumindest eine kleine Richtungsänderung praktisch. Sie muss ja nicht sofort Erik auf die Arme hüpfen und mit ihm in den Sonnenuntergang reiten - aber so ein bissl 'positive' Stimmung wäre schon gut.

    Der dritte Abschnitt ist dann auch durch.


    Agathe soll also die Tochter vom Vorbesitzer sein. Hm. Okay, kann sein. Aber warum schleicht sie da dann rum und macht dämliche Andeutungen? Einfach mal Butter bei die Fische und dann ist gut.
    Kann ich ja gar nicht haben sowas.
    Ich bin da auch etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite - soll sie es beweisen! - auf der anderen Seite, sie wusste ja vorher nix davon. Aber sie könnte einfach mal die Kirche im Dorf lassen und normal mit Martha darüber reden.
    An Marthas Stelle würde ich tatsächlich einen Anwalt aufsuchen. Einfach um sich abzusichern. Agathe kann ja behaupten, nach der ersten Zahlung reicht ihr das. Aber wer sichert ihr zu, dass es wirklich so ist?
    Vielleicht könnte sie ja Agathe einstellen ;o) Dann hätte diese wieder Geld für ihre Miete.


    Nun mal zu unseren hoffnungslosen Fällen:


    Zitat

    Was mir beim Lesen so gar nicht gefallen wollte: Martha und Stefan ordnen die Bücher und CDs alphabetisch :o Nein... das geht gar nicht! Bei mir müssen Bücher und Musik nach Genre, Autor und Seelenverwandtschaft geordnet werden... Und falls ich ein Buch mal kurz suchen muss, finde ich meist mehr wieder als ich ursprünglich gesucht habe ::)


    Da schließ ich mich an ;o) Aber immerhin HAT er Bücher!


    Zitat

    Martha ist fast bereit, sich auf Stefan einzulassen, da möchte er nicht mehr. Irgendwie wird es von allen Seiten mal langsam Zeit für eine Entscheidung! >:( ;D


    Hell, yeah! Klar kann ich ihn verstehen, dass er jetzt auch mal in sich gehen muss, aber irgendwie nervt es schon.
    Aber nun folgt ja nur noch ein Abschnitt, da müssen sie sich mal alle entscheiden!


    Zitat

    Wirklich, und es tut mir auch herzlich leid, liebe Autorin, ich habe es aufgegeben, Martha zu verstehen. Sie und ich werden, fürchte ich, auch für den Rest des Romans keine Freundinnen.


    Ich kann mich mit ihr leider auch nicht anfreunden =o( Mir muss die Hauptfigur zumindest nicht unsympathisch sein. Und das ist sie leider.


    Zitat

    Für mich ist sie eine ausgemachte Egozentrikerin. Ihre Gedanken kreisen unaufhörlich um sich selbst und ihr eigenes "Elend", das sie, mit Verlaub gesagt, mit Millionen Menschen auf diesem Planeten teilt, von denen die meisten weitaus schlimmer dran sind.
    Würde man sie nach den Befindlichkeiten der drei oder mittlerweile vier Menschen fragen, mit denen sie näher Kontakt hatte oder hat, so bezweifle ich, dass sie darauf eine Antwort geben könnte.


    An der Person Martha aber kann ich deutlich sehen, dass ich positive Protagonisten in einem Roman dieses Genres brauche, um mich damit anfreunden zu können, um mich mit einer Geschichte wohlzufühlen. Und wenn schon Probleme, dann aber handfeste, solche, die einen wirklich mit den Charakteren leiden lassen.


    Das empfinde ich genaus - leider.


    Die Themenwoche finde ich sehr gut. Das passt zur Situation und ich denke Susanna hat noch Hoffnung, dass Martha nicht ganz verkalkt.
    Der Film 'Lunchbox' ist übrigens total süß :herz:


    Erik mag ich ihn diesem Abschnitt eigentlich ganz gern. Man merkt endlich mal, dass er nicht nur rosa Elefanten und Pusteblume ist. Auch er hat Sorgen und macht sich Gedanken. Da finde ich auch die Zwillinge wieder total drollig.


    Susanna mag ich nach wie vor am liebsten. Sie ist einfach zum Knutschen.


    Was mich an Martha noch so stört ist ihre absolute Ablehnung gegen 'Happy Ends' und 'die Liebe'. Himmel, wie kann man nach 1 gescheiterten Beziehung mit gerade mal 30 so ein Trauerkloß sein? Natürlich verstehe ich, dass sie nach der Fehlgeburt völlig fertig ist, aber dafür kann die Liebe ja nun mal nix.


    Eriks Aktion mit dem Popcornautomat - es war lieb gemeint. Da hätte sie ihm einfach sagen können, dass ihr das leider aus Grund X & Y nicht gefällt. Das hätte er sofort verstanden. Das sie dann zu Stefan läuft - meine Güte. Der kann daran auch nix ändern. Und ganz ehrlich? Den stell ich mir im Bett ganz grausig und kalt vor. Einfach weil er so einen kühlen Eindruck macht.


    Nun müsste sich ja im letzten Abschnitt alles fügen - ich bin gespannt.


    Ich mag nicht immer alles, was bei Menschen schiefläuft oder was an ihnen wenig einnehmend ist, auf einen ungünstigen Start im Leben, auf eine nicht ideale Kindheit und Jugendzeit schieben. Es gibt genug Beispiele, die das Gegenteil beweisen.
    Vieles ist auch Veranlagung. Martha schätze ich als einen Menschen ein, der nicht unbedingt optimistisch ist, der sich schwertut im Umgang mit anderen Menschen. Was ja auch gar nicht schlimm ist. Doch hat sie eine Art, die Menschen vor den Kopf zu stoßen, die mir nicht gefällt. Ich finde sie anstrengend auf der einen, nichtssagend auf der anderen Seite. Eine seltsame Kombination! Ganz instinktiv möchte ich mich nicht näher mit ihr befassen....


    Amen!


    In meinen anderen drei Romanen waren die Heldinnen fast durchgehend extrem nett und optimistisch, eher so wie Erik. Diesmal war einfach eine Figur dran, die das Gegenteil meiner anderen Heldinnen ist. Im Café der guten Wünsche hatte Robert diesen Part inne, nun ist es zur Abwechslung mal die Frau, die zunächst mit mißmutigem Blick durch die Welt läuft und nicht nur edle Gedanken hat.


    Ich glaub ich sollte die anderen Bücher von dir mal lesen. Ich habe lieber Hauptcharaktere die mir total sympathisch sind ^^


    Beziehungsdreiecke sind doch das Salz in einem Liebesroman. Aber ich weiß, was du meinst. Die Konflikte brechen hier nicht wie erwartet aus, weil die Figuren einfach zu zurückhaltend und zu steif sind. Sie leben ihre Gefühle nicht wirklich aus und wirken eher halbherzig.


    Ich kann es kaum noch ertragen, wenn wieder irgendwo eine Dreiecksbeziehung daher kommt - ich bin es soooooo leid ::)