Beiträge von Sylvialott

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Super, ich danke Dir! Und wie schade, dass Du Dir Sorgen um Deine Eltern machen musst. Ich kann das gut nachempfinden, habe drei Jahre um meinen Vater gebangt. Zum Glück geht's manchmal auch wieder aufwärts, sogar dann, wenn man gerade gar nicht damit gerechnet hat. Wünsche Euch alles Gute! Und natürlich Sonnenschein :-)

    Liebe Vorleserin,
    freue mich sehr darüber, dass Dir "Die Inselfrauen" gefallen hat. :D Und dass Du Deine Meinung so schön weiträumig streust. ;-) Danke Dir fürs Mitlesen und -fühlen! Toll wäre es, wenn Deine Buchbesprechung auch bei blanvalet stehen würde.
    http://www.randomhouse.de/Tasc…n/Sylvia-Lott/e464977.rhd
    Eigentlich müssten die Borkumer Dir jetzt auch beim nächsten Besuch die Kurtaxe erlassen!
    Also, nochmal herzlichen Dank und liebe Grüße :winken:
    Sylvia

    Hallo, Ihr Lieben,


    auch ich bedanke mich. Phasenweise hatte dieses Leserunde ja richtig Tempo und echten Austausch!
    Bitte denkt dran, die guten Rezensionen auch auf die Verlagsseite zu stellen. Darüber würde ich mich sehr freuen.


    Macht's gut, bleibt gesund und lesefreudig und denkt immer daran: Ein Autor arbeitet im Schnitt ein Jahr und mit viel Herzblut an dem, was Ihr in vielleicht einer Woche lest und dann beurteilt. :winken:


    Sylvia

    Das finde ich interessant... Als reiselustige Schützegeborene bin ich immer neugierig auf andere Regionen, auf Fremdes und wenn es mir zu suspekt ist, finde ich, kann ich wenigstens im Geiste mal dorthin reisen. Aber vermutlich denken die meisten Menschen eher so, dass sie sich lieber gleich eine Region auswählen, von der die wissen, dass sie ihnen zusagt.
    Wie fändet Ihr zum Beispiel das Tal der Loire? Oder Florida? Oder könntet Ihr noch einen Cornwall-Roman verkraften? Oder einen, der auf den Kanal-Inseln zwischen Frankreich und GB spielt?

    Danke für Eure Antworten. Für mich ist alles historisch, was andere Rahmenbedingungen, Mode, anderes Verhalten hat als das Gegenwärtige – also eigentlich auch schon recht kurz Zurückliegendes. Man könnte auch sagen: Alles, wofür ich die anderen Rahmenbedingungen recherchieren muss.
    Dass die historischen Frauengestalten – meist – stark waren, ist ein Aspekt, der mich fasziniert hat. Aber ich fand auch beeindruckend, wie sehr die jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und moralischen Verhältnisse über das Schicksal der Frauen bestimmt haben. Vor allem dann, wenn die Frauen Kinder bekamen. Da ist eben doch die Jahreszahl entscheidend. Male Geertje wurde ausgegrenzt und wahnsinnig, die Geliebte von Grey musste ihr Kind weggeben, sogar in ein anderes Land, dieses Kind durfte nicht normal auf der Insel aufwachsen, weil die Schatten der Vergangenheit (Angst davor, sie könnte auch von einem flotten preussischen Offizier schwanger werden) ihre Jugend prägten, "die Karotte" musste 1967 heiraten, Nina musste 1967 mit Verklemmtheit l(i)eben, nur endlich Rosalie kann sich heute einigermaßen frei entscheiden.
    Gestern erhielt ich übrigens eine berührende mail von Winefrids Sohn (Jg. 1932). Er schreibt unter anderem:


    "Gut,daß ich zum Beginn meiner Rentnerzeit auf die Idee gekommen bin, mich mit meiner Familiengeschichte zu beschäftigen und dann eine Chronik niederzuschreiben. Auf Anregung des Borkumer Heimatvereins kam es dann zur Veröffentlichung über die Ereignisse um das Haus Constance. Diese sind infolge der damaligen strengen Moralvorschriften über 100 Jahre lang von allen Beteiligten als großes Geheimnis gehütet worden.


    Die gleiche Constance- Geschichte stellte ich 2003 auch der englischen Zeitschrift "Family Tree Magazine" zur Verfügung .Sie wurde bald darauf vom "Journal of Liberal History" nachgedruckt. Daraufhin haben zwei Schriftsteller (Michael Waterhouse in England und Jeff Lipkes in USA) mit mir Kontakt aufgenommen und sie ebenfalls in ihren neuen Büchern über Sir Edward Grey (2014) verwendet. Ein dritter (Heimatschriftsteller (...) aus Northumberland) will sie später verarbeiten.


    Ich denke,mit diesem Erfolg kann ich recht zufrieden sein; die damals beteiligten Personen haben mehr menschliche Züge bekommen."

    Ihr Lieben, ich danke Euch sehr, dass Ihr Eure geistigen Kapazitäten und Zeit zur Verfügung gestellt und, jedenfalls zum Teil, Eure Herzen geöffnet habt, um meine Inselfrauen ein Stück zu begleiten und zu kommentieren! Mich überrascht selbst immer wieder, wie sich beim Schreiben der spirit einer Region auf einer Metaebene einschleicht. New York mit Long Island in der "Glücksbäckerin vonLong Island" war Optimismus und Vorwärtsstreben, in der "Lilie von Bela Vista" kam durch, dass der hart urbar gemachte Boden im wilden Südbrasilien von den vielen Kämpfen blutgetränkt war und im Borkum-Roman "Die Inselfrauen" ergeht es einem beim Lesen wie dem Urlauber auf der Insel: Erstmal kommt man runter. Einige empfinden das als Dahinplätschern und sind enttäuscht, wenn alles so kommt, wie sie es schon bald erwartet haben. Andere kommen dadurch zur Ruhe, erholen sich mit meinen Figuren mit und freuen sich um so mehr am Weg dorthin. Es ist für mich sehr interessent zu beobachten, wie unterschiedlich das wahrgenommen wird. Mir scheint, alle, die schon mal auf einer ostfriesischen Insel waren, lesen diesen Roman mit mehr Genuss, weil sie eben auch mehr Anspielungen verstehen oder schlicht einen Sinnfür die Natur und die Mentalität der Ostfriesen haben. Oder täusche ich mich da?

    Ihr Lieben, hätte gern noch etwas mehr Zeit und Ruhe für diese Leserunde gehabt. Aber es ist das erste Mal, dass ein Roman von mir gleich mit dem Start auf der Bestsellerliste landet und auch in den folgenden fünf Wochen noch drauf ist. Das ist schon ziemlich aufregend! Außerdem waren gerade die beiden letzten Wochen turbulent wegen der DeLiA-Liebesromantage in Iserlohn, einer Lesung im Ammerland, einer an diesem Wochenende in Berlin bei der Love Letter Convention...
    Habe aber immer auch von unterwegs mit großem Interesse Eure Eindrücke gelesen, nur mit dem Tippen auf dem handy oder mit dem Empfang war es manchmal schwierig. Mich würde noch mal interessieren, wie Ihr die Geschichte von Winefrid aus dem Haus Constanze findet. Ich war so stolz, dass ich bei der Recherche auf diese Zusammenhänge gestoßen bin. Hättet Ihr gern mehr über den Bäderantisemitismus gelesen oder hätte das nach Eurer Meinung den Wohlfühlcharakter des Romans kaputtgemacht?
    Sehr Ihr den roten Faden, der durch die historischen kurzen Frauenbiografien bis in die Gegenwart läuft?
    Ist das Jahr 1967 für Euch schon historisch?

    Hallo Ihr Lieben, bin gerade auf der Love Letter Convention in Berlin. Tippe etwas mühsam und Handy. Schade, liebe Dion, dass Dir eine Überrsschung gefehlt hat. Hoffe die Rezrpte gefallen dir. Andere Leserinnen haben mir geschrieben dass der Roman ihre Seeöe berührt hat oder dass sie sich in die Dtimmung hineinversetzt gefühlt haben. Aber die Sensoren und Geschmäcker sind natürlich unterschiedlich. Schönen Sonntsg noch!😘

    Manchmal gibt es ja wirklich kurze Phasen im Leben, wo alles stimmt. Kein Glück ist von Dauer, das wissen wir alle. Irgendwann kommen neue Herausforderungen, meist viel zu schnell. Aber warum, habe ich mir gedacht, sollte ein Roman nicht mal genau an dieser harmonischen Stelle aufhören?! Früher dachte ich, man müsste die Probleme, die Ungerechtigkeiten deutlicher benennen, alles andere wäre unkritisch. Heute sehe ich das anders. Der Kontakt mit meinen Leserinnen zeigt mir, dass die meisten Frauen sind, die mitten im Leben stehen. Sie kennen sehr wohl die Tücken, die Belastungen, das Unglück und Probleme des Lebens. Darauf muss ich sie nicht extra hinweisen. Aber wenn ich dazu beitragen kann, dass sie sich gut unterhalten fühlen, vielleicht noch das ein oder andere Interessante dazugelernt haben, und nach der Lektüre wieder erholter gegen die Mühen des Alltags angehen können, dann bin ich zufrieden. :)

    Zu Klaasohm: Das Fest wird immer noch gefeiert. Hier ist ein Video, wenn Du nicht viel Zeit hast, dann steig einfach bei Minute 6:00 ein und schau es Dir an. Die spinnen, die Borkumer! ;-)



    8)